öhen würde?
Dadurch würde viel weniger Elektronikschrott anfallen, weil die
Hersteller dann gezwungen wären, bessere Komponenten (z.B. Elkos) zu
verbauen.
Die Preise würden sich für den Kunden nur leicht erhöhen.
Die Preisdifferenz zwischen guten Elkos und minderwertigen Elkos liegt
bei weniger als 10 Cents.
Energiekosten würden gespart werden, weil dann weniger Neugeräte
angeschafft werden müßten.
Und Konsumenten würden nicht so schnell die alten Geräte wegwerfen und
neue kaufen, weil sie auf die alten Geräte ja noch Garantie hätten und
so etwas wirft man eigentlich nicht weg.
All das würde die Ensorgungsprobleme von heute drastisch schmälern und
in Afrika müßten Kinder dann bei starker Gesundheitsgefahr nicht das
Kupfer und Blei aus alten Platinen mehr gewinnen.
Weiterer Vorteil:
Auch hätten dann unsere Firmen hier in Deutschland bessere Chance und
Arbeitsplätze würden in Deutschland erhalten bleiben, weil wir in
Deutschland ja durchaus gute qualitativ hochwertige Produkte herstellen
können, die mehrere Jahre überstehen.
Etwas, wo mancher Chinabilligschrott keine Chance hat.
Die Sachen würden wieder ein Vermögen kosten, weil die Hersteller durch
die geringeren Verkaufszahlen die Preise drastisch erhöhen müssten.
Dann wäre ein Auto oder ein Fernseher wieder nur etwas für die Reichsten
unter den Reichen.
Müslifresser schrieb:> Die Preisdifferenz zwischen guten Elkos und minderwertigen Elkos liegt> bei weniger als 10 Cents.
du hast sorgen, als ob geräte nur aus Elkos bestehen.
Willst du auf neue Geräte 5-10 Jahre warten, damit der Hersteller
sicherstellen genug zeit hat sicherzustellen das es auch nach 10Jahre
noch läuft.
Und wer will für einen Computer mehr geld ausgeben damit er 10Jahre lang
hält aber nach 4jahren schon veraltet ist.
> Energiekosten würden gespart werden, weil dann weniger Neugeräte> angeschafft werden müßten.
oder werden steigen, weil alles viel zuverlässiger ausgelegt werden
muss.
> Die Preise würden sich für den Kunden nur leicht erhöhen.
frag mal bei der Nasa oder Autoindustrie an, dann werden sie dir besimmt
sagen das sich die preise nicht nur leucht erhöhen würden, wenn es für
10Jahre ausgelegt werden soll.
Also bei Elektronik spielt es keine Rolle ob man das für 2 oder 20 Jahre
auslegt. Es ist nicht so als ob bessere Elkos immer teurer als billige
wären, deshalb gibt es ja so viele Mischbestückungen.
Wo es wirklich was ausmacht ist in der Elektromechanik. Da braucht man
dann mehr Material.
Klare Antwort: Ja, es wäre besser, wenn die Hersteller die
Produktqualität deutlich erhöhen würden! Das ist mein Ernst.
Es kann nicht der Traum der Menschen sein, möglichst viele Geräte
herzustellen. Der Menscheit schadet die aktuelle Einstellung man müsse
"mit allen Mitteln" Arbeitsplätze zu schaffen und zu erhalten.
Wäre das unser Ziel, dann müssten wir jegliche Automatisierung
rückgängig machen. Das Resultat dürfte jedem klar sein:
Vollbeschäftigung, aber Hunger leidende und völlig verarmte Menschen.
Das gegenteilige Ziel zum Wohle der Menschheit muss natürlich sein:
Möglichst viele Produkte von möglichst hoher Qualität möglichst
vollautomatisch und mit möglichst wenig Ressourceneinsatz (Energie,
Rohstoffe, Arbeitszeit etc.) herzustellen. Jede andere Einstellung zeugt
von Menschenverachtung oder totalem Egoismus.
Mir ist schon klar, dass es je nach Produkt oder Dienstleistung irgend
wo ein Optimum gibt. Aber von diesem Optimum sind wir in vielen
Bereichen noch weit entfernt.
So lange man aber in Foren wie diesem noch Aussagen wie:
Zitate:
"Die Sachen würden wieder ein Vermögen kosten, weil die Hersteller durch
die geringeren Verkaufszahlen die Preise drastisch erhöhen müssten.
Dann wäre ein Auto oder ein Fernseher wieder nur etwas für die Reichsten
unter den Reichen."
(Anm.: ein Gerät mit doppelter Lebensdauer kostet, wenn man es denn
nicht zu weit treibt, sicher weniger als den doppelten Preis, ist also
im Endeffekt günstiger für den Käufer)
oder gar
"frag mal bei der Nasa oder Autoindustrie an, dann werden sie dir
besimmt
sagen das sich die preise nicht nur leucht erhöhen würden, wenn es für
10Jahre ausgelegt werden soll."
oder
(Anm.: definiere "leicht"! wieder Beispiel: doppelt so zuverlässiges
Auto bezüglich Gesamtlebensdauer und Wartungs-/Reparaturaufwand kostet
garantiert nicht den doppelten Preis).
Aber so lange die Menschen mit ihren Gedanken in ihrer kleine lokalen
Industriewelt gefangen sind, wird es schwer sein, auch nur ansatzweise
ein Umdenken zu bewirken.
Wenn heute alles seriös zugehen würde,könnte es schon reichen.
Aber wenn Sollbruchstellen eingebaut werden damit die Garantiezeit
nur unwesentlich überschritten werden,dann ist dies nach meiner Meinung
kriminell.
High Performer schrieb:> Aber so lange die Menschen mit ihren Gedanken in ihrer kleine lokalen>> Industriewelt gefangen sind, wird es schwer sein, auch nur ansatzweise>> ein Umdenken zu bewirken.
Deshalb wird diese Art von Gesellschaft (jetzige Kapitalismus)
sich verändern oder verschwinden.
Die Langlebigkeit von Produkten hat ja der untergegangene
Sozialismus(DDR) dargelegt.
@ Müslifresser (Gast)
>öhen würde?
Nö.
>Dadurch würde viel weniger Elektronikschrott anfallen, weil die>Hersteller dann gezwungen wären, bessere Komponenten (z.B. Elkos) zu>verbauen.
Würde so nicht passieren. Unser System Kapitalismus, mit dem Kern des
Zinseszins braucht jeden Tag mehr Umsatz.
http://www.arte.tv/de/woche/244,broadcastingNum=1246079,day=6,week=8,year=2011.htmlBeitrag "Lebensdauer elektr. Bauelemente"
siehe Youtube, Kaufen für die Müllhalde
>Die Preise würden sich für den Kunden nur leicht erhöhen.>Die Preisdifferenz zwischen guten Elkos und minderwertigen Elkos liegt>bei weniger als 10 Cents.
Wie bereits gesagt, bestehen "Geräte" nur zum kleinen Teil aus Elkos.
Und das 30 Jahre ausdauernde Produkt ist in vielen Fällen unsinnig oder
unerwünscht.
Computer, Handies, Unterhaltungselektronik altern rasend schnell. Nicht
physisch, sondern auf grund der schnellen Entwicklung und Verbesserung.
Waschmaschinen, Autos, ähnliches Zeug kann teilweise sehr langlebig
gebaut werden, ist aber umsatzmindernd.
>Energiekosten würden gespart werden, weil dann weniger Neugeräte>angeschafft werden müßten.
Sicher.
>Und Konsumenten würden nicht so schnell die alten Geräte wegwerfen und>neue kaufen, weil sie auf die alten Geräte ja noch Garantie hätten und>so etwas wirft man eigentlich nicht weg.
Du bist naiv.
>All das würde die Ensorgungsprobleme von heute drastisch schmälern
Ein wenig, für gewisse Zeit. Aber auch hier greift irgendwann das
Weltbevölkerungswachstum. Und dann haben wir die gleich Müllmenge
wieder.
>und>in Afrika müßten Kinder dann bei starker Gesundheitsgefahr nicht das>Kupfer und Blei aus alten Platinen mehr gewinnen.
Müssen sie auch so nicht. Wenn sie mal einen Tag klar denken und am
nächsten vielleicht statt dämlich und faul Kunststoffkabel zu verbrennen
und an das Kupfer zu kommen sich in den Schatten setzen und mit ner
passenden Metallkante (the tool formerly known as Faustkeil, aka
Kabelmesser) die Isolation entfernen würden, wäre ihnen viel geholfen.
So weit reicht es aber scheinbar nicht.
MfG
Falk
P S Ich weiß, das war polemisch. Auch wenn Elektronikmüll aus Europa in
Afrika nix zu suchen hat.
Nonsens das Ganze.
Im Moment geht die technische Entwicklung derart schnell, dass selbst
ein Topmodell innerhalb von wenigen Jahren hoffnungslos veraltet ist
ist. Ob es nun noch funktioniert oder nicht. Die meisten Geräte werden
heutzutage ausgetauscht, weil es eben was besseres/neueres gibt, nicht
weil es kaputt ist.
Beim preis geht es ja nicht nur um die Bauteilkosten. Es ist wohl klar
das die Ausfallwahrscheinlichkeit nach 10Jahren wesentlich höher ist,
als bei 2Jahren. Damit muss der Hersteller für 10 Jahre ersatzteile
vorhalten. Und das bei Produkten die sich aller 6 Monate ändern.
High Performer schrieb:> Es kann nicht der Traum der Menschen sein, möglichst viele Geräte> herzustellen.
Das sehen die, die von deren Produktion leben, anders.
High Performer schrieb:> ein Gerät mit doppelter Lebensdauer kostet, wenn man es denn> nicht zu weit treibt, sicher weniger als den doppelten Preis, ist also> im Endeffekt günstiger für den Käufer
Hier übersiehst Du, daß der Verkaufspreis eines Produktes nur sehr wenig
mit den Kosten der Herstellung zu tun hat.
Die große Differenz besteht aus der Gewinnspanne, die sich Hersteller,
Groß- und Zwischenhändler und der Einzelhandel teilen, und diversen mehr
oder weniger kleinen Pöstchen wie Lizenzgebühren, Zöllen und natürlich
Transportkosten, wobei die praktisch vernachlässigbar* sind.
*) wenn es möglich ist, Schlagbohrmaschinen aus China für unter 10 EUR
im Baumarkt zu verkaufen, dann können die Transportkosten nicht
relevant sein. Und es macht transporttechnisch keinen Unterschied aus,
ob man nun eine Schlagbohrmaschine transportiert oder ein Notebook,
beide wiegen ähnlich viel und sind ähnlich voluminös verpackt.
>Die Langlebigkeit von Produkten hat ja der untergegangene
Sozialismus(DDR) dargelegt.
Der wesentliche Nutzen bestand da eher in der jahrelangen ungetruebten
Vorfreude waehrend dem Warten auf die Auslieferung...
Pico Oschi schrieb:> Der wesentliche Nutzen bestand da eher in der jahrelangen ungetruebten>> Vorfreude waehrend dem Warten auf die Auslieferung...
Bohrer welche man aufdrehen konnte,Schraubendreher welche zum Bohrer
spiraliert werden konnte,gab es nicht.
Bis 1989 waren die Warenhäuser und Versandhäuser der BRD voll von
langlebigen billigen,qualitativen hochwertigen DDR Produkten.
@ H.joachim Seifert (crazyhorse)
>Im Moment geht die technische Entwicklung derart schnell, dass selbst>ein Topmodell innerhalb von wenigen Jahren hoffnungslos veraltet ist>ist.
Claudia Schiffer? Heidi Klum? Eva Padberg?
Alles Auslaufmodelle?
;-)
> Ob es nun noch funktioniert oder nicht. Die meisten Geräte werden>heutzutage ausgetauscht, weil es eben was besseres/neueres gibt, nicht>weil es kaputt ist.
Jo. Wann gibt es das iPhone 5?
Auf Brain 2.0 warten wir auch schon ein paar tausend Jahre.
Juppi J. schrieb:> Aber wenn Sollbruchstellen eingebaut werden damit die Garantiezeit> nur unwesentlich überschritten werden,dann ist dies nach meiner Meinung> kriminell.
Das sehe ich auch als Hauptursache für den ganzen Elektronikschrott.
Andererseits: Die mechanische Stabilität lässt aus meiner Sicht oft am
meisten zu wünschen übrig und trotzdem wird der Plunder haufenweise
gekauft. Ich habe mir ein PC-Gehäuse von MS Tech bestellt. Das besteht
aus Dosenblech! Die erste Beule war schon drin, als ich es ausgepackt
habe, ich hatte es wohl zu hart angefasst! Die Beule wollte ich
rausdrücken, mit dem Ergebnis, dass dann ein Knick drin war. Den Knick
wollte ich beseitigen, jetzt ist schon wieder was anderes verbogen. Das
Ding taugt nicht mehr als wenn man eine Schachtel aus Papier baut und
man damit was machen will. Habs zurückgeschickt und mein Geld auch schon
wiederbekommen.
Es ist eine Frechheit sowas überhaupt zu bauen, geschweige denn auch
noch zu verkaufen! Klar kann ich reklamieren, aber mich nervt diese
Schei*reklamiererei, weil man damit Ärger hat und Zeit und Geld
verschwendet.
Andy G. schrieb:> Es ist eine Frechheit sowas überhaupt zu bauen, geschweige denn auch> noch zu verkaufen!
Eigentlich nicht, denn jemand, der stets das billigste Produkt beim
billigsten Händler kauft, der verlangt geradezu danach, minderwertige
Ware zu erhalten. Denn dies ist der einzige Weg, den billigsten guten
Händler/Hersteller zu unterbieten, um das Geschäft zu machen.
Da der PC-Markt heute in hohem Mass über den Preis läuft sind die
Produkte oft dementsprechend. Früher hatte IBM für eine einfache
Tastatur einen Preis verlangt, für den manche Leute heute schon einen
halben Laptop kaufen. Von dieser Sorte Tastaturen sind heute noch
etliche im Einsatz - ob das wohl beim Laptop in 25 Jahren auch noch der
Fall sein wird? Andererseits würde jeder, der für eine Tastatur eines
normalen PCs routinemässig dreistellige Preise verlangt, (auch) in
diesem Forum nur homerisches Gelächter ernten.
A. K. schrieb:> Eigentlich nicht, denn jemand, der stets das billigste Produkt beim>> billigsten Händler kauft, der verlangt geradezu danach, minderwertige>> Ware zu erhalten. Denn dies ist der einzige Weg, den billigsten guten>> Händler/Hersteller zu unterbieten, um das Geschäft zu machen.
Das ist es ja,Nutzungseit durch Sollbruchstellen zu verkürzen ist
kriminell.
Hat nichts mit schlechter Qualität zu tun,schädigt extrem die Umwelt.
Wenn die Umweltkosten direkt auf den Warenwert aufgeschlagen werden,
wären Diese wesentlich höher und die Gewinne kleiner.
Juppi J. schrieb:> Hat nichts mit schlechter Qualität zu tun,schädigt extrem die Umwelt.
Meine Antwort bezog sich auf den "Dosenblech" Beitrag von Andy, in dem
es eben nicht um Sollbruchstellen, sondern um mindere Qualität ging.
Andy D. schrieb:> Ein sinnvoller Kompromiss wäre die Ware von ROHS und WEEE auszunehmen> wenn solche Garantien und Reparaturdokumentation vorhanden sind.
RoHS und WEEE wären ein Witz dagegen, wenn man solche Garantien geben
müsste. Es wurde schon geschrieben, aber wenn man 10 Jahre Garantie
gibt, muss man auch entsprechende Ersatzteile vorhalten. Wie schnell
gerade Elektronik-Bauteile manchmal abgekündigt werden, sollte hier
jeder wissen. Dies führt zu einer Kapitalbindung, die sich signifikant
auf den Produktpreis auswirkt.
Industrie-Produkte können die besonderen Anforderungen an die
Langlebigkeit oftmals erfüllen, aber dafür sind die Käufer in der Regel
auch bereit, einen entsprechenden Mehrpreis zu bezahlen. Der
Consumer-Bereich ist dagegen in vielen Bereichen von einem wahren
Preiskampf durchzogen.
Man kann als Konsument nicht erwarten, für den Preis eines
Dosenblech-Gehäuses ein PC-Gehäuse aus Edelstahl zu bekommen...
Andy D. schrieb:> Reparaturdokumentation
Was soll das bedeuten? Offenlegung von Schaltplänen und Layouts? Welche
Konsequenzen dies für die Unternehmen hat, sollte jeder selber
abschätzen können.
Was die oft genannten Kinder in Afrika angeht: Wenn alle Konsumenten
ihre alten Geräte zum Entsorgungshof bringen und nicht versuchen würden,
noch ein paar Euro bei irgendwelchen Händlern dafür zu bekommen, würde
sich das Problem sicherlich drastisch reduzieren lassen. Das gilt
natürlich auch für Unternehmen, der Großteil des Schrotts ist aber
Consumer-Ware. Die ARD oder das ZDF hatte im letzten Jahr eine
interessante Doku dazu, vielleicht ist die online noch verfügbar.
Bei manchen Produkten hätte diese Offenlegung und auch der doppelte oder
dreifache Preis für entsprechend robuste Konstruktion die Konsequenz
dass so mancher es kaufen würde.
Juppi J. schrieb:> Bis 1989 waren die Warenhäuser und Versandhäuser der BRD voll von> langlebigen billigen,qualitativen hochwertigen DDR Produkten.
Stimmt. Stereoanlagen einer Marke "Bruns". Die waren so lausig, die hat
praktisch niemand gekauft, aber es muss irgendwelche Verträge gegeben
haben, daß gewisse Importeure die trotzdem abgenommen und angeboten
haben.
Christoph Budelmann schrieb:>> Reparaturdokumentation>> Was soll das bedeuten? Offenlegung von Schaltplänen und Layouts? Welche> Konsequenzen dies für die Unternehmen hat, sollte jeder selber> abschätzen können.
Bis in die 80er Jahre hinein gehörte es zum guten Ton, wenn bei den
Unterlagen z.B. einer Stereoanlage oder eines Fernsehers Schalt-, Prüf-
und Bestückungsplänge beilagen. Ob Philips, Uher oder Grundig, es
gehörte dazu.
Hameg hat das bei Oszilloskopen auch so gemacht.
Und auch die Computerindustrie hat genau das gemacht, Apple und IBM
haben ihre Geräte (Apple II und PC/XT bis hin zum AT) vollständig
dokumentiert, inklusive kommentierten Firmwarelistings. Bei IBM musste
man die Unterlagen zugegebenermaßen dazukaufen (aber es gab sie!), beim
Apple II war das, wenn mich meine Erinnerung nicht völlig trübt, sogar
im Lieferumfang enthalten.
Beide so dokumentierte Geräte wurden signifikant nachgebaut und gewannen
so erst ihre hohe Bedeutung. Klar, weder Apple noch IBM haben an den
Clones verdient, aber sie haben ihre Produkte als Plattform
standardisiert, was, wie letztlich beide Firmen immer noch erkennen
lassen, sehr viel wert war.
Von etlichen Nokia-Handies kriegt man auch heute ziemlich problemlos
Schaltpläne im Netz. Das bringt allerdings nur in wenigen Fällen etwas.
Erstens weil Nokia auch normalen Bauteilen eigene Bezeichnungen gibt und
diese nicht entschlüsselt. Zweitens weil fast alles, was mehr Beine als
eine Spinne hat, auf dem Markt nicht frei erhältliche Spezialchips sind.
jaja ... alle Jahre wieder.
Es soll sich mal jeder selbst an die Nase fassen ... Ob der TO an einem
10 Jahre alten PC hockt um sein Geschreibsel los zu lassen?
Und ober er nicht ein Handy <10 Jahre alt in der Tasche hat?
Sehr wahrscheinlich jugendliche Naivität.
A. K. schrieb:> Von etlichen Nokia-Handies kriegt man auch heute ziemlich problemlos> Schaltpläne im Netz.
Das ist aber was anderes als vom Hersteller frei zur Verfügung gestellte
Serviceunterlagen. Und wie Du angemerkt hast, hilft es nur einem sehr
eingeschränkten Personenkreis.
(Übrigens sind auch Schaltpläne von Apple-Telephonen im Netz zu finden,
aber auch die sind von ähnlicher Nutzlosigkeit für den "Feld-Wald- und
Wiesen-Reparateur).
Fhutdhb Ufzjjuz schrieb:> jaja ... alle Jahre wieder.> Es soll sich mal jeder selbst an die Nase fassen ... Ob der TO an einem> 10 Jahre alten PC hockt um sein Geschreibsel los zu lassen?
Beim PC ist schon allein das Problem der Software-Aktualisierungen,
Stichwort Sicherheitslücken. Versuch mal für ein 5 Jahre altes Linux
Sicherheitsupdates zu bekommen! Da ist Microsoft zum Beispiel bei
Windows XP (kam 2001 raus) geradezu vorbildlich.
Die 10 Jahre zu pauschalisieren halte ich für unsinnig. Andererseits
wäre es nicht falsch, weil sich die Leute bei einem 5 Jahre alten Gerät
kaum mehr für die Garantien interessieren, denn sie wollen ein neues
Gerät mit mehr Funktionalität haben. Dennoch bin ich für eine Erhöhung
der Gewährleistungsdauer, damit man, wenn etwas tatsächlich bald kaputt
geht, es repariert bekommt. Ob man das dann will ist egal.
> Und ober er nicht ein Handy <10 Jahre alt in der Tasche hat?>> Sehr wahrscheinlich jugendliche Naivität.
Mein Nokia 6021, das ich aktiv und als einziges Gerät benutze, ist
gerade 5 Jahre alt geworden. Nix jugendliche Naivität. Aber ich gehöre
auch nicht zu der Generation, die diese Geräte im Quartalsrhytmus
austauscht.
Rufus Τ. Firefly schrieb:> Beide so dokumentierte Geräte wurden signifikant nachgebaut und gewannen> so erst ihre hohe Bedeutung. Klar, weder Apple noch IBM haben an den> Clones verdient, aber sie haben ihre Produkte als /Plattform/> standardisiert, was, wie letztlich beide Firmen immer noch erkennen> lassen, sehr viel wert war.
Das würde ich auch nicht abstreiten wollen. Nur bezweifele ich sehr
stark, dass dies heute aus wirtschaftlicher Sicht noch in irgendeiner
Weise sinnvoll ist, ohne sich geschäftsschädigend auszuwirken. Davon
abgesehen denke ich, wie es auch schon angesprochen wurde, dass offene
Unterlagen kaum zur Reparatur herangezogen werden (weil sich dies
entweder wirtschaftlich nicht lohnt oder technisch nur sehr schwer
machbar ist), als zu Zwecken der Produktpiraterie.
>Aber so lange die Menschen mit ihren Gedanken in ihrer kleine lokalen>Industriewelt gefangen sind, wird es schwer sein, auch nur ansatzweise>ein Umdenken zu bewirken.
Das Problem würde ich eher da sehen wo die Menschen in der großen
Globalisierten Industriewelt gefangen sind. Eine Welt in der es Sinn
macht in Regionen mit extrem billigen Arbeitskräften irgendwelchen
Schrott herzustellen, weil er irgendwo auf der Welt gekauft wird weil er
so billig ist.
Es hatte doch schon bestimmt jeder mal ein chinaprodukt gekauft, es
einmal benutzt: kaputt ... und hat sich danach geschworen lieber mehr
Geld für Qualität auszugeben.
Zum Glück ist Dummheit der Konsumenten ein nachwachsender Rohstoff.
geplante Obsoleszenz ist das Stichwort der heutigen auf "Wachstum"
basierenden globalisierten Industriewelt.
Technisch sind Glühbirnen möglich, die die Lebensdauer von LED's haben.
Da die Industrie davon aber nichts hatte haben die die Lebensdauer
soweit erniedrigt bis per Gesetz dagegen eingeschritten wurde.
Heute ist das geschickter verschleiert ... Iphones sind nicht für die
ewigkeit gebaut. Das zeigt ganz eindeutig der nicht tauschbare Akku.
(sicher kann man den tauschen, aber gewollt ist es ja nicht)
Und damit sich nicht zuviele Leute darüber aufregen, kommt eine neue
Version auf den Markt bevor das Akku der alten Generation sich nicht
mehr Laden lässt.
Ich wäre voll dafür langlebige Qualität zu bekommen.
Per Gesetz ... ich glaube nicht.
Umdenken der Meschen ... das glaube ich noch viel weniger.
Rufus Τ. Firefly schrieb:> Juppi J. schrieb:>> Bis 1989 waren die Warenhäuser und Versandhäuser der BRD voll von>> langlebigen billigen,qualitativen hochwertigen DDR Produkten.>> Stimmt. Stereoanlagen einer Marke "Bruns". Die waren so lausig, die hat> praktisch niemand gekauft
Dir ist ja auch bekannt,das die DDR unter allen möglichen
Markennamen(westlich) ,im Auftrag produziert hatte.
Die Qualitätsanforderungen waren sehr hoch,sonst wurde nicht abgenommen.
Kleines Beispiel unter vielen welche ich erlebt habe.
Ein Lackkratzen am Fahrrad und die ganze LKW-Ladung ging billig weg.
habe bis Ende der 90 er sehr viele Nadeldrucker demontiert,
Da konnte man sehen unter wieviel Markennamen die DDR Drucker produziert
wurden.
Die waren eigentlich "unkaputtbar"
Man muß auch als Gegner der DDR(ich) , objektiv bleiben.
Wie ich immer sage,diese Art von Kapitalismus wird sterben
und/oder im Müll ersticken
S. T. schrieb:> Technisch sind Glühbirnen möglich, die die Lebensdauer von LED's haben.
Aber nur bei noch schlechterer Effizienz als Glühbirnen eh schon haben.
Ob sich das rentiert muüsste man mal ausrechnen.
>Iphones sind nicht für die ewigkeit gebaut. Das zeigt ganz eindeutig der>nicht tauschbare Akku.
Er ist nicht unbedingt durch einen Laien tauschbar, aber das ist ein
Automotor auch nicht. Fakt ist das sich der Akku tauschen lässt und das
auch millionenfach gemacht wird. Is halt ärgerlich für den Kunden der
für den Tausch evt. was zahlen muss. Aber dafür hat er ein schickes
Gehäuse ohne irgendwelche Klappen oder Öffnungen ;)
Wenn man sich umschaut was in normalen Haushalten >10 Jahre alt werden
kann fallen auf:
-Hifi-Verstärker
-SW-Laserdrucker
-TFT-Monitore, wenig genutzt
-Lampen (nicht Leuchtmittel)
-Weisse Ware
-Elektrowerkzeug
Und die Zeit wo man einen 5 Jahre alten, damals aktuellen PC nicht mehr
sinnvoll einsetzen kann ist auch inzwischen vorbei weil sich da SO VIEL
nicht mehr getan hat; viele der heutigen "Nettop"-PCs sind
leistungsschwächer als ein gut ausgebauter Desktop von 2006.
Die Nachteile wurden ja schon genannt. Ansonsten steht es jedem frei,
Geräte mit 5-10 Jahren Garantie zu kaufen. Z.B. Miele Waschmaschinen; 10
Jahre Garantie, EIZO Monitore; 5 Jahre, usw. Nur sind diese entsprechend
teurer, was wohl auch der Grund für die geringe Verbreitung sein dürfte.
"Kaum" ein Preisunterschied sieht eben anders aus. Ansonsten halten
viele Geräte namhafter Hersteller auch deutlich länger als die
Garantiezeit, die meiste Unterhaltungselektronik wird wohl eher wegen
modernerer Elektronik als wegen eines Defekts ausgetauscht.
Mir kommt es langsam vor,das mit der Garantiezeit die Brauchbarkeit
gemeint ist.
Ich denke eher ,die Geräte mit 2 Jähriger Garantiezeit sollten
durchschnittlich mindestens 10 Jahre halten.
Frühere Ausfälle sollten die Ausnahme sein.
Andy G. schrieb:> Fhutdhb Ufzjjuz schrieb:> Stichwort Sicherheitslücken. Versuch mal für ein 5 Jahre altes Linux> Sicherheitsupdates zu bekommen
Warum soll man auch noch ein 5 Jahre altes Linux verwenden. Auch ein
aktuelles Linux läuft auf 10 Jahre alter Hardware (LXDE das Desktop)
Es wird schwierig sein 10 Jahre Garantie durchzudruecken. Dann stellet
man eben eine Fabrik auf, kassiert dafuer Subventionen, Foerdermittel,
und Steuerbefreiung. Dann Produziert man ein paar Jahre lang auf
billigst, und schliesst den Laden nachher. Der Haendler im XY-Markt :
klar, wir geben Garantie drauf. Leider ist der Hersteller implodiert...
10 Jahre Garantie?
Du willst wohl unbedingt unsere Wirtschaft kaputt machen.
Wenn Du ordentliche Sachen kauft, dann funktionieren die auch 10 Jahre!
Mein alter Laptop, hat viel gekostet, mit schwacher
Ausstattung/Leistung, den nutze ich 7 Jahre, jetzt ist der 10 Jahre alt
und hat keine einzige Macke!
Die einzige Macke: Heute sind alle Programme so mächtig dick geworden,
dass der nahezu unbrauchbar wurde :-(
Lukas K. schrieb:> Andy G. schrieb:>> Fhutdhb Ufzjjuz schrieb:>> Stichwort Sicherheitslücken. Versuch mal für ein 5 Jahre altes Linux>> Sicherheitsupdates zu bekommen> Warum soll man auch noch ein 5 Jahre altes Linux verwenden.
Ich habe keinen Bock mir alle zwei Jahre ein neues System zu
installieren, nur weil der Hersteller alls 6 Monate ein neues rauswirft.
Du gehörst sozusagen auch zu denen, die sich ständig das neuste
besorgen.
Apropos Linux: Einerseits wird gejammert, dass niemand bereit ist Geld
für Hardware auszugeben und man Billigstware aus China kauft.
Andererseits wird aber ein Software (Betriebssystem) benutzt, für das
man keinen Cent ausgeben will. Klar, dabei fällt wenigstens kein
Elektronikschrott an. Entwicklungskosten dürfen aber auch nicht
anfallen.
Pico Oschi schrieb:> Es wird schwierig sein 10 Jahre Garantie durchzudruecken. Dann stellet> man eben eine Fabrik auf, kassiert dafuer Subventionen, Foerdermittel,> und Steuerbefreiung. Dann Produziert man ein paar Jahre lang auf> billigst, und schliesst den Laden nachher. Der Haendler im XY-Markt :> klar, wir geben Garantie drauf. Leider ist der Hersteller implodiert...
Deshalb muss auch die Gewährleistung und nicht die Garantie rauf! Ja,
dazwischen gibt es einen großen Unterschied.
Ein europäisches Land hat doch schon 6 Jahre, sind das die Belgier oder
die Niederländer? Wer weiß es und kennt Details?
Ich denke auch, dass die Reparierbarkeit wichtiger ist. Ebenso die
Wiederverwendbarkeit. Es darf nicht sein, dass Geräte mit geschlossenen
Bootloadern ausgeliefert werden, die die Installation von alternativer
Software verbieten. Schaltpläne sind ja normal, aber man könnte
vielleicht eine Veröffentlichungspflicht aller Produktionsunterlagen
nach Ende der Produktionszeit einführen. Sprich wenn ein Gerät nicht
mehr hergestellt wird, dann bekommt man die Layouts damit man sich
Ersatzteile selber machen kann.
Nachbau ist kein Argument. Jeder Marktteilnehmer analysiert so oder so
die Produkte aller Mitbewerber. Das geht bis zum Reverse-Engineering der
ICs, was bei IC-Herstellern inzwischen normal sein soll.
Zum 5 Jahre alten Linux kann man nur sagen, wechsle doch auf die nächste
Version, das kostet ja nichts.
Rufus Τ. Firefly schrieb:
>Das ist aber was anderes als vom Hersteller frei zur Verfügung gestellte>Serviceunterlagen. Und wie Du angemerkt hast, hilft es nur einem sehr>eingeschränkten Personenkreis.
nur mal so: das wird wohl immer so sein
MfG
H.joachim Seifert schrieb:> Nonsens das Ganze.> Im Moment geht die technische Entwicklung derart schnell, dass selbst> ein Topmodell innerhalb von wenigen Jahren hoffnungslos veraltet ist> ist. Ob es nun noch funktioniert oder nicht. Die meisten Geräte werden> heutzutage ausgetauscht, weil es eben was besseres/neueres gibt, nicht> weil es kaputt ist.
Ach das ist doch alles schrott. Ich habe hier einen 2 Jahre alten
Samsung LCD. Soll ich den nun gegen die neuen Samsung Smart TV Geräte
tauschen, nur weil die neuere technik und viel mehr sachen drinne haben,
die keiner benötigt?
Gerade das konzept mit Facebook, dem ganzen App kram auf allen Geräten
und den ach so tollen Internet Seiten wie Youtoube usw, kann ich kein
bisschen was abgewinnen.
Also ist das alles in meinen Augen kein fortschritt im sinne von, das
ich etwas besseres modernes habe. Moderner und besser ist für mich "LCD
/ 3D" wenn man das mag und wenn man mal von der alten Röhre ausgeht.
Aber App Flut und unnützer Kindergarten Kram, welcher sich rasend
schnell im Internet verbreitet, brauche ich nicht auch noch auf einem TV
Gerät im Wohnzimmer stehen haben.
Aber so wie mir das scheint, wird mein TV auch irgendwann mich dazu
nötigen, das ich den ersetzen muss. 2 Reperaturen auf Garantie waren da
auch schon fällig.
Andy G. schrieb:> Apropos Linux: Einerseits wird gejammert, dass niemand bereit ist Geld> für Hardware auszugeben und man Billigstware aus China kauft.> Andererseits wird aber ein Software (Betriebssystem) benutzt, für das> man keinen Cent ausgeben will.
Wow, da spricht ja die geballte Kompetenz. Das inzwischen Linux den Rest
an Qualität weitgehend überholt hat siehst Du natürlich nicht. Geh mal
her, und vergleiche Linux mit einem x-beliebigen kommerziellen Unix. Vor
ein paar Jahren hatte ich mal das "Vergnügen" mit einem SCO-Unix
arbeiten zu "dürfen". Das Dateisystem war proprietär, und die einzige
Möglichkeit Daten herunterzubekommen war ein SMB-Server, der nicht nur
langsam war (kleines Problem), sondern auch noch alle Dateien in allen
Verzeichnissen doppelt angezeigt hat.
An solchen Sachen ging der kommerzielle Betriebssystemmarkt zu Grunde.
Und die Entwicklung wird bezahlt. Der Großteil der Entwickler arbeitet
in Firmen am Quellcode. Die Firmen brauchen die Software und dann ist es
auch egal ob den andere noch weiterverwenden oder nicht.