Angeregt von Wolf Trescher (piefke)'s Thread (ich hatte das auch schon mal probiert, ist anstrengend, aber funktioniert), wollte ich mal 'ne generelle Frage zu 3D-Fernsehen, 3D-Kino etc stellen: Was bezweckt man mit 3D?? Viele argumentieren, es sehe so "echt" aus. Das mag ein Argument sein für Nahaufnahmen. Ab 10m Entfernung nehmen wir aber die echte Welt nicht mehr stereoskopisch wahr, sondern genau so, wie sie von einer "normalen" Kamera aufgenommen und auf einer "normalen" Leinwand präsentiert wird. In "2D". Der räumliche Eindruck entsteht einzig und allein durch Grössenvergleiche, Farbverläufe, Sichtverdeckungen etc. Wir wissen, wie gross ein Baum ist, und deshalb wissen wir, dass der da drüben etwa 30m entfernt ist. Und der andere Baum ist noch etwas weiter hinten, weil er vom ersten teilweise verdeckt wird. That's it. Das alles sieht eine 2D-Kamera genau so gut. Achtet mal ganz genau darauf, was Ihr denn wirklich zu sehen glaubt, wenn Ihr zum Beispiel ein Landschaftsbild, oder eine Stadtaufnahme in 3D anschaut. Sieht es echt aus? Nöööö! Es sieht zwar nicht mehr wie ein 2D-Bild aus, es bekommt Tiefe. Aber was man zu sehen glaubt, ist eben NICHT das, was man sehen würde, wenn man an der Stelle der Kamara stünde, sondern ein MODELL der Stadt. Ein Diorama sozusagen. Die Stadt in klein. Faszinierend, aber eben NICHT die Realität. Sogar noch weiter von der Realität entfernt als ein hundskommunes 2D-Bild der Stadt. Wenn man nun zu den Nahaufnahmen kommen (<10m), dann erkennen wir Tiefe durch zwei Effekte: Stereoskopie und Fokus. Die Stereoskopie wird im Film abgebildet, aber der Fokus nicht. Resp. wir sehen den Fokus der Kamera. Der passt aber nicht mit dem des Auges zusammen. Der ist nämlich immer auf der Leinwand. Darum sieht es (für mich zumindest) auch immer irgendwie künstlich aus. Und strengt mich an. Saulustig in Theme parks, wenn sich noch die Stühle bewegen und einem Wasser in's Gesicht gespritzt wird... aber wenn ich einen Film schauen will, will ich mich nicht immer mit diesen Diskrepanzen rumärgern. Fazit: Für mich hat 3D nur einen Sinn, wenn a) es nur bei Makroaufnahmen gemacht wird b) gleichzeig meine Hornhaut ständig vermessen und entsprechend das Bild auf der Leinwand fokussiert wird. Ansonsten ist das Ganze für mich eine Spielerei. Mehr nicht. Und meine Prognose ist, dass es in Zukunft zwar alle haben werden, weil es nichts mehr kostet, aber niemand wird es mehr gebrauchen, weil es a) nicht mehr cool ist (alle haben es, jeder kennt es) und b) mehr Nachteile als Vorteile bringt. Wenn man einen Film des Films wegen schauen will, und nicht, um zu sehen, wie cool 3D ist, stört es eigentlich nur. Sieht das jemand anders hier auch so, oder bin ich einfach zu konservativ? :-) Gruäss Simon
Was Du über die technischen/physikalischen Details sagst ist richtig. Und auch, das ich einen Film im Allgemeinen wegen des Filmes sehen will und nicht wegen irgend welcher Effekte. Dazu kommt, das ein gewisser Teil der Bevölkerung nicht mal in der Lage ist, 3D richtig wahrzunehmen. Aber den richtigen Film in 3D zu sehen macht manchmal das gewisse Etwas aus wegen dem man sagt "So will ich Kino sehen" Und bei Animationsfilmen wo man sowieso sieht, das es nicht real ist bringen die möglichen Effekte den ein oder anderen Lacher wenn etwa irgend was aus der Leinwand zu springen scheint. Für das Kino auf der großen Leinwand macht 3D für mich bei manchen Filmen schon Sinn. Aber zu Hause brauche ich das nicht, denn dafür fehlt mir einfach der Platz für die passende Leinwand um dem Effekt wirklich einen tieferen Sinn zuzugestehen. Noch mehr recht muss ich Dir geben wenn man noch kleinere Bildschirme hat wie z.B. Nintendos 3DS. Da ist es einfach nur ein netter Effekt der keinen wirklichen Mehrwert bringt. Wenn ich mal (was selten genug vor kommt) mit dem 3DS von meinem Sohn spiele, schalte ich den 3D Effekt einfach ab und brauche mich nicht um den Abstand von Konsole zu meinem Gesicht kümmern, und kann das Teil so weit weg halten daß ich nicht mit der Nase im Display stecke. (übertrieben gesagt) Aber es wollen eben, wie Du schon schriebst, alle haben weil es in ist. Egal wo und egal wie Sinnvoll (oder eben Sinnlos) es ist. Frank
Der 3D Hype kommt so alle 30 Jahre wieder. Das ist nichts neues unserer Zeit, auch wenn die Technik bei jedem Wiederaufflammen jedesmal besser wird. Er verschwindet dann aber auch wieder nach einiger Zeit.
Simon Huwyler schrieb: > Was bezweckt man mit 3D?? 3D im Kino und Dolby Surround zusammen waren schon ausgezeichnet gut. Und zwar war ich 1980 in einem der räumlich größeren Kinos in der Kölner Innenstadt. Also bereits vor über 30 Jahren. Und sah den Horror-Streifen "Freitag, der 13.". Mit der mehrkanaligen Surround-Anlage zusammen, die machte auch schon bei Star Wars einen tollen Eindruck, wirkte der Film schon ziemlich echt, ich war sehr beeindruckt. Ich ging in Deckung, als ein Auge auf mich zu flog. Das passiert bei normaler Technik nicht. Einzig die Brille störte etwas, und der Film war sogar in Farbe. Man arbeitete im Kino mit Polarisationsfiltern, was beim Fernsehen wohl gar nicht geht. Bemerkenswert finde ich, daß sich das in den Jahrzehnten danach nicht durchsetzte. Denn die ausgereifte Kinotechnik hatte man, den zweikanaligen Filmprojektor. Andererseits: Musik hört man auch nicht immer nur gerne in Mono.
Frank B. schrieb: > Noch mehr recht muss ich Dir geben wenn man noch kleinere Bildschirme > hat wie z.B. Nintendos 3DS. Habe ich letzthin auch mal im Laden ausprobiert. War auch nicht sehr begeistert - obwohl es faszinieren ist. Für Spezialeffekte mag 3D wirklich gut sein. Oder, wie Frank schreibt, bei Animationsfilmen. Ich denke, das primäre Übel ist, dass die Filmemacher das so cool finden und exzeffiv einsetzen. Beim Surround gibt's dieses Phänomen ja auch. Ein Akustiker hat mir mal gesagt: Eine Surroundanlage ist dann richtig eingestellt, wenn die Leute nachher sagen, sie hätten vom Surround gar nichts mitgekriegt. Wegen dem kleinen Bildschirm: Ein bekannter von mir hat mir mal von seinem 3D-Fernseher geschwärmt. Das sei sooo cool, da gäbe z.B. eine Szene, wo ein Flugzeug startet. Und man sähe tatsächlich, wie das Flugzeug nach hinten verschwindet. Also, WAS genau sieht man nun? Die Fläche des Fernsehers ist, sagen wir mal, 1.5 mal 1 Meter. Bei der Standard 2D-Technologie sieht man quasi durch ein 1.5m x 1m Fenster auf eine Startpiste, auf der ein Flugzeug startet. Und was sieht man beim 3D? Eben, das Flugzeug fliegt stereoskopisch hinter dem Fernseher in die Wand hinein. Also, was sieht man denn nun? Ein kleines Flugzeug auf einer Piste, die maximal 10m lang ist. Warum? Weil man es stereoskopisch sieht. Es kann gar nicht viel weiter entfernt sein. Denn sonst würden wir es nicht mehr stereoskopisch sehen. Und das ist die Information, die unser Hirn daraus macht. 2D --> Der Fernseher ist ein Fenster, durch das man ein Flugzeug auf einer Piste aus grosser Entfernung starten sieht. 3D --> Der Fernseher ist ein Puppentheater, in dem ein kleines Flugeug auf einer kleinen Piste 5m hinter dem Fernseher abhebt. Was ist nun realitätsnaher? :-) Eben, für Spezialeffekte, und meinetwegen für Makroaufnahmen mag das gut sein. Aber die Typen, die das einsetzen, haben keine Ahnung, wie sie es sinnvoll einseten sollen. Und viele Leute, die sagen: "Hey, das sieht so verdammt echt aus!" merken nicht, dass es wohl echt aussieht, aber eben, wie ein echtes Puppentheater mit kleinen 3D-Modellen von Flugzeugen, die ganz ohne sichtbare Fäden und unheimlich detailgetreu fliegen können. Gruäss Simon
Simon Huwyler schrieb: > Was bezweckt man mit 3D?? Flachbild hat mittlerweile fast jeder, Full-HD ist auch schon sehr weit verbreitet. Da die Geräte ausserdem noch nicht grossflächig nach Ablauf der Gewährleistung automatisch unbrauchbar werden muss man irgendwie dafür sorgen, dass die Kundschaft mal wieder vorbei schaut. Hauptzweck also: neue Geräte verkaufen. PS: Ich hab ja noch nicht einmal kapiert, wozu ich eigentlich HD brauche. Manchmal habe ich den Eindruck, HD dient nur dazu, per Totalverschlüsselung die beliebten digitalen Rekorder unbrauchbar zu machen um den Kunden endlich wieder die Werbung zwangsweise ins Hirn stopfen zu können.
Karl Heinz Buchegger schrieb: > Der 3D Hype kommt so alle 30 Jahre wieder. Also immer dann, wenn die alte Brille wieder von der Realität überholt wurde und man 0 und D nicht mehr unterscheiden kann ;-)
Das waren noch Zeiten ... in der Lehrwerkstatt mit den Kollegen das Lernvideo Tutti Frutti reinziehen mit der 3D-Brille ... war damals so n Ding mit roter und grüner Scheibe. 3D ist ne Modeerscheinung wie Feinstaubplakette und Abwrackprämie. Wie war das in dem Lied ... jetzt wird wieder in die Hände gespuckt, wir steigern das Bruttosozialprodukt ... ... Die Gabentische werden immer bunter und am Mittwoch kommt die Müllabfuhr und holt den ganzen Plunder ... :o))))))
Fhutdhb Ufzjjuz schrieb: > ... Die Gabentische werden immer bunter und am Mittwoch kommt die > Müllabfuhr und holt den ganzen Plunder ... Du solltest diesen Teil das Textes nochmal bei Youtube verifizieren. ;-)
Simon Huwyler schrieb: > Ich denke, das primäre Übel ist, dass die Filmemacher das so cool finden > und exzeffiv einsetzen. Beim Surround gibt's dieses Phänomen ja auch. > Ein Akustiker hat mir mal gesagt: Eine Surroundanlage ist dann richtig > eingestellt, wenn die Leute nachher sagen, sie hätten vom Surround gar > nichts mitgekriegt. Das habe ich bei 3D erst bei einem einzigen Film gesehen wo eben 3D nicht Exzessiv oder als Trickkiste eingesetzt wurde sondern durchgängig gut umgesetzt wurde. Auch da hatte ich zeitweise nur durch abnehmen der Brille gemerkt, daß ich in einem 3D Film saß. Wilhelm Ferkes schrieb: > Man > arbeitete im Kino mit Polarisationsfiltern, was beim Fernsehen wohl gar > nicht geht. Die gibt es mittlerweile auch beim Fernseher. Genau so wie es in einigen Kinos wohl auch Shutterbrillen gibt. Frank
Frank B. schrieb: > Das habe ich bei 3D erst bei einem einzigen Film gesehen wo eben 3D > nicht Exzessiv oder als Trickkiste eingesetzt wurde sondern durchgängig > gut umgesetzt wurde. Welcher war das?
Rufus Τ. Firefly schrieb: > Frank B. schrieb: >> Das habe ich bei 3D erst bei einem einzigen Film gesehen wo eben 3D >> nicht Exzessiv oder als Trickkiste eingesetzt wurde sondern durchgängig >> gut umgesetzt wurde. > > Welcher war das? Das war Avatar
Oh. Deine Einschätzung hätte ich gerade bei diesem Film nicht erwartet.
1. 3D ist der Versuch, inhaltlich flachen Filmen wenigstens optisch etwas Tiefgang zu verschaffen. 2. Wie schon oben bemerkt, Marketingstrategen haben sich überlegt, jetzt die nächste Zündschnur für die neue Investitionsrunde im Wohnzimmer zu legen.
3D ist der gelungene Versuch, flachen, oberflächlichen und eindimensionalen Charakteren zumindest eine scheinbare Tiefe zu verleihen. Irgendwie wär's mir umgekehrt lieber. Aber es entspricht dem Trend, Drehbücher, die sogar Reklam mangels Dicke abgelehnt hätte, mit flashigen Gimmicks aufzufetten, da die dünne Story halt nix her gibt. Versucht es doch mal, nehmt irgendeinen Film der letzten 5 Jahre her und erzählt den Inhalt. Wenn der Text nicht auf ein Post-It passt, bitte sagen. Für mich ist 3D ein trauriger Offenbarungseid der Unterhaltungsindustrie. Das Eingeständnis, dass man eben inhaltlich nix zu bieten hat und deswegen auf billige (oder teure) Tricks ausweicht um noch irgendwas zu haben womit man das Publikum holen kann. Gut, der Schmäh ist ja nun auch nicht mehr neu. Das hat's schon zuvor gegeben. Das B-Movieregal der 60er Jahre ist angefüllt mit Filmen deren Titel in den Worten "IN THREE DEEE" endet. Same shit: Keine Story, flache Charaktere, Schauspieler die danach wahrscheinlich einen Job als Kleiderpuppe hatten (weil für viel mehr nicht brauchbar), aber IN THREE DEE. Drauf gesch..., Leute. Ich hab lieber Inhalt statt Gimmick.
@ Michael K-punkt (charles_b) >1. 3D ist der Versuch, inhaltlich flachen Filmen wenigstens optisch >etwas Tiefgang zu verschaffen. >2. Wie schon oben bemerkt, Marketingstrategen haben sich überlegt, jetzt >die nächste Zündschnur für die neue Investitionsrunde im Wohnzimmer zu >legen. Wohl leider wahr :-( Entweder werde ich alt oder das Niveau der (Kino)filme ist seit längerem im Sturzflug. MfG Falk
In Amerika habe ich übrigens mal was ganz - naja, man kann schon sagen: cooles - gesehen. Wenn auch nicht weniger sinnarm. Das ist ein Gerät, das hängst Du an den Audioausgang des Fernsehers und an's Internet. Und an das Gerät kommen vier Hydraulikmotoren, die unter Dein Sofa gestellt werden - unter jede Stütze einer. Wenn Du nun 'nen Film schaust, analysiert er die Tonspur, gleicht sie mit einer Datenbank beim Hersteller ab und steuert die Hydraulikmotoren gemäss dem Film an. Mir wurde es anhand von Master and Commander demonstriert. Da fühlst Du jede Schiffsbewegung und jeden Kanoneneinschlag. :-) Aber eben - auch das war hoch faszinierend, aber wenn ich einen Film schauen will, will ich einen Film schauen und nicht kotzen. :-) Und mein Popcorn will ich danach auch nicht im Wohnzimmer verstreut haben! :-) ... Was ich übrigens vergessen habe zu fragen, ist, ob es mit synchronisierten Filmen auch funktioniert.
Falk Brunner schrieb: > Entweder werde ich alt ...das hoffe ich! Die Alternative zum Altwerden wäre FRÜH STERBEN! > oder das Niveau der (Kino)filme ist seit längerem > im Sturzflug. Welches Niveau? Für N(t) gilt doch für alle t > 1999 N(t)=0
Simon Huwyler schrieb: > ... Was ich übrigens vergessen habe zu fragen, ist, ob es mit > synchronisierten Filmen auch funktioniert. So wie ich die Amerikaner kenne: Nein. Der Durchschnitts-Amerikaner ist schon zufrieden, wenn er durchgeschüttelt wird. Das findet er cool. Die haben ja auch in den Vergnügungsparks lange genug gebraucht um zu begreifen, dass sie mit ihren Moving-Plattforms-4D-Kinos die Schwerkraft dazu benutzen müssen um Kräfte zu simulieren und nicht Schräglagen. Beim "Back to the Future"-Ride in den Universal Studios Orlando war ich regelmässig dem Kotzen nahe und auch der alte "Star Tours" in den (former) MGM-Studios litt noch stellenweise da drunter. Letztere war wenigstens cool, was man vom ersten nicht sagen konnte. Der neue "Star Tours" hingegen ist schon ziemlich gut gemacht. Die Sache mit 3D erinnert mich jetzt an Fozzy Bär in der "Muppet Vision 3D", der ja keine "cheap 3D tricks" machen wollte, es aber (natürlich) doch tut.
>Welches Niveau?
Über den Verfall der Sitten und der Moral haben sich schon die alten
Griechen vor über 2000 Jahren aufgeregt.
"Ich habe überhaupt keine Hoffnung mehr in die Zukunft unseres Landes,
wenn einmal unsere heutige Jugend die Männer von morgen stellt. Unsere
Jugend ist unerträglich, unverantwortlich und entsetzlich anzusehen."
Aristoteles, (384 - 322 v. Chr.), griechischer Philosoph, Schüler
Platos, Lehrer Alexanders des Großen von Makedonien
Und die heutigen Zuschauer der angeblich so niveaulosen Filme werden
ihren Enkeln dasselbe über deren Filme erzählen.
Kara Benemsi schrieb: >>Welches Niveau? > > Über den Verfall der Sitten und der Moral haben sich schon die alten > Griechen vor über 2000 Jahren aufgeregt. > ...und was mit Griechenland geworden ist sehen wir ja! Italien genauso. Das waren mal Großmächte! So wie USA/UDSSR vor Jahren. Die Zeiten ändern sich!
Ich erinnere mich, mal in einem Film "Earthquake" gewesen zu sein, bei dem die Kinostühle beim Erdbeben mitgewackelt haben. Das wurde da als der ultimatike Kick angepriesen. Heute hat jeder Opel-Manta-Fahrer so eine Bass-Pump unter dem Stuhl.
Das Schöne an der Einstellung als Älterer, daß früher alles besser war, ist doch, daß man sich selbst in der Ansicht bestärkt, selber nicht zu den Doofen zu gehören.
Kara Benemsi schrieb: > Das Schöne an der Einstellung als Älterer, daß früher alles besser war, > ist doch, daß man sich selbst in der Ansicht bestärkt, selber nicht zu > den Doofen zu gehören. Bei 3D Filmen stimmt das aber nicht. Die waren früher auch nicht besser.
Kara Benemsi schrieb: > Das Schöne an der Einstellung als Älterer, daß früher alles besser war, > ist doch, daß man sich selbst in der Ansicht bestärkt, selber nicht zu > den Doofen zu gehören. Letztens lief Ödipussi im TV. Stammt aus dem Jahr 1988. Vom Humor mal ganz abgesehen: Wer da auf die Dialoge achtet und wie alles aufeinander aufgebaut ist wird feststellen, dass jeder Satz maßgeschneidert an der richtigen Stelle kommt und alles ein großes Gesamtkunstwerk darstellt. Dieser Film IST handwerklich definitiv besser als die Mehrzahl der 0815-Schnulzen die heute auf der Mattscheibe erscheinen. Natürlich waren auch 1988 eine Menge Filme einfach nur Sch...... und wenige gut. Und natürlich gibt es heute ausgewählte Filme, die auch Klasse haben, doch die sind keine Publikumslieblinge, kommen spät in der Nacht und laufen diskussionsmäßig unter "ferner liefen". Große Filme, die heute groß rauskommen - das ist was fehlt.
Michael K-punkt schrieb: > Heute hat jeder Opel-Manta-Fahrer so eine Bass-Pump unter dem Stuhl. Das hatten sie vor über 30 Jahren schon bei Star Wars unter den Kinositzen. Tieftönige Vibratoren, wobei über eine Frequenzweiche wohl einfach nur die tiefen Frequenzen ausgekoppelt werden. Man nannte die Dinger Schallwandler, nicht Lautsprecher. Es waren kleine Gebilde in der Form etwa des Topfmagneten hinten an einem Baßlautsprecher. Ohne Membran und ohne Chassis, also recht handlich, werden fest z.B. mit einer Holzplatte verschraubt. Ich glaube, die Tonverstärker eines Kinos liegen auch schon mal bei kW-Leistungen. Sollen ja ausgezeichnete Dynamik haben. Ein ausgezeichnetes Kino hat ja auch Stoffbahnen an den Wänden, oder stellenweise Eierschalenmusterverkleidungen, aus akustischen Gründen. Wie ein Konzertsaal. Natürlich hatte das nicht jedes mittlere oder kleinere Kino. Ich suchte mir zum Film auch immer das Kino aus, wo ich genau wußte, daß sie dort gut technisch ausgestattet sind.
Wilhelm Ferkes schrieb: > Das hatten sie vor über 30 Jahren schon bei Star Wars unter den > Kinositzen. ...hatte ich ja oben geschrieben. > Natürlich hatte das nicht jedes mittlere oder kleinere Kino. Ich suchte > mir zum Film auch immer das Kino aus, wo ich genau wußte, daß sie dort > gut technisch ausgestattet sind. ...hatte schon den Kino-Horror, als der Film einfach unscharf war. Ich hab mich dann hoch zum Projektionshäuschen gemacht und mit dem Typ geredet, der den Projekt bedient hat. Er weigerte sich jedoch, irgendwas einzustellen oder zu verändern.
Heute nennt man die Teile "Bodyshaker" gibs für 19,99 bei eBay
Michael K-punkt schrieb: > ...hatte schon den Kino-Horror, als der Film einfach unscharf war. Das ist schlecht. Ja, natürlich mußte man bei 3D die beiden Kanäle auf der Kinoleinwand justieren.
Ich möchte mal an dieser Stelle einen Erfahrungsbericht abgeben; ich besitze seit 1,5 Jahren ein 3D TV (Samsung UE46C7700). Dazu - zwangsläufig - einen 3D Player und 2 Shutter Brillen. Eine nicht unerhebliche Investition, aber mit weniger geht es eben nicht. Zu den 2 Shutter Brillen gabs dann auch im Paket 'Monster vs Alien' einen Animationsfilm. Und der erste Eindruck war dann überwältigend, der 3D Effekt kommt dann voll rüber, die Technik ist überzeugend. Bereits in Menü stehen die Titel mitten im Raum. Beeindruckend auch die Szene, wie jemand einem Tischtennisball, der mit einem Gummifaden am Schläger befestigt ist, immer wieder in die Gegend schlägt. Beim Abschlag in Richtung Zuschauer hat man wirklich den Eindruck, man wird selbst am Kopf getroffen und zuckt unwillkürlich zur Seite. Nunja, dann wollte ich mal was 'echtes' sehen und habe mir den Film 'Grand Canyon Adventures' zugelegt. Sehr beeindruckend. Besonders die Sequenz der Wildwasserfahrt in einem Boot. Man bekommt hierbei Wasserspritzer ins Gesicht und versteht es nicht, dass beim Befühlen alles trocken geblieben ist, wo es doch nass sein müsste. Soweit so gut, damit kann ich Simons Wahrnehmung bestätigen, dass alles, was sich in unmittelbarer Nähe befindet, sehr gut als 3D wahrgenommen wird. Sobald sich die gesamte Szenerie aber in gewisser Distanz abspielt, tritt der Effekt recht wenig in Erscheinung. Und das ist wohl eher überwiegend der Fall. Es sei denn, der Regisseur will die 3D Effekte hervorheben und gestaltet dementsprechend. Was noch hinzukommt: 3D gibt es derzeit nur von Blu-ray Filmen. Das TV hinkt da wohl hinterher und bietet derzeit über Satellit nur Demo-Sendungen (ASTRA Demo) an, bzw Sky über Bezahlfernsehen. Alles in allem kann ich sagen, dass ich mir ab und zu einen 3D Film reinziehe, gibt ja doch recht wenig davon. Aber nachdem die erste Euphorie verflogen ist, ist das für mich nur ein 'nice to have'
Timm Thaler schrieb: > Fhutdhb Ufzjjuz schrieb: >> ... Die Gabentische werden immer bunter und am Mittwoch kommt die >> Müllabfuhr und holt den ganzen Plunder ... > > Du solltest diesen Teil das Textes nochmal bei Youtube verifizieren. ;-) http://www.lyricsfreak.com/g/geier+sturzflug/bruttosozialprodukt_20161558.html was stimmt nicht?
Keine Ahnung ob ich das jetzt buchstabengetreu rezitiert habe, ist auch nebensächlich denk ich ... Es geht doch darum, dass in unserer Konsumgesellschaft doch für die Meisten alles im Überfluss vorhanden ist. Wirkliche "Bedürfnisse" gibt es kaum noch. Die müssen generiert werden. Ist wie bei der Mode. Frauen sind da noch n tick anfälliger dafür ... "Dieses jahr ist die Farbe total out ... Schatz ich hab garnix mehr anzuziehen" / "Was ist mit den 3 vollen Schränken??" / "Ist alles nur alter Plunder von diesem Jahr" Gut, beim heiligen Blechle und GHz-Taktraten sind die Jungs etwas anfälliger :) Es muss in unserer Wirtschaft immer ein Wachstum geben, da das Kartenhaus sonst zusammenbricht (siehe Schuldgeldprinzip): http://www.youtube.com/watch?v=H2WcRgZfyVE Und darum braucht es immer "Innovationen" ... um den Leuten die Kohle aus dem Kreuz zu laiern, Begehrlichkeiten zu erzeugen ... Der Nachbar hat aber immer die größere Glotze, des flottere Auto etc.. Wo ginge die Wirtschaft denn hin wenn die Leute sagen würden: "Mir gehts gut, ich hab alles was ich brauche."
Frank B. schrieb: > Dazu kommt, das ein gewisser Teil der Bevölkerung nicht mal in der Lage > ist, 3D richtig wahrzunehmen. Mir ist es auch sehr spät klargeworden, daß ich es nicht kann. Ich weiß nicht, ob das heutzutage besser untersucht wird, lernen kann man 3D-Sehen nur als Kind. Eigentlich ist es recht einfach festzustellen. Wenn man jemandem einen Gegenstand zuwirft und er verzweifelt in die Luft greift, dann kann er es nicht. Ohne 3D ist die Reaktion einige ms zu langsam. Peter
Peter Dannegger schrieb: > Wenn man jemandem einen > Gegenstand zuwirft und er verzweifelt in die Luft greift, dann kann er > es nicht. Jetzt hab ich endlich ne Entschuldigung für meine schlechten Noten im Schulsport ;-)
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