Netzteilkondensatoren schnell entladen

OP #2603219
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Hallo zusammen,

ich habe folgende Problemstellung:
Eine Benutzerschnittstelle zeigt über mehrere LEDs Zustände an. Schalte 
ich das Gerät aus (Unterbrechung der Leitung zum Netzteil), leuchten die 
LEDs noch recht lange nach (5-8 sec). Das liegt an den Kondensatoren im 
Netzteil. Da die Benutzer aber direkt ein Feedback nach dem Betätigen 
des Aus-Schalters bekommen sollen, dürfen die LEDs nicht nachleuchten.

Hier ein Schema:

           Ein-/Ausschalter

               /
              /        ----------
230V O-------O     O--| Netzteil |-------|
                       ----------        |
                                         |
                                        ---
                                       |   |
                                       |   | Last mit LEDs
                                       |   |
                                        ---
                                         |
                                         |
                                        GND

(Es sind in Wirklichkeit 2 Netzteile verbaut, eines regelt auf 3,3V, das 
andere auf 24V. Nach Möglichkeit sollten die Kondensatoren beider 
Netzteile entladen werden.)

Wie kann ich die Kondensatoren schnell und sicher entladen und vor allem 
einfach?

Danke für eure Zeit und eure Überlegungen!
Gast #2603446
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24V Relais mit zwei Umschaltkontakten.
Must kukken wie belastbar die Netzteile sind.
Damit die beiden Widerstände die Spannung beim Einschalten nicht in den 
Keller ziehen. Wenn die 24V hochgenug ist zieht das Relais an und die 
Widerstände belasten die Ausgangsspannungen nicht mehr.
Beim Ausschalten sollte das Relais recht früh abfallen und über die 
Widerstände die Restspannung der Netzteile schnell entladen.
Datenblatt des Relais beachten, unter anderem die Haltespannung, max. 
Strom, usw.
Den Rvor und den Elko must du ausprobieren.
Angehängte Dateien:
Gast #2603682
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Je nachdem wie die LEDs verschaltet sind, leuchten die auch noch bei 
schon deutlich niedrigerer Spannung. Man könnt mit der Schaltung dafür 
sorgen, das die LED eher ausgehen, also z.B. schon wenn die Spannung nur 
um 20% angefallen ist, und nicht erst wenn die Spannung auf vielleicht 
10% gesunken ist.  Im einfachsten Fall den Vorwiederstand zur LED durch 
eine Zenerdiode und einen kleineren Widerstand ersetzen.
#2603717
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@  Robert W. (robertrw)

>Die LEDs erlöschen quasi sobald die Spannung unter 100% fällt.

Unter xx%, wobei das eher ca. 90% sind.

> Das
>Problem ist, das sich die 100% ca 5 Sekunden halten.

Also fließt 5s keinerlei Strom in der Schaltung. Komisch.

>Das bedeutet doch, das ich mit der einfachen Methode aus Zenerdiode und
>Widerstand im meinem Fall nicht weiterkomme, richtig?

Ja.

Dann musst du eine echte Netzausfallerkennung machen. Ob das so sinnvoll 
ist? Wahrscheinlich ist ein anderes Netzteil sinnvoller.
OP #2603732
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Ich habe die Spannung am Netzteilausgang gemessen und im Moment als die 
Spannungswerte zu sinken begonnen haben, sind die LEDs erlöscht.
Das Netzteil versorgt eine Schaltung auf einer Platine, an der auch die 
LEDs hängen. Auf dieser Platine gibts die üblichen Stütz und 
Abblockkondensatoren die bei µC-Schaltungen eingesetzt werden.
#2603761
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@  Robert W. (robertrw)

>Ich habe die Spannung am Netzteilausgang gemessen und im Moment als die
>Spannungswerte zu sinken begonnen haben, sind die LEDs erlöscht.

Ahhso, das sind die dicken Elkos im Schaltnetzteil, solche lustigen 
Sachen haben wir hier auch. Da ist sekundärseitg nix zu machen. Nimm für 
die 3V3, wo ja auch deine LEDs dranhängen ein deutlich kleineres 
Netzteil OHNE fette Kondensatoren auf der 230V Seite.
OP #2603787
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@ Pink Shell:

Könnte man also ein Relais hernehmen, dessen Laststromkreis am 
Netzschalter ist und der bei geöffnetem Netzschalter immer geschlossen 
ist und somit im Steuerstromkreis die Kondensatoren über einen dicken 
Widerstand entlädt? Gibt es so ein inverses Relais?

@Falk Brunner:

Ich kann das Netzteil leider nicht so einfach wechseln, da es erstens 
eine Vorgabe von meinem Betreuer ist (Semesterarbeit) und noch andere 
Geräte an diese Benutzerschnittstelle angeschlossen werden können und 
darüber ihren Strom beziehen. Es wäre zumindest eine aufwendige 
Angelegenheit und ich versuche erstmal einfacheren Lösungen nachzugehen 
ohne das Netzteil zu wechseln. Das müsste dann auch bestellt werden und 
kostet.
Ich bin aber trotzdem sehr dankbar für alle Vorschläge!
#2603829
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Robert W. schrieb:

> Könnte man also ein Relais hernehmen, dessen Laststromkreis am
> Netzschalter ist und der bei geöffnetem Netzschalter immer geschlossen
> ist und somit im Steuerstromkreis die Kondensatoren über einen dicken
> Widerstand entlädt? Gibt es so ein inverses Relais?

Es gibt Relais mit Spule für 230V~ und 2 Umschaltern (2xUM). Wenn du 
rausfindest, welcher Teil der Umschalter im ausgeschalteten Zustand 
verbunden ist, dann hast du gewonnen.

Um das ganze zu perfektionieren kannst du die Umschalter so verbinden, 
dass damit gleichzeitig auch die Last abgetrennt wird. In diesem Fall 
verhindern die Entladewiderstände nur, dass bei baldigem Einschalten 
noch eine Teilspannung anliegt. Dann muss das Relais allerdings die 
Lastströme schalten können, nicht nur die Entladeströme.
#4890224
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> Mein Vorschlag: Ein 220-V-Relais hinter den Netzschalter und damit die
> Entladewiderstände einschalten. Alternativ ein Niedervoltrelais an ein
> eigenes kleines Netzteil.

Ich hab das sehr ähnlich gelöst bei einem meiner Netzteile.

Bei mir ist der Aufbau so:
2 kleine Schaltnetzteile mit je 12 und 24 Volt sind im Gehäuse mit einem 
1kW Ringkerntrafo der nach der Gleichrichtung ca. 72 Volt bringt 
verbaut.

Ein 24V Relais hängt an dem 24V Schaltnetzteil welches den 1K 
Entladewiderstand für den 30000uF Kondensator dazuschaltet sobald der 
Hauptschalter betätigt wird. Also ist der Widerstand am Öffner Kontakt.

Nach meinen Berechnungen fliest da nur ein Strom von 0,072A durch den 
Kontakt des Relais was bei 72V etwa 5,2 Watt macht.

Das Relais kann bei DC 80V ca. 0,9A Schalten. (Finder 4C.02)

Da hätte ich auch direkt eine Frage euch.
Habe gelesen dass es zu Lichtbogenbildung und unter Umständen zu Brand 
kommen kann , wenn eine Gleichspannung mit Relais geschaltet wird.
Es dürfte doch keine Problem geben solange ich mich in den Specs des 
Relais bewege oder? Ist ja auch nur eine ohmsche Last. Da spielt der 
Parallel zum Widerstand liegende Kondensator doch keine negative Rolle?



Gruß
Daniel
#4891132
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> Ist der fett rote Hinweis "Hinweis: der ursprüngliche Beitrag ist mehr
> als 6 Monate alt." nicht deutlich genug?
Das hat doch genau mit der Fragestellung des Threads zu tun.
Daher ist das meiner Meinung nach mit dem ROTEN TEXT konform!

Aber von mir aus kann der Moderator den Beitrag auch löschen!

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