Sehr geehrte Forummitglieder, im Rahmen meines Hobbies, baue ich mir ein eigenes kleines Netzteil. Ich habe dazu ein "robusten" Trafo genommen und die Spannung mit einem Brückengleichrichter B40C3700-2200 und einem 2200uF gleichgerichtet. Was ich nicht ganz verstehe ist, dass die Gleichspannung mit meinem Multimeter am Kondensator c.a. 33V beträgt, wobei ich ohne die Gleichrichterschaltung, also im Leerlauf des Trafos gestern mit dem Oszilloskop einen Spitzen-Wert von 32V-33V gemessen habe, also ein Effektivwert von c.a. 22V-23V. Wenn ich mich nicht täuche, beträgt doch nach der Gleichrichtung (B2) die Gleichspannung c.a. 0.9 des Effektivwertes, also c.a. 20V, die doch an dem Kondensator anliegen müsste. Wieso liegt am Kondensator mehr Spannung an ? Resonanz-Effekt ? lol. Bin für jeden Tipp dankbar. mfGruß, opcode
> Wenn ich mich nicht täuche, Du täuscht dich, es ist eine Spitzenwertgleichrichtung. Näheres zu Netzteilen: http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.9
opcode schrieb: > Wenn ich mich nicht täuche, beträgt doch > nach der Gleichrichtung (B2) die Gleichspannung c.a. 0.9 des Da täuscht du dich ganz gewaltig. Am Ausgang liegt die Amplitudenspannung - Spannungsabfall der beiden Dioden an. mfg.
Oh Weia , wie peinlich ! Hab mich total geirrt :-(..... Danke für den Hinweis !!
Nachtrag: Also ist der B40C3700-2200 kein Gleichrichter mit 4 Dioden integriert ? Wenn ich nach Spitzenwertgleichrichter recherchiere finde ich nur Schaltungen in Verbindung mit einem OpAmp... Versteh ich da noch etwas falsch ?! Bitte um eine kleine Aufklärung. Laut der Seite: http://www.elektroniktutor.de/analog/m2_glr.html ganz Unten ist doch mein Bauteil solch ein Brückengleichrichter ?!
> Also ist der B40C3700-2200 kein Gleichrichter mit 4 Dioden integriert ? Doch, ist er. > Spitzenwertgleichrichte Das hängt von der Schaltung ab, nicht vom Bauteil.
d.h. der Siebekondensator lädt sich auf den Spitzenwert auf und daher habe ich am Ausgang den Spitzenwert ?!
opcode schrieb: > Wenn ich mich nicht täuche, beträgt doch > nach der Gleichrichtung (B2) die Gleichspannung c.a. 0.9 des > Effektivwertes, Nein, nach der Gleichrichtung und ohne Siebung hast Du eine Effektivspannung, die etwa der Eingangswechselspannung minus 1,5...2V beträgt. Mit Siebkondensator ergebern sich im Leerlauf etwa das 1,4-Fache dieser Effektivspannung. Wenn Du diese Spannung jetzt belastest, geht die Spannung aber wieder runter. Hier rechnet man dann aber wieder mit der Spitze-Spitze-Brumm- spannung, da diese wichtig für die Bemessung eines geregelten Netzteils ist. Gruss Harald
opcode schrieb: > Also ist der B40C3700-2200 kein Gleichrichter mit 4 Dioden integriert ? Ja. Aber es sind immer nur jeweils 2 Dioden in Durchlassrichtung in Reihe. Je nach positiver oder negativer Halbwelle, ist das andere Paar dann in Sperrichtung und damit irrelevant für den Spannungsabfall. opcode schrieb: > Schaltungen in Verbindung mit einem OpAmp... Das sind keine "Energie-" sondern (aktive)Messgleichrichter, bei denen die Spannungsabfälle kompensiert werden. mfg.
Vielen Dank für den Hinweis ! Ich werde mich nun mehr in Materie einlesen. Macht aber mehr spass gleichzeitig zu bauen und die Theorie zu lernen, anstatt nur die Theorie allein zu machen; geht zwar mehr Zeit und Nerven von lieben Forummitgliedern im Forum verloren, aber was sollst :-). Schönes Wochenende. mfGruß, opcode
> d.h. der Siebekondensator lädt sich auf den Spitzenwert auf > und daher habe ich am Ausgang den Spitzenwert ?! Genau. Und weil nicht plötzlich mehr Leistung herauskommen kann als hineingesteckt wird, sinkt der entnehmbare Strom auch auf 1/1´.414 = 0.7 des Trafostroms.
d.h. die Spannung im Kondensator steigt, aber der Strom muss senken, damit das Prinzip der Energieerhaltung (1. Hauptsatz) erfüllt wird (ist ja logisch). D.h dann wirkt der Kondensator im Leerlauf wie ein kleiner Trafo, also Spannung hoch und Strom runter...
MaWin schrieb: >> d.h. der Siebekondensator lädt sich auf den Spitzenwert auf >> und daher habe ich am Ausgang den Spitzenwert ?! > > Genau. > > Und weil nicht plötzlich mehr Leistung herauskommen kann > als hineingesteckt wird, sinkt der entnehmbare Strom > auch auf 1/1´.414 = 0.7 des Trafostroms. plötzlich schon, dauerhaft allerdings nicht.
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