Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Lautstärkeregler für Stereo-Signal mit Mono-Poti?


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von Paul H. (powl)


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Hi,

da ich keine vernünftigen Stereo-Potis mit Schalter finde muss ich wohl 
auf ein Mono-Poti mit Schalter ausweichen.

fällt jemandem ein, wie ich mit einem Mono-Poti auf einfachste Art und 
Weise zwei Audiosignale lautstärkeregeln kann?

Auf die Verwendung von irgendwelchen 
Klangregel-IC-I²C-Mikrocontroller-Kombinationen wollte ich möglichst 
verzichten wenns einfacher machbar ist.

Bei Pollin gibts ein 1M-Log Stereo Poti mit Schalter aber ich schätze 1M 
Ohm ist ein wenig viel für einen üblichen Verstärkereingang, oder?

lg PoWl

von Ulrich (Gast)


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Der 1 M Poti ist vermutlich noch der einfachere und bessere Weg. So 
abwegig ist das nicht, und eine zusätzliche Impedanzwandlerstufe ist 
auch nicht so kompliziert - jedenfalls noch einfacher als die 
Alternativen für analoge Verstärkungsregelung:

Entweder als geschaltete Kondensatoren, mit speziellem ICs (z.B. 
MC1496), ein Transkonduktianzverstärker (z.B. LM13700) oder spezielle 
ICs für die analoge Lautstärkeregelung.

von Carypt C. (carypt)


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Hallo , ja , der thread ist schon alt .
ich habe nun einen regelbaren mono-Widerstand (1kOhm) in die 
Masseleitung des Kopfhörerkabels gelötet . Effekt : auf den ersten 
zusätzlichen 200 Ohm wird das Signal leiser (auf beiden Kanälen 
gleichzeitig) , aber danach verschwindet das Signal nicht ganz sondern 
es bleibt eine Mindestlautstärke  und zwar auch wenn die gemeinsame 
Masseleistung gekappt wird (= unendlich Ohm) , jedoch scheint das Signal 
nun nur Mono zu sein .

Was ist da los ? Das rechte Signal läuft durch den Lautsprecher und 
zurück zum gemeinsamen Massepunkt im Stecker , von dort aus in den 
linken Lautsprecher und über das linke Signal wieder heraus , und vice 
versa .

Ist das eine phasen-verkehrte Stereosumme ? (weil rechtes Plus zum 
linken Minus und andersherum läuft ?) und wie ist diese Summe generell 
in der Wiedergabe enthalten oder eleminierbar ? Für ein wenig Aufklärung 
wäre ich dankbar ?
Gruß carypt

von H. (Gast)


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Wenn Du in die Masseleitung einen Widerstand einbaust ist das Resultat 
völlig undefiniert, so geht es nicht. Beide Ausgänge „schalten“ gegen 
GND als auch gegen Versorgung, also fließt der Strom undefiniert quer.

von Ralph B. (rberres)


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Carypt C. schrieb:
> und zwar auch wenn die gemeinsame
> Masseleistung gekappt wird (= unendlich Ohm) , jedoch scheint das Signal
> nun nur Mono zu sein .

was du jetzt hörst ist die reine Rauminformation als Monosignal(L-r bzw 
R-L).

Ralph Berres

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Carypt C. schrieb:
> Ist das eine phasen-verkehrte Stereosumme ?
Es könnte auch sein, dass ein Kanal einfach ein wenig lauter ist als 
der andere. Du solltest also mal an der Balance drehen und beide Kanaäle 
gleich laut machen.

BTW: für eine völlig NEUE Frage bitte auch einen NEUEN Thread aufmachen.

BTW2: bitte nicht Plenken!
https://de.wikipedia.org/wiki/Plenk
Ein Satzzeichen hat keine eigene Zeile verdient.

: Bearbeitet durch Moderator
von Carypt C. (carypt)


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An der Balance liegt es nicht, könnte sein, ist aber richtig so, ist ein 
direktes lineout vom Pc.

ich habe nochmal nachgeschaut, eine getrennte Masseleitung macht es sehr 
leise. Wenn ich ein Monosignal auf beide Kanäle lege, wird es duch den 
Monofader in Masse auch schön leise. Bei Stereo bleibt scheinbar die 
Rauminformation übrig, aber in Mono auf beiden Kanälen, denn der Strom 
muß ja durch beide Lautsprecher hindurch.
ich habe ein paar Möglichkeiten der Verschaltung in Synthedit 
ausprobiert, Bild, um Vergleichen zu können.
Gruß carypt

: Bearbeitet durch User
von ... (Gast)


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> in Synthedit

Was willst du damit wenn dir schon die simpelsten Grundlagen fehlen.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Nimm doch einen TCA 730, damit geht das.

von mitTDA7056A gehts (Gast)


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Paul H. schrieb:
> fällt jemandem ein, wie ich mit einem Mono-Poti auf einfachste Art und
> Weise zwei Audiosignale lautstärkeregeln kann?

na klar geht das: TDA7056A, das ist die STEREO-Version. Der IC hat 
eine elektronische Lautstärkereglung integriert, die mit nur einem 
Mono-Poti das Stereosignal steuert. Hierbei muss dann nur ein Mono-Poti 
(10 kohm bis 1 MOhm variable möglich) benutzt werden. Vorteil zudem: 
Weiter Betriebsspannungsbereich von 3 bis 12 V. Keine externen 
Komponenten erforderlich bei ZWECKNUTZUNG MIT LAUTSPRECHERN. Und wenn 
der sonst übliche Lautsprecherausgang über je einen Vorwiderstand plus 
Elko ausgekoppelt wird, ist das die beste und preiswerteste Form deines 
Anliegens. Such dir hier das Datasheed von NXP, Philips oder ST, darin 
ist die nötige Schaltungsapplikation enthalten.

Aber Achtung: Es gibt diesen IC 2 x:

Variante 1 mit dem Buchstaben A hinter TDA7056 *(A)!! DER ist die 
Version MIT Electronikvolume!! Gleiches gilt auch für die MonoVersionen 
TDA7052A bzw 7052 ohne Buchstabe!!

Variante 2 hat KEINEN BUCHSTABEN hinter TDA7056 !!!!! DIESER wird 
"normal" OHNE ELEKTRONIKVOLUME benutzt!

Hier darauf achten!! Alles andre einfach dem Datasheed entnehmen.

Der Scvaltungsaufwand ist minimal, hervorragend natürlich gerade wegen 
der Monopoti-Gleichsspannungsgesteuerten  Lautstärkereglung (Pin 2 u 8 
einfach vegbinden, an diesem Knoten liegt der Schleiferkontakt des 
Potis, der Anschluss links des Potis an GND und der Anschluss rechts des 
Potis mit dem Knoten des Pin 2 u 8 verbunden, genügt hier schon, da der 
IC über diese beiden Pins eine Referenzspannung (UB1/2) bereitstellt, 
die für die Lautstärkesteuerung genutzt werden kann. Weiterer Vorteil: 
Der TDA 7056 A(!) ist im DIP 16 und SODIP 16 erhältlich bei ELV,Conrad 
,Reichelt und weiteren und kostet nur ab 0,55€\Stück. Woanders sogar 
noch viel weniger. Und der efüllt deine Wünsche . Die Umbeschaltung ist 
nur auf die IC-Größenmaße eines üblichen 16-Pin-IC, also platzsparend- 
was will man mehr?

Feedback erwünscht.

von Carypt C. (carypt)


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Also,
Vielen Dank für die Beiträge.
Was lerne ich daraus ?: Es gibt Mikrocontroller-Möglichkeiten mit nur 
einem regelbaren Widerstand, sowie sicher auch völlig digital, die 
Stereo-Lautstärke zu regeln.
Der Paul wird vielleicht nicht antworten, seine Frage war ja von 2012.

Nimmt man jedoch analog nur einen Widerstand in der Masseleitung, so 
führt dies zu einer Stereoabbildverfälschung. Diese 
Stereoabbildverfälschung, nämlich der Stromfluß von einem Kanal zum 
anderen ist aber generell bei Kopfhörern immer present. Ist dieser 
Stromfluß zwischen den Kanälen eventuell als "Übersprechen" benannt ? 
Und, ist es besser hochohmigere Kopfhörer zu verwenden ?

danke carypt

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Carypt C. schrieb:
> Und, ist es besser hochohmigere Kopfhörer zu verwenden
> ?
Wofür sollte das "besser" sein?

> Ist dieser Stromfluß zwischen den Kanälen als "Übersprechen" benannt
> ?
Nein. Dieser Stromfluss ohne korrekte Masse an der richtigen Stelle 
nennt sich "Gebastel". Und dabei kann alles Mögliche herauskommen.

> Was lerne ich daraus
> ?
Offenbar gar nichts. Du sollt nicht PLENKEN.

: Bearbeitet durch Moderator
Beitrag #6800407 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6800752 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Carypt C. (carypt)


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Wie ich festgestellt habe, hat der Massewiderstand eine Wirkung auf das 
Stereoabbild. Die ganze Sache hat etwas mit "trinaural", surround 3.0 zu 
tun.
Die höhere Impedanz der Kopfhörertreiber würde den Potentialausgleich 
von Signal rechts nach Signal links über den gemeinsamen Massepunkt im 
Stecker, also das "Übersprechen" bzw Vermatschen der Stereoinformation 
begrenzen.

Man müßte das Übersprechen durch Verstärkung der Stereodifferenz 
ausgleichen. Letzendlich würde man versuchen die Monokompatibilität von 
Musiksignalen ins Stereo zu verbreitern, was natürlich die musikalische 
Freiheit des Mixes in Frage stellt.

Zwei Extra-Widerstände in den Signalzuleitungen hätten also auch eine 
Stereoabbildveränderung zur Folge. Die Pegel müssen nach Masse geregelt 
werden.
gruß carypt

von Rainer V. (a_zip)


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von Carypt C.

falls du der TO von 2012 bist, dann kann ich nur sagen, nix 
gelernt...und falls nicht, dann sage ich: hör' doch auf mit dem 
Blödsinn. Lautstärkeregelung durch Widerstand in der 
Masseleitung...gehts noch?? Und auch Übersprechen ist hier brutal 
sinnfrei demonstriert. Jeder anständige Entwickler arbeitet u.a. schwer 
daran, Übersprechen zu minimieren. Aber hier...und dann auch noch mit 
Surround ankommen. Ist alles mehr als hahnebüchen...aber spiel ruhig 
weiter...
Gruß Rainer

von michael_ (Gast)


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Rainer V. schrieb:
> und falls nicht, dann sage ich: hör' doch auf mit dem
> Blödsinn. Lautstärkeregelung durch Widerstand in der
> Masseleitung...gehts noch??

Lass doch.
Die Jugend will alles neu und besser machen.
Und pfeift auf die Erfahrung der Alten Säcke.

von NuexalsDummfughier (Gast)


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Eine ordentliche Moderation wuerde hier endlich mal den Sack zumachen.

von Karl B. (gustav)


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Carypt C. schrieb:
> Es gibt Mikrocontroller-Möglichkeiten mit nur
> einem regelbaren Widerstand

Hi,
finde noch eine analoge Schaltung mit IC Dual Attenuator EGC1439.
Das IC wurde verbaut, um den Signalweg so kurz und unkritisch wie 
möglich zu halten und die Bedienelemente "beliebig" patzieren zu können.
Mit einem Potidreh mehrere Signale steuern. Auch Soft-Fade war damit 
möglich. Einfach ein passender Kondensator an die Steuerspannung.
Die Cross reference wird noch was Passendes liefern. Da EGC1439 out of 
sale.
Eventuell:
Figure 4, Seite 8
https://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/FILES/lm13700.pdf

ciao
gustav

: Bearbeitet durch User
von Axel R. (axlr)


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Ein "Lämpchen" am Poti und zwei Fotowiderstände?
Wird aber n schlechten Gleichlauf geben. Aber: ginge!

von Karl B. (gustav)


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Axel R. schrieb:
> Ein "Lämpchen" am Poti und zwei Fotowiderstände?
> Wird aber n schlechten Gleichlauf geben. Aber: ginge!

Hi,
die alten Tonbandgeräte mit "Aufnahmeautomatik", die Übersteuerung 
verhindern sollte, arbeiteten mit Widerstands-Spannungsteiler,
wo ein Zweig mit Dioden oder Transistor als variabler Widerstand 
eingesetzt wurde. Nur war der "Regelbereich" etwas eingeschränkt.
Und das Pumpen durch die Lade/Entladezeitkonstanten der 
Integrationskondensatoren war noch verbesserungsbedürftig.
Sowas ähnliches findet man auch bei Elektronenorgeln bei Perkussion etc.
Wie gesagt, die OTAs findet man sogar in Markengeräten. Viele aber als
Spezial-Ics. Schwer zu beschaffen.
Sicher haben die auch Nachteile, vor allem Rauschen und Klirren.

ciao
gustav

: Bearbeitet durch User
von michael_ (Gast)


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Karl B. schrieb:
> Hi,
> finde noch eine analoge Schaltung mit IC Dual Attenuator EGC1439.

Er will aber keine IC!
Siehe seinen Eingangspost.

Mit IC gibt es genug Lösungen.
Diskret auch mit FET.

von Karl B. (gustav)


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Paul H. schrieb:
> da ich keine vernünftigen Stereo-Potis mit Schalter finde muss ich wohl
> auf ein Mono-Poti mit Schalter ausweichen.

michael_ schrieb:
> Er will aber keine IC!
> Siehe seinen Eingangspost.

Hi,
dann eben normales Poti und Schalter extra.
Ganz einfach.
Warum müssen es immer diese Poti-Schalter-Kombinationen sein?
Die "krachen" leicht in der Endstellung. Deswegen auch wohl aus der Mode 
gekommen.

ciao
gustav

von Carypt C. (carypt)


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Zumindest gegen das Kratzen der Potis hilft etwas Öl oder Schmierfett 
auf der Schleifbahn gut. Kennt ja wohl Jeder.
Mit Transistoren kenne ich mich nicht genug aus, da kann ich nicht 
mitreden,
sry. Ich danke trotzdem.

gruß carypt

von Mani W. (e-doc)


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NuexalsDummfughier schrieb:
> Eine ordentliche Moderation wuerde hier endlich mal den Sack zumachen.

Und wieder mal eine unqualifizierte Meldung eines Gastschreibers!

Wenn Du ein Problem damit hast, dann schreibe einen Mod an, der wird
Dir sicher weiterhelfen!

: Bearbeitet durch User
von Patrick L. (Firma: S-C-I DATA GbR) (pali64)


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Warum nimmst du nicht ein VCA?

Die sind extra dafür gemacht.
Da kannst du mit einem Poti so viele Audiokanäle, ohne Übersprechen 
steuern wie du willst.

von Mani W. (e-doc)


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Patrick L. schrieb:
> Warum nimmst du nicht ein VCA?
>
> Die sind extra dafür gemacht.

Sprich: Voltage Controlled Amplifier

Solche habe ich in meinem Formant...

von Moses (Gast)


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Lothar M. schrieb:
> Du sollt nicht PLENKEN.

Das elfte Gebot: Du sollst den Moderator nicht ärgern.

von Karl B. (gustav)


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Carypt C. schrieb:
> Zumindest gegen das Kratzen der Potis hilft etwas Öl oder Schmierfett
> auf der Schleifbahn gut.

Hi,
wieder so ein irreführender Hinweis.
Gerade diese Hilfsmittel führen auf Dauer zur Zerstörung der sauberen 
Kontaktgabe der Kohleschicht. Öl und Fett haben da absolut nichts zu 
suchen.
Wenn überhaupt Oxidlöser, dann für die beweglichen Metallteile.
Höchstens Reinigung mit kurzer Einwirkungszeit und dann Ausspülen des 
Kontaktreinigers. Wird oft vergessen. Ergebnis: Gerade durch 
Kontaktreinigung Zerstörung.
Du hast wohl noch nie die Konstruktion eines Potis mit Schalter gesehen.
Und gerade kurz vor der Endstellung geht Schleifer auf den Übergang zur 
metallisierten Bahn.
Gerade da kommt es auf die Dauer zu Kontaktunsicherheiten, die sich im 
Krachen äußern.
Da wirst Du mit Öl oder Fett nichts bewirken.

Mani W. schrieb:
> Sprich: Voltage Controlled Amplifier

Will TO doch nicht. Vorschläge hatte ich auch schon gemacht.
Beitrag "Re: Lautstärkeregler für Stereo-Signal mit Mono-Poti?"

ciao
gustav

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