Forum: Offtopic Anteil von Müll/Betrug am Markt


von Stefan H. (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)


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Hallo,

wie hoch ist denn eigentlich wirklich der Anteil von Betrügern, 
ungünstigen Anbietern, Dummschwätzern, ... am Markt, so allgemein. Wenn 
alleine hier:
http://www.oeko-energie.de/solar-nonsens/index.php
von 85 % gesprochen wird. Wobei die Heiz-/Solartechnik noch etwas 
halbwegs bodenständiges ist. Im Finanzdienstleistungs- und 
Investmentbereich sieht es da sicher etwas anders aus. Bei Autos, 
Software, Wellness-/Medizinprodukten ("Diätwunder"), Sportartikeln 
(5-fach rekalibrierte High-Performance Bowlingkugel mit Gelkern), 
Trinkwasser-Aufbereitungsanlagen, Kläranlagen, Luftreiningungsanlagen, 
Batterien/Akkus/Ladegeräten, Nahrungsmitteln, Immobilien und 
Baumarktartikeln wird man die Qualität als Laie kaum genau prüfen 
können.

Erst wenn die Salmonellen aus dem Wasserhahn kommen, das Haus 
zusammenschmmelt, die 3-fach Wärmedämmfenster dazwischen anlaufen, das 
Carbonfahrrad unter dem Hintern zusammenbricht, stellt man fest, dass 
all diese Unternehmen, wo die Dinge her sind, seit wenigen Tagen nach 
dem Kauf nicht mehr existieren...

Zu vielen Dingen gibt es ja wirklich kaum Tests/Erfahrungen oder sie 
sind nichtssagend ("modernes, ansprechendes Design"). Wie hoch wird der 
Beschissanteil wirklich sein? Warum wird so wenig dagegen vorgegangen? 
Sollte man einen Unternehmsführerschein einführen, damit nicht jeder 
Depp selbstständig sein darf?

von Läubi .. (laeubi) Benutzerseite


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Stefan Helmert schrieb:
> Sollte man einen Unternehmsführerschein einführen, damit nicht jeder
> Depp selbstständig sein darf?

Was soll das bringen? Du denkst doch nicht das die Ihre Produkte 
ausversehen schlecht machen...

Ansonsten steht es jedem frei sich durch schöne Worte als durch Fakten 
verwirren zu lassen.

von Purzel H. (hacky)


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>Sollte man einen Unternehmsführerschein einführen, damit nicht jeder
Depp selbstständig sein darf?

Natuerlich wuerden die beseits bestehenden Unternehmen, inklusive der 
grossen Namen,, die auch schon 99% Muell verkaufen durchgewunken...

von Icke ®. (49636b65)


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Stefan Helmert schrieb:
> Warum wird so wenig dagegen vorgegangen?

Wozu? Dummheit gehört bestraft. Wer sich von Werbeversprechen leiten 
läßt, hat es nicht anders verdient, als beschissen zu werden. Die 
Betrüger hätten keine Chance auf dem Markt, wenn nicht der größte Teil 
der Käufer so naiv, -oder Klartext ausgedrückt- strunzdumm wäre.

von Purzel H. (hacky)


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>Im Finanzdienstleistungs- und Investmentbereich sieht es da sicher etwas anders 
aus.
> Warum wird so wenig dagegen vorgegangen?

Es kann nicht alles gut und brauchbar sein. Unsere Gesellschaft und 
Wirtschaft ist basiert auf Muell.

Wenn jedes verkaufte Geraet die naechsten 50 Jahre toll und brauchbar 
waere, waere wie Nachfrage nicht da, waeren die Jobs nicht das, waere 
nichts da.
Es gibt extrem wenig Gueter, die toll und langlebig sind. zB die Raffel. 
Unsere Raffel fuer Fruechte und dergleichen ist sicher schon 30 Jahre 
alt. aus Edelstahl und sieht noch aus wie am ersten Tag. Die 
Zitronenpresse auch.

Dann ist aber bals mal Schluss. Der Rest ist Muell, eher frueher wie 
spaeter.

von Michael S. (technicans)


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Icke ®. schrieb:
> Wozu? Dummheit gehört bestraft. Wer sich von Werbeversprechen leiten
> läßt, hat es nicht anders verdient, als beschissen zu werden. Die
> Betrüger hätten keine Chance auf dem Markt, wenn nicht der größte Teil
> der Käufer so naiv, -oder Klartext ausgedrückt- strunzdumm wäre.

Wenn man den Artikel vorher nicht kannte, was willst du denn da machen?
Die Möglichkeiten sind da ja ziemlich eingeschränkt.

von uni k. (unikum)


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Michael S. schrieb:
> Icke ®. schrieb:
>> Wozu? Dummheit gehört bestraft. Wer sich von Werbeversprechen leiten
>> läßt, hat es nicht anders verdient, als beschissen zu werden. Die
>> Betrüger hätten keine Chance auf dem Markt, wenn nicht der größte Teil
>> der Käufer so naiv, -oder Klartext ausgedrückt- strunzdumm wäre.
>
> Wenn man den Artikel vorher nicht kannte, was willst du denn da machen?
> Die Möglichkeiten sind da ja ziemlich eingeschränkt.

Hi, hi, ha, ha! Der war gut!

Schrieb "Icke" nicht davon, daß Dummheit bestraft gehört?
Denk' mal nach.

Gruß, unikum.

von Hannes L. (hannes)


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Michael S. schrieb:
> Wenn man den Artikel vorher nicht kannte, was willst du denn da machen?

Sachkundig machen und nicht jede Mode mitmachen. Die besten Sparangebote 
sind die, die man nicht kauft.

Ja, auch ich mache gelegentlich mal einen Fehlkauf. Das verbuche ich 
dann aber unter "Lotto". Meinen Anwalt schicke ich da nicht gleich in 
die Spur...

...

von Weingut P. (weinbauer)


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man benutze die graue Grütze zwischen den Ohren.

Viele Schrottprodukte ... Edelschrott ... lassen sich schon
durch nachdenken über die Funktion als solche entlarven.

Atomstromfilter z.B. ?????????

Gegenmittel: Gesundes Misstrauen, breite Allgemeinbildung.

Wenn ich mir nur das Geheule auf den TV-Kanälen anhöre von
wegen "Der hat mir 10% Rendite beim Fondssparen versprochen
und jetzt ist die Kohle weg ...", könnt ich kotzen.
Wären 20% Rendite gemacht worden hätt man die Klappe gehalten
und genossen, das derartige Renditen aber mit Risiken behaftet
sind ist beim kleinen Michel noch nicht angekommen auch wenns
einen Kanal weiter deutlich ausgesprochen wird.

-> Lernresistenz der breiten Masse

von Icke ®. (49636b65)


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Michael S. schrieb:
> Wenn man den Artikel vorher nicht kannte, was willst du denn da machen?

Es dürfte sich sich doch inzwischen rumgesprochen haben, daß die 
Marketingstrategen keine Manipulation auslassen und auch vor dreisten 
Lügen nicht zurückschrecken, um den Käufern das Geld aus der Tasche zu 
ziehen.
Man sollte wenigstens kurz in sich gehen und sich die Fragen stellen: 
"Brauche ich das überhaupt? Verbessert der Besitz mein Leben wirklich 
und nachhaltig?"

Beispiel Haushaltsmittel:
Es gibt Geschirrspültabs vom Discounter für 2,99€ und 
Superhochleistungsultramegawundertabs von Somat, deren Versionsnummern 
schneller hochzählen als die vom Firefox und die das Dreifache kosten. 
Wird das Geschirr mit den Discounter-Tabs sauber? Meiner Erfahrung nach, 
JA! Wenn es sauber ist, wozu dreimal soviel Geld ausgeben? Beruhigt mich 
das Gefühl, mit den Supertabs könnte es möglicherweise vielleicht 
eventuell doch noch einen kleinen Tick sauberer sein?

Beispiel Auto:
Fährt mein Auto zuverlässig? Vermisse ich schmerzlich irgendwelche 
Komfortmerkmale? Hat es einen erträglichen Verbrauch? Ist es in einem 
erhaltenswerten Zustand? Fühle ich mich in einem neuen Auto wirklich 
soviel besser, daß ich dafür einen Jahresverdienst ausgeben will? 
Brauche ich eine Verkehrsschilderkennung oder guck ich selbst aus dem 
Fenster? Brauche ich unbedingt 200PS oder >200km/h, wenn ich sowieso nur 
auf Kurzstrecken unterwegs bin oder nach der anfänglichen Begeisterung 
freiwillig vom Gas gehe, weil ich mir wegen der Finanzierungsraten den 
Sprit nicht mehr leisten kann?

Beispiel Immobilienkauf:
Brauche ich wirklich ein Haus oder kann ich auch glücklich zur Miete 
wohnen? Habe ich alle zu erwartenden Kosten großzügig kalkuliert oder 
glaube ich der Schönrechnung des Maklers? Habe ich auch die nicht zu 
erwartenden Kosten kalkuliert? Kann ich mir das wirklich über Jahrzehnte 
hinweg leisten?
Lasse ich mich vom Wunsche beseelt schnell zu einem Abschluß hinreißen 
oder nehme ich mir genügend Zeit, um nicht nur zwei, drei sondern 
vielleicht 10 oder 20 Angebote einzuholen? Bin ich bereit, den Wunsch 
abzuschreiben, wenn ich merke, die Zahlen stehen ihm entgegen?

Man könnte die Liste beliebig fortsetzen. Immer steht die Frage, macht 
mich die Anschaffung glücklicher/verbessere ich mein Leben auf Dauer? 
Klar, ein neues Auto regt die Endorphine an. Welch schöner 
Schnickschnack und endlich mal auf der Autobahn links fahren können! 
Aber wie lange halten die Gefühle an, bis man feststellt, daß der 
Schnickschnack ungenutzt bleibt und daß das Überholen/der Speed kein 
Adrenalin mehr produziert? Daß das Auto einfach nur noch ein Auto ist. 
Und die Zweifel kommen, weil man für die Hälfte des Anschaffungspreises 
mit dem alten Auto noch 10 Jahre umsonst fahren oder sich die vielen 
kleinen Wünsche erfüllen hätte können? Man sich plötzlich große Sorgen 
um die kleinen Kratzer und Steinschläge macht, die man an der alten 
Kiste schon gar nicht mehr wahrgenommen hat. Daß man wegen dem heiligen 
Blechle auf die Urlaubsreise verzichtet hat, die man sich schon so lange 
wünscht aber die das übrige Budget sprengt?
Was bleibt wohl länger im Kopf, die vier Wochen Freude am neuen Stück 
Blech oder die Vielzahl unvergesslicher Erlebnisse, die man sich 
stattdessen mit dem Geld verschaffen kann?

von j. c. (jesuschristus)


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Der Beschissanteil ist abhängig von der Definition "Beschiss". Daher ist 
die Frage so sinnlos.

von Michael S. (technicans)


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Ach ihr Optimisten, wer von euch ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein.

von Stefan H. (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)


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Es geht ja nicht um Luxus oder Werbegeschwafel. Wie ist das z. B., wenn 
ein Arzt zu einer bestimmten Behandlung rät, die ihm viel Geld bringt, 
den Kunden/Patienten aber eher schadet als nutzt. Kann ein Patient im 
Notfall verlangen zu mehrere Notaufnahmen gebracht zu werden, um eine 
zweite Meinung einzuholen? Kann man von einem Patienten verlangen 
Medizin zu studieren, damit er die Richtigkeit der Aussage des Arztes 
prüfen kann?

Wenn man ein Auto braucht, dann kauft man i. d. R. ein gebrauchtes. Das 
hat mehrere Gründe: Wenn es noch existiert, war es kein Mist. Es ist 
billiger und der Verlust ist dadurch auch billiger, das Risiko geringer. 
Aber auch das muss gewartet werden. Und auch ein gebrauchtes Auto, wenn 
es nicht uralt ist, hat eine ganze Menge Computerzeug drin. Wenn etwas 
nicht richtig funktioniert kann selbst eine freie Werkstatt nicht 
machen. Es muss eine Fachwerkstatt her, die die Serviceunterlagen und 
Diagnosesoftware besitzt. Diese wird allerdings sagen, dass die 
Reparatur sehr teuer sei und man nicht vielleicht gleich ein neues 
Fahrzeug kaufen wolle, welches von der Werkstatt angeboten wird. Am 
besten müsste man jetzt noch die TÜV/DEKRA fragen, ob das alles so 
stimmt...

Wenn man ein ganz bestimmtes Produkt sucht, das bestimmte 
Qualitätsmerkmale erfüllt, wird es nach oben ganz schnell dünn. Hat man 
die Marke mit den richtigen Eigenschaften gefunden und bestellt die 
Ware, muss man immer noch mit Fälschungen rechnen: Welcher 
Autohersteller prüft schon, ob die Feder im Sitzverstellhebel ein 
Original ist? Welcher Patient kann prüfen, ob er in der Apotheke 
Originalmedikamente bekommt?

von Michael S. (technicans)


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Stefan Helmert schrieb:
> Es geht ja nicht um Luxus oder Werbegeschwafel. Wie ist das z. B., wenn
> ein Arzt zu einer bestimmten Behandlung rät, die ihm viel Geld bringt,
> den Kunden/Patienten aber eher schadet als nutzt. Kann ein Patient im
> Notfall verlangen zu mehrere Notaufnahmen gebracht zu werden, um eine
> zweite Meinung einzuholen? Kann man von einem Patienten verlangen
> Medizin zu studieren, damit er die Richtigkeit der Aussage des Arztes
> prüfen kann?
Klar kannste ne 2. Meinung einholen, oder ne dritte, vierte usw.,
mindestens so lange bis du gesund bist, denn das ist das oberste Ziel.
> Wenn man ein Auto braucht, dann kauft man i. d. R. ein gebrauchtes. Das
> hat mehrere Gründe: Wenn es noch existiert, war es kein Mist.
Was hat das mit der Existenz zu tun? Schrottlauben existieren auch
und trotzdem wirste da nicht dein Geld oder deine Gesundheit
investieren, oder? Allein Bedarf und sich leisten können wird deine
Handlung bestimmen.
> Es ist
> billiger und der Verlust ist dadurch auch billiger, das Risiko geringer.
Welches Risiko? Das Risiko Geld und Gesundheit nicht zu verlieren muss
eben bezahlt werden, das hat schon Ruskin erkannt und propagiert.
> Aber auch das muss gewartet werden. Und auch ein gebrauchtes Auto, wenn
> es nicht uralt ist, hat eine ganze Menge Computerzeug drin.
Kommt aufs Alter an. Meine Mühle hat nur ne kleine Box um die Glühkerzen
anzusteuern, mehr nicht.
> Wenn etwas
> nicht richtig funktioniert kann selbst eine freie Werkstatt nicht
> machen.
Na, die können wohl Fehlercode auslesen und rein mechanische Fehler,
wo man keine Elektronik zu braucht, können die sicher noch reparieren.
> Es muss eine Fachwerkstatt her, die die Serviceunterlagen und
> Diagnosesoftware besitzt.
Im Prinzip sind hier in D alle Werkstätten Fachwerkstätten, sonst
dürften die hier wegen dem Meisterzwang kaum eine Existenzberechtigung
haben.
> Diese wird allerdings sagen, dass die
> Reparatur sehr teuer sei und man nicht vielleicht gleich ein neues
> Fahrzeug kaufen wolle, welches von der Werkstatt angeboten wird.
Im Grunde ist das eine Masche der Hersteller und ihrer angeschlossenen
VERTRAGSWERKSTÄTTEN da einen Reibach zu machen weil man mit
Neuwagenverkauf kaum noch Gewinne einfährt. Daher sind die 
Vertragskonditionen hierzulande so vorteilhaft verhandelbar.
Da bekommste für relativ wenig Geld viel, was du eigentlich gar nicht 
brauchst und einen Preisnachlass auch noch, wenn du geschickt handelst.
> Am
> besten müsste man jetzt noch die TÜV/DEKRA fragen, ob das alles so
> stimmt...
Die haben da schon ihre Statistiken, aber ich denke, du solltest da
als Normalsterblicher vielleicht mal lieber den ADAC fragen.
> Wenn man ein ganz bestimmtes Produkt sucht, das bestimmte
> Qualitätsmerkmale erfüllt, wird es nach oben ganz schnell dünn. Hat man
> die Marke mit den richtigen Eigenschaften gefunden und bestellt die
> Ware, muss man immer noch mit Fälschungen rechnen: Welcher
> Autohersteller prüft schon, ob die Feder im Sitzverstellhebel ein
> Original ist? Welcher Patient kann prüfen, ob er in der Apotheke
> Originalmedikamente bekommt?
Jeder, denn die sind meines Wissens mit einem DIN/ISO Qualitäts-
Management zertifiziert und verlangen das auch von ihren Zulieferern.
Wenn du als Zulieferer die beliefern willst, dann mach die mal darauf
gefasst was die für Ansprüche haben und im ungünstigen Fall setzen
die dir einen Werksauditor vermutlich direkt permanent vor die Nase.

von Icke ®. (49636b65)


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Stefan Helmert schrieb:
> Es geht ja nicht um Luxus oder Werbegeschwafel.

Doch, schon. Wenn bspw. die Mehrzahl beim Autokauf sagen würde: "Euren 
übertechnisierten Krempel könnt ihr behalten, ich will ein zuverlässiges 
Auto, das im Fehlerfall auch von einer freien Werkstatt kostengünstig 
repariert werden kann, ohne für Unsummen komplette Baugruppen tauschen 
zu müssen, das nicht wegen eines defekten Steuergerätes für den 
Fensterheber stehenbleibt, und das auch in 10 Jahren mit 250Tkm auf der 
Uhr noch brauchbar ist.", dann ließen sich geschätzte 95% der aktuellen 
Modelle nur noch schwer verkaufen. Aber das Gegenteil ist der Fall, die 
Masse giert geradezu nach Gadgets, nur um sich irgendwie darüber 
definieren zu können. Im Bereich der 
Mobiltechnik/Unterhaltungselektronik sieht es ja noch schlimmer aus...


> Kann ein Patient im Notfall verlangen zu mehrere Notaufnahmen gebracht
> zu werden

In einem Notfall als solchen wirst du dazu nicht in der Lage sein, bzw. 
nicht die Zeit haben. Meine persönliche Erfahrung mit Medizinern weicht 
von der mit Fachkräften allgemein kaum ab. Sprich: einer von 10 taugt 
was. Pech, wenn du an die anderen 90% gerätst. Ich hatte bei meinem 
letzten Notfall richtig Glück. Die Ärztin war nicht nur fachlich in 
Topform, sondern sah auch noch unverschämt gut aus =:P

> Welcher Patient kann prüfen, ob er in der Apotheke
> Originalmedikamente bekommt?

Ich habe einige Apotheker im Kundenkreis. Keiner von denen hat es nötig, 
mit gefälschten Produkten zu handeln. Sie verdienen mit den originalen 
mehr als genug und würden ihre Zulassung nicht wegen einer Handvoll Euro 
riskieren.

von Wilhelm F. (Gast)


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Icke ®. schrieb:

> ich will ein zuverlässiges
> Auto, das im Fehlerfall auch von einer freien Werkstatt kostengünstig
> repariert werden kann, ohne für Unsummen komplette Baugruppen tauschen
> zu müssen,

Gibt es da nicht beispielsweise von einer Renault-Tochter den Dacia 
Logan, der für Leute mit wenig Geld bewußt schlicht, einfach, und 
bezahlbar gehalten wird? Er sieht nicht mal schlecht aus. Da ist dann 
wohl mal Technik aus den Vorgängern drin, aber das macht nichts. 
Traurig, daß die Franzosen das vor machen.

von Stefan H. (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)


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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Dacia Logan

Soll aber angeblich sehr wenig robust sein. Eine Reparatur soll 
angeblich auch schnell sehr teuer werden. - Wegwerfauto?

von Terraner  . (terraner)


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Hannes Lux schrieb:
> Sachkundig machen und nicht jede Mode mitmachen.

Das die Leute längst nicht mehr jede Mode mitmachen, sehe ich immer 
häufiger. Das sachkundig machen... ja, das kostet ganz schön Kraft und 
manchmal hab ich echt den Tee auf, sich vor jedem Kauf zwei Tage zu 
informieren. (und dann kommt vielleicht doch nur Schrott bei rum)
Wenn dann noch die ganzen Verwandten, Bekannten, Kollegen, ... ankommen: 
"Sach ma, du tust dich doch mit sowat auskennen, ..." ~nerv!~


Icke ®. schrieb:
> Aber das Gegenteil ist der Fall, die
> Masse giert geradezu nach Gadgets, nur um sich irgendwie darüber
> definieren zu können. Im Bereich der
> Mobiltechnik/Unterhaltungselektronik sieht es ja noch schlimmer aus...

Ganz Recht!

von Hannes L. (hannes)


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Terraner  . schrieb:
> Sach ma, du tust dich doch mit sowat auskennen, ...

Ich "berate" da niemanden mehr, behaupte einfach, dass ich davon keine 
Ahnung habe und dass ich nicht über anderer Leute Geld verfügen will. 
Wenn er's haben will, soll er sich's kaufen, wenn nicht, dann eben 
nicht. Da muss jeder seine Fehler selbst machen.

...

von Marci W. (Gast)


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Pico Oschi schrieb:
[...]
> Es kann nicht alles gut und brauchbar sein. Unsere Gesellschaft und
> Wirtschaft ist basiert auf Muell.
>
> Wenn jedes verkaufte Geraet die naechsten 50 Jahre toll und brauchbar
> waere, waere wie Nachfrage nicht da, waeren die Jobs nicht das, waere
> nichts da.

Das ist natürlich global gesehen eine unsinnige Argumentation. Dennn 
würde man dieser folgen, müsste man jegliche Art von Automatisierung 
sofort beenden, und die Felder müssten die Landwirte wieder mit dem 
Pflug, den ein Rind zieht, bestellen. Die Folge dieser "Maßnahmen": die 
Welt würde untergehen, und wir würden Hunger leiden.

Selbstverständlich ist es global gesehen oberstes Ziel der Menschheit, 
alle Güter und Dienstleistungen in möglichst hoher Qualität und mit 
möglichst wenig Einsatz von Ressourcen (Arbeitszeit, Energie, Material) 
herzustellen und anzubieten!

Mein gängiges Beispiel zur Verdeutlichung:
Wenn Du Deinen Fernseher selbst herstellen müsstest, würdest Du dann 
möglichst ein Gerät bauen, das ein Jahr hält, oder eines, das 20 Jahre 
hält?

> Es gibt extrem wenig Gueter, die toll und langlebig sind.

Das ist, wieder global gesehen, jedoch kein Vorteil, sondern ein 
Nachteil!

[...]

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