Reihenschlussmotor warum geht er durch?

Gast #2494859
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an sich müsste doch irgentwann die gegenspannung die angelegte spannung 
kompensieren und I müste 0 sein...

damit ist auch das Magnetfeld 0 und das DM 0
bis die Drehzahl geringer wird und die gegenspannung --> der strom 
steigt wider an...

warum hat der motor ohne last keine max. drehzahl sondern kann bis 
unendliche drehen?
Gast #2494867
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Chris schrieb:
> Ich möchte doch nur wissen warum die Drehzahl ohne last so hoch geht
>
>
>
> kann mir das keiner erklären?

Weil das Wechselfeld am Stator mit zunehmender Drehzahl immer schneller 
wechselt, der Motor erzeugt sein eigenes Wechselfeld und beschleunigt 
immer weiter.
#2494868
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Chris schrieb:
> an sich müsste doch irgentwann die gegenspannung die angelegte spannung
> kompensieren und I müste 0 sein...

Ja , aber die Drehzahl die dabei erforderlich ist um die GegenEMK zu 
erzeugen  ist sehr hoch. Unter umstaenden wenn die Reibung in den Lagern 
und der Luftwiderstand als Bremse nicht ausreicht fliegt er irgendwann 
vorher auseinander.

Chris schrieb:
> warum hat der motor ohne last keine max. drehzahl sondern kann bis
> unendliche drehen?

Bis unendlich nicht. Dann wuerden ja die Teile mit 
Ueberlichtgeschwindigkeit drehen :=)
Gast #2494874
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Martin schrieb:
> Chris schrieb:
>> Ich möchte doch nur wissen warum die Drehzahl ohne last so hoch geht
>>
>>
>>
>> kann mir das keiner erklären?
>
> Weil das Wechselfeld am Stator mit zunehmender Drehzahl immer schneller
> wechselt, der Motor erzeugt sein eigenes Wechselfeld und beschleunigt
> immer weiter.

Quatsch!
#2494922
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Hallo,

bei de Reihenschlssmaschine ist die Feldwicklung elektrisch mit dem 
Anker in Reihe. Es ergeben sich folgende Gleichungen


(1) UKlemme = Ra*Ia + EMK ; (Maschinenklemmenspannung)
(2) EMK = psi*n
(3) psi = K*Ia (K=Maschinenkonstante, Ia=Ankerstrom=Feldstrom, da in 
Reihe)
(4) M = psi*Ia (Drehmoment = Fluss*Ankerstrom)
(5) dw/dt = 1/J * (M-MLast)

Die Gleichungen kann man jetzt ein bisschen ineinander einsetzten:

(1-3) : UKlemme = Ra*Ia + K*Ia*n
Da der Ankerstrom in beiden Summanden vorhanden ist, muss immer ein 
Ankerstrom fliessen, um die Gleichung zu erfüllen. Der Ankerstrom wird 
also bei anliegender Klemmenspannung nie null!

Nach Gleichung (3-4) M=K*Ia*Ia gibt es aber bei einem Ankerstrom immer 
ein Drehmoment. Damit wird der Motor ohne Last beschleunigt(5) und geht 
durch.

Die Reihenschlussmaschine wird übrigens genau wegen dieser Eigenschaft 
gern als Antriebsmaschine genommen: Man kann mit der Klemmenspannung zu 
jeder Drehzahl ein Drehmoment erzeugen. Die Maschine schwächt sich ja 
selber im Feld.

Grüße
OR

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