Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Was ist das für ein Bauteil?


von D. K. (lemur)


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Hallo zusammen,

was ist das für ein Bauteil?
Das sollte wohl zwischen Grund und +5V, auf der Platine einer Festplatte 
liegen, allerdings hat diese die ca. 15V Überspannung nicht überlebt.

Ich würde spontan auf ne Zener-Diode tippen, was meint ihr?

Bevor die Platte in den Müll geht, wollte ich nochmal gucken, ob noch 
was zu retten ist, daher wären Daten von dem Stinker ganz gut...

Grüße

von Mike (Gast)


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ne SMD Sicherung?

von Hannes H. (mui)


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müsste ne ordinäre diode sein, die sich bei der überspannung selber 
geopfert hat. guck mla, ob du in der nähe noch ne sicherung findest. 
bevor du die platte wegschmeisst, löte die diode aus und probiere 
nochmal.

von D. K. (lemur)


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@ Mike
Zwischen V++ und GND? - Scherzkecks

@ Hannes
genau das hatte ich vor, ich wollte allerdings die Diode vorher 
ersetzen, notfalls bedrahtet, daher die Frage ob und wenn dann welcher 
Wert 6,11 V ?

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Das ist eine Schutzdiode, deren Sinn es ist, bei Überspannung hops zu 
gehen, um die restliche Festplattenelektronik vor dem Exitus zu 
bewahren. Die Diode wird dabei niederohmig.

Wenn Du diese Diode auslötest, kannst Du die Festplatte --nach 
vorheriger genauer Überprüfung!-- mit Strom versorgen, wenn die Diode 
ihre Aufgabe korrekt erfüllt hat, sollte die Festplatte noch 
funktionieren.

Das Problem scheint recht verbreitet zu sein:
http://www.mikrocontroller.net/search?query=festplatte+schutzdiode&forums[]=1&forums[]=19&forums[]=9&forums[]=10&forums[]=2&forums[]=4&forums[]=3&forums[]=6&forums[]=17&forums[]=11&forums[]=8&forums[]=14&forums[]=12&forums[]=7&forums[]=5&forums[]=18&forums[]=15&forums[]=13&forums[]=16&max_age=-&sort_by_date=1

von Hannes H. (mui)


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zum probieren musst du keine neue diode einsetzen. außerdem ist dies mit 
sicherheit keine zenerdiode, sondern wahrscheinlich eine schottkydiode. 
damit würde ich es jedenfalls probieren (irgendwas um > 5 volt).

von Micha (Gast)


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Mensch D.K., bei SMD-Sicherung zwischen + und Masse sagst Du nichts, 
aber bei Diode meckerst Du??? Schau mal hin, die Diode ist mit Katode an 
+, also schon mal Verpolschutz. Ausserden mit Keks nicht mit "ck" 
geschrieben

von Christian R. (supachris)


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Hannes H. schrieb:
> sondern wahrscheinlich eine schottkydiode

Das sind Suppressor-Dioden, keine Shottky.

von Hannes H. (mui)


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Christian R. schrieb:
> Hannes H. schrieb:
>> sondern wahrscheinlich eine schottkydiode
>
> Das sind Suppressor-Dioden, keine Shottky.

Hamma wieder was gelernt...dachte von der Funktion her ist das praktisch 
dasselbe...

von Μαtthias W. (matthias) Benutzerseite


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Christian R. schrieb:
> Hannes H. schrieb:
>> sondern wahrscheinlich eine schottkydiode
>
> Das sind Suppressor-Dioden, keine Shottky.

Mit Sicherheit. In dem Fall eine von On Semiconductor. Dort zu finden 
als TVS (Transient Voltage Suppressors).

http://www.onsemi.com/

Matthias

von D. K. (lemur)


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Die Platte läuft wieder, ohne Diode :)
Vielen Dank für die Anregungen, dann ist es ja nochmal gut gegangen...

Micha schrieb:
> Mensch D.K., bei SMD-Sicherung zwischen + und Masse sagst Du nichts,
> aber bei Diode meckerst Du???

Nö, eine Diode hatte ich auch schon geraten, mit der Bezeichnung konnte 
ich nur nichts anfangen, gemeckert hab ich bei der Sicherung - guck 
nochmal genau ;)

> Ausserden mit Keks nicht mit "ck" geschrieben

Das stimmt, ich gelobe Besserung :)

von gaast (Gast)


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Hannes H. schrieb:
>> Das sind Suppressor-Dioden, keine Shottky.
>
> Hamma wieder was gelernt...dachte von der Funktion her ist das praktisch
> dasselbe...

Wohl kaum, mit Zenerdioden ließen sie sich schon eher vergleichen.

von Artabanos (Gast)


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Das ist eine Zener Diode vom Typ 1SMA5.0AT3, G.

Datenblatt: http://www.onsemi.com/pub_link/Collateral/1SMA5.0AT3-D.PDF

von Guest (Gast)


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Das ist keine klassiche Zener Diode die man zur Stabilisierung 
verwendet.
Das Schlagwort hier ist "Surpressor" Zener Diode (siehe Datenblatt), 
also zum Schutz for Überspannung.

von ... (Gast)


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Micha schrieb:
> Mensch D.K., bei SMD-Sicherung zwischen + und Masse sagst Du nichts,
> aber bei Diode meckerst Du??? Schau mal hin, die Diode ist mit Katode an
> +, also schon mal Verpolschutz. Ausserden mit Keks nicht mit "ck"
> geschrieben

Ui ui,

hier hast du dir gleich zwei dicke Dinger geleistet Micha,

1.) Wenn man auf Rechtschreibung hinweist, dann sollte man selbst auch 
Kathode mit "h" schreiben.

2.) Und wie werden wohl Zenerdioden geschaltet. Na, auf welcher Seite + 
bzw. - liegt denn die Kennzeichnung der Kathode bei Zenerdioden?

Mach dich mal schlau, über die grundsätzliche Beschaltungen von 
Bauelementen, bevor du hier rum quakst.

von gk (Gast)


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Rufus Τ. Firefly schrieb:
> Das ist eine Schutzdiode, deren Sinn es ist, bei Überspannung hops zu
> gehen

Grober Unfug !!

gk

von Guest (Gast)


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Eine

gk schrieb:
> Rufus Τ. Firefly schrieb:
>
>> Das ist eine Schutzdiode, deren Sinn es ist, bei Überspannung hops zu
>
>> gehen
>
>
>
> Grober Unfug !!
>
Grober Unfug ist etwas hart. Die Surpressor Diode begrenzt die Spannung 
wenn nötig bezahlt sie es mit ihrem Leben.

von Versionsgeil (Gast)


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Suppressor, nicht Surpressor! das Entstörelement

von gk (Gast)


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Guest schrieb:
> Grober Unfug ist etwas hart. Die Surpressor Diode begrenzt die Spannung
> wenn nötig bezahlt sie es mit ihrem Leben.
>
Ich kann im Datenblatt keinen Hinweis finden, was passiert, wenn die 
Diode überlastet wird. Damit ist dieses Verhalten undefiniert. Man kann 
daher nicht davon ausgehen, dass die Diode niederohmig wird und damit 
weiterhin vor Überspannung schützt. Sie könnte auch hochohmig werden. 
Und selbst, wenn sie niederohmig wird, wird sie sich vermutlich 
irgendwann entlöten und damit wirkungslos werden oder irgend etwas in 
Brand setzen. Zumindest eine Schmelzsicherung würde ich noch einbauen.

Die Aussage "Sinn einer Schutzdiode ist es, bei Überspannung hops zu
gehen" ist daher mehr als grober Unfug und kann so nicht stehen bleiben.

gk

von hinz (Gast)


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gk schrieb:
> Ich kann im Datenblatt keinen Hinweis finden, was passiert, wenn die
> Diode überlastet wird.

Grundlagen stehen halt nicht im Datenblatt, aber hier:

http://www.onsemi.jp/pub_link/Collateral/HBD854-D.PDF

von gk (Gast)


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hinz schrieb:
> Grundlagen stehen halt nicht im Datenblatt, aber hier:

Und jetzt ?. Ich finde da auch keinen Hinweis darauf, dass die Diode 
nach einer Überlast definiert und reproduzierbar kurzschließt.

Und noch etwas. Jetzt stellt euch mal vor, die Platte wäre nicht von 
einem externen Steckernetzteil versorgt worden, sondern vom PC Netzteil. 
Das hätte sichelich einen Kurschlussstrom von vielleicht 50A und größer 
gegeben. So und was hätte da die Diode dazu gesagt. Pfffffffffffffff. 
Das Netzteil hätte dann versucht den Spannungsabfall zu kompensieren. 
Nach dem plötzlichen Verdampfen der Diode wäre die Spannung schlagartig 
gestiegen. Danach wär sicherlich nichts mehr heil.
gk

von User (Gast)


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Beim PC-Netzteil besteht eine gewisse Hoffnung das es einen 
Überlastungsschutz hat.

von hinz (Gast)


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gk schrieb:
> Und jetzt ?. Ich finde da auch keinen Hinweis darauf, dass die Diode
> nach einer Überlast definiert und reproduzierbar kurzschließt.

Hatte ich ja auch nicht behauptet.

von Μαtthias W. (matthias) Benutzerseite


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gk schrieb:
> hinz schrieb:
>> Grundlagen stehen halt nicht im Datenblatt, aber hier:
>
> Und jetzt ?. Ich finde da auch keinen Hinweis darauf, dass die Diode
> nach einer Überlast definiert und reproduzierbar kurzschließt.

TVS Dioden sind so konstruiert das sie im Überlastfall kurzschließen. 
Eine zu große Belastung (z.B. Netzspannung an einem 5V Typ) lässt das 
Bauteil explodieren. Dann ist aber eh mehr kaputt.

Aber man darf sich darauf nicht verlassen ohne weitere Maßnahmen 
(Sicherung!) zu ergreifen. Auf dem Bild ist eben eine solche Sicherung 
nicht zu erkennen und bei den Strömen die ein PC-Netzteil treiben kann 
wird auch eine kurzgeschlossene TVS Diode irgendwann in Rauch aufgehen 
bzw. sich auslöten oder die umgebenden Leiterbahnen machen den Strom 
nicht mehr mit. Dann hat aber der Designer das Systems etwas falsch 
gemacht.

http://www.vishay.com/docs/88440/failurem.pdf

Auch hier sieht man wieder. Der Teufel steckt im Detail.

Matthias

von gk (Gast)


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User schrieb:
> besteht eine gewisse Hoffnung

und die stirbt bekanntlich zuletzt, der Transistor und oder die Diode 
ist meistens schneller.

Die Primärsicherung verhindert (hoffentlich) nur, dass kein Brand 
ensteht. Die Halbleiter sind dann schon längst im Nirwana.

gk

von Hans M. (hansilein)


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Red doch nicht so ein Zeug,
daß die Diode kurzschließt passiert bei Festplatten dauernd.
Meistens bekommt man sie wieder lebendig indem man die Diode einfach 
auslötet.

Daran ändert sich nichts nur weil gk es nicht glaubt.

von gk (Gast)


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Hans Mayer schrieb:
> Red doch nicht so ein Zeug,

Lieber hansilein, ich habe nur klar gestellt, das die Aufgabe einer 
Suppressordiode nicht ist: "Bei Überspanng hops zu gehen". Die Diode 
schützt die Platte beim normalerweise beim Betrieb vor transienten 
Überspannungen aus der Versorgung.

Übrigens kann der Kurzschluss der Versorgung fatale Folgen haben. Es 
gibt oder gab Laufwerke, die den Kopf beim Abschalten der Versorgung mit 
der Restenergie des Glättungselkos geparkt haben. Bei einem satten 
Kurzschluss ist die Energie aber sofort vernichtet. Das kann zum 
Headcrash führen.


> Daran ändert sich nichts nur weil gk es nicht glaubt.

Ich habe sogar selbst schon auf diese Weise eine externe Festplatte 
wieder zum lauben gebracht. Aber als Entwickler würde ich nie darauf 
bauen, dass das ein wirksammer Schutz der Platte ist. Und wenn, würde 
ich zumindest eine Sicherung vor der Diode spendieren.

Und jetzt Gute Nacht

gk

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