Hallo. Ich bin derzeit am überlegen wie man am Besten eine Positionsbestimmung innerhalb von Gebäuden durchführen kann. Es geht dabei weniger um die genaue Position als eine Position X welche in ein Verhältnis zu anderen des Systems Positionen setzen kann. Mit Hilfe dieser Positionsreferenz möchte ich Personen im Gebäude koordinieren. Meine erste Idee war eine Funkpeilung via Laufzeitmessung und drei Sendern bzw. Empfängern, welche um das Gebäude verteilt werden. Es wäre theoretisch eine genaue Bestimmung möglich, allerdings werde ich wohl als Hobbybastler keine so genaue Messung / Berechnung hinbekommen. Deutlich mehr stören mich auch die äußeren Einflüsse wie Wände (verschiedene Materialien), elektrische Geräte (Störfelder) usw. Auch ist mir noch nicht eingefallen wie es am "sinnvollsten" wäre die Kommunikation durchzuführen. 1) Die drei Sender Empfänger sende alle X Sekunden einen Ping an die den "Träger" und dieser Antwortet mit der Verzögerung des Signalempfangs. 2) Der "Träger" sendet alle X Sekunden einen Ping welcher von den drei Empfängern verrechnet wird. Das ganze könnte man über zusätzliche Sensoren beim 'Träger' genauer machen. Wie zum Beispiel durch Beschleunigungssensoren und Gyros ebenfalls soll die ganze Anwendung relativ Temperaturunempfindlich sein und einen geringen Stromverbrauch aufweisen. Zur ersten Umsetzung und zum Prototyping hatte ich an günstige Funkmodule von Pol gedacht. Diese werden inzwischen ja für verschiedene Frequenzbereiche angeboten. Reichen diese Module bzgl. der Zuverlässigkeit und Geschwindigkeit für ein solches System aus? Welches Frequenzband sollte ich verwenden? 1) 433MHz -Stark genutzt(?) also viele Störquellen 2) 868 MHz - Nur wenige (1?) Kanäle in denen ein höherer Duty-Cycle erlaubt ist 3) 2,4 GHz -Geringere Reichweite(?)
Hallo, was träumst du da ??? Funkmodule, Laufzeitmessungen, das wird bei halbwegs genaueren Überlegungen nie das Reich der Träume verlassen !!!
Eher noch kannst du das über die feldstärke machen. Du drehst dabei bei jeder Messung die Sendestärke von dem Modul hoch und die Empfänger merken sich, wie viele Fehler bei jeder übertragung auftauchen. Das ganze muss Statistisch ausgewertet werden, dann haste einen Richtwert für die Entfernung bzw Anzahl der Mauern, die dazwischen sind. Wenn du ein hinreichend genaues Modell von deinem Haus hast und du kontinuierlich trackst evtl mit zusätzlichen Sensoren, könnte es hinhaun
mr radar schrieb: > Wenn du > ein hinreichend genaues Modell von deinem Haus hast und du > kontinuierlich trackst evtl mit zusätzlichen Sensoren, könnte es hinhaun Das Modell müßte "nur" noch die Beeinflussung der Signalstärke (Signalabstrahlung) durch die Orientierung der Person berücksichtigen, die den Transponder trägt ;-)
Ich würde das 5.8 GHz-Band nehmen, dort gibt es 150 MHz Bandbreite. Damit wäre eine FMCW-Positionierung mit theoretisch 2 m Genauigkeit möglich. Da mir aber kein fertiges FMCW-Frontend in diesem Frequenzband bekannt ist, müßtest Du das selber bauen. Alternativ kann man sich mal Positionierungssysteme von Ubisense (2.4 GHz) oder Symeo (5.8 GHz) anschauen, die sind für sowas gedacht.
Hmmm... Klingt sehr interessant, allerdings wird es wohl nicht genau genug umsetzbar sein. Es gab da mal eine Lösung mit RFID welche über einige Meter Reichweite sehr genaue Ergebisse lieferte. Stefan... dein Kommentar ist sowas von nutzlos. Warum sparst du nicht deine und unsere Zeit indem du dann lieber auf die Gesprächsteilnahme verzichtest? Ist der Raun bekannt oder unbekannt? Warum sollte es unmöglich sein? Die drei Empfänger via GPS syncr. und die Differenzen der Auffangzeit zur Triangulation nutzen. Ist natürlich relativ störanfällig und zeitkritisch. Hat das schonmal jemand probiert? ist es denn wirilich so ungenau? MfG
Klaus schrieb: > Die drei Empfänger via GPS syncr. Indoor? Klaus schrieb: > und die Differenzen der Auffangzeit zur Triangulation nutzen. Welche zeitliche Auflösung brauchst du dazu. Rechne mal. Schon mal über Reflexionen in dem Gebäude nachgedacht? Klaus schrieb: > Stefan... dein Kommentar ist sowas von nutzlos. Die Wahrheit tut halt manchmal weh. Ich schliesse mich Stefan an daß das mit Hobbymitteln und Funk ziemlich unmöglich sein dürfte. Vieleicht am ehesten mit mehreren Emfängern pro Raum und Kurzstreckenfunk. Dann Triangulation pro Raum.
Langwelle wäre wohl noch am ehesten geeignet, weil da die Reflexionen länger wären als die Abmessungen des Gebäudes. Allerdings ist natürlich die Laufzeitbestimmung im Nanosekundenbereich und damit nahezu unmöglich. GPS funktioniert in Gebäuden recht unzuverlässig und scheidet daher aus. (Ultra-) Schall hingegen wäre von den Laufzeiten handhabbar, scheitert allerdings an den Raumreflexionen. Ich sehe da keine hinreichend genaue Lösung...
Thomas H. schrieb: > Mit Hilfe dieser Positionsreferenz möchte ich Personen im Gebäude > koordinieren. wir kommen dem überwachten ferngesteuerten Cyborg näher.
Vielen Dank erstmal für die ganzen Kommentare. Das Projekt sollte eigentlich bei der freiwilligen Feuerwehr eingesetzt werden um zusammen mit Sensoren Räume zu markieren und die Bewegung der einzelnen Trupps zu koordinieren. Ich war mir der Schwierigkeit bewusst, doch klingt es beinahe wie eine Unmöglichkeit. Geplant war am Einsatzort drei Empfänger aufzustellen welche sich abgleichen und die genaue Uhrzeit via GPS abfragen (pro Sender ein Modul). Jetzt bekommt jeder Trupp einen Sender und geht in das Gebäude. Durch Laufzeitmessung und Triangulation hatte ich gehofft die Position errechnen zu können. Ein weiteres Problem liegt darin begründet, dass keine Sensoren im Gebäude aufstellbar sind welche als Referenz dienen könnten... ;) Ich hoffe alle Klarheiten beseitigt zu haben. Danke für diese angeregte Debatte.
Hallo, ich nehme mal an, es geht nicht um den jährlichen Feuerwehrball, sondern um ein brennendes Haus - damit scheiden Schall und Licht schon gleich aus. Ausserdem frage ich mich, was die Position nützen soll, selbst wenn sie ermittelt werden könnte - habt ihr von jedem zu löschenden Gebäude die Grundrisse der verschiedenen Stockwerke zur Hand? Nebenbei bemerkt entscheiden weniger als 50 cm, ob jemand vor oder hinter einer Wand steht und damit ev. über Leben und Tod. Das sicher festzustellen ist völlig unmöglich. Gruss Reinhard
Zu dem Thema läuft seit ca. 2 Jahren ein EU-Forschungsprojekt (http://www.e-sponder.eu), beinhaltet auch die Positionierung von Einsatzkräften.
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