Hochstrom Mosfet

Gast #2601291
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Ich stehe vor einem Verständnisprobem:

Ich habe einen 6,5kW 28V DC Elektromotor.
Mittels PWM möchte ich die Leistung steuern.
Der Dauerstrom beträgt 232A, was schon odentlich viel ist.
Der Anlaufstrom hat mindestens an die 500A wenn nicht mehr.
Meine Überlegung war, dass wenn ich ihn mit PWM ansteuere, dass der IGBT 
"nur" 75A duerstrom aushaltet und 300A gepulst.
Beim Versuch hat sich der Motor nicht einmal bewegt und der IGBT ist 
abgeraucht.
Bei RS-Components habe ich billige MOSFETs gefunden mit 360A continouse 
drain. Nur sind die in einem TO220 Gehäuse.
Meine Verständnidproblem liegt darin, dass diese Bauteile so einen hohen 
Strom aushalten und dabei so dünne Beinchen haben.
Oder womit soll ich diesem Motor schalten?
#2601297
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Ich kann zB die IRFP 064N empfehlen. Spezifiziert fuer 8m Ohm und 110A, 
wuerd ich einen mit vielleicht 50A belasten. Der hat dann 400mV drueber, 
oder eine Verlustleistung von 20W. Also fuer 500A waeren's dann 10 
stueck parallel. Man koennte auch 20 stueck nehmen, dann wuerde man nur 
die haelfte verlieren.
Gast #2601313
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Daniel schrieb:
> Bei RS-Components habe ich billige MOSFETs gefunden mit 360A continouse
> drain. Nur sind die in einem TO220 Gehäuse.
> Meine Verständnidproblem liegt darin, dass diese Bauteile so einen hohen
> Strom aushalten und dabei so dünne Beinchen haben.

Datenblatt richtig lesen, da steht sicher was von wegen 'Case Limit'.
Gast #2601338
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Danke für die Antworten.
Ich habe bei RS diesen Mosfet gefunden:
http://at.rs-online.com/web/p/products/6715363/

Bei denen steht 75A, und von case limit habe ich nichts gefunden.
Wenn ich jetzt 10 von denen parallel schalte bin ich bei theoretischen 
750A was glaube ich, reichen sollte.
Auf die Leiterbahnen Löte ich ein D=6mm Kupferrohr.
Zuleitugskabel habe ich noch von einem alten Schweißgerät.

Ist dieser MOSFET der richtige?
Gast #2601359
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Björn R. schrieb:
> Mal eine Frage an die Experten, wo ich das hier lese: Warum zum Henker
> baut man einen Motor mit 28V und >200A ? Da wäre doch eien höhere
> Betriebsspannung zu gunsten kleinerer Ströme viel Sinniger, oder etwa
> nicht?

Natürlich, aber dann würde er nicht hier posten sondern es einfach 
machen.

MfG Klaus
Gast #2601374
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> Hmm, bei RS gibt es auch MOSFETS, die richtig was können:

Bei RS gibt's erst mal kein Datenblatt, Saftladen.

Im Datenblatt steht dann 400A, Fussnote 1 nicht zu übersehen.

Die Fussnote 1 sagt, das Gehäuse hält leider nicht mehr als 240A aus.

Figure 9 sagt, daß er das immerhin bis 120 GradC Gehäusetemperatur 
durchhalten würde.

Nicht schlecht, aber dabei darf es keine zusätzlichen Umschaltverluste 
geben. Da bei einer PWM meist 50% auf Leitverlust und 50% auf 
Umschaltverlust dimensioniert wird, sind es nur noch 120A.

Um mehrere parallel kommst du also nicht drumrum.

> Ist dieser MOSFET der richtige?

Es kommt bei so was auch auf den Aufbau an, sonst zerstört dir induktive 
Rückwirkung oder ungleichmässige Stromverteilung oder Ozillationen beim 
Umschalten schnell deine schöne Transistorsammlung.
Gast #2601426
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Daniel schrieb:
> Meine Verständnidproblem liegt darin, dass diese Bauteile so einen hohen
> Strom aushalten und dabei so dünne Beinchen haben.

Wenn dann der liebe  Daniel erst die dranhängenden Bonderdräthe sehen 
könnte, dann währe er erst richtig sprachlos! :-)

Ulf
Gast #2601458
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Danke für die vielen Antworten.

Zur Erklärung:
Ich baue einen KLeintraktor zum ziehen unterschiedlicher Sachen.
6,5kW reichen da volkommen aus. Damit habe ich Erfahrung.
Dieser Motor war früher ein Dynamo aus einem russischen Panzer T-55.
Da das ganze eine Spielerei von mir ist habe ich Bauteile genommen die 
herumgelegen sind. Die Mosfets im TO-220 Gehäuse finde ich jetzt gut.
Die werden an einen massiven Alu Kühlkorper geschraubt und oben mit 
einer Leiterplatte verbunden. Da das Gehäuse Drain ist, wird ein Pol 
einfach an den Kühlkörper angeschlossen und somit werden Leitungen 
erspart.
Angesteuert wird das mit einem 4kHz PWM, Quietscht halt, aber mich 
störts nicht.

Bei diesem Mosfet:
http://at.rs-online.com/web/p/products/6715363/

würde mich nichts stören. Wenn ich 10 von denen nehme und im schlimmsten 
Fall kurzzeitig über jeden 50A fließen, glaube ich, würde nichts stören.
Im Betrieb würden an die 10A über jeden flißen und somit wergibt sich 
eine Verlustleistung von 1W pro Mosfet.
#2601470
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Das nächste über das Du dir jetzt gedanken machen solltest: 
Platinenlayout!

Du brauchst Extra-Dicke-Kupferschicht, da dir sonst als nächstes die 
Leiterplatte die Friedenspfeife raucht, und in die ewigen Jagdgründe 
übersiedelt.

EDIT: Und nochwas: Du brauchst richtig (!) kräftige Mosfettreiber für 
diese Mosfets.
#2601750
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Daniel schrieb:

> Der Dauerstrom beträgt 232A, was schon odentlich viel ist.
> Der Anlaufstrom hat mindestens an die 500A wenn nicht mehr.

Typisch ist eigentlich eher 10-facher Betriebsstrom für den Anlauf.
Du wirst schon mehrere FETs parallel schalten müssen, was für FETs
ja auch kein grosses Problem ist. Allerdings brauchst Du auch eine
entsprechend kräftige Treiberstufe für mehrere Ampere.
Gruss
Harald
#2602021
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Weil diese Schaltung nur ca. 800mA Gatestrom bringt. Treiber-ICs 
schaffen teilweise das zehnfache.

Du kannst natürlich den Mosfet-Treiber diskret aufbauen, aber für deine 
Anwendung muss da mehr Power hinter sein.

Wenn du wenig Erfahrung damit hast => investier die paar Euro für einen 
"richtigen". Dann hast du zumindest eine Handvoll Fehlerquellen weniger.
Gast #2602327
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Ohne Dich jetzt entmutigen zu wollen: kauf Dir was fertiges (z.B. von 
Curtis oder aus Gabelstapler / e-Ameise), Du bräuchtest viel mehr 
Erfahrung, denn auch das Layout entscheidet über die Funktion.

Oder schau zumindest, wie die das machen. Curtis hat auch Schaltpläne 
online.
Fang mal klein an, miz 10A, und dann arbeite Dich hoch, sonst wird's 
teuer.
Die Fets explodieren schneller als Du denkst.
Gast #2602807
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Ich benötige das das Gefährt so klein wie möglich wird. Wenn ich noch 
die Kopplung einbaue und noch dieses und jenes dann wird das alles noch 
viel zu lang und zu breit. Dieses Dielelelektrische Prinzip gefällt mir.
Gast #2602821
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Hallo,

Ich habe mal eine Leistungsstufe zur Drehzahlregelung eines 
Startermotors für eine Elektrowinde gebaut. Max. Stromaufnahme der Winde 
~ 250A
Mosfets: IRFZ46N also nichts besonderes, hatte davon nur eine größere 
Menge Zuhause liegen. Davon habe ich wenn ich 12Stk parallelgeschaltet.
Den Treiber habe ich diskret aufgebaut mit BD677/678 Transistoren, V_GS: 
12V
Meine Meinung ist, dass man die PWM-Frequenz so niedrig wie möglich 
halten sollte, damit erspart man sich viele Probleme bei der 
Ansteuerung. Die PWM-Frequenz bei meiner Winde beträgt ca. 800 Hz - halt 
eine gewisse Geräuschentwicklung :-)
Sehr wichtig ist eine wirklich ordentliche Freilaufdiode, ich weiß jetzt 
nicht mehr auswendig was ich verbaut habe - bei dieser Leistung erzeugt 
diese schon ordentlich Wärme.
#2603864
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@Udo Schmitt (urschmitt)

>Und was denkst du wie groß die Batterien werden um dieses Monster von
>Generator/Motor mit Strom zu versorgen?
>Du brauchst mindestens 6 LKW Starterbatterien um länger als 1 Minute
>fahren zu können.

Wie kommst Du auf dieses schmale Brett? Schon eine normale Autobatterie 
hat rund 500Wh (grober Wert) - da kannste die 6,5kW schonmal rund 5 
Minuten treiben (rein energiemäßig betrachtet)
Gast #2605506
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@Jens G. (jensig)

Das mit den 5 Minuten kommt hin. Ich habe um die 24V zu ereichen zwei 
61Ah Batterien in Serie geschalten. So jede Drahverbindung wird irre 
heiß, aber daweil ist alles versuchsweise.
Gast #4894507
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Ich hätte hier noch einen 12kW 48V Gleichstrommotor und eine fertig 
passende 48V Motorsteuerung rumliegen. Beides von DMC. Falls du 
Interesse hast, sag bescheid. Kann aber auch verstehen, wenn du lieber 
basteln magst :)

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