Suche schnelles Relais

Gast #2574119
Moin!

Wie der Titel vielleicht verrät, suche ich ein schnelles Relais. Es 
sollte Schalt- und Abfallzeiten von <2ms haben. Ich habe leider noch 
keines durch I-Net Recherche entdecken können. Gibt es solch schnelle 
Relais eigentlich?

Es würde mir auch reichen einen Trick zu erfahren, ob man den 
Schaltvorgang beschleunigen könnte. Wäre eine Überspannung vielleicht 
als Impuls mit nachfolgender normaler Betriebsspannung hilfreich oder 
verkürzt sich nur dadurch die Lebensdauer des Relais?

Es geht mir letzten Endes darum, dass ich für einen Gitaristen seinen 
Röhrenverstärker umrüsten soll, weil ihm die Latenz zwischen den 
Umschaltvorgängen zu lang ist. Leider müssen solche Röhrengeräte 
Halbleiterfrei im Signalweg sein. Dabei nutzt er wahrscheinlich ein 
Vorschaltgerät in dem Germanium-Transistoren ihr Werk verrichten. Es 
verstehe einmal bitte die Gitarristen.

Nunja, ich hoffe ihr könnte helfen. Vielen Dank schonmal im Vorraus!
Gast
Auf der Suche, was Gitarist für ein Bauteil ist fand ich diese 
Definition:

Der gemeine Gitarrist ist ein Instrumentenbediener, der versucht, sich 
mit mittleren Frequenzen wichtig zu tun.

Daher nochmal die Nachfrage, wie denn nun die 2ms begründet werden?
Persönliche Seite
Gabriel schrieb:
> Wie der Titel vielleicht verrät, suche ich ein schnelles Relais. Es
> sollte Schalt- und Abfallzeiten von <2ms haben. Ich habe leider noch
> keines durch I-Net Recherche entdecken können. Gibt es solch schnelle
> Relais eigentlich?

Wie wäre es mit 0,5ms ?

Hier zum Beispiel: 
https://www.buerklin.com/default.asp?event=ShowArtikel(30G600)&l=d&jump=ArtNr_30G600

Datenblatt:   https://www.buerklin.com/datenblaetter/G110300_TD.pdf


> Es geht mir letzten Endes darum, dass ich für einen Gitaristen seinen
> Röhrenverstärker umrüsten soll, weil ihm die Latenz zwischen den
> Umschaltvorgängen zu lang ist.

Der Typ sollte besser die Finger von den Drogen lassen.
Natürlich weiss er es nicht :-)
Ist aber egal, was der Kunde will, kriegt er auch.
Das Problem werden eher Kondensatoren im Signalweg sein, die sich beim 
Umschalten erst mal auf andere DC-Werte umladen müssen. Das gibt 
Aussetzer und unschöne Geräusche.
Mit schnelleren Relais wird das auch nicht besser :-)
Mal Nachgeschaut: mit Reed-Relais kommt man deutlich unter 1ms.
Gast
Vielen Dank für die Schnelle Hilfe!

Wie es aber scheint, gibt es die guten Stücke nur als Schließer. Schade 
aber auch. So wird sich die Anzahl der Relais vervierfachen.

Tja, so ist das. Es stört ihm nicht mal 2m von der Box zu stehen, aber 
die Umschaltdauer der Relais ist zu lang... Mal sehen wie ich das 
hinterher realisieren werde. Leider ist weniger Platz als vermutet 
vorhanden. Aber ich denke ich sollte es schaffen.
Gast
Gabriel schrieb:
> Es stört ihm nicht mal 2m von der Box zu stehen, aber
> die Umschaltdauer der Relais ist zu lang...

Was will uns das sagen?

Woran würde der Künstler denn merken, wenn die Umschaltdauer 
überschritten würde?
Gast
Moin!

Wie gesagt, es wird nur das Signal von der Gitarre in der Vorstufe 
geschaltet. Also alles halb so wild. Ich habe nun auch endlich Reeds mit 
2x Um gefunden und die sind dann aber auch wesentlich langsamer als die 
ganzen vorgestellten einfachen Schließer.

Ich habe ja nochmal nachgefragt, wieso es unter 2ms bleiben soll. Als 
Antwort kam, dass dies die normale Latenz von digitalen Effektgeräten 
sei und er es nicht haben will, dass seine gute analoge Technik 
langsamer ist, als der "digitale Schund". Naja, wohl bekomms!

Nochmals Danke! Ich klinke mich dann mal aus.
Gast
Ob das Problem mit den schnellsten Relais dieser Welt wirklich gelöst 
wird, habe ich Zweifel, solange noch Spannungssprünge und Umladevorgänge 
an den Koppelkondensatoren der Eingangsstufen stattfinden können.
Persönliche Seite
Gabriel schrieb:
> Ich habe ja nochmal nachgefragt, wieso es unter 2ms bleiben soll. Als
> Antwort kam, dass dies die normale Latenz von digitalen Effektgeräten
> sei und er es nicht haben will, dass seine gute analoge Technik
> langsamer ist, als der "digitale Schund".

Hier liegt Offensichtlich ein Missverständnis vor. Bei dem "digitalen 
Schund" kommt es eher zu einem Delay (Eingangssignal zu Ausgangssignal) 
von (n)ms, was letztendlich eine Phasenverschiebung von (n)ms bedeutet.

Dein Gitarrist kann sich seine Besorgnis also komplett an die Wand 
nageln!


> Nochmals Danke!

Bitteschön.


> Ich klinke mich dann mal aus.

Das ist vielleicht keine so gute Idee.

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