Hallo,
ich möchte eine Schaltung mit einem Atmega16 bauen, die einerseits per
USB mit einem PC kommuniziert und andererseits einige LEDs steuert.
Für den USB-Part möchte ich V-USB [1] ausprobieren. Da läuft dann direkt
auf dem Atmel eine USB-Implementierung und die Datenleitungen kommen an
INT0/PD2 und INT1/PD3.
Es gibt da eine kleine Beispielschaltung auf der Seite, die den Atmel
direkt auch per USB stromversorgt. Das wird hier aber nicht ausreichen.
Ich brauche wohl eine externe Spannungsquelle für den µc, die LEDs und
das ganze Gedöns drumherum.
Die Frage, die ich mir nach meinen bisherigen Recherchen nicht
beantworten konnte: Kann ich das ganz einfach machen? Wenn die USB-Masse
und die Masse der externen SQ zusammengelegt werden, ist dann damit zu
rechnen, dass das funktioniert und nirgendwo was abbrennt? Ich wäre
davon ausgegangen, dass das nicht geht, weil ja dann ggf viel
Ausgleichsstrom (ist das die korrekte Bezeichng?) über die
USB-Elektronik im PC muss. Aber auf [2] wird das scheinbar auch so
gemacht, oder?
Oder muss ich irgendeine haarsträubende Optokoppler-Schaltung
davorsetzen? Sind die überhaupt schnell genug dann für USB?
Vielen Dank schonmal für eure Hilfe!
Josef
[1] http://www.obdev.at/products/vusb/index.html
[2] https://metalab.at/wiki/Metaboard
Nope... Das Ding schaltet, wenn alles so klappt wie ich denke, nachher
54 LEDs. Wenn jede davon 20mA fließen lässt, sind die 500mA weit
überschritten :-/
....ich rate dir dringend davon ab,denn es wird dir sämtliche elkos vom
motherboard sprengen!!!
mal im ernst, wie koppelst du denn andere geräte mit eigener
stromversorgung an deinen computer, wie z.b. drucker?
die haben auch eine masse,welche direkt mit der deines computers
verbunden wird.
auf dieses gemeinsame potenzial beziehen sich dann alle abweichenden
spannungen, also z.b. die pegel deiner usb-verbindung.
vielleicht solltest du dich erst mal mit den grundlagen der e-technik
vertraut machen,bevor du dich an das von dir beschriebene projekt
machst...
Vielen Dank erstmal für die fachliche Auskunft. Vom theoretischen
Gesichtspunkt war mir das auch nicht ganz unklar, aber ich hatte eben
Bedenken damit, dass das in der Praxis dann auch reibungslos so
funktioniert, ohne dass man 'irgendwelche' zusätzlichen Bauteile
braucht.
Eine fast identische Schaltung habe ich vor einer ganzen Weile schon
gebaut, und sie hat prima funktioniert. Die basiert aber auf RS232. Da
werde ich vor dem selben Problem gestanden haben. Aber da habe ich mir
wahrscheinlich nichts weiter bei gedacht haben, weil das ja robuster ist
:-D Oder weil ich diesen Pegelkonverter in der Vermittlerrolle gesehen
habe.
Ich hoffe, dass mein Elektrotechnikhalbwissen auch diesmal wieder
ausreicht :-) Ich habe nicht die Zeit, mich intensiv mit Grundlagen zu
befassen. Für ein Spaßprojekt alle paar Jahre lohnt sich das auch
nicht...
Viele Grüße & Vielen Dank
Josef
Josef H schrieb:> Für ein Spaßprojekt alle paar Jahre lohnt sich das auch> nicht...
....manchmal wird schnell mehr draus und das erworbene grundwissen ist
gerade in der elektrotechnik (vor allem heutzutage)oftmals ein guter
helfer um komplexere zusammenhänge schnell durchschauen zu können ;-)
Also so wie ich das sehe, ist bei [2] ein Jumper (JP5), wo man entweder
von 1-2 oder von 3-2 "jumpert". Also werden entweder die 5V vom USB
genommen ODER die 5V über den 7805 oder allgemein der externen
Spannungsquelle.
Aber:
Manche Projekte sind mit Halbwissen kaum/schlecht oder auch garnicht
möglich. Ich will nicht sagen, wieviel wissen man hierfür braucht, ganz
davon ab wieviel oder wie tief das Halbwissen ist, aber für manches
braucht man eben schon viel wissen. Es kommt halt auf das Projekt an.
Wenn du 54 LEDs a 20mA haben willst, sind das 1,08A, also ist da ein
7805 auch schon sehr knapp bemessen. Es gibt allerdings auch fertige
Steckernetzteile, die auch 2A oder mehr liefern. Dennoch musst du dir
Überlegen, ob du wirklich 54 einzeln ansteuerbare LEDs brauchst (dafür
brauchst du entweder 54 einzelne Outputs oder du musst dich zusätzlich
mit Multiplexing beschäftigen), ob man ein paar LEDs in Reihe schalten
kann (da in der Reihenschaltung der Strom gleich bleibt, jedoch die
Spannung addiert wird) und ob es wirklich 20mA LEDs sein müssen, oder ob
nicht auch Low-Current LEDs reichen. Gerade bei z.B. einer Anzeige für
Laufschrift sind die 20mA LEDs viel zu hell um gut reingucken zu können.
Ja, das habe ich bei [2] mit den Jumpern auch so verstanden. Daraus
leitet sich aber ja dann ab, dass es auch mit externer Versorgung und
gemeinsamer Masse gehen muss. Die Ansteuerung der 54 LEDs (18*RGB)
funktioniert über eine Schaltung aus D-Flipflops, die das Taktsignal vom
µc bekommen. Die Kalkulation ist, dass ich 32 Leitungen habe; zwei gehen
für USB weg und zwei für die Taktsignale. Es bleiben 28 übrig; 27 davon
werden mit den Flipflops zu 54. Bleibt noch eine Leitung für eine
Power-LED :-) Bisher sind nur exemplarisch einige LEDs montiert. Und ich
habe noch keine Erfahrung damit, ob ich in Zusammenhang mit dieser V-USB
Firmware uneingeschränkt die anderen sechs Leitungen auf dem Port
benutzen kann. Meine Spannungsquelle macht glücklicherweise 3A mit; ohne
dass ich bei der Zusammenstellung darauf ausdrücklich geachtet hätte
grins
@pompete: Nichts liegt mir ferner als Grundsatzdebatten vom Zaun zu
brechen; aber damals mein Lateinlehrer wollte mir schon weißmachen, dass
Latein zu lernen 'fürs Leben' hilft. Noch warte ich auf den Augenblick.
Ich glaube, dass Wissen über Elektrotechnik im wesentlichen in der
Elektrotechnik weiterhilft... Und komplexe Zusammenhänge zu durchschauen
ist von Berufs wegen gelegentlich auch meine Aufgabe :-P
Achso, das eigentliche Anliegen habe ich bei meiner letzten Nachricht
dann vergessen gehabt.
Meine Ausgangsfrage war ja, in wie fern sich das mit der gemeinsamen
Masse in der Praxis problemlos umsetzen lässt. Inzwischen weiß ich, dass
man das problemlos kann, und dass schon die Frage eines eingefleischten
Elektrotechnikers nicht würdig gewesen wäre :-)
Ich frage mich immernoch, warum das so selbstverständlich ist. Wenn
jemand hier zufällig Lust hat, das kurz zu erklären, würde ich mich
freuen :-) Wenn die beiden Geräte sowieso schon auf gleicher Masse
liegen, kann ich mir das gut vorstellen. Bei meinem Desktop-PC wird das
zutreffen, weil der dann seinen Strom sowieso von der gleichen Steckdose
bekommt. Aber wie sieht das aus, wenn ich den µc dann beispielsweise ans
Notebook anschließe? Es muss doch dann im Allgemeinen permanent ein
Strom über die Masseleitung fließen, oder? Oder was verstehe ich da
falsch?
Viele Grüße
Josef