Spannung von Schaltnetzteil fällt zu langsam ab

Gast #2609813
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Moin,

ich hab ein kleines Problem mit meinem selbstgebastelten Rechner, der 
aus einem zugekauften x86 Board besteht. Als Spannungsquelle wird ein 
Schaltnetzteil eingesetzt (ebenfalls zugekauft), welches momentan 2.6A 
liefern muss. Softwaremäßig ist das Gerät so konfiguriert, dass man 
einfach das Kaltgerätekabel abziehen kann, ohne dass irgendwelche Daten 
auf der Festplatte verloren oder zerstört werden.

Wenn ich jetzt das Kaltgerätekabel ziemlich schnell hintereinander 
abziehe und wieder dranstecke, ist es häufig so, dass das Gerät nicht 
mehr booten kann, weil es die Festplatte nicht mehr erkennt, die über 
USB angeschlossen ist. Ab und an funktionieren auch die beiden USB-Hubs 
nicht mehr. Meine These ist, dass die Eingangsspannung (12V vom 
Schaltnetzteil) sehr langsam nur abfällt, sobald das Kaltgerätekabel 
abgezogen worden ist. Wie kann ich das beschleunigen?

Spannungstechnisch geht es von dem gekauften Schaltnetzteil direkt aufs 
Motherboard - zwei strombegrenzende Dioden sowie eine zusätzliche 
Sicherung und zwei Kondensatoren (100nF und 10µF). Anschließend kommen 
zwei weitere Spannungswandler (12V -> 3.3V und 12V -> 5V).

Wenn ich mit dem Einstecken des Kaltgerätekabels mehrere Sekunden warte, 
dann funktioniert der Neustart auch problemlos.

Gruß
Lars
Gast #2609826
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... schrieb:
> Man sollte Schaltnetzteilen ein gewisse "Beruhigungszeit" einräumen,
> bevor man sie wieder einschaltet. Im Ernstfall können sie bei deinem
> Vorgehen auch kaputt gehen.

ok, wenn aber beispielsweise der Strom für eine oder zwei Sekunden 
ausfällt? Kann ich z.B. nicht irgendwie realisieren, dass nach dem 
Ausschalten, die Spannung schneller gegen Null gehen kann?
#2609827
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Lars schrieb:
> Ab und an funktionieren auch die beiden USB-Hubs
> nicht mehr. Meine These ist, dass die Eingangsspannung (12V vom
> Schaltnetzteil) sehr langsam nur abfällt, sobald das Kaltgerätekabel
> abgezogen worden ist. Wie kann ich das beschleunigen?

Die Hubs werden also auch aus den 12V versorgt und haben einen internen 
Schaltregler?
Hast du den Hubs mal eine andere 12V-Quelle gegeben, die du schneller 
schalten kannst, damit du deine These messtechnisch unterstützen kannst?

Eventuell gibt es Technische Dokumentation(Datenblätter, 
Bedienungsanleitung etc.) zu den Hubs und es steht was dazu drin.
Hast du die Spannungen(+12V Rohspannung, +5V USB, +3.3V 
USB-Controller/-Hub-IC) auch schon mal im zeitlichen Verlauf 
dargestellt?

Vielleicht bringt dir eine simple Spannungswächterschaltung(Brownout) 
für die USB-Controller/-Hubs den Durchbruch. Wenn die 12V auf sagen wir 
mal 10V eingebrochen sind, wird gnadenlos der ¬Reset der Hubs gezogen, 
falls man da irgendwie drankommt.

mfg mf
Gast #2609835
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Mini Float schrieb:

> Vielleicht bringt dir eine simple Spannungswächterschaltung(Brownout)
> für die USB-Controller/-Hubs den Durchbruch. Wenn die 12V auf sagen wir
> mal 10V eingebrochen sind, wird gnadenlos der ¬Reset der Hubs gezogen,
> falls man da irgendwie drankommt.

Und wenn nicht, dann nimmt man halt eine Tiefentladeschutzschaltung für 
Bleiakkus.
Gast #2609859
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Mini Float schrieb:
> Die Hubs werden also auch aus den 12V versorgt und haben einen internen
> Schaltregler?

ja, alles wird aus den 12V des Netzteils gespeist. Die Hubs sind selbst 
erstellt mit den ICs USB2514 von ST.

Mini Float schrieb:
> Hast du den Hubs mal eine andere 12V-Quelle gegeben, die du schneller
> schalten kannst, damit du deine These messtechnisch unterstützen kannst?

Die Hubs werden mit der 3.3V versorgt, die aus den 12V erstellt werden. 
Hierzu verwende ich den Stepdown-Regler LM22678. Beim EN-Pin hab ich 
bereits einen Spannungsteiler gesetzt, damit die 3.3V sobald die 
Spannung 12V unterhalb von 12V fällt, die 3.3V nicht mehr geliefert 
werden.

12V-----[R = 5.8k]-----[R=2.2k]---GND
                     |
                      ----EN Pin LM22678-3V.
#2609872
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Wenn es wirklich an irgendeiner Spannung liegen sollte, die zu langsam 
runterkommt, könnte man ja eine künstliche Entladeschaltung 
parallelschalten, die beim Absacken der 12V aktiv wird. Z.B.:


12V ----+-----------------+----------------+------------------ 12V
        |                 |                |
        |                 V     D          |
        |                 -               | |
       | |                |               | |
       | |                +-----------     |
        |                 |           |    |
        |                 |          E \|  |
        |                ===            |--
      D |                 |          C /|
         --|              |           |
           ||----+--------------------
         --|     |        |
      S |        |        |
        |        |        |
        |       | |       |
        |       | |       |
        |        |        |
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Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #2609879
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Lars schrieb:
> Beim EN-Pin hab ich bereits einen Spannungsteiler gesetzt,
> damit die 3.3V sobald die Spannung 12V unterhalb von 12V fällt,
> die 3.3V nicht mehr geliefert werden.
Funktioniert das auch?

> sobald die Spannung 12V unterhalb von 12V fällt,
Hört sich irgendwie knapp an...

Lars schrieb:
> Softwaremäßig ist das Gerät so konfiguriert, dass man einfach das
> Kaltgerätekabel abziehen kann, ohne dass irgendwelche Daten auf der
> Festplatte verloren oder zerstört werden.
Geht das? Welches OS? Welches Filesystem?
#2609889
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@Lothar Miller (lkmiller) Benutzerseite

>Lars schrieb:
>> Beim EN-Pin hab ich bereits einen Spannungsteiler gesetzt,
>> damit die 3.3V sobald die Spannung 12V unterhalb von 12V fällt,
>> die 3.3V nicht mehr geliefert werden.
>Funktioniert das auch?

sollte eigentlich gehen, wenn die 3,3V nicht zu sehr gepuffert werden.

>> sobald die Spannung 12V unterhalb von 12V fällt,
>Hört sich irgendwie knapp an...

>Lars schrieb:
>> Softwaremäßig ist das Gerät so konfiguriert, dass man einfach das
>> Kaltgerätekabel abziehen kann, ohne dass irgendwelche Daten auf der
>> Festplatte verloren oder zerstört werden.
>Geht das? Welches OS? Welches Filesystem?

Wenn man sämtliche Caches deaktiviert, dürfte der Datenverlust bei einem 
dadurch abgebrochenen Writes minimal sein. Des Risiko, daß eine Datei 
dabei nur teilweise geschrieben wird, ist natürlich immer da, auch daß 
das Filesystem einen Klatsch wegbekommt (was aber moderne FS beim 
nächsten Check ausbügeln können). Die Lowlevel-Formatierung heutiger HDs 
sollte aber dabei nicht über den Jordan gehen.

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