Deuterium kauf- oder selber herstellbar?

Gast #2536979
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Hallo zusammen,

Vor ein paar Tagen bin ich auf die Idee gestoßen, mir ein bisschen 
Deuterium anzuschaffen und seine Merkmale zu betrachten, da es sich auf 
meinem Schreibtisch sicher gut macht. Darauf habe ich mich ein Bisschen 
über diesen schweren Wasserstoff informiert und rausgefunden, dass es 
mit mehreren Methoden herstellbar sein müsste. Einmal wäre da die Idee 
Atomreaktor-Kühlwasser "zu spalten" bzw einzelne Teile herraus zu 
picken, was aber einem Schüler nicht gerade einfach gemacht wird. 
Andererseits gäbe es die, von mir Spaßeshalber bevorzugte Weise, einen 
Neutronen bzw. Ionenbeschleuniger zu basteln, natürlich im kleinen 
Format. Bauanleitungen lassen sich da aber nicht mit Google finden ;-).
Kann man sich soetwas überhaupt zusammenstellen? (Abgesehen vom Kauf der 
Materialien)
Was bräuchte man dafür?

Oder kann man einfach Deuterium im Internet kaufen?

Würde mich mal interessieren was es da zu sagen gibt.

Hoffe ihr könnt mir helfen/mich weiterbringen.

Gruß

Yomyo
#2538607
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>Vor ein paar Tagen bin ich auf die Idee gestoßen, mir ein bisschen
>Deuterium anzuschaffen und seine Merkmale zu betrachten, da es sich auf
>meinem Schreibtisch sicher gut macht.

Du hast anscheinend nicht die geringste Ahnung, was Deuterium überhaupt 
ist.

Deuterium ist weder als reines Element noch als flüssiges Deuteriumoxid 
spektakulär. Da kannst du dir genau so gut eine leere Glasampulle oder 
ein Glas Wasser auf den Schreibtisch stellen, das hätte exakt den 
gleichen "Merkmalebetrachtungseffekt".

Reines Deuterium mit mehr als 99,8% Reinheit ist im Handel erhältlich, 
z. B. in Druckdosen, einem Behälter ähnlich wie eine Spraydose:

http://www.linde-gase.de/produkte/gase_in_kleinbehaeltern/minican.html

Selber machen wäre völlig unwirtschaftlich.
#2538639
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Andreas H. schrieb:
> In diesem Fall wären Investitionen von sicher einigen tausend Euro zu
> tätigen, um Deuterium vernünftig anreichern zu können.

Ich finde es immer wieder erstaunlich, daß es Leute gibt, die auf "dumme 
Fragen" saudumme Antworten geben.

Ich finde, "dumme Fragen" darf man stellen, dumme Antworten geben nicht.

Warum ich das finde? Weil dumme Fragen immer wieder Denkanstöße geben, 
während dumme Antworten genau das Gegenteil bewirken.

Leucht dir das ein?
Gast #2538785
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Natürlich weiß ich was es ist, fände es nur interessant, es anderen 
anhand des Stoffes zu erläutern.

Nun um auf die Frage mit dem Teilchenbeschläuniger zurück zu kommen:
Ich habe heute mal den Physik-Proffessor darauf angesprochen. Er meinte 
es sei garnicht so schwierig und leicht umsetzbar, solange man das Ziel 
im Kopf hat. Das Problem sei nicht der Aufbau des Geräts, sondern das 
Vakuumisieren der "Röhre".
Dies sehe ich allerdings nicht so, denn mit einer guten Vakuumpumpe 
schafft man das sichrelich.
Die Kosten halten sich nach meiner Ansicht in Grenzen (Stahlrohre, 
Elektromagneten, Strom).
Wir müssen den Wasserstoff ja schließ lich nur mit Ionen beschiessen.
Falls ich mir desgleichen aneignen werde, könnte ich eine Bauanleitung 
schreiben& dokumentieren.

Wenn ich also theoretische Vortschritte mache, versuche ich ihn zu 
bauen.

Gruß
#2538813
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Die Anforderungen an das Vakuum sind relativ hoch. Ich glaube nicht, 
dass du mit einem Grob bis Feinvakuum glücklich wirst. Berechne mal die 
freie Weglänge und vergleiche sie mit der Länge im Beschleuniger.

Es gehört schon ein bisschen mehr dazu, wie Spulen, Magnete usw.

Wie willst du die Ionen beschleunigen? Mit einem Plattenkondensator? 
Dann benötigst du aber einen van der Graph Generator oder ähnliches, 
dass dir die Hochspannung erzeugt. Wenn du einen anderen Beschleuniger, 
wie einen Linearbeschleuniger oder einen Ringbeschleuniger bauen 
möchtest, wird es um einiges komplizierter, alles richtig zu timen.

Dann benötigst du noch eine Ionenquelle und zahlreiches Equipment, dass 
man auch bedienen können muss. Eine Turbomolekularpumpe ist sehr schnell 
zerstört.

Anstatt soetwas zu versuchen, wäre wohl eine bereits sehr sportliche 
alternative Elektronen zu beschleunigen.
#2538824
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>Dies sehe ich allerdings nicht so, denn mit einer guten Vakuumpumpe
schafft man das sichrelich.

Man kann in einem Vakuum etwas Spannung anlegen und irgendwas gegen 
irgendwas beschleunigen. Wenn der Druck zu hoch, resp das Vakkum 
schlecht ist, dann ist die freie Weglaenge kurz und und die erreichbaren 
Energien klein.
Wenn man eine schmale Bandbreite von Energien erreichen will benoetigt 
man ein hinreichend gutes Vakuum. Fuer einfache Teilchenexperimente wird 
man ein Vakuum von besser als 1E-8 mbar benoetigen. Das bedeutet eine 
Turbomolekularpumpe. Schwup und der 10er (10kEuro) ist weg. Mit 
Gummidichtungen ist man auch nicht mehr dabei, es muessen 
Kupferdichtungen sein. Dann muss man die Apparatur ausheizen, um den 
einlagigen Wasserfilm auf der Oberflaeche wegzubekommen.
#7079527
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Schweres Wasser D2O hat einen höheren Gefrierpunkt als Wasser.
Daher müsste es möglich sein D2O mit einer schnöden Tiefkühltruhe 
anzureichern. Für die Abspaltung des Wasserstoffs vom Sauerstoff ist 
sicher die Elektrolyse das Mittel der Wahl für den Hobbychemiker.

Wozu man schweres Wasser braucht?
Schweres Wasser hat eine andere Viskosität. Besonders fancy sind aber 
Eiswürfel aus D2O. Diese schwimmen nämlich nicht auf der Oberfläche, 
sondern gehen unter.

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