Also, grundsätzlich gefällt mir das Konzept dieses Galep-Teils: Man
braucht nicht unterschiedliche Adapter für die verschiedenen uCs,
sondern die Software kümmert sich um die Pin-Zuordnung und die
Programmierprotokolle.
Anstatt sich also einen neuen Adapter zu löten, weil man z.B. keinen
ATmega8, sondern mal einen ATtiny26 programmieren will, kümmert man sich
um ein entsprechendes Software-Upgrade. Das ist natürlich eleganter -
vorausgesetzt, es existiert ein Upgrade, das dann den ATtiny26
berücksichtigt.
Auf den zweiten Blick: Für einen normalen User ist es wahrscheinlich
einfacher, einen Adapter zu stricken als einen neuen Parametereintrag
für die Software zu schreiben. Zudem ist mir nicht klar, ob die
Intelligenz des Programmers im Gerät sitzt oder im PC. Das heißt, muss
ich dann auch noch Windows kaufen, um den Programmer betreiben zu
können?
Steht eigentlich in der Beschreibung des Galeps irgendwo, dass er Atmel
AVRs programmieren kann? Ich hab nichts gefunden. Über folgende Sätze
bin ich aber gestolpert:
"unterstützt alle Arten programmierbarer Halbleiter vom EPROM bis zum
Microcontroller"
Was heißt "unterstützt"? Kann er sie programmieren? Klar, die Hardware
des Geräts kann auf alle Halbleiter zugreifen. Wie dieses Zugreigen
passiert, entscheidet aber die Software bzw. Firmware. Außerdem wär ich
mit dem Begriff "alle" vorsichtig. "Alle Arten" heißt nicht, "alle".
Ausgesagt wird damit lediglich, dass die "Art" "Mikrocontroller"
unterstützt wird, also irgendein Typ von Mikrocontroller, nicht aber,
dass man damit auch Atmel-uCs programmieren kann.
"Die Software läuft unter allen 32-Bit Windows-Versionen. (...) Die
Software wird ständig weiterentwickelt, um neue Bauteile zu
unterstützen."
Anscheinend braucht man zusätzlich wirklich Windows.
Und anscheinend läuft die "Software" direkt unter Windows. Wenn ich das
richtig verstehe, ist man darauf angewiesen, dass der Hersteller die
Software so weiterentwickelt wie man es benötigt, also dass er
Anpassungen für genau die uCs einbaut, die man verwenden will. Das ist
ein großes Risiko, weil man keinen Einfluss darauf hat, was der
Hersteller in Zukunft tun wird. Außer natürlich, die Software ist Open
Source. Das wäre nun noch zu prüfen...