Digitaler Filter - Audiotechnik

#2536914
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Dein Text liest sich in ungefähr so:

Hi Leute,
Es steht zwar nicht im Titel, aber ich bin auf der Suche nach einer 
Schere die ich zum Schneiden verwenden kann. Bin mir nicht sicher welche 
dafür am besten geeignet ist. Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen.
Danke schon im Vorraus!

Was willst du filtern? Welcher Art sind die Signale, Sprache, Musik, 
Geräusche? Suchst du eine Algorithmus? Willst du generell etwas über 
digitale Signalverarbeitung wissen? Rück mal bitte mit etwas mehr Info 
über dein Vorhaben raus.

mfg mf
Gast #2536925
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Wie "schon" erwähnt möchte ich den filter bzw. die filter in der 
audiotechnik einsetzen. Bin gerade dabei ein Mischpult zu planen. Die 
signale möchte ich jedoch digital verarbeiten, deshalb auch die 
Digitalen Filter ...
#2536975
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Christian schrieb:
> Digitalen Filter ...

Kannst du was mit Übertragungsfunktionen anfangen?
Kannst du was mit Laplace-Transformation anfangen?
Sagen dir die Begriffe z-Transformation, Bilineare Transformation, 
Impulsinvariante Transformation und Sprunginvariante Transformation 
etwas?
Was weißt du über Zeitdiskretisierung von Zeitkontinuierlichen Signalen 
und .. Übertragungsfunktionen?
Dann wäre da noch ein Punkt, der da heißt Echtzeitfähige Systeme.

mfg mf
#2537383
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Benjamin F. schrieb:
> wenn nicht
> zufällig jemand im Forum hier weiß wie man FIR-Filter selbst erzeugen
> kann aus bestimmten Parametern

FIR-Filter sind doch schön!
Sei k eine Zählvariable des aktuellen Samples und k*(1/Samplingfrequenz) 
die bis zum jetzigen Zeitpunkt abgelaufene Zeit.

g(k) = 0,5∂(k) + 0,5∂(k-1) ist z.B. ein Tiefpass, wenn ∂(k) der 
zeitdiskrete Dirac-Puls ist.

Beschäftige dich ein bisschen mit Faltung von Zeitdiskreten Signalen. 
Das mit dem Echo ist übrigens auch eine Faltung, aber mit Feedback. Das 
ist auch genau genommen kein FIR-Filter mehr...

mfg mf
#2537990
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Mini Float schrieb:
> Benjamin F. schrieb:
>> wenn nicht
>> zufällig jemand im Forum hier weiß wie man FIR-Filter selbst erzeugen
>> kann aus bestimmten Parametern
>
> FIR-Filter sind doch schön!
> Sei k eine Zählvariable des aktuellen Samples und k*(1/Samplingfrequenz)
> die bis zum jetzigen Zeitpunkt abgelaufene Zeit.
>
> g(k) = 0,5∂(k) + 0,5∂(k-1) ist z.B. ein Tiefpass, wenn ∂(k) der
> zeitdiskrete Dirac-Puls ist.
>
> Beschäftige dich ein bisschen mit Faltung von Zeitdiskreten Signalen.
> Das mit dem Echo ist übrigens auch eine Faltung, aber mit Feedback. Das
> ist auch genau genommen kein FIR-Filter mehr...
>
> mfg mf

Ok verwechselt mit Convolution.
(Wie generiert man da die Filterkurve?)

Aber die Formel oben ist doch ein IIR oder?
Persönliche Seite #2538028
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BB schrieb:
>> g(k) = 0,5∂(k) + 0,5∂(k-1)
> Kann man das etwas anschaulicher erklären?

also:
x(n) sind die Eingangssignale am n-ten Abtastwert
y(n) sind die Ausgangssignale am n-ten Abtastwert

Ein Filter, der nur die Eingangswerte verwendet (FIR) sieht so aus:
y(n) = a0*x(n) + a1*x(n-1) + a2*x(n-2) + ...

Ein Filter, der beispielsweise für ein Echo auch die vergangenen 
Ausgangswerte verwendet, sieht so aus:
y(n) = a0*x(n) + a1*x(n-1) + a2*x(n-2) + ... - b1*y(n-1) - b2*y(n-2) - 
...
#2542025
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Benjamin F. schrieb:
> Ok verwechselt mit Convolution.

Faltung? Such mal nach "Faltungsintegral" und mach dich vertraut, wie 
die Faltung im Zeitbereich gerechnet wird. Dann schau dir den 
Laplace-Bildbereich an. Viiiel einfacher. Wenn du dann noch die 
z-Transformation kannst und ein paar symbolische Rechnungen durchführst, 
fallen parametrisierbare Funktionen hinten raus.

Lineare Systeme lassen sich im allgemeinen mit einer 
Übertragungsfunktion entweder im Laplace-Bildbereich oder, sofern 
digital/numerisch, im z-Bildbereich oder auch im kontinuierlichen 
Zeitbereich oder, sofern digital/numerisch, im zeitdiskreten Zeitbereich 
darstellen. Das Eingangssignal kommt, gefaltet mit der 
Übertragungsfunktion des Systems, am Ausgang wieder heraus. Bei 
Convolution denk ich also nicht nur an ein Echo oder ein Reverb.

Der zeitdiskrete Dirac "kopiert" ein Signal aus der Vergangenheit.
Das Verzögerungsglied im zeitkontinuierlichen Zeitbereich ist der 
Integrator, im zeitdiskreten ist es ein Totzeitglied mit einer Totzeit 
von 1/Samplingfrequenz, auch Abtastzeit genannt(also als 
Übertragungsfunktion ein Dirac von t-Verzögerungszeit). Der Bau 
digitaler oder analoger Filter nach Kochrezept gelingt in beiden Fällen 
gleich. Man muss die Koeffizienten der Laplace-Übertragungsfunktion bzw. 
der z-Bildbereichsfunktion nur in ein Blockschaltbild der sogenannten "4 
Kanonischen Formen" eintragen(such dir das raus, was dir für den Zweck 
am besten passt).
Die dienen dann als Vorlage für das zu realisierende Filter. Einmal muss 
man halt sowas wie eine "Opampschaltung mit Integratoren löten", das 
andere mal "Programmcode schreiben, der mit Zwischenspeichervariablen 
Signale verzögert".

mfg mf
(Firma: matzetronics) #2543511
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Christian schrieb:
> Die
> signale möchte ich jedoch digital verarbeiten, deshalb auch die
> Digitalen Filter ...

Dann ist es vermutlich sinnvoller, nicht nur nach Filtern zufragen , 
sondern nach kompletten Audio DSPs. Diese haben auch Gain Blöcke und 
Wandler aufm Chip. Ich habe gute Erfahrungen mit den TAS3108/3208 DSPs 
von TI gemacht - einfach zu programmieren und brauchbare 24 bit Wandler. 
48 bit datenpfade und 76 bit Akkumulator.
Sind über I2C von einem MC zu steuern.
http://www.ti.com/tool/audio_selection_tool
(Firma: matzetronics) #2543761
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Es gibt ein LowCost EV Kit bei TI für den TAS3208, kostet inkl. 
Lieferung aus Texas ca. 120 Euronen, mit Software (PurePath) und recht 
vielen vorgefertigten DSP-Blöcken. Ich hab das Dings in meinem 
Bassverstärker und steuer es mit einem ATMega an:
http://www.schoeldgen.de/bassalizer/index3.html
Das 2. Bild von oben zeigt die Platine und ganz unten ist ein Bild des 
Purepath Signalwegs.

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