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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Nach Stromschlag EKG


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von Michael (Gast)


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Hallo,
die meisten von euch kennen ja die Aussage das man nach einen 
Stromschlag ins Krankenhaus zum 24h EKG gehen soll. Jetzt würde mich mal 
interesieren wie das bei euch im betrieblichen Alltag aussieht. 
Schickt euch der Chef nach nen Stromschlag ins Krankenhaus? Wie sieht es 
da insbesondere bei AZUBIs für die man ja teilweise noch andere 
Verantwortung hat (minderjährig etc.). Ich rede hier nicht von den ganz 
großen schlägen bei dem man da sowieso schon am Boden liegt sondern von 
dem Fall wo man mal eine an 230V gebacken bekommt.
Bin mal gespannt auf nicht zu trollige Antworten.
Gruß
Peter

: Verschoben durch Moderator
von Mewa (Gast)


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Ich habe es bis jetzt auch ohne EKG jedesmal gekonnt überlebt. Falls Dir 
das öfter passieren sollte, würde ich mir an Deiner Stelle allerdings 
Gedanken über eine strukturiertere Arbeitsweise machen. Außerdem: würdes 
Du jedesmal sofort zum Chef rennen, damit Du vor allen anderen als 
Blödmann abgestempelt wirst? Das gibt so schnell nämlich niemand zu. Und 
nicht zu vergessen: der folgende Ärger, denn (Stromschlag == 
Nichteinhalten der 5 Sicherheitsregeln) und damit Verstoß gegen UVV!

von Floh (Gast)


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Mewa schrieb:
> Ich habe es bis jetzt auch ohne EKG jedesmal gekonnt überlebt.

Klar, wenns anders wäre würdest du nicht schreiben :-)

von Der Biber (Gast)


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Bei leichten Schlägen hat uns der Meister gefragt ob wir gehen wollen. 
Nur im Ernstfall wüsste er von nix :)

Galt natürlich nur wenn der der eine gewischt bekommen hat noch normale 
Farbe hatte und anhand der Unfallbeschreibung (Wie hoast'n des zom 
broacht?) relativ sicher war das der Strom nicht übers Herz is...

von Wichtel (Gast)


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Ich kann nur soweit berichten, dass ich während meiner Ausbildung (vor 5 
Jahren) mal eine gefegt bekommen hab und Chef bzw. Meister ca. 2m 
entfernt gesessen und das ganze somit auch beobachtet hat, spätestens in 
dem Moment wo sich mein Stuhl blitzartig nach hinten rollte.

Ich hatte zwar vermutlich eine direkte Durchströmung zwischen beiden 
Händen an 230V, allerdings sind der Lehrwerkstatt in den Werkbänken 
besonders empfindliche FI-Schalter mit 10 mA Auslösestrom eingebaut die 
ich seitdem sehr schätze. ;)

Er hat mich dann direkt angesprochen und wohl festgestellt dass es kein 
sonderlich kritischer Vorfall war, musste nirgendwohin, durfte den FI 
wieder einschalten (Diesmal den Stecker vorm Löten ziehen....) und nach 
10 min. Beruhigung weiterarbeiten.

Habe mich mit dieser EKG-Empfehlung jetzt nicht sonderlich 
auseinandergesetzt, nehme aber an dass es keine zwingende Vorschrift 
ist. Der Meister ist u.A. Sicherheitsbeauftragter und in der 
Prüfungskommission, und auch sonst recht aktuell was Vorschriften und 
Richtlinien angeht. Daher vermute ich dass er nicht in Unwissenheit 
handelte.

von Mewa (Gast)


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Das Problem ist ja, dass u.U. auch nach Jahren noch Reaktionen auf das 
Geschehen auftreten können. Ist zwar eine Seltenheit, aber nicht ganz 
ausgeschlossen. Daher die Empfehlung mit dem EKG.

von H.Joachim S. (crazyhorse)


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Tja, das letzte Mal ist wohl >20 Jahre her bei mir.
Und so dämlich, dass man es kaum glauben kann. Hatte in meiner 
Werkzeugtasche einen von diesen Uhrmacherschraubendrehern (Ganzmetall) 
und wollte damit das gerade ausgewechselte Wasserventil einer 
Waschmaschine wieder anklemmen. Ich habe ehrlich gesagt in dem Moment 
überhaupt nicht bemerkt, dass das ein ganz und gar ungeeignetes Werkzeug 
war. Mir war schon bewusst, dass ich da blöderweise unter Spannung 
arbeitete. Aber das Schraubendreher-such-Programm lief absolut im 
Unterbewusstsein.
Die Klingengrösse passte übrigens perfekt zur Lüsterklemme....
Seitdem gabs nichts mehr. Es wird komplett ausgeschaltet oder , wenn es 
nicht anders geht, Trenntrafo und die Ein-Hand-Methode.

von Alois N. (alois)


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Bei uns in der Automobilindustrie ist es so,
das wenn du eine gewischt bekommst, der Chef
dich sofort zum Werksarzt und der dich gleich
mit einem Krankentransport zur 24h Überwachung
ins Krankenhaus schickt.

Gruss Alois ;)

von Benjamin K. (benjamin92)


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Also mich hats schon manchmal erwischt, aber ich musste noch nie zum 
EKG, bei uns in der Schule würde das theoretisch ernst genommen, aber 
ich sag den Lehrer das einfach nicht, da ich weiß, wenn es mir gut geht, 
hatte bis jetzt immer recht.

von mhh (Gast)


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Alois Neumann schrieb:
> Bei uns in der Automobilindustrie ist es so,
> das wenn du eine gewischt bekommst, der Chef
> dich sofort zum Werksarzt und der dich gleich
> mit einem Krankentransport zur 24h Überwachung
> ins Krankenhaus schickt.

Weil ihr nur 12V gewöhnt seit. 24 V ist da schon wie eine Prämie.  :)


Ein Stromschlag ist ernst zu nehmen, denn Chef und Kollegen sind nur 
Hobbyärzte. Lieber umsonst kontrolliert als den Aufstieg vollzogen.

von batschhatsgmacht (Gast)


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Hallo,

auch mir hat's schon eine geschossen. Da es über die Hände ging bin ich 
zum Arzt. Auch ich hing an einem EKG und war froh darüber. Hatte einen 
Aussetzer. Bei dem es aber glücklicherweise blieb. Ich stelle mich 
lieber als Depen da als nachher gar nicht mehr stehen zu können.

von Tjaja (Gast)


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Michael schrieb:
> Gruß
> Peter

Zweitname?

von ElektroMann (Gast)


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Bin bei einem größeren EVU. Betriebliche Vorschriftnach Kontakt mit 
einer Spannung größer Schutzkleinspannung ist ein EKG aufenthalt im 
Krankenhaus.

Bei uns am stanort gabs da auch leide vor Jahren einen Todesfall. Ein 
Monteur hatte Vormittags bei der Abreit eine teilweise 
Körperdurchströmung (230V). Er sagte aber keinem etwas davon. Abends war 
ein Fussballspiel der Werksmanschaft. Da ist er dann auf dem Speilfeld 
zusammengebrochen. Trotz CPR benühungen von anwesendem Rettunssanitäter 
ist er verstorben. Später wurden dann auch die Strommarken am Körper 
bemerkt und der HI darauf zurückgeführt.

Seit dem sind sie bei uns soetwas von "übergenau" bei Stromunfällen...

Und ich empfinde dies als gut!

von j. c. (jesuschristus)


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Wenn es wirklich einen echten Stromunfall gegeben hat, also nicht 
"bisschen gekribbelt", wird bei uns in der Firma jeder sofort in die 
Notaufnahme gefahren. Automatischen Defi haben wir auch für Notfälle. 
Gerade bei älteren Arbeitnehmern und Azubis ist es völlig 
unverantwortlich, da Luft ranzulassen.
Ein Kunde von uns ist neulich kurz weggesackt (hat nix mit Strom zu 
tun), meinte dann es geht schon, aber eine Angestellte hat ihn in die 
Klinik gefahren und tata: Lungenembolie. Er wäre da beinahe dran 
draufgegangen! Also merke: auch läppisch wirkende Vorkomnisse können 
böse Folgen haben.

von Carsten S. (dg3ycs)


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j. c. schrieb:
> Also merke: auch läppisch wirkende Vorkomnisse können
> böse Folgen haben.

GENAU DAS!

ICh war auch lange lange Zeit sehr unbesorgt dabei. gerade als Schüler 
habe das eine oder andere mal eine gefegt bekommen, blöde Geschaut, 
geflucht und 5minuten Später weitergebastelt.

Seit vor einigen JAhren (müsste so 6-7 Jahre her sein) nach genau so 
einem Unfall -kurz an 230V gekommen- in meiner Unmittelbarer 
NAchbarschaft jemand in meinem Alter zu TOde gekommen ist denke ich 
anders darüber.

Freund der Tochter ist zu besuch. Bekommt, wenn ich das jetzt richtig in 
Erinnerung habe, am Gartenteich aufgrund einer defekten Pumpe einen 
gewischt, geht ins HAus, erzählt das... Kurze Zeit später wird ihm 
schlecht und er fällt um. Trotz sofortigen Rettungseinsatz mit 
großaufgebot incl. Hubschrauber war es das dann für Ihn.

Bei einem wirklich kurzen Kontakt mit 230V ist ein 24h 
Krankenhausaufenthalt sicher übertrieben. Aber ein EKG sollte auf jeden 
Fall gemacht werden.

Bei einem solchen Stromschlag können Herzrythmusstörung einsetzen die 
man nicht spürt, die aber noch 48h später zum tödlichen HErzversagen 
führen können! Mit einem EKG können die sofort Ausgeschlossen werden, 
bzw. in den wirklich seltenen Fällen der festgestellung Gegenmaßnahmen 
eingeleitet werden.

Bei längerem Kontakt (wenn man wirklich an 230V "GEKLEBT" hat) oder bei 
höherer Spannung kann es zudem auch entlang des Stromweges Innerhalb des 
KÖRPERS zu Zellschäden gekommen sein welche durch Zersetzungsprozesse 
dann das Blutbild dermaßen Verändern das es Lebensgefährlich wird. Aus 
diesem Grund ist in solchen Fällen das 24-48h Monitoring im Krankenhaus 
mit regelmäßiger Blutwertkontrolle nötig. Wenn dann nach 24h weder eine 
Verschiebung im Blut noch eine Unregelmäßigkeit bei der Herztätigkeit 
festgestellt wird ist dann aber auch hier sicher das es keine Gefahr 
mehr gibt.

SICHER:
Gerade wenn man nur kurz Kontakt hatte ist die Wahrscheinlichkeit das 
etwas schlimmes passiert sehr geringt. Wahrscheinlich soagar nur 1:100 
oder noch kleiner. Nur was hat man davon wenn es vor einem in der Firma 
oder Bekanntenkreis 99* gut ging, man selbst aber dann die unglückliche 
nummer 100 ist.

Gerade ein normales EKG dauert nur 5Minuten, Wenn man direkt bei der 
Sprechstundenhilfe den Grund des kommens angibt ist man auch sofort im 
Behandlungsraum, ohne Wartezeit.
Diese 5 Minuten -lasst es mit Anfahrt 15Minuten sein- können aber den 
unterschied zwischen Leben und Tod ausmachen.
Und der Tod dauert etwas länger!

Wenn man statt zum Arzt allerdings direkt ins Krankenhaus geht (was nach 
einem längeren Kontakt/höherer Spannung auf jeden Fall ratsam ist) 
werden die einen in den meisten Fällen sicher aber auch bei nur 
kurzzeitigen Kontakt auf jeden Fall 24h dabehalten um wirklich jedes 
Risiko ganz sicher auszuschließen...

Wobei ich jetzt aber nichts über die Abläufe in der Firma/im Beruf sagen 
kann. In der Ausbildung haben wir das in der Unterweisung beigebogen 
bekommen in einem solchen Fall IMMER Bescheid zu geben und Ärtzlichen 
Rat einzuholen - Aber passiert ist mir bei Beruflicher Tätigkeit noch 
nie etwas. Seit beginn meiner Ausbildung war das immer in der Freizeit 
und hatte nichts mit der Arbeit oder Hobby zu tun. Z.B. die Defekte 
Mikrowelle eines Bekannten, oder die falsch angeschlossene Deckenlampe 
einer Freundin wo ich nur die Birne tauschen wollte. (Phase auf 
Gehäuse... wer rechnet mit soetwas - hat aber 2Jahre lang so 
funktioniert!)

Gruß
Carsten

von Senfdazugeber (Gast)


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H.joachim Seifert schrieb:
> die Ein-Hand-Methode.

Davon bekommt man aber andere Probleme wie Gehirnerweichung und 
Rückenmarkschwund (zumindest laut katholischer Kirche).

von Wilhelm F. (Gast)


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Ein alter Professor sagte immer:

Warum ist der Mensch nicht stromresistent?

Antwort:

Na, weil die Evolution es bisher nicht geschafft hat, den Menschen 
stromresistent zu machen. Jeder, der mit Strom in Berührung kommt, fällt 
für die Fortpflanzung aus.

Ja, so kann man das ein wenig sehen. ;-)

Der kannte auch die schönsten Leichen bei verschiedenen KV-Spannungen, 
und erzählte immer von Leuten, mit denen er vergangenes Jahr noch 
gemütlich am Biertresen stand, die inzwischen im Mast verdampft sind... 
;-)

Es mag zwar maches erfunden sein, aber genau so viel sicher auch wahr. 
Ich liebte seine Geschichten.

von Bürovorsteher (Gast)


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Bei Stromschlag an damals (TM) noch 220 V im VEB war es Pflicht, eine 
Funktionskontrolle per EKG zu machen.
Als Abteilungsleiter hatte ich einen solchen Idioten, der es 
fertigbrachte, die Steckdose (unbefugt) auseinanderzubauen und einen 
gewischt zu bekommen.
Also schickte ich ihn in Begleitung eines Kollegen (war Pflicht) zur 
nächsten Poliklinik.
Das EKG zeigte keine Auffälligkeiten, ein Glück auch. Ich als 
Vorgesetzter konnte mir wegen des Trottels dann noch einen Anschiss beim 
Arbeitsschutzinspektor abholen.

Trotz allem Ärger: EKG machen lassen, ist besser für sich selbst, da 
niemand voraussagen kann, was innerhalb der nächsten Stunden passiert.

von Uwe (Gast)


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Fall 1:
Sagen wir du kriegst eine Gewischt und sagst nichts. Du gehst nach Hause 
zu Frau und Kindern bekommst Kammerflimmern und stirbst zuhause. Falls 
du ne Lebensversicherung hast kannst du noch von Glück reden.

Fall 2:
Sagen wir du kriegst eine Gewischt und sagst bescheid. Du gehst ins 
Krankenhaus 24h EKG usw. Du gehst nach Hause zu Frau und Kindern 
bekommst Kammerflimmern und stirbst zuhause. Der Arbeitsunfall ist aber 
schriftlich festgehalten und das Kammerflimmern eine Folge dessen. Dann 
Zahlt schon mal die Berufsgenossenschaft bzw. Unfallversicherung. Falls 
du ne Lebensversicherung hast zahlt die auch.

Welcher von beiden Fällen gefällt dir besser ?

von Peter II (Gast)


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Fall 3

Ich gehe nach Hause mache ein Kind, und hoffe das durch meine Erfahrung 
mit dem Strom das Kind die passenden Gene entwickelt damit die nächste 
Generation nicht mehr so empfindlich auf Strom reagiert.


Bei mir hat es auch schon das eine oder andere mal an der Hand 
gekribbelt, aber jeweils immer nur an einer Hand und noch nie so schlimm 
das es auf der Haut spuren hinterlassen hat. Da habe ich einfach weiter 
gearbeitet.

von ronnysc (Gast)


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Lasst Euch ein EKG schreiben ob Vorhofflimmern oder andere 
Unregelmäßigkeiten (Rhythmusstörungen) zu sehen sind. Solch ein 
Stromschlag kann zum Herzflimmern nach Stunden führen. Wenn man da 
irgendwo zu Hause liegt ist es zu spät.
Ich habe das große Glück in einer Klinik zu arbeiten. ;-)

von Ing mit Berufsausbildung (Gast)


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wie siehts aus wenn man aufgrund elektrostatik eine gewischt bekommt? 
Also an ner Türklinke, beim Aussteigen ausm Auto ? Auch EKG machen 
lassen ?

von Steel (Gast)


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ronnysc schrieb:
> Lasst Euch ein EKG schreiben ob Vorhofflimmern oder andere
>
> Unregelmäßigkeiten (Rhythmusstörungen) zu sehen sind. Solch ein
>
> Stromschlag kann zum Herzflimmern nach Stunden führen. Wenn man da
>
> irgendwo zu Hause liegt ist es zu spät.
>
> Ich habe das große Glück in einer Klinik zu arbeiten. ;-)

Wenn es nach Stunden dazu führt dann ist da vorher nix zu sehen. Das 
Problem ist dann dass Blut geronnen ist und irgendwann irgendwo etwas 
verstopft.

von Steel (Gast)


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Ing mit Berufsausbildung schrieb:
> wie siehts aus wenn man aufgrund elektrostatik eine gewischt bekommt?
>
> Also an ner Türklinke, beim Aussteigen ausm Auto ? Auch EKG machen
>
> lassen ?

Ne, da reicht ein Tritt in den Arsch.

von Udo S. (urschmitt)


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Ing mit Berufsausbildung schrieb:
> wie siehts aus wenn man aufgrund elektrostatik eine gewischt bekommt?
> Also an ner Türklinke, beim Aussteigen ausm Auto ? Auch EKG machen
> lassen ?

Nein, am besten vorsichtig über das rechte Ohrläppchen entladen.

von Wilhelm F. (Gast)


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Ing mit Berufsausbildung schrieb:

> Also an ner Türklinke, beim Aussteigen ausm Auto ?

Inzwischen fasse ich vor dem Aussteigen mit der linken Hand an den 
Türrahmen, und setze erst dann einen Fuß auf die Straße. Problem gelöst.

Vor Jahrzehnten hatten viele Autos ein Leitgummiband am Wagenboden, 
welches die Straße berührt. Nach einiger Zeit ist es aber abgewetzt, und 
berührt die Straße nicht mehr. Diese Bänder habe ich seit den 1970-ern 
nie mehr gesehen. Im Grunde könnte man die Reifen ein wenig leitfähig 
machen.

von Michael K. (charles_b)


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Was heißt schon Stromschlag? Gut und Bösen liegen da oft eng 
nebeneinander. Guggst du:

Youtube-Video "Mr. Bean Defibrillating"

von Seminarteilnehmer (Gast)


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von Florian *. (haribohunter)


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Bei uns hat ein Kollege einen geballert gekriegt, dies gemeldet und 
durfte anschließend die Nacht im Krankenhaus auf Intensiv die Decke 
anstarren. Dort ist auch kein Fernseher und kein Handy. Er ist sich 
sicher nie wieder etwas nach Oben zu melden.

von katombo (Gast)


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Die Reifen sind angeblich leitfähig...

gemessen hab ich es noch nicht nur gelesen

von Didi S. (kokisan2000)


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Ich habe personelle Verantwortung (inklusive Azubis) und unterstütze 
ganz bewusst eine Atmosphäre in der meine Mitarbeiter den Mut haben, 
über Fehler zu sprechen. Jeder kommunizierte Unfall wird unterstützt in 
aller Konsequenz. EKG ist Pflicht bei uns, das wir vor meiner Zeit schon 
fast einen Unfall mit dramatischem Ausgang hatten. Das Herzflimmern kam 
damals erst Stunden nach dem Stromschlag.
Die meisten Strom-Unfälle passieren am späten Nachmittag. Die Kollegen 
bleiben dann meist bis 22-23 Uhr im Krankenhaus und verlassen dann auf 
eigenen Wunsch (gegen Unterschrift) die Obhut des Krankenhauses. Das ist 
ok, ich als Vorgesetzter bin dann zumindest abgesichert.

Übrigens arbeiten wir bis 5kV, da wird es dann richig "spannend".

Gruß
kokisan

von Neulich mit Vorhofflimmern (Gast)


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Ich hatte vor über einem Jahr einen leichten Stromschlag, es hat nur ein 
bissel gekribbelt, ging allerdings über beide Hände und ich bin tierisch 
erschrocken, selber schnell am Hals Puls gefühlt, alles i.O., nicht zum 
Arzt....

Jetzt hatte ich (nach über einem Jahr!) ein Vorhofflimmern, wovon das 
kommt weiß keiner...

Wenn man mal Vorhofflimmern hat, und der Puls wahllos zwischen 80 und 
180 hin und her springt, denkt man über einiges etwas anders nach.

von Wilhelm F. (Gast)


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Neulich mit Vorhofflimmern schrieb:

> Jetzt hatte ich (nach über einem Jahr!) ein Vorhofflimmern, wovon das
> kommt weiß keiner...

Im Rahmen von Gefäßerkrankungen bei mir selbst, und Internetrecherche 
dazu, geriet ich mal am Rande zum Thema Myokardinfarkt, neuere 
Bezeichnung für Herzinfarkt. Vorhofflimmern tritt gerne als Vorbote auf, 
wenn der Herzmuskel vorgeschädigt ist, oder Gefäßverschlüsse drohen (man 
wird ja mal älter, und zwar täglich, schleichend). Nach einem 
Herzinfarkt ist der Herzmuskel sowieso irreversibel geschädigt. Solche 
Leute sind dann gelegentlich Kandidaten für einen Herzschrittmacher.

Oder für das schwarze Auto, wenn man den Arzt unbedingt vermeidet.

Aber ob so eine Vorschädigung schon durch einen mäßigen Stromschlag 
entstehen kann?

Zum Arzt gehen schadet aber nicht. Die Arztpraxen haben heute oft ein 
eigenes EKG-Gerät, nach 2 Minuten ist man schon wieder draußen. Im 
Augenblick bin ich auch Dauerkunde beim Arzt, 2-3 mal wöchentlich. Hat 
mit Strom aber nichts zu tun. Auch daran gewöhnt man sich, wenn es denn 
sein muß. Ein Langzeit-EKG über 24 Stunden ist heute auch kein Thema 
mehr. Vor ein paar Monaten bekam ich ein mobiles Gerät angehangen, mit 
dem ich mich frei bewegen konnte. Größenordnung modernes Handy. Nicht 
wie früher, Format Zuse Z1. Also man muß für sowas nicht mehr stationär 
im Krankenhaus liegen.

von Cyblord -. (cyblord)


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Wilhelm Ferkes schrieb:

> Vor Jahrzehnten hatten viele Autos ein Leitgummiband am Wagenboden,
> welches die Straße berührt. Nach einiger Zeit ist es aber abgewetzt, und
> berührt die Straße nicht mehr. Diese Bänder habe ich seit den 1970-ern
> nie mehr gesehen. Im Grunde könnte man die Reifen ein wenig leitfähig
> machen.

Das kommt nicht durch die isolierenden Reifen, das ist eine Legende. Ab 
und an sehe ich aber noch Autos mit Bändchen.
Das kommt vor allem durch das Reiben der Kleidung am Sitzpolster.

Wo ich wirklich immer eine gewischt bekomme ist im Supermarkt beim 
Einkaufswagen schieben. Keine Ahnung was da los ist.

gruß cyblord

von Christian B. (luckyfu)


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cyblord ---- schrieb:
> Wo ich wirklich immer eine gewischt bekomme ist im Supermarkt beim
> Einkaufswagen schieben.

Dagegen hilt es, die Schraube, mit der der Griff Montiert ist beim 
Schieben immer mit zu berühren. (Sofern es diese gibt natürlich nur)

Gegen Stromschläge am Auto hilft es vorm betreten des Erdbodens die Tür 
anzufassen und bis nach der "Bodenberührung" nicht wieder loszulassen.
Man merkt auch dann die Entladung manchmal, durch die große 
Kontaktfläche schmerzt es jedoch nicht.

von reverse (Gast)


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Bekommt man von Ledersitzen im auto keinen Schlag? Mein Auto hat Sitze 
mit Stoffbezug und ich bekom öfters mal ein Schlag beim Aussteigen.

Vom Einkaufswagen oder auch nur von (Treppen-)Geländer im 
Ainkaufszentrum gibt auch hin und wieder mal ein Schlag.

Normale Kleidung, Kunstoffsohlen, Jeans, sonst Baumwollsachen an.

von Matthias P. (Firma: privat) (sogge)


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Also bei mir in der "alten" Firma warn die Schaltchränke usw. extrem 
veraltet und die Kabel/drähte oft mal aufgeschmolzen. Da hats mir eig 
2-3 mal im Monat eine gewischt (230V) und ich hab noch nie ein EKG 
geamcht :).
230V is ja fast noch Schutzkleinspannung :-P


PS; Auch als Azubi is das öftes passiert

von Neulich mit Vorhofflimmern (Gast)


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>Da hats mir eig 2-3 mal im Monat eine gewischt (230V) und ich hab noch nie >ein 
EKG geamcht :).

Jeder wie er's braucht!

von Wilhelm F. (Gast)


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Neulich mit Vorhofflimmern schrieb:

>>Da hats mir eig 2-3 mal im Monat eine gewischt (230V) und ich hab noch nie >ein
> EKG geamcht :).
>
> Jeder wie er's braucht!

Gelegentlich bekam ich nur mal einen zwischen zwei Fingern der selben 
Hand gewischt, nicht durch den ganzen Körper. Dann schmerzen die Finger 
eben mal 2 Minuten...

Warst du inzwischen mal beim Arzt?

von Leah R. (ginsin)


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Ich glaub es ist auch nicht die Frage ob dich der Chef schickt, denn du 
bist ja selbst verantwortlich für dienen Körper und wenn du das Gefühl 
hast du möchtest gehen, dann geh ins Krankenhaus, da kann sich keiner 
aufregen.

von Dipl.-Gott (Gast)


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Michael schrieb:

> Ich rede hier nicht von den ganz
> großen schlägen bei dem man da sowieso schon am Boden liegt sondern von
> dem Fall wo man mal eine an 230V gebacken bekommt.

Es hängt vom Weg des Stromes ab.
Solange nichts übers Herz geht, bist Du i.O.

Ich arbeite tagtäglich streckenweise in der tiefsten Praxis (im 
Prüffeld), bin aber streng genommen Theoretiker und definitiv kein 
Elektriker oder ne 'Elektrofachkraft'. Ich fasse desöfteren Stecker 
unsachtsam an, oder Sachen liegen auf Potential, die keines haben 
sollten oder die nicht mit Hilfe der 5 goldenen Regeln deaktiviert 
werden können. Das sind 'Stromschläge' von Finger zu Finger. Tut weh, 
aber nicht gefährlich, wenn es in der Hand bleibt. Die deutschen 230 V 
fatschen allerdings mehr als die amerikanischen 120 V. :-)

Deswegen: isolierendes Schuhwerk und nie nen Stromweg von Hand zu Hand 
(= über den Oberkörper) bilden.


Mit den großen Kondensatorbänken zur Erzeugung von Synthetikspannungen 
z.B. ist das schon eine andere Liga, und wie! Das fährt durch dich, haut 
dich um oder tötet dich. Danach unzweifelhaft mindestens 24 Stunden EKG.



Grüße

von walTTer (Gast)


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Neulich mit Vorhofflimmern schrieb:
> Jeder wie er's braucht!

Wenn mein Lehrmeister Spannung an einem Draht prüfen wollte, dann 
benetzte er seinen Zeigefinger mit Spucke und schlug leicht mit dem 
Finger gegen die Drahtspitze.
Wenn Spannung da war rief er aus und obwohl es 45 Jahre her ist weiß ich 
es wie heute: "Teufel Teufelchen da ist Saft drauf" und bewegte seine 
Hand hin und her als wenn er sich verbrannt hätte.

von Neulich mit Vorhofflimmern (Gast)


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>Warst du inzwischen mal beim Arzt?

sonst wüßte ich nix vom Vorhofflimmern, das diagnostiziert man schlecht 
zu Hause (mit selbstgebasteltem EKG)...

Es ist unklar obs bei mir ein Stromunfall war oder andere Ursachen 
hatte. der Strom muß auch nicht zwangsläufig übers Herz fliessen, es 
reicht wenn man tierisch erschrocken ist, weil man nicht damit gerechnet 
hat.

"...zu Tode erschreckt..." kommt nicht von ungefähr.

von Wilhelm F. (Gast)


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Neulich mit Vorhofflimmern schrieb:

> Es ist unklar obs bei mir ein Stromunfall war oder andere Ursachen
> hatte.

Dann kannst du das EKG nur mal vielleicht halbjährlich wiederholen 
gehen. Um statistische Änderungen fest zu stellen.

Es ist aber gut, wenn die Daten fest gehalten werden.

Ich habe was ganz anderes, nix mit Strom. Der Verlauf kann im Augenblick 
auch nur statistisch beobachtet werden.

Und es ist auf jeden Fall gut, wenn es einen dokumentierten Verlauf 
gibt.

von xyz (Gast)


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Vorhofflimmern tritt sehr häufig auf. Die meisten Leute wissen davon 
nichts. Es lässt sich auch nicht ermitteln, ob ein vergangener 
Stromschlag die Ursache davon ist.

von Lebenskünstler (Gast)


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> Re: Nach Stromschlag EKG

Bei 15 KV Bahnstromleitung kannst du dir das EKG sparen !

von Georg A. (georga)


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> Bei 15 KV Bahnstromleitung kannst du dir das EKG sparen !

Es soll Leute geben, die sowas initial überlebt haben. Wenns da dumm 
läuft, kann das dann auch ein Dauer-EKG auf der Intensivstation sein...

von Wilhelm F. (Gast)


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Georg A. schrieb:

> Es soll Leute geben, die sowas initial überlebt haben.

Ich kannte einen. Der war danach etwas geschrumpft, und natürlich 
Invalide.

An einem nahen Güterbahnhof hängen an jedem Mast gelbe Warnschilder, wo 
ein Waggon drauf abgebildet ist, und eine Leiter, und ein Strichmännchen 
mit einem Fuß an der Leiter. Da ein roter Querstrich durch gezogen. Die 
Verlockung ist da wohl manchmal groß, von oben in eine Kipplore hinein 
schauen zu wollen, wie der Inhalt ist. ;-)

von Basti (Gast)


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Sagt, ich habe an einer Steckdose einen gewischt bekommen...

Ich habe dort 2 Kabel (schwarz und gelb grün) ich meine ich bin gegen 
das Schwarze gekommen, da es weiter raus steht.

Ich bin mit meinem linken Bein durch Jogginghose dran gekommen. Keine 
Sekunde. Es war wie ein komisches Kribbeln, was sich etwas vibrierend 
anfühlte. Stelle ist etwas über dem Knie gewesen, und eben durch die 
joggin Hose.

Eine Wunde gab es keine, weh tat die Stelle am Bein auch nicht. Hatte 
halt einen Schock und zitterte demnach eine Weile etwas.

Das ganze ist nun über 24h her.

Bin ich nun aus der Gefahrenzone?
Fühle mich eigentlich ganz normal nur etwas im arsch und erfürchtig was 
Strom angeht. Ich idiot habe Wandpanele angebracht und musste dafür die 
Löcher für Steckdosen machen, habe auch Strom weg genommen aber wohl 
wieder irgendwann rein gemacht da Licht benötigt wurde, nach dem Motto 
ich komme schon nirgends gegen...

Passt auf euch auf.
Mit Pech hebelt es einen aus dem Leben.


Eure Meinungen ?

Grus

von Basti (Gast)


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Achso ich hatte zum Zeitpunkt ein Kunststoff Panel in der Hand und stand 
auf einem Kunststoff Vinyl boden.

von Basti (Gast)


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Noch etwas unternehmen oder das ganze als Lehre betrachten und ich 
einfach Glück hatte nur kurz dran gewesen zu sein und eine Jogginghose 
an hatte und das Bein somit nicht pur erwischt wurde?

Strom ist schon eine Sache für sich. Meine Ansicht und mein Respekt hat 
sich nun geändert nichts mehr ohne doppelte Absicherung, kein arbeiten 
in Räumen mit offenen Kabeln...

Habt eine schöne restwoche

von Rick Sanchez D. (pickle_rick)


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Michael schrieb:
> Hallo,
> die meisten von euch kennen ja die Aussage das man nach einen
> Stromschlag ins Krankenhaus zum 24h EKG gehen soll.

Also, ich war letztes Jahr im KH, weil ich abends mit dem Finger (aus 
reiner Dummheit) zwei Phasen am Neozedblock (noch vor dem RCD) gebrückt 
hatte.

Ich bin dann ins KH, weil die Strommarken doch recht stark waren. 
Außerdem habe ich die Phasen mit dem linken Arm erwischt und das 
Kribbeln im ganzen Arm, übers Herz und bis in den Bauch gespürt. War für 
mich das erste Mal überhaupt :(

Im KH wurde dann ein EKG gemacht, keine Auffälligkeiten. Dann wurde ich 
über Nacht alleine gelassen, keine Überwachung, nichts. Nur das 24h EKG 
hatte ich anhängen, welches aber auf Nachfrage keine Alarm hätte geben 
können.

Eigentlich ist ein längerer Aufenthalt daher sinnlos, da es niemand 
mitbekommen hätte, wenn nachts etwas passiert wäre.

von JJ (Gast)


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Basti schrieb:
> Eure Meinungen ?

Mit größter Wahrscheinlichkeit ist dir nix passiert.
Aber einen Freibrief per Forum kann auch niemand geben.

Ich persönlich würde es (solange privat und keine BG dahntersteht) als 
Lehre verbuchen.

von oszi40 (Gast)


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Rick Sanchez D. schrieb:
> Nur das 24h EKG hatte ich anhängen,
> welches aber auf Nachfrage keine Alarm hätte geben können.

Neulich habe ich Bekannten in die Herzklinik eingeliefert. Das 24h-EKG 
war vorerst unauffällig. Erst nach einigen Tagen wurde etwas 
festgestellt. Nun hat er einen fest eingebauten Eventrecorder 
implantiert, der über BT mit dem Handy regelmäßig Daten an die Klinik 
liefert. Diese Daten werden überwacht.

von Joachim B. (jar)


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Michael schrieb:
> Schickt euch der Chef nach nen Stromschlag ins Krankenhaus?

dazu müsste er es erst mal mitbekommen,

ne ich habe schon wenig Stromschläge bekommen,
230V~
6kV
60kV

aber war immer zu beschäftigt deswegen loszurennen um ein EKG machen zu 
lassen, ja wenn ich gelegen hätte.....

aber auch dann wäre ich je nicht losgerannt, vielleicht hätte mich einer 
nach einer Woche gefunden, im Dienst kommt ja 2x die Woche die Putzfrau, 
da stehen die Chancen besser als daheim und deswegen daheim nur 
spannungsfrei oder mit 5V arbeiten

von Basti (Gast)


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Werde ich auch so tun, zumal das Ganze nun bald 40h her ist ohne 
Probleme. Klar war ich danach zittrig, aber der Schock war vermutlich 
fast größer als alles andere.

Mal blöd gefragt dämpft eine Jogginghose denn den Strom? Wie konnte er 
mir überhaupt erreichen? Habe die Spitze des Kabels quasi nur gestrigen 
für eine Sekunde.

Interessant ist auch zu wissen was macht es für einen unterschied direkt 
an der Hand einen Schlag zu bekommen oder wie ich nun am Bein ? Am Bein 
stelle ich mir sehr sehr selten vor :D

Und war es in dem Moment förderlich das ich auf einen Kunststoff Boden 
stand und ein Kunststoff Paneel in der Hand hatte m, welches Ich 
befestigen wollte, oder spielen diese Faktoren keine Rolle und der 
Schlag war genau gleich als hätte ich pur dran gefasst mit der Hand?

von Basti (Gast)


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Ich meine, Floss der Strom dann überhaupt durch den ganzen Körper (Herz 
) oder wie? Ich habe nur das besagte Kribbeln punktuell am Bein gehabt, 
ohne Wunde o.ä.

Oder ging der Strom durch den ganzen Körper und am anderen Bein wieder 
raus ? Wie stelle ich mir das etwa vor ?

Muss er zwangsläufig durch den kompletten Körper fließen? Da recht 
bodennah am Bein(kniehöhe) könnte er doch dort direkt wieder raus?
Lg

von Basti (Gast)


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Strom muss doch u.a. Den Widerstand vom menschlichen Gewebe übergehen, 
so meine ich zumindest es mal gehört zu haben. Und wennmsn nur eine 
Sekunde dran hing die Chance bestehen kann, das der Strom gar nicht bis 
zum Herz gekommen ist vom Bein. Ja ich rede mir das Thema schön, aber 
vielleicht habe ich ja teilweise recht.

Lg

von Rick Sanchez C. (Firma: Zitadelle der Ricks) (pickle_rick)


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Basti schrieb:
> Mal blöd gefragt dämpft eine Jogginghose denn den Strom? Wie konnte er
> mir überhaupt erreichen? Habe die Spitze des Kabels quasi nur gestrigen
> für eine Sekunde.

Jain. Die Hose alleine gesehen wohl schon, aber mit Schweiß o.ä.? 
Wahrscheinlich hat der Draht sich aber durch das Gewebe an deine Haut 
gedrückt. Spielt aber keine Rolle, du hast ja was gemerkt.

> Interessant ist auch zu wissen was macht es für einen unterschied direkt
> an der Hand einen Schlag zu bekommen oder wie ich nun am Bein ? Am Bein
> stelle ich mir sehr sehr selten vor :D

Ja klar, übers Herz ist schlimmer als nur durch die Zehen. Ist aber auch 
relativ wurscht, denn es kann durch den Stromschlag eine 
Kaliumverschiebung(?) geben, die dich noch Stunden (oder 1-2 Tage) 
später tot umfallen lassen kann (theoretisch).

: Bearbeitet durch User
von A. K. (prx)


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EKG im Krankenhaus unmittelbar danach könnte ein Problem sein. Wer 
putzmunter auf den eigenen zwei Beinen in die Notaufnahme dackelt, der 
landet in der Warteschlange auf dem letzten Platz und muss hoffen. Kann 
sehr lange dauern. Wer das nicht abwarten will, muss sich fahren und 
reinschieben lassen.

von Thomas S. (doschi_)


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ähemm,
der Thread ist aus 2012 ....

von Basti (Gast)


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Also viele Bananen essen die nächsten 2 Tage :D

von Basti (Gast)


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Doof gefragt: wann ist den die Gefahr gebannt? Bzgl Kalium Verschiebung 
etc?

2-3 Tage sowas ?

Kalium Verschiebung ist das nicht eher der Fall wenn man quasi am Strom 
hängt und länger unter Strom steht ?

von Harald W. (wilhelms)


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Joachim B. schrieb:

> 230V~
> 6kV
> 60kV

Die Spannung spielt da meist keine Rolle. Wichtig ist nur, wieviel
Strom durchs Herz geflossen ist. Das lässt sich im Nachhinein meist
nicht feststellen. Deshalb ist eine gewisse Vorsct schon sinnvoll.

von Philipp K. (philipp_k59)


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Ich denke mal das Problem besteht bei Leuten mit vorbelastung und 
Krankheit.. Ich gehe dafür nicht zum Azrt, man merkt ja auch selbst ob 
man es verkraftet hat.

Und noch Jahre später????
Dann muss ja wohl jeder ab dem ersten "Wischer" einmal im Jahr zum 7 
Tage EKG.

von Ablation (Gast)


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Bei mir war das umgekehrt.
Erst EKG dann Stromschlag.
Nach dem 2.Mal Ablation.
Ich hoffe nun geheilt zu sein.

LG

von Marc E. (mahwe)


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Geh zum Arzt und trag den Scheiss ins Buch ein warum weil es 100 Mal gut 
geht und dann einer verreckt oder Spätschäden bekommt weil herz zwar 
weiter rennt aber halt nicht mehr rund und dann ist der Scheiss 
nachzuweisen wegen BG Unfall.
Gleiche gilt für jeden Scheiss Splitter wenn was passiert wird jeder 
dankbar sein wenn es nen BG Unfall ist macht nen riesen Unterschied.

Sandkasten Freund ist in ne Baggerschaufel mit Rücken reingefallen BG 
Unfall jetzt Querschnitts gelähmt ist Scheisse so oder so aber er 
bekommt alles bezahlt was geht. Selbst nen Exoskelett , Treppenlift, 
Autoumbau,... Rechne das mal aus was der Scheiss kostet.

Deswegen immer alles machen was BG wünscht scheiß egal wie warum oder 
wieso einfach machen.

von Carsten S. (dg3ycs)


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Hi,

Basti schrieb:
> Also viele Bananen essen die nächsten 2 Tage :D

NE...
Gar keine Bananen essen ;-)
Denn:

Rick Sanchez D. schrieb:
> Ja klar, übers Herz ist schlimmer als nur durch die Zehen. Ist aber auch
> relativ wurscht, denn es kann durch den Stromschlag eine
> Kaliumverschiebung(?) geben, die dich noch Stunden (oder 1-2 Tage)
> später tot umfallen lassen kann (theoretisch).

Ja, ist so weit Richtig.
Eine mögliche Folge sind die weiter oben ja schon ausreichend 
behandelten HErzrhytmusstörungen direkt durch den Stromschlag. Die sind, 
wenn, schon unmittelbar nach dem Vorfall vorhanden und lassen sich durch 
ein kurzes EKG sicher ausschließen. HAt man diese und es wird nichts 
unternommen können diese entweder von selbst wieder verschwinden oder 
aber zum Herzinfarkt führen. "Diese" Herzrhythmusstörungen setzen aber 
nicht später ein.
Um diese "Taktfehler" auszulösen bedarf es nicht viel. Da reichen schon 
geringe Ströme wenn der Moment zufällig genau passt. (Im Ungünstigen 
Moment des Taktzyklus die Durchströmung erfolgt) Im allgemeinen tritt 
das nur Auf wenn das Herz durchströmt wird.
In sehr sehr sehr seltene Fällen kann aber auch der Schreck reichen. 
Aber diesen Punkt kann hier getrost aussen vor lassen, denn das kann 
auch bei anderen ereignissen passieren und ist wirklich selten...

Die andere mögliche Folge ist das Herzversagen durch die 
"Kaliumverschiebung". Das ist der Grund für die 24h Überwachung im 
Krankenhaus. Durch den Stromfluss ab einer gewissen Intensität kommt es 
zu Zellschäden im Körper. Die durch den Stromfluss geschädigten Zellen 
sterben ab und geben Kalium frei (Insbesondere Nerven und Muskelzellen). 
Betrifft das nur einige Zellen ist das kein Problem. Das Zellen 
Absterben und dabei Kalium freisetzen ist ein ganz normaler Vorgang der 
in jedem Lebenden Körper (Mensch/Tier) zu jeder Zeit stattfindet.
Wenn es aber zu viele dieser Zellen betrifft wird eine zu große Menge 
Kalium zugleich freigesetzt als das der Körper mit eigenen Mitteln den 
Kaliumspiegel stabil halten kann. Er kann es nicht schnell genug 
ausscheiden/aus dem Kreislauf entfernen.

Kalium ist aus mehreren Gründen ein Lebenswichtiges Element. Kritisch 
ist vor allem das Kalium für die Reizweiterleitung von NErven und 
Muskeln zwingend notwendig ist (Siehe Kalium-Natrium Pumpe).
Ist zu viel Kalium im Blut wird diese Reizweiterleitung gestört. 
Insbesondere betrifft das auch den Herzmuskel. Und ohne ordentliche 
erzeugung des Impulses und ausbreitung des Reizes zum kontrahieren des 
Muskels kein Herzschlag und damit Exitus...
BTW: Kalium ist in der "traditionellen" Rezeptur der Todesspritze 
(Eigentlich ja drei Spritzen) für Hinrichtungen in den USA das sicher 
tödlich wirkende Medikament zum Stoppen des Herzschlages.
(1. Spritze: Narkose, 2. Spritze: Muskelrelaxanz, lähmt auch die Atmung,
3. Spritze: Kaliumlösung, führt unmittelbar zum tödlichen Herzinfarkt)

Dieses Absterben der ZEllen und die damit verbundene gesteigerte 
Freisetzung von Kalium erfolgt Zeitversetzt so das unter umständen ein 
gefährlicher Kaliumspiegel erst etliche Stunden später erreicht sein 
kann.
Bei diesem langsamen Ansteigen des Kaliumspiegels kommt es jedoch nicht 
zum sofortigen, Warnungslosen, Herzinfarkt sondern es wird zuerst der 
eine oder andere Impuls mal verschluckt oder zumindest nicht korrekt 
weitergegeben, dann immer Häufiger und Häufiger ein Aussetzer. Das sind 
die Herzrhythmusstörungen die erst nach Stunden auftreten (können). 
Diese endet unbehandelt aber mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit in einem 
Herzinfarkt da es schon ein riesiger Glücksfall wäre wenn der 
Kaliumspiegel ausgerechnet mit dem Auftreten der ersten Störungen schon 
seinen Höchststand erreicht hat.
Damit diese Ereigniskette in Gang kommt ist es nicht einmal nötig das 
das Herz bzw. der Oberkörper überhaupt durchströmt wird. Da kann auch 
die Durchströ,ung des Beins ausreichen. Allerdings braucht es schon 
etwas Energie damit ein gefährlicher Anteil der Körperzellen abstirbt.
Hat man an 230V "nur" einen gefegt bekommen, also Kontakt nur für 
Sekundenbruchteile, vielleicht gar nur ein Kribbeln gesprürt und keine 
(nennenswerten) Strommarken davongetragen ist das Auftreten DIESER 
Ereigniskette eher nicht zu befürchten. (direkte Herzrhythmusstörungen 
sind aber dennoch möglich! Daher: Arzt!)
Bei höheren Spannungen oder wenn man länger an der Leitung gehangen hat 
ist das aber durchaus im Rahmen des Möglichen. Daher wird in solchen 
Fällen die 24h Überwachung im KH angeraten. Üblicherweise mit EKG.
Wobei es sich dabei um eine EKG Überwachung handeln sollte, also kein 
Diagnostisches Langzeit EKG um im NAchgang die Art und Häufigkeit von 
Rhythmusstörungen zu betrachten, sondern eine reine Funktionsüberwachung 
des Herzens um erste Warnzeichen frühzeitig mitzubekommen.
(Wird es, wie oben geschildert, anders gemacht und nur ein alarmloses LZ 
Ekg angehangen gibt es entweder Umstände die hier nicht geschildert 
wurden die den Arzt davon überzeugt haben das eine Überwachung nicht 
notwendig ist, die LZ Untersuchung aber Sinn machen könnte. Oder der 
Arzt hat schlicht Mist gebaut. Keine Ahnung vom Stromunfall und nur mal 
irgendetwas von 24h EKG gehört/gelesen udn dabei die LZ-Überwachung mit 
der LZ Diagnostik verwechselt. Ärzte können genau so in Ihrem Fachgebiet 
mal falsch liegen wie wir auch in unserem.)

Es gibt neben den beiden geschilderten (relativ) häufigen Abläufen noch 
einen dritten, etwas selteneren Ablauf:
Das ist der Fall wenn durch den Stromfluss Teile des Herzens direkt 
geschädigt wurden. Auch das kann vorkommen wenn es ganz ungünstig läuft. 
Selbst ohne das zusätzlich einer oder beide der oberen Abläufe 
einsetzen.
In den meisten Fällen wo man aber direkte Schädigungen am Herzen hat 
wird man auch mit den anderen Folgen zusätzlich zu kämpfen haben.
Dies ist aber der einzige Fall wo Rhythmusstörungen die Wochen oder 
Monate später festgestellt werden in Zusammenhang mit dem Stromunfall 
stehen könnten...

Auf die Frage des "Basti":
Am Ende ist es deine Entscheidung und ohne Untersuchung kann hier wohl 
niemand etwas sicheres sagen. Aber wie du es schilderst käme tatsächlich 
nur eine "Kaliumverschiebung" als gefährliche Folge in Betracht.
Aber wenn es nur kurz gekribbelt hat, zumal auf hochohmigen Boden usw. 
und sonst auch nach einigen Minuten nichts mehr zu spüren war und auch 
keine Strommarken zu sehen sind ist es schon sehr unwahrscheinlich das 
da etwas in der Richtung passiert ist. Zudem ist es ja nun schon einige 
Tage her, selbst wenn der Kaliumspiegel kurzzeitig erhöht war ist der 
Maximalpunkt schon wohl überschritten ohne das ein gefährliches Level 
erreicht wurde.
Ich will und werde dir keine HAndlungsanweisung geben, kann nur sagen 
das ICH mir in dieser Situation keine Gedanken mehr machen würde...

Allerdings: solltest du so einen Fall noch einmal haben solltest du das 
nicht auf die leichte Schulter nehmen. Zumindest wenn nicht 
ausgeschlossen ist das der Weg auch übers Herz ging kann auch ein 
vermeintlich harmloses Kribbeln ohne sichtbare Spuren böse enden.
Wie geschrieben geht es in 99 von 100 Fällen ohne jedes Eingreifen gut. 
Nur was nützt dir das wenn du dann der 100e Fall bist wo es nicht gut 
geht.


Gruß
Carsten

von Joachim B. (jar)


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Carsten S. schrieb:
> Wie geschrieben geht es in 99 von 100 Fällen ohne jedes Eingreifen gut.

ich stelle mir gerade vor alle 99 Fälle würden ins Krankenhaus gehen, 
nein den Rettungsdienst rufen, dann würde unser System erst Recht 
kollabieren, tut es ja jetzt schon mit überfüllten Notaufnahmen die für 
jeden shice einfach nicht ausgerüstet sind, Husten, Nase läuft uvam.

Nochmal zur Verdeutlichung:

keine Strommarken!
kurze Einwirkzeit, zucken durch Reflex!
einigermaßen isoliert gestanden!
keine Vorerkrankungen am Herzen!

also nicht in Panik verfallen und übertreiben.

Thomas S. schrieb:
> ähemm,
> der Thread ist aus 2012 ....

da hat das Forenupdate mit Datum rechts wohl erst Recht nichts gebracht!

: Bearbeitet durch User
von Rick Sanchez D. (pickle_rick)


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Carsten S. schrieb:
> [...]

Wow, was für eine ausführliche Antwort! Respekt.

Joachim B. schrieb:
> einigermaßen isoliert gestanden!

Spielt keine Rolle, wie ich am eigenen Leib erfahren habe. Der Körper 
hat ja eine gewisse Kapazität, denn ...

Rick Sanchez D. schrieb:
> Außerdem habe ich die Phasen mit dem linken Arm erwischt und das
> Kribbeln im ganzen Arm, übers Herz und bis in den Bauch gespürt.

... ich stand zufällig isoliert, nämlich auf einer 1kV AuS-Matte. 
Manchmal liegen die vor Schaltschränken aus, ist aber recht selten. In 
meinem Arm hab ich das trotzdem noch lang (1h) gefühlt :(

Joachim B. schrieb:
> also nicht in Panik verfallen und übertreiben.

Klar, aber man sollte sich der Folgen dennoch bewusst sein.

: Bearbeitet durch User
von Carsten S. (dg3ycs)


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Hi,
A. K. schrieb:
> EKG im Krankenhaus unmittelbar danach könnte ein Problem sein. Wer
> putzmunter auf den eigenen zwei Beinen in die Notaufnahme dackelt, der
> landet in der Warteschlange auf dem letzten Platz und muss hoffen. Kann
> sehr lange dauern. Wer das nicht abwarten will, muss sich fahren und
> reinschieben lassen.

Das kommt wieder sehr auf das Krankenhaus an...
Es sollte so keinesfalls sein. Aber es ist durchaus möglich. Zumindest 
in den meisten größeren Kliniken haben die mittlerweile an der Aufnahme 
wohl medizinisch vorgebildetes Personal das "vorsortiert".

In unserem Kleinstadtkrankenhaus war es lange Zeit aber so das der 
normale Krankenhausempfang auch die Meldestelle für die Notaufnahme war. 
WEnn man da selber ankam sollte man sich tatsächlich ins Wartezimmer 
setzen und die haben die Ärzte Informiert. Gut dran war man wenn der 
Arzt von der Station kommen musste, dann war man sofort dran. Aber wenn 
schon welche gewartet haben dann war die erste medizinisch gebildete 
Person mit der man Sprach tatsächlich der Doc wenn man an der Reihe war. 
Ganz so als wäre es eine normale Notdienstpraxis...
Kann aber sein das es mittlerweile anders ist. Ich war das letzte Mal 
vor über 10 Jahren mit meiner Freundin dort in der NA, die hatte sich 
Tagsüber ordentlich den Schädel angeschlagen und Nachts wurde Ihr 
plötzlich richtig schlecht...

Zwischenzeitlich haben andere Krankenhäuser in der Umgebung 
dichtgemacht, dieses ist gewachsen, der Träger hat Pleite gemacht und 
dieses Haus wurde dann von der Uniklinik Münster übernommen. Kann also 
gut sein das es jetzt anders (besser) mit der Notaufnahme organisiert 
ist und eine vorsortierunge auch da stattfindet.

Philipp K. schrieb:
> Ich gehe dafür nicht zum Azrt, man merkt ja auch selbst ob
> man es verkraftet hat.

Selbstverständlich!
Wenn du am nächsten Morgen aufwachst und feststellst das du 
zwischenzeitlich verstorben bist merkst du schon das du es diesmal nicht 
verkraftet hast. Dann ist ja noch genug Zeit zu reagieren.

Selbstverständlich sind Personen mit Vorerkrankungen gefärderter als 
jemand der Kerngesund ist. Aber zum einen kann man auch Vorerkrankungen 
oder auch nur eine genetisch bedingte besondere Anfälligkeit für 
bestimmte Dinge haben ohne das man es weiß, zum anderen gibt es genug 
Fälle wo Personen ganz ohne Vorerkrankung (laut Obduktion) an einem 
kleinen, scheinbar harmlosen, Stromschlag mit Verzögerung gestorben 
sind.

Wie schon zigfach geschrieben:
JA- Meistens geht es gut. Es geht sogar sehr sehr viel häufiger gut als 
es zu schlimmen Folgen kommt. Das hilft nur alles nichts wenn es dann 
doch genau dieses eine seltene Mal ist wo es nicht gut ging...

Aber letztendlich muss es jeder für sich selbst entscheiden ob er 
deshalb zum Doc geht oder nicht. Und natürlich gehört zu dieser 
Entscheidung auch die Umstände (wie stark, wie lange, welcher mögliche 
Stromweg, sichtbare Spuren) zu Berücksichtigen.
Man sollte nur immer Bedenken: GEhe ich zum Doc ohne das es nötig war 
kostet mich das im allerschlimmsten Fall vielleicht 24h. Meist eher so 
30min bis eine Stunde. (Krankenhaus tendentiell eher länger als beim 
Hausarzt)
Gehe ich nicht zum Doc und es wäre aber nötig gewesen kostet mich das 
wohl den Rest meines Lebens...

Manchmal ist es schon verrückt: Ein großer Teil der Bevölkerung hat 
Angst hier in Deutschland oder auch bei einer Flugreise Opfer eines 
Terroranschlags zu werden.
Viele Millionen spielen jede Woche Lotto mit Gewinnchancen für den 
Jackpot von eins zu zighundermillion.
Aber wenn es darum geht bei einer Chance von 1:1000 für versterben 
innerhalb der kommenden 48h sich einige Minuten in ein Wartezimmer zu 
setzen um das sicher ausschließen zu können kann das Schlimme doch immer 
nur den anderen passieren...

Gruß
Carsten

von Basti (Gast)


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Wow Carsten sehr gute Antwort sehr umgangreich danke dafür !

Wie ist das mit der Kalium Verschiebung , im Falle dessen das man diese 
bekommt, wann normalisiert dich das ganze wieder ? Oder geht man dann 
Hops?

Wünsche euch was, Lg

von Joachim B. (jar)


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Rick Sanchez D. schrieb:
> Joachim B. schrieb:
>> also nicht in Panik verfallen und übertreiben.
>
> Klar, aber man sollte sich der Folgen dennoch bewusst sein.

nur was tun?
alle Notaufnahmen verstopfen?
in 99 von 100 Fällen unnötig und der der es braucht bekommt keine Hilfe?

Oder es werden reichlich Kapazitäten ausgebaut und alle stöhnen über die 
Kosten?

von Basti (Gast)


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Bzw dann spricht man von Kalium Zuwachs oder? Wie wird dieser Überschuss 
dann abgebaut bzw. Wie lange dauert das? Oder ist man dann recht schnell 
nicht mehr da, wenn der Prozess eingesetzt hat?

von Rick Sanchez D. (pickle_rick)


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Carsten S. schrieb:
> Viele Millionen spielen jede Woche Lotto mit Gewinnchancen für den
> Jackpot von eins zu zighundermillion.

Hier noch was interessantes dazu ;D

Youtube-Video "'Warum sterben wir?' - Dr. Peter Mandry beim #70 Science Slam Berlin"

Ein 50-Jähriger muss seinen Lottoschein um 18:24 Uhr abgeben, damit die 
Wahrscheinlichkeit zu sterben in der Zeit zwischen Abgabe und Ziehung 
(18:25 Uhr) so groß ist wie ein 6er im Lotto.

Bei einem 25-Jährigen ist es 18:15. Allerdings ist der Annahmeschluss 
18:00 Uhr.

: Bearbeitet durch User
von Basti (Gast)


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Eine Frage bleibt, wo fließt der Strom den Raus, wenn er wie in meinem 
Fall im Bein eingetreten ist Höhe der Kniescheibe. Was ist 
wahrscheinlich ? Merkt man wenn der Strom durch den kompletten Körper 
fließt? Ich merkte nur das kribbeln an besagter Stelle in dem Moment. 
Weiß da wer was ?

von Basti (Gast)


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Eine Frage bleibt, wo fließt der Strom den Raus, wenn er wie in meinem 
Fall im Bein eingetreten ist Höhe der Kniescheibe. Was ist 
wahrscheinlich ? Merkt man wenn der Strom durch den kompletten Körper 
fließt? Ich merkte nur das kribbeln an besagter Stelle in dem Moment. 
Weiß da wer was ? Gibt keine eintritt oder Austritt Wunden

von UnterStrom (Gast)


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Basti schrieb:
> Eine Frage bleibt, wo fließt der Strom den Raus, wenn er wie in
> meinem
> Fall im Bein eingetreten ist Höhe der Kniescheibe. Was ist
> wahrscheinlich ? Merkt man wenn der Strom durch den kompletten Körper
> fließt? Ich merkte nur das kribbeln an besagter Stelle in dem Moment.
> Weiß da wer was ? Gibt keine eintritt oder Austritt Wunden


Wahrscheinlicher ist, dass kein gezielter Strom im Körper fließt, 
sondern sich elektrische Felder im Körper ausbreiten, die von den 
geometrischen Beschaffenheiten und Leitfähigkeiten im Gewebe bestimmt 
werden.
Daher ist auch Wechselstrom so tückisch bis tödlich, weil es das Gewebe 
regelrecht wie in einer Mikrowelle erhitzt und zerstört, während bei 
eher schwachem Gleichstrom irgendwann ein Endzustand erreicht ist.

Man kann das testen, in dem man eine 9V-Batterie leckt, wenn man es ganz 
still hält, hört das Kribbeln nach kurzer Zeit auf.

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