Hallo, wenn ich auf meiner Platine mit dem Finger die Quarzkondensatoren (SMD) berühre, oder die entsprechenden Pins am uC, dann stürzt der uC ab. Es ist mir auch noch nicht gelungen die Schwingung mit dem Oszi zu messen. Ich könnte mir vorstellen, dass das normal ist, würde es aber gerne sicher wissen. Quarz ist 18,432 MHz mit 2x22pF an einem ATmega. Quarz ist auf der Platine 2cm vom uC entfernt, Kondis sitzen direkt am uC.
FUSEs richtig gesetzt ? z.B. CKOPT ? Schlechter Quarz bzw. falscher ?
Mach halt die CKOPT-Fuse an(wenn vorhanden), dann wird der Quarz "Fullswing" bedient und resistenter gegen Störungen. Eventuell kann man dann was an den Quarzpins messen. Oder du schaltest die CKOUT-Fuse an(wenn vorhanden), dann kannst du die Quarzfrequenz an einem Portpin messen(PB0 bei der atmega 48/88/168er Serie). mfg mf
Wie misst du mit dem Tastkopf? 1:1 oder 10:1? Schliesst du die Masseleitung an eine Seite des Quarzes? Normalerweise müsstest du schon die Schwingung sehen wenn du mit einem 10:1 Tastkopf nahe and en Quarz gehst ohne ihn zu berühren.
Kann aber auch ein ESD-Problem sein. Läufst du auf Teppichboden rum? Wie versorgst du deine Schaltung? mfg mf
Patient: Wenn ich hier drücke, tut's weh. Arzt: Dann drück da nicht! Moral: Miss mal, wieviel pF Dein Finger hat.
Hier ein Screenshot der Fuses. CKOPT sehe ich nicht. ESD ist es nicht. Oszi: Hatte es wohl mit 1:1 Tastkopf versucht. Kann es gerade nicht ausprobieren. Es geht mir auch eher darum ob das normal ist. Ansonsten eben nochmal versucht: Wenn ich einen der beiden Quarzanschlüsse mit einer Nadel berühre, stürzt das Ding zu 100% ab. Auch mit anderen Quarzen (vom selben Typ).
Thomas schrieb: > Hier ein Screenshot der Fuses. CKOPT sehe ich nicht. Bei den neueren Controllern kannst du das unter "SUT CKSEL" auswählen. "Full Swing ... Crystal.." mfg.
> Ich könnte mir vorstellen, dass das normal ist,
Ja.
Wenn du Rauschen oder einen UKW-Sender in den Oszillatortakt
einkoppelst, werden die Takte zu kurz für den uC um seine inneren
Operationen ganz auszuführen, er stürzt ab, letztlich wegen Übertaktung,
dem nicht-Einhalten der Timing-Bedingungen.
Natürlich sorgt man durch einen räumlich möglichst dicht am uC
sitzenden, mit Massefläche, Erdung des Quarzgehäuses und Kondensatoren
abgeschirmten Oszillator für möglichst geringe Störanfälligkeit. aber
direktes anfassen der Pins mit einer "Antenne" ist natürlich durch
Nichts zu bekämpfen.
Thomas schrieb: > Oszi: Hatte es wohl mit 1:1 Tastkopf versucht. Das kannst du vergessen, viel zu hohe Kapazität des Tastkopfes. Das ist für den Schwingkreis eine zu starke Belastung.
Der Tipp mit Full Swing Oscillator war sehr gut. Jetzt ist es viel stabiler. Wenn ich mit trockenen Fingern drauf fasse passiert gar nichts, wenn ich mit nassen Fingern drauf fasse hält er kurz an oder stürzt ab. Auszug aus dem Datenblatt: Low Power Crystal Oscillator This Crystal Oscillator is a low power oscillator, with reduced voltage swing on the XTAL2 output. It gives the lowest power consumption, but is not capable of driving other clock inputs, and may be more susceptible to noise in noisy environments. In these cases, refer to the ”Full Swing Crystal Oscillator” Full Swing Crystal Oscillator This Crystal Oscillator is a full swing oscillator, with rail-to-rail swing on the XTAL2 output. This is useful for driving other clock inputs and in noisy environments. The current consumption is higher than the ”Low Power Crystal Oscillator” on page 33. Note that the Full Swing Crystal Oscillator will only operate for Vcc = 2.7 - 5.5 volts. Der Tabelle könnte man auch entnehmen, dass der Low Power Oscillator nur bis 16MHz geht.
>Ansonsten eben nochmal versucht: Wenn ich einen der beiden >Quarzanschlüsse mit einer Nadel berühre, stürzt das Ding zu 100% ab. >Auch mit anderen Quarzen (vom selben Typ). Zeig mal dein Layout und den Schaltplan. Aber das die eingebauten Quarzoszillatoren sehr empfindlich sind und zusätzliche kapazitive Belastung und Einkopplung von Brumm garnicht mögen, ist doch bekannt. Also: Pfoten weg, 1:1-Tastkopf weg von den Anschlüssen und den Quarz und die Burdencaps gut mit einer untergelegten Massefläche abschirmen. Kürzeste Leiterbahnen wählen!!!
Also: Da langt Jemand mitten in eine Oszillatorschaltung hinein und verändert nicht nur die Kapazitätswerte der Schaltung erheblich sondern verschiebt auch noch den Arbeitspunkt des Verstärkers durch die Leitfähigkeit seines Fingers und schließt als Krönung den Finger als eine Antenne an. Und da wundert er sich, dass die Schaltung nicht mehr arbeitet ??? Schon ein 1:10-Tastkopf hat so 8pF bis 10 pF Kapazität die der user parallel zu den 30 pF der Standard-Oszillatorschaltung schaltet, wenn er mit dem Tastkopf in die Schaltung gerät. Nur wenn die Schaltung "volle Pulle" läuft, also mit CKopt, verträgt sie einen solchen "Eingriff" (im wahrsten Sinne des Wortes) überhaupt. Natürlich hat die Schaltung dann ganz andere Spannungswerte und hört in vielen Fällen auf zu schwingen.
Thomas schrieb: > Wenn ich mit trockenen Fingern drauf fasse passiert gar nichts, wenn ich > mit nassen Fingern drauf fasse hält er kurz an oder stürzt ab. Und deswegen hörst du jetzt auf, daran rumzugrabbeln. mfg.
>Und deswegen hörst du jetzt auf, daran rumzugrabbeln.
Und welcher Gestörte greift auch da mit nassen Fingern rein...
Quarzi schrieb: > Und welcher Gestörte greift auch da mit nassen Fingern rein... Vielleicht will er ja eine Taucheruhr bauen. Die taucht dann aber nichts. mfg.
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