Guten Tag Gemeinde,
ich mache momentan meinen Elektronik Meister für Energie und
Gebäudetechnik.
Dabei haben wir uns mit den Grundlegenden Dingen der SPS beschäftigt.
Unser Meisterstück müssen wir mit LOGO realiesieren.
Wenn das ganze rum ist ca. 3 Wochen. Will ich mich mit der
Microcontroller Programmierung beschäftigen.
Bin ich richtig wenn ich davon Ausgehe das "dieser" Chip wie eine LOGO
funktioniertl? Also ein und Ausgänge!
Leider habe ich Programmiertechnisch keine Auhnung.
Und was brauche ich für Hard und Software.
Ich würde mich über hilfe bedanken!!
MFG
Marvin
> Dabei haben wir uns mit den Grundlegenden Dingen der SPS beschäftigt.
Unser Meisterstück müssen wir mit LOGO realiesieren.
Das ist Bestandteil der Facharbeiterausbildung, gibts für die Meister
nicht mal anspruchsvollere Themen...
Naja, beim Meister geht es ja weniger um Technische Geschicke.
Wer auf der Suche nach Technischer Weiterbildung ist sollte den
Techniker machen, diese Beschäftigen sich vertieft mit SPS usw.
Beim Meister gehts es mehr um Betreibsführung und VDE sowie
Rechnungswesen und etc.
Desweiteren wird bei keiner HWK oder Innung eine Gesellenprüfung mit
LOGO gefordert.
Der Stoffplan der Berufsschule sieht dies vor. Allerdings in keinem
Brauchbaren Ausmaß.
esto24 schrieb:> ich mache momentan meinen Elektronik Meister für Energie und> Gebäudetechnik.>> Bin ich richtig wenn ich davon Ausgehe das "dieser" Chip wie eine LOGO> funktioniertl? Also ein und Ausgänge!
Naja, wenn du es so siehst, funktioniert der Chip genauso wie ein
Gebäude. Ein- und Ausgänge :-)
Ganz simpel betrachtet ist auch ein Microcontroller dazu da, Signale an
Eingängen entgegenzunehmen und ggf. nach Berechnung Ausgänge
entsprechend zu schalten.
In einer SPS läuft auch ein µC, auf dem µC wiederum läuft aber eine Art
Betriebssystem (ggf. wird das ganze auch compiliert), welches eine sehr
hohe Abstraktion erlaubt (Lese Eingang X und Y, verknüpfe diese mit UND
und gebe das Ergebnis auf Ausgang Z aus). Oft werden diese Systeme auch
grafisch programmiert.
Arbeitet man nun direkt mit dem µC, so muss man sich um die Abstraktion
selbst kümmern. Dies bedeutet, man muss die verwendete Peripherie (z.B.
digitale IO Ports) initialisieren, und gewisse Dinge beim Zugriff
beachten. Dafür hat man aber auch die volle Kontrolle über den µC, was
insbesondere bei zeitkritischen Anwendungen sehr von Vorteil ist.
Zur Programmierung solcher Controller reicht ein Editor und ein Compiler
(z.B. Notepad++ und gcc), aber das ist für den Einstieg recht
kompliziert.
Eine IDE (Entwicklungsumgebung) hilft einem hierbei.
Die Programmiersprache ist bei einem µC vorzugsweise C oder Assembler,
für nicht zeitkritische Dinge eignet sich auch ein BASIC Dialekt. Im
Falle von BASIC nehmen einem meisstens die Libraries etwas Arbeit bei
der Initialisierung der Peripherals ab.
Hallo esto24,
ich möchte dir noch die Seite http://www.sprut.de ans Herz legen. Diese
befasst sich mit den PIC Microcontrollern der Firma Microchip.
Auf dieser Seite sind viele kleine Beispiele, eine Auflistung der
verschiedenen PIC-Typen und auch nützliche Tipps, wie z.B.
Anfängerfallen, Hinweise zur Takterzeugung, etc...
Lese dich einfach mal ein.
Gruß
Benny
Danke die Infos
Anfangen will ich erst wenn meine Prüfungen zu Ende ist. Bzw. wenns
geklappt hat.
Benjamin hat PIC angesprochen, das ist doch was anderes wie AVR?
Mit der Programmiersprach werde ich mich wohl schwer tun. Denn bis jetzt
kenne ich alles nur Grafisch.
Bedeutend wird das für mich bedeuten, dass ich mich erstmal mit C oder
Basic beschäftigend sollte.
Wobei diese Programmiersprachen ein rotes Tuch für mich sind. Da mir
dafür in vielen Fällen das Verständniss fehlt.
Das bedeutet das ich mal ein paar Tuts durcharbeite und schaue wie es
klappt.
Danke schon mal vorraus
Marvin G. schrieb:> Benjamin hat PIC angesprochen, das ist doch was anderes wie AVR?
Ja, in etwa vergleichbar wie Trabbant/ Wartburg oder Golf und Astra :-)
Wie gesagt: ist Geschmackssache.
> Wobei diese Programmiersprachen ein rotes Tuch für mich sind. Da mir> dafür in vielen Fällen das Verständniss fehlt.
Schau dir mal BASCOM an, ist BASIC-ähnlich und wahrscheinlich einfacher
zu lernen (ich kenne BASCOM nicht "persönlich", nutze hauptsächlich C
oder Asm)
Gruss Uwe
Marvin G. schrieb:> Mit der Programmiersprach werde ich mich wohl schwer tun. Denn bis jetzt> kenne ich alles nur Grafisch.
Es gibt auch grafische Prorammiersprachen für Microcontroller, wie z.B.
Flowcode(bei begrenzter Codegröße kostenlos). Wie performant das im
Vergleich zu Assembler oder "C" oder Basic-Dialekten ist, kann ich dir
nicht sagen. Mir fehlen dazu Erfahrungswerte.
Wenn es darum geht, so etwas wie einen deterministischen
Zustandsautomaten grafisch zu entwerfen und nachher auf den
Microcontroller zu bringen, da gibt es auch diverse Tools(teilweise GNU,
teilweise nicht kostenfrei). Die erzeugen dann "C"-Code, der sich
nachher unkompliziert in das restliche Programm einfügen lässt.
Wenn du grafische Sprachen gewohnt bist, fang erstmal mit Flowcode an.
Wenn du allerdings detailliertes Wissen haben willst, empfehle ich dir
erstmal "C". Das hat den Vorteil, auf reht hoher Abstraktionsebene
arbeiten zu können, wenn man die Ganzen IO-Geschichten in einfach zu
bedienende Funktionen verpackt. Wenns dann noch etwas mehr detailliert
zugehen soll, wirf einen Blick in das Disassemblerlisting, was der
C-Compiler generieren kann. Die absolut harte Tour wäre es, wenn du
gleich mir Assembler einsteigst, aber nachher weißt du über alle
Einzelheiten bescheid.
Ach ja, von mir noch eine Warnung: Microcontroller machen süchtig!
mfg mf
PS: Der Vorteil an C ist: Du kannst die Programmiersprache an sich mit
dem Schreiben von Kommandozeilenprogrammen am PC lernen. Die Grundlagen
müssen sitzen. Erst dann solltest du dich an C für Microcontroller
wagen.
Das Problem bei BASCOM ist, dass es sehr spezialisiert ist. Man muss
also an zwei Fronten kämpfen: Hardware und Programmiersprache lernen.
Wenn also etwas nicht funktoniert, sucht man sich den Wolf, wenn man
nicht weiß, ob es an ungeschickter Programmierung liegt. Man vermutet
Fehler an falschen stellen usw.
Mini Float schrieb:> Ach ja, von mir noch eine Warnung: Microcontroller machen süchtig!
Das ist sehr gut !!! ^^
Eventuell werde ich mich erstmal an eine Grafische Programmierung wagen.
Auch aus Erfolgsgründen.
Und dieser erzeugte Code lässt sich bestimmt ja auch anpassen.
Hi
Na ja, wenn du nach deinem Meister dann noch Zeit hast.... Ich kann aus
Erfahrung sagen, das der Quereinstieg in die Welt programmierbarer Dinge
m it viel Freizeitverlust verbunden ist. S 5 / S 7 sind da schon die
Spitze von Sportwagen, wenn es um den Erfolgbem Umsetzen von
Steuerungsaufgaben geht. Ein µC ist da doch eher dämlich und du mußt ihm
entweder in einer "gewöhnungsbedürftigen" Hochsprache eine Aufgabe
erteilen oder du arbeitest, wie es ein Elektriker gelernt hat an der
Basis mit Assembler. Da kommt dann richtig Freude auf....
Aber ich kann dir bestätigen, es ist allemal interessanter, als mit
Freundin im Kino die Zeit zu vertrödeln... oder mit Kumpels den
Bierverbrauch pro Kopf hochzuhalten.
Im Ernst, wenn du noch nie mit einem Controller gearbeitet hast, ist es
ein anstrengender und mühseliger Weg. Und du mußt lernen, zu
programmieren. Die Sprache selbst ist erst einmal gar nicht das Thema.
Was du brauchst, ist das Verständnis, wieso und warum.
Also, mach deinen Meister und dann meld dich noch mal, wenn du dann noch
Lust hast. Hilfe wirst du schon finden, da bin ich mir ganz sicher.
Gruß oldmax
Oldmax schrieb:> Aber ich kann dir bestätigen, es ist allemal interessanter, als mit> Freundin im Kino die Zeit zu vertrödeln... oder mit Kumpels den> Bierverbrauch pro Kopf hochzuhalten.
;)
Danke werde ich machen!!