Hi
Ich habe für meinen Quarz die 22pF genommen, die im Tutorial angepriesen
werden als fast immer passend.
Meine Frage, welche Angabe im Datenblatt sagt mir wie groß dieser Wert
wirklich sein sollte?
Danke
Bei dem Datenblatt steht load capacity 15 pF. Das heißt dann, dass
dieser Keramikschwinger genaue Frequenz hat, wenn die Gesamtkapazität
zwischen seinen Anschlüssen 15 pF beträgt. Vom Keramikschwinger her
gesehen liegen die zwei Kondensatoren von 22pF in reihe, dazu kommen
noch Streukapazitäten von ca. 8pF an jedem Anschluss, erzeugt durch
Leiterbahn, Lötauge und Ein-bzw. Ausgangskapazität des Kontrollers. Da
passt die Forderung des Schwingers im Datenblatt und die Wertangabe für
die vorgeschlagene Schaltung prima zusammen.
Abweichungen von diesen C-Werten bringen erst einmal nur geringfügige
Abweichungen in der Schwingfrequenz. Erst bei erheblich andren C- Werten
(Faktor 2 bzw 1/2)wirkt sich das auf die Schwingrfreudigkeit aus.
Peter R. schrieb:> Vom Keramikschwinger her> gesehen liegen die zwei Kondensatoren von 22pF in reihe
D.h. Nicht so wie in dem angehängten Plan. Beide Kondensatoren in Reihe
an 1 und was mit 3?
> Da musst du bei deinem Controller nachschauen,> nicht im Datenblatt von Quarz.
Blödsinn.
CL typical 18pF.
Es sind 2 Kondensatoren Cext (deine 22pF) in Reihe, denen jeweils die
sowieso vorhandene Kapazität Cint (von Peter angenommene 8pF) der
uC-Pins parallelgeschaltet ist.
+-----+-----+
| | |
| Cext Cint
| | |
Quartz +-----+-- GND
| | |
| Cext Cint
| | |
+-----+-----+
sind 15pF.
> Bei dem Datenblatt steht load capacity 15 pF.
Irgendwie lese ich CL typical 18pF. Na ja, warum auch immer, die
Abweichung ist gering.
Schaltplan und Werte: ja.
Layout: ??
Tipps und Hinweise: http://www.lothar-miller.de/s9y/categories/33-Quarz
(Es hat seinen Grund, warum die meisten ICs mit internem Oszillator nahe
bei den Xtal-Pins einen Masseanschluss haben!)
>> Da musst du bei deinem Controller nachschauen,>> nicht im Datenblatt von Quarz.>Blödsinn.
Kein Blödisnn. Der Pierce-Oszillator muß schließlich funktioneren.
Deswegen sind die im Datenblatt des µC empfohlenen Caps einzuhalten.
Dann sucht man sich einen Quarz aus, der so geschliffen ist, daß er mit
diesen Caps auf der Nennfrequenz schwingt.
Beispiel: Wenn das Datenblatt des µC Burdencaps von zwei mal 22...33pF
empfiehlt, dann sollten die auch hingelötet werden. Wenn man stattdessen
einen Quarz für 5pF Last hinmacht und deshalb ganz kleine Burdencaps
wählt oder sie gar ganz wegläßt, kann es sein, daß der Pierce-Oszillator
überhaupt nicht mehr anschwingt.
> Deswegen sind die im Datenblatt des µC empfohlenen Caps einzuhalten.
Oje, auch noch merk- und lernbefreit.
Die Kondensatoren hängen vomn Quartz ab,
der Hersteller des Quartzes gibt sie an.
Der Hersteller des uC kann zwar was empfehlen,
schliesslich sind die meisten Quartze ähnlich,
aber letztlich kommt es auf den Quartz an, wie
ihn der Quarzthersteller gebaut hat.
Und wenn der z.B. sagt 50pF, dann setzt man sich
bewusst und vorsätzlich und absolut korrekt über
die Empfehlung des uC-Herstellers hinweg, wenn der
Quartz schwingen soll.
>Oje, auch noch merk- und lernbefreit.
Laß deine dummen, arroganten Sprüche stecken. Hier irrst du.
>Und wenn der z.B. sagt 50pF, dann setzt man sich>bewusst und vorsätzlich und absolut korrekt über>die Empfehlung des uC-Herstellers hinweg, wenn der>Quartz schwingen soll.
Nein, Mawin, du hast keine Ahnung. Intel hat seinerzeit mal dazu eine
sehr interessante Application Note veröffentlicht, in der es genau um
dieses Thema ging. Die richtigen Burdencaps sind für den
Pierce-Oszillator wichtig, nicht für den Quarz. Der Quarz braucht die
vom Quarzhersteller angegebenen Burdencaps nur, um auf der richtigen
Frequenz zu schwingen.
>>Und wenn der z.B. sagt 50pF, dann setzt man sich>>bewusst und vorsätzlich und absolut korrekt über>>die Empfehlung des uC-Herstellers hinweg, wenn der>>Quartz schwingen soll.>22pF sind meistens ok, Mawin !>Es passt schon so, ohne deine Arroganz.
Warum sollte der Hersteller des µC dann überhaupt bestimmte Burdencaps
empfehlen, wenn man sich jederzeit problemlos "bewußt und vorsätzlich
und absolut korrekt über Empfehlung des µC-Herstellers hinwegsetzen"
kann?? Mawin, was für ein geistiger Dünnpfiff...
Du meinst diese
http://ecee.colorado.edu/~mcclurel/iap155.pdf
Dort steht deutlich drin, daß die Kondensatoren genutzt werden, um
unterschiedliche Serienwiderstände der Quarze auszugleichen, daß sie
entscheidend sind damit der Quartz auf seine spezifizierten Frequenz
schwingt und das auch bei Temperaturschwankungen tut, daß mit ihnen
Streukapazitäten ausgeglichen werden,
während sie aus Sicht des uC beliebig zwischen 20pF und mehreren 100pF
liegen dürfen, ihr Wert also für den uC nicht so wichtig ist.
B.A. schrieb:> Da musst du bei deinem Controller nachschauen, nicht im Datenblatt von> Quarz.
Das war die erste und richtige Antwort.
Alles weitere hier ist nur Langeweile!
>während sie aus Sicht des uC beliebig zwischen 20pF und mehreren 100pF>liegen dürfen, ihr Wert also für den uC nicht so wichtig ist.
Hierbei handelt es sich nur um das Start-up-Verhalten, ob der Quarz
überhaupt anschwingt. Im nächsten Absatz werden die Grenzen enger
gesetzt, nämlich 20pF...100pF und sogar 5...30pF, falls der Inverter ein
Schmitt-Trigger ist.
Die oben genannten Grenzen gelten für die alten Intel-Oszillatoren, die
sehr gutmütig waren. Heutige Oszillatoren, etwa der des AT89S8253 sind
teilweise erheblich kritischer und der erlaubte Bereich der Burdencaps
ist deutlich eingeschränkter. Vielfach haben die Pierce-Oszillatoren
auch bereits Burdencaps integriert, was bei der Dimensionierung
berücksichtigt werden muß. Ein Blick ins Datenblatt des µC Herstellers
und die Einhaltung der dort gegebenen Empfehlung für die Größe der
Burdencaps ist daher zentraler Bedeutung.
Im Ersatzschaltbild eines Quarzes findet man eine
Ersatzserieninduktivität (ESL), die mit der kapazitiven Last resoniert.
Der Hersteller kann den Quarz nun so schleifen, daß er mit 5pF oder
100pF kapazitiver Last (nur ein Beispiel) genau auf der Nennfrequenz
schwingt.
Der Pierce-Oszillator hat nun diesen Quarz in seiner Gegenkopplung. Da
der Inverter 180° Phasendrehung erzeugt, bedarf es einer weiteren
Phasendrehung von 180° in der Gegenkopplung, damit der Quarz stabil auf
seiner Nennfrequenz schwingen kann. Das schafft der Pierce-Oszillator
mit einer gewissen Ausgangsimpedanz, die mit den Burdencaps eine
Phasendregung bewirkt. Auch die endliche Gatterdurchlaufverzögerungszeit
bewirkt eine zusätzliche Phasendrehung. Alle diese Komponenten müssen
genau zusammenspielen, damit die Phasendrehung in einem bestimmten
Bereich liegt, die Eingansgamplitude einen Mindestlevel erreicht ohne zu
klippen und ganz wichtig, der Quarz-Drivelevel in seinem erlaubten
Bereich liegt.
Damit das alles funktioniert, macht der Hersteller des Pierce-Oszillator
in der Regel klare Vorgaben über die Größe der Burdencaps. Beim AT89S52
liest man beispielsweise "30pF +/-10pF for crystals", wobei man dann um
die 22pF für höhere Frequenzen nimmt und um die 33pF für tiefere
Frequenzen.
Natürlich läuft der Pierce-Oszillator auch oft noch, wenn die Burdencaps
nicht ganz genau stimmen, weil natürlich gewisse Reserven eingeplant
sind. Aber wenn erlaubte Toleranzen voll ausgeschöpft werden (Vcc,
Temperatur, etc.) oder besonders kleine Quarze mit niedriger Güte
eingesetzt werden, kann es eng werden.
Ein solchermaßen korrekt beschalteter Pierce-Oszillator wird nun mit
praktisch jedem Quarz funktionieren, ob er jetzt speziell für 5pF oder
100pF Quarzbelastung geschliffen wurde. Er ist dann aber leicht
verstimmt. Erst wenn er für die tatsächliche auftretende kapazitive Last
in der Schaltung geschliffen wurde, schwingt er auf seiner Nennfrequenz.
>Von 20pF bis 27pF kannste alles nehmen. ;)
Nein, nicht immer. Siehe AT89S8253...