Forum: Offtopic Warum wird zu wenig Benzin E10 getankt?


von Wolle G. (wolleg)


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Wenn man sich die Heizwerte von Ethanol (7,44kWh/kg) und Superbenzin 
(12,0kWh/kg) ansieht, dann sinkt der Heizwert einer E10-mischung auf 
95,8% (falls kein Rechenfehler vorliegt).
Bei einem Preis von 1,5€/l müsste für E10 der Preis um 6,5Cent niedriger 
ausfallen, um auf die gleichen Kosten wie mit Super zu kommen. Diese 
Differenz erscheint allerdings niemals an der Tankstelle.
Da muss man sich nicht wundern, dass es den Politikern und der Industrie 
nicht gelingt, E10 schmackhaft zu machen.

von Kara B. (Firma: ...) (karabenemsi)


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Daß der normale Sprit standardmäßig bis zu 5% Ethanol enthält, hast Du 
auch berücksichtigt?

von Wolle G. (wolleg)


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Ich habe den Heizwert für Superbenzin aus Wiki übernommen. Ob und wie 
viel Ethanol enthalten ist, wurde nicht angegeben

von (prx) A. K. (prx)


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Der Heizwert taugt nicht als Massstab, weil die Volumentbilanz der Gase 
zwar in deiner Hausheizung keine Rolle spielt, wohl aber in deinem Auto.

Richtig ist andererseits, dass die Ethanolbeimischung weniger Leistung 
pro Liter bringt. Laut Wikipedia bei E85 33%, bei E10 2%.

NB: Hast du in kg oder in Litern gerechnet?

von Dominik S. (dasd)


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Bei Wikipedia steht zum Thema Verbrauch und Kosten aber auch:

"Alkohol enthält etwas weniger Energie als Benzin, in der Beimischung 
beträgt der Unterschied im Energiegehalt zwischen E10 und den 
herkömmlichen Benzinsorten aber weniger als 2 Prozent. Daher steigt der 
Verbrauch geringfügig. Das Fahrverhalten oder etwa ein geöffnetes 
Seitenfenster haben einen weitaus größeren Einfluss auf den 
Kraftstoffverbrauch als das Verwenden von E10. Bei einem Mehrverbrauch 
von knapp 2 Prozent lohnt sich das Tanken von E10 rein finanziell dann, 
wenn es beim aktuellen Benzinpreisenniveau von rund 1,50 € mehr als 3 
Cent günstiger ist als herkömmlicher Super-Kraftstoff.[7] Der ADAC geht 
von ca. 1,5 % Mehrverbrauch aus.[8][9] [10] Ein Test der Dekra im 
Auftrag der RTL-Sendung Stern TV im März 2011 ergab bei einem Auto sogar 
einen verringerten Kraftstoffverbrauch bei der Verwendung von E10. Dies 
wurde auf die höhere Oktanzahl des Ethanols zurückgeführt, die im 
Durchschnitt – obgleich als 95-Oktan-Kraftstoff angeboten – auch die 
Oktanzahl von E10-Kraftstoff auf 97 Oktan erhöht.
Eine neuerliche Untersuchung durch den „ARD-Ratgeber Auto und Verkehr“ 
in Zusammenarbeit mit der DEKRA ergab anhand von umfangreichen Tests auf 
dem Rollenprüfstand einen Mehrverbrauch an E10 von 1,5 % gegenüber 
herkömmlichem Superbenzin (mit 5 % Ethanolanteil)."

(Artikel: E10)

von Jörg S. (joerg-s)


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Sofern man diesem "Praxistest" glauben darf:

>Das Ergebnis des stern TV-Tests war verblüffend: Der Mehrverbrauch, von
>dem Experten bisher ausgegangen waren, konnte nicht festgestellt werden.
>Der Corsa verbrauchte mit dem Biosprit genauso viel wie mit herkömmlichem
>Super – nämlich 6,6 Liter auf 100 Kilometern. Das heißt. Der Corsa kommt
>mit E10 genauso weit wie mit Super-Benzin. Weil E10 aber billiger ist,
>fährt man günstiger. Deutlicher war der Unterschied beim Mini Cooper: Der
>hochmotorisierte Wagen verbrauchte mit E10 auf 100 Kilometern 0,3 Liter
>weniger als mit herkömmlichem Benzin"

Quelle:
http://www.stern.de/tv/sterntv/stern-tv-benzintest-e10-auf-dem-pruefstand-1663729.html

von (prx) A. K. (prx)


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wolle g. schrieb:

> Wenn man sich die Heizwerte von Ethanol (7,44kWh/kg) und Superbenzin
> (12,0kWh/kg) ansieht, dann sinkt der Heizwert einer E10-mischung auf
> 95,8% (falls kein Rechenfehler vorliegt).

Wenn dein Auto als Antrieb natürlich eine Dampfmaschine hat... ;-)

von Wilhelm F. (Gast)


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Kara Benemsi schrieb:

> Daß der normale Sprit standardmäßig bis zu 5% Ethanol enthält, hast Du
> auch berücksichtigt?

Die werden sicher auch ausgeschöpft.

Wie die Toleranzen der Tankuhren.

Apropos abgerechneter und erhaltener Spritmenge, vielleicht 
interessierts den einen oder anderen hier:

Vor 3 Jahren noch sah ich eine TV-Doku, wie ein Forschungsteam damit 
beschäftigt war, die zugelassenen Toleranzgrenzen für Zapfsäulen voll 
auszuschöpfen. Bzw. gezielt und sicher ausschöpfbar zu machen.

Der Hintergrund ist, daß 1% Toleranz in der Füllmenge erlaubt sind. Man 
möchte die aber supergenau auf -1% haben. Ist ja erlaubt.

Es geht da um Millionenbeträge bei den (wohl bemerkt erlaubten) 
Toleranzen alleine, wo noch was heraus zu holen ist!!!

Wer zahlts? Ja, wie immer...

Man bekommt dann exakt 99 Liter Sprit, wobei 100 Liter angezeigt werden, 
und man diese inclusive MWST auch zahlt.

Es verdienen 2 dran: Der Staat, und der Ölkonzern.

Jetzt kann man sagen: Was will der Spinner von Wilhelm? Ist doch 
Peanuts. Aber nein, genau das findet die andere Seite nicht.

Schade, daß man da keinem aufs Dach steigen kann.

Die meisten Menschen wissen es auch nicht, und es interessiert sie 
nicht. Wenn ich nicht auch zufällig diese Doku gesehen hätte.

von Uhu U. (uhu)


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Eine Benzinheizung in der Zapfsäule dürfte ihr Geld auch einspielen...

von Kara B. (Firma: ...) (karabenemsi)


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>Es geht da um Millionenbeträge bei den (wohl bemerkt erlaubten)
>Toleranzen alleine, wo noch was heraus zu holen ist!!!

>Wer zahlts? Ja, wie immer...

Ausgangsfrage war der Energieinhalt des normalen Benzins verglichen mit 
E 10 und der Preisdifferenz, die notwenig ist, um mit E 10 trotzdem 
wirtschaftlich zu fahren. Und dabei sollte der Ethanol-Gehalt des 
normalen Benzins berücksichtigt werden.

Warum man daraus wieder ein Geschrei um Abzocke machen muß, erschließt 
sich mir nicht.

Das Ausschöpfen von Toleranzen gibt es nicht nur beim Sprit, sondern bei 
praktisch allen abgefüllten/abgepackten Mengen, die nicht direkt beim 
Verkauf gewogen werden.

Du brauchst dazu gar keine Dokus zu sehen. Es reicht aus, in Deinem 
Supermarkt z.B. an die Obsttheke zu gehen und die abgepackten 
Lebenmittel mal nachzuwiegen.

Oder noch besser, an der Wursttheke wird das Verpackungspapier 
mitgewogen und nicht abgezogen.

Du siehst, es gibt eine ganze Menge zum Lamentieren.

von K. L. (trollen) Benutzerseite


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Kara Benemsi schrieb:
> Es reicht aus, in Deinem
> Supermarkt z.B. an die Obsttheke zu gehen und die abgepackten
> Lebenmittel mal nachzuwiegen.

Bis jetzt war immer etwas mehr drin (trotz Verpackung) :)

Kara Benemsi schrieb:
> Oder noch besser, an der Wursttheke wird das Verpackungspapier
> mitgewogen und nicht abgezogen.

Das haben die meisten Läden inzwischen aufgegeben. Wenn ich das immer 
sehe, werden 4g nach dem Wiegen beim Preisausdruck abgezogen.


Zurück zum Thema:
Viele tanken das einfach nicht, weil (ka ob das stimmt) die Motoren 
leichter Schäden nehmen. Zwar gilt das nur für ältere Motoren, aber für 
neuere wollte auch fast kein Hersteller eine Garantie geben.

von Kara B. (Firma: ...) (karabenemsi)


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Ich tanke seit Beginn der Einführung E 10. Da ich als persönlichen 
Spleen freiwillig eine Art Tankbuch führe, kann ich den Verbrauch 
relativ gut auch über längere Zeiräume nachvollziehen.
Und ich kann bisher praktisch keinen Mehrverbrauch feststellen.

Moderne Motoren kommen mit Ethanolhaltigem Benzin gut klar. Immerhin 
schaffen es die Brasilianer sogar mit reinem Ethanol zu fahren, ohne daß 
deren Fahrzeuge reihenweise liegen bleiben.

Daß kein Herstller dafür eine Garantie abgeben wollte, kann so 
eigentlich nicht stimmen. Ich weiß von VW, daß im Internet eine Liste 
veröffentlicht ist, auf der beschrieben ist, welche Motoren mit E 10 
betankt werden können.

von H.Joachim S. (crazyhorse)


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Ich habe es von Anfang an nicht getankt. Und ich werde es auch in 
Zukunft nicht tun. Das Vorbild hatten wir in Amerika und dem folgenden 
Maismangel in Mexiko. Jetzt dasselbe Szenario hier: Deutschland muss 
plötzlich Millionen Tonnen Getreide importieren, da 6% der Ernte für 
Biospriterzeugung benötigt wurden. Und da das Zeug ja auch auch 
andernorts nicht einfach nur so rumliegt, führt das natürlich zur 
dortigen Verknappung. Gutes Geschäft für alle - nur nicht die, die am 
anderen Ende der Welt nicht mehr wissen, wie sie das Brot bezahlen 
sollen. Können wir ja dann wieder ein Gutmenschenprogramm auflegen, um 
den Armen dort zu helfen...

von K. L. (trollen) Benutzerseite


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Kara Benemsi schrieb:
> Daß kein Herstller dafür eine Garantie abgeben wollte, kann so
> eigentlich nicht stimmen. Ich weiß von VW, daß im Internet eine Liste
> veröffentlicht ist, auf der beschrieben ist, welche Motoren mit E 10
> betankt werden können.

Ja die Listen haben alle Veröffentlicht. Aber geh mal zum VW-Händler 
(oder einem anderen): "Ihr schreibt in eurer Liste, dass mein Auto das 
unterstützt. Zahlt ihr mir einen neuen Motor wenn nicht?"

von Kara B. (Firma: ...) (karabenemsi)


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>Können wir ja dann wieder ein Gutmenschenprogramm auflegen, um
>den Armen dort zu helfen...

Damit wären wir wieder bei der allgemeinen Gesellschaftskritik 
angekommen.
E10-Verweigerung als basisökologische Revolution.

von H.Joachim S. (crazyhorse)


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Das hat nichts mit Revolution zu tun. Das ist meine Einstellung zu 
diesem Thema. Zumindest (im Moment noch) habe ich die Wahl an der 
Zapfsäule, ob ich mitmache oder nicht. Und ich mache es nicht, und ich 
würde es auch bei 20Ct Preisunterschied nicht machen.

von Timm T. (Gast)


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H.joachim Seifert schrieb:
> Gutes Geschäft für alle - nur nicht die, die am
> anderen Ende der Welt nicht mehr wissen, wie sie das Brot bezahlen
> sollen.

Ein weiterer Aspekt ist, dass E10 das Zugeständnis der Klimakanzlerette 
an die deutschen Automobilhersteller war, ihre Spritfresser nicht auf 
geringeren CO2-Ausstoss trimmen zu müssen. Und diese lobbygleitete 
Politik will ich nicht unterstützen. Da spar ich den Sprit lieber durch 
entsprechende Fahrweise ein.

Btw, weil immer die brasilianischen Autos mit E85 angeführt werden: 
Schon mal dran gedacht, dass die Motoren anders ausgelegt und 
eingestellt sind? Der Vergleich ist Schwachsinn.

von Jörg S. (joerg-s)


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H.joachim Seifert schrieb:
> Jetzt dasselbe Szenario hier: Deutschland muss
> plötzlich Millionen Tonnen Getreide importieren, da 6% der Ernte für
> Biospriterzeugung benötigt wurden. Und da das Zeug ja auch auch
> andernorts nicht einfach nur so rumliegt, führt das natürlich zur
> dortigen Verknappung. Gutes Geschäft für alle - nur nicht die, die am
> anderen Ende der Welt nicht mehr wissen, wie sie das Brot bezahlen
> sollen.
Oder ein Glücksfall für die Bauern vor Ort die nicht mehr durch die 
billigimporte in den Ruin getrieben werden.

>Zumindest (im Moment noch) habe ich die Wahl an der
>Zapfsäule, ob ich mitmache oder nicht. Und ich mache es nicht, und ich
>würde es auch bei 20Ct Preisunterschied nicht machen.
D.h. du tankst nur SuperPlus?

von Maximilian K. (simulator)


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Die Praxis ist entscheidend.
Ich fahr seit 8 Jahren das gleiche Cabrio mit 6-Zylinder.
Mit Super war der Sommerverbrauch immer 11,3 l, in diesem
Jahr aber mit E10 nur 11,0 l.
Bei meinem Motor spart es also.

von Timm T. (Gast)


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Jörg S. schrieb:
> Oder ein Glücksfall für die Bauern vor Ort die nicht mehr durch die
> billigimporte in den Ruin getrieben werden.

Man kann sichs auch schönreden, oder?

Bauern werden in Afrika durch Getreide aus Europa - mit Deinen Steuern 
subventioniert - ausgebootet.

Europäisches Getreide wird aber eher nicht für die Ethanolherstellung 
verwendet, sondern dafür werden dann in Europa Zuckerrüben oder in 
Südamerika Zuckerrohr - angebaut in Großplantagen - verwendet. Für die 
Gewinnung der Anbauflächen werden dann in Südamerika wieder Kleinbauern 
vertrieben.

Gibt es reichlich Berichte dazu, aber wenn mans nicht wahrhaben will...

von Stefan H. (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)


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Maximilian K. schrieb:
> Bei meinem Motor spart es also.

Das ist durchaus möglich. Der Ethanolanteil verdampft beim Eintritt in 
den Brennraum und kühlt die Wärmekraftmaschine. Durch die höhere 
Temperaturdifferenz zur Verbennungstemperatur steigt der Wirkungsgrad.

von Jörg S. (joerg-s)


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Timm Thaler schrieb:
> Gibt es reichlich Berichte dazu, aber wenn mans nicht wahrhaben will...
Es gibt halt immer Vor- und Nachteile.
Ich für meinen Teil glaube aber nicht das 5% beimischung Supi Dupi und 
10% plötzlich der Weltuntergang ist.

von A. B. (funky)


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die 5% Beimischung ist aber genauso Käse...

von Jörg S. (joerg-s)


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Nur das sich halt über die 5% keiner so aufgeregt hat.

von Terraner  . (terraner)


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Diese ganze Biosprit-Geschichte ist ein ganzer großer verlogener Dreck! 
Menschen wird die Lebensgrundlage geraubt, nur damit wir mit "gutem 
Gewissen" unsere großen Spritfresser fahren können. Das ist echt das 
letzte!

http://latina-press.com/news/111460-lateinamerika-foerderung-von-biosprit-soll-beendet-werden/

von Christian K. (christiank)


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"Biosprit schadet dem Klima":
http://www.derwesten.de/auto/biosprit-e10-schadet-laut-studie-dem-klima-id5193268.html

Die Mär vom "prima Klima Sprit":
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,749055,00.html

Vernichtendes Urteil der Wissenschaft:
http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/klima/tid-21596/umweltbilanz-vernichtendes-urteil-der-wissenschaft_aid_606534.html

Kurzfassung der Studie:
www.foeeurope.org/agrofuels/ILUC_briefing_November2010.pdf

Wie umweltfreundlich sind Biotreibstoffe:
http://www.zukunft-mobilitaet.net/3281/analyse/wie-umweltfreundlich-sind-biotreibstoffe-agrotreibstoff-luege/

Darum tanke ich kein E10 obwohl mein Auto das problemlos vertragen 
würde. Dafür zahle ich dann auch etwas mehr....

von Timm T. (Gast)


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Terraner  . schrieb:
> nur damit wir mit "gutem
> Gewissen" unsere großen Spritfresser fahren

Nein, sondern weil die heilige Kuh Automobilindustrie mal wieder mit dem 
Untergang des Abendlandes gedroht hat, sollte die für den Automobilbau 
geforderte CO2-Einsparung allein durch sparsamere Autos erreicht werden.

Das hat mit Gewissen, Öko, Klima sowas von überhaupt nichts zu tun, das 
ist rein erfolgreiche Lobbyarbeit.

von Terraner  . (terraner)


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Timm Thaler schrieb:
> Das hat mit Gewissen, Öko, Klima sowas von überhaupt nichts zu tun, das
> ist rein erfolgreiche Lobbyarbeit.

Es wird aber versucht, uns ein gutes Gewissen einzureden und das die 
Deutschen/Europäer ja sooooo gut und umweltbewusst sind. Wer das 
schlussendlich macht (Autohersteller, Spritindustrie, Politik, 
Brötchenbäcker, ... ) ist total egal. Es ist und bleibt falsch!
Neben dem ganzen (Umwelt-)Dreck geht es jetzt noch den Menschen an den 
Kragen, die gar nichts dafür können. Und das ist einfach nur widerlich!

von Jörg S. (joerg-s)


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Christian K. schrieb:
> Darum tanke ich kein E10 obwohl mein Auto das problemlos vertragen
> würde. Dafür zahle ich dann auch etwas mehr....
Ich glaube der gesamten Menschheit würde es eher nützen wenn du WENIGER 
tanken (verbrauchen) würdest.

von Kara B. (Firma: ...) (karabenemsi)


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>es jetzt noch den Menschen an den Kragen, die gar nichts dafür können.
>Und das ist einfach nur widerlich!

Es wäre mal interessant zu wissen ob du bei andern Themen genauso 
radikal agierst:

- Billige T-Shirts aus Indien
- Bleifrei Löten
- iPads aus China unter Verletzung der Arbeitschutzbestimmungen
- Kinderarbeit für Marken-Fußbälle und Marken-Sportschuhe
- usw.

von Terraner  . (terraner)


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Kara Benemsi schrieb:

> Es wäre mal interessant zu wissen ob du bei andern Themen genauso
> radikal agierst:

Definitiv JA. Soweit ich Informationen bekomme, mit denen ich was 
anfangen kann.
Ich hab schon lange nach Infos gesucht, welche Hersteller bei Foxxcon 
produzieren lassen. Diese Geräte würde ich nicht kaufen (als Beispiel). 
Leider kann ich da nur sehr wenig finden. Mit Blei löte ich nur noch so 
lange, wie die 20 Jahre alten Vorräte halten. Hatte mich damals gefreut, 
als C&A Biowäsche eingeführt hatte. Lebensmittel kaufe ich soweit 
möglich nur Bio und wenn es geht auch FairTrade. Genau so wie Kleidung 
(schon allein wegen der Giftigkeit von Billigprodukten).

Ja, solche Leute gibt es wirklich. Und es werden immer mehr!

von Thilo M. (Gast)


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Terraner  . schrieb:
> Ja, solche Leute gibt es wirklich. Und es werden immer mehr!

Du meinst damit, dass die Wohlhabenden immer mehr werden? Glaube ich 
nicht.

Diesen Luxus kann sich keiner leisten, der jeden Cent 2x umdrehen muss.

von Kara B. (Firma: ...) (karabenemsi)


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>Diese Geräte würde ich nicht kaufen (als Beispiel).
>Leider kann ich da nur sehr wenig finden.

Ja, ja immer diese elenden Sachzwänge.

>Mit Blei löte ich nur noch so lange, wie die 20 Jahre alten
>Vorräte halten.

Warum nicht gleich sachgerecht entsorgen und auf bleifrei umstellen?

von Terraner  . (terraner)


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Thilo M. schrieb:
> Du meinst damit, dass die Wohlhabenden immer mehr werden? Glaube ich
> nicht.
>
> Diesen Luxus kann sich keiner leisten, der jeden Cent 2x umdrehen muss.

Ich muss wirklich nicht jeden Cent 2x umdrehen. Aber ich bin sicher 
nicht wohlhabend (was auch immer das in Zahlen ausgedrückt sein mag). 
Aber man kann auch mit "Alltagsprodukten" was tun. Geh mal in den 
DM-Markt und schau dir die Produkte von Alnatura und Alverde an. Die 
sind nicht teurer und trotzdem Bio. (nur mal so als Beispiel)
Der Unterschied zwischen konventionellen und Öko-Strom ist derzeit 
marginal. Jeder kann was tun. Man muss es nur wollen!

von Wilhelm F. (Gast)


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@Terraner:

Du hast schon Recht.

Vor einem Jahr tankte ich mal auswärts Diesel. Es stand dort an der 
Zapfsäule, daß 7% Biodiesel enthalten sind. Ich war überrascht!!! Bis 
dahin sah ich das noch gar nicht, und fragte beim Bezahlen. Immerhin 
gaben sie mir eine Broschüre mit, und sagten, daß inzwischen alle 
Dieseltankstellen in Deutschland diese 7% Beimischung hätten.

Wo kommt es her? Na, aus Pflanzen. Und von wo? Aus Lebensmitteln?

In Drittweltländern werden von westlichen Konzernen mit Hilfe dortiger 
Militärgewalt Kleinbauern von ihrem Kleinbesitz vertrieben, enteignet, 
und dürfen den sogar nicht mal mehr betreten. Haben manchmal anderes 
Recht und Gesetze. Sowas könnte man sich hier gar nicht vorstellen: Es 
kommen bewaffnete Leute, und vertreiben dich von deinem eigenen 
bezahlten Grundstück, wofür du geschuftet hast, was du vielleicht auch 
schon in 10. Generation erbtest, was du beackerst und beerntest, und 
wovon du leben mußt.

Ja, ich nenne jetzt nur mal den Begriff Palmenanbau und Palmöl. Der 
Palmölbedarf in der Welt wächst, ist gigantisch. Kann man für 
Lebensmittelfette gebrauchen, Kosmetika, und auch zu Biodiesel 
umcracken.

Das war im TV. Die enteigneten Menschen gehen einfach erbärmlich ein, 
eine Ersatzarbeit gibt es für die so bald nicht. Hartz auch nicht. Die 
landen als Aussätzige irgendwo, wenn sie nicht daran krepieren.

Ich würde den Bioanteil im Diesel auch abwählen, wenn ich könnte. Es 
kann und darf nicht sein, daß ich für mein Luxusgefühl im Westen die 
Lebensgrundlage armer Menschen anderswo verheize. Inzwischen fahre ich 
mehr Fahrrad. Braucht also gar keinen Diesel mehr, auch nicht die 
Beimischung. Meine Fahrleistung mit dem Auto hat sich inzwischen von 
8000km auf 1000km jährlich reduziert. Die genannten Geschehnisse haben 
sicher einen Anteil daran. Auto fahren tue ich nur noch bei strömendem 
Regen, das ist so ein Notfall, wenn es eben mal gar nicht anders geht. 
Und selbst da geht noch was, muß ich mir mal ausdenken.

> Der Unterschied zwischen konventionellen und Öko-Strom ist derzeit
> marginal. Jeder kann was tun. Man muss es nur wollen!

Ich bekomme auch Ökostrom aus Wasserkraft. Mein Anbieter machte Verträge 
mit Österreichern und Skandinaviern, obwohl die von hier 1000 km 
entfernt sind. Ist ja mit Netzdurchleitung kein Problem. Mein 
Stromanbieter, eine Kommune, stellte den Tarif sogar automatisch um, und 
bemerkte, daß ich widersprechen könnte. Ist nicht mal teurer als der 
Standardtarif. Sie schrieben mir, daß der Ökostrom deswegen billiger 
sein kann, weil alte Wasserkraftwerke steuerlich schon mal vollständig 
abgeschrieben sind. Ja, und die laufen tatsächlich schon mal 50 Jahre 
wartungsarm. Das gibt es. Auch wenn es ein klein wenig teurer ist als 
die Billigsttarife. Aber nicht viel. Für 10€ im Jahr wechsele ich nicht 
laufend.


Die Brasilianer übrigens, sie hatten auch mal E100, reines Ethanol, 
nicht E85, die hatten hoch verdichtete Motoren mit 14:1, anstatt 9:1, 
wie bei Benzin üblich. Benzin konnte man damit absolut nicht fahren.

Heute bei den elektronisch geregelten Motoren regelt die Motorsteuerung 
über den Klopfsensor etwas nach. Das geht aber auch nur begrenzt, denn 
eine dynamische mechanische Verdichtungserhöhung bei Motoren ist ja auch 
noch nicht möglich. Honda hatte das wohl mal im Versuch. Auch dynamische 
Änderung der Nockenwellenwinkel. Da hab ich nie mehr was von gehört.

von Matthias L. (Gast)


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>Ich habe es von Anfang an nicht getankt. Und ich werde es auch in
>Zukunft nicht tun. Das Vorbild hatten wir in Amerika und dem folgenden
>Maismangel in Mexiko. Jetzt dasselbe Szenario hier: Deutschland muss
>plötzlich Millionen Tonnen Getreide importieren, da 6% der Ernte für
>Biospriterzeugung benötigt wurden. Und da das Zeug ja auch auch
>andernorts nicht einfach nur so rumliegt, führt das natürlich zur
>dortigen Verknappung. Gutes Geschäft für alle - nur nicht die, die am
>anderen Ende der Welt nicht mehr wissen, wie sie das Brot bezahlen
>sollen. Können wir ja dann wieder ein Gutmenschenprogramm auflegen, um
>den Armen dort zu helfen...

Mache ich genauso. Einmal musste ich es Tanken, da gab es nur E10 
(irgendwo zwischen Nürnberg und Regensbürg auf der A irgendwas).

Sonst wird immer Super95 genommen.

von Thilo M. (Gast)


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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Ich bekomme auch Ökostrom aus Wasserkraft. Mein Anbieter machte Verträge
> mit Österreichern und Skandinaviern, obwohl die von hier 1000 km
> entfernt sind. Ist ja mit Netzdurchleitung kein Problem.

Na, da ist das Gewissen aber erleichtert! ;-)

Sorry, aber soviel Naivität ist kaum zu glauben.
JEDER Anbieter kauft an der Börse, was am billigsten ist, sonst macht er 
keinen Gewinn. Also Atom, Kohle, Gas und Öl, in dieser Reihenfolge. Wenn 
man Öko drüberschreibt kann man es noch teurer absetzen, mehr Gewinn 
machen. Und es gibt tatsächlich Leute, die das auch noch kaufen.
Früher hieß das Ablasshandel, heute Ökostrom. ;-)
- das musste mal 'raus -

von Paul B. (paul_baumann)


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Ich habe einen Garagen-Nachbarn, der Kfz.-Schlosser ist. Der riet davon
ab, E10 zu tanken, weil Dichtungen und Kraftstoffleitungen davon
angegriffen werden.

Darüber hinaus stört mich der Anbau der "Energiepflanzen", wie meine
Vorredner auch.

Um aber nicht Trübsal zu blasen, hier ein Link zu einem vernünftigen 
Lied
über das Autofahren:
http://www.youtube.com/watch?v=D8DowNxyLFs

MfG Paul

von Terraner  . (terraner)


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Thilo M. schrieb:
> Na, da ist das Gewissen aber erleichtert! ;-)

Richtig, Öko-Strom (von allem aus Wasserkraft) ist auch nicht immer der 
Weisheit letzter Schluss. Vor allem nicht, wenn dafür Täler geflutet, 
indigene Völker vertrieben und evtl. Tierarten ausgerottet werden. Auch 
deshalb ist der beste Strom der, der gar nicht erst verbraucht wird.


Thilo M. schrieb:
> JEDER Anbieter kauft an der Börse, was am billigsten ist, sonst macht er
> keinen Gewinn.

Jo, stimmt. Die ganzen Windräder stehen auch nur zur Zierde in der 
Landschaft rum, damit es nicht so langweilig ist!


Thilo M. schrieb:
> Also Atom, Kohle, Gas und Öl, in dieser Reihenfolge. Wenn
> man Öko drüberschreibt kann man es noch teurer absetzen, mehr Gewinn
> machen.

Wenn ich konventionellen Strom verkaufen würde, würde ich auch so 
argumentieren.

von Thilo M. (Gast)


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Terraner  . schrieb:
> Wenn ich konventionellen Strom verkaufen würde, würde ich auch so
> argumentieren.

Dachte ich mir, dass dieses Argument kommt.

Leider ist die Realität manchmal hart ...

Terraner  . schrieb:
> Die ganzen Windräder stehen auch nur zur Zierde in der
> Landschaft rum, damit es nicht so langweilig ist!

Machen einen kleinen Bruchteil der Leistung aus, ohne irgendeine 
Verlässlichkeit, und kosten Unsummen.

Ist eben so, Deutschland kann aufgrund der geographischen Gegebenheiten 
einfach nur eine kleine, begrenzte Menge an Wind- Wasser- und 
Sonnenenergie ernten. Reicht niemals, um den Bedarf zu decken.

von Matthias L. (Gast)


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>Ist eben so, Deutschland kann aufgrund der geographischen Gegebenheiten
>einfach nur eine kleine, begrenzte Menge an Wind- Wasser- und
>Sonnenenergie ernten. Reicht niemals, um den Bedarf zu decken.

Bald aber schon. Dann sind ja alle Glühlampen durch ESL ausgetauscht.

;-)

von Terraner  . (terraner)


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Thilo M. schrieb:
> Machen einen kleinen Bruchteil der Leistung aus, ohne irgendeine
> Verlässlichkeit, und kosten Unsummen.

Da haben wir es wieder: GELD! GELD! GELD!
Wenn wir so weiter machen (wenn es noch nicht zu spät ist), ist GELD 
unsere geringste Sorge! Aber der Mensch ist ja von Natur aus so 
ausgelegt, dass er nur von 12 bis Mittag denkt.

Thilo M. schrieb:
> Ist eben so, Deutschland kann aufgrund der geographischen Gegebenheiten
> einfach nur eine kleine, begrenzte Menge an Wind- Wasser- und
> Sonnenenergie ernten. Reicht niemals, um den Bedarf zu decken.

Ja, das ist wohl richtig. Und deswegen wie oben schon erwähnt: der beste 
Strom ist der, der nicht verbraucht wird. Aber wir haben das Wissen und 
die Möglichkeit, Änderungen herbei zu führen. Nur wenn jeder dem folgt, 
der am lautesten schreien kann (Lobbyismus), dann wird da sicher nichts 
draus.
Also, um es mit Peter Lustig's Worte zu sagen: ABSCHALTEN! ;-)

Matthias Lipinsky schrieb:
> Bald aber schon. Dann sind ja alle Glühlampen durch ESL ausgetauscht.
Ja, leider. Ich bin zur Zeit in Mittel Amerika. Hier sind schon jetzt 
-aus dem Bauch heraus geschätzt- 99% der Leuchtmittel ESL. Und wenn man 
weiß, wie hier mit Müll und E-Schrott umgegangen wird, kann man nur die 
Hände über den Kopf zusammen schlagen! :(

von Wilhelm F. (Gast)


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Thilo M. schrieb:

> Na, da ist das Gewissen aber erleichtert! ;-)
>
> Sorry, aber soviel Naivität ist kaum zu glauben.

Thilo, es ist mir im Grunde sogar Wurst. Ich kann die Dinge eh nicht 
beeinflussen, das hat auch wenig mit Naivität zu tun.

Ich muß das nehmen, was da ist. Egal, wie schmackhaft man mir das macht, 
und wie es wirklich umgesetzt wird.

von Jörg S. (joerg-s)


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Matthias Lipinsky schrieb:
> Mache ich genauso. Einmal musste ich es Tanken, da gab es nur E10
> (irgendwo zwischen Nürnberg und Regensbürg auf der A irgendwas).
> Sonst wird immer Super95 genommen.
Warum nicht was mit noch weniger Bemischung?

von Holm T. (Gast)


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Nachdem ich ein dreiviertel Jahr lang E85 66% und Benzin 33% gefahren 
bin (es rechnete sich damals noch) und dann zu Benzin zurückgekehrt war 
da der E85 Preis sinnlos angestiegen war, kam E10 auf den Markt und 
irgendwann sagte der Hersteller der alten Karre (Mazda) dann das E10 für 
meine Schüssel nicht geeignet sei ... grin

Ich schraube selber an der Mühle und wenn eine Dichtung kaputt geht ist 
das bei der 14 Jahre alten Kare das kleinste Problem. (Bisher nicht 
vorgekommen)


E10 hat meiner Ansicht nach mit Öko so viel zu tun wie Biodiesel mit der 
Mineralölsteuer.

Gruß,

Holm

von Timm T. (Gast)


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Holm Tiffe schrieb:
> Ich schraube selber an der Mühle und wenn eine Dichtung kaputt geht ist
> das bei der 14 Jahre alten Kare das kleinste Problem.

Das Problem sind weniger Dichtungen, als vielmehr ungeeignete 
Alu-Legierungen.

Ethanol wirkt offenbar unter bestimmmten Bedingungen auf Alu 
versprödend. Scheint auch der Grund zu sein, warum Spiritus als 
Kühlmittel beim Bearbeiten von Alu so gut geht: Das Alu schmiert nicht 
mehr so.

Der ADAC hat einen Test mit einem Wagen gemacht: Nach 27Mm Benzinpumpe 
undicht. Naja, ne Benzinpumpe kann auch mal so undicht werden. Ich kann 
mich erinnern, dass es zu dem Testergebnis hiess, das Ethanol habe ein 
Loch in die 7mm dicke Aluwandung gefressen, aber ich find dazu keine 
detailierten Infos mehr auf die Schnelle.

von Thilo M. (Gast)


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Timm Thaler schrieb:
> Ich kann
> mich erinnern, dass es zu dem Testergebnis hiess, das Ethanol habe ein
> Loch in die 7mm dicke Aluwandung gefressen

Ich weiß noch, dass ethanolhaltiger Frostschutz in Notstromdieseln die 
Aluschweißnähte der Kühlsysteme durchgefressen hat. Wochenlange 
Spülaktionen vor dem Einsatz neuen Frostschutzes war die Folge.

Das Zeug ist in Verbindung mit Alu mit Vorsicht zu genießen!

von Markus B. (most-trinker)


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Wei es auf der Welt eh zu wenig Essen gibt und mann das dann nicht im 
Tank verbrennen muss

von Timm T. (Gast)


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Markus Breitmann schrieb:
> Wei es auf der Welt eh zu wenig Essen gibt und mann das dann nicht im
> Tank verbrennen muss

Stimmt nicht, es gibt mehr als genug Essen für alle. Es ist nur nicht 
ausreichend gleichmäßig verteilt.

von Kevin K. (nemon) Benutzerseite


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Markus Breitmann schrieb:
> Wei es auf der Welt eh zu wenig Essen gibt und mann das dann nicht im
> Tank verbrennen muss

Vielleicht sollte man dann nicht die Menge an produzierten Lebensmitteln 
erhöhen, sondern die Zahl der Menschen verringern.

von Weingut P. (weinbauer)


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Bio-Energie ... was auch dabei heraus kommen kann:

http://www.landtreff.de/irrer-mais-attentater-t65873.html

von Wilhelm F. (Gast)


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Fhutdhb Ufzjjuz schrieb:

> Bio-Energie ... was auch dabei heraus kommen kann:
>
> http://www.landtreff.de/irrer-mais-attentater-t65873.html

Es gibt anscheinend auch tätlich umgesetzte Rivalität unter 
Unternehmern. Müssen keine grünen Spinner sein.

Habe den Artikel gelesen. Mir kommt da eine alte Geschichte in den Kopf, 
als in meiner Gegend nachts um die 10 Rinder auf der Weide umgebracht 
wurden. Die Attentäter schoben den Rindern einfach lange Holzstangen von 
etwa Bohnenstangengröße vollständig in den Hintern, das reicht bis fast 
vorne zum Kopf. Und die Tiere verenden dann sehr sehr qualvoll. Mir wird 
da heute noch speiübel.

Bohnenstange, das sind ca. 3 Meter lange Stangen, in Besenstielstärke. 
Aber nicht außen glatt, sondern mit Rinde ungeschält. Wer sich im Garten 
etwas aus kennt...

Hätte jemand das Fleisch gebraucht, hätte er die Rinder nicht einfach 
auf auch noch qualvollste Weise getötet, und liegen gelassen. Man wollte 
wohl noch gezielt ein schreckliches Andenken hinterlassen.

Irgend welche Betrunkenen aus der Dorfkneipe machen sowas zum Spaß 
nicht.

Meinetwegen kann den Beitrag gerne jemand löschen, bevor noch jemand 
anderes wieder einen Ansatz für neue dumme Ideen bekommt.

von Axel L. (axel_5)


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Markus Breitmann schrieb:
> Wei es auf der Welt eh zu wenig Essen gibt und mann das dann nicht im
> Tank verbrennen muss

So wie ich das sehe, machen wir mit unseren subventionierten 
Nahrungsmitteln, von denen wir nur einen Teil essen, viele Bauern in der 
dritten Welt kaputt. Hähnchenzucht lohnt sich z. B. in Afrika nicht 
mehr, weil die ganzen Innereien, die in Deutschland keiner essen mag, in 
Afrika fast verschenkt werden.

Wenn wir das in unseren Motoren verbrennen, haben die wenigstens wieder 
was zu tun.

Gruss
Axel

von Andreas D. (rackandboneman)


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@ferkes-willem ACK, wenn ich sowas höre werd ich auch als 
Nichtvegetarier ziemlich sauer, bzw bewundere den Mut des Täters, da er 
damit rechnen muss dass der Geschädigte dies ohne den Umweg über die 
Kühe vergelten wird ;)

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