Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Laute Töne erzeugen


von stek (Gast)


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Hallo allerseits!

ich stehe grad vor folgendem Problem:

Ich will mit einem Atmel Töne so um 0.5 - 2.0 kHz erzeugen, und das mit 
über den Frequenzbereich einigermaßen konstanter, aber möglichst hoher, 
Lautstärke. Allerdings hab ich nur max. 9V Spannung von einer Batterie 
zur Verfügung, die auch noch möglichst lange halten soll. Dabei ist mir 
die "Soundqualität" ziemlich egal, das Ding soll nur piepen, aber die 
Frequenz muss halt variabel sein.

Habs mal mit nem Piezo probiert, aber der war nur bei einer recht 
scharfen Frequenz laut genug und bei allen andern musste man schon recht 
genau hinhören.

Was würdet ihr da nehmen? Lautsprecher, Piezos, irgendwelche mir 
unbekannten Wunderbauteile? Gibts irgendwelche tollen Schaltungen, die 
das Problem lösen? Und wie machen das eigentlich Handys mit ihren 
teilweise ordentlich lauten und über den ganzen höheren Frequenzbereich 
gehenden Klingeltönen?

Freue mich auf eure Antworten,
stek

von Harkan (Gast)


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stek schrieb:
> Und wie machen das eigentlich Handys mit ihren
> teilweise ordentlich lauten und über den ganzen höheren Frequenzbereich
> gehenden Klingeltönen?
Lautsprecher + Verstärker?

von Knut B. (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite


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Nimm einen Lautsprecher, der in dem von Dir genannten Bereich seine 
maximale Effizienz hat. Bringe den Lautsprecher so an, dass das 
Gerätegehäuse klangformend wirken kann. Steuere den Lautsprecher mit 
Rechteck- oder Dreieckspannungen über einen Transistor mit Freilaudfiode 
an. Bei 9V kannst Du aber auch schon einen ordentlichen TDA... 
Verstärkerschaltreis mit 1...2W an 4 Ohm verwenden, das wird schon ganz 
schön laut.

von stek (Gast)


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Hallo Knut, danke für deine Antwort!

Was genau meinst du mit "das Gehäuse wirkt klangformend"? Gibts da 
irgendwelche einfachen Faustregeln, oder hast du Quellen wo ich mehr 
darüber lesen kann? Steht der Durchmesser des Lautsprechers eigentlich 
in direkter Beziehung zu seinem Frequenzbereich?

von ... (Gast)


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stek schrieb:
> Habs mal mit nem Piezo probiert, aber der war nur bei einer recht
> scharfen Frequenz laut genug

Das nennt man "Resonanz"

von Stefan (Gast)


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>>Was genau meinst du mit "das Gehäuse wirkt klangformend"?

http://de.wikipedia.org/wiki/Horn_(Lautsprecher)

von Christian B. (casandro)


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Ein Horn ist sicherlich nicht falsch wenn Du die Effizient steigern 
möchtest. Eventuell kannst Du auch Druckkammerlautsprecher verwenden. 
Die verzerren halt auf Grund der hohen Drücke.

Dann kannst Du auch noch eine H-Brücke verwenden. Das sind einfach 4 
Transistoren, die so angebracht ist, dass Du den Strom in beide 
Richtungen durch den Verbraucher schicken kannst.

Egal was Du machst, es ist wichtig, dass Du die Spannung nicht zuerst 
durch den Spannungsregler durchschickst, denn dann hast Du nicht nur 
eine geringere Spannung, sondern auch Verluste durch den Regler.

von Knut B. (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite


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stek schrieb:
> Was genau meinst du mit "das Gehäuse wirkt klangformend"

Wenn man einen Lautsprecher nackt auf den Tisch legt, ist es eher ein 
Leisesprecher, da der Druckausgleich beider Membranseiten unmittelbar am 
Chassis des Lautsprechers stattfindet (akustischer Kurzschluss). Baut 
man den Lautsprecher in ein Gehäuse ein, welches bestimmte Frequenzen 
auch noch "verstärkt", dann kann der Klang sehr viel lauter und runder 
werden.

stek schrieb:
> Steht der Durchmesser des Lautsprechers eigentlich
> in direkter Beziehung zu seinem Frequenzbereich?

Ja und nein. Die Schwingeigenschaft der Membran ist ebenfalls 
frequenzbestimmend bzw. bandbreitenbestimmend. Große Membranen können 
natürlich tiefere Klänge besser wiedergeben als kleine Membranen. 
Spezielle Konstruktionen können aber auch ein sehr breites Klangspektrum 
abdecken, wie zum Beispiel In-Ear-Kopfhörer.

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