Forum: Offtopic Pickelbeleuchtung


von Bernd F. (metallfunk)


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Nette Idee: Wenn die Jugendlichen an bestimmten Ecken rum-
lungern und ihren Wohlstandsmüll hinterlassen.

Die Lösung: Eine spezielle Beleuchtung im Rosabereich, die
von Kosmetikerinnen benutzt wird.

Pickel kommen da 10mal so stark zum Vorschein, und Ruhe ist.

( Heute in der " Rheinpfalz am Sonntag " gelesen. :)  )

von Daniel F. (df311)


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schön für dich, und wen interessiert das?

von Peter R. (gelb)


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Das erinnert mich an hohe Pfeifgeräusche, die ebenfalls mal dazu gedacht 
waren, Jugendliche zu vertreiben.

Bei der Rosalicht-Variante empfehle ich, noch ein paar Spiegel 
anzubringen. Obwohl... ob die lange ganz bleiben?

Grüße, Peter

von Ben _. (burning_silicon)


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Ich frag mich wieso sich die dadurch diskriminierten Jugendlichen sowas 
überhaupt bieten lassen. Derartige Lampen oder Störschallquellen geben 
doch ein vorzügliches Ziel für Pflastersteine ab...

von Uhu U. (uhu)


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Bernd Funk schrieb:
> Die Lösung: Eine spezielle Beleuchtung im Rosabereich, die
> von Kosmetikerinnen benutzt wird

Ben _ schrieb:
> Derartige Lampen oder Störschallquellen geben
> doch ein vorzügliches Ziel für Pflastersteine ab...

Du willst also Kosmetikerinnen steinigen.

von Ben _. (burning_silicon)


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nur ihre Lampen

von Nicolas L. (nicolas_l)


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Vertreieb bringt nix.... man muss den Jugendlichen einen Ort geben dan 
dem sie auch hinkönnen. Nur so kann man verhindern, dass sie an 
ungewollten Orten herumlungern/sich treffen

von Dave C. (dave_chappelle)


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Ben _ schrieb:
> Derartige Lampen oder Störschallquellen geben
> doch ein vorzügliches Ziel für Pflastersteine ab...

Vielleicht sollte man es öfter von der Seite betrachten :)

von Uhu U. (uhu)


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Nicolas L. schrieb:
> Vertreieb bringt nix.... man muss den Jugendlichen einen Ort geben dan
> dem sie auch hinkönnen.

Das mit dem Vertreiben hat man doch damals im neu okkupierten 
Bundesländern sehr erfolgreich gemacht, indem man diese verbrecherischen 
Jugendtreffs alle einfach dicht gemacht hat. Gleichzeitig wurden die 
Nazis aus dem Westen ordentlich mit Verfassungs-"schutz"-Kohle 
ausgestattet und nach Neufünfland geschickt.

Wie der NSU letzhin gezeigt hat, waren die höchst erfolgreich...

von Εrnst B. (ernst)


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Bernd Funk schrieb:
> Heute in der " Rheinpfalz am Sonntag " gelesen.

Das ist eine der langsameren Zeitungen, oder?

http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,622697,00.html

04.05.2009, und die haben das Thema selbst aus einer (damit noch 
älteren) SZ übernommen, die das aus einer AFP-Agenturmeldung haben...

von Joe G. (feinmechaniker) Benutzerseite


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Das mit dem Vertreiben hat man doch damals im neu okkupierten
> Bundesländern sehr erfolgreich gemacht...

Nicht immer, siehe:
http://www.hanswaal.de/

von Wilhelm F. (Gast)


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Nicolas L. schrieb:

> Nur so kann man verhindern, dass sie an
> ungewollten Orten herumlungern/sich treffen

So wie in meinem Ort an der Telefonzelle auf einem kleinen Dorfplatz. 
Der Jugendclub hatte wegen Geldmangel der Gemeinde dicht gemacht. Wie 
armselig! Für sowas hat keiner Geld, aber für jede Menge anderen 
Firlefanz, womit man Wahlwerbung machen kann. Für das Geld werden lieber 
ein paar alte römische Mauern und Katakomben saniert. Und soooo teuer 
ist ein Jugendclub nun auch nicht.

Vergangenen Sommer traf ich dort den Telefonzellenreiniger. Der 
kringelte sich merkwürdig vor der Zelle herum, als ob jemand gerade 
einen Witz erzählt hätte. Also ging ich hin, und schaute, ob mit dem 
Mann alles in Ordnung ist. Der zeigte nur mit dem Finger, und fragte: 
Haben sie sowas schon mal gesehen? Nun ja, auf die Tastatur war mit 
Kaugummi ein aufgeblasenes Kondom geklebt, und ein paar weitere 
Nettigkeiten. Noch nicht mal richtige Sachbeschädigung. Aber der Mann 
sagte: Die Zelle kann ich nicht reinigen, die muß ich melden. Dann wirds 
wiederum teuer. Ich meine, er hätte mir noch gesagt, daß er für die 
Zellenreinigung 3,20€ bekäme, und sich mit stärkeren Verunreinigungen 
deshalb schon rein zeitlich nicht befassen könnte. Selbstständiger 
Kleinstunternehmer mit eigenem Auto und Reinigungsmaterialien.

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Es gibt auch Leuchtstofflampen speziell für Fleisch-Theken, damit soll 
die Ware besonders frisch aussehen.

http://osram.de/osram_de/Professionals/Allgemeinbeleuchtung/Leuchtstofflampen/Produkte/T8/Speziallampen_T8/NATURA_T8/index.html

"Produktvorteile: Durch die speziell entwickelte Spektralverteilung 
wirkt die Ware appetitlich."

von Frank P. (mauz)


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Die Jugendlichen sollen doch aber gerade nicht appetitlich aussehen, 
oder habe ich den OT falsch verstanden? ;-)

von Georg A. (georga)


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Da muss ich an eine Szene aus "Das 5te Element" denken, wo vor dem 
Zusammenbau von Leeloo General und Arzt in einem 
Aufzug/Desinfektionsraum sind und auch irgendwie arg komisch aussehen... 
So eine Lampe wäre sicherlich ideal für so eine Vergrämungsaktion...

von Michael H. (michael_h45)


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Ben _ schrieb:
> Ich frag mich wieso sich die dadurch diskriminierten Jugendlichen sowas
> überhaupt bieten lassen. Derartige Lampen oder Störschallquellen geben
> doch ein vorzügliches Ziel für Pflastersteine ab...
Na, Probleme mit der Haut, mein postpubertärer Zeitgenosse?
Schön zu sehen, dass du auf die einfach gestrickte, "berlinerische" Art 
damit umgehen willst.

von Uwe N. (ex-aetzer)


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Georg A. schrieb:
> Da muss ich an eine Szene aus "Das 5te Element" denken, wo vor dem
> Zusammenbau von Leeloo General und Arzt in einem
> Aufzug/Desinfektionsraum sind und auch irgendwie arg komisch aussehen...

Das war afaik eine Schwarzlichtlampe/ Blacklight.

Georg A. schrieb:
> So eine Lampe wäre sicherlich ideal für so eine Vergrämungsaktion...

Befürchte nein, dann wären Discos wohl recht leer ... :)

Gruss Uwe

von Johnny B. (johnnyb)


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Ausserdem spachteln sich auch schon die Teeniemädels mit Schminke das 
Gesicht zu, daher nützt eine "Pickelbeleuchtung" recht wenig.

von Wilhelm F. (Gast)


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Christoph Kessler (db1uq) schrieb:

> Es gibt auch Leuchtstofflampen speziell für Fleisch-Theken, damit soll
> die Ware besonders frisch aussehen.

Ist das wirklich wahr, daß man das heute für eine moderne Errungenschaft 
hält?

In einem Monatsheft "Das junge Elektrohandwerk" aus dem Jahr 1965 hab 
ich noch einen Artikel über Fleischthekenbeleuchtung mit 
Leuchtstoffröhren hier liegen. Die Erkenntnisse sind also fast ein 
halbes Jahrhundert alt. ;-) Zu Hause ausgepackt sieht das Zeug dann 
scheußlich blaß aus. Den Zusammenhang muß man mal begreifen lernen, und 
manche tun das schnell, andere nie. ;-)



Johnny B. schrieb:

> Ausserdem spachteln sich auch schon die Teeniemädels mit Schminke das
> Gesicht zu, daher nützt eine "Pickelbeleuchtung" recht wenig.

Man müßte die Mädels eindringlichst davor warnen. Ich lernte früher 
schon mal Mädels kennen, für die war mit 20 schon aus die Maus. Sie 
durften sich nie mehr schminken. Allergien aus dem Zeugs.

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Im oben verlinkten Spiegel-Artikel steht sogar, dass das dieselbe Lampe 
sei, die Pickel hervorhebt und Fleisch frisch aussehen läßt. Alles 
NATURA...

Bei Osram wird anscheinend die Webseite gerade umgebaut, mein Link 
funktioniert nicht mehr. Also nach "NATURA" suchen, der Splitterschutz 
scheint neu zu sein, die Lichtfarbe gibts schon lange, wie Wilhelm ja 
sagte.

Produktdatenblatt:
"Lichtfarbe gemäß EN 12464-1: NATURA
Lichtfarbe: 76"
Die Produktdatenblätter sind erstaunlich nichtssagend. Man will wohl 
nicht soviel Wind um die Sache machen.

von Johannes O. (jojo_2)


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Ich find sowas ehrlich gesagt ne ziemliche Frechheit. Weil man versuche 
(insbesondere mit den Pfeifgeräten) ALLE Jugendlichen zu treffen. Und 
ich würde mal behaupten, dass es >80% gibt die ganz anständig sind und 
20% die Ärger machen.
Und man verscheucht damit 100%, also auch die, die ZU RECHT an diesem 
Ort sind und gar niemanden belästigen würden.
Das ist nicht richtig.

Und das Problem ist damit schonmal gar nicht weg. Dann gehen sie ne 
Straße weiter und dann haben wir dort das Problem.

Vollkommen typisch deutscher Schwachsinn -.-

von Εrnst B. (ernst)


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Johannes O. schrieb:
> Vollkommen typisch deutscher Schwachsinn -.-

Das "Pickel-Licht" zum Kinder-Verscheuchen kommt ursprünglich aus 
Mansfield in England.
also "Die spinnen, die Briten" um's mit Obelix zu sagen?

von Timm T. (Gast)


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Oder wie es zum Mosquito heisst: „Welche Art von Gesellschaft benutzt 
Schallwaffen gegen ihre eigenen Kinder?“

In Halle/Saale hat man die Zuschüsse für alle Jugendclubs gestrichen. 
Das dürfen jetzt die Rechten übernehmen.

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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und die tun das.

von Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite


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Den Geisteszustand mancher Menschen -- und ich nenne keine Namen -- 
koennte man mit den drei Worten "einfach nur scheisse" wohl am besten 
beschreiben. Löscht mich, kickt mich, macht Watt ihr Volt. Aber das 
musste raus.

von Klaus A. (gustavgans)


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Die sinnvollste lösung ist und bleibt einfach, den jugendlichen etwas zu 
bieten wo sie hin können.
Ich musste das früher auch erfahren, jugendraum wurde dicht gemacht also 
trifft man sich halt wo anderst. Da war man natürlich nicht erwünscht 
und man wird wieder vertrieben. Dass dann einfach irgendwann 
aggressionen aufkommen und diese sich in zerstörungswut äußern ist wohl 
kaum verwunderlich. Als jungedlicher hat man sowieso schon genug zu 
verarbeiten.
Viel geld brauchts dafür sowieso nicht, es reicht im grunde schon wenn 
es trocken ist und im winter warm. Vielleicht noch n bissel musik und 
dann wäre der grundstein schon alle mal gelegt.
Will man in der stadtverwaltung aber nicht verstehen...

von Holger S. (capa)


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Ich bin in einer Eigentümergemeinschaft aufgewachen das waren 4 
Neubaublocks und da gab es einen Raum der wurde anstatt den Jugendlichen 
(da weit ab vom Schuss) als trockenen Treffpunkt anzubieten als 
Partyraum genutzt.

Wir sind egal wo wir waren immer störend gewesen, aufm Spielplatz- 
sollten wir verschwinden, Hauseingänge - sollten wir verschwinden, 
Keller (weils draußen kalt war) - sollten wir verschwinden, angeblich 
weil wir den keller blockiert haben.

Wenn man Jugendlichen alle möglichkeiten verwährt sich irgendwo mit 
freunden zu treffen, wo es warm ist und man sich nicht gleich irgendwas 
bestellen muss um tolleriert zu werden bzw wo es auch mal aufgrund von 
lachen etwas lauter werden kann, dann braucht man sich nicht wundern 
wenn die Jugendlichen mal aggressiv werden und was zerstören wenn ihnen 
mal wieder was verboten wird.

von Juppi J. (juppiii)


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Man darf natürlich nicht vergessen,wie oft bereitgestellte 
Räumlichkeiten und Inventar zerlegt werden und wurden.
Dafür habe ich wenig Verständnis,obwohl ich heute noch zu verschiedenen 
"Sogenannten Randgruppen" eine recht passable Verbindung habe.
Man muss aber ,in Grenzen,die Personen respektieren,nicht aber Ihr 
Verhalten gutheißen.
Es dauert einige Zeit ehe man,in Grenzen, selbst respektiert und 
anerkannt wird.

von Michael K. (charles_b)


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Christoph Kessler (db1uq) schrieb:
> Es gibt auch Leuchtstofflampen speziell für Fleisch-Theken, damit soll
> die Ware besonders frisch aussehen.
>
> 
http://osram.de/osram_de/Professionals/Allgemeinbeleuchtung/Leuchtstofflampen/Produkte/T8/Speziallampen_T8/NATURA_T8/index.html
>
> "Produktvorteile: Durch die speziell entwickelte Spektralverteilung
> wirkt die Ware appetitlich."

...wird teilweise sogar als Innenraumbeleuchtung von PKW eingesetzt...

von nix und n. (nixundnul)


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Anstatt Störsignale:
Nimm doch Musik von den "Hinterwäldler Jodlbuabn", auf einen alten 
MP3-Player in Endlosschleife. Eine Lautsprecherbox über 
Bewegungsmelder-Relais oder Zeitschaltuhr geschaltet. Die 0.1W 
Ausgangsleistung reicht aus, um die Nachbarn nicht zu stören und die 
Jugendlichen zu vertreiben. Und der Aufwand zum Bauen ist noch 
erträglich. 8-D
Eine Positive Lösung ist aber in jedem Fall besser. Leider ist man dann 
der Organisator und voll verantwortlich für alles.

von Harald W. (wilhelms)


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Εrnst B✶ schrieb:

> also "Die spinnen, die Briten" um's mit Obelix zu sagen?

Gibts in den Bänden denn auch einen "Pickelix"?
Fragt sich
Harald

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