Wenn man sich die Heizwerte von Ethanol (7,44kWh/kg) und Superbenzin (12,0kWh/kg) ansieht, dann sinkt der Heizwert einer E10-mischung auf 95,8% (falls kein Rechenfehler vorliegt). Bei einem Preis von 1,5€/l müsste für E10 der Preis um 6,5Cent niedriger ausfallen, um auf die gleichen Kosten wie mit Super zu kommen. Diese Differenz erscheint allerdings niemals an der Tankstelle. Da muss man sich nicht wundern, dass es den Politikern und der Industrie nicht gelingt, E10 schmackhaft zu machen.
Daß der normale Sprit standardmäßig bis zu 5% Ethanol enthält, hast Du auch berücksichtigt?
Ich habe den Heizwert für Superbenzin aus Wiki übernommen. Ob und wie viel Ethanol enthalten ist, wurde nicht angegeben
Der Heizwert taugt nicht als Massstab, weil die Volumentbilanz der Gase zwar in deiner Hausheizung keine Rolle spielt, wohl aber in deinem Auto. Richtig ist andererseits, dass die Ethanolbeimischung weniger Leistung pro Liter bringt. Laut Wikipedia bei E85 33%, bei E10 2%. NB: Hast du in kg oder in Litern gerechnet?
Bei Wikipedia steht zum Thema Verbrauch und Kosten aber auch: "Alkohol enthält etwas weniger Energie als Benzin, in der Beimischung beträgt der Unterschied im Energiegehalt zwischen E10 und den herkömmlichen Benzinsorten aber weniger als 2 Prozent. Daher steigt der Verbrauch geringfügig. Das Fahrverhalten oder etwa ein geöffnetes Seitenfenster haben einen weitaus größeren Einfluss auf den Kraftstoffverbrauch als das Verwenden von E10. Bei einem Mehrverbrauch von knapp 2 Prozent lohnt sich das Tanken von E10 rein finanziell dann, wenn es beim aktuellen Benzinpreisenniveau von rund 1,50 € mehr als 3 Cent günstiger ist als herkömmlicher Super-Kraftstoff.[7] Der ADAC geht von ca. 1,5 % Mehrverbrauch aus.[8][9] [10] Ein Test der Dekra im Auftrag der RTL-Sendung Stern TV im März 2011 ergab bei einem Auto sogar einen verringerten Kraftstoffverbrauch bei der Verwendung von E10. Dies wurde auf die höhere Oktanzahl des Ethanols zurückgeführt, die im Durchschnitt – obgleich als 95-Oktan-Kraftstoff angeboten – auch die Oktanzahl von E10-Kraftstoff auf 97 Oktan erhöht. Eine neuerliche Untersuchung durch den „ARD-Ratgeber Auto und Verkehr“ in Zusammenarbeit mit der DEKRA ergab anhand von umfangreichen Tests auf dem Rollenprüfstand einen Mehrverbrauch an E10 von 1,5 % gegenüber herkömmlichem Superbenzin (mit 5 % Ethanolanteil)." (Artikel: E10)
Sofern man diesem "Praxistest" glauben darf: >Das Ergebnis des stern TV-Tests war verblüffend: Der Mehrverbrauch, von >dem Experten bisher ausgegangen waren, konnte nicht festgestellt werden. >Der Corsa verbrauchte mit dem Biosprit genauso viel wie mit herkömmlichem >Super – nämlich 6,6 Liter auf 100 Kilometern. Das heißt. Der Corsa kommt >mit E10 genauso weit wie mit Super-Benzin. Weil E10 aber billiger ist, >fährt man günstiger. Deutlicher war der Unterschied beim Mini Cooper: Der >hochmotorisierte Wagen verbrauchte mit E10 auf 100 Kilometern 0,3 Liter >weniger als mit herkömmlichem Benzin" Quelle: http://www.stern.de/tv/sterntv/stern-tv-benzintest-e10-auf-dem-pruefstand-1663729.html
wolle g. schrieb: > Wenn man sich die Heizwerte von Ethanol (7,44kWh/kg) und Superbenzin > (12,0kWh/kg) ansieht, dann sinkt der Heizwert einer E10-mischung auf > 95,8% (falls kein Rechenfehler vorliegt). Wenn dein Auto als Antrieb natürlich eine Dampfmaschine hat... ;-)
Kara Benemsi schrieb: > Daß der normale Sprit standardmäßig bis zu 5% Ethanol enthält, hast Du > auch berücksichtigt? Die werden sicher auch ausgeschöpft. Wie die Toleranzen der Tankuhren. Apropos abgerechneter und erhaltener Spritmenge, vielleicht interessierts den einen oder anderen hier: Vor 3 Jahren noch sah ich eine TV-Doku, wie ein Forschungsteam damit beschäftigt war, die zugelassenen Toleranzgrenzen für Zapfsäulen voll auszuschöpfen. Bzw. gezielt und sicher ausschöpfbar zu machen. Der Hintergrund ist, daß 1% Toleranz in der Füllmenge erlaubt sind. Man möchte die aber supergenau auf -1% haben. Ist ja erlaubt. Es geht da um Millionenbeträge bei den (wohl bemerkt erlaubten) Toleranzen alleine, wo noch was heraus zu holen ist!!! Wer zahlts? Ja, wie immer... Man bekommt dann exakt 99 Liter Sprit, wobei 100 Liter angezeigt werden, und man diese inclusive MWST auch zahlt. Es verdienen 2 dran: Der Staat, und der Ölkonzern. Jetzt kann man sagen: Was will der Spinner von Wilhelm? Ist doch Peanuts. Aber nein, genau das findet die andere Seite nicht. Schade, daß man da keinem aufs Dach steigen kann. Die meisten Menschen wissen es auch nicht, und es interessiert sie nicht. Wenn ich nicht auch zufällig diese Doku gesehen hätte.
Eine Benzinheizung in der Zapfsäule dürfte ihr Geld auch einspielen...
>Es geht da um Millionenbeträge bei den (wohl bemerkt erlaubten) >Toleranzen alleine, wo noch was heraus zu holen ist!!! >Wer zahlts? Ja, wie immer... Ausgangsfrage war der Energieinhalt des normalen Benzins verglichen mit E 10 und der Preisdifferenz, die notwenig ist, um mit E 10 trotzdem wirtschaftlich zu fahren. Und dabei sollte der Ethanol-Gehalt des normalen Benzins berücksichtigt werden. Warum man daraus wieder ein Geschrei um Abzocke machen muß, erschließt sich mir nicht. Das Ausschöpfen von Toleranzen gibt es nicht nur beim Sprit, sondern bei praktisch allen abgefüllten/abgepackten Mengen, die nicht direkt beim Verkauf gewogen werden. Du brauchst dazu gar keine Dokus zu sehen. Es reicht aus, in Deinem Supermarkt z.B. an die Obsttheke zu gehen und die abgepackten Lebenmittel mal nachzuwiegen. Oder noch besser, an der Wursttheke wird das Verpackungspapier mitgewogen und nicht abgezogen. Du siehst, es gibt eine ganze Menge zum Lamentieren.
Kara Benemsi schrieb: > Es reicht aus, in Deinem > Supermarkt z.B. an die Obsttheke zu gehen und die abgepackten > Lebenmittel mal nachzuwiegen. Bis jetzt war immer etwas mehr drin (trotz Verpackung) :) Kara Benemsi schrieb: > Oder noch besser, an der Wursttheke wird das Verpackungspapier > mitgewogen und nicht abgezogen. Das haben die meisten Läden inzwischen aufgegeben. Wenn ich das immer sehe, werden 4g nach dem Wiegen beim Preisausdruck abgezogen. Zurück zum Thema: Viele tanken das einfach nicht, weil (ka ob das stimmt) die Motoren leichter Schäden nehmen. Zwar gilt das nur für ältere Motoren, aber für neuere wollte auch fast kein Hersteller eine Garantie geben.
Ich tanke seit Beginn der Einführung E 10. Da ich als persönlichen Spleen freiwillig eine Art Tankbuch führe, kann ich den Verbrauch relativ gut auch über längere Zeiräume nachvollziehen. Und ich kann bisher praktisch keinen Mehrverbrauch feststellen. Moderne Motoren kommen mit Ethanolhaltigem Benzin gut klar. Immerhin schaffen es die Brasilianer sogar mit reinem Ethanol zu fahren, ohne daß deren Fahrzeuge reihenweise liegen bleiben. Daß kein Herstller dafür eine Garantie abgeben wollte, kann so eigentlich nicht stimmen. Ich weiß von VW, daß im Internet eine Liste veröffentlicht ist, auf der beschrieben ist, welche Motoren mit E 10 betankt werden können.
Ich habe es von Anfang an nicht getankt. Und ich werde es auch in Zukunft nicht tun. Das Vorbild hatten wir in Amerika und dem folgenden Maismangel in Mexiko. Jetzt dasselbe Szenario hier: Deutschland muss plötzlich Millionen Tonnen Getreide importieren, da 6% der Ernte für Biospriterzeugung benötigt wurden. Und da das Zeug ja auch auch andernorts nicht einfach nur so rumliegt, führt das natürlich zur dortigen Verknappung. Gutes Geschäft für alle - nur nicht die, die am anderen Ende der Welt nicht mehr wissen, wie sie das Brot bezahlen sollen. Können wir ja dann wieder ein Gutmenschenprogramm auflegen, um den Armen dort zu helfen...
Kara Benemsi schrieb: > Daß kein Herstller dafür eine Garantie abgeben wollte, kann so > eigentlich nicht stimmen. Ich weiß von VW, daß im Internet eine Liste > veröffentlicht ist, auf der beschrieben ist, welche Motoren mit E 10 > betankt werden können. Ja die Listen haben alle Veröffentlicht. Aber geh mal zum VW-Händler (oder einem anderen): "Ihr schreibt in eurer Liste, dass mein Auto das unterstützt. Zahlt ihr mir einen neuen Motor wenn nicht?"
>Können wir ja dann wieder ein Gutmenschenprogramm auflegen, um >den Armen dort zu helfen... Damit wären wir wieder bei der allgemeinen Gesellschaftskritik angekommen. E10-Verweigerung als basisökologische Revolution.
Das hat nichts mit Revolution zu tun. Das ist meine Einstellung zu diesem Thema. Zumindest (im Moment noch) habe ich die Wahl an der Zapfsäule, ob ich mitmache oder nicht. Und ich mache es nicht, und ich würde es auch bei 20Ct Preisunterschied nicht machen.
H.joachim Seifert schrieb: > Gutes Geschäft für alle - nur nicht die, die am > anderen Ende der Welt nicht mehr wissen, wie sie das Brot bezahlen > sollen. Ein weiterer Aspekt ist, dass E10 das Zugeständnis der Klimakanzlerette an die deutschen Automobilhersteller war, ihre Spritfresser nicht auf geringeren CO2-Ausstoss trimmen zu müssen. Und diese lobbygleitete Politik will ich nicht unterstützen. Da spar ich den Sprit lieber durch entsprechende Fahrweise ein. Btw, weil immer die brasilianischen Autos mit E85 angeführt werden: Schon mal dran gedacht, dass die Motoren anders ausgelegt und eingestellt sind? Der Vergleich ist Schwachsinn.
H.joachim Seifert schrieb: > Jetzt dasselbe Szenario hier: Deutschland muss > plötzlich Millionen Tonnen Getreide importieren, da 6% der Ernte für > Biospriterzeugung benötigt wurden. Und da das Zeug ja auch auch > andernorts nicht einfach nur so rumliegt, führt das natürlich zur > dortigen Verknappung. Gutes Geschäft für alle - nur nicht die, die am > anderen Ende der Welt nicht mehr wissen, wie sie das Brot bezahlen > sollen. Oder ein Glücksfall für die Bauern vor Ort die nicht mehr durch die billigimporte in den Ruin getrieben werden. >Zumindest (im Moment noch) habe ich die Wahl an der >Zapfsäule, ob ich mitmache oder nicht. Und ich mache es nicht, und ich >würde es auch bei 20Ct Preisunterschied nicht machen. D.h. du tankst nur SuperPlus?
Die Praxis ist entscheidend. Ich fahr seit 8 Jahren das gleiche Cabrio mit 6-Zylinder. Mit Super war der Sommerverbrauch immer 11,3 l, in diesem Jahr aber mit E10 nur 11,0 l. Bei meinem Motor spart es also.
Jörg S. schrieb: > Oder ein Glücksfall für die Bauern vor Ort die nicht mehr durch die > billigimporte in den Ruin getrieben werden. Man kann sichs auch schönreden, oder? Bauern werden in Afrika durch Getreide aus Europa - mit Deinen Steuern subventioniert - ausgebootet. Europäisches Getreide wird aber eher nicht für die Ethanolherstellung verwendet, sondern dafür werden dann in Europa Zuckerrüben oder in Südamerika Zuckerrohr - angebaut in Großplantagen - verwendet. Für die Gewinnung der Anbauflächen werden dann in Südamerika wieder Kleinbauern vertrieben. Gibt es reichlich Berichte dazu, aber wenn mans nicht wahrhaben will...
Maximilian K. schrieb: > Bei meinem Motor spart es also. Das ist durchaus möglich. Der Ethanolanteil verdampft beim Eintritt in den Brennraum und kühlt die Wärmekraftmaschine. Durch die höhere Temperaturdifferenz zur Verbennungstemperatur steigt der Wirkungsgrad.
Timm Thaler schrieb: > Gibt es reichlich Berichte dazu, aber wenn mans nicht wahrhaben will... Es gibt halt immer Vor- und Nachteile. Ich für meinen Teil glaube aber nicht das 5% beimischung Supi Dupi und 10% plötzlich der Weltuntergang ist.
Diese ganze Biosprit-Geschichte ist ein ganzer großer verlogener Dreck! Menschen wird die Lebensgrundlage geraubt, nur damit wir mit "gutem Gewissen" unsere großen Spritfresser fahren können. Das ist echt das letzte! http://latina-press.com/news/111460-lateinamerika-foerderung-von-biosprit-soll-beendet-werden/
"Biosprit schadet dem Klima": http://www.derwesten.de/auto/biosprit-e10-schadet-laut-studie-dem-klima-id5193268.html Die Mär vom "prima Klima Sprit": http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,749055,00.html Vernichtendes Urteil der Wissenschaft: http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/klima/tid-21596/umweltbilanz-vernichtendes-urteil-der-wissenschaft_aid_606534.html Kurzfassung der Studie: www.foeeurope.org/agrofuels/ILUC_briefing_November2010.pdf Wie umweltfreundlich sind Biotreibstoffe: http://www.zukunft-mobilitaet.net/3281/analyse/wie-umweltfreundlich-sind-biotreibstoffe-agrotreibstoff-luege/ Darum tanke ich kein E10 obwohl mein Auto das problemlos vertragen würde. Dafür zahle ich dann auch etwas mehr....
Terraner . schrieb: > nur damit wir mit "gutem > Gewissen" unsere großen Spritfresser fahren Nein, sondern weil die heilige Kuh Automobilindustrie mal wieder mit dem Untergang des Abendlandes gedroht hat, sollte die für den Automobilbau geforderte CO2-Einsparung allein durch sparsamere Autos erreicht werden. Das hat mit Gewissen, Öko, Klima sowas von überhaupt nichts zu tun, das ist rein erfolgreiche Lobbyarbeit.
Timm Thaler schrieb: > Das hat mit Gewissen, Öko, Klima sowas von überhaupt nichts zu tun, das > ist rein erfolgreiche Lobbyarbeit. Es wird aber versucht, uns ein gutes Gewissen einzureden und das die Deutschen/Europäer ja sooooo gut und umweltbewusst sind. Wer das schlussendlich macht (Autohersteller, Spritindustrie, Politik, Brötchenbäcker, ... ) ist total egal. Es ist und bleibt falsch! Neben dem ganzen (Umwelt-)Dreck geht es jetzt noch den Menschen an den Kragen, die gar nichts dafür können. Und das ist einfach nur widerlich!
Christian K. schrieb: > Darum tanke ich kein E10 obwohl mein Auto das problemlos vertragen > würde. Dafür zahle ich dann auch etwas mehr.... Ich glaube der gesamten Menschheit würde es eher nützen wenn du WENIGER tanken (verbrauchen) würdest.
>es jetzt noch den Menschen an den Kragen, die gar nichts dafür können. >Und das ist einfach nur widerlich! Es wäre mal interessant zu wissen ob du bei andern Themen genauso radikal agierst: - Billige T-Shirts aus Indien - Bleifrei Löten - iPads aus China unter Verletzung der Arbeitschutzbestimmungen - Kinderarbeit für Marken-Fußbälle und Marken-Sportschuhe - usw.
Kara Benemsi schrieb: > Es wäre mal interessant zu wissen ob du bei andern Themen genauso > radikal agierst: Definitiv JA. Soweit ich Informationen bekomme, mit denen ich was anfangen kann. Ich hab schon lange nach Infos gesucht, welche Hersteller bei Foxxcon produzieren lassen. Diese Geräte würde ich nicht kaufen (als Beispiel). Leider kann ich da nur sehr wenig finden. Mit Blei löte ich nur noch so lange, wie die 20 Jahre alten Vorräte halten. Hatte mich damals gefreut, als C&A Biowäsche eingeführt hatte. Lebensmittel kaufe ich soweit möglich nur Bio und wenn es geht auch FairTrade. Genau so wie Kleidung (schon allein wegen der Giftigkeit von Billigprodukten). Ja, solche Leute gibt es wirklich. Und es werden immer mehr!
Terraner . schrieb: > Ja, solche Leute gibt es wirklich. Und es werden immer mehr! Du meinst damit, dass die Wohlhabenden immer mehr werden? Glaube ich nicht. Diesen Luxus kann sich keiner leisten, der jeden Cent 2x umdrehen muss.
>Diese Geräte würde ich nicht kaufen (als Beispiel). >Leider kann ich da nur sehr wenig finden. Ja, ja immer diese elenden Sachzwänge. >Mit Blei löte ich nur noch so lange, wie die 20 Jahre alten >Vorräte halten. Warum nicht gleich sachgerecht entsorgen und auf bleifrei umstellen?
Thilo M. schrieb: > Du meinst damit, dass die Wohlhabenden immer mehr werden? Glaube ich > nicht. > > Diesen Luxus kann sich keiner leisten, der jeden Cent 2x umdrehen muss. Ich muss wirklich nicht jeden Cent 2x umdrehen. Aber ich bin sicher nicht wohlhabend (was auch immer das in Zahlen ausgedrückt sein mag). Aber man kann auch mit "Alltagsprodukten" was tun. Geh mal in den DM-Markt und schau dir die Produkte von Alnatura und Alverde an. Die sind nicht teurer und trotzdem Bio. (nur mal so als Beispiel) Der Unterschied zwischen konventionellen und Öko-Strom ist derzeit marginal. Jeder kann was tun. Man muss es nur wollen!
@Terraner: Du hast schon Recht. Vor einem Jahr tankte ich mal auswärts Diesel. Es stand dort an der Zapfsäule, daß 7% Biodiesel enthalten sind. Ich war überrascht!!! Bis dahin sah ich das noch gar nicht, und fragte beim Bezahlen. Immerhin gaben sie mir eine Broschüre mit, und sagten, daß inzwischen alle Dieseltankstellen in Deutschland diese 7% Beimischung hätten. Wo kommt es her? Na, aus Pflanzen. Und von wo? Aus Lebensmitteln? In Drittweltländern werden von westlichen Konzernen mit Hilfe dortiger Militärgewalt Kleinbauern von ihrem Kleinbesitz vertrieben, enteignet, und dürfen den sogar nicht mal mehr betreten. Haben manchmal anderes Recht und Gesetze. Sowas könnte man sich hier gar nicht vorstellen: Es kommen bewaffnete Leute, und vertreiben dich von deinem eigenen bezahlten Grundstück, wofür du geschuftet hast, was du vielleicht auch schon in 10. Generation erbtest, was du beackerst und beerntest, und wovon du leben mußt. Ja, ich nenne jetzt nur mal den Begriff Palmenanbau und Palmöl. Der Palmölbedarf in der Welt wächst, ist gigantisch. Kann man für Lebensmittelfette gebrauchen, Kosmetika, und auch zu Biodiesel umcracken. Das war im TV. Die enteigneten Menschen gehen einfach erbärmlich ein, eine Ersatzarbeit gibt es für die so bald nicht. Hartz auch nicht. Die landen als Aussätzige irgendwo, wenn sie nicht daran krepieren. Ich würde den Bioanteil im Diesel auch abwählen, wenn ich könnte. Es kann und darf nicht sein, daß ich für mein Luxusgefühl im Westen die Lebensgrundlage armer Menschen anderswo verheize. Inzwischen fahre ich mehr Fahrrad. Braucht also gar keinen Diesel mehr, auch nicht die Beimischung. Meine Fahrleistung mit dem Auto hat sich inzwischen von 8000km auf 1000km jährlich reduziert. Die genannten Geschehnisse haben sicher einen Anteil daran. Auto fahren tue ich nur noch bei strömendem Regen, das ist so ein Notfall, wenn es eben mal gar nicht anders geht. Und selbst da geht noch was, muß ich mir mal ausdenken. > Der Unterschied zwischen konventionellen und Öko-Strom ist derzeit > marginal. Jeder kann was tun. Man muss es nur wollen! Ich bekomme auch Ökostrom aus Wasserkraft. Mein Anbieter machte Verträge mit Österreichern und Skandinaviern, obwohl die von hier 1000 km entfernt sind. Ist ja mit Netzdurchleitung kein Problem. Mein Stromanbieter, eine Kommune, stellte den Tarif sogar automatisch um, und bemerkte, daß ich widersprechen könnte. Ist nicht mal teurer als der Standardtarif. Sie schrieben mir, daß der Ökostrom deswegen billiger sein kann, weil alte Wasserkraftwerke steuerlich schon mal vollständig abgeschrieben sind. Ja, und die laufen tatsächlich schon mal 50 Jahre wartungsarm. Das gibt es. Auch wenn es ein klein wenig teurer ist als die Billigsttarife. Aber nicht viel. Für 10€ im Jahr wechsele ich nicht laufend. Die Brasilianer übrigens, sie hatten auch mal E100, reines Ethanol, nicht E85, die hatten hoch verdichtete Motoren mit 14:1, anstatt 9:1, wie bei Benzin üblich. Benzin konnte man damit absolut nicht fahren. Heute bei den elektronisch geregelten Motoren regelt die Motorsteuerung über den Klopfsensor etwas nach. Das geht aber auch nur begrenzt, denn eine dynamische mechanische Verdichtungserhöhung bei Motoren ist ja auch noch nicht möglich. Honda hatte das wohl mal im Versuch. Auch dynamische Änderung der Nockenwellenwinkel. Da hab ich nie mehr was von gehört.
>Ich habe es von Anfang an nicht getankt. Und ich werde es auch in >Zukunft nicht tun. Das Vorbild hatten wir in Amerika und dem folgenden >Maismangel in Mexiko. Jetzt dasselbe Szenario hier: Deutschland muss >plötzlich Millionen Tonnen Getreide importieren, da 6% der Ernte für >Biospriterzeugung benötigt wurden. Und da das Zeug ja auch auch >andernorts nicht einfach nur so rumliegt, führt das natürlich zur >dortigen Verknappung. Gutes Geschäft für alle - nur nicht die, die am >anderen Ende der Welt nicht mehr wissen, wie sie das Brot bezahlen >sollen. Können wir ja dann wieder ein Gutmenschenprogramm auflegen, um >den Armen dort zu helfen... Mache ich genauso. Einmal musste ich es Tanken, da gab es nur E10 (irgendwo zwischen Nürnberg und Regensbürg auf der A irgendwas). Sonst wird immer Super95 genommen.
Wilhelm Ferkes schrieb: > Ich bekomme auch Ökostrom aus Wasserkraft. Mein Anbieter machte Verträge > mit Österreichern und Skandinaviern, obwohl die von hier 1000 km > entfernt sind. Ist ja mit Netzdurchleitung kein Problem. Na, da ist das Gewissen aber erleichtert! ;-) Sorry, aber soviel Naivität ist kaum zu glauben. JEDER Anbieter kauft an der Börse, was am billigsten ist, sonst macht er keinen Gewinn. Also Atom, Kohle, Gas und Öl, in dieser Reihenfolge. Wenn man Öko drüberschreibt kann man es noch teurer absetzen, mehr Gewinn machen. Und es gibt tatsächlich Leute, die das auch noch kaufen. Früher hieß das Ablasshandel, heute Ökostrom. ;-) - das musste mal 'raus -
Ich habe einen Garagen-Nachbarn, der Kfz.-Schlosser ist. Der riet davon ab, E10 zu tanken, weil Dichtungen und Kraftstoffleitungen davon angegriffen werden. Darüber hinaus stört mich der Anbau der "Energiepflanzen", wie meine Vorredner auch. Um aber nicht Trübsal zu blasen, hier ein Link zu einem vernünftigen Lied über das Autofahren: http://www.youtube.com/watch?v=D8DowNxyLFs MfG Paul
Thilo M. schrieb: > Na, da ist das Gewissen aber erleichtert! ;-) Richtig, Öko-Strom (von allem aus Wasserkraft) ist auch nicht immer der Weisheit letzter Schluss. Vor allem nicht, wenn dafür Täler geflutet, indigene Völker vertrieben und evtl. Tierarten ausgerottet werden. Auch deshalb ist der beste Strom der, der gar nicht erst verbraucht wird. Thilo M. schrieb: > JEDER Anbieter kauft an der Börse, was am billigsten ist, sonst macht er > keinen Gewinn. Jo, stimmt. Die ganzen Windräder stehen auch nur zur Zierde in der Landschaft rum, damit es nicht so langweilig ist! Thilo M. schrieb: > Also Atom, Kohle, Gas und Öl, in dieser Reihenfolge. Wenn > man Öko drüberschreibt kann man es noch teurer absetzen, mehr Gewinn > machen. Wenn ich konventionellen Strom verkaufen würde, würde ich auch so argumentieren.
Terraner . schrieb: > Wenn ich konventionellen Strom verkaufen würde, würde ich auch so > argumentieren. Dachte ich mir, dass dieses Argument kommt. Leider ist die Realität manchmal hart ... Terraner . schrieb: > Die ganzen Windräder stehen auch nur zur Zierde in der > Landschaft rum, damit es nicht so langweilig ist! Machen einen kleinen Bruchteil der Leistung aus, ohne irgendeine Verlässlichkeit, und kosten Unsummen. Ist eben so, Deutschland kann aufgrund der geographischen Gegebenheiten einfach nur eine kleine, begrenzte Menge an Wind- Wasser- und Sonnenenergie ernten. Reicht niemals, um den Bedarf zu decken.
>Ist eben so, Deutschland kann aufgrund der geographischen Gegebenheiten >einfach nur eine kleine, begrenzte Menge an Wind- Wasser- und >Sonnenenergie ernten. Reicht niemals, um den Bedarf zu decken. Bald aber schon. Dann sind ja alle Glühlampen durch ESL ausgetauscht. ;-)
Thilo M. schrieb: > Machen einen kleinen Bruchteil der Leistung aus, ohne irgendeine > Verlässlichkeit, und kosten Unsummen. Da haben wir es wieder: GELD! GELD! GELD! Wenn wir so weiter machen (wenn es noch nicht zu spät ist), ist GELD unsere geringste Sorge! Aber der Mensch ist ja von Natur aus so ausgelegt, dass er nur von 12 bis Mittag denkt. Thilo M. schrieb: > Ist eben so, Deutschland kann aufgrund der geographischen Gegebenheiten > einfach nur eine kleine, begrenzte Menge an Wind- Wasser- und > Sonnenenergie ernten. Reicht niemals, um den Bedarf zu decken. Ja, das ist wohl richtig. Und deswegen wie oben schon erwähnt: der beste Strom ist der, der nicht verbraucht wird. Aber wir haben das Wissen und die Möglichkeit, Änderungen herbei zu führen. Nur wenn jeder dem folgt, der am lautesten schreien kann (Lobbyismus), dann wird da sicher nichts draus. Also, um es mit Peter Lustig's Worte zu sagen: ABSCHALTEN! ;-) Matthias Lipinsky schrieb: > Bald aber schon. Dann sind ja alle Glühlampen durch ESL ausgetauscht. Ja, leider. Ich bin zur Zeit in Mittel Amerika. Hier sind schon jetzt -aus dem Bauch heraus geschätzt- 99% der Leuchtmittel ESL. Und wenn man weiß, wie hier mit Müll und E-Schrott umgegangen wird, kann man nur die Hände über den Kopf zusammen schlagen! :(
Thilo M. schrieb: > Na, da ist das Gewissen aber erleichtert! ;-) > > Sorry, aber soviel Naivität ist kaum zu glauben. Thilo, es ist mir im Grunde sogar Wurst. Ich kann die Dinge eh nicht beeinflussen, das hat auch wenig mit Naivität zu tun. Ich muß das nehmen, was da ist. Egal, wie schmackhaft man mir das macht, und wie es wirklich umgesetzt wird.
Matthias Lipinsky schrieb: > Mache ich genauso. Einmal musste ich es Tanken, da gab es nur E10 > (irgendwo zwischen Nürnberg und Regensbürg auf der A irgendwas). > Sonst wird immer Super95 genommen. Warum nicht was mit noch weniger Bemischung?
Nachdem ich ein dreiviertel Jahr lang E85 66% und Benzin 33% gefahren bin (es rechnete sich damals noch) und dann zu Benzin zurückgekehrt war da der E85 Preis sinnlos angestiegen war, kam E10 auf den Markt und irgendwann sagte der Hersteller der alten Karre (Mazda) dann das E10 für meine Schüssel nicht geeignet sei ... grin Ich schraube selber an der Mühle und wenn eine Dichtung kaputt geht ist das bei der 14 Jahre alten Kare das kleinste Problem. (Bisher nicht vorgekommen) E10 hat meiner Ansicht nach mit Öko so viel zu tun wie Biodiesel mit der Mineralölsteuer. Gruß, Holm
Holm Tiffe schrieb: > Ich schraube selber an der Mühle und wenn eine Dichtung kaputt geht ist > das bei der 14 Jahre alten Kare das kleinste Problem. Das Problem sind weniger Dichtungen, als vielmehr ungeeignete Alu-Legierungen. Ethanol wirkt offenbar unter bestimmmten Bedingungen auf Alu versprödend. Scheint auch der Grund zu sein, warum Spiritus als Kühlmittel beim Bearbeiten von Alu so gut geht: Das Alu schmiert nicht mehr so. Der ADAC hat einen Test mit einem Wagen gemacht: Nach 27Mm Benzinpumpe undicht. Naja, ne Benzinpumpe kann auch mal so undicht werden. Ich kann mich erinnern, dass es zu dem Testergebnis hiess, das Ethanol habe ein Loch in die 7mm dicke Aluwandung gefressen, aber ich find dazu keine detailierten Infos mehr auf die Schnelle.
Timm Thaler schrieb: > Ich kann > mich erinnern, dass es zu dem Testergebnis hiess, das Ethanol habe ein > Loch in die 7mm dicke Aluwandung gefressen Ich weiß noch, dass ethanolhaltiger Frostschutz in Notstromdieseln die Aluschweißnähte der Kühlsysteme durchgefressen hat. Wochenlange Spülaktionen vor dem Einsatz neuen Frostschutzes war die Folge. Das Zeug ist in Verbindung mit Alu mit Vorsicht zu genießen!
Wei es auf der Welt eh zu wenig Essen gibt und mann das dann nicht im Tank verbrennen muss
Markus Breitmann schrieb: > Wei es auf der Welt eh zu wenig Essen gibt und mann das dann nicht im > Tank verbrennen muss Stimmt nicht, es gibt mehr als genug Essen für alle. Es ist nur nicht ausreichend gleichmäßig verteilt.
Markus Breitmann schrieb: > Wei es auf der Welt eh zu wenig Essen gibt und mann das dann nicht im > Tank verbrennen muss Vielleicht sollte man dann nicht die Menge an produzierten Lebensmitteln erhöhen, sondern die Zahl der Menschen verringern.
Bio-Energie ... was auch dabei heraus kommen kann: http://www.landtreff.de/irrer-mais-attentater-t65873.html
Fhutdhb Ufzjjuz schrieb: > Bio-Energie ... was auch dabei heraus kommen kann: > > http://www.landtreff.de/irrer-mais-attentater-t65873.html Es gibt anscheinend auch tätlich umgesetzte Rivalität unter Unternehmern. Müssen keine grünen Spinner sein. Habe den Artikel gelesen. Mir kommt da eine alte Geschichte in den Kopf, als in meiner Gegend nachts um die 10 Rinder auf der Weide umgebracht wurden. Die Attentäter schoben den Rindern einfach lange Holzstangen von etwa Bohnenstangengröße vollständig in den Hintern, das reicht bis fast vorne zum Kopf. Und die Tiere verenden dann sehr sehr qualvoll. Mir wird da heute noch speiübel. Bohnenstange, das sind ca. 3 Meter lange Stangen, in Besenstielstärke. Aber nicht außen glatt, sondern mit Rinde ungeschält. Wer sich im Garten etwas aus kennt... Hätte jemand das Fleisch gebraucht, hätte er die Rinder nicht einfach auf auch noch qualvollste Weise getötet, und liegen gelassen. Man wollte wohl noch gezielt ein schreckliches Andenken hinterlassen. Irgend welche Betrunkenen aus der Dorfkneipe machen sowas zum Spaß nicht. Meinetwegen kann den Beitrag gerne jemand löschen, bevor noch jemand anderes wieder einen Ansatz für neue dumme Ideen bekommt.
Markus Breitmann schrieb: > Wei es auf der Welt eh zu wenig Essen gibt und mann das dann nicht im > Tank verbrennen muss So wie ich das sehe, machen wir mit unseren subventionierten Nahrungsmitteln, von denen wir nur einen Teil essen, viele Bauern in der dritten Welt kaputt. Hähnchenzucht lohnt sich z. B. in Afrika nicht mehr, weil die ganzen Innereien, die in Deutschland keiner essen mag, in Afrika fast verschenkt werden. Wenn wir das in unseren Motoren verbrennen, haben die wenigstens wieder was zu tun. Gruss Axel
@ferkes-willem ACK, wenn ich sowas höre werd ich auch als Nichtvegetarier ziemlich sauer, bzw bewundere den Mut des Täters, da er damit rechnen muss dass der Geschädigte dies ohne den Umweg über die Kühe vergelten wird ;)
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