Forum: HF, Funk und Felder WLAN per Kabel (kein Witz)


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von Andy (Gast)


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Hallo,

mal eine Frage an die erfahrenen HF-Techniker: Ich habe einen alten PDA 
mit (nur) WLAN, der zum Anzeigen von Wetter, Email, etc... dienen soll. 
Da aber bei uns im Haus die WLAN-Luft überfüllt ist, kam die Idee auf, 
die Funk-Strecke vom Access-Point zum PDA durch ein Stück Coax-Kabel mit 
entsprechenden SMB-Anschlüssen zu ersetzen; also "echtes WLAN per 
Kabel".

Wird das gut gehen? Bzw. werden PDA und Accesspoint das schadlos 
überstehen (ich zögere da n bisschen das experimentell zu ermitteln)?

Empfohlene maximale Kabellänge?

Viele Grüße,
Andy

: Verschoben durch Moderator
von Peter II (Gast)


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von Andy (Gast)


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Danke für den Link! Werd ich dann wohl bei Gelegenheit mal testen...

von Lukas K. (carrotindustries)


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Geht sogar durch das TV-Kabel im Haus: 
http://www.scribd.com/doc/36638851/Datenschleuder-84#page=30

von Michael K. (charles_b)


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Aus dem ersten Link werd ich nicht schlau, der zweite führt zu keinem 
Artikel.

Versteh ich das richtig: Man stellt ne Antenne vor den WLAN-Router und 
schliesst das Kabel an die TV-Netzdose an. Und ein Stockwerk höher hat 
man noch so ne Antenne, die man ebenfalls an die TV-Netzdose anschliesst 
und dann hat man WLAN in diesem Stockwerk?

Wäre ja ne super Idee.

von Lukas K. (carrotindustries)


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Michael K-punkt schrieb:
> Aus dem ersten Link werd ich nicht schlau, der zweite führt zu keinem
> Artikel.
http://chaosradio.ccc.de/media/ds/ds084.pdf

von Testfall (Gast)


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@ Michael K-punkt (charles_b)

nope. Es geht darum, die Antenne ab zu nehmen und statt dessen das 
Hausnetz anzuschließen. Das Signal wird nicht durch die Luft geschickt, 
sondern durch's Kabel.

von Daniel (Gast)


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Rein ausm Bauch raus, würde ich mal sagen, dass du beidseitig noch 
ordentlich Dämpfung einbringen werden musst, um den Rx Path im AFE und 
dem Transceiver nicht zu übersteuern, aber ansonsten sollte das 
ÜBERHAUPT kein Problem sein.
Bzw. hat hier jmd Ahnung wie für 802.11g, respektive 802.11n das AFE im 
Detail aussieht?

von Michael K. (charles_b)


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Testfall schrieb:
> @ Michael K-punkt (charles_b)
>
> nope. Es geht darum, die Antenne ab zu nehmen und statt dessen das
> Hausnetz anzuschließen. Das Signal wird nicht durch die Luft geschickt,
> sondern durch's Kabel.

Der Link geht jetzt. Der Autor hatte noch zusätzlich das Problem, dass 
es auch noch TV-Signale gab.

Bei mir ist es so, das wir im Keller nen abgeklemmten Kabelanschluss 
haben und dann eben das lose KAbel... Auf den Kabeln ist also kein 
Signal vom TV.

Insofern könnte ich doch direkt in das hausinterne Netz einspeisen, 
oder? Was tun? WLAN-Point aufschrauben und schauen ob es zwei 
Antennenanschlüsse gibt und einen hernehmen? Oder die erwähnten 
10cm-abisoliertes Antennekabel direkt vor dem WLAN-Point aufstellen und 
die Einkopplung über die Luft machen?

von Daniel (Gast)


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Pfadverlust liegt im besten Fall bei 190dB (2,4GHz Carrier), daher 
kannste dir schonmal sicher sein, dass dein Anpassnetzwerk auf beiden 
Seiten mit -100dB für Vorwärts- und Rückwärts-Transmissionsfaktor kein 
schlechter Ausgangspunkt für ne Auslegung sein wird.

von U. B. (pasewalker)


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> Pfadverlust liegt im besten Fall bei 190dB ...
> ... Anpassnetzwerk auf beiden Seiten mit -100dB für
>  Vorwärts- und Rückwärts-Transmissionsfaktor ...

Vielleicht geht die "Anpassung" so, wie unter

http://www.technik-und-elektronik.de/images/WEN-11726_galerie.jpg

gezeigt  ?      ;-)

von Michael K. (charles_b)


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U. B. schrieb:
>> Pfadverlust liegt im besten Fall bei 190dB ...
>> ... Anpassnetzwerk auf beiden Seiten mit -100dB für
>>  Vorwärts- und Rückwärts-Transmissionsfaktor ...
>
> Vielleicht geht die "Anpassung" so, wie unter
>
> http://www.technik-und-elektronik.de/images/WEN-11726_galerie.jpg
>
> gezeigt  ?      ;-)

Ich wollte mich halt vor dem Aufschrauben der WLAN-Kiste drücken....

von Daniel (Gast)


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Probieren geht über studieren, kanns mir zwar nicht vorstellen dass es 
ohne zusätzliche Anpassung geht, da du im Fall Tx -> Coax -> Rx deinen 
Empfänger gnadenlos übersteuerst aber wirst schon sehen obs fluppt (oder 
eben nicht)...

von Daniel (Gast)


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Nachtrag: Potentialunterschied berücksichtigen falls du doch beide 
Geräte miteinander über das Coax galvanisch verbindest.

von Sebastian (Gast)


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Hallo,

das Problem ist eigentlich dass das Fernsehkabel 75 Ohm Impedenz hat, 
die Kabel die man typischerweise für WLAN verwendet 50 Ohm, also muss 
man das anpassen. Mehrere Antennen damit zu speisen könnte 
funktionieren, aber Empfang über mehrere könnte problematisch sein. Die 
Antenne sollte dann natürlich auch angepasst sein 75 Ohm, also eine 
Standardantenne ist eher ungeeignet da die ja 50 Ohm haben.

Wer das Fernsehkabel nutzen möchte sollte besser geeignete Modem's 
verwenden, alles andere sind Experimente. Galvanische Trennung, 
statische Aufladungen,...

Ich war vor Jahren mal bei einem Vortrag über drahtlose Kommunikation in 
der Prozessindustrie, die Firma Schildknecht, einer der Spezialisten für 
Wireless in kritischen Applikationen hatte das Motto: "Die beste 
Verbindung ist das Kabel" http://www.schildknecht.info/ Kauft euch 
einfach eine Bohrmaschine. :-)

Grüße

Sebastian

von Martin (Gast)


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Sebastian schrieb:
> das Problem ist eigentlich dass das Fernsehkabel 75 Ohm Impedenz hat,
> die Kabel die man typischerweise für WLAN verwendet 50 Ohm, also muss
> man das anpassen.

Rechne mal aus, wie gering der Verlust "Missmatch Loss" von 75R auf 50R 
ist, wenn Du dazu in der Lage bist und dir wird ein Licht aufgehen. Ich 
sag nur 14 dB Return Loss!

Viele Grüße!

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