PE als signalmasse missbrauchen

OP #2547119
Hi,

in einer 230V-Installation bei der mehrere Aufputzsteckdosen in einem 
einzigen kleinen Zimmer für eine Beleuchtungsinstallation versorgt 
werden sollen soll jede davon zusätzlich noch mit einem Relais schaltbar 
sein Da wäre es am einfachsten, wenn ich zu jedem Relais ein dünnes 
Signalkabel lege und eine der Adern des 230V Kabels als Masse 
missbrauche. Man würde hier zuerst auf den Potenzialfreien N-Leiter 
kommen aber da unsere Steckdosen nicht verpolungssicher sind wäre es 
nicht allzu geschickt wenn man den Anschlussstecker mal falschrum in die 
Steckdose stecken würde. Oder ich bräuchte eine 
Verpolungsschutzschaltung. Kann ich nicht einfach den PE missbrauchen um 
den Stromkreis zwischen Relais und Steuergerät zu bekommen? Das 
Steuergerät ist übrigens erstmal eine Box mit Schaltern, später der PC, 
dessen Masse ja ohnehin mit dem PE verbunden ist.

Ist das ein Problem? Evtl. wegen dem FI und irgendwelchen 
Massestromschleifen?

Grüße
OP #2547335
wie sollen unzulässig hohe spannungen auf die schaltung kommen wenn der 
PE auf jeden fall immer 0V potenzial hat? durch spannungen die sich im 
fehlerfall durch den stromfluss über die gesamte PE-leitung aufbauen? 
das ist eher nicht das problem. da die masse des steuergerätes sowieso 
am PE hängt erlangt dieser ja dann das gleiche potenzial.
#2547431
Icke ®. schrieb:
> Joachim Drechsel schrieb:
>> Ich dachte, der überwacht PE mit ...
>
> Das wäre kontraproduktiv, denn über PE soll ja der Fehlerstrom
> abfließen.

facepalm

er überwacht PE NICHT direkt. Aber sobald ein Strom von 30mA/300mA/500mA 
(je nach Auslegung des FI/RCDs) über PE wegfließt fehlt er ja auf N und 
dadurch löst er aus. Er überwacht den PE also nur indirekt.

Wenn deine "Schaltung" also weniger Strom braucht als der Auslösestrom 
des RCDs könnte es klappen sauber ist es aber absolut nicht und als 
Elektriker rate ich davon ab.

mfg

Chris
#2547476
Christian D. schrieb:

> er überwacht PE NICHT direkt. Aber sobald ein Strom von 30mA/300mA/500mA
> (je nach Auslegung des FI/RCDs) über PE wegfließt fehlt er ja auf N und
> dadurch löst er aus. Er überwacht den PE also nur indirekt.

Dem FI ist es scheißegal, auf welchem Wege der Fehlerstrom den 
Stromkreis verläßt. Das muß nicht unbedingt PE sein. Angenommen, ein 
fehlerhaftes Gerät führt Spannung am Gehäuse und hängt vorschriftswidrig 
nur zweidrähtig an der Steckdose. Dann löst der FI auch aus, wenn jemand 
rangrapscht und den Fehlerstrom über den Körper zur Erde ableitet, 
solange dieser Strom den Auslösestrom überschreitet. PE ist dabei nur 
Statist. Das ist aber nicht im Sinne des Erfinders und deswegen muß der 
PE niederohmig geerdet sein und Schukogeräte sollten unbedingt 
vorschriftsmäßig angeschlossen werden.
#2547507
Icke ®. schrieb:
> Dem FI ist es scheißegal, auf welchem Wege der Fehlerstrom den
> Stromkreis verläßt....

Ich hab auch nie gesagt das der Fehlerstrom über den PE weg muss, ich 
hab nur gesagt wenn er über den PE weg geht löst der RCD aus. Klar das 
er genauso auslöst wenn der Fehlerstrom andersweilig gegen Erde fließt


Hubert Mueller hat natürlich recht das es Verboten ist... Also lass es 
lieber.


mfg

Chris

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