Hallo,
mal eine Frage an die erfahrenen HF-Techniker: Ich habe einen alten PDA
mit (nur) WLAN, der zum Anzeigen von Wetter, Email, etc... dienen soll.
Da aber bei uns im Haus die WLAN-Luft überfüllt ist, kam die Idee auf,
die Funk-Strecke vom Access-Point zum PDA durch ein Stück Coax-Kabel mit
entsprechenden SMB-Anschlüssen zu ersetzen; also "echtes WLAN per
Kabel".
Wird das gut gehen? Bzw. werden PDA und Accesspoint das schadlos
überstehen (ich zögere da n bisschen das experimentell zu ermitteln)?
Empfohlene maximale Kabellänge?
Viele Grüße,
Andy
Aus dem ersten Link werd ich nicht schlau, der zweite führt zu keinem
Artikel.
Versteh ich das richtig: Man stellt ne Antenne vor den WLAN-Router und
schliesst das Kabel an die TV-Netzdose an. Und ein Stockwerk höher hat
man noch so ne Antenne, die man ebenfalls an die TV-Netzdose anschliesst
und dann hat man WLAN in diesem Stockwerk?
Wäre ja ne super Idee.
@ Michael K-punkt (charles_b)
nope. Es geht darum, die Antenne ab zu nehmen und statt dessen das
Hausnetz anzuschließen. Das Signal wird nicht durch die Luft geschickt,
sondern durch's Kabel.
Rein ausm Bauch raus, würde ich mal sagen, dass du beidseitig noch
ordentlich Dämpfung einbringen werden musst, um den Rx Path im AFE und
dem Transceiver nicht zu übersteuern, aber ansonsten sollte das
ÜBERHAUPT kein Problem sein.
Bzw. hat hier jmd Ahnung wie für 802.11g, respektive 802.11n das AFE im
Detail aussieht?
Testfall schrieb:> @ Michael K-punkt (charles_b)>> nope. Es geht darum, die Antenne ab zu nehmen und statt dessen das> Hausnetz anzuschließen. Das Signal wird nicht durch die Luft geschickt,> sondern durch's Kabel.
Der Link geht jetzt. Der Autor hatte noch zusätzlich das Problem, dass
es auch noch TV-Signale gab.
Bei mir ist es so, das wir im Keller nen abgeklemmten Kabelanschluss
haben und dann eben das lose KAbel... Auf den Kabeln ist also kein
Signal vom TV.
Insofern könnte ich doch direkt in das hausinterne Netz einspeisen,
oder? Was tun? WLAN-Point aufschrauben und schauen ob es zwei
Antennenanschlüsse gibt und einen hernehmen? Oder die erwähnten
10cm-abisoliertes Antennekabel direkt vor dem WLAN-Point aufstellen und
die Einkopplung über die Luft machen?
Pfadverlust liegt im besten Fall bei 190dB (2,4GHz Carrier), daher
kannste dir schonmal sicher sein, dass dein Anpassnetzwerk auf beiden
Seiten mit -100dB für Vorwärts- und Rückwärts-Transmissionsfaktor kein
schlechter Ausgangspunkt für ne Auslegung sein wird.
> Pfadverlust liegt im besten Fall bei 190dB ...> ... Anpassnetzwerk auf beiden Seiten mit -100dB für> Vorwärts- und Rückwärts-Transmissionsfaktor ...
Vielleicht geht die "Anpassung" so, wie unter
http://www.technik-und-elektronik.de/images/WEN-11726_galerie.jpg
gezeigt ? ;-)
U. B. schrieb:>> Pfadverlust liegt im besten Fall bei 190dB ...>> ... Anpassnetzwerk auf beiden Seiten mit -100dB für>> Vorwärts- und Rückwärts-Transmissionsfaktor ...>> Vielleicht geht die "Anpassung" so, wie unter>> http://www.technik-und-elektronik.de/images/WEN-11726_galerie.jpg>> gezeigt ? ;-)
Ich wollte mich halt vor dem Aufschrauben der WLAN-Kiste drücken....
Probieren geht über studieren, kanns mir zwar nicht vorstellen dass es
ohne zusätzliche Anpassung geht, da du im Fall Tx -> Coax -> Rx deinen
Empfänger gnadenlos übersteuerst aber wirst schon sehen obs fluppt (oder
eben nicht)...
Hallo,
das Problem ist eigentlich dass das Fernsehkabel 75 Ohm Impedenz hat,
die Kabel die man typischerweise für WLAN verwendet 50 Ohm, also muss
man das anpassen. Mehrere Antennen damit zu speisen könnte
funktionieren, aber Empfang über mehrere könnte problematisch sein. Die
Antenne sollte dann natürlich auch angepasst sein 75 Ohm, also eine
Standardantenne ist eher ungeeignet da die ja 50 Ohm haben.
Wer das Fernsehkabel nutzen möchte sollte besser geeignete Modem's
verwenden, alles andere sind Experimente. Galvanische Trennung,
statische Aufladungen,...
Ich war vor Jahren mal bei einem Vortrag über drahtlose Kommunikation in
der Prozessindustrie, die Firma Schildknecht, einer der Spezialisten für
Wireless in kritischen Applikationen hatte das Motto: "Die beste
Verbindung ist das Kabel" http://www.schildknecht.info/ Kauft euch
einfach eine Bohrmaschine. :-)
Grüße
Sebastian
Sebastian schrieb:> das Problem ist eigentlich dass das Fernsehkabel 75 Ohm Impedenz hat,> die Kabel die man typischerweise für WLAN verwendet 50 Ohm, also muss> man das anpassen.
Rechne mal aus, wie gering der Verlust "Missmatch Loss" von 75R auf 50R
ist, wenn Du dazu in der Lage bist und dir wird ein Licht aufgehen. Ich
sag nur 14 dB Return Loss!
Viele Grüße!