Hallo, ich hatte mal bei einem Geschäfts-Ideen-Wettbewerb teilgenommen (Schicke-Ideen-2011). Leider bin ich nicht in die nähere Auswahl gekommen. Ich habe mir die Preisverleihung angeschaut, was die Besten so machen wollen. Es gab folgendes: * Aus Plastikabfall Flüssigpolymer machen * Straße heizen mit Bakterien, damit es im Winter eisfrei bleibt * Online-Plattform für Studenten, wo sie ihre Zensuren eintragen, vergleichen etc. können * Kartenspiel mit Minaralien-Daten * Kleiderbügel fürs Auto, der sich bei einem Auffahrunfall automatisch einzieht. Das mit der Straßenheizung hat dabei den zweiten Platz und den Publikumspreis abgeräumt. Aufgebracht werden die Bakterien und die Spezialnährlösung mit einem normalen Streufahrzeug. Da die Bakterien lange Zeit Wärme erzeugen, muss angeblich viel seltener gestreut werden als bei Salz. Insgesamt soll das halt erheblich billiger sein als mit Salz. Hat heizen (mit Bakterien) der Straße wirklich so viel Einsparpotential? Brauchen wir überhaupt Passivhäuser mit bester Wärmedämmung? Sollten wir vielleicht Wärmelampen in die Straßenbeleuchtung einschrauben?
cool ... und mit dem Biofilm auf der Oberfläche ist dann sichergestellt, dass auch jeder der die Fahrbahn betritt auf die Schnauze fällt. Von der Sauerei auf Gehwegen, dem Fahrzeug selbst und Bauten in der Nähe mal abgesehen. Davon abgesehen, was soll die Bakterien davon abhalten den Acker neben der Straße oder den Vorgarten zu verstoffwechseln ??? (Stichwort: Abdrift) So auf den ersten Blick n ziemlich sinnfreies Unterfangen. Die Onlineplattform geht dann auf nen Schwan#vergleich raus ... brrrrr
Bakterien haben die blöde Angewohnheit sich bei höheren Temperaturen wohler zu fühlen. Bei einem Warmwettereinbruch und unkontrollierter Vermehrung der Dinger, muss man halt Penicilin auftragen oder eine Rutschparie in Kauf nehmen. Die abgegebene Wärmemenge kann auch nur so gross sein wie der zugeführte Brennstoff (Zuckerlösung?) hergibt. Oder man verwendet Perpetuum Mobilitis Keime. Man sollte keine BWLer als Juroren zulassen :-)
Fhutdhb Ufzjjuz schrieb: > Von der Sauerei auf Gehwegen, dem Fahrzeug selbst und Bauten in der Nähe > mal abgesehen. Man kann ja die Gehwege einfach mit Hundescheiße einschmieren - die ist ein klasse Nähboden für Bakterien.
Darum gibts z.B. in Indien so wenig Glatteis auf den Straßen. Alles voller Scheiße.
Finds immer interessant was für Themen bei sowas in die nähere Auswahl kommen Stefan Helmert schrieb: > * Aus Plastikabfall Flüssigpolymer machen ok... (sag nix dazu, hier hab ich keine ahnung^^) > * Straße heizen mit Bakterien, damit es im Winter eisfrei bleibt wie schon geschrieben: ziemlich sinnlos/gefährlich/problematisch > * Online-Plattform für Studenten, wo sie ihre Zensuren eintragen, > vergleichen etc. können Gibts schon, nennt sich Facebook. Wird alles mögliche eingetragen was auch sonst keiner wissen will > * Kartenspiel mit Minaralien-Daten Ach... NOCH ein Kartenspiel? > * Kleiderbügel fürs Auto, der sich bei einem Auffahrunfall automatisch > einzieht. WTF? Wer hat denn sowas im Auto? (außerdem bringts nix, da die leute alle keine anständige Ladungssicherung betreiben und sie dann eben vom Buch von der Rückbank erschlagen werden) War das irgendein BWLler und "schön-laber" wettbewerb? ;-)
Florian *.* schrieb: > Darum gibts z.B. in Indien so wenig Glatteis auf den Straßen. > Alles voller Scheiße. Dafür haben wir jetzt den Wulff am Arsch und der scheint auch gegen Glatteis zu helfen, zumindest in Schaltjahren und kurz davor.
Ich weiß nicht was ihr alle rumkritisiert. Ich hab Reifen von Ratiopharm...
Michael K-punkt schrieb: > Ich hab Reifen von Ratiopharm... Dreimal täglich mit etwas Flüssigkeit einzunehmen.
man sollte nicht vergessen, dass die Wärmeenergie der Bakterien auch irgendwo herkommen muss. Selbstverständlich benötigt man zur Herstellung dieser Biomasse erhebliche Mengen Energie. Da stellt sich die Frage, ob das überhaupt effizient sein kann. Darüber hinaus werden Treibhausgase erzeugt. Da erscheint mir ein bischen Streusalz + Schotter die bessere Idee zu sein ;)
>dass die Wärmeenergie der Bakterien auch irgendwo herkommen muss.
Na, die kommt ausm Zucker. Jede Stunde einen Sack Zucker pro
Quadratmeter... Wir koennen dann ja etwas Urwald abholzen, um Zucker
anzupflanzen.
Und der Zucker darf nur von Elektrofahrzeugen ausgebracht werden. Denn diese haben 0g CO2/km Emissionen beim Fahren!!!11 Und geladen wirds an der Steckdose, denn da kommt der Strom ja raus (und nicht aus den Kohlekraftwerken...)
Wie wärs mit Passivhäusern mit Bakterien? Jeden Herbst werden die Wände mit Bakterienfarbe eingekleistert und geben die wärme über den Winter ab. Die teurere Farbe ist fluoreszierend und man spart sich sogar die Energiesparlampen. Aber mal ernst: Jede Idee ist wertvoll, sie so aufzureißen ohne sich näher damit befasst zu haben steht uns nicht zu.
Die Idee den 'Todesstreifen' Strasse mit Leben zu füllen ist wirklich nett. Aber dieser Vorschlag beseitigt das Problem nicht und schafft Neue. Also wertlos.
Warum Bakterien? Ich würd einfach den alten Atommüll auf die Straße/Gehewege ausbringen. Von mir aus auch unterm/im Asphalt. Atommüll gibt's genug, und der bleibt auch auf absehbare Zeit warm genug um Vereisen zu verhindern.
Hab für genau diesen Zweck einmal TBL Gorleben angeschrieben ob die mir nicht einen Castor für ein paar Jahrzehnte überlassen würden. Unter der Einfahrt verbuddelt hätte ich die Einfahrt Eisfrei und könnte zudem noch das Haus heizen. Leider wurde mit Hinweis auf die Baumschützer mein Ersuchen abgelehnt.
Lasst mich Arzt schrieb: > Wie wärs mit Passivhäusern mit Bakterien? Ganz einfach: Fenster und Türen dicht, dann vermehren sich die Bakterien wie von alleine.... Doch das die dann auch noch Heizen sollen ist ein sehr interessanter neuer Aspekt.
Was war denn deine Idee, wenn man so fragen darf? Das mit den Bakterien klingt, mit allem Respekt, total bescheuert.
Michael K-punkt schrieb: > Doch das die dann auch noch Heizen sollen ist ein > sehr interessanter neuer Aspekt. Heizen die Bakterien im Güllefaß der Biogasanlage nicht auch ganz von selbst? Ich weiß es nicht genau, in wie weit da noch fremd geheizt oder gekühlt wird. Aber es werden dort Temperaturkurven gefahren, damit der Umsetzprozeß zu jedem Zeitpunkt optimal ist. Denn den Bakterien wird es auch zu warm oder zu kalt. Ich weiß noch nicht, was ich von den Bakterien auf der Straße halten soll. Sicher gibt es auch andere Konzepte, z.B. für gute Materialienmischungen der Reifen. Oder wie wärs mal mit einem Sandstreuer am Auto, wie bei Straßenbahnen? An abschüssigen Straßenbahnhaltestellen sah ich schon vor 30 Jahren immer feinen Quarzsand auf dem Gleis liegen. Das kommt aus der Bahn heraus, beim Bremsen. Florian *.* schrieb: > Darum gibts z.B. in Indien so wenig Glatteis auf den Straßen. > Alles voller Scheiße. Das gibts auch in Deutschland reichlich, in ländlicheren Gebieten. Für 10km Strecke fährt man schon mal durch 3 Orte mit je 100m Kuhfladen auf der Fahrbahn. Nach ein paar Stunden sind die aber weg. Manche Autos haben dann eine neue Konservierung der Radkästen. ;-) Die Landwirte bringen morgens oft mitten durch den Ort die Kühe zur Weide, und holen sie abends wieder ab. Aber die Kuhscheiße ist vom Gestank her noch ziemlich harmlos, man bemerkt es gar nicht. Da ist Schwein oder Hund schon ganz anders. Während es im Kuhstall noch angenehm ist, braucht man im Schweinestall fast eine Gasmaske. In ein paar anderen Gegenden auf der Welt benutzt man die Kuhfladen sogar als exzellenten Brennstoff für den Ofen. Es ist ja im Grunde nichts weiter als Pflanzenreste.
Dave Chappelle schrieb: > Was war denn deine Idee, wenn man so fragen darf? > Das mit den Bakterien klingt, mit allem Respekt, total bescheuert. OK, wenn das alles schon bescheuert ist und meine Idee nicht mal in die nähere Auswahl kam... wird mir die Idee auch niemand klauen; Meine Idee war der MasterAccount: Heute hat jeder mehr Plastikkarten in der Brieftasche als Geld. Man hat 100te PINs, TANs, Passwörter, Kontonummer etc. Deshalb meinte ich man könnte das doch zusammenfassen. Man braucht nur eine Plastikkarte mitzunehmen und bucht da z. B. einen täglichen Verfügungsrahmen von 100 € vom Sparkassenkonto drauf, sowie die Möglichkeit aufs Postbankkonto einzuzahlen, die Krankenkassenkartenfunktion, Führerschein und Ausweis. Verliert man die Karte, sperrt man sie. Zuhause liegt die Hauptkarte im Tresor, mit der man die Kartenfunktionen ändern kann. Die Kinder bekommen eine Karte für das gleiche Konto aber nur mit 10 € täglichen Verfügungsrahmen, z. B. für die Schulkantine. Vertragspartner, Funktion und Karte sind dann getrennt und kombinierbar. Dann existiert noch eine Postident verifizierte Datenbank mit persönlichen Daten. Wenn man irgendwo was bestellt, dann autorisiert man den Anbieter per "Datenbankeinzug" nur die erforderlichen Daten einmal dort abzurufen. Bei Umzug, werden alle Briefe Zeitungen etc. automatisch an die neue Adresse geliefert. Jeder Datenabruf wird in der Datenbank mit Verwendungszweck registriert, wodurch auch die Übersicht erhalten bleibt. Die Datenbank bietet auch die Möglichkeit alle Vertragsbestandteile zu kombinieren: Leistungsbuchung, -erbringung, Auslieferung, Bezahlung, Bewertung, ... Es kann so nicht passieren, dass man vorauszahlt und nichts bekommt. (Trustcenterservice) OK, die Idee ist totaler Mist: Niemand traut einer zentralen Datenbank (auch wenn sie technisch dezentral ist und jeder Datensatz separat verschlüsselt). Jeder Anbieter/Bank, will ihre eigene Karte, denn Unterordnung unter ein Verwaltungssystem würde nur die Bedeutungslosigkeit des einzelnen Anbieters demonstrieren. Jeder denkt es sei eine Datenkrake. Keiner würde dafür zahlen, auch wenn es billiger ist, als eine eigene Datenbank, den ganzen Datenschutzgesetz-Beachtungs-Aufwand, den der Anbieter selber hat. Und rechtlich ist es wohl auch gar nicht möglich, da nach neuester Reform des Datenschutzgesetzes nicht mal mehr Rechnungsendbeträge per E-Mail mitgeteilt werden dürfen. - Wenn es ginge, hätte es ja schon längst jemand gemacht. Ich hatte die Idee so ähnlich schon einmal vor vielen Jahren hier im Forum gepostet. Jemand meinte darauf, die Idee sei schon sehr alt und im Studium wäre die Idee einmal behandelt wurden und nachgewiesen, dass es nicht wirtschaftlich realisierbar ist. Ich wollte es einfach mal gegentesten, ob die das auch wissen in der Juri.
Dave Chappelle schrieb: > Was war denn deine Idee, wenn man so fragen darf? > Das mit den Bakterien klingt, mit allem Respekt, total bescheuert. Das ist leider die Krux bei vielen solchen Wettbewerben. Es gab auch mal einen Design-Preis für eine Lampe, die man wie eine Eieruhr umdrehte und dann eine Masse langsam von oben nach unten rutschte und dabei elektrischen Strom erzeugte. Wie gesagt, ein Design-Preis...warum wohl?
Jens G. schrieb: > Sind denn Bakterien nicht wechselwarm? Ja, aber beim Stoffwechsel wird Energie frei - so er denn in Gang ist. Ein Biofilm auf einer Straße im Winter ist aber so kalt, daß da nicht arg viel passiert - es wird also auch keine Wärme frei.
Uhu Uhuhu schrieb: > Jens G. schrieb: >> Sind denn Bakterien nicht wechselwarm? > > Ja, aber beim Stoffwechsel wird Energie frei - so er denn in Gang ist. > > Ein Biofilm auf einer Straße im Winter ist aber so kalt, daß da nicht > arg viel passiert - es wird also auch keine Wärme frei. Na ihr denkt falsch. Die Straßen von heute werden zurück gebaut. Dann gibt es nur noch "Naturstraßen" auf und in denen gedeien die Bakterien besser ;)
Hm ja die wirtschaftliche Realisierbarkeit deiner Idee ist noch so 'ne Sache, ich glaube aber das Vertrauen der Leute in diese Datenbank ist das grössere Hindernis. Und zur Sicherheit: Ich nehme an du hast nicht mal bei deinen verschiedenen Accounts im Internet das selbe Passwort.. ein PIN für ALLE deine Daten? Würdest DU das machen?
Dave Chappelle schrieb: > Und zur Sicherheit: Ich nehme an du hast nicht mal bei deinen > verschiedenen Accounts im Internet das selbe Passwort.. ein PIN für ALLE > deine Daten? Würdest DU das machen? > Bei einem Großteil der Account habe ich das gleiche Passwort. (Wo nicht so viel passieren kann, Foren etc.) Der Pin wäre bei so einem System natürlich nicht für alle Daten gleich. Das ist eine hierarchische Schlüsselstruktur. Die Shops bekommen Einmalschlüssel für den Abruf und nur für die erlaubten Daten. Die Datensätz sind auch unterschiedlich verschlüsselt. Auf der Zugangskarte ist ein Controller. Auf dem sind die Schlüssel für die einzelnen Datensätze. Bei einer Transaktion wird von Der Datenbank die Anfrage an das Lesegerät (mit Tastatur und Display) geschickt, natürlich verschlüsselt. Die Karte entschlüsselt die Anfrage mit ihrem privaten Schlüssel. Auf dem Display erscheint die Anfrage in Klartext. Nach Freigabe über die Tastatur, erzeugt die Karte eine Zufallswert, auf welchem das Lesegerät den den privaten Lesegerätschlüssel anwendet, wodurch nur das autorisierte Gerät verwendet werden kann. Das Ergebnis prüft die Karte mit dem öffentlichen Lesegerätschlüssel. In der Anfrage von der Datenbank war ein Zufallswert enthalten, auf welchem die Karte den privaten Datensatzschlüssel (in der Karte gespeichert, verlässt sie nicht) anwendet. Das Ergebnis wird an die Datenbank geschickt, sie prüft mit dem öffentlichen Schlüssel. Technisch sollte mit Kryptografie einiges an Sicherheit erreichbar sein. Aber das wird kaum ein Normalnutzer verstehen und dem trauen. Dann kommt die soziale Sicherheitskomponente dazu...
Stefan Helmert schrieb: > Bei einem Großteil der Account habe ich das gleiche Passwort. (Wo nicht > so viel passieren kann, Foren etc.) Na ja, lieber Stefan, für ein völlig verkümmertes Problembewußsein in solchen Dinge bist du ja bekannt... Dabei gibt es jede Menge Paßwort-Generatoren, mit denen man ruckzuck ein Paßwort generiert hat und den Rest läßt man den Paßwort-Manager des Browsers erledigen und gibt ihm ein ausreichend lages, gut merkbares Master-Paßwort. Wirklich sensibe Paßworte sollte man dort aber besser nicht ablegen. Wenn du so vorgehst, dann juckt der Verlust eines der generierten Paßworte nicht mehr sonderlich, weil der Schaden auf einen Account begrenzt ist.
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