Gast
#2530103
Hallo Leute, ich versuche grad ein paar Aufgaben zu rechnen. Gegeben ist eine Wheatstone-Brücke mit allen 4 Widerständen 100 Ohm. Die Brückenspannung wird mit einem Voltmeter mit einem Innenwiderstand R_M von 10 kOhm. Die Versorgungsspannung beträgt E = 1 V. Gesucht ist der Fehler der durch R_M verursacht wird. Mein Ansatz wäre jetzt folgender: Das ganze auf den Grundstromkreis zurückführen und R_M auskoppeln. Dabei erhalte ich R_i = (R1||R2) + (R3||R4) = 100 Ohm (Ist ja unabhängig wo die Widerstände sind, da sie alle gleich groß sind) Der Spannungsabfall über R_M wäre jetzt folgender: U_RM = U_D = R_M/(R_i + R_M)* U = 0,99 V. Um den Fehler (z.B. relativen) auszurechnen würde ich nun e = (U_D - U_Dwahr)/U_Dwahr = ? rechnen. Nun ist allerdings das Problem, dass die Brücke ja abgeglichen ist und der wahre Wert für U_d = 0 ist. Um die Aufgabe zu lösen würde ich jetzt 1 V einsetzen und komme auf einen Fehler von 1%. Allerdings ist mir nicht klar, warum ich 1 V einsetzen sollte. Das zweite Problem hierbei ist, wie ich die Zweipoltheorie hier vernünftig anwende. Einerseits den Innenwiderstand ausrechnen (siehe oben) ist - insofer richtig - kein Problem. Wie komme ich jetzt allerdings auf die Ersatzspannungsquelle. Ich würde U_Dersatz berechnen, indem ich einen Maschensatz anwende: U_Dersatz = (R_1/(R_1+R_2) - R_3/(R_3+R_4))*E = 0V (was ja auch logisch ist, da die Brücke abgeglichen ist, damit würde ich bei meiner obigen Rechnung folgendes erhalten U_RM = U_Dersatz * R_M/(R_i+R_M) = 0 V und somit erhalte ich einen Fehler von 0. Ist die Rechnung für eine abgeglichene Brücke überhaupt möglich? Ich hoffe es ist nicht zu viel Text und ich wäre euch seehr dankbar, wenn ihr mir meinem Verständnisproblem helfen könntet :) Liebe Grüße