Forum: Offtopic Neue Gesetze in den USA


von Diode E. (c2h5oh)


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Was sagt ihr zu den neuen Gesetzesentwürfen aus den USA (SOPA / PIPA). 
Wenn ich das richtig sehe wird doch damit das Internet komplett 
eingeschränkt und mehr oder weniger unbrauchbar / kaputtzensiert...

von K. L. (trollen) Benutzerseite


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Aber es ist doch nur zum Schutz vor den Milliarden bösen 
Raubkopierern!!!

von (prx) A. K. (prx)


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Seit das Internet aufkam wurde hagelt es immer wieder mal Versuche der 
USA, unliebsame Inhalte zu verbannen oder in Ghettos auszulagern. Das 
war schon in der Clinton-Ära so, als man "unanständige" Inhalte durch 
rigide Pflicht zur Registrierung der Kunden wegsperren oder austrocknen 
wollte, im Communication Decency Act von 1996.

Die Reaktion der Bundesgerichte war freilich eine phänomenale und sehr 
lesenswerte Ohrfeige ("to burn the village to roast the pig", im Urteil 
vom Court of Appeals). Das blieb nicht der letzte Versuch dieser Art, 
endete aber stets mit ähnlichem Ergebnis.

Wie anderswo auch unterliegen US-Abgeordnete und -Regierung schnell der 
Versuchung, mit restriktiven Regeln die Verfassungsgarantie "free 
speach" zu unterlaufen. Egal ob es die öffentlich hochgehaltene Prüderie 
ist oder jetzt die kommerziellen Interessen Hollywoods. Meist ist die 
Verfassung stärker. Auch das dürfte einem hierzulande bekannt vorkommen.

von Dave B. (gaston)


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Was mich bei der Sache auch wieder aufregt ist die Angewohnheit der 
"Gesetzesentwerfer" einen ellenlangen, schmierigen Text aufzusetzen mit 
dem sich kaum einer befassen will und dann irgendeinen wohlklingenden 
Titel zu geben damit die lesefaulen Abgeordneten nur anhand des Namens 
abstimmen.
A la "protect puppies from evildoers act", wer würde denn da 
dagegenstimmen?

von Willi W. (williwacker)


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Hier die Seite für alle Raubkopierer, die Ihr die Welt ruiniert, an 9/11 
verantwortlich ward, an der Klimaerwärmung und wahrscheinlich geht auch 
das mit der Costa Concordia auf Euer Konto:

www.guantanamo.de

von Willi W. (williwacker)


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Warum einstellen? Endlich mal ein Thread mit konstruktiven Ideen.

von Uhu U. (uhu)


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A. K. schrieb:
> Meist ist die Verfassung stärker.

In GB, Frankreich und Spanien - in letzterem mit rabiatem Druck durch 
das US-Außenministerium und den Botschafter in Madrid - wurden die in 
USA gescheiterten Aktionen der Urheberrechtslobby durchgesetzt.

In USA wird eine Watchlist geführt, auf der Staaten vermerkt sind, die 
angeblich die Urheberrechte ungenügend schützen. Spanien wurde damit 
gedroht, auf die Liste gesetzt zu werden, falls das Internet-Gesetz 
nicht durchgesetzt werden solte.

von (prx) A. K. (prx)


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Uhu Uhuhu schrieb:

> In GB, Frankreich und Spanien - in letzterem mit rabiatem Druck durch
> das US-Außenministerium und den Botschafter in Madrid - wurden die in
> USA gescheiterten Aktionen der Urheberrechtslobby durchgesetzt.

Erstens ist das ein anderes Thema und zweitens gilt die US-Verfassung 
nicht in Spanien und Frankreich.

von Uhu U. (uhu)


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A. K. schrieb:
> Erstens ist das ein anderes Thema und zweitens gilt die US-Verfassung
> nicht in Spanien und Frankreich.

Das ist eben kein anderes Thema.

Die US-Regierung fühlt sich den Lobbyinteressen verpflichtet, kann sie 
im eigenen Land aber nicht durchsetzen. Dafür tut sie alles, daß dieses 
"Recht" in Ländern durchgesetzt wird, für die nicht die US-Verfassung 
gilt und selbst wenn es deren eigener Verfassung massiv widerspricht.

Die US-Regierung besteht also national und international aus einer Bande 
von Verfassungsfeinden.

von Jörg S. (joerg-s)


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Bei millardenfachen Urheberrechtsverletzungen, teilweise gewinnträchtig 
betrieben, muss man sich allerdings auch nicht wundern das die 
Lobbyisten irgendwann erfolg haben.

von K. L. (trollen) Benutzerseite


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Jörg S. schrieb:
> Bei millardenfachen Urheberrechtsverletzungen

Quelle dafür sind natürlich nur Zahlen von den Rechteinhabern. Da werden 
ja gerne mal große Zahlen genannt.

Auch wenn die Zahlen stimmen würden, es wundert mich kein bisschen, so 
wie die ehrlichen Kunden verarscht werden.
Beispiele:
* Spiele: Die leute werden gezwungen Überwachungsprogramme zu 
installieren, müssen permanent online sein, gebrauchte kann man nicht 
mehr weiterverkaufen, usw.
* Filme: DVDs hatten diesen netten Zusatz "Regional Codes"; Blu-Rays 
können ganze Player sperren. Wenn bei einem Gerät der Serie der 
Enkodierschlüssel geknackt wurde, werden eben alle Geräte mit diesem 
Schlüssel gesperrt.

Dazu kommen völlig übertriebene Preise (was kostet zur Zeit eine 
Album-CD? mind. 20€) und bei jedem Film erstmal ein paar Minuten 
Warnhinweise, dass man nichts runterladen soll. Hallo? Ich habe den 
verdammten Film gekauft, wieso soll ich ihn runterladen???

Ich lade nichts runter, aber ich kaufe auch keine Filme oder Musik, da 
ich diese Industrie nicht unterstütze.

von Andreas D. (rackandboneman)


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@ "Milliarden Raubkopierer":

Das müsste gerade in einer so ausdrücklichen Demokratie wie Nordamerika 
dann ja die Mehrheit darstellen.

von Jörg S. (joerg-s)


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K. Laus schrieb:
> Jörg S. schrieb:
>> Bei millardenfachen Urheberrechtsverletzungen
> Quelle dafür sind natürlich nur Zahlen von den Rechteinhabern. Da werden
> ja gerne mal große Zahlen genannt.
Da brauch mal keine Quelle, das ist doch wohl klar. Das Internet ist ein 
Selbstbedienungsladen wo es alles kostenlos gibt. Und das wird AUSGIEBIG 
genutzt.


> Auch wenn die Zahlen stimmen würden, es wundert mich kein bisschen, so
> wie die ehrlichen Kunden verarscht werden.
> Beispiele:
Sehe ich auch so, aber das ist kein Henne Ei Problem. Die Raubkopierer 
waren eher da als die Gängelungsmaßnahmen. Und der Musikindustrie muss 
man zugestehen das sie die Gängelungsmaßnahmen auch wieder teilweise 
zurück gefahren haben. Im Spiele und TV Bereich macht mal leider wieder 
die gleichen Fehler wie bei Musik.

von Uhu U. (uhu)


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Jörg S. schrieb:
> Da brauch mal keine Quelle, das ist doch wohl klar.

Aha. Weil du das hier behauptest, oder warum?

> Und der Musikindustrie muss
> man zugestehen das sie die Gängelungsmaßnahmen auch wieder teilweise
> zurück gefahren haben.

Ja, das merkt man vor allem daran, daß sie in etlichen Ländern Gesetz 
geworden sind und nun natürlich mit der Musikindustrie absolut überhaupt 
nichts mehr zu tun haben...

von Christian L. (cyan)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Aha. Weil du das hier behauptest, oder warum?

Das sagt einem doch der gesunde Menschenverstand. Oder glaubst du das 
die Nutzer von Seiten wie kino.to eine kleine Spende den Rechteinhabern 
überwiesen haben. Selbst die gemäßigten Quellen gehen von 400.000 
Nutzern pro Tag aus, als die Seite noch online war. Und hat sich nach 
der Abschaltung was geändert? Kurz nach der Sperrung war das wichtigste 
Thema alternative Seiten zu finden. Glaubst du nicht, das dadurch ein 
gewisser Schaden entstanden ist?
Schutz der des Urheberrechts ist meiner Meinung wichtig. Man muss es 
aber mit geeigneten Mitteln umsetzen. Die aktuelle Initiative versucht 
fragliche Methoden zu etablieren.

LG Christian

von (prx) A. K. (prx)


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Christian L. schrieb:

> Schutz der des Urheberrechts ist meiner Meinung wichtig. Man muss es
> aber mit geeigneten Mitteln umsetzen. Die aktuelle Initiative versucht
> fragliche Methoden zu etablieren.

Das ist der Punkt. Unkontrollierte privatisierte Zensur ist auch nicht 
besser als staatliche.

von Jörg S. (joerg-s)


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Uhu Uhuhu schrieb:
>> Da brauch mal keine Quelle, das ist doch wohl klar.
>Aha. Weil du das hier behauptest, oder warum?
Lebst du hiterm Mond?

Uhu Uhuhu schrieb:
>Ja, das merkt man vor allem daran, daß sie in etlichen Ländern Gesetz
>geworden sind und nun natürlich mit der Musikindustrie absolut überhaupt
>nichts mehr zu tun haben...
Das Three Strikes Gesetz ist doch ein zahnloser Tiger. Ich weiss 
überhaupt nicht warum man darum so einen Aufhebens macht. Die Methoden 
bei der Ermittlung mögen vielleicht fragwürdig sein, die Folgen für den 
Betroffenen sind doch harmlos. Geldstrafe und 4 Wochen kein Internet 
(Frankreich), oh mein Gott...

Christian L. schrieb:
> Schutz der des Urheberrechts ist meiner Meinung wichtig. Man muss es
> aber mit geeigneten Mitteln umsetzen. Die aktuelle Initiative versucht
> fragliche Methoden zu etablieren.
Volle Zustimmung.

Es wäre mal an der Zeit das die Gegener dieser Gesetze eigene Vorschläge 
machen. Dann müssten die Politiker nicht auf den Ratschlag der 
Lobbyisten zurückgreiffen.

von Purzel H. (hacky)


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Wie schnell das Land der Freiheit doch die Freiheit wegschmeisst nur 
wenn ein paar millionen Gewinn versprochen werden. Die Millionen kommen 
dann zwar nicht, weil genau Null CD's mehr verkauft werden,  aber die 
Freiheit bleibt weg...

von (prx) A. K. (prx)


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Jörg S. schrieb:

> 4 Wochen kein Internet (Frankreich), oh mein Gott...

2-12 Monate.

Das wäre besonders sinnvoll in Zusammenhang mit DeMail, weil du dann die 
Mails, die du von Amts wegen innerhalb weniger Tage lesen musst um keine 
Fristen zu verpassen, von Amts wegen nicht lesen kannst.

von Uhu U. (uhu)


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Jörg S. schrieb:
> Das Three Strikes Gesetz ist doch ein zahnloser Tiger. Ich weiss
> überhaupt nicht warum man darum so einen Aufhebens macht.

Ja lieber Jörg, ich glaube dir gerne, daß du das nicht weißt. Das kannst 
du aber ändern, indem du mal gründlich darüber nachdenkst, warum solche, 
auf spezielle Interessengruppen "zugeschnittenen" Gesetze, die im 
krassen Widerspruch zu ganz fundamentalen Verfassungsgrundsätzen stehen, 
ein Rechtssystem in Windeseile erodieren.

Das ist wie mit einem Deich, in den das Wasser eine Lücke gerissen hat.

Pico Oschi schrieb:
> Wie schnell das Land der Freiheit doch die Freiheit wegschmeisst nur
> wenn ein paar millionen Gewinn versprochen werden. Die Millionen kommen
> dann zwar nicht, weil genau Null CD's mehr verkauft werden,  aber die
> Freiheit bleibt weg...

So ist es. Das ganze Theater geht hauptsächlich zu Lasten derer, die 
ohne betrügerische Absicht im Web unterwegs sind, also eine Mehrheit in 
der Gegend oberhalb 99%. Dem restlichen Bruchteil kommt man mit derlei 
Methoden sowieso nicht bei, weil sie clever genug sind, immer neue 
Löcher im System zu finden, auf die die entsprechenden Lobbies dann mit 
dem nächst größeren Totschläger reagieren - und wieder nur die Ehrlichen 
treffen.

Wenn man aber genauer hinsieht, sehen die Amis viele der Sachen, die sie 
ihren Vasallenstaaten mit finstersten Drohungen, Sanktionen und ähnlich 
militanten Methoden aufs Auge drücken, im eigenen Land durchaus nicht so 
eng...


Das Problem ist halt, daß man das Digitalzeitalter nicht um seine 
herausragendste Eigenschaft, die leichte Kopierbarkeit von Inhalten, 
berauben kann, ohne es damit gänzlich abzuschaffen.

Man kann zwar einzelne Uhren leicht zurückdrehen, aber die Zeit geht 
dabei nicht rückwärts. Aber das einem beizubringen, der mit Inbrunst an 
Sommer- und Winterzeit glaubt, kann sich schwierig gestalten. Vor allem, 
wenn der dabei kräftig verdient.

Gewisse Ähnlichkeiten zwischen den Kirchen und der Contentindustrie sind 
nicht zu übersehen...

PS.: @Jörg: Bitte nimm mir nicht übel, daß ich dich jetzt wieder 
gnadenlos überfordert habe ;-)

von Jörg S. (joerg-s)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> So ist es. Das ganze Theater geht hauptsächlich zu Lasten derer, die
> ohne betrügerische Absicht im Web unterwegs sind, also eine Mehrheit in
> der Gegend oberhalb 99%.
Und wie werden die noch gleich durch "Three Strikes" eingeschränkt?


> Dem restlichen Bruchteil kommt man mit derlei Methoden sowieso nicht bei,
Die Standardausrede.

> ... auf die die entsprechenden Lobbies dann mit dem nächst größeren
> Totschläger reagieren - und wieder nur die Ehrlichen treffen.
"Three Strikes"?

> Das Problem ist halt, daß man das Digitalzeitalter nicht um seine
> herausragendste Eigenschaft, die leichte Kopierbarkeit von Inhalten,
> berauben kann, ohne es damit gänzlich abzuschaffen.
Deine Lösung wäre also ein Freibrief einfach alles kopieren zu dürfen?


> Vor allem, wenn der dabei kräftig verdient.
Stimmt, alle die Geld verdienen sind ja eh des Teufels.

von Uhu U. (uhu)


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Jörg S. schrieb:
> Deine Lösung wäre also ein Freibrief einfach alles kopieren zu dürfen?

Habe ich eine Lösung beschrieben? Ich dachte, ich hätte das Problem 
skizziert und gezeigt, daß der von der Content-Lobby gepushte Weg eben 
keine Lösung dafür ist.

> Und wie werden die noch gleich durch "Three Strikes" eingeschränkt?

Alle werden überwacht... Und nun komm nicht mit der Gebetsmühle "Wer 
nichts zu verbergen hat..."

von Timm T. (Gast)


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Jörg S. schrieb:
> Es wäre mal an der Zeit das die Gegener dieser Gesetze eigene Vorschläge
> machen.

Erstens: Gibt es, z.B. Kulturflatrate. Dass das von der "Musikindustrie" 
nicht gewollt wird, ist wohl klar.

Zweitens: Das ist nicht der Punkt. Die Versuche, auch in D, sind eine 
Verarschung des Rechtsstaats. Die Unschuldsvermutung ist ausgehebelt, es 
gibt Beweislastumkehr.

Da werden anhand unzertifiziert durch irgendwelche Firmen irgendwie 
ermittelter IP-Adressen Leute verklagt, und die können sich nicht 
wehren: Beweis mal, dass Du zu der fraglichen Zeit nicht diese 
IP-Adresse hattest.

Da werden alte Omas wegen Störerhaftung verurteilt, obwohl sie zu der 
Zeit keinen PC und kein Modem hatten.

Da werden im Prinzip sämtliche Internetnutzer kriminalisiert - 
Abschaffung der Unschuldsvermutung -, um deren Daten on the fly 
durchsuchen zu können.

Ja gehts noch? Und sowas wird hier noch verteidigt?

von Uhu U. (uhu)


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Timm Thaler schrieb:
> Ja gehts noch? Und sowas wird hier noch verteidigt?

Jörg verteidigt alles, was von irgend welchen staatlichen Autoritäten 
kommt, die nicht von den USA auf der Schurkenstaatliste geführt werden.

von Jörg S. (joerg-s)


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Timm Thaler schrieb:
> Und sowas wird hier noch verteidigt?
Ich verteidige das Recht der Kontentindustrie mit ihrer Ware Geld 
verdienen zu dürfen und dies auch zu schützen. Das ich den Methoden 
nicht gänzlich zustimme habe ich weiter oben schon geschrieben.

von Jörg S. (joerg-s)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Jörg verteidigt alles, was von irgend welchen staatlichen Autoritäten
> kommt, die nicht von den USA auf der Schurkenstaatliste geführt werden.
Und du hast mal wieder was schönen um gegen deinen Lieblingsfeind (USA) 
zu stänkern. Jetzt sogar mal mit der Argumentation das sie mal was NICHT 
gemacht haben.

von Uhu U. (uhu)


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Jörg S. schrieb:
> Ich verteidige das Recht der Kontentindustrie mit ihrer Ware Geld
> verdienen zu dürfen und dies auch zu schützen.

Und die Urheber verteidigst du nicht?

Die werden nämlich in aller Regel von den Content-Konzernen mit ein paar 
Brosamen abgespeist und am Erfolg meistens nicht, oder nur ganz minimal 
beteiligt. Deswegen sind nämlich selbst erfolgreiche Künstler zu 
Lebzeiten meistens arme Schlucker. Dagegen hilft auch nicht, daß ein 
paar ganz wenige reich werden - die dienen den Content-Haien nur als 
Entschuldigung.

von Uhu U. (uhu)


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Jörg S. schrieb:
> Jetzt sogar mal mit der Argumentation das sie mal was NICHT gemacht haben.

Das spanische Contentgesetz wurde mit massiven Drohungen durch die 
US-Regierung durchgesetzt - von NICHT kann also nicht die Rede sein.

Wenn dus nicht glaubst: Google hilft dir gerne beim suchen...

von Jörg S. (joerg-s)


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Uhu Uhuhu schrieb:
>> Und wie werden die noch gleich durch "Three Strikes" eingeschränkt?
> Alle werden überwacht... Und nun komm nicht mit der Gebetsmühle "Wer
> nichts zu verbergen hat..."
Nö, ich komm mit dem Argument das das Verfassungsgericht diese 
"Überwachung" grundsätzlich erlaubt hat.

von Jörg S. (joerg-s)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Jörg S. schrieb:
>> Jetzt sogar mal mit der Argumentation das sie mal was NICHT gemacht haben.
> Das spanische Contentgesetz wurde mit massiven Drohungen durch die
> US-Regierung durchgesetzt - von NICHT kann also nicht die Rede sein.
Du weisst doch ganz genau das ich das auf deine Aussage bezogen habe das 
die USA diese Sachen im Inland nicht haben:

Uhu Uhuhu schrieb:
> Wenn man aber genauer hinsieht, sehen die Amis viele der Sachen, [..] im
> eigenen Land durchaus nicht so eng...

von Uhu U. (uhu)


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Jörg S. schrieb:
> Nö, ich komm mit dem Argument das das Verfassungsgericht diese
> "Überwachung" grundsätzlich erlaubt hat.

Beitrag "Re: Neue Gesetze in den USA"

von Jörg S. (joerg-s)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Und die Urheber verteidigst du nicht?
> Die werden nämlich in aller Regel von den Content-Konzernen mit ein paar
> Brosamen abgespeist und am Erfolg meistens nicht, oder nur ganz minimal
> beteiligt.
Das ist Sache der Urheber. Wenn die einen schlechten Vertrag 
unterschreiben ist das ihr Bier.
Ausserdem wüsste ich nicht wie Raubkopieren den Urhebern helfen soll?

von Jörg S. (joerg-s)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Jörg S. schrieb:
>> Nö, ich komm mit dem Argument das das Verfassungsgericht diese
>> "Überwachung" grundsätzlich erlaubt hat.
> Beitrag "Re: Neue Gesetze in den USA"
Ja richtig, das Verfassungsgericht ist natürlich auch von Illuminanten 
unterwandert :)

von Uhu U. (uhu)


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Jörg S. schrieb:
> Das ist Sache der Urheber. Wenn die einen schlechten Vertrag
> unterschreiben ist das ihr Bier.

Das wäre eine Lösung, wenn die Künstler auf Augenhöhe mit Konzernen 
verhandeln könnten. Aber das ist Wunschdenken. In der Realität werden 
sie gegeneinander ausgespielt und im Zweifelsfall am ausgestreckten Arm 
verhungern gelassen.

Dein Einwurf ist also ein weiteres mal wieder nur ein Eingeständnis 
deiner Inkompetenz.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Jörg S. schrieb:
>> Das ist Sache der Urheber. Wenn die einen schlechten Vertrag
>> unterschreiben ist das ihr Bier.

> Das wäre eine Lösung, wenn die Künstler auf Augenhöhe mit
> Konzernen verhandeln könnten. Aber das ist Wunschdenken.
> In der Realität werden sie gegeneinander ausgespielt

Inwiefern gegeneinander ausgespielt?

> und im Zweifelsfall am ausgestreckten Arm verhungern gelassen.

Das heisst, sie haben bereits einen Vertrag unterschrieben.
Ansonsten sucht man sich einen anderen Anbieter.

Dass es Künstler gibt, die nur wenig mit ihren Liedern verdienen, liegt 
vermutlich zum großen Teil daran, dass diese etwas unterschreiben, was 
sie nicht verstehen und einfach auch schlecht wirtschaften können.

Künstler wollen sich (verständlicherweise) mit diesem "Krams" nicht 
belasten - aber das führt dann eben dazu.

Im übrigen ist es heute dank Internet deutlich einfacher, seine Musik 
selbst zu vermarkten. Das tun auch schon viele und die leben davon ganz 
gut.

Und natürlich gibt es wie in allen Berufsgruppen auch hier die große 
Gruppe derjenigen, die nichts auf die Reihe kriegen und dann jammern.

Vermarkten muss man eben auch können.

Chris D.

von Uhu U. (uhu)


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Chris D. schrieb:
> Inwiefern gegeneinander ausgespielt?

Ganz einfach: Wenn du nicht spurst... draußen warten noch hundert wie 
du.

Für einen Künstler - sie sind meist jung und vermögenslos - gibt es da 
nur die alternative, zu kuschen, der sich auf beschissene 
Vertragsbedingungen einzulassen.

Wenn dich die Auswüchse dieses Showbusynes sehen willst, dann guck die 
diese Schmuddelshows wie Dschungelcamp u.ä. an.

Würde sich ein gut ausgebildeter Ingenieur auf so eine Scheiße 
einlassen?

>> und im Zweifelsfall am ausgestreckten Arm verhungern gelassen.
>
> Das heisst, sie haben bereits einen Vertrag unterschrieben.
> Ansonsten sucht man sich einen anderen Anbieter.

Da mußt du erst mal einen finden. Der Markt wird nämlich von ganz 
wenigen Riesen dominiert, die das Marketing machen und den Vertrieb fest 
in ihren Händen haben und vor deren Türen Armeen von nicht nur jungen 
Leuten anstehen.

> Dass es Künstler gibt, die nur wenig mit ihren Liedern verdienen, liegt
> vermutlich zum großen Teil daran, dass diese etwas unterschreiben, was
> sie nicht verstehen und einfach auch schlecht wirtschaften können.

Das trifft auf viele junge sicherlich zu - die geben dem Musikoligopol 
die Lohndrücker ab. Wenn man die Biographien von Musikern liest, die es 
zu Ruhm gebracht haben, findet man immer wieder Geschichten darüber, wie 
sie von erfahrenen Managern für nen Appel und n Ei unter einen 
Knebelvertrag genommen wurden, aus dem sie nur unter aller größten 
Schwierigkeiten wieder heraus kamen.

Auf der anderen Seite gibt es dann Urheberrechtsvereine, wie die GEMA, 
die angeblich die Interessen der Künstler durchsetzten.

Die Realität sieht aber so aus, daß nur Massenproduzenten und 
Rechteinhaber davon profitieren - der Rest wird mit ein paar Euros im 
Jahr abgespeist.

Das hindert die GEMA allerdings nicht daran, auch kackfrech für 
gemeinfreie Musikstücke, Tantiemen zu verlangen. Auf diesem Sektor wird 
ein Schindluder getrieben, das ist unglaublich.

Junge Musiker können dank Internet jetzt natürlich relativ leicht ihre 
eigenen Labels betreiben, über die sie ihre Musik verkaufen - nur haben 
sie es auch da sehr, sehr schwer, sich gegen das Gedröhn der ganz Großen 
bei zahlungskräftigem Publikum Gehör zu verschaffen.

In den vergangenen Jahrhunderten hat sich für Künstler leider nicht viel 
geändert. Sieh dir nur mal an, wie Maler, für deren Bilder heute zwei- 
bis dreistellige Millionenbeträge bezahlt werden, darben mußten. Ein 
Beispiel von vielen ist Vincent van Gogh.

Das ist unverändert das Prinzip des Geschschäfts mit Kunst aller Art. 
Der Künstler ist nur ein notwendiges Übel in dem ganzen Rummel und so 
wird er behandelt.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Chris D. schrieb:
>> Inwiefern gegeneinander ausgespielt?
>
> Ganz einfach: Wenn du nicht spurst... draußen warten noch hundert wie
> du.
>
> Für einen Künstler - sie sind meist jung und vermögenslos - gibt es da
> nur die alternative, zu kuschen, der sich auf beschissene
> Vertragsbedingungen einzulassen.

Oder selbst etwas aus dem Boden zu stampfen.

> Wenn dich die Auswüchse dieses Showbusynes sehen willst, dann guck die
> diese Schmuddelshows wie Dschungelcamp u.ä. an.

> Würde sich ein gut ausgebildeter Ingenieur auf so eine Scheiße
> einlassen?

Wie man hier im Forum zu Genüge sieht: ja.
Und die wehren sich auch nicht.

>>> und im Zweifelsfall am ausgestreckten Arm verhungern gelassen.
>>
>> Das heisst, sie haben bereits einen Vertrag unterschrieben.
>> Ansonsten sucht man sich einen anderen Anbieter.
>
> Da mußt du erst mal einen finden. Der Markt wird nämlich von ganz
> wenigen Riesen dominiert, die das Marketing machen und den Vertrieb fest
> in ihren Händen haben und vor deren Türen Armeen von nicht nur jungen
> Leuten anstehen.

Genau - und alle meinen, sie wären Künstler, weil sie nicht hoffnungslos 
falsch singen.

Meiner Meinung nach setzt sich Qualität immer durch, gerade auch in der 
Kunst. Und wenn ich hier die regionalen Veranstaltungen mit regionalen 
Künstlern sehe: die Kontingente sind so schnell weg, dass man nur mit 
Glück Karten erhascht.

Wohlgemerkt: bei echten Künstlern.
Denn die sind richtig gut.

Viele Leute nennen sich Künstler, haben aber weder das Talent noch den 
Willen, auch richtig Arbeit in ihre Ausbildung zu stecken.

> Die Realität sieht aber so aus, daß nur Massenproduzenten und
> Rechteinhaber davon profitieren - der Rest wird mit ein paar Euros im
> Jahr abgespeist.

Mittlerweile vermarkten sich viel mehr Künstler selbst - und zwar übers 
Netz und eben über Live-Auftritte.

> Junge Musiker können dank Internet jetzt natürlich relativ leicht ihre
> eigenen Labels betreiben, über die sie ihre Musik verkaufen - nur haben
> sie es auch da sehr, sehr schwer, sich gegen das Gedröhn der ganz Großen
> bei zahlungskräftigem Publikum Gehör zu verschaffen.

Auch hier hilft die Mund-zu-Mund-Propaganda - und in Zeiten des Internet 
geht das sehr, sehr schnell.

> Das ist unverändert das Prinzip des Geschschäfts mit Kunst aller Art.
> Der Künstler ist nur ein notwendiges Übel in dem ganzen Rummel und so
> wird er behandelt.

Es gibt eben heute viel mehr, die meinen, sie wären Künstler ...

Es ist in der Kunst nicht anders als im technischen Bereich:
Wer wirklich etwas kann, der setzt sich auch am Markt durch

Chris D.

von Jörg S. (joerg-s)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Chris D. schrieb:
>> Inwiefern gegeneinander ausgespielt?
> Ganz einfach: Wenn du nicht spurst... draußen warten noch hundert wie
> du.
Kann der Künstler aber genausogut sagen. Wenn ihr das Geld was ihr mit 
mir verdient nicht wollt, gehe ich eben wo anders hin.


> Für einen Künstler - sie sind meist jung und vermögenslos - gibt es da
> nur die alternative, zu kuschen, der sich auf beschissene
> Vertragsbedingungen einzulassen.
Beide Vertragspartner versuchen das bestmöglichste herauszuholen. Das 
ist nicht verboten. Welche Alternative soll es dazu auch geben?

> Der Markt wird nämlich von ganz
> wenigen Riesen dominiert, die das Marketing machen und den Vertrieb fest
> in ihren Händen haben und vor deren Türen Armeen von nicht nur jungen
> Leuten anstehen.
Angebot und Nachfrage. Wenn es viele Künstler gibt, wozu sollen die 
Plattenfirmen denen dann allen ein Leben in Saus und Braus bezahlen?

> In den vergangenen Jahrhunderten hat sich für Künstler leider nicht viel
> geändert. Sieh dir nur mal an, wie Maler, für deren Bilder heute zwei-
> bis dreistellige Millionenbeträge bezahlt werden, darben mußten. Ein
> Beispiel von vielen ist Vincent van Gogh.
Jetzt wird es absurd.

> Das ist unverändert das Prinzip des Geschschäfts mit Kunst aller Art.
> Der Künstler ist nur ein notwendiges Übel in dem ganzen Rummel und so
> wird er behandelt.
Du vergisst das es auch anders sein kann. Viele Künstler verdienen sehr 
sehr gut mit ihrer Arbeit.

von Uhu U. (uhu)


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Jörg S. schrieb:
> Kann der Künstler aber genausogut sagen. Wenn ihr das Geld was ihr mit
> mir verdient nicht wollt, gehe ich eben wo anders hin.

Ja was passiert denn, wenn eine Maus so gegenüber einem Elefanten 
auftritt?

> Wenn ihr das Geld was ihr mit mir verdient nicht wollt, gehe ich eben wo
> anders hin.

Wenn du über die entsprechende künstlerische Durchschalgskraft verfügst, 
kannst du das machen - nur mußt du sie erst mal haben.

Der Elefant sagt sich, auf eine Maus, auch wenn sie einen goldenen 
Schwanz hat, kommt es mir nicht an, so lange ich aus 20 anderen Mäusen 
denselben Nutzen ziehen kann, ohne mich weit hinunter bücken zu müssen.

> Beide Vertragspartner versuchen das bestmöglichste herauszuholen.

Bist du schonmal nach zwei Runden nachträglich in ein Monopoley-Spiel 
eingestiegen?

> Jetzt wird es absurd.

Nicht alles, was du nicht verstehst, ist absurd.

> Viele Künstler verdienen sehr sehr gut mit ihrer Arbeit.

Falsch. Es sind relativ wenige. Die große Masse ist arm wie die 
Kirchenmäuse - nicht zufällig gibt es die Künstlersozialkasse.

http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%BCnstlersozialkasse

von Jörg S. (joerg-s)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Jörg S. schrieb:
>> Kann der Künstler aber genausogut sagen. Wenn ihr das Geld was ihr mit
>> mir verdient nicht wollt, gehe ich eben wo anders hin.
> Ja was passiert denn, wenn eine Maus so gegenüber einem Elefanten
> auftritt?
Wenn der Elefant zu arrogant ist, entgeht ihm evt. ein gutes Geschäft.

>> Wenn ihr das Geld was ihr mit mir verdient nicht wollt, gehe ich eben wo
>> anders hin.
> Wenn du über die entsprechende künstlerische Durchschalgskraft verfügst,
> kannst du das machen - nur mußt du sie erst mal haben.
Ja und? Ich hab auch nicht gleich als Geschäftsführer angefangen.


> Der Elefant sagt sich, auf eine Maus, auch wenn sie einen goldenen
> Schwanz hat, kommt es mir nicht an, so lange ich aus 20 anderen Mäusen
> denselben Nutzen ziehen kann, ohne mich weit hinunter bücken zu müssen.
Richtig, Firmen sind keine Sozialverbände. Sie haben nicht die Aufgabe 
Bedürftige "durchzufüttern".


>> Jetzt wird es absurd.
> Nicht alles, was du nicht verstehst, ist absurd.
Dann erklär mir mal was ein Vincent van Gogh damals für ein Bild hätte 
verlangen sollen. Den Preis den es in 10, 100 oder 1000 Jahren hat?


> Falsch. Es sind relativ wenige. Die große Masse ist arm wie die
> Kirchenmäuse - nicht zufällig gibt es die Künstlersozialkasse.
Wenn du so besorgt um die Künstler bist, verstehe ich nicht warum dir 
das Problem der Raubkopie so egal ist. Soll der Künstler lieber 
überhaupt nichts verdienen nur damit nich noch die Gefahr besteht das 
die Plattenfimra noch nen Euro bekommt? Und was ist mit denen die ihre 
Sachen selber vertreiben, die sollen auch nur zusehen?

von Uhu U. (uhu)


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Jörg S. schrieb:
> Wenn du so besorgt um die Künstler bist, verstehe ich nicht warum dir
> das Problem der Raubkopie so egal ist.

Hättest du dein Hirn eingeschaltet, als du meinen Beitrag oben gelesen 
hast, wüßtest du es - oder hast du ihn gar nicht gelesen?

von Jörg S. (joerg-s)


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Oben ist relativ.

von Uhu U. (uhu)


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Dafür ist dein Blackout langandauernd und absolut.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Uhu Uhuhu schrieb:

>> Viele Künstler verdienen sehr sehr gut mit ihrer Arbeit.
>
> Falsch. Es sind relativ wenige.

Meiner Meinung nach sind das vor allem die richtigen Künstler.

> Die große Masse ist arm wie die
> Kirchenmäuse - nicht zufällig gibt es die Künstlersozialkasse.

Das heißt nicht viel. Solche Kassen gibt es auch für andere Berufsstände 
wie die Landwirtschaft usw.

Aber wenn ich sehe, was viele "Künstler" so erschaffen, dann wundert es 
mich nicht, dass viele kein Auskommen haben. Da war der Wunsch, ein 
Künstler zu sein, einfach viel viel größer als das Talent.

Mir erscheint der Gedankengang: "ich will mich nicht anpassen, also mach 
ich auf Künstler" bei vielen nicht so abwegig.

Das fängt bei der oftmals nicht vorhandenen Ausbildung (insbesondere bei 
Leinwandmalerei) an und hört bei der Organisation auf - mal abgesehen 
von der öfter nicht vorhandenen Bodenhaftung, wie ich sie schon in 
einigen Gesprächen erlebt habe.

Niemand bestreitet, dass es einfach ist, von der Kunst zu leben. Aber 
das Problem haben andere Selbstständige auch. Und die zahlen sogar den 
vollen Beitragssatz.

Chris D.

von Uhu U. (uhu)


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Chris D. schrieb:
> Meiner Meinung nach sind das vor allem die richtigen Künstler.

Da kann man durchaus geteilter Meinung sein...

> Das heißt nicht viel. Solche Kassen gibt es auch für andere Berufsstände
> wie die Landwirtschaft usw.

Nur werden die nicht subventioniert und sind nicht auf die unstete 
Einkommenslage von Künstlern ausgerichtet.

> Mir erscheint der Gedankengang: "ich will mich nicht anpassen, also mach
> ich auf Künstler" bei vielen nicht so abwegig.

Dir vielleicht, aber das spricht eher dafür, daß du wenig Einblick hast. 
Meine Mutter war Malerin, da habe ich ziemlich hautnah mitbekommen, wie 
das funktioniert...

> Das fängt bei der oftmals nicht vorhandenen Ausbildung (insbesondere bei
> Leinwandmalerei) an und hört bei der Organisation auf -

Kunst kommt von Können - sonst hieße sie nämlich Wullst, aber auch 
eine gediegene Ausbildung an einer Kunstakademie hilft nicht unbedingt 
und Künstler sind oft Chaoten.

> mal abgesehen
> von der öfter nicht vorhandenen Bodenhaftung, wie ich sie schon in
> einigen Gesprächen erlebt habe.

Bodenhaftung und Höhenflüge passen eben nicht unbedingt zusammen - aber 
das ist für einen Ingenieur wohl schwer zu verstehen ;-)

von Juppi J. (juppiii)


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Chris D. schrieb:
> Uhu Uhuhu schrieb:
>
>>> Viele Künstler verdienen sehr sehr gut mit ihrer Arbeit.
>>
>> Falsch. Es sind relativ wenige.
>
> Meiner Meinung nach sind das vor allem die richtigen Künstler.

..zu meinem Verständnis,was ist ein richtiger Künstler?

von Purzel H. (hacky)


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>..zu meinem Verständnis,was ist ein richtiger Künstler?

Ein Bohemian, der von Luft und Liebe lebt, oder ein 
durchkommerzialisierter Absahner wie Picasso ?

von Dave C. (dave_chappelle)


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Naja ob man sich jetzt ein Bild zieht oder nicht kümmert wahrscheinlich 
keinen.

Solange das Internet eine gratis Bezugsquelle für kostenpflichtige Dinge 
ist (so z.B. auch dieses Forum - Informationen sind auch nicht gerade 
kostenlos) wird es immer irgendjemanden geben, der versuchen will das 
ganze zu zensieren.

von Uhu U. (uhu)


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Pico Oschi schrieb:
> durchkommerzialisierter Absahner wie Picasso

Absahner? Ich glaub du spinnst. Seine Werke sind erst seit seinem Tod so 
richtig furchtbar teuer.

von Andreas D. (rackandboneman)


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Die Musikindustrie hat schon so oft versprochen am Internet 
zugrundezugehen. Wird Zeit, dieses Versprechen endlich einzufordern!

von Purzel H. (hacky)


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>>Pico Oschi schrieb:
>> durchkommerzialisierter Absahner wie Picasso
>
>Absahner? Ich glaub du spinnst. Seine Werke sind erst seit
>seinem Tod so richtig furchtbar teuer.

Ich hab mir einen mittleren Querschnit durch sein Wirken reingezogen. Er 
lebte eher sehr gut damit. Die Werke sind genialer Minimalismus. Wie 
kann man mit moeglichst wenig Geschmier moeglichst viel abgreifen. Eine 
runde Form .. eine Frau ..

von Uhu U. (uhu)


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Chris D. schrieb:
>> Die große Masse ist arm wie die
>> Kirchenmäuse - nicht zufällig gibt es die Künstlersozialkasse.
>
> Das heißt nicht viel. Solche Kassen gibt es auch für andere Berufsstände
> wie die Landwirtschaft usw.

Es gibt übrigens vom Bundespräsidialamt die "Deutsche Künstlerhilfe" - 
hat mit dem derzeitigen Amtinhaber nichts zu tun.

http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_K%C3%BCnstlerhilfe

von Andreas D. (rackandboneman)


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"durchkommerzialisierter Absahner wie Picasso"

Er hat niemanden gezwungen seine Werke zu kaufen, oder?

Ausserdem wäre das eine moralische Frage, und Moral tendiert eher dazu 
Kunst zu vergiften als Geld.

von Uhu U. (uhu)


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Pico Oschi schrieb:
> Wie kann man mit moeglichst wenig Geschmier moeglichst viel abgreifen.

Daß du ein Banause bist, mußt du hier nicht nochmal extra betonen...

von Jörg S. (joerg-s)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Pico Oschi schrieb:
>> durchkommerzialisierter Absahner wie Picasso
> Absahner? Ich glaub du spinnst. Seine Werke sind erst seit seinem Tod so
> richtig furchtbar teuer.
D.h. auch Picasso wurde wie van Gogh betrogen?

von (prx) A. K. (prx)


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Dieser Logik zufolge werden nur Stümper und Trivialgenies nicht 
betrogen. Denn die wahren Genies erkennt man daran, dass man ihren Wert 
erst nach dem Tod wirklich zu schätzen weiss (ok, die Spitzenklasse der 
Genies erkennt man nie, aber das ist ein anderes Thema). Insofern kann 
man Picasso nur als Genie mittlerer Klasse einstufen, denn der wurde 
schon zu Lebzeiten so gesehen.

Dass die Werke nach dem Tod teurer werden hat aber eigentlich einen 
recht einfachen Grund: Es kommt garantiert nix mehr nach. Kein Risiko, 
dass man plötzlich vor einem Dutzend echter Guernicas steht, weil der 
Maestro plötzlich Geld braucht.

von Michael S. (technicans)


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Schaden entsteht der Musikindustrie doch nur wenn jemand
mit den Kopien Geld macht, aber die Urheber nichts abbekommen.
Kopien für den persönlichen Gebrauch sind dagegen, zumindest
bei uns, legal, aber das will die Industrie so nicht hinnehmen.
Also wird die Justizmaschinerie bemüht die Wurzel des Übels
auszumerzen, egal ob irgendwo legal oder nicht.
Wenn das keine Rechtsbeugung ist, dann verstehe ich es auch nicht.

von Uhu U. (uhu)


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Jörg S. schrieb:
> D.h. auch Picasso wurde wie van Gogh betrogen?

Wenn es um MSPs geht, bist du nicht so belämmert...

von D. I. (Gast)


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Anonymous nimmt mal wieder ordentlich Webseiten zum Protest auseinander 
:)

von Alter F. (kupferstecher)


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Die Urheberrechtsgeschichten sind schon besonders absurd. Eine CD kann 
ich nur durch Kopie abspielen, die Daten werden von der CD ins RAM 
meines CD-Players geladen und von dort verarbeitet. Jetzt darf ich die 
gleichen Daten aber nicht anderweitig kopieren. Das ist wie wenn IKEA 
sagen würde das Regal Billy darf nur in Nord-Süd-Richtung aufgestellt 
werden. Nach dem Urheberrecht dürften die das wohl auch...

In Hinblick auf das Internet gibts da wohl nur die zwei Möglichkeiten: 
Freigeben und Akzeptieren oder radikal Zensieren. D.h. man kann auch 
keine Lösungsvorschläge verlangen. Entweder oder. Die Drohkullissen, 
denk ich, werden immer bleiben.

von Uhu U. (uhu)


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Alter Feind schrieb:
> Das ist wie wenn IKEA
> sagen würde das Regal Billy darf nur in Nord-Süd-Richtung aufgestellt
> werden.

Das ist mit Verlaub an den Haaren herbeigezogen.

Wenn du das Billy anguckst, machst du eine Kopie auf deine Netzhaut und 
lädst die Kopie dann ins Gehirn hoch - oder wie willst du sonst 
überhaupt wissen, daß das Ding, das du da gerade kopiert hast, ein Regal 
und kein Pferdeapfel ist?

Also das Äquivalent für IKEA wäre das Verbot, Billy anzusehen.

von Andreas D. (rackandboneman)


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Es gab IIRC in den 1970ern doch mal einen solchen Fall wo ein 
Softwarehersteller einen Drittanbieter von Support dadurch ausgebootet 
hat, dass er gerichtlich feststellen lies dass der Mitarbeiter der 
Supportfirma nicht zum Laden des Programms auf dem Kundenrechner 
lizenziert sei...

von Timm T. (Gast)


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Aktuell: Grad versucht König von Narnia von 2008 auf dem Rechner zu 
schauen. Original DVD. Läuft nicht, VLC-Player bricht mit Fehlermeldung 
ab. Die VOBs haben einen CRC-Fehler. Im DVD-Player lief die DVD.

Dummerweise haben wir keinen DVD-Player. Die - seltenen - Filme werden 
über Rechner geschaut.

Und wie erklär ich jetzt meinem Kind, das es die DVD von der Oma, auf 
die es sich seit Tagen freut, nicht sehen kann? Weil irgendwelche 
Idioten bewusst fehlerhafte DVDs herstellen...

Aber vielleicht find ich bis morgen noch den Stream im Inet, dann ist 
der Filmnachmittag gerettet.

von Jörg S. (joerg-s)


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Timm Thaler schrieb:
> Weil irgendwelche Idioten bewusst fehlerhafte DVDs herstellen...
Das weisst du woher?

von Uhu U. (uhu)


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Es sind gängige Methoden, das Format von CDs und DVD so zu manipulieren, 
daß zwar Player damit zurecht kommen, nicht aber PCs. Man möcht die 
Medien damit kopierschützen.

Das kann aber Profis nicht daran hindern, es trotzdem zu tun. Ehrliche 
Erweber sind wie immer die Dummen...

von K. L. (trollen) Benutzerseite


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Jörg S. schrieb:
> Das weisst du woher?

Denk doch mal selbst darüber nach.

Eine Original DVD hat natürlich nur ganz zufällig eine ungültige 
Prüfsumme...

Außerdem wurde das bei Audio-CDs auch schon so gemacht:
http://de.wikipedia.org/wiki/Compact_Disc_Digital_Audio#Technische_Details 
(2. Punkt)

von Jörg S. (joerg-s)


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Ich frag nur weil ich bisher nur den umgedrehten Fall hatte. Stand-alone 
bekommts nich hin (erkennt keine DVD), am PC gehts.
Was aber vermutlich am schlechten Laufwerk den Stand-alone Players lag 
:)

von Timm T. (Gast)


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K. Laus schrieb:
> Eine Original DVD hat natürlich nur ganz zufällig eine ungültige
> Prüfsumme...

Die hat nicht nur eine ungültige Prüfsumme. Da hat jede VOB eine 
ungültige Prüfsumme, und möglicherweise noch andere Fehler. Die VOBs 
alleine lassen sich nicht abspielen, nur wenn man sie als komplette DVD 
startet, wird wohl der Kopierschutz aktiviert, der die Dateien dann on 
the fly so manipuliert, dass sie gelesen werden können.

Und einige Laufwerke machen das anscheinend nicht mit.

Hab letztens auch eine DVD - war ein Weihnachtswunsch - wieder ins Regal 
gestellt, weil da So-nie draufstand. Sollen sie ihren Mist behalten, so 
wichtig ist der Film dann auch nicht.

Die Meise einiger Audio-CD-Hersteller, Un-CDs zu liefern, die dann in 
bestimmten Playern, z.B. Auto-CD-Radio nicht liefen, hat sich 
anscheinend erledigt. Peinlich für den Künstler, bei dem dann auf dem 
Konzert solche CDs reklamiert werden, und er muss so tun als könne er 
sich gar nicht erklären, warum sich die CDs nicht abspielen lassen. ;-)

Bei DVDs wird man diesen Kopierschutzmist nebst der gängigen 
Raubmordkopiererwerbung wohl nie mehr los. Und natürlich redet sich der 
Handel fein raus, wenn die DVD nicht läuft. Man hats ja aufgemacht, also 
ist Rückgabe ausgeschlossen.

von Uhu U. (uhu)


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Man muß sich eben einschlägige Kopierprogramme beschaffen, die den 
Scheiß ausbügeln und eine saubere Kopie erzeugen, um seine Rechte 
wahrnehmen zu können.

Selbstredend, daß solche Software illegal ist...

von Juppi J. (juppiii)


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Timm Thaler schrieb:
> K. Laus schrieb:

>  Und natürlich redet sich der
> Handel fein raus, wenn die DVD nicht läuft. Man hats ja aufgemacht, also
> ist Rückgabe ausgeschlossen.

Wandeln in diesem Falle möglich,nicht Abbwimmeln lassen.

von Jörg S. (joerg-s)


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Timm Thaler schrieb:
> Und einige Laufwerke machen das anscheinend nicht mit.
Liegt das nicht eher am (Software)Player? Weil so großartige 
Unterschiede zwischen den Laufwerken in den Playern und dem PC gibt's ja 
nicht.
Bei CD war das noch was anderes.

> Und natürlich redet sich der Handel fein raus, wenn die DVD nicht läuft.
> Man hats ja aufgemacht, also ist Rückgabe ausgeschlossen.
Hatte ich bisher keine Probleme mit. Ohne einen Grund zu nennen hat die 
(zumindest MM) ohne Probleme zurückgenommen.

von Uhu U. (uhu)


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Jörg S. schrieb:
> Liegt das nicht eher am (Software)Player?

Das liegt am OS, das CRC-Fehler ernst nimmt und die Daten nicht zur 
Anwendung durchreicht.

Software, die dermaßen mutwillig beschädigte Sektoren verarbeitet, 
greift per Lowlevel-Zugriff direkt auf das Laufwerk zu und beteiligt das 
OS nur insoweit, daß dessen Device-Lock Service genutzt wird, um zu 
verhindern, daß andere Anwendungen in die Quere kommen.

von Timm T. (Gast)


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Jörg S. schrieb:
> Liegt das nicht eher am (Software)Player?

Auf Laptop und PC läuft der VLC. Auf dem Laptop geht die DVD garnicht, 
auf dem PC nur, wenn man sie komplett startet, die einzelnen VOBs 
bringen CRC-Fehler. Andere DVDs laufen auf beiden Rechnern.

Und nein, ich hab keine Lust, mir wegen irgendwelcher 
Kopierschutzverfolgungswahnheinis einen WMP oder anderen DVD-Player zu 
installieren, der erstmal nach Hause telefonieren will, und erstmal 
auszuprobieren, welche Kombination von Laufwerk und Player der DVD den 
genehm wäre.

von Purzel H. (hacky)


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>Und natürlich redet sich der Handel fein raus, wenn die DVD nicht läuft. Man hats 
ja aufgemacht, also ist Rückgabe ausgeschlossen.


Nee. Nee. Ich geb DVD's und CD's zurueck und mach auf alter Mann. Der 
Opa, der's eh nicht rafft... der eh nie kopieren koennt, Zug abgefahren 
... das Alter muss man haben ...

von Andreas D. (rackandboneman)


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Die Frage ist ob man da evtl die Händler mit Gewährleistungsansprüchen 
(zugesicherte Eigenwilligkeit etc blabla etc...) verunsichern könnte :)

von Timm T. (Gast)


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Andy D. schrieb:
> Die Frage ist ob man da evtl die Händler mit Gewährleistungsansprüchen

Die legen dann die DVD in einen ihrer DVD-Player, wo sie natürlich 
läuft, und drücken sie Dir wieder in die Hand. Auf den Packungen steht 
ja auch drauf: Ist kopiergeschützt, da kann das schon mal passieren...

von Andreas D. (rackandboneman)


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WENN es draufsteht ist der Fall ja ohnehin klar.

von Timm T. (Gast)


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Andy D. schrieb:
> WENN es draufsteht ist der Fall ja ohnehin klar.

Mein Gudsder, ich will die nicht kopieren. Ich will die einfach nur 
anschauen. Ich dachte eigentlich, dazu werden die verkauft. Muss ich 
wohl was verwechselt haben...

von K. L. (trollen) Benutzerseite


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Timm Thaler schrieb:
> Ich will die einfach nur
> anschauen. Ich dachte eigentlich, dazu werden die verkauft. Muss ich
> wohl was verwechselt haben...

Ja da hast du was verwechselt. Die werden verkauft, damit du ihnen dein 
Geld gibst. Dass du auch was davon hast, ist nur ein Nebeneffekt. :)

von Uhu U. (uhu)


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Hier ein Bericht über die wirtschaftliche Situation von Schauspielern:

Hungergagen für Schauspieler
"Manche Filmtiere bekommen mehr Geld"

http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/0,1518,806727,00.html

von Rüdiger K. (sleipnir)


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Dave B. schrieb:
> Was mich bei der Sache auch wieder aufregt ist die Angewohnheit der
> "Gesetzesentwerfer" einen ellenlangen, schmierigen Text aufzusetzen mit
> dem sich kaum einer befassen will und dann irgendeinen wohlklingenden
> Titel zu geben damit die lesefaulen Abgeordneten nur anhand des Namens
> abstimmen.
> A la "protect puppies from evildoers act", wer würde denn da
> dagegenstimmen?

Dies entspricht der Anwendung des chinesischen Strategems "Unter den 
Augen des Himmels das Meer überqueren" oder "wie schaffe ich es, unter 
den Augen der Öffentlichkeit meine Schweinerei über die Bühne zu 
bekommen?"

Ziemlich einfach - indem man den gewünschten Inhalt mit so viel Text 
drumherum auflegt, daß sich dies sowieso keiner durchliest.

Als damals der Lissabonner Vertrag durch den Bundestag abgesegnet wurde 
hat man durch Befragung nach Details festgestellt, daß sich kein 
Bundestagsabgeordneter mit dem Text, den er gerade Beschlußkraft 
verliehen hatte, beschäftigt hat.

Als vor kurzem der ESM-Vertrag durchgewunken wurde konnte kaum ein 
Abgeordneter angeben, zu welcher Summe man sich da gerade verbürgt hatte 
- 223 Milliarden erstmal direkt, mit der Option zum unbegrenzten 
erweitern.

http://www.china-zeichen.de/html/36_strategeme.html

von Jörg S. (joerg-s)


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Rüdiger Knörig schrieb:
> Als damals der Lissabonner Vertrag durch den Bundestag abgesegnet wurde
> hat man durch Befragung nach Details festgestellt, daß sich kein
> Bundestagsabgeordneter mit dem Text, den er gerade Beschlußkraft
> verliehen hatte, beschäftigt hat.
Die Gegner des ganzen haben sich aber auch nicht mit Ruhm bekleckert mit 
ihrer unsinnigen "Todestrafen", "Ermächtigungsgesetz" Argumentation. Die 
haben den Text vielleicht auch gelesen, aber verstanden haben sie ihn 
wohl nicht.

von Uhu U. (uhu)


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Jörg S. schrieb:
> Die
> haben den Text vielleicht auch gelesen, aber verstanden haben sie ihn
> wohl nicht.

Na wenigstens hast du ihn verstanden ;-)

von Uhu U. (uhu)


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Hier ein Bericht, wie die Urheberschutzgesetze in Polen durchgesetzt 
wurden und welche dubiose Rolle der Weltpolizist dabei gespielt hat:

ACTA-Unterzeichnung führt zu Regierungskrise in Polen
http://www.heise.de/tp/blogs/8/151313

von Uhu U. (uhu)


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Und jetzt hat auch das ehemalige Nachrichtenmagazin nachgelegt:

Warum Acta in den Papierkorb gehört
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,811808,00.html

Die Vorgehensweise kennt man von den Cross Border Leasing-Verträgen.

Harte Zeiten für Jörg S....

von G. C. (_agp_)


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Die Rechteverwerter probieren halt immer wieder ihre Interessen 
durchzudrücken und Helfershelfer finden sie dazu auch in der deutschen 
Parlamentslandschaft schnell, wie man liest.

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Megaupload-CDU-CSU-verteidigt-Notwendigkeit-von-SOPA-1422056.html

"In einer Stellungnahme begrüßt die Bundestagsfraktion der CDU/CSU die 
Bemühungen der USA, mit den Gesetzesvorschlägen SOPA (Stop Online Piracy 
Act) und PIPA (Protect IP Act) gegen Urheberrechtsverstöße vorzugehen. 
Bedauert wird hingegen, dass die ursprünglich für heute geplante 
Abstimmung im US-Senat heute aufgrund von Protesten im Internet 
unbestimmt verschoben wurde."

von (prx) A. K. (prx)


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von G. C. (_agp_)


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A. K. schrieb:
> "Union streitet über SOPA-Haltung"
> 
http://www.sueddeutsche.de/digital/kampf-gegen-internet-piraterie-union-streitet-ueber-sopa-haltung-1.1267987

Naja das will ich erst mal sehen, dass gerade die sattsam 
bekannt-wirtschaftsnahe CDU/CSU ernsthaft auch mal über das Interesse 
der Bevölkerung streitet, den Rechteverwertern keine noch größeren 
Keulen in die Hand zu geben. Das riecht ja förmlich für jeden 
alt-gemeierten-eingesessenen wirtschaftsliberalen Unionisten nach einem 
"Ansinnen von links" und dem weiteren "Verrat" konservativer Tugenden.

Da muss schon der Druck aus der Bevölkerung kommen, nicht alles was 
wenige, mächtige Interessengruppen sich wünschen "im Namen des Volkes" 
dem Souverän in undurchsichtigen und zwielichtigen Gesetzen mal wieder 
dem Pöbel (uns) vor die Füße zu kippen.

von Timm T. (Gast)


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Zitat: "Es erstaune aber "dass Wikipedia, Google, die Grünen und viele 
andere durch ihre Proteste gegen SOPA und PIPA auch geldgierigen 
Internetkriminellen wie dem Gründer von Megaupload beispringen"."

Diese - Tschuldigung - Drecksäcke! Das ist ungefähr so eine 
Argumentation wie: Wer gegen Netzsperren ist, muss ja ein Kinderschänder 
sein. Wer gegen Deep-Paket-Inspektion ist, muss ja ein krimineller 
Raubkopierer sein.

Warum wird die CDU / CSU eigentlich nicht vom Verfassungsschutz 
überwacht? Anlass haben sie doch reichlich gegeben.

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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weil zur schau gestellte dummheit nicht verfolgt werden kann?und der 
verfassungsbruch wie immer durch die Hintertür erfolgen soll.

von Uhu U. (uhu)


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Polen: Straßenschlachten wegen ACTA
http://www.heise.de/tp/blogs/8/151317

Aber auch bei der EU brodelt es:
> Kurz nach der Unterschrift trat Kader Arif, der Berichterstatter des für
> ACTA federführenden Handelsausschusses im Europaparlament, zurück, weil er
> nach eigenen Angaben "nicht weiter an dieser Maskerade teilnehmen" will.

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