Sicherung oder Gerät defekt?

Gast #2479558
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Hallo zusammen,

ich habe eine alte Gartenhütte und einen Gartenhäcksler (für Äste) 
"geerbt". Wenn ich den Häcksler in Betrieb nehmen will, fliegt jedes Mal 
die Sicherung raus. Manchmal gleingt es, den Häcksler zu starten, aber 
schon paar Minuten und kleinere Zweige später ist wieder Schicht im 
Schacht.

Am Sicherungskasten steht 16A an der Sicherung, also ganz üblich. Der 
Häcksler ist von der Firma Einhell, die eher berüchtigt als berühmt ist. 
Von daher sehe ich zwei Fehlerquellen:

- der Häcksler ist schadhaft und hat keinen Softstart oder 
vergleichbares und  zieht beim Anlaufen so viel Strom dass die Sicherung 
auslöst.
- die Hüttenelektrik ist schon alt und mit der Zeit kann es sein, dass 
$IRGENDEIN_MECHANISMUS einsetzt und darum die Sicherung schon bei 
Strömen unterhalb von 16A  auslöst.

Ich kann natürlich den Häcksler an einen anderen Ort transportieren und 
schauen, ob ich ihn da betreiben kann und dann schon eine Quelle 
auschließen, aber hat jemand einen Tipp welche Fehlerquelle 
wahrscheinlicher ist? Sollte ich vielleicht zuerst versuchen, die 
Sicherung auszutauschen?

Grüße und nen guten Rutsch,
Philipp
Gast #2479590
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Hm, über die Variante hatte ich noch gar nicht nachgedacht ;)

Vielleicht sollte ich einfach mal ne andere Steckdose suchen und 
ausprobieren, denn eure Glaskugeln dürften bei dem Wetter sowieso trübe 
sein.
Gast #2479600
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Das beim Anlaufen die Sicherung raus geht, wäre nicht so ungewöhnlich. 
Das kann schon mal passieren bei einem größeren Motor und vielleicht 
einem etwas schnell ansprechenden alten Sicherungsautomaten.

Wenn allerdings auch im normalen Betrieb die Sicherung raus geht, ist 
das eher ein schlechtes Zeichen. Der Fehler wird aber eher beim Hecksler 
als In der Hütte, denn der Motor wird warm und es kann sich dadurch 
etwas ändern.
Gast #2479673
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Philipp schrieb:
> Vielleicht sollte ich einfach mal ne andere Steckdose suchen und
> ausprobieren, denn eure Glaskugeln dürften bei dem Wetter sowieso trübe
> sein.

hinz schrieb:
> Wohl doch ein Leitungsschutzschalter, und am Ende gar H16A von Siemens.
> Die sind berühmt/berüchtigt.

Na eine Glaskugel funktioniert heute mindestens..
#2480505
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Und wenns ein kombinierter FI-LS ist, dann weiß man garnicht worans 
liegt. Neuere Außensteckdosen werden gern mit so einem Ding gesichert.

Die Sache mit der H-Charakteristik ist übrigens nicht nur bei Siemens 
H16 so schlimm.

Warum H auch gern Hausbrand genannt wird:

a) Der magnetische Auslöser reagiert überflink. Dagegen wäre 
sicherheitstechnisch noch nichts einzuwenden, ist halt nervig.
Früher hatte das Netz noch einen größeren Innenwiderstand als 
heutzutage.

b) Der thermische Langzeitauslöser dagegen ist katastrophal.
Knapp die Eckdaten überrissen:
-was über dem doppelten des Nennstromes
-und das nach 2 Stunden

Wer will, kann sich eine H-Kennlinie "ergoogeln" und mit der heute für 
ähnliche Stromkreise(*) eingesetzten B-Kennlinie vergleichen.

mfg mf

* Beachte trotzdem Häufung, Leitungslänge usw...
#2480662
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Ulrich schrieb:

> Wenn allerdings auch im normalen Betrieb die Sicherung raus geht, ist
> das eher ein schlechtes Zeichen.

Die Leistungsaufnahme des Motors wird halt schlagartig ansteiben, wenn 
ein etwas dickerer Ast die Drehzahl gehörig abbremst.

Das Testen einer anderen Steckdose wäre im übrigen noch die einfachste 
Methode um den Verdacht mit der Hütte abzuklären.

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