Moore oder Mealy-Automat

Gast #2503873
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Folgendes asynchrones Schaltwerk habe ich gegeben (siehe Anhang).

Leider kann ich nicht entscheiden, ob es sich um eines nach Moore oder 
nach Mealy handelt.

Zur Definition:
Moore: Ausgabe hängt ausschließlich von Zustand ab,
Mealy: Ausgabe hängt von Zustand und Eingabe ab

--> Da ich die Ausgabe über die Eingänge a und b beeinflussen kann, 
müsste dies ein Mealy sein, würde ich sagen, aber das kann doch keine 
Begründung sein, nach meiner Auffassung?

Besten Dank.
Angehängte Dateien:
Gast #2503894
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würd sagen, daß wenn bei gleichen Eingabekombinationen immer die 
entsprechenden gleichen Ausgaben erfolgen, unabhängig von der 
Eingabereihenfolge, ist es ein Moore.

Wenn die Reihenfolge der Eingabe Einfluß auf die Ausgabe hat, ist es ein 
Mealy.

Bleibt noch die Wahrheitstabelle aufzustellen.
Moderator #2503960
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Die Schaltung ist, streng genommen, weder ein Moore- noch ein Mealy-
Automat, s. Definition:

  http://de.wikipedia.org/wiki/Moore-Automat
  http://de.wikipedia.org/wiki/Mealy-Automat

Sie kann aber sowohl mit einem Moore- als auch mit einem Mealy-Automat
beschrieben werden. Da jeder Moore-Automat durch einen Mealy-Automat
dargestellt werden kann und ungekehrt, sind beide Automatentypen
möglich. Welcher Typ in Frage kommt, hängt davon ab, wie der Zustand Z
definiert wird.

Definiert man Z gleich dem Ausgangssignal des rechten Und-Gatters, dann
lauten die Ausgabe- und die Übergangsfunktion für den Automat
1
y = Z
2
Z' = ¬a ∧ Z ∨ b

Auf der rechten Seite der Ausgabefunktion taucht nur der Zustand Z auf,
also handelt es sich um einen Moore-Automat.

Definiert man hingegen Z gleich dem Ausgangssignal des Oder-Gatters,
lauten die Ausgabe- und die Übergangsfunktion
1
y = Z ∧ (¬a ∨ b)
2
Z' = ¬a ∧ Z ∨ b

Auf der rechten Seite der Übergangsfunktion tauchen auch die Eingangs-
signale a und b auf, also handelt es sich um einen Mealy-Automat.

Gehören die handschriftlichen Annotationen im Bild zur Aufgabenstellung?
Wenn ja, deutet das darauf hin, dass Z=y sein soll. Mit dieser Zustands-
definition wäre die Schaltung durch einen Moore-Automat beschreibbar.
Gast #2504206
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Das Ganze kann leicht entwirrt werden, wenn man sich
klarmacht, dass Moore/Mealy-Automaten nur Unterklassen
endlicher Automaten sind.
Wenn man nun bedenkt, dassAutomaten sich nicht eindeutig
in Schaltungen giessen lassen und umgekehrt sich aus
Schaltungen nicht eindeutig Automaten extrahieren lassen,
dann kann also die Frage nach Mealy/Moore auf eine
Schaltung nicht beantworten.
Genau dies hat Yalu in einfachster Form analysiert.
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #2504836
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Zum Glück sind solche Automaten in der Praxis nicht weit verbreitet. Der 
klassische realisierte Automat hat meist getaktete Speicherglieder. Dann 
wird die Sache schon bei der Suche nach dem dem Zustandsspeicher 
vereinfacht...  ;-)

@ Dosch (Gast)
Fragst du mal den Aufgabensteller, was er sich dabei gedacht hat?
Teilst du uns die Lösung mit?

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