Ok - dumm gelaufen. Wie machen die das mit der Kamera die über dem Spielfeld schwebt ? Offensichtlich ist das Teil an 4 Seilen (oder 2) befestigt, bewegt sich recht schnell über das Spielfeld und das Bild zittert und wackelt nicht. Wie machen die das ? Bei Strecken um die 200 m pro Kabel kann ich einen 2 m Peiner-Träger einbauen - selbst dann würde das Bild noch wackeln. Kann man das mit Elektronk (in etwa Bildstabilisierung) ausgleichen ?
Das Ding wird gerne als Spidercam bezeichnet, lies mal hier http://de.wikipedia.org/wiki/Spidercam Bildstabilisierung vermutlich wie bei einer 100€-Kmipse.
> Bildstabilisierung vermutlich wie bei einer 100€-Kmipse.
Nö. Die wichtigste Stabilisierung funktioniert nach dem
Steadycam-Prinzip, d.h. die Kamera hat ein Gegengewicht über der
Aufhängung, das bei Beschleunigungen der Trägheit entgegenwirkt. Ganz
exakt geht das aber nicht, Luftwiderstand und sonstiger Dreck würden zu
dauerhaften Weglaufen der Achse führen. Daher hat die Kamera immer etwas
mehr Gewicht. Gegen diese Pendelschwingungen gibt es noch eine
Gyroskopdämpfung oben. Ein dicker Weitwinkel hilft zusätzlich gegen
verbleibende Wackeleien... Eine elektronische Stabilisierung macht man
im Profibereich ungern, weil die gern wegkriecht und sanfte Schwenks
erschwert.
Aber trotz dem ganzen Kram ist das Ding immer noch unruhig, daher gibt
es Aufnahmen immer nur in der Fahrt, wo das langsame Wackeln nicht
auffällt. Im Ruhezustand sind die Schwingungen der gesamten
Seilkonstruktion (gegen laterale Bewegungen hilft der Gyrokram wenig)
deutlich sichtbar, daher schaltet ein guter Regisseur da lieber auf was
anderes...
Georg A. schrieb: >> Bildstabilisierung vermutlich wie bei einer 100€-Kmipse. > > Nö. Die wichtigste Stabilisierung funktioniert nach dem > Steadycam-Prinzip, d.h. die Kamera hat ein Gegengewicht über der > Aufhängung, das bei Beschleunigungen der Trägheit entgegenwirkt. Ganz > exakt geht das aber nicht, Luftwiderstand und sonstiger Dreck würden zu > dauerhaften Weglaufen der Achse führen. Daher hat die Kamera immer etwas > mehr Gewicht. Gegen diese Pendelschwingungen gibt es noch eine > Gyroskopdämpfung oben. Ein dicker Weitwinkel hilft zusätzlich gegen > verbleibende Wackeleien... Eine elektronische Stabilisierung macht man > im Profibereich ungern, weil die gern wegkriecht und sanfte Schwenks > erschwert. Notfalls benutzt man die Objetive, wie man sie auch bei Hubschrauberaufnahmen verwendet. Das werden die Linsen in Öl gelagert.
Rahul Der trollige schrieb: > Notfalls benutzt man die Objetive, wie man sie auch bei > Hubschrauberaufnahmen verwendet. Das werden die Linsen in Öl gelagert. Interessant, hast du mehr dazu?
Das mit dem Öl hilft bei einer Spidercam nicht viel, ein Hubschrauber hat andere Probleme. Da stören die hochfrequenten Vibrationen viel stärker, die das Bild einfach nur unscharf machen. Die bekommt man mit Öl-Dämpfung weg.
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