Hallo, wisst ihr eigentlich, was aus dem Desertec Projekt geworden ist? Ich habe darüber vor circa zwei Jahren an meiner Universität einen Vortrag gehört und fand die Idee eigentlich recht überzeugend. Was haltet ihr allgemein von diesem Projekt? Ich habe hier in diesem Forum schon eine Weile mit gelesen und anscheinend sind hier viele Experten, besonders auf dem Bereich der Energieversorgung unterwegs. Ich habe mich gerade wieder mit dem Projekt befasst und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass die Vorteile überwiegen. Aber vielleicht sehen einige Experten hier das anders. Ich fände es deshalb gut, wenn jeder mal ein kurzes Statement dazu abgeben und evtl. auch auf Vor- und Nachteile eingehen könnte. Auf eine rege Diskussion.
Ich halte das Desertec Projekt für einen sehr ambitionierten aber äußerst wichtigen Schritt zu nachhaltiger Energiegewinnung. Ich gehe davon aus, dass in Zukunft in allen Wüstengebiete so welche Anlagen entstehen werden. Ob ich das noch erleben werde ist allerdings fraglich ;-). Ein großes Problem sehe ich allerdings darin, das in diesen Gebieten (zur Zeit besonders in Nordafrika) die poltische Stabilität nicht gegeben ist. Hier wird es sicherlich sinnvoll sein die örtliche Bevölkerung zuerst flächendeckend mit günstiger Energie zu versorgen und dann den Transport richtung Europa anzugehen. Sonst werden die Anlagen nicht lange überleben. Die Abhängigkeit muss man dann natürlich in Kauf nehmen, aber zu echter Globalisierung gehört auch das.
Danke für deinen Beitrag. Ich sehe die Sache sehr ähnlich. Auf jeden Fall muss bevor mit dem Export des erzeugten Stromes im großen Stil begonnen wird die lokale Bevölkerung mit Energie versorgt werden. Dies wird sich meiner Meinung nach stabilisierend auf die Regionen auswirken. Weiterhin werden durch die Projekte ja auch Arbeitsplätze und Infrastruktur geschaffen. Außerdem kann man mit Hilfe der Abwärme zum Beispiel Meerwasser entsalzen. Mit der Möglichen Abhängigkeit habe ich mich auch schon befasst und bin zu folgendem Ergebnis gekommen. Prinzipiell muss man zwei Arten von Abhängigkeiten unterscheiden. Zum einen die eventuelle Monopolbildung durch die Desertec Initiative, der ja auch große Stromkonzerne anhängen. Und zum anderen der Abhängigkeit von den verschiedenen Staaten. Zumindestens letztere Abhängigkeit ist auch heute schon durch Importe von Öl und Gas gegeben und kann meiner Ansicht nach durch Desertec sogar verringert werden, wenn man Kraftwerke an mehreren Standorten aufbaut und auch den Transport nach Europa redundant gestaltet.
Andasol verbraucht heute schon zigtausende Liter feinstes Trinkwasser im Betrieb. Für Desertec müsste das ersteinmal in die Wüste geschafft werden.
Florian *.* schrieb: > Andasol verbraucht heute schon zigtausende Liter feinstes Trinkwasser im > Betrieb. Für Desertec müsste das ersteinmal in die Wüste geschafft > werden. Siehe Desertec FAQ Punkt 3: http://www.desertec.org/de/konzept/fragen-antworten/
Zu denken gibt einem in diesem Zusammenhang, daß Saudi-Arabien in den nächsten Jahren (bis 2030) 16 nagelneue Kernkraftwerke errichten will, um das kostbare Öl zu sparen. Platz und Sonne hätten die nun wahrlich mehr als genug... grübelt Baku
Das Desertec Projekt ist ein Planerfurz. Es gibt da unten beliebige Mengen von Leuten, die mit der laufenden Regierungsform um ihre Zukunft betrogen wurden. Dh Unzufriedene, Sympathisanten und Rebellen. Und jetzt kommt ein Projekt via Staat, den sie eh nicht moegen. Mit etwas Glueck und Korruption schaut fuer vielleicht einen der Sippe ein Job raus ... Abstauben der Solarpanels fuer 2 Euro pro Monat oder so. Toll. Wie lange geht es bis eine Solaranlage, resp deren europaeische Angestellten als Geiseln genommen werden ? So eine Anlage muss in unserem Rechtsraum stehen, sonst ist das Geld weg. Dh suedlich des Mittelmeeres ist nichts.
Pico Oschi schrieb: > Das Desertec Projekt ist ein Planerfurz. Wohl war. Nach der Entdeckung der Hochtemperatur-Supraleitung gab es auch nen Hype, solar erzeugten Strom per HTSL-Kabel nach Europa zu leiten. Leider ist der ohmsche Widerstand nur eines der Probleme beim Transport elektrischer Energie. Dass in der Wüste ab und dann ein schöner Sandsturm fegt und die schönen Parabloreflektoren matt schmirgel ist sicherlich auch schon irgendwo erwähnt worden. Wenn es sich für die LÄnder selber nicht rechnet, so ne Anlage aufzubauen dann ist es auch nix für den Export.
Es wurde hier extra die FAQ zu Desertec verlinkt. http://www.desertec.org/de/konzept/fragen-antworten/ Michael K-punkt schrieb: > Pico Oschi schrieb: >> Das Desertec Projekt ist ein Planerfurz. > > Wohl war. Nach der Entdeckung der Hochtemperatur-Supraleitung gab es > auch nen Hype, solar erzeugten Strom per HTSL-Kabel nach Europa zu > leiten. > > Leider ist der ohmsche Widerstand nur eines der Probleme beim Transport > elektrischer Energie. FAQ Punkt 6 > Dass in der Wüste ab und dann ein schöner Sandsturm fegt und die schönen > Parabloreflektoren matt schmirgel ist sicherlich auch schon irgendwo > erwähnt worden. FAQ Punkt 4 > > Wenn es sich für die LÄnder selber nicht rechnet, so ne Anlage > aufzubauen dann ist es auch nix für den Export. Wat isn das für ne Logik? Die Mena können solch ein Projekt wohl kaum ohne westliches Know-How und Kapitalgeber realisieren. Pico Oschi schrieb: > Das Desertec Projekt ist ein Planerfurz. Es gibt da unten beliebige > Mengen von Leuten, die mit der laufenden Regierungsform um ihre Zukunft > betrogen wurden. Dh Unzufriedene, Sympathisanten und Rebellen. Und jetzt > kommt ein Projekt via Staat, den sie eh nicht moegen. Mit etwas Glueck > und Korruption schaut fuer vielleicht einen der Sippe ein Job raus ... > Abstauben der Solarpanels fuer 2 Euro pro Monat oder so. Toll. Wie lange > geht es bis eine Solaranlage, resp deren europaeische Angestellten als > Geiseln genommen werden ? > So eine Anlage muss in unserem Rechtsraum stehen, sonst ist das Geld > weg. Dh suedlich des Mittelmeeres ist nichts. Geht doch nichts über eine gesunde Paranoia. Warten wir halt bis die Chinesen Afrika übernommen haben. http://www.welt.de/finanzen/article11797773/China-pumpt-Milliarden-in-sein-Afrika-Geschaeft.html MfG
Peter Funke schrieb: > >> Dass in der Wüste ab und dann ein schöner Sandsturm fegt und die schönen >> Parabloreflektoren matt schmirgel ist sicherlich auch schon irgendwo >> erwähnt worden. > > FAQ Punkt 4 Klar, dass sie auf den desertec-Seiten alles kleinreden. Warum wird wohl an Nano-Beschichtungen gearbeitet, die gegenüber Sandstürmen wirklich unempfindlich sind. Weil die bei Desertec schon alle Probleme gelöst haben? >> >> Wenn es sich für die LÄnder selber nicht rechnet, so ne Anlage >> aufzubauen dann ist es auch nix für den Export. > > Wat isn das für ne Logik? Die Mena können solch ein Projekt wohl kaum > ohne westliches Know-How und Kapitalgeber realisieren. Die reichen arabischen Länder bauen sich das einzige was wirklich Zukunft hat: Universitäten mit hervorrageden Möglichkeiten zum forschen. Die Öl-Fuzzys haben genug Kohle um sich die ganze Wüste zuzupflastern. Die sind nicht auf überschuldeten Staaten angewiesen.
Peter Funke schrieb: > Es wurde hier extra die FAQ zu Desertec verlinkt. > http://www.desertec.org/de/konzept/fragen-antworten/ > > Michael K-punkt schrieb: >> Pico Oschi schrieb: >>> Das Desertec Projekt ist ein Planerfurz. >> >> Wohl war. Nach der Entdeckung der Hochtemperatur-Supraleitung gab es >> auch nen Hype, solar erzeugten Strom per HTSL-Kabel nach Europa zu >> leiten. >> >> Leider ist der ohmsche Widerstand nur eines der Probleme beim Transport >> elektrischer Energie. > >>> Die elektrischen Verluste von Hochspannungs- >>> Gleichstrom-Übertragungsleitungen (HGÜ) betragen derzeit 4-5% pro 1000 >>> km Länge ohmsche Verluste, von kapazitiven Effekten, gerade bei Kabeln wird da gar nicht gesprochen. >>>>..nicht nur Überlandleitungen eingesetzt werden, sondern auch >>>> Erdkabel. Fließt zudem anstelle von Kohle- oder Atomstrom Solarstrom >>>> durch eine Leitung, ist deren Notwendigkeit den Bürgern einfacher zu >>>> vermitteln. Strom ist Strom. In BW gibts ja schon Bürgerinitiativen gegen neue Speicherbecken für Wasserkraft. Und gerade bei Kabeln sind die Probleme noch größer, weil dann die Magnetfelder viel näher und stärker sind. Alles in allem: Gerade so eine Gesundbeterei erinnert mich an die alte Reklame für Atomstrom.... Da wird nur wieder eine neue Sau durchs Dorf getrieben.
Michael K-punkt schrieb: > Peter Funke schrieb: > >> >>> Dass in der Wüste ab und dann ein schöner Sandsturm fegt und die schönen >>> Parabloreflektoren matt schmirgel ist sicherlich auch schon irgendwo >>> erwähnt worden. >> >> FAQ Punkt 4 > > Klar, dass sie auf den desertec-Seiten alles kleinreden. Warum wird wohl > an Nano-Beschichtungen gearbeitet, die gegenüber Sandstürmen wirklich > unempfindlich sind. Weil die bei Desertec schon alle Probleme gelöst > haben? Es wird nicht nur für Desertec an kratzfesten Oberflächen gearbeitet. Für Desertec natürlich auch ein Vorteil, es würde die Betriebskosten senken, da ja ca. 0.4% der Kollektoren tatsächlich durch Umwelteinflüsse beschädigt werden. Die Zahlen darfst Du gerne anzweifeln, aber dann bitte mit einer stichhaltigen Argumentation. >>> >>> Wenn es sich für die LÄnder selber nicht rechnet, so ne Anlage >>> aufzubauen dann ist es auch nix für den Export. >> >> Wat isn das für ne Logik? Die Mena können solch ein Projekt wohl kaum >> ohne westliches Know-How und Kapitalgeber realisieren. > > Die reichen arabischen Länder bauen sich das einzige was wirklich > Zukunft hat: Universitäten mit hervorrageden Möglichkeiten zum forschen. > Die Öl-Fuzzys haben genug Kohle um sich die ganze Wüste zuzupflastern. > Die sind nicht auf überschuldeten Staaten angewiesen. Die Öl-Fuzzys werden aber wohl kaum ein Interesse an einer Konkurrenztechnologie haben. MfG
Peter Funke schrieb: > Die Öl-Fuzzys werden aber wohl kaum ein Interesse an einer > Konkurrenztechnologie haben. Sie wären blöd, nicht jede Möglichkeit welche die Natur und Technik ihnen bietet optimal und weise zu nutzen. Die kurzfristige Gier ist nur der industriellen Gesellschaft geschuldet genau wie die kurzfristige Politik. Alles soll unendlich schnell gehen nur um den Profit zu per Zeit zu vergrößern. Auf solches Denken sind traditionell nichtindustrialisierten Völker nicht so stark konditioniert. Namaste
Michael K-punkt schrieb: > ohmsche Verluste, von kapazitiven Effekten, gerade bei Kabeln wird da > gar nicht gesprochen. Es wird von elektrischen Verlusten gesprochen. Das ist doch gerade der Vorteil der HGÜ gegenüber der Wechselspannung. Die ohmschen Verluste lassen sich wohl kaum, mit vertretbaren Aufwand, verringern. Michael K-punkt schrieb: > Strom ist Strom. In BW gibts ja schon Bürgerinitiativen gegen neue > Speicherbecken für Wasserkraft. Und gerade bei Kabeln sind die Probleme > noch größer, weil dann die Magnetfelder viel näher und stärker sind. Als Fan von der Feuerzahngenbowle würde ich jetzt sagen, Pfeifer, sie faseln. http://www.youtube.com/watch?v=2DU_koU504w&feature=player_detailpage#t=114s Gruß
Winfried J. schrieb: > Peter Funke schrieb: >> Die Öl-Fuzzys werden aber wohl kaum ein Interesse an einer >> Konkurrenztechnologie haben. > > > Sie wären blöd, nicht jede Möglichkeit welche die Natur und Technik > ihnen bietet optimal und weise zu nutzen. Die kurzfristige Gier ist nur > der industriellen Gesellschaft geschuldet genau wie die kurzfristige > Politik. Alles soll unendlich schnell gehen nur um den Profit zu per > Zeit zu vergrößern. Auf solches Denken sind traditionell > nichtindustrialisierten Völker nicht so stark konditioniert. > > Namaste Zwar OT, sehe ich anders. Bei Naturvölkern gibt es keinen linearen Zeitverlauf. Dort ist die Zeitvorstellung zyklisch an den natürlichen Rhythmen der Natur orientiert. Folglich kann es dort auch keine Vorstellung einer Zukunft geben, die anders ist, als die Gegenwart oder Vergangenheit. Dies würde ja die Möglichkeit einer nachhaltigen Veränderung der Zyklen voraussetzen, welche es aber in den Naturzyklen über lange Zeiträume nicht gibt. Die Zukunftserwartungen sind ein Teil der Zivilisation. Oder machst Du einen Unterschied zwischen Zivilisation und Industralisierung? MfG
Hälst du industriell organisierte Gesellschaften für zivilisierter als andere Völker? Naja das entspricht zu mindest der hiesigen Konditionierung, ist aber nicht wirklich weise sondern passt eher ins kolloniale Denkmuster. Auch hier sind kluge Leute in der Regel weiter. Namaste
Im Buddismus sehe ich sehr wohl eine sehr hohe Zivilsation, ganz ohne Industrie, zwar geprägt von Zyklen jedoch nicht ohne Möglichkeiten zur Entwicklung und mit klaren Zukunftsvorstellungen welche vom gegenwärtigen und vergangenen abweichen.
1 | Die Grundlagen des Buddhismus entstammen der hinduistischen Religion, |
2 | von der z. B. der Begriff des Karma (auch Khamma), des unüberwindbaren |
3 | kosmischen Gesetzes, übernommen wurde. Karma meint die Vergeltung aller |
4 | guten und schlechten Taten, die regelmässig in einem aus Geburt - Tod - |
5 | Wiedergeburt bestehenden Zyklus belohnt oder gesühnt werden. Dabei zählen |
6 | gute Taten so viel, dass sie im nächsten Leben mit einer besseren Existenz |
7 | belohnt werden können. Diesen Zyklus zu durchbrechen und das Parinirwana - |
8 | das Unendliche, Unbegreifbare, vor allem aber das Stadium des Nicht-mehr- |
9 | geboren-werden-müssens zu erreichen, ist das Ziel eines jeden gläubigen |
10 | Buddhisten. Doch selbst von Buddha wird berichtet, dass er mehr als 500 |
11 | Lebenszyklen hinter sich bringen musste, um das Nirwana zu erreichen. Die |
12 | in Thailand mehrheitlich befolgte Religion des Hinayana- bzw. Theravada- |
13 | Buddhismus (des "kleinen Fahrzeugs") lehrt, dass jeder Mensch ohne |
14 | Unterstützung diesen Zyklus durchbrechen kann. |
Quelle http://www.buddhismus.dogmai.de/dhamma.html
Die Wüstenländer mit Desertec beglücken zu wollen (und dabei für hilflos und dankbarkeitsverpflichtet zu halten) ist nichts anderes als eine Missionierung mit der neuen Religion, dem Zeozweitismus.
Peter Funke schrieb: > Die Öl-Fuzzys werden aber wohl kaum ein Interesse an einer > Konkurrenztechnologie haben. Deswegen bauen sie Kernkraftwerke... is klar. stirnrunzelnd, Baku
Baku M. schrieb: > Peter Funke schrieb: >> Die Öl-Fuzzys werden aber wohl kaum ein Interesse an einer >> Konkurrenztechnologie haben. > > Deswegen bauen sie Kernkraftwerke... is klar. > > stirnrunzelnd, > Baku Es ist der Saudi-Arabische-Staat der die Kraftwerke bauen will. Keine Privatinvestoren die nach rein wirtschaftlichen Gründen entscheiden. Das ist weder für noch gegen Desertec ein Argument. Weiß nicht was daran so unlogisch sein soll, als "Öl-Fuzzi" bin ich selbstverständlich nicht daran interessiert das Angebot an Primärenergie aus anderen Quellen als Öl zu decken. MfG
Peter Funke schrieb: > Weiß nicht was daran so unlogisch sein soll, als "Öl-Fuzzi" bin ich > selbstverständlich nicht daran interessiert das Angebot an Primärenergie > aus anderen Quellen als Öl zu decken. Na als Ölfuzzi ist es mir doch aber lieber, wenn ich die Konkurrenztechnologie selbst anbiete, anstatt das anderen zu überlassen.
Andreas Schwarz schrieb: > Peter Funke schrieb: >> Weiß nicht was daran so unlogisch sein soll, als "Öl-Fuzzi" bin ich >> selbstverständlich nicht daran interessiert das Angebot an Primärenergie >> aus anderen Quellen als Öl zu decken. > > Na als Ölfuzzi ist es mir doch aber lieber, wenn ich die > Konkurrenztechnologie selbst anbiete, anstatt das anderen zu überlassen. Die Diskussion ist müßig. Wer profitiert vom Bau der AKWs? Wer hat die Verfügungsrechte an den Ölressourcen? Welche geopolitischen Interessen stecken dahinter? AKWs bieten auch immer die Option auf die "Bombe", siehe Iran. Ich weiß nicht was durch die Argumentation über die AKWs bewiesen werden soll. Ich bestreite ja garnicht das Desertec zur Zeit ohne Subventionen nicht wettbewerbsfähig ist. War die Atomkraft früher auch nicht. Ich halte Desertec, trotz aller - teilweise berechtigter - Kritik für eine Option die man überdenken sollte. MfG
Peter Funke schrieb: > Die Diskussion ist müßig. Wer profitiert vom Bau der AKWs? Wer hat die > Verfügungsrechte an den Ölressourcen? Welche geopolitischen Interessen > stecken dahinter? "Saudischer Staat" == "Ölfuzzis" (Königshaus) > AKWs bieten auch immer die Option auf die "Bombe", siehe Iran. Das würde aber den Bruch mit den amerikanischen "Freunden" bedeuten, sehe ich nicht wirklich als Faktor. > Ich weiß > nicht was durch die Argumentation über die AKWs bewiesen werden soll. > Ich bestreite ja garnicht das Desertec zur Zeit ohne Subventionen nicht > wettbewerbsfähig ist. War die Atomkraft früher auch nicht. Ich wollte mit meinem Einwurf auch nichts 'beweisen', dann hätte ich sicher detaillierter argumentiert, sondern darauf hinweisen, daß die Dinge, wie so oft, ungleich komplizierter sind, als Otto Normalöko sich das gemeinhin vorstellt. Fakt ist, daß man sich in KSA, trotz aller heutzutage hinlänglich bekannter Risiken und ungelöster Probleme, für die Kernergie entschieden hat, um das immer kostbarer werdende Öl nicht einfach für billige Primärenergie zu verfeuern, anstatt die reichlich vorhandene (und ohne die Transportprobleme von Desertec nutzbare) Sonnenenergie zu nutzen. Über die Gründe dafür können wir nur spekulieren, im einfachsten Fall hat ein Kraftwerksbauer dem richtigen Prinzen die nötigen 'Zuwendungen' zukommen lassen... > Ich halte Desertec, trotz aller - teilweise berechtigter - Kritik für > eine Option die man überdenken sollte. Dem kann ich mich vorbehaltlos anschliessen. Man sollte sich nur davor hüten, in den üblichen Umweltjubel zu verfallen, bevor alle Probleme und Faktoren bekannt sind. Elektroautos sind auch nur die ökologische Rettung, solange der Strom aus der Steckdose kommt... > MfG Dito, Baku
Hallo, Hans Richter schrieb: > wisst ihr eigentlich, was aus dem Desertec Projekt geworden ist? Ich > habe darüber vor circa zwei Jahren an meiner Universität einen Vortrag > gehört und fand die Idee eigentlich recht überzeugend. hier gibt es einen relativ frischen Podcast über Desertec mit Dr. Franz Trieb vom Institut für technische Thermodynamik des DLR in Stuttgart: http://www.scilogs.de/wblogs/blog/omega-tau-podcast/allgemein/2012-03-05/89-desertec Grüße.
Desertec bringt die üblichen Probleme der zentralen Energieversorgung mit sich. Nur dass diese zentrale Energieerzeugung plötzlich recht weit entfernt in politisch instabilen Gebieten stattfindet. Und dass es wesentlich weniger problematisch ist, wenn uns Russland für ein paar Tage das Gas abdreht oder die Araber mal kurz kein Öl liefern können, als wenn mal ein paar Tage der Strom weg ist. Ohne vernünftige Speichermöglichkeit hierzulande braucht man über Stromerzeugung in Afrika gar nicht erst nachzudenken, da wäre es sinnvoller, hier in erneuerbare Energien zu investieren.
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