Habt Ihr schon mal in Eurer Firma ein Projekt erfolgreich realisiert, was vom Wettbewerber, bzw. vielleicht sogar vom Kunden, für unmöglich gehalten wurde?
Sowas gibt es nicht! Wenn der Kunde es für unmöglich hält, dann bezahlt er dafür doch gar nicht ;-) Kest
Wie soll man denn ein Projekt realisieren, dass der Kunde für unmöglich hält??? Wer bezahlt dafür denn? Was die Wettbewerber für unmöglich halten schreiben die üblicherweise auch nicht auf die Webseite.
j. c. schrieb: > Wie soll man denn ein Projekt realisieren, dass der Kunde für unmöglich > hält??? Wer bezahlt dafür denn? So weltfremd ist das nun auch wieder nicht: Kunde hat eine tolle Idee, geht zu ein paar Firmen, die ihm erzählen, sie sei nicht realisierbar. Dann hört irgend ein anderer Anbieter von der Sache, hat die zündende Idee, geht zum Kunden und überzeugt den, daß die Sache sehr wohl realisierbar ist, man wird handelseinig und der Anbieter beweist durch die Tat, daß er recht hat. Wo ist das Problem? Phantasielose 0815-Krauter gibts doch wie Sand am Meer...
Schon oft. Echt jetzt, aus alten Geräten noch was rausholen, was der Betrieber und auch der Hersteller* nicht für möglich gehalten hat ist mein täglich Brot. ;-) *) Wobei der Hersteller natürlich not amused ist, schließlich will der neue Geräte verkaufen..
Timm Thaler schrieb: > Echt jetzt, aus alten Geräten noch was rausholen, was der Betrieber und > auch der Hersteller* nicht für möglich gehalten hat ist mein täglich > Brot. ;-) Wobei das "unmöglich" in diesem Kontext einfach nur dazu dient ein neues Gerät zu verkaufen ;)
Hab gerade so n Projektauftrag auf der Werkbank ... Wettbewerb sagt geht nicht zum Kunden und siehe da, geht doch. Danke Wettbewerb :o)
Siehste, das schafft noch nichtmal der Jesus... Was schließt man daraus? Weingeist ist mächtiger, als heiliger Geist.
Eigentlich sollte es zur Grundausbildung von Ingenieuren gehören, dass System Scotty. Der Scotty aus Raumschiff Enterprise. Immer wenn er gefragt wurde, wie lange eine Reparatur oder Rekonfiguration der Schilde dauern würde, kam er mit einer übertriebenen Zeitschätzung an, nur um es dann in einem Bruchteil der Zeit zu schaffen. Captain James Tiberius Kirk glaubte daher er sei ein Genie.
Uhu Uhuhu schrieb: > j. c. schrieb: >> Wie soll man denn ein Projekt realisieren, dass der Kunde für unmöglich >> hält??? Wer bezahlt dafür denn? > > So weltfremd ist das nun auch wieder nicht: > Kunde hat eine tolle Idee, geht zu ein paar Firmen, die ihm erzählen, > sie sei nicht realisierbar. > > Dann hört irgend ein anderer Anbieter von der Sache, hat die zündende > Idee, geht zum Kunden und überzeugt den, daß die Sache sehr wohl > realisierbar ist, man wird handelseinig und der Anbieter beweist durch > die Tat, daß er recht hat. Es gibt sogar Fachkräfte, die glauben etwas noch nicht einmal dann, wenn sie das arbeitende Gerät vor sich sehen ;-) Da ist es kein Problem, einem Kunden etwas "Unmögliches" zu entwickeln. > Wo ist das Problem? Phantasielose 0815-Krauter gibts doch wie Sand am > Meer... Allerdings ... sind übrigens meist die Großen. Chris D.
Ganz toll sind die Dinge, die der Entwickler nicht für möglich hält und der Kunde zeigt ihm dann erst mal was seine Entwicklung (in meinem Fall Software) eigentlich alles kann :-)
Der umgekehrte Fall kommt auch vor: Der Kunde will etwas, was in dieser Konfiguration einfach technisch und physikalisch nicht machbar ist. Er ist aber überzeugt, dass es irgendwie gehen muss. Mach mal...
Timm Thaler schrieb: > Der umgekehrte Fall kommt auch vor: Der Kunde will etwas, was in dieser > Konfiguration einfach technisch und physikalisch nicht machbar ist. Er > ist aber überzeugt, dass es irgendwie gehen muss. Mach mal... das ist unser Täglich Brot... Geräte entwickeln die alles können, selbst das physikalisch unmögliche, ewig halten, nie Fehler generieren und nichts in der Herstellung kosten. Natürlich darf eine derartige Entwicklung nur max 6 Monate dauern, incl. aller notwendigen Zulassungen :)
Und: der Prozessor darf auch nur 8KB Flash haben, denn der größere ist nicht kalkuliert...
Peter L. schrieb: > oder: > hier ist das Gehäuse, da muss es rein..... Haha, sehr schön :-) Gottseidank muss ich mich damit nicht rumschlagen. Chris D.
Uhu Uhuhu schrieb: > Chris D. schrieb: >> Gottseidank muss ich mich damit nicht rumschlagen. > > Baust du Gehäuse? Auch, ja ;-) Gemeint war aber eher das: Dadurch, dass wir keine Auftragsentwicklung (mehr) machen, sondern nur noch Kundenwünsche sammeln und dann ggf. daraus ein Produkt machen, fehlen naturgemäß Deadlines, obskure Sonderwünsche, Pflichtenhefte komplett. Das macht die Entwicklung sehr angenehm: ein Produkt wird auf den Markt gebracht, wenn es ausgereift ist - nicht, weil es fertig sein muss. Ich beneide die Leute, die auftragsbezogen arbeiten, nicht. Chris D.
wenn man es denn doch geschafft hat, nach 5Wochen Entwicklungszeit die Vorserie abzuliefern (die dann natürlich sofort unerprobt zum Endkunden wandert), kommen nach einigen Monaten die wildesten Anschuldigungen, wenn noch nachgebessert werden muss.
Peter L. schrieb: > wenn man es denn doch geschafft hat, nach 5Wochen Entwicklungszeit die > Vorserie abzuliefern (die dann natürlich sofort unerprobt zum Endkunden > wandert), kommen nach einigen Monaten die wildesten Anschuldigungen, > wenn noch nachgebessert werden muss. __ Hatte ich letztes jahr den fall ... von erster anfrage bis die anforderungen halbwegs beisammen waren. 8 monate, dann für entwurf, prototyp und nullserie 4 wochen inklusive programm versteht sich ... argh
achja, es ist erfrischend zu lesen, daß es anderen genauso geht... Entwicklung ohne Pflichtenheft machen wir auch, auch ein Lastenheft brauchen wir nicht. Aber wir haben fixe Termine wann etwas fertig sein muss, nur dummerweise sind die Anforderungen mehr als schwammig formuliert und werden auch gern in unregelmäßigen Abständen, ich sag mal: neu interpretiert... das geht nun schon soweit, daß die 4 Meilensteine bis zum Launch eines gerätes zurückdatiert werden müssen, weil selbst diese nicht mehr gemacht werden. Gottseidank bin ich nur für die elektronik zuständig und muss mich nicht um die Projektarbeiten kümmern :)
das nennt sich gleitende Projektierung Oder wie ich es auch schon erlebt habe: Zeichnung? Die machen wir nachher fangt schon mal an. gemeint war ein Aufzug (Unikat) zu bauen die Kompnennten wurden auf zuruf bestellt. Namaste
Karl Heinz Buchegger schrieb: > Ganz toll sind die Dinge, die der Entwickler nicht für möglich hält und > > der Kunde zeigt ihm dann erst mal was seine Entwicklung (in meinem Fall > > Software) eigentlich alles kann :-) In meiner alten Firma wurde eine Maschine dazu gebracht, Dinge zu tun, die diese Anlage laut Hersteller unmöglich kann. Der zuständige Ingeneur soll bei nem Besuch Bauklötze gestaunt haben.
Das habe ich ständig. Ich bin in unserer Firma der einzige Entwickler. * Der Kunde will etwas * unsere Jungs besprechen es mit ihm * es gibt ein Paar Mails was es sein soll * ich mache ein flott zusammengehauenes Muster * Kunde: "Oh!" geht ja (ich habe das Muster so gebaut, daß ICH damit etwas anfangen kann und im Normalfall komplett anders wie geplant) * Kunde ist zufrieden Unmöglich ? Alles ist möglich. Halt eine Geldfrage. Die "unmöglichen" Sachen sind für mich das Salz in der Suppe, Spaß soll's ja auch machen !
Joachim Drechsel schrieb: > Das habe ich ständig. Ich bin in unserer Firma der einzige Entwickler. > > * Der Kunde will etwas > * unsere Jungs besprechen es mit ihm > * es gibt ein Paar Mails was es sein soll > * ich mache ein flott zusammengehauenes Muster > * Kunde: "Oh!" geht ja (ich habe das Muster so gebaut, daß ICH damit > etwas anfangen kann und im Normalfall komplett anders wie geplant) > * Kunde ist zufrieden > > Unmöglich ? Alles ist möglich. Halt eine Geldfrage. Die "unmöglichen" > Sachen sind für mich das Salz in der Suppe, Spaß soll's ja auch > machen ! Nur dann sollten die Jungs, die mit dem Kunden sprechen Ahnung haben und keine falschen Versprechungen machen, die wirklich unmöglich sind. Es sollte unkompliziert sein, Teile / Komponenten unkompliziert für einen Testaufbau zu bestellen, auch wenn diese Firme nicht in SAP etc. hinterlegt ist. Scheint manchmal ein riesiges Problem zus ein. Ich "darf" direkt mit dem Kunden kommunizieren, nicht nur über einen Projekt- oder Komponentenverantwortlichen. (...)
Ich dürfte auch. Dann ist es aber aus mit der Ruhe beim Arbeiten. Ich habe eine ziemlich genaue Vorstellung wie das Geschreibsel zu interpretieren ist. Das klappt recht gut. SAP ist so eins der Probleme (Schrecken, Angst und Panik). Um diesen Fuzzen ihrem Kram um die Ohren zu hauen habe ich mir da mal Schulungsunterlagen besorgt. Hast Du den Slang werden auch die handzahm ... Hauptberuflich machen wir Archivierung größerer Belegmengen über's Internet. Es wird also NIE Software beim Kunden installiert, ich habe immer Zugriff auf das mit dem sie arbeiten. Das vereinfacht viel.
Timm Thaler schrieb: > Schon oft. > > Echt jetzt, aus alten Geräten noch was rausholen, was der Betrieber und > auch der Hersteller* nicht für möglich gehalten hat ist mein täglich > Brot. ;-) > > *) Wobei der Hersteller natürlich not amused ist, schließlich will der > neue Geräte verkaufen.. Bei mir standen auch mal 5 Japaner und haben ganz interessiert geschaut was ich aus einer Maschine rausgeholt habe. Schade das ich damals noch kein Wort Japanisch konnte. (OK, so viel ist es heute auch noch nicht...) Vor allem meine Manipulationen beim Kamerasystem und der Beleuchtung wurde sehr interessiert begutachtet und da haben die auch nachgefragt. Ich habe später gesagt bekommen das 3 von denen bei der Entwicklung der Maschine und des Nachfolgers wohl ziemlich "wichtig" waren. Witzig fand ich das ein halbes Jahr später ein Angebot für eine Mschine kam die alles das was ich gebastelt hatte automatisch (und damit auch Prozesssicher) konnte. Wäre schön gewesen das zu nutzen, meine Bastellösung war immer ein gefriemel bis es endlich gelaufen ist. Die Maschine war nur gemietet und die wollten sie uns natürlich gegen die neuere (und teuerere) Maschine austauschen. Nur leider kam die schließung der Abteilung dem zuvor. :-/
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