Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Vielleicht kann mir das jemand erklären.


von Sven H. (majestic1987)


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Hallo Leute,

ich habe heute mal die µC-Schaltung aus dem AVR-Tutorial aufgebaut um 
meinen neuen USB-Programmer zu testen.

Dabei ist mir etwas sehr kurioses aufgefallen.

Wenn ich die Versorungsspannung messe und auf dem Oszilloskop darstelle, 
ist die ziemlich sauber.

Sobald ich nun aber mit dem 2. Kanal die Frequenz des Quarzoszillators 
messe, zeigt sich auf Kanal 1 eine ziemlich eklige Störung der 
Versorgungsspannung.

Man beachte: in beiden Fällen ist der Quarzoszi mit Spannung versorgt 
und arbeitet.

Kann mir jemand erklären, was das für eine seltsame Rückwirkung ist? Es 
scheint ja auf jeden Fall durch die Messung der Quarz-Frequenz zu 
entstehen.

Siehe Screenshots.

Danke im Voraus und ein schönes Wochenende an alle.

von Martin (Gast)


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Das liegt daran, dass du eine lange Masseklemme verwendest. Dort werden 
die Schaltvorgänge eingekoppelt.

von heinzi (Gast)


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Der erste Screenshot ist nicht getriggert, daher sieht man die Störungen 
nicht.

von Tastkopfi (Gast)


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>Kann mir jemand erklären, was das für eine seltsame Rückwirkung ist? Es
>scheint ja auf jeden Fall durch die Messung der Quarz-Frequenz zu
>entstehen.

Ein Teil der Quarzströme fließt zwischen den Abschirmungen der beiden 
Tastköpfe und verursacht einen Spannungsabfall.

von Sven H. (majestic1987)


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heinzi schrieb:
> Der erste Screenshot ist nicht getriggert, daher sieht man die Störungen
> nicht.

Jop, das klingt nach einem guten Grund lach Hätte mir ja auch mal die 
Trigger-Anzeige anschauen können gna

Ich richte mal nen Trigger auf Ch. 1 ein und schaue, ob ichs dann auch 
finde.

von Sven H. (majestic1987)


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heinzi schrieb:
> Der erste Screenshot ist nicht getriggert, daher sieht man die Störungen
> nicht.

Daran liegt's nicht. Wenn ich auf Ch. 1 triggere, dann bekomme ich ohne 
Messung am Quarz dort eine Störspannung im Bereich von <100mV während 
mit Messung der Quarzfrequenz eine Störspannung von 1V Spitze-Spitze 
drauf ist.

Hat jemand eine Idee, ob und wie man dieses Phänomen verhindern kann?

von Horst (Gast)


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Sven H. schrieb:
> Sobald ich nun aber mit dem 2. Kanal die Frequenz des Quarzoszillators
eine schöne Sendeantenne hast du da gebaut :-)

von Sven H. (majestic1987)


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Horst schrieb:
> Sven H. schrieb:
>> Sobald ich nun aber mit dem 2. Kanal die Frequenz des Quarzoszillators
> eine schöne Sendeantenne hast du da gebaut :-)

Wieso Sendeantenne?

von Tastkopfi (Gast)


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>Hat jemand eine Idee, ob und wie man dieses Phänomen verhindern kann?

Ja, kürzeste Masseclips verwenden, am besten Federn, und die beiden 
Massen der Tastköpfe an der selben Stelle festmachen. Dafür einen 
"ruhigen" Platz suchen, z.B. Masseanschluß eines Entkoppelcaps.

von Knauser (Gast)


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"Wer misst, misst Mist."
Das fällt mir als erstes dazu ein.

Frage ist warum du überhaupt so Spannungseinbrüche hast- kein 
Pufferkondensator??

von Sven H. (majestic1987)


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Knauser schrieb:
> "Wer misst, misst Mist."
> Das fällt mir als erstes dazu ein.
>
> Frage ist warum du überhaupt so Spannungseinbrüche hast- kein
> Pufferkondensator??

Vor dem 7805 ist ein 1µ Elko paralle zu nem 100n Kerko, dahinter nochmal 
ein 100n Kerko. Sollte wohl eigentlich ausreichen....

von Michael R. (dj_motionx)


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Knauser schrieb:
> "Wer misst, misst Mist."

Ja und wer "Viel Misst, misst viel Mist" wie unser Messtechnik Lehrer in 
der Schule immer so schön zu sagen pflegte.

Schönen Freitag Nachmittag noch an alle !

von Hubert G. (hubertg)


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Sven H. schrieb:
> Vor dem 7805 ist ein 1µ Elko paralle zu nem 100n Kerko, dahinter nochmal
> ein 100n Kerko. Sollte wohl eigentlich ausreichen....

Sicher nicht, an die VCC Pin so nahe wie möglich einen 100n nach GND. 
Auch am Quarzoszillator.
Im übrigen gilt wie im vorherigen Post:
Ja und wer "Viel Misst, misst viel Mist" wie unser Messtechnik Lehrer in
der Schule immer so schön zu sagen pflegte.

von Sven H. (majestic1987)


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Hubert G. schrieb:
> Sven H. schrieb:
>> Vor dem 7805 ist ein 1µ Elko paralle zu nem 100n Kerko, dahinter nochmal
>> ein 100n Kerko. Sollte wohl eigentlich ausreichen....
>
> Sicher nicht, an die VCC Pin so nahe wie möglich einen 100n nach GND.
> Auch am Quarzoszillator.
> Im übrigen gilt wie im vorherigen Post:
> Ja und wer "Viel Misst, misst viel Mist" wie unser Messtechnik Lehrer in
> der Schule immer so schön zu sagen pflegte.

Ich sprach nur von den Caps an der Spannungsversorgung. Natürlich hab 
ich 100n von VCC nach GND, und zwar direkt an den µC-Pins.

Jedoch nicht am Quarzoszi. Das könnte ich natürlich noch testen.

von Jens G. (jensig)


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Anstatt so viel um den heisen Brei herum zu reden: hast Du nun 
sichergestellt, was die "Vorredner" gesagt haben? Also auf kurze 
Masseanbindung der Tastköpfe zu achten?

von Sven H. (majestic1987)


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Jens G. schrieb:
> Anstatt so viel um den heisen Brei herum zu reden: hast Du nun
> sichergestellt, was die "Vorredner" gesagt haben? Also auf kurze
> Masseanbindung der Tastköpfe zu achten?

Die Masseverbindung ist so kurz wie möglich (Agilent Standardprobe. Da 
sind 60mm Masseleitung am Tastkopf).

Beide Köpfe hängen am selben Massenpunkt.

Bekomme im Moment (es hängt tatsächlich von der Art und vom Ort der 
Masseverbindung ab) 200-300mV Störspannung auf VCC, immer bei steigender 
und fallender Flanke des Quarzoszi.

Hab noch 100n zwischen VCC und GND vom Quarz gepackt, hat die Sache 
marginalst verbessert.

Aber ich würde den Thread hiermit gerne schließen, da ja ausführlich 
dargelegt wurde, dass es sich um eine Folge des Messvorgangs und nicht 
um ein Schaltungsproblem handelt.

Da das ganze übrigens auf nem Breadboard arbeitet, gehe ich mal davon 
aus, dass das auch seinen Teil dazu beiträgt.

von Jens G. (jensig)


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>Da das ganze übrigens auf nem Breadboard arbeitet, gehe ich mal davon
>aus, dass das auch seinen Teil dazu beiträgt.

Das sowieso - da wird meistens immer ordentlich bei der Masseführung 
geschlampt, was dann auch solche Effekte erzeugt (und schlimmer).

von Kilpikonna (Gast)


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Evtl. mal die Messleitung weiter auseinander "verlegen" und nicht 
verdrillen... ;-)

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