Forum: Offtopic Verständnisfrage: Ratingagenturen


von Wolf N. (piefke)


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Moin,

oft hört man in den Medien von irgendwelchen Ratingagenturen, die wohl 
die Bonität von Staaten berechnen/einschätzen. Klar, ich verstehe vom 
internationalen Finanzgeschehen herzlich wenig, bin froh, wenn ich meine 
eigenen Kröten überblicke.

Aber begreifen kann ich überhaupt nicht:
Wie kann eine private Agentur (Standard&Poors) durch Abgabe 
irgendwelcher ungünstiger Gutachten weltweit ganze Staaten 
wirtschaftlich schädigen? Dies stellt sich für mich als ein ungeheures 
Machtpotential dar, welches hier offenbar in privater Hand liegt.

Oder habe ich gar nichts verstanden, grübelt
Wolf

von D. I. (Gast)


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Nun ja die USA wurde ja noch nicht herabgestuft, think about it

von Uhu U. (uhu)


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D. I. schrieb:
> Nun ja die USA wurde ja noch nicht herabgestuft, think about it

Das stimmt nicht - siehe 
http://www.ftd.de/finanzen/:rating-grafik-die-bonitaet-von-euroland-und-den-usa/60024424.html

Aber es ist auch kein Beweis dafür, daß es bei den ganzen Geschichten im 
Zusammenhang mit dem Euro mit rechten Dinge zugeht.

von Wilhelm F. (Gast)


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Gestern vernahm ich in den Hörfunknachrichten DLF, daß man überlegt, 
jetzt in Europa eigene Ratingagenturen aufzubauen.

Warum auch nicht? Besser spät als nie. Wieso wurde das alles eigentlich 
hier verpennt?

von H.Joachim S. (crazyhorse)


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Da mag sicher nicht alles mit ganz rechten Dingen zuzugehen - aber im 
Prinzip haben sie recht.
Politiker wollen natürlich nicht wahrhaben, dass die ewige 
Schuldenmacherei so nicht weitergehen kann. Also wird der Überbringer 
der bösen Botschaft zum Sündenbock gemacht (warum denke ich gerade an 
Marathon?).
De facto sind wir da, dass die alten Schulden und Zinsen mit neuen 
Krediten bezahlt werden, im richtigen Leben ist sowas nach kurzer Zeit 
ein Fall für Peter Zwegat oder die Privatinsolvenz.
An die sogenannte Schuldenbremse glaub ich seit ihrer Einführung nicht, 
sind ja genügend Ausnahmen davon von vornherein vorgesehen.
Maastricht-Kriterium: alle klopfen sich auf die Schultern, wenn sie 3% 
Neuverschuldung nicht überschreiten - als ob damit irgendein Problem 
gelöst würde. Es wird nur etwas weiter in die Zukunft verschoben.
Der Fehler liegt im System. Es müsste weh tun, und zwar denen, die es 
seit 60 Jahren Jahr für Jahr verbocken. Aber es geht ja mehr mehr um das 
eigene Fortkommen, die eigene Partei, Wählerstimmen, die nächste Wahl.
Und noch ein Fehler: eigentlich gut gemeint, in der Realität setzt es 
immer die falschen Signale: kommunaler Finanzausgleich (haben wir gerade 
hier in NRW heisse Sachen am laufen), Länderfinanzausgleich, inzwischen 
auf europäischer Ebene. Die, die sparen, einen ausgeglichenen Haushalt 
(oder zumindest weniger desaströs handeln als andere) werden zur Kasse 
gebeten für die, die das nicht machen, nicht wollen oder inzwischen 
gehäuft gar nicht mehr können.
Ist wie mit Subventionen: man richtet sich damit ein und tut alles 
dafür, dass der Subventionstropf weiter läuft. Falsche Anreize auf der 
ganzen Linie.
Und wenn man was dagegen sagt (sagen meistens die, die richtig Geld 
abdrücken müssen) kommt das Totschlagargument, das wäre ja jammern auf 
höchstem Niveau...
Nein, ich habe nichts gegen Steuern und Abgaben allgemein, ohne gehts 
nicht. Und ich habe auch nichts dagegen, dass Besserverdienende mehr 
oder auch deutlich mehr zahlen. Ich habe aber was dagegen, dass ich dass 
Gefühl habe, in einen Moloch zu zahlen, der damit nicht 
verantwotungsvoll umgeht.

von Uhu U. (uhu)


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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Gestern vernahm ich in den Hörfunknachrichten DLF, daß man überlegt,
> jetzt in Europa eigene Ratingagenturen aufzubauen.

Das "überlegt" man schon seit Jahren - passiert ist 0,nichts. Im 
Gegenteil gibt es noch immer deutsche Vorschriften, die für bestimmte 
Fälle ein Rating durch US-Agenturen zwingend vorschreibt.

Die Ratingagenturen waren das wichtigste Werkzeug der USA bei der 
Enteignung Europas. Sie haben die Schrottpapiere konstruiert und ihnen 
ein AAA-Rating mitgegeben, mit denen die europäischen Banken betrogen 
wurden. Als der Betrug aufflog, hatten wir die "Bankenkrise" und der 
Schaden, der den Banken entstanden war, wurde dem Steuerzahler 
aufgebrummt, weil das angeblich "alternativlos" war.

Nun hat der Staat die Defizite der Banken und das Ganze nennt sich nun 
"Schuldenkrise".

Dazu kommen noch die extremen Außenhandelsüberschüsse der BRD, denen 
natürlich massive Schulden der Länder gegenüberstehen, die 
Außenhandelsdefizite haben. 60% der BRD-Exporte gehen in EU-Länder, die 
mit insgesamt knapp 500 Mrd. € bei uns in der Kreide stehen.

Diese halbe Billion werden wir abschreiben können und sie wird nach 
bewährter Methode auch dem Steuerzahler aufgebrummt werden - die Banken 
würden es ja übel nehmen, ließe man sie im Regen stehen. Außerdem 
könnten sie dann den Wulffs dieser Republik keine Gefälligkeitsdarlehen 
zu Dumpingzinsen mehr geben...

von Uhu U. (uhu)


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H.joachim Seifert schrieb:
> An die sogenannte Schuldenbremse glaub ich seit ihrer Einführung nicht,
> sind ja genügend Ausnahmen davon von vornherein vorgesehen.

Die Schuldenbremse ist nur ein Werkzeug, mit dem man die Bevölkerung 
noch wirksamer ausnehmen kann: Der Staat hat die Schulden von den Banken 
aus dem amerikanischen Schrottpapierbetrug und dank Schuldenbremse ist 
kein Geld mehr für die eigentlichen Belange des Staates da.

Auffällig ist die Blindheit unserer Leitkühe und -hammel, mit der sie 
die Räuber von der anderen Seite des Atlantiks gewähren lassen und ihnen 
sogar noch Deckung gegenüber der Bevölkerung geben. Unglaublich...

von H.Joachim S. (crazyhorse)


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Ich sehe keinen prinzipiellen Unterschied zwischem dem amerikanischen 
und dem deutschen/europäischen Vorgehen. Die Amis haben nur ein paar 
Jahre Vorsprung...

von Peter F. (toto)


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Alles wird gut wenn wir nur eine eine "unabhängige" EU-Rate-Agentur 
etablieren.
Die sagt uns dann, alles paletti mit der Eu. Ein großer Witz.

Jeder Finanzmarktakteur mit ein bisschen Verstand ignoriert deren Urteil 
sowieso.

von Uhu U. (uhu)


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H.joachim Seifert schrieb:
> Die Amis haben nur ein paar Jahre Vorsprung...

Es handelte sich um amerikanische Schrottpapiere, mit denen die 
europäischen Banken reingelegt wurden. Die bissen auf Grund ihrer 
eigenen Gier und den AAA-Ratings der US-Agenturen natürlich gerne an. 
Das ändert aber an der Rollenverteilung bei diesem Riesenbetrug absolut 
nichts.

von H.Joachim S. (crazyhorse)


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Ja und? Weisst du, was in ein  paar Jahren mit Hilfe einer europäischen 
Ratingagentur an europäischen Schrottpapieren in die 3.Welt verkauft 
wird?

von Uhu U. (uhu)


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H.joachim Seifert schrieb:
> Ja und? Weisst du, was in ein  paar Jahren mit Hilfe einer europäischen
> Ratingagentur an europäischen Schrottpapieren in die 3.Welt verkauft
> wird?

Das sind Spekulationen über ungelegte Eier und ein völlig anderes Thema.

von Peter F. (toto)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> H.joachim Seifert schrieb:
>> Die Amis haben nur ein paar Jahre Vorsprung...
>
> Es handelte sich um amerikanische Schrottpapiere, mit denen die
> europäischen Banken reingelegt wurden. Die bissen auf Grund ihrer
> eigenen Gier und den AAA-Ratings der US-Agenturen natürlich gerne an.
> Das ändert aber an der Rollenverteilung bei diesem Riesenbetrug absolut
> nichts.

Auch wenn ich jetzt eine wenig verschwörungstheortisch rüberkommen, 
hälst du die Eu-Akteure wirklich für so doof? Die wussten ganz genau was 
sie da kauften, und sie wußten auch dass sie too big to fail sind. Da 
wurde niemand reingelegt, außer vielleicht der 
Otto-Kostas-Piere-...Normalverbraucher-Doofe Steuerzahler.
Its "Klassenkampf" stupid......

MfG

von Uhu U. (uhu)


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Peter Funke schrieb:
> Auch wenn ich jetzt eine wenig verschwörungstheortisch rüberkommen,
> hälst du die Eu-Akteure wirklich für so doof?

Ja. Wenn die Amis den Europäern sagen, wie mans richtig macht, dann 
haben die in den vergangenen 50 Jahren stets gehorcht. Beispiele gibt es 
wirklich genug. Eines sind diese elenden Cross-Border-Leasingverträge, 
bei denen sich jeder mit nur für 3 ct gesundem Menschenverstand 
ausrechnen konnte, was dabei herauskommt. Trotzdem wurde der Scheiß 
gemacht.

> Die wussten ganz genau was
> sie da kauften, und sie wußten auch dass sie too big to fail sind. Da
> wurde niemand reingelegt,

Nein das wußten sie nicht, denn sie haben die verwinkelten 
Konstruktionen dieses Mistzeugs schlicht nicht durchschaut - das hätte 
nämlich viel Arbeit gemacht und die scheut jeder Banker reflexhaft, wie 
der Teufel das Weihwasser. Das mit dem "too big to fail" verlieh ihnen 
die Arroganz, und da sie sahen, daß die Amis mit dem Schrott Geld wie 
Heu machten, wollten sie halt mitverdienen.

> Its "Klassenkampf" stupid......

Mit Klassenkampf hat das nicht die Bohne zu tun. Ist imerialism stupid.

von G. C. (_agp_)


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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Gestern vernahm ich in den Hörfunknachrichten DLF, daß man überlegt,
> jetzt in Europa eigene Ratingagenturen aufzubauen.
>
> Warum auch nicht? Besser spät als nie. Wieso wurde das alles eigentlich
> hier verpennt?

Europa hätte bereits mit der Einführung der Währungsunion eigene 
Ratingagenturen aufbauen sollen. Mir ist unverständlich warum man 
hierzulande und in der EU anscheinend der Meinung war, "kein Bedarf, die 
Amis machen das für uns". Ich vermute mal, mit dem heutigen Wissen, bzw. 
der Erfahrung - durch die Finanzmarktkrise - wie ausgeliefert man diesen 
3 großen US-Organisationen mal sein wird, wenn es mal nicht so gut 
läuft, hätte man damals so nicht gehandelt. Die Ratingagenturen sind 
zwar nicht das einzige Problem, aber sie sind mindestens ein Teil des 
Problems und eben nicht nur wie manche meinen ein "Barometer", das 
rechtzeitig vor Schlimmeren warnt. So jedenfalls hat sich das bisher 
dargestellt. Eigene europäische Ratings müssen her, besser zu spät als 
nie. Die nächste Krise kommt sowieso oder sagen wir besser, die nächste 
Welle an (Finanz-)Schlamassel.

von Uhu U. (uhu)


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g. c. schrieb:
> eben nicht nur wie manche meinen ein "Barometer", das
> rechtzeitig vor Schlimmeren warnt.

Daß sie das nicht sind, haben sie mit ihren Ratings für die 
amerikanischen Schrottpapiere bewiesen, die sie selbst mit ausgeheckt 
und dann - wider besseres Wissen - mit AAA bewertet haben.

von j. c. (jesuschristus)


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Das Prob an den Agenturen ist, dass die vom Bewerteten bezahlt werden 
und keine wissenschaftliche Bewertung zugrundeliegt. Daher sind die 
Ratings: a) viel zu gut und vor allem viel zu lange gut und b) die 
Herabstufungen unvorhersehbar und psychologisch geprägt.
Dass die Agenturen jetzt systematisch den Euro kaputthauen wollen ist 
Schwachsinn. Geht der Euro baden, schauen die USA sowas von dumm aus der 
Wäsche, das wollen die sicher nicht. Einen gewissen 
Patriotismusaufschlag haben sie sicher, aber die guten Ratings für Japan 
zeigen ebenfalls, dass es hier nicht um einen Handelskrieg geht.
Leute seht es ein! Europa hat sich mit Schulden kaputtgespielt. Die 
Leute sind jahrelang um Lohnerhöhungen betrogen worden, die Steuern 
wurden gesenkt und gesenkt. Das Geld hat sich bei wenigen Prozent der 
Bevölkerung gesammelt und der Rest ist in immer volatilere Verhältnisse 
gerutscht. Zeitarbeit etc. Die Südeuropäer haben das System zudem von 
Anfang an als Selbstbedienungsladen begriffen.

Wenn man den Agenturen einen Fehler vorwerfen kann, dann ist es, 
europäische Staaten viel viel zu spät herabgestuft zu haben! Und 
sicherlich auch, mit der Herabstufung der USA fast bis zum GAU zu 
warten.

von (prx) A. K. (prx)


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Uhu Uhuhu schrieb:

> Die Ratingagenturen waren das wichtigste Werkzeug der USA bei der
> Enteignung Europas. Sie haben die Schrottpapiere konstruiert und ihnen
> ein AAA-Rating mitgegeben, mit denen die europäischen Banken betrogen
> wurden.

Nur haben die Amerikaner vergessen, diese Strategie den eigenen Banken 
und der eigenen Bevölkerung rechtzeitig mitzuteilen. Statt dessen haben 
die das genauso geglaubt wie die Europäer und sind ebenfalls mit Karacho 
auf den Bauch gefallen. Immerhin ging dort deshalb Lehman Brothers über 
die Wupper und allerlei (Ex-)Hausbesitzer hat es ebenso erwischt.

von j. c. (jesuschristus)


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> Die Ratingagenturen waren das wichtigste Werkzeug der USA bei der
> Enteignung Europas. Sie haben die Schrottpapiere konstruiert und ihnen
> ein AAA-Rating mitgegeben, mit denen die europäischen Banken betrogen
> wurden.

Ja klar, nachdem sie Kennedy erschossen, Adolf in Neuschwabenland 
versteckt und das World Trade Center mit Thermit gesprengt haben. Zur 
Zeit arbeiten sie bestimmt schon wieder an Haarp, Chemtrails oder dem 
Klimawandel.

von Uhu U. (uhu)


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j. c. schrieb:
> b) die
> Herabstufungen unvorhersehbar und psychologisch geprägt.

und c) politisch.

Sie sind das Druckmittel des marodesten Staates dieser Welt auf die, die 
er auspressen will, um mit dem geraubten Geld seine eigenen Defizite zu 
stopfen, nicht zuletzt die, die bei den vergangenen zwei nicht ganz 
reibungslos verlaufenen Raubkriegen entstanden sind.

> Dass die Agenturen jetzt systematisch den Euro kaputthauen wollen ist
> Schwachsinn. Geht der Euro baden, schauen die USA sowas von dumm aus der
> Wäsche, das wollen die sicher nicht.

Offenbar ist die Erkenntnis, daß man nur in Krisenzeiten richtig reich 
werden kann - vorausgesetzt, man verfügt über die entsprechenden 
Manipulations- und Gewaltmittel -, noch nicht bis zu dir durchgedrungen. 
Genau dieses Geschäft betreiben sie im Moment äußerst intensiv.

> Europa hat sich mit Schulden kaputtgespielt.

Wie ich oben schon dargelegt habe: einem riesigen Batzen Schulden der 
Banken, den die sich mit amerikanischen Schrottpapieren haben andrehen 
lassen und der dann - weil angeblich alternativlos - in Staatsschulden 
umgewandelt wurde.

Der Rest resultiert zu einem ganz erheblichen Teil aus der halbe Billion 
Außenhandelsüberschüssen des Billiglohnlandes BRD.

Alles zusammen ergibt eine prima Krise, aus der man wunderbar Nektar 
saugen kann, wenn man über den passenden Rüssel verfügt...

> Wenn man den Agenturen einen Fehler vorwerfen kann

Nein Jesus, jetzt muß ich die Ratingagenturen aber ganz entschieden 
verteidigen. Die haben zumidest bisher keinen gravierenden Fehler 
gemacht. Die haben ihre Macht absolut konsequent in ihrem und im Sinne 
ihres Klientels genutzt.

Wer ihnen Fehler vorwirft, ist mit Verlaub ein Idiot, der die 
Interessenlagen der Beteiligten nicht versteht - sofern er nicht nur ein 
nützlicher Idiot der Finanzmafia ist...

A. K. schrieb:
> Nur haben die Amerikaner vergessen, diese Strategie den eigenen Banken
> und der eigenen Bevölkerung rechtzeitig mitzuteilen.

Auch du verkennst die Interessen des US-Großkapitals. Würden die im 
Interesse aller Amerikaner handeln, dann würde dieses Land nicht 
förmlich stinken vor Armut.

Die Herrschaften verfolgen in erster Linie ihre eignenen Interessen 
und das völlig skrupellos.

> Immerhin ging dort deshalb Lehman Brothers über
> die Wupper und allerlei (Ex-)Hausbesitzer hat es ebenso erwischt.

Das zeigt doch nur, daß sie auch untereinander mit harten Bandagen 
kämpfen. Zudem spricht einiges dafür, daß man Lehman Brothers mit voller 
Berechnung geopfert hat - wie gesagt: am besten verdient man an akuten 
Krisen und der Zusammenbruch von LB hat die Krise akut gemacht.

von j. c. (jesuschristus)


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Ach komm, Uhu. Das sind doch Verschwörungstheorien. Bitte belege diese 
haarsträubenden Aussagen doch erstmal. "Die USA" gibt es so nicht. Da 
gibt es so viele Kräfte und Leute - und die Regierung und die 
Ratingagenturen gehören sicher nicht zusammen! Beweise, mein Lieber, 
nicht wirre antiamerikanische Theorien. Im übrigen erstaunt mich, dass 
Du irgendwie bei jedem Problem einen Weg zu finden scheinst, "den 
Amerikanern" die Schuld dafür in die Schuhe zu schieben. Da solltest Du 
mal drüber nachdenken. Vor 70 Jahren waren das nicht die "Amerikaner" 
und "Banker", sondern "die Juden"! Mach Dir über diese Worte mal 
ehrliche, selbstkritische Gedanken!

von Uhu U. (uhu)


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j. c. schrieb:
> "Die USA" gibt es so nicht.

Wer hat Afghanistan überfallen? Wer hat Irak überfallen? Träum weiter...

von j. c. (jesuschristus)


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Inwieweit beantwortet dieses aus dem Zusammenhang gerissene Zitat meine 
Frage nach ´Beweisen? Welche Belege hast Du für diese Theorie?
Wenn es sich zur Zeit für die Amis lohnt irgendwen platt zu machen, dann 
China. Aber ganz sicher nicht Europa.

von Uhu U. (uhu)


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Beweis doch du deine Hypothese.

>j. c. schrieb:
> Wenn es sich zur Zeit für die Amis lohnt irgendwen platt zu machen, dann
> China.

Dazu haben sie im Moment nicht die Mittel, aber es steht auf der Agenda.

> Aber ganz sicher nicht Europa.

Wie kommst du darauf, daß Europa "platt gemacht" werden soll? Eropa ist 
die Kuh der USA und Kühe, die man melken will, soll man bekanntlich 
nicht schlachten.

Anders China - das ist aus US-Sicht eine wilde Kuh, die man erst in 
Gewalt bekommen muß, wenn man sie melken will.

von j. c. (jesuschristus)


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Nicht behaupten, beweise das doch bitte mal. Belege doch mal diese 
kruden Thesen! Kannst Du nicht. Du übernimmst sie ungeprüft, weil Sie in 
Dein vorgefertigtes Weltbild passen, imho.

von Uhu U. (uhu)


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Wo ist das ganze Geld hin, das für die amerikanischen Schrottpapiere an 
US-Banken bezahlt wurde?

O In den Kreml
O In den Vatikan
O In die Taschen von Mutter Theresa
O In die Slums von Kalkutta
O Auf die Konten der Emittenten

Zutreffendes bitte ankreuzen.

Tipp: Daß sich an Folgegeschäften auch noch andere bereichert haben, 
ändert nichts am Grundprinzip.

von Kara B. (Firma: ...) (karabenemsi)


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@j.c.

du gehst jetzt aber nicht davon aus, daß es den Ratingagenturen nur um 
die Wahrheit und nichts als die Wahrheit geht?

Die Bewertung der Ratingagenturen ist eine "Einschätzung", die sich 
aufgrund deren Einfluß durchaus dazu eignet, Politik zu machen.

von Hannes L. (hannes)


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j. c. schrieb:
> Wenn es sich zur Zeit für die Amis lohnt irgendwen platt zu machen, dann
> China. Aber ganz sicher nicht Europa.

Es geht doch nicht ums Plattmachen, sondern um das Auf und Ab an den 
Börsen. Denn das bringt Spekulationsgewinne, besonders für die 
ausgesuchte Clientel, die die Ratings von nächste Woche heute schon 
kennen...

Die Staatsverschuldung ist eine ganz andere Baustelle, hat aber auch 
Methode: Umverteilung von unten nach oben und nach mir die Sintflut...

j. c. schrieb:
> Nicht behaupten, beweise das doch bitte mal.

Und nun beweise mir das Gegenteil! - Oder besser nicht, da käme sowiso 
nur Blödsinn bei raus...

...

von Jörg S. (joerg-s)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Wo ist das ganze Geld hin, das für die amerikanischen Schrottpapiere an
> US-Banken bezahlt wurde?
Du vergisst das die "Schrottpapiere" nicht im dunklen Kellergeschoss der 
Banken gedruckt wurden, sondern auf realen Krediten und Hypotheken 
basieren. D.h. die Bank die die Papiere verkauft hat, hat selber 
wiederrum das Geld an den Kreditnehmer gegeben. Das Geld ist (zum sehr 
großen Teil) also beim Häuslebauer gelandet :)

Und es wurden ja auch nicht alle Kredite weiterverkauft. Viele 
(US)Banken sind auf den (dann im Preis gestürzten) Häusern sitzen 
geblieben oder mussten sie mit verlusst weiterverkaufen.

von Uhu U. (uhu)


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Jörg S. schrieb:
> Du vergisst das die "Schrottpapiere" nicht im dunklen Kellergeschoss der
> Banken gedruckt wurden, sondern auf realen Krediten und Hypotheken
> basieren.

Die sich aber entgegen dem AAA-Rating, das diesen Schrottpapieren 
mitgegeben wurde, zu großem Teil aus uneintreibbaren Forderungen 
zusammensetzte...

> Das Geld ist (zum sehr großen Teil) also beim Häuslebauer gelandet :)

Nein, ist es nicht. Es ist bei der Bank gelandet, die die Schrottpapiere 
verkauft hat, denn der "Häuslebauer" sollte ja den Kredit zurückzahlen, 
was er aber absehbar irgendwann nicht mehr konnte. Die Folge war, daß 
das "Häusle" in den Besitz der Bank überging und das, was der 
"Häuslebauer" sich bis zum Zusammenbruch vom Mund abgespart hatte, ganz 
einfach futsch war - das hat die Bank eingestekt, um ihre "Kosten" zu 
decken.

> Und es wurden ja auch nicht alle Kredite weiterverkauft.

Ja, die Kredite, die mit hoher Wahrscheinlichkeit bis zum Ende bedient 
werden konnten, hat man behalten. Der Rest wurde "verbrieft" und mit 
großem Profit verhökert.

> Viele
> (US)Banken sind auf den (dann im Preis gestürzten) Häusern sitzen
> geblieben oder mussten sie mit verlusst weiterverkaufen.

Darauf kam es nicht mehr an. Allein mit den Verbriefungen haben sie sich 
eine goldene Nase verdient und das, was sie ihren wie auch immer 
gefärbten Niggern abpressen konnten, war Zusatzgewinn.

von Jörg S. (joerg-s)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Nein, ist es nicht. Es ist bei der Bank gelandet, die die Schrottpapiere
> verkauft hat, denn der "Häuslebauer" sollte ja den Kredit zurückzahlen,
> was er aber absehbar irgendwann nicht mehr konnte.
Stichwort ZURÜCKzahlen. Man zahl etwas ZURÜCK was man bekommen hat. In 
dem Fall einen Kredit. Verkauft die Bank den Kredit bekommt sie das Geld 
(i.d.R.) mit Gewinn vom Käufer (andere Bank). Die Bank kann an der 
Immobilienkrise also nur Gewinn machen wenn sie den Kredit mit Gewinn 
verkauft hat und dieser Gewinn die verlusste deckt die sie mit den nicht 
verkauften Krediten macht.

> Die Folge war, daß
> das "Häusle" in den Besitz der Bank überging und das, was der
> "Häuslebauer" sich bis zum Zusammenbruch vom Mund abgespart hatte, ganz
> einfach futsch war - das hat die Bank eingestekt, um ihre "Kosten" zu
> decken.
Und wenn sie ihre Kosten nicht decken konnte?

> Ja, die Kredite, die mit hoher Wahrscheinlichkeit bis zum Ende bedient
> werden konnten, hat man behalten.
Richtig, da hatten die ja die Ratingargenturen für :)

> Allein mit den Verbriefungen haben sie sich
> eine goldene Nase verdient und das, was sie ihren wie auch immer
> gefärbten Niggern abpressen konnten, war Zusatzgewinn.
Nach Quellen für die Behauptung frage ich wohl lieber nicht, oder?

von Uhu U. (uhu)


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Jörg S. schrieb:
> Man zahl etwas ZURÜCK was man bekommen hat.

Aber das Geld hat der der Verkäufer des Hauses bekommen und im Übrigen 
war den Drückern, die den "Häuslebauern" den Kredit aufgeschwatzt haben 
- von selbst wären die nämlich in den seltensten Fällen auf die Idee 
gekommen ein Haus zu kaufen - von vorn herein klar, daß die 
Wahrscheinlichkeit für ein Scheitern sehr hoch ist.

Aber das war eben einfach egal, weil die Kerle jeden Hund überreden 
sollten, einen Häule-Kredit aufzunehmen, damit man auf der einen Seite 
einen hatte, den man ausnehmen kann, wie eine Weihnachtsgans, während 
man diesen ganzen Subprime-Mist verbrieft und die Wundertüten dann 
nach Europa verkauft - womit die Gegenpositiopn zum Kredit aus den 
Büchern verschwunden war und die Bank das nicht vorhandene Geld nochmal 
als Subprime-Kredit ausgeben konnte.

Das Ganze war sozusagen eine doppelte Gelddruckmaschine.

So Jörg, ich meine, ich habe dir jetzt genug Informationen gegeben. Wenn 
du die Sache kapieren willst, dann tus, ansonsten geh woanders mit 
deinem schlichtgestrickten Weltbild hausieren.

von G. C. (_agp_)


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A. K. schrieb:
> Immerhin ging dort deshalb Lehman Brothers über
> die Wupper und allerlei (Ex-)Hausbesitzer hat es ebenso erwischt.

Rückwirkend betrachtet klingt die ganze Lehman-Pleite wie ein schlechter 
Witz:

im September 2008 waren die Verluste der Lehmanbank im dritten Quartal: 
3,9 Milliarden Dollar

weil die US-Regierung bereits 3 Großbanken mit Millarden Dollar stützen 
musste, war der politische Druck (wohl seitens der Reps) groß nicht noch 
weitere Milliarden Dollar aufzubringen, um schlecht wirtschaftende 
Banken aufzufangen, als Folge ging Lehman insolvent

allein der durch die plötzliche Insolvenz hervorgerufene Schaden war 
geschätzt bereits 50 bis 70 Milliarden Dollar

die Schuldenberg den Lehman hinterlies wuchs dann auf 200 Milliarden 
Dollar

von Jörg S. (joerg-s)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> und im Übrigen war den Drückern, die den "Häuslebauern" den Kredit
> aufgeschwatzt haben [...]
> von vorn herein klar, daß die Wahrscheinlichkeit für ein Scheitern sehr
> hoch ist.
Genau, alles Jahrzehnte lang vorbereitet und geplant :)

Aber einige waren wohl nicht eingeweiht:
- US-Hypothekenfinanzierer New Century -> Insolvenz
- American Home Mortgage -> Konkurs
- US-Immobilienbank Countrywide Financial nimmt 11,5 Milliarden Dollar 
auf, um weitere Kredite zu finanzieren.
- US-Hypothekenbank First Magnus stellt ihr Geschäfte ein.
- Die US-Finanzgruppe Capital One streicht wegen der Immobilienkrise 
1.900 Stellen und schließt ihre Hypothekenabteilung
- Citigroup berichtet von einem Gewinneinbruch um 57 Prozent
- Merrill Lynch muss wegen der Immobilienkrise mehr als 8 Milliarden 
Dollar abschreiben
- Morgan Stanley kündigt für das vierte Quartal weitere Abschreibungen 
von 2,5 Milliarden Dollar an.
- Bank of America kündigt Abschreibungen von 3 Milliarden Dollar an
- Bear Stearns muss wegen der Hypothekenkrise erstmals in ihrer 
84-jährigen Geschichte einen Quartalsverlust ausweisen.
- Die Hypotheken- und Immobilienkrise in den USA hat auch die 
Investmentbank Merrill Lynch im vergangenen Jahr tief in die roten 
Zahlen gezogen. Für das Jahr 2007 gab das Unternehmen in New York einen 
Nettoverlust von 7,8 Milliarden Dollar (5,3 Milliarden Euro) bekannt. 
Allein im vierten Quartal verlor der Finanzriese nach eigenen Angaben 
9,8 Milliarden Dollar, die Wertminderungen durch faule Kredite 
bezifferte sie auf 11,5 Milliarden Dollar.
Quelle:
http://www.rp-online.de/wirtschaft/chronik-us-immobilienkrise-und-die-folgen-1.2204464


> ich meine, ich habe dir jetzt genug Informationen gegeben.
Ich vermisse noch deine Zahlen über die extremen Gewinne der US-Banken 
während der Krise. Wenn du die noch schreiben könntest...

> deinem schlichtgestrickten Weltbild hausieren.
Sagt der bei dem "die da oben" immer an allem Schuld sind. Und 
insbesondere die USA :)

von Michael L. (Firma: Desert Irrigation Systems) (overingenieur)


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Die Agenturen bewerten Anlagen im Interesse ihrer Anleger - das ist die 
simple Wahrheit darüber. Die Anleger sind die Märkte welche gern den 
Steuerzahler zur Kasse bitten - kurz erklärt.

Interessant fand ich den Mann der in den USA vor Gericht ging als ihm 
die Bank das Haus wegnehmen wollte. Seine Argumentation: Die Bank hätte 
einfach Geld erfunden und ihm als Kredit gegeben, was er nun rechtlich 
ja nicht zurückzahlen muss, da der Kredit rein fiktiv nur durch sein 
Haus erschaffen wurde. Das Gericht gab ihm Recht und er musste nicht 
zahlen.

Wenn man die Funktion des Geldsystems verstanden hat, der Zinsen für 
nichts - geht einem dieser sicher einmalige geniale Schachzug dieses 
eloquenten Mannes auf.

Es ist eine Systemimmanente Notwendigkeit das die Geldmenge so anwächst, 
das sie die Warenmenge derartig kontrolliert, das das System kollabieren 
muss.

Bisher wurde das in Kriegen gelöst - diesmal werden wir einfach nur 
mächtig verschuldet. Könnte man das so weiter treiben, wären irgendwann 
alle (Firmen, Staaten, Privatleute) bei den Banken auf ewig verschuldet 
und nur HIV hindert die Massen an einer Revolution.

Wenn wir Glück oder Pech haben, erleben wir noch ob Marx recht hatte - 
das der Imperialismus so gewaltige Produktionskräfte entwickelt, das er 
sich am Ende selbst sprengt - weil die sozialen Unterschiede eine 
Explosion einleiten, welche in ihrer Dynamik von keiner Gewalt gestoppt 
werden kann, weil sie sich im Bewusstsein aller Menschen etabliert.

Diese Bewegung wird dann so mächtig sein wie seinerzeit vor 7000 Jahren 
als die Menschen mit Bewusstsein die Herrschaft über die Welt übernommen 
haben und die "Anderen" wurden einfach totgeschlagen - man kann es im AT 
nachlesen.

von Uhu U. (uhu)


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Michael Lieter schrieb:
> und nur HIV hindert die Massen

???

> man kann es im AT nachlesen.

???

von Purzel H. (hacky)


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>Wie kann eine private Agentur (Standard&Poors) durch Abgabe
irgendwelcher ungünstiger Gutachten weltweit ganze Staaten
wirtschaftlich schädigen?

.. ungunenstiger Gutachten ... nicht ganz. Sie nehmen der zeitarmen 
Horde von Investoren die Verantwortung ab. Dass ein Staat quasi bankrott 
ist kann man mit wenig Nachrichtenstudium selbst herausfinden.
zB. Die Griechen aendern keine ihrer Strukturen, wollen weder arbeiten, 
noch Steuern zahlen. Fuer jeden Euro, den man denen gibt muss man mit 
einer hohen Wahrscheinlichkeit mit einem Verlust rechnen. Das kann jeder 
selbst rausfinden. Man kann diese erschuetternede Erkenntnis auch 
auslagern und ist dann bei einer Ratingagentur.

von Kara B. (Firma: ...) (karabenemsi)


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>Die Agenturen bewerten Anlagen im Interesse ihrer Anleger -
>das ist die simple Wahrheit darüber.

Du weißt schon, daß abgesehen von Staaten die Bewerteten die 
Rating-Agenturen bezahlen?

Ganz so simpel wie Du möchtest, ist Deine Wahrheit nicht.

von Michael L. (Firma: Desert Irrigation Systems) (overingenieur)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Michael Lieter schrieb:
>> und nur HIV hindert die Massen
>
> ???

HIV = Hartz IV

Die Leute sitzen vor dem HIV-TV uns sehen den ganzen Tag BigBrother oder 
sonst was, können essen und wohnen. Die Leute lockt man nicht hinter dem 
Ofen vor um eine Revolution zu machen.
Bei den großen Demos, sagen wir Castor oder St21 gehen die Leute auf die 
Straße, aber das ist völlig lächerlich gegenüber der Zeit als die 
Bundeswehr von den Amis nuklear bewaffnet wurde. Da waren 10 mal mehr 
Leute auf der Straße - genützt hat es dennoch nichts. In Leipzig wurde 
die friedliche Revolution geboren, die Vorbereitungen zum Niederschlagen 
wurden zwar getroffen, aber die NVA erhielt von ganz oben den Befehl 
nichts zu unternehmen. Und es war sicher nur in der DDR eine solche 
Revolution möglich, weil die Soldaten dem Prinzip des unbedingten 
Gehorsams verpflichtet waren und es per Definition unmöglich einen 
Einsatz einer Volksarmee gegen das Volk geben kann. Bei der Bundeswehr 
in der ich auch mehrere Jahre gedient habe, wäre ich mir da nicht so 
sicher.

>
>> man kann es im AT nachlesen.
>
> ???

Sacharja 13, 3-4

Das zu verstehen bedeutet aber zu verstehen wie das menschliche 
Bewusstsein entstanden ist. Dazu empfehle ich zu lesen: Der Ursprung des 
Bewusstseins (Julian Jaynes) - eine wissenschaftliche Arbeit mit 
Erkenntnissen der Neurologie und Studium historischer Quellen.
Als pdf  frei Verfügbar.

Zugegeben es liest sich teilweise langatmig, aber es lohnt sich dieses 
Werk zu lesen. (621 Seiten - ich kann es unmöglich zusammen fassen, es 
wäre immer nur ein Fragment welches erst im Gesamtbild verstanden werden 
kann.)

von Simon K. (simon) Benutzerseite


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Michael Lieter schrieb:
> Uhu Uhuhu schrieb:
>> Michael Lieter schrieb:
>>> und nur HIV hindert die Massen
>>
>> ???
>
> HIV = Hartz IV
>
> Die Leute sitzen vor dem HIV-TV uns sehen den ganzen Tag BigBrother oder
> sonst was, können essen und wohnen. Die Leute lockt man nicht hinter dem
> Ofen vor um eine Revolution zu machen.
Yay Pauschalisierung Runde x.

> Das zu verstehen bedeutet aber zu verstehen wie das menschliche
> Bewusstsein entstanden ist. Dazu empfehle ich zu lesen: Der Ursprung des
> Bewusstseins (Julian Jaynes) - eine wissenschaftliche Arbeit mit
> Erkenntnissen der Neurologie und Studium historischer Quellen.
> Als pdf  frei Verfügbar.
Yay Michael Lieter Runde y.

von Uhu U. (uhu)


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Michael Lieter schrieb:
> HIV = Hartz IV

Das ist eine etwas eigenwillige Abkürzung. Ich kenne sie für Humanes 
Immundefizienz - Virus

> Sacharja 13, 3-4

Es ist das Übliche: Abkürzungen gelten nur in einem bestimmten Kontext. 
Wenn du den nicht angibst, wenn es nicht der Default-Kontext des Forums 
hier ist, dann wirds schwierig, nachzuvollziehen, was du meinst.

Mein Default-Kontext hier ist Comuterei in weitem Sinn und da deutet AT 
eher auf den Subkontext PC.

Wenn ich ganichts passendes finde, dann kommt der allgemeine Kontext 
dran - siehe oben.

von Michael L. (Firma: Desert Irrigation Systems) (overingenieur)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Mein Default-Kontext hier ist Comuterei in weitem Sinn und da deutet AT
> eher auf den Subkontext PC.

Ok AT steht für Altes Testament. Entschuldigung, ich bin selbst ein 
Abkürzungsvermeider, da man unmöglich alle kennen kann.

Simon K. schrieb:
> Yay Pauschalisierung Runde x.

Ja, es ist eine Pauschalisierung - eine Einzelfallbetrachtung dürfte 
aber lange dauern.

von Purzel H. (hacky)


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Eigentlich sind die Rating Agenturen viel zu freundlich. Aber wenn das 
eigene Land wo man aufgewachsen ist eine recht schiefe Ebene ist, hat 
man sich schon dran gewoehnt, dass schief gleich eben ist. Eigentlich 
muesste es das AAA nur fuer nicht-Schuldner geben. Und die USA und 
dergleichen sind beim Nuller anzusiedeln.

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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@ Hacky


die Ratingagenturen bewerten aber das Kreditrisiko und nicht das Saldo
und nur das ist für den Kreditgeber interressant.

Wenn du nie einen Kredit bei deiner Bank aufgenommen hast, so ist bei 
Bedarf dein Rating z.B. schlechter als das eines Kunden, welcher 
regelmäßig die verhandelten Kretdite bedient und auch fähig ist einen 
Kredit abzulösen ohne Insolvenz anzumelden. Und nicht anderes wird hier 
bewertet, solange es seriös zugeht und nicht politischer Missbrauch 
stattfindet oder durch Eigeninteressen diese Bewertung verzerren

Hier aber scheint das Problem zu liegen. Offensichtlich gibt es ein 
hinreichendes Interesse der Ratingagenturen den Dollar gegenüber dem 
Euro als sichere Alternative darzustellen, inwieweit dies zutreffend ist 
wird durch Rückkopplungseffekte von den Agenturen mitdeterminiert.

Namaste

von Hannes L. (hannes)


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Pico Oschi schrieb:
> Eigentlich muesste es das AAA nur fuer nicht-Schuldner geben.

Nicht-Schuldner brauchen aber kein Rating...

...

von Paul B. (paul_baumann)


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Ich bin dafür, in Deutschland auch so eine Rating-Agentur zu gründen.
Der Sitz müßte auf jeden Fall in Ratingen sein.

MfG Paul

von Purzel H. (hacky)


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>>Pico Oschi schrieb:
>> Eigentlich muesste es das AAA nur fuer nicht-Schuldner geben.
>
>Nicht-Schuldner brauchen aber kein Rating...

Ja. Das ist richtig. Trotzdem braucht man ein Rating, denn man weiss ja 
nie..  Norwegen emitiert zB Staatsanleihen mit 3% oder so. Dabei haetten 
sie genuegend Oel, und diese nicht zu benoetigen.

von Uhu U. (uhu)


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Paul Baumann schrieb:
> Der Sitz müßte auf jeden Fall in Ratingen sein.

Aber dort sind sie doch schon mit Rätselraten voll ausgelastet.

Pico Oschi schrieb:
> Dabei haetten sie genuegend Oel, und diese nicht zu benoetigen.

Das ist doch das übliche Scheißspiel zum Aussaugen des Steuerzahlers: 
der Staat, der der das Geldschöpfungsrecht hat, gibt den Banken billige 
Kredite, an denen die sich dumm und dämlich verdienen und zahlt dafür 
selbst noch Zinsen an die Blutsauger.

von j. c. (jesuschristus)


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>Eigentlich sind die Rating Agenturen viel zu freundlich.

Das ist exakt der Punkt! Irgendwelche Theorien bezüglich "die wollen 
Europa ruinieren und Kasse machen" halte ich eher für eine moderne Form 
der Dolchstoßlegende. Es ist doch immer einfach, einem unliebsamen Feind 
die Schuld zu geben, als einzusehen, dass alle Staaten in Europa seit 
Jahrzehnten mehr als unsolide wirtschaften. Wieso Deutschland ein 
Top-Rating hat ist mir ebenfalls unklar.

von Uhu U. (uhu)


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j. c. schrieb:
> Es ist doch immer einfach, einem unliebsamen Feind
> die Schuld zu geben, als einzusehen, dass alle Staaten in Europa seit
> Jahrzehnten mehr als unsolide wirtschaften.

Du hast ein sehr schlichtes Weltbild.

Eben kam eine Rede von Herrn Osterdelle im SWR, in der er - in Amiland - 
Journalisten vorrechnete, daß die Garantien, die Deutschland für die 
ganze -- von US-Banken, -Ratingagenturen, Beratungsunternehemen etc. pp. 
in Zusammenarbeit verursachte Banken und Finanzkrise -- 200 Mrd. EUR 
betragen. Das entspräche auf die Wirtschaftskraft der USA hochgerechnet 
1 Billion EUR.

Dann stellte er die Frage, ob die USA bereit wären, diesen Betrag 
fremden Ländern zur Verfügung zu stellen.


Damit wird die Rollenverteilung in dem Scheißspiel endlich mal richtig
deutlich:

Die USA fordern von D., die Zeche zu bezahlen, was bedeutet,
daß die Schäden, die durch tatkräftige Nachhilfe aus den USA - ich
erinnere nur an die massenhafte Verbriefung von Subprime-Krediten -- wie
das funktioniert, habe ich oben beschrieben -- und die "Beratung", die
Griechenland erfuhr, um jahrelang die Defizite zu verschleiern, bis ein
Potential aufgebaut war, was für die ganze EU in bedrohliche Dimensionen
gekommen war - von Deutschland bezahlt werden sollen.

(Übrigens: daß Griechenland nur durch Betrug die
Beitrittskriterien zum Euro "erfüllen" konnte, pfiffen schon seinerzeit
die Spatzen von den Dächern.)

Die US-Finanzfritzen haben - ganz im Gegensatz zu dir - längst 
begriffen, daß eine ordentliche Krise immer Riesenchancen bietet, sich 
daran zu bereichern, wenn man über die entsprechenden Mittel verfügt und 
daß es aus ihrer Sicht eine ganz hervorragende Idee ist, Krisen 
anzubahnen und bei passender Gelegenheit loszutreten. Sie nutzen dieses 
Wissen weidlich.

Unsere "Hardliner" haben die Aufgabe, sicherzustellen, daß die 
"Investoren" möglichst wenig Schaden durch Staatspleiten nehmen und daß 
die kleinen Leute - wie geplant - die Zeche für die Verbrechen der 
vergangenen 10 Jahre bezahlen.

Daß Osterdelle wie ein Milchbubi in Washington zum Rapport angetreten 
ist und sich für den Verrat auch noch Lob abholen will, es aber nur sehr 
halbherzig bekommt, zeigt nur das ganze Elend unserer Politkaste.

von j. c. (jesuschristus)


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Ach Du weia, bist Du durch! Geh mal zum Arzt. Statt mit Beweisen kommst 
Du mir immer wirreren Theorien und Zusammenhängen.

von Uhu U. (uhu)


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Schalt dein Hirn ein und such dir einen besseren Nick - dein derzeitiger 
ist nicht geeignet, klare Gedanken zu fassen.

von Timm T. (Gast)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> daß Griechenland nur durch Betrug die
> Beitrittskriterien zum Euro "erfüllen" konnte, pfiffen schon seinerzeit
> die Spatzen von den Dächern.

Und dazu hiess es damals: GR ist so klein und hat so eine unbedeutende 
Volkswirtschaft, das wird nie den Euro in Gefahr bringen. Das füttern 
wir locker mit durch.

j. c. schrieb:
> Irgendwelche Theorien bezüglich "die wollen
> Europa ruinieren und Kasse machen" halte ich eher für eine moderne Form
> der Dolchstoßlegende.

Stimmt genau. Deswegen wird auch nicht gegen den Euro gewettet. Und 
überhaupt wollen die ganzen Finanzjongleure doch nur unser Bestes...

von j. c. (jesuschristus)


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Nö, Die wollen alle nur Kasse machen. Aber zu sowas gehören immer zwei: 
einer der sich in Schwierigkeiten begibt, und einer der dann davon 
profitiert. Dass Deutschland und Resteuropa überschuldet sind, wird seit 
Jahren diskutiert, tut doch nicht so, als hätte das keiner gewusst. Die 
Ratings waren viel zu lang viel zu gut!

von Uhu U. (uhu)


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j. c. schrieb:
> Dass Deutschland und Resteuropa überschuldet sind, wird seit
> Jahren diskutiert, tut doch nicht so, als hätte das keiner gewusst. Die
> Ratings waren viel zu lang viel zu gut!

Willst du jetzt wieder an den Rating-Agenturen rumkritteln?

Wie schon gesagt, das war kein Fehler der RA. Die haben sich genau so 
verhalten, wie die "Finanzindustrie" es von ihnen erwartet hat. Sie 
verfügen nämlich über wirkliche Experten - sowohl i.S. Wirtschaft, als 
auch in Psychologie - und wissen ihre Klaviatur zu bedienen.

Der einzige Fehler ist, daß du das nicht sehen willst und zur 
Ehrenrettung der Betrüger und dem Erhalt deiner Illusionen versuchst, 
alles schönzureden.

von Marci W. (Gast)


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Also ich bin schon der Meinung, dass hier im Thread viel Stuss 
geschrieben wird. Wenn solche Aussagen wie "mehr als unseriös" kommen 
weiß ich, dass das Boulevardniveau erreicht ist und ich mich besser 
zurückhalte.

Fakt ist allerdings, dass Japan mit 200% Schuldenquote noch AAA hat (OK, 
kommt natürlich darauf an, WO man die Schulden hat).

Und niemand kann leugnen, dass die Herabstufungen in der europäischen 
Schuldenkrise (die nur deshalb eine "europäische" ist, weil sich alle 
Welt auf den Euroraum eingeschossen hat und alle anderen hoch 
verschuldetetn Staaten anscheinend aus dem Bewusstsein verdrängt wird) 
stets eine Kettenreaktion ausgelöst haben:

1. RA X stuft Land herab
2. Zinsen für Anleihen steigen deshalb
3. RA Y stuft Land herab, weil Zinsen steigen
4. Zinsen für Anleihen steigen weiter
5. RA Z stuft Land herab, weil Zinsen steigen
6. weiter mit 1. so lange Zinsen <=7%, dann
7. Land ist bankrott, da die horrenden Zinsen den
   Staat zahlungsunfähig macht.

Diese perfide Spirale ist schon an der letzten Herabstufung der neun 
Eurostaaten, und wenige Tage später die Herabstufung des EFSF WEGEN 
der herabstufung der Staaten von derselben Agentur zu erkennen. Das ist 
doch eine klassische Kettenreaktion.

Außerden kann es, unabhängig vom Schuldenstand der Länder, ja wohl nicht 
sein, dass US-amerikanische Firmen über das Wohl und Wehe eines ganzen 
Kontinents herrschen.

Die Ratingagenturen haben aktuell, zumindest aus europäischer Sicht, so 
etwas wie die Weltmacht.

Und dass die ganze Schuldenproblematik sich nur durch die Zinsen 
verschärft, sollte bei der Diskussion nicht vergessen werden.

von Purzel H. (hacky)


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Eben. Deswegen wird es bald auch europaeische Rating Agenturen geben. 
Wurde auch Zeit. Ob die dann besser sind wird sich zeigen.

IMO, kann es fuer Dauerschuldner kein AAA geben. Allenfalls fuer 
Laender, die meist im Plus sind, und vielleicht mal ein schlechtes Jahr 
haben und deshalb einmal etwas im Minus sind. In Europa haben wir glaub 
keins davon...

IMO, sollten Dauerschuldner, wie die USA, die eh nie zurueckzahlen 
koennen/wollen/werden einen Nuller bekommen.

von Uhu U. (uhu)


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Pico Oschi schrieb:
> IMO, sollten Dauerschuldner, wie die USA, die eh nie zurueckzahlen
> koennen/wollen/werden einen Nuller bekommen.

Lies, was das ehemalige Nachrichtenmagazin heute zum Thema zum Besten 
gibt: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,810748,00.html

Bei den Gaunereien wurden eben kein Kapital vernichtet, wie man dem 
Deutschen Michel immer versucht, weis zu machen, sondern es ist nur auf 
andere Konten geflossen.

Da behaupte noch einer, Verbrechen würden sich nicht lohnen...

von Michael L. (Firma: Desert Irrigation Systems) (overingenieur)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Bei den Gaunereien wurden eben kein Kapital vernichtet, wie man dem
> Deutschen Michel immer versucht, weis zu machen, sondern es ist nur auf
> andere Konten geflossen.

Das wird tatsächlich immer verschwiegen. Denn wenn man immer diese 
Sendungen sieht wo sich Leute in Kalifornien Häuser für 500 Mio kaufen 
wollen und man fragt sich wo das Geld was die haben eigentlich herkommt 
- geht die Sache ja auf. Interessante Anfrage der Grünen (2009) im 
Bundestag: Die Gläubiger sollen doch bitte einmal genannt werden, damit 
man mit ihnen reden kann.
Es soll ja der Steuerzahler Milliarden zahlen - an wen bitte?
In einer echten Demokratie könnte man zumindest darüber reden.
Nein, die werden nicht genannt. Aha.

Das funktioniert aber auch nur solange wie der Geldmenge eine 
hinreichende Warenmenge bzw. Menge an Arbeitskraft gegenüber steht um 
die Forderungen zu bedienen.

von Bert W. (Firma: Wellmann) (dein_v)


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Was haben denn Ratingagenturen und die sog. Krise mit mir zu tun?

Ich habe heute einen einträglichen Beruf, den hatte ich auch vorher. 
Keine negative Veränderung durch welche Krise auch immer.

Es wird immer so dargestellt als ob das für die Deutschen so wichtig 
wäre aber ich sehe da kein Problem für mich.

Welche Probleme habe ich speziell damit, daß irgendwer Schulden macht? 
Höhere Steuern? Dann ziehe ich halt in die Schweiz oder nach Österreich.

von Michael L. (Firma: Desert Irrigation Systems) (overingenieur)


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Dein Vater schrieb:
> Es wird immer so dargestellt als ob das für die Deutschen so wichtig
> wäre aber ich sehe da kein Problem für mich.
>
> Welche Probleme habe ich speziell damit, daß irgendwer Schulden macht?
> Höhere Steuern? Dann ziehe ich halt in die Schweiz oder nach Österreich.

Ja, höhere Steuern wenn die Staatsverschuldung durch Steuern getilgt 
werden muss. Und da der Franken auch an den € gekoppelt ist, dürfte eine 
Umsiedelung wirkungslos sein.

Du hast keine Problem damit weil wir hier in Deutschland verglichen mit 
anderen Ländern im Pradies leben. Mich dürfte das auch kaum betreffen 
oder merklich in meiner Lebensqualität mindern - was sind 1000 € pro 
Jahr mehr Steuern? Merke ich gar nicht. Aber es gibt Länder da wird für 
diesen Unterschied ein Krieg angefangen und für die Betroffenen ist es 
der Unterschied zwischen Leben und Tod.

von Uhu U. (uhu)


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Dein Vater schrieb:
> Was haben denn Ratingagenturen und die sog. Krise mit mir zu tun?

- Es wird noch weniger Geld für Erhalt und Ausbau der Infrastruktur
  vorhanden sein und das bei
- steigende(n) Steuern, z.B. Mineralöl-, Strom-, Grund-, Mehrwert-
  steuer...
- die Städte werden verkommen, weil sie kein Geld für Instandhaltung
  mehr haben - von Investitionen ganz zu schweigen
- das Bildungssystem wird noch mehr verkommen, als es eh schon ist
- für Bibliotheken, Theater, Museen wird kein Geld mehr da sein
- der Staat wird für jeden kleinen Handstreich, zu dessen Abnahme er
  dich verfplichtet, die Hand aufhalten

Wenn dich das alles nicht juckt...

von Bert W. (Firma: Wellmann) (dein_v)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Dein Vater schrieb:
>> Was haben denn Ratingagenturen und die sog. Krise mit mir zu tun?
>
> - Es wird noch weniger Geld für Erhalt und Ausbau der Infrastruktur
Habe ich noch nie als Problem erlebt
>   vorhanden sein und das bei
> - steigende(n) Steuern, z.B. Mineralöl-, Strom-, Grund-, Mehrwert-
>   steuer...
Die steigt auch ohne eine Krise. Gründe finden sich immer.
> - die Städte werden verkommen, weil sie kein Geld für Instandhaltung
>   mehr haben - von Investitionen ganz zu schweigen
Schau dir Köln an, dann weißt du was verkommen ist
> - das Bildungssystem wird noch mehr verkommen, als es eh schon ist
Na und? Ich bin aus der Schule raus und meine Kinder gebe ich in 
Privatschulen
> - für Bibliotheken, Theater, Museen wird kein Geld mehr da sein
Bibliotheken verlangen schon lange eine Gebühr, zu einer Zeit als 
niemand das Wort Krise kannte, Theater ist für mich uninteressant und 
Museen sowieso. Und ich habe keinerlei Nachteile dadurch gehabt, daß mir 
diese Dinge gleich waren.
> - der Staat wird für jeden kleinen Handstreich, zu dessen Abnahme er
>   dich verfplichtet, die Hand aufhalten
Wegziehen in die Schweiz oder Österreich.

von Michael L. (Firma: Desert Irrigation Systems) (overingenieur)


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Hallo Uhu,

Ich würde eher denken das die allgemeinen Steuern auf alles steigen und 
man diese speziellen Kürzungen so nicht durchführt.

Man wird das über ein verringertes Nettoeinkommen machen und wer damit 
ein Problem hat - ist dann ein ganz eigenes (persönliches) Problem.

Die entsprechenden "Gruppen" werden sich weiterhin Mittel zu besorgen 
wissen, aber der Einzelne wird es nicht können.

Sogesehen folgt eine weitere Verschärfung derer die Arm sind zu denen 
die Reich sind. Über die Superreichen dürfen wir ja nicht sprechen.

Zum Glück bin ich ja Reich - so als Ingenieur = Ihr wisst was ich meine.

von Bert W. (Firma: Wellmann) (dein_v)


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Michael Lieter schrieb:
> Zum Glück bin ich ja Reich - so als Ingenieur = Ihr wisst was ich meine.

Gibt es Anlaß zum Neid?

von Michael L. (Firma: Desert Irrigation Systems) (overingenieur)


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Dein Vater schrieb:
> Michael Lieter schrieb:
>> Zum Glück bin ich ja Reich - so als Ingenieur = Ihr wisst was ich meine.
>
> Gibt es Anlaß zum Neid?

Das hängt sicher davon ab was du selbst für dich als Reich betrachtest.

von Uhu U. (uhu)


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Dein Vater schrieb:
> Bibliotheken verlangen schon lange eine Gebühr, zu einer Zeit als
> niemand das Wort Krise kannte,

Du glaubst doch nicht im Ernst, daß die auch nur annähernd kostendeckend 
ist.

> Theater ist für mich uninteressant und Museen sowieso.

Banausen braucht das Land, dann läßt es sich leichter ausnehmen...


Michael Lieter schrieb:
> Ich würde eher denken das die allgemeinen Steuern auf alles steigen und
> man diese speziellen Kürzungen so nicht durchführt.

Diese speziellen Kürzungen wurden in Folge der "Bankenkrise" schon 
einmal verhängt. Wieso sollten die das nicht wiederholen, zumal die 
Merkel doch nur eines kennt: totsparen?

> Sogesehen folgt eine weitere Verschärfung derer die Arm sind zu denen
> die Reich sind. Über die Superreichen dürfen wir ja nicht sprechen.

Das Ziel ist, Europa zu lateinamerikanisieren und es zum zweiten 
Hinterhof der USA zu machen.

Wer wissen will, wohin die Reise geht, der muß nur in die Länder südlich 
des Weltherrschers reisen, um zu sehen, was uns erwartet.

von j. c. (jesuschristus)


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>Das Ziel ist, Europa zu lateinamerikanisieren

Könntest Du das bitte belegen?

von Uhu U. (uhu)


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j. c. schrieb:
> Könntest Du das bitte belegen?

Warte, warte noch ein Weilchen, bald kommt Haarmann auch zu dir. Mit dem 
kleinen Hackebeilchen macht er Hackefleisch auch aus dir.

von Peter F. (toto)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Pico Oschi schrieb:
>> IMO, sollten Dauerschuldner, wie die USA, die eh nie zurueckzahlen
>> koennen/wollen/werden einen Nuller bekommen.
>
> Lies, was das ehemalige Nachrichtenmagazin heute zum Thema zum Besten
> gibt: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,810748,00.html
>
> Bei den Gaunereien wurden eben kein Kapital vernichtet, wie man dem
> Deutschen Michel immer versucht, weis zu machen, sondern es ist nur auf
> andere Konten geflossen.
>
> Da behaupte noch einer, Verbrechen würden sich nicht lohnen...

Es gibt ja verschieden Arten von Kapital, Geldkapital wurde in der Tat 
wenig vernichtet. Sieht man an den versch. Geldmengenaggregaten(M0-M3). 
Was heißt auch schon vernichtet?
Wenn mein Haus (Realkapital) im Wert um 50% fällt, was wurde da 
vernichtet? Es hat sich die Bewertung in Geldkapital geändert.
Es ist auch kein Geld auf andere Konten geflossen, es wurden die 
Aktiva(Geldmarktpapiere, Derivate, Realkapital...)der Banken entwertet. 
Sondern es wurden uneinbringliche Forderungen auf den Staat 
umgeschuldet. EZB kauft Staatsanleihen, 500 Milliarden Tender der EZB 
der kürzlich aufgelegt wurde, 500 Milliarden Target Forderungen der 
Bundesbank an das EZB-System.

Was ich mich Frage, warum hat man sich erst so abhängig von den 
US-Ratinganturen gemacht? War man wirklich der Meinung das diese völlig 
Unabhängig sind und nur das Beste für die Anleger wollen? Wie naiv muss 
man sein?
Warum überhaupt Ratingagenturen? Ist wahrscheinlich dem ekalhaften 
Taylorismus geschuldet.
In dem Punkt bin ich schon fast bei der FDP, soll doch jeder 
Markteilnehmer selber für seine Entscheidungen verantwortlich sein, 
Gewinne wie Verluste selber tragen.

Ich halte Ratingagenturen für völlig überflüssig. Wie unabhängig könnte 
denn nun so eine Europäische-Ratingagentur sein? Noch so eine Witz, die 
Europäische-RA schallt dann den US Posaunen um 90 Grad Phasenversetzt 
entgegen, heraus kommt Null-Information.

@Dein Vater
Du bist aber nicht der Mittelpunkt der Universums, darum wundert es 
mich, dass es Dich wundert, dass sich jemand von der Finanzkrise bedroht 
fühlen könnte.

MfG

von (prx) A. K. (prx)


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Peter Funke schrieb:

> Warum überhaupt Ratingagenturen?

Jeder der Kredite vergibt oder anderweitig Geld anlegt, der sollte sich 
vorher darüber informieren, wie gross die zu diesem Zeitpunkt 
abschätzbaren Chancen sind, sein Geld auch wiederzusehen.

Es liegt in der Natur der Sache, dass sich diese Entscheidungsfindung 
mindestens teilweise auch als externe Dienstleistung auslagern lässt. 
Genau das sind diese Rating-Agenturen.

Otto-Normalanleger macht das ja auch nicht anders. Der liest 
beispielsweise die Zeitschrift Finanztest. Die ist mit ihren Tabellen 
auch sowas wie eine Rating-Agentur, nur in kleinerem Umfang für einen 
anderen Kundenkreis.

> Wie unabhängig könnte
> denn nun so eine Europäische-Ratingagentur sein? Noch so eine Witz,

Yep. Aber wenn man in die Ratings genug Konfusion einimpft, also wenn 
statt ein paar synchron laufende US-Agenturen nun ein Dutzend Agenturen 
quer verteilt über die verschiedenen Regionen und Interessenlagen jede 
ein völlig anderes Bild zeichnet, dann ist dein Ziel erreicht: Die Leute 
müssen wieder ihren eigenen Kopf bemühen.

Wenn du also die Rating-Agenturen abschaffen willst, dann ist genau das 
der richtige Weg: Schaff mehr davon, mit möglichst unterschiedlichen 
Ergebnissen. Das funktioniert bestimmt viel besser als ein Verbot.

von Peter F. (toto)


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A. K. schrieb:
> Wenn du also die Rating-Agenturen abschaffen willst, dann ist genau das
> der richtige Weg: Schaff mehr davon, mit möglichst unterschiedlichen
> Ergebnissen. Das funktioniert bestimmt viel besser als ein Verbot.

Interessanter Gedanke, also Steigerung der Komplexität um deren 
Zusammenbruch zu bewirken.
Hat bis jetzt aber noch nirgendwo funktioniert.

MfG

von Bert W. (Firma: Wellmann) (dein_v)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Dein Vater schrieb:
>> Bibliotheken verlangen schon lange eine Gebühr, zu einer Zeit als
>> niemand das Wort Krise kannte,
>
> Du glaubst doch nicht im Ernst, daß die auch nur annähernd kostendeckend
> ist.
Es geht darum, daß die Bibliothek mit meinen Gebühren Bücher kauft, die 
ich nicht will. Früher war die Bibliothek kostenlos. Da gab es auch 
keine Pcs dort - die auch heute keiner dort braucht, außer an den 
Kassen.

>> Theater ist für mich uninteressant und Museen sowieso.
>
> Banausen braucht das Land, dann läßt es sich leichter ausnehmen...
Toll, daß du täglich ins Theater gehst und alle Werke in und auswendig 
kannst. Wie machst du das nur?

PS: Schön, daß du mit dem Rest übereinstimmst.

von (prx) A. K. (prx)


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Peter Funke schrieb:

> Interessanter Gedanke, also Steigerung der Komplexität um deren
> Zusammenbruch zu bewirken.
> Hat bis jetzt aber noch nirgendwo funktioniert.

Ok, ich hatte den Begriff "abschaffen" etwas grosszügig verwendet. 
Zusammenbrüche sind was für Doomsday-Propheten.

Wenn du die Rating-Agenturen als Hexen verbrannt sehen willst, um 
geeignete Schuldige für die Krise zu haben, dann muss du sie verbieten. 
Ihre Bedeutung wird das ihnen aber nicht nehmen.

Wenn es dir jedoch ausreicht, ihnen die heutige Macht über die Staaten 
zu nehmen, dann ist es sinnvoller, deren Ergebnisse zu entwerten, indem 
man diverse verschiedene Ergebnisse auf die Kunden einprasseln lässt. 
Die Agenturen dürfen bleiben, sollen es auch, aber sie dürfen nicht mehr 
den Eindruck einer zentralen Macht vermitteln, eines "single point of 
control".

von Uhu U. (uhu)


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Dein Vater schrieb:
>>> Theater ist für mich uninteressant und Museen sowieso.
>>
>> Banausen braucht das Land, dann läßt es sich leichter ausnehmen...
> Toll, daß du täglich ins Theater gehst und alle Werke in und auswendig
> kannst. Wie machst du das nur?

Junge, Junge, wie borniert bist du denn?

Es geht nicht darum, daß man alles in sich reinfressen muß, was mit 
Steuergeldern bezahlt wird, sondern um Möglichkeiten, die man hat und 
nutzen kann, wenn einem danach ist.

Wenn es diese Möglichkeiten nämlich nicht gibt, dann hat man so viel 
Chancen, wie diejenigen, die das Thema erstmals bearbeitet haben. Die 
Folge wäre, daß jeder wieder bei Null anfangen muß - was jeglichen 
Fortschritt - nicht nur in schöngeistigen Dingen, sondern in allen - 
verhindert. Es wäre das Ende der menschlichen Kultur.

Im Übrigen: Hast du dir schonmal überlegt, was dir die Bundeswehr in 
Afghanistan nutzt? Frißt du etwa gerne in Benzin gegrillte afghanische 
Bauern mit dem Stempel "Taliban - made in Afghanistan" auf dem Steak?

von Jörg S. (joerg-s)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Lies, was das ehemalige Nachrichtenmagazin heute zum Thema zum Besten
> gibt: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,810748,00.html
> Bei den Gaunereien wurden eben kein Kapital vernichtet, wie man dem
> Deutschen Michel immer versucht, weis zu machen, sondern es ist nur auf
> andere Konten geflossen.
Dazu steht in dem Artikel nichts.

Uhu Uhuhu schrieb:
>> Könntest Du das bitte belegen?
>Warte, warte noch ein Weilchen, bald kommt Haarmann auch zu dir. Mit dem
>kleinen Hackebeilchen macht er Hackefleisch auch aus dir.
Wieder ein echter Uhu, nur schwafeln, nichts erklären :)

von Uhu U. (uhu)


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Jörg S. schrieb:
> Wieder ein echter Uhu, nur schwafeln, nichts erklären :)

Nein lieber Jörg. Ich hab nur keine Lust in Mülleimer reinzurufen.

Streng deinen Verstand an und such selbst nach Strukturen in den 
Nachrichten. Das Leben ist leider nicht in Handbüchern definiert.

von Jörg S. (joerg-s)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Nein lieber Jörg. Ich hab nur keine Lust in Mülleimer reinzurufen.
Warum schreibst du dann überhaupt hier was? Oder bist du in der Politik 
tätig? Das würde einiges erklären :)


> Streng deinen Verstand an und such selbst nach Strukturen in den
> Nachrichten.
Da steht das er der Eurozone ähnlich geht wie den USA. Von deiner 
Verschwörung zur Ausplünderung der Eurostaaten also keine Spur zu 
finden.

von Uhu U. (uhu)


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Jörg S. schrieb:
> Warum schreibst du dann überhaupt hier was?

Weil es hier auch Leute mit Hirn gibt.

> Von deiner Verschwörung zur Ausplünderung der Eurostaaten also keine Spur
> zu finden.

Gibs auf, das ist zu schwierig für dich.

von j. c. (jesuschristus)


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>Warte, warte noch ein Weilchen, bald kommt Haarmann auch zu dir

Aha, also nur wieder heiße Luft. Blöde Anmache statt Belege. Wo sind 
denn die Beweise? Wenn alles SOOOOO offensichtlich ist, wie Du hier 
beschreibst, lässt sich das doch sicher belegen.

>Oder bist du in der Politik tätig?

Nö, der Uhu kommt mir eher untätig, sprich arbeitslos vor. Daher auch 
der ganze Hass, den er dann auf einen passenden Alleinschuldigen 
projeziert: die USA, der große Satan, die jüdische Weltverschwörung etc.

von Uhu U. (uhu)


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j. c. schrieb:
> Aha, also nur wieder heiße Luft. Blöde Anmache statt Belege. Wo sind
> denn die Beweise? Wenn alles SOOOOO offensichtlich ist, wie Du hier
> beschreibst, lässt sich das doch sicher belegen.

Wieso soll ich mich an notorischen Denkverweigeren abrackern?

Wo ein Wille - eine Sache nicht zu verstehen - ist, ist ein Weg...

> Daher auch
> der ganze Hass, den er dann auf einen passenden Alleinschuldigen
> projeziert: die USA, der große Satan, die jüdische Weltverschwörung etc.

Tja lieber Jesus, dir hat wohl die Religion den Verstand geraubt. Schade 
drum, aber da kann man nix machen.

von j. c. (jesuschristus)


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>an notorischen Denkverweigeren abrackern?

Sollst Du nicht. Du sollst nur Deine Thesen belegen. Bisher kommen nur 
Beleidigungen.

von Jörg S. (joerg-s)


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j. c. schrieb:
> Bisher kommen nur Beleidigungen.
Das ist auch ein Beleg, allerdings für eine andere These :)

von Uhu U. (uhu)


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Moses bekam die Gestzestafeln auf dem Berg Sinai aus einer Wolke 
heruntergereicht und mußte sie nur noch dem auserwählten Volk 
verständlich machen und alles war gut.

Aber welcher Teufel flüsterte Giordano Bruno ein, das Universum sei 
zeitlich und räumlich unendlich?

Und wo hatte Nikolaus Kopernikus nur diese Verschwörungstheorie her, die 
Erde drehe sich um die Sonne?

Wo hat dieser Isaac Newton nur die Newtonschen Gesetze dokumentiert 
gefunden, daß er sie nur abschreiben mußte...

Wer hat Charles Darwin die Evolutionstheorie eingegeben und wer hat die 
Feder Albert Einsteins geführt, daß er die Relativitätstheorie zu Papier 
bringen konnte?

Es ist wirklich schlimm mit diesen Verschwörungstheorien...

von Bert W. (Firma: Wellmann) (dein_v)


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Peter Funke schrieb:
> Du bist aber nicht der Mittelpunkt der Universums

Wie gut, daß du so genau weißt wer und wer nicht der Mittelpunkt des 
Universums ist, wie machst du das nur?

von Bert W. (Firma: Wellmann) (dein_v)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Fortschritt

Die sogenannte Krise hilft dabei festzustellen, wie unwichtig der von 
anderen definierte Fortschritt ist.

Fortschritt definiere ich und niemand sonst.

von Uhu U. (uhu)


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Dein Vater schrieb:
> Fortschritt definiere ich und niemand sonst.

Na dann kann man die Welt ja endlich in Epoxidharz eingießen und aufs 
Wohnzimmerbuffet stellen...

von j. c. (jesuschristus)


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>Kopernikus etc.

Tja, nicht nur, dass Du Dich erdreistest, Dich auf eine Stufe mir Bruno, 
Kopernikus und Newton zu stellen, und dass mit einer lächerlichen 
Theorie über eine Verschwörung der Ratingagenturen - Nein! Du übersiehst 
auch das minimale Detail, dass die Jungs Belege vorgelegt haben!
Also her mit den Beweisen, Dampfplauderer.

von Uhu U. (uhu)


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j. c. schrieb:
> Tja, nicht nur, dass Du Dich erdreistest, Dich auf eine Stufe mir Bruno,
> Kopernikus und Newton zu stellen

Junge, du hast eine blühende, aber sehr selektive Phantasie...

> Du übersiehst
> auch das minimale Detail, dass die Jungs Belege vorgelegt haben!

Belege? Indizien vielleicht und aus denen haben sie sich ein Bild von 
der Sache gemacht und Hypothesen aufgestellt.

Aber von Indizien im vorliegenden Fall willst du ja nichts wissen, 
sondern du willst Belege.

Hast du dir mal überlegt, wie Kriminalisten ein Verbrechen aufklären? 
Denkst du etwa, daß sie die Auflösung in der Zeitung lesen?

von j. c. (jesuschristus)


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Ah, alles klar, Deine Behauptungen sind also "Indizien". Lolol. Leg doch 
mal vernünftige Indizien vor! Woher weißt Du das denn alles? Hast Du es 
Dir ausgedacht?

von Michael L. (Firma: Desert Irrigation Systems) (overingenieur)


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Dein Vater schrieb:
> Fortschritt definiere ich und niemand sonst.


Das ist ja ein sehr egozentrisches Weltbild - hältst du dich für Gott?

Und wenn ja, für welchen (nur wegen der Anrede)?

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