Gefälschte XMEGAs?

Gast #2541055
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Hallo,

ich hab hier ein Bauteil, das laut Aufschrift ein XMEGA16A4 sein müsste.

Signatur laut AVR ISP mk.II ist 0x1E 0x94 0x42. Laut AVR-Studio ist das 
ein XMEGA16D4.

Kann es sein dass das eine Fälschung ist? Kann mit jemand den korrekten 
Hexcode für den 16A4 sagen oder liegt das AVR-Studio hier falsch?

Danke schonmal.

Gruß
Dennis
Gast #2541102
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Kamera-Akkus sind gerade leer. Hier erstmal die Aufschrift: (zentriert)

ATMEL
XMEGA16A4
MH1140
KOREA-AB
35957B
1G8314-1

Ich hab mehrere davon, andere haben als letzte Zeile "0H0444".

Firmware... Hab ich nicht aktualisiert, mach ich wenn ich rausfinde wie 
das geht.
#2541356
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cyblord ---- schrieb:
> Wie soll denn so eine Fälschung überhaupt gehen? Und wieso sollte sich
> das für irgendjemanden rechnen?

Indem z.B. die Beschriftung ersetzt wird. Aus einem C-Typ (consumer, 0 
bis max. 70°C)wird so ein I-Typ (industrial, -25°C bis 85°C oder noch 
mehr) der sich dann zu einem höheren Preis verkaufen lässt. Die Signatur 
bleibt dann die selbe.

Es gibt aber auch Fälle in denen der Chip schichtweise abgeätzt und 
fotografiert wird. Aus den Fotos werden dann Masken zur Chipproduktion 
erstellt. Mit dem richtigen Firmenlogo drauf lässt sich das Plagiat dann 
nochmals besser verkaufen, auch an ahnungslose Kunden.
Moderator Persönliche Seite #2541373
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Georg W. schrieb:
> Es gibt aber auch Fälle in denen der Chip schichtweise abgeätzt und
> fotografiert wird. Aus den Fotos werden dann Masken zur Chipproduktion
> erstellt

Der Prozess ist aber in Wirklichkeit deutlich aufwändiger, als das bei
dir jetzt klingt.  Unterschiedliche Dotierungsdichten kann man
nämlich nicht einfach "fotografieren", und auch die "Schichten" sind
letztlich mehr oder minder 3D-verteilt.  Ob da für einen vergleichs-
weise preiswerten AVR irgendwo das Verhältnis von Aufwand zu Nutzen
gerechtfertigt ist, ist zu bezweifeln, zumal Atmel den Vertrieb eines
derartigen Bauteils als Markenrechtsverstoß (wegen "AVR") und ggf.
als Patentrechtsverstoß versuchen wird zu verfolgen.
Gast #2541887
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Jörg Wunsch schrieb:
> zumal Atmel den Vertrieb eines
> derartigen Bauteils als Markenrechtsverstoß (wegen "AVR") und ggf.
> als Patentrechtsverstoß versuchen wird zu verfolgen.

Träume weiter.

Mein Arbeitgeber hatte mal OPs gekauft, die sich als Fälschungen
entpuppten. Ich hatte damals den angeblichen Hersteller kontaktiert.
Das war ziemlich ernüchternd. Originaläußerungen:

"Wir untersuchen gerne ob die Teile von uns sind. Gegen Zahlung
von 1000€...."

Im übrigen sollten Sie bei unserem offiziellen Distributer kaufen,
da kann Ihnen so etwas nicht passieren.
#2576847
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Zu dem Thema hab ich auch mal ne Frage, vielleicht hat ja jemand 
Erfahrung in dem Bereich: Bei E-Pay gibt es öfters mal AVRs zu 
unschlagbar günstigen Preisen aus China. Ist die wahrscheinlichkeit 
groß, daß es sich um Fälschungen oder umgelabelte Chips handelt? Oder 
kaufen die nur gigantische Mengen und verkaufen die dann möglichst 
preiswert weiter? Mein Bauchgefühl sagt mir, daß mit den Teilen was 
nicht stimmt.

Gruß,
  SIGINT
Gast #2576864
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Und mein Bauchgefühl sagt mir das hierzulande die Gewinnspannen einfach 
zu hoch sind. Habe vor kurzem 10 Atmega8 für 10 Eus incl. V. aus der 
Bucht gefischt, die tun es einwandfrei. Würde (werde) es also wieder tun 
:-)

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