Vielleicht kann mir das jemand erklären.

OP #2543059
Lesenswert?

Hallo Leute,

ich habe heute mal die µC-Schaltung aus dem AVR-Tutorial aufgebaut um 
meinen neuen USB-Programmer zu testen.

Dabei ist mir etwas sehr kurioses aufgefallen.

Wenn ich die Versorungsspannung messe und auf dem Oszilloskop darstelle, 
ist die ziemlich sauber.

Sobald ich nun aber mit dem 2. Kanal die Frequenz des Quarzoszillators 
messe, zeigt sich auf Kanal 1 eine ziemlich eklige Störung der 
Versorgungsspannung.

Man beachte: in beiden Fällen ist der Quarzoszi mit Spannung versorgt 
und arbeitet.

Kann mir jemand erklären, was das für eine seltsame Rückwirkung ist? Es 
scheint ja auf jeden Fall durch die Messung der Quarz-Frequenz zu 
entstehen.

Siehe Screenshots.

Danke im Voraus und ein schönes Wochenende an alle.
Angehängte Dateien:
Gast #2543079
Lesenswert?

>Kann mir jemand erklären, was das für eine seltsame Rückwirkung ist? Es
>scheint ja auf jeden Fall durch die Messung der Quarz-Frequenz zu
>entstehen.

Ein Teil der Quarzströme fließt zwischen den Abschirmungen der beiden 
Tastköpfe und verursacht einen Spannungsabfall.
OP #2543088
Lesenswert?

heinzi schrieb:
> Der erste Screenshot ist nicht getriggert, daher sieht man die Störungen
> nicht.

Daran liegt's nicht. Wenn ich auf Ch. 1 triggere, dann bekomme ich ohne 
Messung am Quarz dort eine Störspannung im Bereich von <100mV während 
mit Messung der Quarzfrequenz eine Störspannung von 1V Spitze-Spitze 
drauf ist.

Hat jemand eine Idee, ob und wie man dieses Phänomen verhindern kann?
Gast #2543122
Lesenswert?

>Hat jemand eine Idee, ob und wie man dieses Phänomen verhindern kann?

Ja, kürzeste Masseclips verwenden, am besten Federn, und die beiden 
Massen der Tastköpfe an der selben Stelle festmachen. Dafür einen 
"ruhigen" Platz suchen, z.B. Masseanschluß eines Entkoppelcaps.
Angehängte Dateien:
#2543422
Lesenswert?

Sven H. schrieb:
> Vor dem 7805 ist ein 1µ Elko paralle zu nem 100n Kerko, dahinter nochmal
> ein 100n Kerko. Sollte wohl eigentlich ausreichen....

Sicher nicht, an die VCC Pin so nahe wie möglich einen 100n nach GND. 
Auch am Quarzoszillator.
Im übrigen gilt wie im vorherigen Post:
Ja und wer "Viel Misst, misst viel Mist" wie unser Messtechnik Lehrer in
der Schule immer so schön zu sagen pflegte.
OP #2543454
Lesenswert?

Hubert G. schrieb:
> Sven H. schrieb:
>> Vor dem 7805 ist ein 1µ Elko paralle zu nem 100n Kerko, dahinter nochmal
>> ein 100n Kerko. Sollte wohl eigentlich ausreichen....
>
> Sicher nicht, an die VCC Pin so nahe wie möglich einen 100n nach GND.
> Auch am Quarzoszillator.
> Im übrigen gilt wie im vorherigen Post:
> Ja und wer "Viel Misst, misst viel Mist" wie unser Messtechnik Lehrer in
> der Schule immer so schön zu sagen pflegte.

Ich sprach nur von den Caps an der Spannungsversorgung. Natürlich hab 
ich 100n von VCC nach GND, und zwar direkt an den µC-Pins.

Jedoch nicht am Quarzoszi. Das könnte ich natürlich noch testen.
OP #2543504
Lesenswert?

Jens G. schrieb:
> Anstatt so viel um den heisen Brei herum zu reden: hast Du nun
> sichergestellt, was die "Vorredner" gesagt haben? Also auf kurze
> Masseanbindung der Tastköpfe zu achten?

Die Masseverbindung ist so kurz wie möglich (Agilent Standardprobe. Da 
sind 60mm Masseleitung am Tastkopf).

Beide Köpfe hängen am selben Massenpunkt.

Bekomme im Moment (es hängt tatsächlich von der Art und vom Ort der 
Masseverbindung ab) 200-300mV Störspannung auf VCC, immer bei steigender 
und fallender Flanke des Quarzoszi.

Hab noch 100n zwischen VCC und GND vom Quarz gepackt, hat die Sache 
marginalst verbessert.

Aber ich würde den Thread hiermit gerne schließen, da ja ausführlich 
dargelegt wurde, dass es sich um eine Folge des Messvorgangs und nicht 
um ein Schaltungsproblem handelt.

Da das ganze übrigens auf nem Breadboard arbeitet, gehe ich mal davon 
aus, dass das auch seinen Teil dazu beiträgt.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren