Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Brushless Motor Drehzahlmessung - Signalabgriff auf einer Phase


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von Dieter S. (ids2001)


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Hallo Zusammen,


ich möchte mir eine kleine Schaltung zur sensorlosen Drehzahlmessung für 
Brushless Motoren bauene, wo ich über eine Phase das Signal abgreife.
Ich kenne so kleine Tools welche es im Modellbaushop zu kaufen gibt.

Da ich später diese Informationen bzgl Drehzahl mit dem µC (Arduino ) 
auswerten man, brauche ich halt eine maßgeschneiderte Lösung.


An einer Motorphase liegt ja ein sinusähnliches ( oder ein tatsächliches 
Sinussignal ? ) Signal an.
Wie weiß ich dann, dass der Motor eine volle Umdrehung gemacht hat? Wie 
viele Sinusperioden müsste ich abwarten?

Wie steht die Phasenspannung ( peak -peak ) eigentlich zur Lipospannung 
( zB im Betrieb mit 3S )

Als Auswerteschaltung habe ich mir einen Zero Crossing Converter 
vorgestellt.
http://sound.westhost.com/appnotes/an005-f3.gif

Wäre dieser Schaltungstyp mit seiner Dimensionierung für meinen 
Anwendungsfall geeignet?


lg

Dieter

von U. B. (pasewalker)


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Das ( meist "sinusähnliche" ) Signal liegt prinzipiell zwischen jeweils 
2 Phasen an.

I.d.R. wird das mit einer 3~Brücke aus einer Gleichspannung durch 
"Taktung" gewonnen, dort gibt es insoweit die Möglichkeit, gegen die 
dortige Leistungs-Masse zu messen.

Ein kompletter "Sinus" bedeutet dann je nach Polpaarzahl des Motors eben
1 -  1/2   -  1/3  usw. Umdrehung.

Die Auswerteschaltung muss natürlich mit den real anstehenden Spannungen 
zurechtkommen - den OP "einfach so" direkt an die Motorwicklung zu 
legen, ist nicht möglich.

von Urban B. (kami89)


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Guckst du hier:

http://www.mikrocontroller.net/articles/Brushless-Controller_f%C3%BCr_Modellbaumotoren#Oszillogramme

Ich würde einfach die Low-Zeit einer Phase messen. Liegt sie über z.B. 
100 Mikrosekunden, war das eine ganze Umdrehung des Magnetfeldes. Dann 
natürlich noch die Anzahl Wicklungen berücksichtigen.

Ist die Zeit 1/PWM-Frequenz länger als die Low-Zeit bei Vollgas, 
funktioniert das leider nicht so. Ich denke aber eher weniger dass das 
der Fall ist.

mfg

von Dieter S. (ids2001)


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Hallo

also lt den Oszillogrammen liegt ja auf jeder Phase eine sinusähnliches 
Signal an wenn ich gegen Masse messe.

Entspricht die Amplitude dieser Phase der Zellenspannung des 
angeschlossenen Lipos zb 4S?

Ich verstehe aber nicht, wie ich mit der Dauer der Low Zeit einer Phase 
auf die Umdrehungen kommen.
Weiters verstehe ich den Bezug von 100Mikrosekunden nicht?
Könnt ihr mir da bitte noch helfen.


mfg

von Urban B. (kami89)


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Dieter Sch schrieb:
> also lt den Oszillogrammen liegt ja auf jeder Phase eine sinusähnliches
> Signal an wenn ich gegen Masse messe.
Jein. Also beim zweiten Oszillogramm (Vollgas) könnte man das sagen. 
Aber natürlich ohne Negative Spannung, alles oberhalb von GND. Beim 
ersten Oszillogramm (nicht Vollgas, vielleicht 30% oder so) hat das mit 
einem Sinus nicht viel zu tun finde ich. Denn da wirkt die PWM noch mit, 
bei Vollgas ist kein PWM mehr vorhanden, da 100%.

> Entspricht die Amplitude dieser Phase der Zellenspannung des
> angeschlossenen Lipos zb 4S?
Ja.

> Ich verstehe aber nicht, wie ich mit der Dauer der Low Zeit einer Phase
> auf die Umdrehungen kommen.
Naja, wenn du das erste Bild betrachtest, solltest du ja erkennen dass 
es kurze Low-Zeiten (während der PWM) und lange Low-Zeiten gibt. Pro 
Umdrehung (elektrisch, nicht mechanisch) ist jede Phase genau einmal auf 
Dauer-Low. Wenn du also auf diese lange Low-Zeit triggern kannst, hast 
du die elektrische Drehfrequenz.

> Weiters verstehe ich den Bezug von 100Mikrosekunden nicht?
Damit du nun auf diese längere Low-Zeit triggern kannst, musst du sie 
von den kurzen Low-Zeiten unterscheiden können. Du brauchst also ein 
Zeitwert, bei dem du die Grenze setzt. Ist eine gemessene Low-Zeit 
kleiner also diese Grenze, war es ein kurzes Low, also PWM. Ist die Zeit 
grösser als die Grenze, war es ein langes Low und du zählst einen 
Counter eins hoch.

Jetzt musst du nur noch die Grenze herausfinden. Dazu musst du wissen 
wie lange ein PWM-Low ist (ist ja immer gleich lang), und du solltest 
wissen wie kurz das kürzestmögliche Dauer-Low ist. Das wäre ja bei 
Vollgas.

Auf den Oszi-Bildern ist die PWM glaube ich um die 20kHz, also 50 
Mikrosekunden, und das kürzestmögliche Dauer-Low ca. 250 Mikrosekunden.

Jetzt nimmst du einfach die Mitte davon, um möglichst störsicher zu 
sein. Also 150 Mikrosekunden.

Natürlich musst du diese Parameter auf deinen Motor anpassen, dazu wäre 
ein Oszilloskop nicht schlecht. Ausserdem bin ich mir nicht sicher ob 
bei Reglern ohne aktiven Freilauf ein PWM-Low überhaupt richtig messbar 
ist.

> Könnt ihr mir da bitte noch helfen.
Ich habs versucht. Verstehst du es jetzt?

mfg

Nachtrag:
Man könnte sicher auch mit Analogtechnik quasi die PWM einfach 
herausfiltern, damit direkt ein Rechtecksignal mit der richtigen 
Frequenz dabei rauskommt. Bin aber in Analogtechnik überhaupt nicht fit, 
deshalb ein digitaler, bzw. softwaretechnischer Lösungsvorschlag von 
mir.

von MaWin (Gast)


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> An einer Motorphase liegt ja ein sinusähnliches ( oder ein
> tatsächliches Sinussignal ? ) Signal an.

Es gibt unterschiedliche Motoren.

Bei sensorbehafteten würde ein Hallsensorausgang direkt die benötigte 
Informatin liefern, aber du hast sensorlose.

Bei Rechteck/Trapez angesteuerten Motoren, würde die Ausgangsspannung 
der Motorelektronik einer Phase direkt das benötigte Signal liefern.

Wenn die Motorelektronik jedoch eine Sinuskommutierung versucht durch 
PWM, besteht die Möglicheit der Falschmessung.

Man kann den Motorstrom messen, aber im Moment des Nulldurchgangs führt 
der durch seinen Ripple den die PWM ergibt eventuell zu Fehlmessungen. 
Will man trotzdem messen, sollte man eine deutliche Hysterese einbauen.

Man kann auch die Ausgangsspannung der Elektronik RC filtern und damit 
das PWM Signal unterdrücken, damit nur die viel niedrigere Frequenz der 
Kommutuerung übrig bleibt. Das ist wohl einfacher zu bewerkstelligen.

von Dieter S. (ids2001)


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MaWin schrieb:
> Man kann auch die Ausgangsspannung der Elektronik RC filtern und damit
> das PWM Signal unterdrücken, damit nur die viel niedrigere Frequenz der
> Kommutuerung übrig bleibt. Das ist wohl einfacher zu bewerkstelligen.

Welches Ausgangsignal meinst du? Die Phasenspannung die ich gegen Masse 
messe?
Würde dass mit einem Tiefpass gehen damit die PWM rausgefiltert wird?
Was bleibt dann übrig - eine sinusähnlicher Spannungsverlauf?

Wenn ja , könnte ich dann mit einem Zero Crossing Converter von Sinus 
auf Rechteck umwandeln und somit die Frequenz ermitteln. Anschließend 
einen Spannungsteiler nachschalten, damit ich die Spannung am µC 
Verarbeiten kann.


Was mich aber noch stutzig macht ist.... wenn nun eine Periodendauer vom 
Signal ( siehe Oszillogramme ) vollendet ist, wie schließe ich dann auf 
die Frequenz. Welcher Signalverlauf entspricht nun einer vollen 
mechanischen Umdrehung des Motors und wie spielt dabei die Polzahl mit?

von Urban B. (kami89)


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> Wenn ja , könnte ich dann mit einem Zero Crossing Converter von Sinus
> auf Rechteck umwandeln und somit die Frequenz ermitteln. Anschließend
> einen Spannungsteiler nachschalten, damit ich die Spannung am µC
> Verarbeiten kann.

Mensch, warum denn so kompliziert?
Mit der Softwarelösung brauchst du 2 Widerstände und ein paar Zeilen 
Code.
Mit einem Tiefpass brauchst du 2 Widerstände, ein Kondensator und ein 
paar Zeilen Code weniger als bei der reinen Softwarelösung.

Alles andere wäre doch Platz-, Geld- und Zeitverschwendung.

> Was mich aber noch stutzig macht ist.... wenn nun eine Periodendauer vom
> Signal ( siehe Oszillogramme ) vollendet ist, wie schließe ich dann auf
> die Frequenz. Welcher Signalverlauf entspricht nun einer vollen
> mechanischen Umdrehung des Motors und wie spielt dabei die Polzahl mit?

Liest du deine Antworten nicht?
Beitrag "Re: Brushless Motor Drehzahlmessung - Signalabgriff auf einer Phase"

Aber nagut, hier die Lösungsformel (n=Drehzahl, f=Frequenz, 
p=Polpaarzahl):
n = f/p

so einfach ist das...

Ach ja, wenn du auch am Regler rumlöten magst, kannst du auch gleich das 
5V-Rechtecksignal eines Gate-Treiber-Einganges abzapfen. Unter Umständen 
muss mann dann aber die PWM trotzdem noch rausfiltern, kommt auf den 
Regler an.

Nachtrag:
Wenn du die Drehzahl gerne in U/min hättest, lautet die Formel:
n = 60*f/p

Nachtrag 2:
Und wenn es nicht abartig genau sein soll, kannst du auch gleich direkt 
die Low-Zeit messen. dann ist f = 1/(3*T) und somit n = 60/(3*T*p). 
Natürlich müssen die PWM-Lows trotzdem hereusgefiltert werden, ein 
einfaches "if T > 150 Miktosekunden" reicht da aber...

von Dieter S. (ids2001)


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Urban B. schrieb:
> Mensch, warum denn so kompliziert?
> Mit der Softwarelösung brauchst du 2 Widerstände und ein paar Zeilen
> Code.

ja ok Softwarelösung ist das eine.
Von mir aus werde ich diese auch bevorzugen.

Nur würde die Hardwarelösung nach meinem Vorstellungen auch 
funktionieren?

Wenn ich die Low Zeiten nun mit dem Arduino messe, wie genau ist da die 
Function micros(). Liefert diese vernünftige Zeitwerte oder muss ich mit 
dem internen Hardwaretimer arbeiten?

von Urban B. (kami89)


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Dieter Sch schrieb:
> Nur würde die Hardwarelösung nach meinem Vorstellungen auch
> funktionieren?
Keine Ahnung, ich weiss nicht was für ein "Zero Crossing Converter" du 
meinst. Dein Link im ersten Beitrag funktioniert nicht.
Mit einem Tiefpass und einem einfachen Schmitt Trigger sollte es aber ja 
eigentlich schon funktionieren. Oder sogar ohne Schmitt-Trigger. Viele 
Wege führen nach Rom...

> Wenn ich die Low Zeiten nun mit dem Arduino messe, wie genau ist da die
> Function micros(). Liefert diese vernünftige Zeitwerte oder muss ich mit
> dem internen Hardwaretimer arbeiten?

Ich weiss nicht was für eine Funktion micros() du meinst, und ich kenne 
das Arduino Board nicht näher. Ich vermute mal, das ist nur ein while 
mit asm(NOP) drin, das ist zu ungenau. Du musst schon ein Timer 
benutzen. Bei den AVRs gibts für Zeitmessungen extra den Eingang "ICP", 
du solltest unbedingt diesen Pin benutzen wenn das möglich ist. Das 
macht die Software dann schon ziemlich einfach und auch genau. Mehr dazu 
findest du unter "Input Capture", z.B. hier: 
http://www.mikrocontroller.net/articles/AVR-GCC-Tutorial/Die_Timer_und_Z%C3%A4hler_des_AVR#Einfangen_eines_Eingangssignals_.28Input_Capturing.29

von Dieter S. (ids2001)


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danke schön.

ich probiere es mal aus und werde dann weiterberichten

von Dieter S. (ids2001)


Angehängte Dateien:

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Hallo,


so nun möchte ich an meiner Drehzahlmessung für meinen Motorprüfstand 
für Brushlessmotore weiterarbeiten.

Heute habe ich mal mit dem Oszi folgende Signale abgegriffen.

1) Phase vom Motor auf GND gemessen
2) Phase zu Phase gemessen


Für die Berechnung der Drehzahl wäre nun welches Signal geeignet?

Bei 1) hätte ich ein Rechtecksignal, nur was sagt es aus?




Gruß

Dieter

von Peter ⛄ W. (Firma: Huddel und Brassel Ltd.) (jaffel) Benutzerseite


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Solche Oszillogramme sind immer super Ratespiele, wenn man die 
Einstellungen nicht kennt.

von Dieter S. (ids2001)


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Sorry,

linkes Bild wo das Signal zwischen Phase und GND gemessen wird, hatte 
ich folgende Einstellung am Oszi


5V/Div
1ms/Div

von Steffen W. (derwarze)


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Deine Steuerung nutzt ja eine Rückmeldung des Motors, entweder per 
Hallsensoren oder ein aus der EMK gewonnenes Signal, um diesen 
Anzusteuern.
Nimm einfach eines dieser Signale. Am einfachsten wäre das natürlich bei 
Motoren mit Hallsensoren sonst must du das aufbereitete Signal auf der 
Platine abgreifen. Nun musst Du nur noch die Anzahl der Magnete kennen 
und damit den Teiler für eine Umdrehung, oder Du zählst die Impulse pro 
Umdrehung aus.

von Dieter S. (ids2001)


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Also am Brushlessregler ist ein ganz normaler Modellbau Brushless Motor 
angeschlossen, welcher keinen Hallsensor hat.

Du sprichst nun eh vom linken Signalbild, welches ich zwischen Phase und 
Masse gemessen habe.
Ist hier das Rechtecksignal notwendig für die weitere Signalverarbeite 
oder???

Die Anz der Magnete ist bekannt, müsste diese nur abzählen wenn ich den 
Motor wieder bei der Hand habe.

von Steffen W. (derwarze)


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Die Oszi Bilder bringen in diesen Fall gar nichts.

Da keine Hallsensoren verwendet werden musst Du die Steuersignale auf 
der Steuerplatine abgreifen. Also geanau eines der aufbereiteten Signale 
das auch an den steuernden Controller geleitet wird um die Rotorposition 
zu melden (Sozusagen der virtuelle Sensor) abgreifen. Die ganze 
Schaltung zur Gewinnung der Steuerimpulse noch ein viertes mal 
aufzubauen macht ja wenig Sinn.

von Dieter S. (ids2001)


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?

jetzt bin ich verwirrt.
Es gibt ja die Möglichkeit, dass man die Drehzahl von Brushlessmotoren 
an einer Phase messen kann, ohne dass man sich in die bestehende 
Hardware ( gekaufte Modellbau Regler ) reinhackt!

Letztendlich kann man sich solche Drehzahlmesser auch kaufen.

Ich will das ganze halt nur selber bauen.

von Steffen W. (derwarze)


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Bin davon ausgegangen das Du die Technik die hinter der Motoransteuerung 
besser kennst bzw selbst aufgebaut hast (Motorprüfstand).
Natürlich kann man, wie gesagt, die Steuerimpulsgenerierung, wie in der 
Steuerung verwendet, extra aufbauen um ein mobiles Gerät zu haben. Da 
ich nur Motoren mit Sensoren benutze kann ich zur konkreten Schaltung 
wenig sagen.
Es ist einfacher einen Reflektor an den Motor zu kleben (beim 
Außenläufer ja besonders einfach) und mit einer Reflexlichtschranke 
abzutasten, da ist man auch unabhängig vom Motrotyp und muss nich immer 
erst die Pulse pro Umdrehung auszählen.
Wenn das Teil einen Propeller hat ist die Sache mit der Lichtschranke 
noch einfacher da man dann den Reflektor nicht braucht.

von Dieter S. (ids2001)


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Nein den Regler ( deine genannte Steuerungselektronik ) habe ich nicht 
selbst gebaut, da der Motorprüfstand universal einsetzbar sein soll, für 
viel verschiedene Modellmotoren und Reglertypen.
zB soll er für kleine Motoren mit schwachen Regler genauso verwendbar 
sein, wie für starke Motoren mit den entsprechenden leistungstarken 
Reglern...


so nun bitte wieder zurück zu meiner Frage.

Ich will ausschließlich die Drehzahl an einer Phase messen, indem ich 
mich mit einer Messleitung reinhänge.
Es soll nichts aufgeklebt werden oder mit anderen Sensoren gemessen 
werden.
Die Informationen welche ich von einer Phase bekommen, sollen auf die 
Drehzahl zurückgerechnet werden.
Dass es geht zeigen ja die Threads weiter oben!

von Peter ⛄ W. (Firma: Huddel und Brassel Ltd.) (jaffel) Benutzerseite


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> Dass es geht zeigen ja die Threads weiter oben!

Aber hast du die auch gelesen und verstanden ? Scheint mir naemlich 
nicht so.

http://www.mikrocontroller.net/articles/Brushless-Controller_f%C3%BCr_Modellbaumotoren#Oszillogramme

von Steffen W. (derwarze)


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Mit einem Trigger und Tiefpass könnte es gehen. Die Sannung an den 
Wicklungen ist ja eine PWM (das ist in dem Oszibild nicht gut zu sehen), 
die muss der Tiefpass unterdrücken so das nur noch die gemittelte 
Phasenspannung übrig bleibt. Diese kann dann durch einen Trigger in ein 
Rechteckimpuls gewandelt werden. Die Verarbeitung und Anzeige macht dann 
sinvollerweise ein kleiner Controller wobei es natürlich auch 'zu Fuss' 
mit Logicschaltungen oder Analog mit Zeigerinstrument zu machen geht.
Da verschiedene Motoren verwendet werden muss halt immer die Impulszahl 
pro Umdrehung ermittelt werden und in die Umrechnung zu U/min 
eingbezogen werden.

von Dieter S. (ids2001)


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Also ich habe den Link vom Peter mal durchgelesen, werde aber nicht 
wirklich schlau daraus.

:-(

Zurück zu Steffen.
Du sprichst eh von meinen aufgenommenen Oszibilder, welches an einer 
Motorphase anliegt.
Mit einem RC Tiefpass filtere ich nun die PWM raus, sodass ein 
sinusähnliches Signal übrig bleibt.
Dann zB mit einem Schmitttrigger wandle ich es in ein Rechteck um + ggf 
Spannungsteiler nachschalten damit das Spannungsniveu für den µC 
verarbeitbar ist.


Würde dass so gehen?
Bzgl Tiefpass, wie lege ich die Grenzfrequenz aus, ab wann alles 
rausgefiltert wird?

von Peter ⛄ W. (Firma: Huddel und Brassel Ltd.) (jaffel) Benutzerseite


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> Also ich habe den Link vom Peter mal durchgelesen, werde aber nicht
> wirklich schlau daraus.

In einer 3/4 Stunde ?! Und dann wunderst du dich das du nichts verstehst 
? rolleyes PISA laesst gruessen.

Steffen ist ja wirklich geduldig, aber es bringt doch ueberhaupt nichts, 
wenn du nicht mal die Grundlagen lernen willst, bzw. versuchst zu 
verstehen.

Nur mal nebenbei. Ist dir eigentlich aufgefallen, dass genau dein 
Oszibild dort abgebildet ist und dies auch noch ausfuehrlich erklaert ? 
Ne, oder ?

von Dieter S. (ids2001)



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Hallo Forum,


so ich habe es nun geschafft. :-)

Ich habe nun eine Schaltung entwickelt, die aus dem Signal einer 
Motorphase ein verarbeitungsfähiges Rechtecksignal für einen µController 
bereitstellt.


Eine beliebige Motorphase verbinde ich mit meiner Auswerteschaltung, 
welche über einen Spannungsteiler die Phasenspannung halbiert, weiters 
dann über einen RC Tiefpass filtert.
Die Grenzfrequenz des Tiefpassfilters wurde wie folgt errechnet:

Annahme: max Motordrehzahl 15.000upm ( für Prüfstand ) n = 60*f/p

n Drehzahl
f Frequenz
p Polzahl

Ermittlung der max. Kommutationsfrequenz zur Abgrenzung des Tiefpasses.
In meinem Fall: p = 6 ; n = 15000upm
fc = 1500Hz


Schaue ich mir nach dem Tiefpassfilter das Signal mit dem Oszi an, so 
sehe ich eine sinusähnliche Form, mit einem Gleichspannungsanteil von 
etwa 50% der Phasenspannung ( vom Spannungsteiler )
Die Amplitude beträgt 1V.


Mit Hilfe einer Komperator OPV Schaltung, lasse ich nun den OpAmp bei 
einem definierbaren Schwellwert ( über Poti ) durchschalten, sodass ich 
dann am Ausgang ein Rechteck messe.
Da die Versorgungspannung des OpAmp 8V beträgt, beschränke ich das 
Rechtecksignal mittels Z Diode auf 4,7V.


Gem der angehängten Bilder, erhalte ich dann letztendlich folgende 
Rechtecksignale, welche sich dann relativ leicht mit ein paar 
Programmzeilen mit einem µController auswerten lassen.
Messungen mittels IR Drehzahlsensor und händisches retourrechnen vom 
Oszillogramm ergaben korrekte Messwerte!

Softwaretechnisch werde ich dem µC die LOW Signalwerte
1
PulseIn(PortNummer,LOW);
 ermitteln lassen, da ich bei niederen Frequenzen ein toggeln des High 
Impulses gem Oszillogramm feststellen konnte.



Ich hoffe dass nun mein von oben bis unten durchgezogener Thread auch 
für die Nachwelt ein gutes Nachschlagewerk bietet, und so manch einer 
hier Rat und Hilfe findet.
Weiters bedanke ich mich bei allen, die mir mit Rat und Tat zur Seite 
gestanden haben und auch bei jenem, der durch "rolleyes" einpaar lustige 
Zeilen hier verloren hat. :-P


In diesem Sinne, danke und bis bald.

gruß

Dieter

von Dieter S. (ids2001)


Angehängte Dateien:

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... so hier das Bild bzgl Toggeln bei niederen Drehzahlen ( minimalste 
Drehzahl was der Motor/Regler hergibt )....

von ar (Gast)


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Die Z-Diode 4V7 hat keinen Vorwiderstand...

von Willi (Gast)


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ar schrieb:
> Die Z-Diode 4V7 hat keinen Vorwiderstand...

Ach ja, ein 1k wird sich sicherlich noch finden.
Es sollte sich aber auch noch ein Widerstand von 47-100k finden, der vom 
Ausgang des Komparators IC6 auf den + Eingang gelegt wird. Damit bekommt 
er eine kleine Hysterese, die das Ausgangssignal stabiler macht (keine 
Spikes durch Rauschen).

von Dieter S. (ids2001)


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Willi schrieb:
> ar schrieb:
>> Die Z-Diode 4V7 hat keinen Vorwiderstand...
>
> Ach ja, ein 1k wird sich sicherlich noch finden.

hmm ich habe einen 330Ohm Widerstand errechnet.
Ausgangsspannung OPV ist 8V.
Zenerspannung 4.7
=> Izmax = Ptot/Uz = 0,5W/4,7V=0,106A
Izmin = 10% von Izmax = 0,01A

Rv = Uv/Izmin = (8-4,7)/0,01 = 330Ohm

liege ich falsch.


Bzgl der Mitkopplung hätte ich dann einen frei wählbaren Ein und 
Abschaltpunkt oder? (siehe Sinussignal von oberen Bild )

von Ingo S. (ingo-s)


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Hi,
habe den Thread zu spät gesehen.
Aber eine fertige Lösung bestehend aus Tiefpass mit anschliessendem 
Komperator gibt es seit einigen Jahren von SM-Modellbau (Unilog 
Drehzahlsensor)für ca. 15€

Gruß Ingo

von Dieter S. (ids2001)


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Hi

ja kenne diesen Sensor
Wollte mir aber diese Sensoreinheit selber aufbauen, deshelb dieser 
Thread.
danke

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