Moin, oft hört man in den Medien von irgendwelchen Ratingagenturen, die wohl die Bonität von Staaten berechnen/einschätzen. Klar, ich verstehe vom internationalen Finanzgeschehen herzlich wenig, bin froh, wenn ich meine eigenen Kröten überblicke. Aber begreifen kann ich überhaupt nicht: Wie kann eine private Agentur (Standard&Poors) durch Abgabe irgendwelcher ungünstiger Gutachten weltweit ganze Staaten wirtschaftlich schädigen? Dies stellt sich für mich als ein ungeheures Machtpotential dar, welches hier offenbar in privater Hand liegt. Oder habe ich gar nichts verstanden, grübelt Wolf
Nun ja die USA wurde ja noch nicht herabgestuft, think about it
D. I. schrieb: > Nun ja die USA wurde ja noch nicht herabgestuft, think about it Das stimmt nicht - siehe http://www.ftd.de/finanzen/:rating-grafik-die-bonitaet-von-euroland-und-den-usa/60024424.html Aber es ist auch kein Beweis dafür, daß es bei den ganzen Geschichten im Zusammenhang mit dem Euro mit rechten Dinge zugeht.
Gestern vernahm ich in den Hörfunknachrichten DLF, daß man überlegt, jetzt in Europa eigene Ratingagenturen aufzubauen. Warum auch nicht? Besser spät als nie. Wieso wurde das alles eigentlich hier verpennt?
Da mag sicher nicht alles mit ganz rechten Dingen zuzugehen - aber im Prinzip haben sie recht. Politiker wollen natürlich nicht wahrhaben, dass die ewige Schuldenmacherei so nicht weitergehen kann. Also wird der Überbringer der bösen Botschaft zum Sündenbock gemacht (warum denke ich gerade an Marathon?). De facto sind wir da, dass die alten Schulden und Zinsen mit neuen Krediten bezahlt werden, im richtigen Leben ist sowas nach kurzer Zeit ein Fall für Peter Zwegat oder die Privatinsolvenz. An die sogenannte Schuldenbremse glaub ich seit ihrer Einführung nicht, sind ja genügend Ausnahmen davon von vornherein vorgesehen. Maastricht-Kriterium: alle klopfen sich auf die Schultern, wenn sie 3% Neuverschuldung nicht überschreiten - als ob damit irgendein Problem gelöst würde. Es wird nur etwas weiter in die Zukunft verschoben. Der Fehler liegt im System. Es müsste weh tun, und zwar denen, die es seit 60 Jahren Jahr für Jahr verbocken. Aber es geht ja mehr mehr um das eigene Fortkommen, die eigene Partei, Wählerstimmen, die nächste Wahl. Und noch ein Fehler: eigentlich gut gemeint, in der Realität setzt es immer die falschen Signale: kommunaler Finanzausgleich (haben wir gerade hier in NRW heisse Sachen am laufen), Länderfinanzausgleich, inzwischen auf europäischer Ebene. Die, die sparen, einen ausgeglichenen Haushalt (oder zumindest weniger desaströs handeln als andere) werden zur Kasse gebeten für die, die das nicht machen, nicht wollen oder inzwischen gehäuft gar nicht mehr können. Ist wie mit Subventionen: man richtet sich damit ein und tut alles dafür, dass der Subventionstropf weiter läuft. Falsche Anreize auf der ganzen Linie. Und wenn man was dagegen sagt (sagen meistens die, die richtig Geld abdrücken müssen) kommt das Totschlagargument, das wäre ja jammern auf höchstem Niveau... Nein, ich habe nichts gegen Steuern und Abgaben allgemein, ohne gehts nicht. Und ich habe auch nichts dagegen, dass Besserverdienende mehr oder auch deutlich mehr zahlen. Ich habe aber was dagegen, dass ich dass Gefühl habe, in einen Moloch zu zahlen, der damit nicht verantwotungsvoll umgeht.
Wilhelm Ferkes schrieb: > Gestern vernahm ich in den Hörfunknachrichten DLF, daß man überlegt, > jetzt in Europa eigene Ratingagenturen aufzubauen. Das "überlegt" man schon seit Jahren - passiert ist 0,nichts. Im Gegenteil gibt es noch immer deutsche Vorschriften, die für bestimmte Fälle ein Rating durch US-Agenturen zwingend vorschreibt. Die Ratingagenturen waren das wichtigste Werkzeug der USA bei der Enteignung Europas. Sie haben die Schrottpapiere konstruiert und ihnen ein AAA-Rating mitgegeben, mit denen die europäischen Banken betrogen wurden. Als der Betrug aufflog, hatten wir die "Bankenkrise" und der Schaden, der den Banken entstanden war, wurde dem Steuerzahler aufgebrummt, weil das angeblich "alternativlos" war. Nun hat der Staat die Defizite der Banken und das Ganze nennt sich nun "Schuldenkrise". Dazu kommen noch die extremen Außenhandelsüberschüsse der BRD, denen natürlich massive Schulden der Länder gegenüberstehen, die Außenhandelsdefizite haben. 60% der BRD-Exporte gehen in EU-Länder, die mit insgesamt knapp 500 Mrd. € bei uns in der Kreide stehen. Diese halbe Billion werden wir abschreiben können und sie wird nach bewährter Methode auch dem Steuerzahler aufgebrummt werden - die Banken würden es ja übel nehmen, ließe man sie im Regen stehen. Außerdem könnten sie dann den Wulffs dieser Republik keine Gefälligkeitsdarlehen zu Dumpingzinsen mehr geben...
H.joachim Seifert schrieb: > An die sogenannte Schuldenbremse glaub ich seit ihrer Einführung nicht, > sind ja genügend Ausnahmen davon von vornherein vorgesehen. Die Schuldenbremse ist nur ein Werkzeug, mit dem man die Bevölkerung noch wirksamer ausnehmen kann: Der Staat hat die Schulden von den Banken aus dem amerikanischen Schrottpapierbetrug und dank Schuldenbremse ist kein Geld mehr für die eigentlichen Belange des Staates da. Auffällig ist die Blindheit unserer Leitkühe und -hammel, mit der sie die Räuber von der anderen Seite des Atlantiks gewähren lassen und ihnen sogar noch Deckung gegenüber der Bevölkerung geben. Unglaublich...
Ich sehe keinen prinzipiellen Unterschied zwischem dem amerikanischen und dem deutschen/europäischen Vorgehen. Die Amis haben nur ein paar Jahre Vorsprung...
Alles wird gut wenn wir nur eine eine "unabhängige" EU-Rate-Agentur etablieren. Die sagt uns dann, alles paletti mit der Eu. Ein großer Witz. Jeder Finanzmarktakteur mit ein bisschen Verstand ignoriert deren Urteil sowieso.
H.joachim Seifert schrieb: > Die Amis haben nur ein paar Jahre Vorsprung... Es handelte sich um amerikanische Schrottpapiere, mit denen die europäischen Banken reingelegt wurden. Die bissen auf Grund ihrer eigenen Gier und den AAA-Ratings der US-Agenturen natürlich gerne an. Das ändert aber an der Rollenverteilung bei diesem Riesenbetrug absolut nichts.
Ja und? Weisst du, was in ein paar Jahren mit Hilfe einer europäischen Ratingagentur an europäischen Schrottpapieren in die 3.Welt verkauft wird?
H.joachim Seifert schrieb: > Ja und? Weisst du, was in ein paar Jahren mit Hilfe einer europäischen > Ratingagentur an europäischen Schrottpapieren in die 3.Welt verkauft > wird? Das sind Spekulationen über ungelegte Eier und ein völlig anderes Thema.
Uhu Uhuhu schrieb: > H.joachim Seifert schrieb: >> Die Amis haben nur ein paar Jahre Vorsprung... > > Es handelte sich um amerikanische Schrottpapiere, mit denen die > europäischen Banken reingelegt wurden. Die bissen auf Grund ihrer > eigenen Gier und den AAA-Ratings der US-Agenturen natürlich gerne an. > Das ändert aber an der Rollenverteilung bei diesem Riesenbetrug absolut > nichts. Auch wenn ich jetzt eine wenig verschwörungstheortisch rüberkommen, hälst du die Eu-Akteure wirklich für so doof? Die wussten ganz genau was sie da kauften, und sie wußten auch dass sie too big to fail sind. Da wurde niemand reingelegt, außer vielleicht der Otto-Kostas-Piere-...Normalverbraucher-Doofe Steuerzahler. Its "Klassenkampf" stupid...... MfG
Peter Funke schrieb: > Auch wenn ich jetzt eine wenig verschwörungstheortisch rüberkommen, > hälst du die Eu-Akteure wirklich für so doof? Ja. Wenn die Amis den Europäern sagen, wie mans richtig macht, dann haben die in den vergangenen 50 Jahren stets gehorcht. Beispiele gibt es wirklich genug. Eines sind diese elenden Cross-Border-Leasingverträge, bei denen sich jeder mit nur für 3 ct gesundem Menschenverstand ausrechnen konnte, was dabei herauskommt. Trotzdem wurde der Scheiß gemacht. > Die wussten ganz genau was > sie da kauften, und sie wußten auch dass sie too big to fail sind. Da > wurde niemand reingelegt, Nein das wußten sie nicht, denn sie haben die verwinkelten Konstruktionen dieses Mistzeugs schlicht nicht durchschaut - das hätte nämlich viel Arbeit gemacht und die scheut jeder Banker reflexhaft, wie der Teufel das Weihwasser. Das mit dem "too big to fail" verlieh ihnen die Arroganz, und da sie sahen, daß die Amis mit dem Schrott Geld wie Heu machten, wollten sie halt mitverdienen. > Its "Klassenkampf" stupid...... Mit Klassenkampf hat das nicht die Bohne zu tun. Ist imerialism stupid.
Wilhelm Ferkes schrieb: > Gestern vernahm ich in den Hörfunknachrichten DLF, daß man überlegt, > jetzt in Europa eigene Ratingagenturen aufzubauen. > > Warum auch nicht? Besser spät als nie. Wieso wurde das alles eigentlich > hier verpennt? Europa hätte bereits mit der Einführung der Währungsunion eigene Ratingagenturen aufbauen sollen. Mir ist unverständlich warum man hierzulande und in der EU anscheinend der Meinung war, "kein Bedarf, die Amis machen das für uns". Ich vermute mal, mit dem heutigen Wissen, bzw. der Erfahrung - durch die Finanzmarktkrise - wie ausgeliefert man diesen 3 großen US-Organisationen mal sein wird, wenn es mal nicht so gut läuft, hätte man damals so nicht gehandelt. Die Ratingagenturen sind zwar nicht das einzige Problem, aber sie sind mindestens ein Teil des Problems und eben nicht nur wie manche meinen ein "Barometer", das rechtzeitig vor Schlimmeren warnt. So jedenfalls hat sich das bisher dargestellt. Eigene europäische Ratings müssen her, besser zu spät als nie. Die nächste Krise kommt sowieso oder sagen wir besser, die nächste Welle an (Finanz-)Schlamassel.
g. c. schrieb: > eben nicht nur wie manche meinen ein "Barometer", das > rechtzeitig vor Schlimmeren warnt. Daß sie das nicht sind, haben sie mit ihren Ratings für die amerikanischen Schrottpapiere bewiesen, die sie selbst mit ausgeheckt und dann - wider besseres Wissen - mit AAA bewertet haben.
Das Prob an den Agenturen ist, dass die vom Bewerteten bezahlt werden und keine wissenschaftliche Bewertung zugrundeliegt. Daher sind die Ratings: a) viel zu gut und vor allem viel zu lange gut und b) die Herabstufungen unvorhersehbar und psychologisch geprägt. Dass die Agenturen jetzt systematisch den Euro kaputthauen wollen ist Schwachsinn. Geht der Euro baden, schauen die USA sowas von dumm aus der Wäsche, das wollen die sicher nicht. Einen gewissen Patriotismusaufschlag haben sie sicher, aber die guten Ratings für Japan zeigen ebenfalls, dass es hier nicht um einen Handelskrieg geht. Leute seht es ein! Europa hat sich mit Schulden kaputtgespielt. Die Leute sind jahrelang um Lohnerhöhungen betrogen worden, die Steuern wurden gesenkt und gesenkt. Das Geld hat sich bei wenigen Prozent der Bevölkerung gesammelt und der Rest ist in immer volatilere Verhältnisse gerutscht. Zeitarbeit etc. Die Südeuropäer haben das System zudem von Anfang an als Selbstbedienungsladen begriffen. Wenn man den Agenturen einen Fehler vorwerfen kann, dann ist es, europäische Staaten viel viel zu spät herabgestuft zu haben! Und sicherlich auch, mit der Herabstufung der USA fast bis zum GAU zu warten.
Uhu Uhuhu schrieb: > Die Ratingagenturen waren das wichtigste Werkzeug der USA bei der > Enteignung Europas. Sie haben die Schrottpapiere konstruiert und ihnen > ein AAA-Rating mitgegeben, mit denen die europäischen Banken betrogen > wurden. Nur haben die Amerikaner vergessen, diese Strategie den eigenen Banken und der eigenen Bevölkerung rechtzeitig mitzuteilen. Statt dessen haben die das genauso geglaubt wie die Europäer und sind ebenfalls mit Karacho auf den Bauch gefallen. Immerhin ging dort deshalb Lehman Brothers über die Wupper und allerlei (Ex-)Hausbesitzer hat es ebenso erwischt.
> Die Ratingagenturen waren das wichtigste Werkzeug der USA bei der > Enteignung Europas. Sie haben die Schrottpapiere konstruiert und ihnen > ein AAA-Rating mitgegeben, mit denen die europäischen Banken betrogen > wurden. Ja klar, nachdem sie Kennedy erschossen, Adolf in Neuschwabenland versteckt und das World Trade Center mit Thermit gesprengt haben. Zur Zeit arbeiten sie bestimmt schon wieder an Haarp, Chemtrails oder dem Klimawandel.
j. c. schrieb: > b) die > Herabstufungen unvorhersehbar und psychologisch geprägt. und c) politisch. Sie sind das Druckmittel des marodesten Staates dieser Welt auf die, die er auspressen will, um mit dem geraubten Geld seine eigenen Defizite zu stopfen, nicht zuletzt die, die bei den vergangenen zwei nicht ganz reibungslos verlaufenen Raubkriegen entstanden sind. > Dass die Agenturen jetzt systematisch den Euro kaputthauen wollen ist > Schwachsinn. Geht der Euro baden, schauen die USA sowas von dumm aus der > Wäsche, das wollen die sicher nicht. Offenbar ist die Erkenntnis, daß man nur in Krisenzeiten richtig reich werden kann - vorausgesetzt, man verfügt über die entsprechenden Manipulations- und Gewaltmittel -, noch nicht bis zu dir durchgedrungen. Genau dieses Geschäft betreiben sie im Moment äußerst intensiv. > Europa hat sich mit Schulden kaputtgespielt. Wie ich oben schon dargelegt habe: einem riesigen Batzen Schulden der Banken, den die sich mit amerikanischen Schrottpapieren haben andrehen lassen und der dann - weil angeblich alternativlos - in Staatsschulden umgewandelt wurde. Der Rest resultiert zu einem ganz erheblichen Teil aus der halbe Billion Außenhandelsüberschüssen des Billiglohnlandes BRD. Alles zusammen ergibt eine prima Krise, aus der man wunderbar Nektar saugen kann, wenn man über den passenden Rüssel verfügt... > Wenn man den Agenturen einen Fehler vorwerfen kann Nein Jesus, jetzt muß ich die Ratingagenturen aber ganz entschieden verteidigen. Die haben zumidest bisher keinen gravierenden Fehler gemacht. Die haben ihre Macht absolut konsequent in ihrem und im Sinne ihres Klientels genutzt. Wer ihnen Fehler vorwirft, ist mit Verlaub ein Idiot, der die Interessenlagen der Beteiligten nicht versteht - sofern er nicht nur ein nützlicher Idiot der Finanzmafia ist... A. K. schrieb: > Nur haben die Amerikaner vergessen, diese Strategie den eigenen Banken > und der eigenen Bevölkerung rechtzeitig mitzuteilen. Auch du verkennst die Interessen des US-Großkapitals. Würden die im Interesse aller Amerikaner handeln, dann würde dieses Land nicht förmlich stinken vor Armut. Die Herrschaften verfolgen in erster Linie ihre eignenen Interessen und das völlig skrupellos. > Immerhin ging dort deshalb Lehman Brothers über > die Wupper und allerlei (Ex-)Hausbesitzer hat es ebenso erwischt. Das zeigt doch nur, daß sie auch untereinander mit harten Bandagen kämpfen. Zudem spricht einiges dafür, daß man Lehman Brothers mit voller Berechnung geopfert hat - wie gesagt: am besten verdient man an akuten Krisen und der Zusammenbruch von LB hat die Krise akut gemacht.
Ach komm, Uhu. Das sind doch Verschwörungstheorien. Bitte belege diese haarsträubenden Aussagen doch erstmal. "Die USA" gibt es so nicht. Da gibt es so viele Kräfte und Leute - und die Regierung und die Ratingagenturen gehören sicher nicht zusammen! Beweise, mein Lieber, nicht wirre antiamerikanische Theorien. Im übrigen erstaunt mich, dass Du irgendwie bei jedem Problem einen Weg zu finden scheinst, "den Amerikanern" die Schuld dafür in die Schuhe zu schieben. Da solltest Du mal drüber nachdenken. Vor 70 Jahren waren das nicht die "Amerikaner" und "Banker", sondern "die Juden"! Mach Dir über diese Worte mal ehrliche, selbstkritische Gedanken!
j. c. schrieb: > "Die USA" gibt es so nicht. Wer hat Afghanistan überfallen? Wer hat Irak überfallen? Träum weiter...
Inwieweit beantwortet dieses aus dem Zusammenhang gerissene Zitat meine Frage nach ´Beweisen? Welche Belege hast Du für diese Theorie? Wenn es sich zur Zeit für die Amis lohnt irgendwen platt zu machen, dann China. Aber ganz sicher nicht Europa.
Beweis doch du deine Hypothese. >j. c. schrieb: > Wenn es sich zur Zeit für die Amis lohnt irgendwen platt zu machen, dann > China. Dazu haben sie im Moment nicht die Mittel, aber es steht auf der Agenda. > Aber ganz sicher nicht Europa. Wie kommst du darauf, daß Europa "platt gemacht" werden soll? Eropa ist die Kuh der USA und Kühe, die man melken will, soll man bekanntlich nicht schlachten. Anders China - das ist aus US-Sicht eine wilde Kuh, die man erst in Gewalt bekommen muß, wenn man sie melken will.
Nicht behaupten, beweise das doch bitte mal. Belege doch mal diese kruden Thesen! Kannst Du nicht. Du übernimmst sie ungeprüft, weil Sie in Dein vorgefertigtes Weltbild passen, imho.
Wo ist das ganze Geld hin, das für die amerikanischen Schrottpapiere an US-Banken bezahlt wurde? O In den Kreml O In den Vatikan O In die Taschen von Mutter Theresa O In die Slums von Kalkutta O Auf die Konten der Emittenten Zutreffendes bitte ankreuzen. Tipp: Daß sich an Folgegeschäften auch noch andere bereichert haben, ändert nichts am Grundprinzip.
@j.c. du gehst jetzt aber nicht davon aus, daß es den Ratingagenturen nur um die Wahrheit und nichts als die Wahrheit geht? Die Bewertung der Ratingagenturen ist eine "Einschätzung", die sich aufgrund deren Einfluß durchaus dazu eignet, Politik zu machen.
j. c. schrieb: > Wenn es sich zur Zeit für die Amis lohnt irgendwen platt zu machen, dann > China. Aber ganz sicher nicht Europa. Es geht doch nicht ums Plattmachen, sondern um das Auf und Ab an den Börsen. Denn das bringt Spekulationsgewinne, besonders für die ausgesuchte Clientel, die die Ratings von nächste Woche heute schon kennen... Die Staatsverschuldung ist eine ganz andere Baustelle, hat aber auch Methode: Umverteilung von unten nach oben und nach mir die Sintflut... j. c. schrieb: > Nicht behaupten, beweise das doch bitte mal. Und nun beweise mir das Gegenteil! - Oder besser nicht, da käme sowiso nur Blödsinn bei raus... ...
Uhu Uhuhu schrieb: > Wo ist das ganze Geld hin, das für die amerikanischen Schrottpapiere an > US-Banken bezahlt wurde? Du vergisst das die "Schrottpapiere" nicht im dunklen Kellergeschoss der Banken gedruckt wurden, sondern auf realen Krediten und Hypotheken basieren. D.h. die Bank die die Papiere verkauft hat, hat selber wiederrum das Geld an den Kreditnehmer gegeben. Das Geld ist (zum sehr großen Teil) also beim Häuslebauer gelandet :) Und es wurden ja auch nicht alle Kredite weiterverkauft. Viele (US)Banken sind auf den (dann im Preis gestürzten) Häusern sitzen geblieben oder mussten sie mit verlusst weiterverkaufen.
Jörg S. schrieb: > Du vergisst das die "Schrottpapiere" nicht im dunklen Kellergeschoss der > Banken gedruckt wurden, sondern auf realen Krediten und Hypotheken > basieren. Die sich aber entgegen dem AAA-Rating, das diesen Schrottpapieren mitgegeben wurde, zu großem Teil aus uneintreibbaren Forderungen zusammensetzte... > Das Geld ist (zum sehr großen Teil) also beim Häuslebauer gelandet :) Nein, ist es nicht. Es ist bei der Bank gelandet, die die Schrottpapiere verkauft hat, denn der "Häuslebauer" sollte ja den Kredit zurückzahlen, was er aber absehbar irgendwann nicht mehr konnte. Die Folge war, daß das "Häusle" in den Besitz der Bank überging und das, was der "Häuslebauer" sich bis zum Zusammenbruch vom Mund abgespart hatte, ganz einfach futsch war - das hat die Bank eingestekt, um ihre "Kosten" zu decken. > Und es wurden ja auch nicht alle Kredite weiterverkauft. Ja, die Kredite, die mit hoher Wahrscheinlichkeit bis zum Ende bedient werden konnten, hat man behalten. Der Rest wurde "verbrieft" und mit großem Profit verhökert. > Viele > (US)Banken sind auf den (dann im Preis gestürzten) Häusern sitzen > geblieben oder mussten sie mit verlusst weiterverkaufen. Darauf kam es nicht mehr an. Allein mit den Verbriefungen haben sie sich eine goldene Nase verdient und das, was sie ihren wie auch immer gefärbten Niggern abpressen konnten, war Zusatzgewinn.
Uhu Uhuhu schrieb: > Nein, ist es nicht. Es ist bei der Bank gelandet, die die Schrottpapiere > verkauft hat, denn der "Häuslebauer" sollte ja den Kredit zurückzahlen, > was er aber absehbar irgendwann nicht mehr konnte. Stichwort ZURÜCKzahlen. Man zahl etwas ZURÜCK was man bekommen hat. In dem Fall einen Kredit. Verkauft die Bank den Kredit bekommt sie das Geld (i.d.R.) mit Gewinn vom Käufer (andere Bank). Die Bank kann an der Immobilienkrise also nur Gewinn machen wenn sie den Kredit mit Gewinn verkauft hat und dieser Gewinn die verlusste deckt die sie mit den nicht verkauften Krediten macht. > Die Folge war, daß > das "Häusle" in den Besitz der Bank überging und das, was der > "Häuslebauer" sich bis zum Zusammenbruch vom Mund abgespart hatte, ganz > einfach futsch war - das hat die Bank eingestekt, um ihre "Kosten" zu > decken. Und wenn sie ihre Kosten nicht decken konnte? > Ja, die Kredite, die mit hoher Wahrscheinlichkeit bis zum Ende bedient > werden konnten, hat man behalten. Richtig, da hatten die ja die Ratingargenturen für :) > Allein mit den Verbriefungen haben sie sich > eine goldene Nase verdient und das, was sie ihren wie auch immer > gefärbten Niggern abpressen konnten, war Zusatzgewinn. Nach Quellen für die Behauptung frage ich wohl lieber nicht, oder?
Jörg S. schrieb: > Man zahl etwas ZURÜCK was man bekommen hat. Aber das Geld hat der der Verkäufer des Hauses bekommen und im Übrigen war den Drückern, die den "Häuslebauern" den Kredit aufgeschwatzt haben - von selbst wären die nämlich in den seltensten Fällen auf die Idee gekommen ein Haus zu kaufen - von vorn herein klar, daß die Wahrscheinlichkeit für ein Scheitern sehr hoch ist. Aber das war eben einfach egal, weil die Kerle jeden Hund überreden sollten, einen Häule-Kredit aufzunehmen, damit man auf der einen Seite einen hatte, den man ausnehmen kann, wie eine Weihnachtsgans, während man diesen ganzen Subprime-Mist verbrieft und die Wundertüten dann nach Europa verkauft - womit die Gegenpositiopn zum Kredit aus den Büchern verschwunden war und die Bank das nicht vorhandene Geld nochmal als Subprime-Kredit ausgeben konnte. Das Ganze war sozusagen eine doppelte Gelddruckmaschine. So Jörg, ich meine, ich habe dir jetzt genug Informationen gegeben. Wenn du die Sache kapieren willst, dann tus, ansonsten geh woanders mit deinem schlichtgestrickten Weltbild hausieren.
A. K. schrieb: > Immerhin ging dort deshalb Lehman Brothers über > die Wupper und allerlei (Ex-)Hausbesitzer hat es ebenso erwischt. Rückwirkend betrachtet klingt die ganze Lehman-Pleite wie ein schlechter Witz: im September 2008 waren die Verluste der Lehmanbank im dritten Quartal: 3,9 Milliarden Dollar weil die US-Regierung bereits 3 Großbanken mit Millarden Dollar stützen musste, war der politische Druck (wohl seitens der Reps) groß nicht noch weitere Milliarden Dollar aufzubringen, um schlecht wirtschaftende Banken aufzufangen, als Folge ging Lehman insolvent allein der durch die plötzliche Insolvenz hervorgerufene Schaden war geschätzt bereits 50 bis 70 Milliarden Dollar die Schuldenberg den Lehman hinterlies wuchs dann auf 200 Milliarden Dollar
Uhu Uhuhu schrieb: > und im Übrigen war den Drückern, die den "Häuslebauern" den Kredit > aufgeschwatzt haben [...] > von vorn herein klar, daß die Wahrscheinlichkeit für ein Scheitern sehr > hoch ist. Genau, alles Jahrzehnte lang vorbereitet und geplant :) Aber einige waren wohl nicht eingeweiht: - US-Hypothekenfinanzierer New Century -> Insolvenz - American Home Mortgage -> Konkurs - US-Immobilienbank Countrywide Financial nimmt 11,5 Milliarden Dollar auf, um weitere Kredite zu finanzieren. - US-Hypothekenbank First Magnus stellt ihr Geschäfte ein. - Die US-Finanzgruppe Capital One streicht wegen der Immobilienkrise 1.900 Stellen und schließt ihre Hypothekenabteilung - Citigroup berichtet von einem Gewinneinbruch um 57 Prozent - Merrill Lynch muss wegen der Immobilienkrise mehr als 8 Milliarden Dollar abschreiben - Morgan Stanley kündigt für das vierte Quartal weitere Abschreibungen von 2,5 Milliarden Dollar an. - Bank of America kündigt Abschreibungen von 3 Milliarden Dollar an - Bear Stearns muss wegen der Hypothekenkrise erstmals in ihrer 84-jährigen Geschichte einen Quartalsverlust ausweisen. - Die Hypotheken- und Immobilienkrise in den USA hat auch die Investmentbank Merrill Lynch im vergangenen Jahr tief in die roten Zahlen gezogen. Für das Jahr 2007 gab das Unternehmen in New York einen Nettoverlust von 7,8 Milliarden Dollar (5,3 Milliarden Euro) bekannt. Allein im vierten Quartal verlor der Finanzriese nach eigenen Angaben 9,8 Milliarden Dollar, die Wertminderungen durch faule Kredite bezifferte sie auf 11,5 Milliarden Dollar. Quelle: http://www.rp-online.de/wirtschaft/chronik-us-immobilienkrise-und-die-folgen-1.2204464 > ich meine, ich habe dir jetzt genug Informationen gegeben. Ich vermisse noch deine Zahlen über die extremen Gewinne der US-Banken während der Krise. Wenn du die noch schreiben könntest... > deinem schlichtgestrickten Weltbild hausieren. Sagt der bei dem "die da oben" immer an allem Schuld sind. Und insbesondere die USA :)
Die Agenturen bewerten Anlagen im Interesse ihrer Anleger - das ist die simple Wahrheit darüber. Die Anleger sind die Märkte welche gern den Steuerzahler zur Kasse bitten - kurz erklärt. Interessant fand ich den Mann der in den USA vor Gericht ging als ihm die Bank das Haus wegnehmen wollte. Seine Argumentation: Die Bank hätte einfach Geld erfunden und ihm als Kredit gegeben, was er nun rechtlich ja nicht zurückzahlen muss, da der Kredit rein fiktiv nur durch sein Haus erschaffen wurde. Das Gericht gab ihm Recht und er musste nicht zahlen. Wenn man die Funktion des Geldsystems verstanden hat, der Zinsen für nichts - geht einem dieser sicher einmalige geniale Schachzug dieses eloquenten Mannes auf. Es ist eine Systemimmanente Notwendigkeit das die Geldmenge so anwächst, das sie die Warenmenge derartig kontrolliert, das das System kollabieren muss. Bisher wurde das in Kriegen gelöst - diesmal werden wir einfach nur mächtig verschuldet. Könnte man das so weiter treiben, wären irgendwann alle (Firmen, Staaten, Privatleute) bei den Banken auf ewig verschuldet und nur HIV hindert die Massen an einer Revolution. Wenn wir Glück oder Pech haben, erleben wir noch ob Marx recht hatte - das der Imperialismus so gewaltige Produktionskräfte entwickelt, das er sich am Ende selbst sprengt - weil die sozialen Unterschiede eine Explosion einleiten, welche in ihrer Dynamik von keiner Gewalt gestoppt werden kann, weil sie sich im Bewusstsein aller Menschen etabliert. Diese Bewegung wird dann so mächtig sein wie seinerzeit vor 7000 Jahren als die Menschen mit Bewusstsein die Herrschaft über die Welt übernommen haben und die "Anderen" wurden einfach totgeschlagen - man kann es im AT nachlesen.
>Wie kann eine private Agentur (Standard&Poors) durch Abgabe
irgendwelcher ungünstiger Gutachten weltweit ganze Staaten
wirtschaftlich schädigen?
.. ungunenstiger Gutachten ... nicht ganz. Sie nehmen der zeitarmen
Horde von Investoren die Verantwortung ab. Dass ein Staat quasi bankrott
ist kann man mit wenig Nachrichtenstudium selbst herausfinden.
zB. Die Griechen aendern keine ihrer Strukturen, wollen weder arbeiten,
noch Steuern zahlen. Fuer jeden Euro, den man denen gibt muss man mit
einer hohen Wahrscheinlichkeit mit einem Verlust rechnen. Das kann jeder
selbst rausfinden. Man kann diese erschuetternede Erkenntnis auch
auslagern und ist dann bei einer Ratingagentur.
>Die Agenturen bewerten Anlagen im Interesse ihrer Anleger - >das ist die simple Wahrheit darüber. Du weißt schon, daß abgesehen von Staaten die Bewerteten die Rating-Agenturen bezahlen? Ganz so simpel wie Du möchtest, ist Deine Wahrheit nicht.
Uhu Uhuhu schrieb: > Michael Lieter schrieb: >> und nur HIV hindert die Massen > > ??? HIV = Hartz IV Die Leute sitzen vor dem HIV-TV uns sehen den ganzen Tag BigBrother oder sonst was, können essen und wohnen. Die Leute lockt man nicht hinter dem Ofen vor um eine Revolution zu machen. Bei den großen Demos, sagen wir Castor oder St21 gehen die Leute auf die Straße, aber das ist völlig lächerlich gegenüber der Zeit als die Bundeswehr von den Amis nuklear bewaffnet wurde. Da waren 10 mal mehr Leute auf der Straße - genützt hat es dennoch nichts. In Leipzig wurde die friedliche Revolution geboren, die Vorbereitungen zum Niederschlagen wurden zwar getroffen, aber die NVA erhielt von ganz oben den Befehl nichts zu unternehmen. Und es war sicher nur in der DDR eine solche Revolution möglich, weil die Soldaten dem Prinzip des unbedingten Gehorsams verpflichtet waren und es per Definition unmöglich einen Einsatz einer Volksarmee gegen das Volk geben kann. Bei der Bundeswehr in der ich auch mehrere Jahre gedient habe, wäre ich mir da nicht so sicher. > >> man kann es im AT nachlesen. > > ??? Sacharja 13, 3-4 Das zu verstehen bedeutet aber zu verstehen wie das menschliche Bewusstsein entstanden ist. Dazu empfehle ich zu lesen: Der Ursprung des Bewusstseins (Julian Jaynes) - eine wissenschaftliche Arbeit mit Erkenntnissen der Neurologie und Studium historischer Quellen. Als pdf frei Verfügbar. Zugegeben es liest sich teilweise langatmig, aber es lohnt sich dieses Werk zu lesen. (621 Seiten - ich kann es unmöglich zusammen fassen, es wäre immer nur ein Fragment welches erst im Gesamtbild verstanden werden kann.)
Michael Lieter schrieb: > Uhu Uhuhu schrieb: >> Michael Lieter schrieb: >>> und nur HIV hindert die Massen >> >> ??? > > HIV = Hartz IV > > Die Leute sitzen vor dem HIV-TV uns sehen den ganzen Tag BigBrother oder > sonst was, können essen und wohnen. Die Leute lockt man nicht hinter dem > Ofen vor um eine Revolution zu machen. Yay Pauschalisierung Runde x. > Das zu verstehen bedeutet aber zu verstehen wie das menschliche > Bewusstsein entstanden ist. Dazu empfehle ich zu lesen: Der Ursprung des > Bewusstseins (Julian Jaynes) - eine wissenschaftliche Arbeit mit > Erkenntnissen der Neurologie und Studium historischer Quellen. > Als pdf frei Verfügbar. Yay Michael Lieter Runde y.
Michael Lieter schrieb: > HIV = Hartz IV Das ist eine etwas eigenwillige Abkürzung. Ich kenne sie für Humanes Immundefizienz - Virus > Sacharja 13, 3-4 Es ist das Übliche: Abkürzungen gelten nur in einem bestimmten Kontext. Wenn du den nicht angibst, wenn es nicht der Default-Kontext des Forums hier ist, dann wirds schwierig, nachzuvollziehen, was du meinst. Mein Default-Kontext hier ist Comuterei in weitem Sinn und da deutet AT eher auf den Subkontext PC. Wenn ich ganichts passendes finde, dann kommt der allgemeine Kontext dran - siehe oben.
Uhu Uhuhu schrieb: > Mein Default-Kontext hier ist Comuterei in weitem Sinn und da deutet AT > eher auf den Subkontext PC. Ok AT steht für Altes Testament. Entschuldigung, ich bin selbst ein Abkürzungsvermeider, da man unmöglich alle kennen kann. Simon K. schrieb: > Yay Pauschalisierung Runde x. Ja, es ist eine Pauschalisierung - eine Einzelfallbetrachtung dürfte aber lange dauern.
Eigentlich sind die Rating Agenturen viel zu freundlich. Aber wenn das eigene Land wo man aufgewachsen ist eine recht schiefe Ebene ist, hat man sich schon dran gewoehnt, dass schief gleich eben ist. Eigentlich muesste es das AAA nur fuer nicht-Schuldner geben. Und die USA und dergleichen sind beim Nuller anzusiedeln.
@ Hacky die Ratingagenturen bewerten aber das Kreditrisiko und nicht das Saldo und nur das ist für den Kreditgeber interressant. Wenn du nie einen Kredit bei deiner Bank aufgenommen hast, so ist bei Bedarf dein Rating z.B. schlechter als das eines Kunden, welcher regelmäßig die verhandelten Kretdite bedient und auch fähig ist einen Kredit abzulösen ohne Insolvenz anzumelden. Und nicht anderes wird hier bewertet, solange es seriös zugeht und nicht politischer Missbrauch stattfindet oder durch Eigeninteressen diese Bewertung verzerren Hier aber scheint das Problem zu liegen. Offensichtlich gibt es ein hinreichendes Interesse der Ratingagenturen den Dollar gegenüber dem Euro als sichere Alternative darzustellen, inwieweit dies zutreffend ist wird durch Rückkopplungseffekte von den Agenturen mitdeterminiert. Namaste
Pico Oschi schrieb: > Eigentlich muesste es das AAA nur fuer nicht-Schuldner geben. Nicht-Schuldner brauchen aber kein Rating... ...
Ich bin dafür, in Deutschland auch so eine Rating-Agentur zu gründen. Der Sitz müßte auf jeden Fall in Ratingen sein. MfG Paul
>>Pico Oschi schrieb: >> Eigentlich muesste es das AAA nur fuer nicht-Schuldner geben. > >Nicht-Schuldner brauchen aber kein Rating... Ja. Das ist richtig. Trotzdem braucht man ein Rating, denn man weiss ja nie.. Norwegen emitiert zB Staatsanleihen mit 3% oder so. Dabei haetten sie genuegend Oel, und diese nicht zu benoetigen.
Paul Baumann schrieb: > Der Sitz müßte auf jeden Fall in Ratingen sein. Aber dort sind sie doch schon mit Rätselraten voll ausgelastet. Pico Oschi schrieb: > Dabei haetten sie genuegend Oel, und diese nicht zu benoetigen. Das ist doch das übliche Scheißspiel zum Aussaugen des Steuerzahlers: der Staat, der der das Geldschöpfungsrecht hat, gibt den Banken billige Kredite, an denen die sich dumm und dämlich verdienen und zahlt dafür selbst noch Zinsen an die Blutsauger.
>Eigentlich sind die Rating Agenturen viel zu freundlich.
Das ist exakt der Punkt! Irgendwelche Theorien bezüglich "die wollen
Europa ruinieren und Kasse machen" halte ich eher für eine moderne Form
der Dolchstoßlegende. Es ist doch immer einfach, einem unliebsamen Feind
die Schuld zu geben, als einzusehen, dass alle Staaten in Europa seit
Jahrzehnten mehr als unsolide wirtschaften. Wieso Deutschland ein
Top-Rating hat ist mir ebenfalls unklar.
j. c. schrieb: > Es ist doch immer einfach, einem unliebsamen Feind > die Schuld zu geben, als einzusehen, dass alle Staaten in Europa seit > Jahrzehnten mehr als unsolide wirtschaften. Du hast ein sehr schlichtes Weltbild. Eben kam eine Rede von Herrn Osterdelle im SWR, in der er - in Amiland - Journalisten vorrechnete, daß die Garantien, die Deutschland für die ganze -- von US-Banken, -Ratingagenturen, Beratungsunternehemen etc. pp. in Zusammenarbeit verursachte Banken und Finanzkrise -- 200 Mrd. EUR betragen. Das entspräche auf die Wirtschaftskraft der USA hochgerechnet 1 Billion EUR. Dann stellte er die Frage, ob die USA bereit wären, diesen Betrag fremden Ländern zur Verfügung zu stellen. Damit wird die Rollenverteilung in dem Scheißspiel endlich mal richtig deutlich: Die USA fordern von D., die Zeche zu bezahlen, was bedeutet, daß die Schäden, die durch tatkräftige Nachhilfe aus den USA - ich erinnere nur an die massenhafte Verbriefung von Subprime-Krediten -- wie das funktioniert, habe ich oben beschrieben -- und die "Beratung", die Griechenland erfuhr, um jahrelang die Defizite zu verschleiern, bis ein Potential aufgebaut war, was für die ganze EU in bedrohliche Dimensionen gekommen war - von Deutschland bezahlt werden sollen. (Übrigens: daß Griechenland nur durch Betrug die Beitrittskriterien zum Euro "erfüllen" konnte, pfiffen schon seinerzeit die Spatzen von den Dächern.) Die US-Finanzfritzen haben - ganz im Gegensatz zu dir - längst begriffen, daß eine ordentliche Krise immer Riesenchancen bietet, sich daran zu bereichern, wenn man über die entsprechenden Mittel verfügt und daß es aus ihrer Sicht eine ganz hervorragende Idee ist, Krisen anzubahnen und bei passender Gelegenheit loszutreten. Sie nutzen dieses Wissen weidlich. Unsere "Hardliner" haben die Aufgabe, sicherzustellen, daß die "Investoren" möglichst wenig Schaden durch Staatspleiten nehmen und daß die kleinen Leute - wie geplant - die Zeche für die Verbrechen der vergangenen 10 Jahre bezahlen. Daß Osterdelle wie ein Milchbubi in Washington zum Rapport angetreten ist und sich für den Verrat auch noch Lob abholen will, es aber nur sehr halbherzig bekommt, zeigt nur das ganze Elend unserer Politkaste.
Ach Du weia, bist Du durch! Geh mal zum Arzt. Statt mit Beweisen kommst Du mir immer wirreren Theorien und Zusammenhängen.
Schalt dein Hirn ein und such dir einen besseren Nick - dein derzeitiger ist nicht geeignet, klare Gedanken zu fassen.
Uhu Uhuhu schrieb: > daß Griechenland nur durch Betrug die > Beitrittskriterien zum Euro "erfüllen" konnte, pfiffen schon seinerzeit > die Spatzen von den Dächern. Und dazu hiess es damals: GR ist so klein und hat so eine unbedeutende Volkswirtschaft, das wird nie den Euro in Gefahr bringen. Das füttern wir locker mit durch. j. c. schrieb: > Irgendwelche Theorien bezüglich "die wollen > Europa ruinieren und Kasse machen" halte ich eher für eine moderne Form > der Dolchstoßlegende. Stimmt genau. Deswegen wird auch nicht gegen den Euro gewettet. Und überhaupt wollen die ganzen Finanzjongleure doch nur unser Bestes...
Nö, Die wollen alle nur Kasse machen. Aber zu sowas gehören immer zwei: einer der sich in Schwierigkeiten begibt, und einer der dann davon profitiert. Dass Deutschland und Resteuropa überschuldet sind, wird seit Jahren diskutiert, tut doch nicht so, als hätte das keiner gewusst. Die Ratings waren viel zu lang viel zu gut!
j. c. schrieb: > Dass Deutschland und Resteuropa überschuldet sind, wird seit > Jahren diskutiert, tut doch nicht so, als hätte das keiner gewusst. Die > Ratings waren viel zu lang viel zu gut! Willst du jetzt wieder an den Rating-Agenturen rumkritteln? Wie schon gesagt, das war kein Fehler der RA. Die haben sich genau so verhalten, wie die "Finanzindustrie" es von ihnen erwartet hat. Sie verfügen nämlich über wirkliche Experten - sowohl i.S. Wirtschaft, als auch in Psychologie - und wissen ihre Klaviatur zu bedienen. Der einzige Fehler ist, daß du das nicht sehen willst und zur Ehrenrettung der Betrüger und dem Erhalt deiner Illusionen versuchst, alles schönzureden.
Also ich bin schon der Meinung, dass hier im Thread viel Stuss geschrieben wird. Wenn solche Aussagen wie "mehr als unseriös" kommen weiß ich, dass das Boulevardniveau erreicht ist und ich mich besser zurückhalte. Fakt ist allerdings, dass Japan mit 200% Schuldenquote noch AAA hat (OK, kommt natürlich darauf an, WO man die Schulden hat). Und niemand kann leugnen, dass die Herabstufungen in der europäischen Schuldenkrise (die nur deshalb eine "europäische" ist, weil sich alle Welt auf den Euroraum eingeschossen hat und alle anderen hoch verschuldetetn Staaten anscheinend aus dem Bewusstsein verdrängt wird) stets eine Kettenreaktion ausgelöst haben: 1. RA X stuft Land herab 2. Zinsen für Anleihen steigen deshalb 3. RA Y stuft Land herab, weil Zinsen steigen 4. Zinsen für Anleihen steigen weiter 5. RA Z stuft Land herab, weil Zinsen steigen 6. weiter mit 1. so lange Zinsen <=7%, dann 7. Land ist bankrott, da die horrenden Zinsen den Staat zahlungsunfähig macht. Diese perfide Spirale ist schon an der letzten Herabstufung der neun Eurostaaten, und wenige Tage später die Herabstufung des EFSF WEGEN der herabstufung der Staaten von derselben Agentur zu erkennen. Das ist doch eine klassische Kettenreaktion. Außerden kann es, unabhängig vom Schuldenstand der Länder, ja wohl nicht sein, dass US-amerikanische Firmen über das Wohl und Wehe eines ganzen Kontinents herrschen. Die Ratingagenturen haben aktuell, zumindest aus europäischer Sicht, so etwas wie die Weltmacht. Und dass die ganze Schuldenproblematik sich nur durch die Zinsen verschärft, sollte bei der Diskussion nicht vergessen werden.
Eben. Deswegen wird es bald auch europaeische Rating Agenturen geben. Wurde auch Zeit. Ob die dann besser sind wird sich zeigen. IMO, kann es fuer Dauerschuldner kein AAA geben. Allenfalls fuer Laender, die meist im Plus sind, und vielleicht mal ein schlechtes Jahr haben und deshalb einmal etwas im Minus sind. In Europa haben wir glaub keins davon... IMO, sollten Dauerschuldner, wie die USA, die eh nie zurueckzahlen koennen/wollen/werden einen Nuller bekommen.
Pico Oschi schrieb: > IMO, sollten Dauerschuldner, wie die USA, die eh nie zurueckzahlen > koennen/wollen/werden einen Nuller bekommen. Lies, was das ehemalige Nachrichtenmagazin heute zum Thema zum Besten gibt: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,810748,00.html Bei den Gaunereien wurden eben kein Kapital vernichtet, wie man dem Deutschen Michel immer versucht, weis zu machen, sondern es ist nur auf andere Konten geflossen. Da behaupte noch einer, Verbrechen würden sich nicht lohnen...
Uhu Uhuhu schrieb: > Bei den Gaunereien wurden eben kein Kapital vernichtet, wie man dem > Deutschen Michel immer versucht, weis zu machen, sondern es ist nur auf > andere Konten geflossen. Das wird tatsächlich immer verschwiegen. Denn wenn man immer diese Sendungen sieht wo sich Leute in Kalifornien Häuser für 500 Mio kaufen wollen und man fragt sich wo das Geld was die haben eigentlich herkommt - geht die Sache ja auf. Interessante Anfrage der Grünen (2009) im Bundestag: Die Gläubiger sollen doch bitte einmal genannt werden, damit man mit ihnen reden kann. Es soll ja der Steuerzahler Milliarden zahlen - an wen bitte? In einer echten Demokratie könnte man zumindest darüber reden. Nein, die werden nicht genannt. Aha. Das funktioniert aber auch nur solange wie der Geldmenge eine hinreichende Warenmenge bzw. Menge an Arbeitskraft gegenüber steht um die Forderungen zu bedienen.
Was haben denn Ratingagenturen und die sog. Krise mit mir zu tun? Ich habe heute einen einträglichen Beruf, den hatte ich auch vorher. Keine negative Veränderung durch welche Krise auch immer. Es wird immer so dargestellt als ob das für die Deutschen so wichtig wäre aber ich sehe da kein Problem für mich. Welche Probleme habe ich speziell damit, daß irgendwer Schulden macht? Höhere Steuern? Dann ziehe ich halt in die Schweiz oder nach Österreich.
Dein Vater schrieb: > Es wird immer so dargestellt als ob das für die Deutschen so wichtig > wäre aber ich sehe da kein Problem für mich. > > Welche Probleme habe ich speziell damit, daß irgendwer Schulden macht? > Höhere Steuern? Dann ziehe ich halt in die Schweiz oder nach Österreich. Ja, höhere Steuern wenn die Staatsverschuldung durch Steuern getilgt werden muss. Und da der Franken auch an den € gekoppelt ist, dürfte eine Umsiedelung wirkungslos sein. Du hast keine Problem damit weil wir hier in Deutschland verglichen mit anderen Ländern im Pradies leben. Mich dürfte das auch kaum betreffen oder merklich in meiner Lebensqualität mindern - was sind 1000 € pro Jahr mehr Steuern? Merke ich gar nicht. Aber es gibt Länder da wird für diesen Unterschied ein Krieg angefangen und für die Betroffenen ist es der Unterschied zwischen Leben und Tod.
Dein Vater schrieb: > Was haben denn Ratingagenturen und die sog. Krise mit mir zu tun? - Es wird noch weniger Geld für Erhalt und Ausbau der Infrastruktur vorhanden sein und das bei - steigende(n) Steuern, z.B. Mineralöl-, Strom-, Grund-, Mehrwert- steuer... - die Städte werden verkommen, weil sie kein Geld für Instandhaltung mehr haben - von Investitionen ganz zu schweigen - das Bildungssystem wird noch mehr verkommen, als es eh schon ist - für Bibliotheken, Theater, Museen wird kein Geld mehr da sein - der Staat wird für jeden kleinen Handstreich, zu dessen Abnahme er dich verfplichtet, die Hand aufhalten Wenn dich das alles nicht juckt...
Uhu Uhuhu schrieb: > Dein Vater schrieb: >> Was haben denn Ratingagenturen und die sog. Krise mit mir zu tun? > > - Es wird noch weniger Geld für Erhalt und Ausbau der Infrastruktur Habe ich noch nie als Problem erlebt > vorhanden sein und das bei > - steigende(n) Steuern, z.B. Mineralöl-, Strom-, Grund-, Mehrwert- > steuer... Die steigt auch ohne eine Krise. Gründe finden sich immer. > - die Städte werden verkommen, weil sie kein Geld für Instandhaltung > mehr haben - von Investitionen ganz zu schweigen Schau dir Köln an, dann weißt du was verkommen ist > - das Bildungssystem wird noch mehr verkommen, als es eh schon ist Na und? Ich bin aus der Schule raus und meine Kinder gebe ich in Privatschulen > - für Bibliotheken, Theater, Museen wird kein Geld mehr da sein Bibliotheken verlangen schon lange eine Gebühr, zu einer Zeit als niemand das Wort Krise kannte, Theater ist für mich uninteressant und Museen sowieso. Und ich habe keinerlei Nachteile dadurch gehabt, daß mir diese Dinge gleich waren. > - der Staat wird für jeden kleinen Handstreich, zu dessen Abnahme er > dich verfplichtet, die Hand aufhalten Wegziehen in die Schweiz oder Österreich.
Hallo Uhu, Ich würde eher denken das die allgemeinen Steuern auf alles steigen und man diese speziellen Kürzungen so nicht durchführt. Man wird das über ein verringertes Nettoeinkommen machen und wer damit ein Problem hat - ist dann ein ganz eigenes (persönliches) Problem. Die entsprechenden "Gruppen" werden sich weiterhin Mittel zu besorgen wissen, aber der Einzelne wird es nicht können. Sogesehen folgt eine weitere Verschärfung derer die Arm sind zu denen die Reich sind. Über die Superreichen dürfen wir ja nicht sprechen. Zum Glück bin ich ja Reich - so als Ingenieur = Ihr wisst was ich meine.
Michael Lieter schrieb: > Zum Glück bin ich ja Reich - so als Ingenieur = Ihr wisst was ich meine. Gibt es Anlaß zum Neid?
Dein Vater schrieb: > Michael Lieter schrieb: >> Zum Glück bin ich ja Reich - so als Ingenieur = Ihr wisst was ich meine. > > Gibt es Anlaß zum Neid? Das hängt sicher davon ab was du selbst für dich als Reich betrachtest.
Dein Vater schrieb: > Bibliotheken verlangen schon lange eine Gebühr, zu einer Zeit als > niemand das Wort Krise kannte, Du glaubst doch nicht im Ernst, daß die auch nur annähernd kostendeckend ist. > Theater ist für mich uninteressant und Museen sowieso. Banausen braucht das Land, dann läßt es sich leichter ausnehmen... Michael Lieter schrieb: > Ich würde eher denken das die allgemeinen Steuern auf alles steigen und > man diese speziellen Kürzungen so nicht durchführt. Diese speziellen Kürzungen wurden in Folge der "Bankenkrise" schon einmal verhängt. Wieso sollten die das nicht wiederholen, zumal die Merkel doch nur eines kennt: totsparen? > Sogesehen folgt eine weitere Verschärfung derer die Arm sind zu denen > die Reich sind. Über die Superreichen dürfen wir ja nicht sprechen. Das Ziel ist, Europa zu lateinamerikanisieren und es zum zweiten Hinterhof der USA zu machen. Wer wissen will, wohin die Reise geht, der muß nur in die Länder südlich des Weltherrschers reisen, um zu sehen, was uns erwartet.
>Das Ziel ist, Europa zu lateinamerikanisieren
Könntest Du das bitte belegen?
j. c. schrieb: > Könntest Du das bitte belegen? Warte, warte noch ein Weilchen, bald kommt Haarmann auch zu dir. Mit dem kleinen Hackebeilchen macht er Hackefleisch auch aus dir.
Uhu Uhuhu schrieb: > Pico Oschi schrieb: >> IMO, sollten Dauerschuldner, wie die USA, die eh nie zurueckzahlen >> koennen/wollen/werden einen Nuller bekommen. > > Lies, was das ehemalige Nachrichtenmagazin heute zum Thema zum Besten > gibt: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,810748,00.html > > Bei den Gaunereien wurden eben kein Kapital vernichtet, wie man dem > Deutschen Michel immer versucht, weis zu machen, sondern es ist nur auf > andere Konten geflossen. > > Da behaupte noch einer, Verbrechen würden sich nicht lohnen... Es gibt ja verschieden Arten von Kapital, Geldkapital wurde in der Tat wenig vernichtet. Sieht man an den versch. Geldmengenaggregaten(M0-M3). Was heißt auch schon vernichtet? Wenn mein Haus (Realkapital) im Wert um 50% fällt, was wurde da vernichtet? Es hat sich die Bewertung in Geldkapital geändert. Es ist auch kein Geld auf andere Konten geflossen, es wurden die Aktiva(Geldmarktpapiere, Derivate, Realkapital...)der Banken entwertet. Sondern es wurden uneinbringliche Forderungen auf den Staat umgeschuldet. EZB kauft Staatsanleihen, 500 Milliarden Tender der EZB der kürzlich aufgelegt wurde, 500 Milliarden Target Forderungen der Bundesbank an das EZB-System. Was ich mich Frage, warum hat man sich erst so abhängig von den US-Ratinganturen gemacht? War man wirklich der Meinung das diese völlig Unabhängig sind und nur das Beste für die Anleger wollen? Wie naiv muss man sein? Warum überhaupt Ratingagenturen? Ist wahrscheinlich dem ekalhaften Taylorismus geschuldet. In dem Punkt bin ich schon fast bei der FDP, soll doch jeder Markteilnehmer selber für seine Entscheidungen verantwortlich sein, Gewinne wie Verluste selber tragen. Ich halte Ratingagenturen für völlig überflüssig. Wie unabhängig könnte denn nun so eine Europäische-Ratingagentur sein? Noch so eine Witz, die Europäische-RA schallt dann den US Posaunen um 90 Grad Phasenversetzt entgegen, heraus kommt Null-Information. @Dein Vater Du bist aber nicht der Mittelpunkt der Universums, darum wundert es mich, dass es Dich wundert, dass sich jemand von der Finanzkrise bedroht fühlen könnte. MfG
Peter Funke schrieb: > Warum überhaupt Ratingagenturen? Jeder der Kredite vergibt oder anderweitig Geld anlegt, der sollte sich vorher darüber informieren, wie gross die zu diesem Zeitpunkt abschätzbaren Chancen sind, sein Geld auch wiederzusehen. Es liegt in der Natur der Sache, dass sich diese Entscheidungsfindung mindestens teilweise auch als externe Dienstleistung auslagern lässt. Genau das sind diese Rating-Agenturen. Otto-Normalanleger macht das ja auch nicht anders. Der liest beispielsweise die Zeitschrift Finanztest. Die ist mit ihren Tabellen auch sowas wie eine Rating-Agentur, nur in kleinerem Umfang für einen anderen Kundenkreis. > Wie unabhängig könnte > denn nun so eine Europäische-Ratingagentur sein? Noch so eine Witz, Yep. Aber wenn man in die Ratings genug Konfusion einimpft, also wenn statt ein paar synchron laufende US-Agenturen nun ein Dutzend Agenturen quer verteilt über die verschiedenen Regionen und Interessenlagen jede ein völlig anderes Bild zeichnet, dann ist dein Ziel erreicht: Die Leute müssen wieder ihren eigenen Kopf bemühen. Wenn du also die Rating-Agenturen abschaffen willst, dann ist genau das der richtige Weg: Schaff mehr davon, mit möglichst unterschiedlichen Ergebnissen. Das funktioniert bestimmt viel besser als ein Verbot.
A. K. schrieb: > Wenn du also die Rating-Agenturen abschaffen willst, dann ist genau das > der richtige Weg: Schaff mehr davon, mit möglichst unterschiedlichen > Ergebnissen. Das funktioniert bestimmt viel besser als ein Verbot. Interessanter Gedanke, also Steigerung der Komplexität um deren Zusammenbruch zu bewirken. Hat bis jetzt aber noch nirgendwo funktioniert. MfG
Uhu Uhuhu schrieb: > Dein Vater schrieb: >> Bibliotheken verlangen schon lange eine Gebühr, zu einer Zeit als >> niemand das Wort Krise kannte, > > Du glaubst doch nicht im Ernst, daß die auch nur annähernd kostendeckend > ist. Es geht darum, daß die Bibliothek mit meinen Gebühren Bücher kauft, die ich nicht will. Früher war die Bibliothek kostenlos. Da gab es auch keine Pcs dort - die auch heute keiner dort braucht, außer an den Kassen. >> Theater ist für mich uninteressant und Museen sowieso. > > Banausen braucht das Land, dann läßt es sich leichter ausnehmen... Toll, daß du täglich ins Theater gehst und alle Werke in und auswendig kannst. Wie machst du das nur? PS: Schön, daß du mit dem Rest übereinstimmst.
Peter Funke schrieb: > Interessanter Gedanke, also Steigerung der Komplexität um deren > Zusammenbruch zu bewirken. > Hat bis jetzt aber noch nirgendwo funktioniert. Ok, ich hatte den Begriff "abschaffen" etwas grosszügig verwendet. Zusammenbrüche sind was für Doomsday-Propheten. Wenn du die Rating-Agenturen als Hexen verbrannt sehen willst, um geeignete Schuldige für die Krise zu haben, dann muss du sie verbieten. Ihre Bedeutung wird das ihnen aber nicht nehmen. Wenn es dir jedoch ausreicht, ihnen die heutige Macht über die Staaten zu nehmen, dann ist es sinnvoller, deren Ergebnisse zu entwerten, indem man diverse verschiedene Ergebnisse auf die Kunden einprasseln lässt. Die Agenturen dürfen bleiben, sollen es auch, aber sie dürfen nicht mehr den Eindruck einer zentralen Macht vermitteln, eines "single point of control".
Dein Vater schrieb: >>> Theater ist für mich uninteressant und Museen sowieso. >> >> Banausen braucht das Land, dann läßt es sich leichter ausnehmen... > Toll, daß du täglich ins Theater gehst und alle Werke in und auswendig > kannst. Wie machst du das nur? Junge, Junge, wie borniert bist du denn? Es geht nicht darum, daß man alles in sich reinfressen muß, was mit Steuergeldern bezahlt wird, sondern um Möglichkeiten, die man hat und nutzen kann, wenn einem danach ist. Wenn es diese Möglichkeiten nämlich nicht gibt, dann hat man so viel Chancen, wie diejenigen, die das Thema erstmals bearbeitet haben. Die Folge wäre, daß jeder wieder bei Null anfangen muß - was jeglichen Fortschritt - nicht nur in schöngeistigen Dingen, sondern in allen - verhindert. Es wäre das Ende der menschlichen Kultur. Im Übrigen: Hast du dir schonmal überlegt, was dir die Bundeswehr in Afghanistan nutzt? Frißt du etwa gerne in Benzin gegrillte afghanische Bauern mit dem Stempel "Taliban - made in Afghanistan" auf dem Steak?
Uhu Uhuhu schrieb: > Lies, was das ehemalige Nachrichtenmagazin heute zum Thema zum Besten > gibt: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,810748,00.html > Bei den Gaunereien wurden eben kein Kapital vernichtet, wie man dem > Deutschen Michel immer versucht, weis zu machen, sondern es ist nur auf > andere Konten geflossen. Dazu steht in dem Artikel nichts. Uhu Uhuhu schrieb: >> Könntest Du das bitte belegen? >Warte, warte noch ein Weilchen, bald kommt Haarmann auch zu dir. Mit dem >kleinen Hackebeilchen macht er Hackefleisch auch aus dir. Wieder ein echter Uhu, nur schwafeln, nichts erklären :)
Jörg S. schrieb: > Wieder ein echter Uhu, nur schwafeln, nichts erklären :) Nein lieber Jörg. Ich hab nur keine Lust in Mülleimer reinzurufen. Streng deinen Verstand an und such selbst nach Strukturen in den Nachrichten. Das Leben ist leider nicht in Handbüchern definiert.
Uhu Uhuhu schrieb: > Nein lieber Jörg. Ich hab nur keine Lust in Mülleimer reinzurufen. Warum schreibst du dann überhaupt hier was? Oder bist du in der Politik tätig? Das würde einiges erklären :) > Streng deinen Verstand an und such selbst nach Strukturen in den > Nachrichten. Da steht das er der Eurozone ähnlich geht wie den USA. Von deiner Verschwörung zur Ausplünderung der Eurostaaten also keine Spur zu finden.
Jörg S. schrieb: > Warum schreibst du dann überhaupt hier was? Weil es hier auch Leute mit Hirn gibt. > Von deiner Verschwörung zur Ausplünderung der Eurostaaten also keine Spur > zu finden. Gibs auf, das ist zu schwierig für dich.
>Warte, warte noch ein Weilchen, bald kommt Haarmann auch zu dir Aha, also nur wieder heiße Luft. Blöde Anmache statt Belege. Wo sind denn die Beweise? Wenn alles SOOOOO offensichtlich ist, wie Du hier beschreibst, lässt sich das doch sicher belegen. >Oder bist du in der Politik tätig? Nö, der Uhu kommt mir eher untätig, sprich arbeitslos vor. Daher auch der ganze Hass, den er dann auf einen passenden Alleinschuldigen projeziert: die USA, der große Satan, die jüdische Weltverschwörung etc.
j. c. schrieb: > Aha, also nur wieder heiße Luft. Blöde Anmache statt Belege. Wo sind > denn die Beweise? Wenn alles SOOOOO offensichtlich ist, wie Du hier > beschreibst, lässt sich das doch sicher belegen. Wieso soll ich mich an notorischen Denkverweigeren abrackern? Wo ein Wille - eine Sache nicht zu verstehen - ist, ist ein Weg... > Daher auch > der ganze Hass, den er dann auf einen passenden Alleinschuldigen > projeziert: die USA, der große Satan, die jüdische Weltverschwörung etc. Tja lieber Jesus, dir hat wohl die Religion den Verstand geraubt. Schade drum, aber da kann man nix machen.
>an notorischen Denkverweigeren abrackern?
Sollst Du nicht. Du sollst nur Deine Thesen belegen. Bisher kommen nur
Beleidigungen.
j. c. schrieb: > Bisher kommen nur Beleidigungen. Das ist auch ein Beleg, allerdings für eine andere These :)
Moses bekam die Gestzestafeln auf dem Berg Sinai aus einer Wolke heruntergereicht und mußte sie nur noch dem auserwählten Volk verständlich machen und alles war gut. Aber welcher Teufel flüsterte Giordano Bruno ein, das Universum sei zeitlich und räumlich unendlich? Und wo hatte Nikolaus Kopernikus nur diese Verschwörungstheorie her, die Erde drehe sich um die Sonne? Wo hat dieser Isaac Newton nur die Newtonschen Gesetze dokumentiert gefunden, daß er sie nur abschreiben mußte... Wer hat Charles Darwin die Evolutionstheorie eingegeben und wer hat die Feder Albert Einsteins geführt, daß er die Relativitätstheorie zu Papier bringen konnte? Es ist wirklich schlimm mit diesen Verschwörungstheorien...
Peter Funke schrieb: > Du bist aber nicht der Mittelpunkt der Universums Wie gut, daß du so genau weißt wer und wer nicht der Mittelpunkt des Universums ist, wie machst du das nur?
Uhu Uhuhu schrieb: > Fortschritt Die sogenannte Krise hilft dabei festzustellen, wie unwichtig der von anderen definierte Fortschritt ist. Fortschritt definiere ich und niemand sonst.
Dein Vater schrieb: > Fortschritt definiere ich und niemand sonst. Na dann kann man die Welt ja endlich in Epoxidharz eingießen und aufs Wohnzimmerbuffet stellen...
>Kopernikus etc.
Tja, nicht nur, dass Du Dich erdreistest, Dich auf eine Stufe mir Bruno,
Kopernikus und Newton zu stellen, und dass mit einer lächerlichen
Theorie über eine Verschwörung der Ratingagenturen - Nein! Du übersiehst
auch das minimale Detail, dass die Jungs Belege vorgelegt haben!
Also her mit den Beweisen, Dampfplauderer.
j. c. schrieb: > Tja, nicht nur, dass Du Dich erdreistest, Dich auf eine Stufe mir Bruno, > Kopernikus und Newton zu stellen Junge, du hast eine blühende, aber sehr selektive Phantasie... > Du übersiehst > auch das minimale Detail, dass die Jungs Belege vorgelegt haben! Belege? Indizien vielleicht und aus denen haben sie sich ein Bild von der Sache gemacht und Hypothesen aufgestellt. Aber von Indizien im vorliegenden Fall willst du ja nichts wissen, sondern du willst Belege. Hast du dir mal überlegt, wie Kriminalisten ein Verbrechen aufklären? Denkst du etwa, daß sie die Auflösung in der Zeitung lesen?
Ah, alles klar, Deine Behauptungen sind also "Indizien". Lolol. Leg doch mal vernünftige Indizien vor! Woher weißt Du das denn alles? Hast Du es Dir ausgedacht?
Dein Vater schrieb: > Fortschritt definiere ich und niemand sonst. Das ist ja ein sehr egozentrisches Weltbild - hältst du dich für Gott? Und wenn ja, für welchen (nur wegen der Anrede)?
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