Gast
#2509680
Ein ehemaliger Kollege von mir arbeitet an einem CNC-Projekt. Es ist lediglich ein hobbyistisches Unterfangen, in besonderem Maße unbedeutend. Ich hatte, aus gutem Willen heraus, für ihn eine Softwarekomponente entwickelt. So wie andere Menschen auch, die er ausdrücklich darum gebeten hatte. Er hatte Software Schnittstellen definiert, und ich hatte die Komponente entsprechend geschrieben - ein Eingriff in meinen Code wäre also nicht nötig gewesen, hätte er alles sorgfältig durchdacht. Nun bekomme ich ein Schreiben von dem Herrn, ich solle doch so lieb sein und einen Soll von 3 Euro begleichen, denn mein Quellcode sei so stillos gewesen, dass er sich als direkte Folge der angeblichen Unübersichtichkeit einen Patzer erlaubte, dessen Resultat eine Fehlfräsung gewesen sei. Und den angeblichen Schaden von 3 Euro Rohmaterial stellt er mir in Rechnung, ist denn das zu fassen. Ich hatte vorgehabt, mir einen kulinarischen Leckerbisssen zum Abendessen zu gönnen, doch mir war der Appetit gründlich vergangen. Ich hatte dann meinen Quellcode noch mal begutachtet, es war kein Quellcode fürs Lehrbuch, aber dafür dass es gratis war, sollte sich der Herr mal selbst begutachten, was der sich da erlaubt, vor allem in welcher Form er da seine Undankbarkeit geltend macht. Das ist jedenfalls meine Meinung. Mich würden hier die Meinungen interessieren, inwieweit bei einer freundschaftlichen Leistung für ein Trivialprojekt ein solcher Anspruch gerechtfertigt ist.