Forum: Offtopic Bei Farnell bestellen (quasi-Privat)


von Mathias M. (goa)


Lesenswert?

Hi,

ich habe zwar die Forensuche bemüht, aber was dort stand ist wohl nicht 
aktuell.

Wir wollten bei Farnell ein paar DACs bestellen, dies wurde uns aber 
verwehrt, da wir keine Firma sind (wir entwickeln allerdings gerade für 
eine Firma).

Bei RS plötzlich das selbe: dort waren wir bereits mit einer großen 
Serie Kunde und nun heißt es auch dort: keine Bestellung möglich, ohne 
Gewerbe.

Woran liegt denn das? Geht das überall nur noch mit Gewerbe? Sollen wir 
unseren Auftraggeber mit den Bestellungen beauftragen (irgendwie ist mir 
das gerade ein wenig peinlich ^^).

PS: natürlich wurde und wird von uns alles sauber versteuert, was wir 
hier so machen. Aber zumindest bei Farnell dachte ich immer, dass das so 
eine Art "Conrad-Elektronik" im Ausland sei, liege ich damit falsch?).

Viele Grüße
Matze

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


Lesenswert?

Mathias M. schrieb:

> Wir wollten bei Farnell ein paar DACs bestellen, dies wurde uns aber
> verwehrt, da wir keine Firma sind (wir entwickeln allerdings gerade für
> eine Firma).

Bei Farnell kannst du auf den hbe-shop ausweichen.

> Bei RS plötzlich das selbe: dort waren wir bereits mit einer großen
> Serie Kunde und nun heißt es auch dort: keine Bestellung möglich, ohne
> Gewerbe.

Moment, wenn du schon Kunde warst, wieso kannst du denn dann nicht
einfach den alten Account benutzen?

> PS: natürlich wurde und wird von uns alles sauber versteuert, was wir
> hier so machen.

Dann beschaff' dir einfach eine Steuernummer dafür und gib' die an.

von Mathias M. (goa)


Lesenswert?

Hi Jörg,

danke für Deine Antwort.

>> Moment, wenn du schon Kunde warst, wieso kannst du denn dann nicht
>> einfach den alten Account benutzen?

Das war total seltsam, wir hatten damals für mehrere Tausend Euro (oder 
war des noch DM?) bei denen bestellt, aber vor ca. 2 Jahren kam dann 
beim einloggen diese Meldung.

> Dann beschaff' dir einfach eine Steuernummer dafür und gib' die an.

Ist wohl das Beste, dann sollte es ja kein Problem mehr sein.
Ich frage mich nur gerade warum das so geworden ist überall?
Klar, Privatkunden mögen weniger Bestellvolumen aufweisen, aber ich 
meine das ist doch auch Geld für die? Oder sehe ich das falsch?

Viele Grüße
Matze

von Wegstaben V. (wegstabenverbuchsler)


Lesenswert?

Mathias M. schrieb:
> Klar, Privatkunden mögen weniger Bestellvolumen aufweisen

das ist nicht der Grund, sondern unterschiedliche Behandlung bezüglich 
des Fernabsatz-Gesetzes. Für Beziehungen zwischen Geschäftskunden 
untereinander (B2B, Business to Business) gelten andere Regeln (HGB) als 
zwischen Geschäftskunde und Privatperson (BGB)

Gurgle mal nach B2B fernabsatz, z.B. sowas

http://www.frag-einen-anwalt.de/Fernabsatz-Widerruf-im-B2B-Handel-aufgrund-Spaetlieferung-__f98651.html

von Hannes J. (pnuebergang)


Lesenswert?

Mathias M. schrieb:
> Ich frage mich nur gerade warum das so geworden ist überall?
> Klar, Privatkunden mögen weniger Bestellvolumen aufweisen, aber ich
> meine das ist doch auch Geld für die? Oder sehe ich das falsch?

Das war in Deutschland schon immer so. Ich erinnere mich zum Beispiel 
daran, dass ich in jungen Jahren bei Spörle sowas von angemacht wurde, 
als ich versuchte privat was zu kaufen (Spörle ist inzwischen verreckt, 
die Reste sind Teil von Arrow).

Die paar Ausnahmen, die es gab, gibt es in der Zwischenzeit nicht mehr. 
Sie wollen einfach nicht, und schieben gerne das Fernabsatzgesetz vor, 
aber das hat damit nichts zu tun. Versandgeschäfte an Privat sind mit 
einer EU-Direktive harmonisiert und doch versenden die gleichen Firmen, 
die in Deutschland nicht an Privat verkaufen wollen, in anderen 
EU-Ländern an Privat.

von Johannes O. (jojo_2)


Lesenswert?

Wenn ihr für eine Firma entwickelt, dann müsst ihr doch wohl selbst auch 
ein Gewerbe haben. Ansonsten hört sich das recht merkwürdig an.
Zur Not gründet halt was, das kostet ein paar € und macht ein wenig 
arbeit. Ist überhaupts kein Problem und sehr einfach.


Zum Problem "gewerblich vs. privat":
Das Problem liegt nicht bei den Firmen sondern in unserem Rechtssystem. 
Wenn man Onlineshop baut, so stellt man schnell fest dass für den 
B2B-Bereich ganz andere Regeln gelten. Das ging sogar schon soweit, dass 
wir auf einer Seite eine Abfrage für jeden User einbauen mussten, ob er 
gewerblicher Kunde ist. Denn falls nicht durfte er nicht einmal das 
Angebot(!!) auf der Seite sehen.
Letztendlich haben wir nen Rechtsanwalt gebraucht um nen kleinen Shop 
für ne Firma aufzustellen die nur B2B verkauft...

von Goa Z. (goa74)


Lesenswert?

Danke für alle Antworten (wenn auch ein wenig verspätet von mir).

Wir bekommen die Bauteile nun vom Auftraggeber.
Aber ich möchte noch dazu erklären: wir machen ganz sicher nix 
"krummes", unser Anwalt für Steuerrecht meinte, dass wir unter 8000 Euro 
Verdienst uns damit eben nicht strafbar machen.

Nur darauf hatte ich mich auch gestützt.

Viele Grüße
M

Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.