Hallo,
die Schule ist schon "etwas" länger vorbei aber Algebra habe ich schon
damals nie wirklich verinnerlichen können, trotz späterer technischer
Ausbildung, Beruf und Hobby...
Wegen meiner Kinder (Schule) und Interesse auch mal etwas mehr als nur
das ohmsche Gesetz, thomsonsche Schwingkreisformel und etwas dB
Berechnungen im zusammenhang mit der E-Technik verstehen zu können
müsste ich meine mathematischen Grundkenntnisse auffrischen bzw. wieder
aneignen.
Wer kennt gute, nicht kommerzielle Seiten,die einen nochmal Algebra
(insbesondere: Formeln umstellen) beibringt bzw. einen eingänglich und
an praxisnahen Beispielen (muß nicht aus der E-Technik sein) erklärt ?
Das soll dann als Grundlage dienen um in die höhere (?) Mathematik
einzusteigen um mit dieser dann auch die nicht so "einfachen" Gebiete
der E-Technik verstehen zu können.
mfg
"Lange her ;-) "
Keine Seite aber 3 relativ einfache und zum Selbststudium geeignete
Bücher:
"Mathematik für Ingenieure und Naturwissenschaftler" von Papula.
Schau dir den 1. Band an, den kannst du im Zweifel bestimmt auch wieder
ganz gut verkaufen, es gibt immer Erstsemester...
Hallo,
danke euch beiden.
"Auf die Mathe", das sieht vielversprechend aus, danke für den Link.
Weiter Vorschläge sind aber auch weiterhin willkommen.
mfg
"Lange her;-)"
Lange her ;-) schrieb:> Lange her ;-)
Du scheinst Techniker zu sein, also kein Studium, auch kein Fachabi oder
Abi. Und tatst dir mit Mathe etwas schwer, wie du schreibst.
Da ist der Papula, auch wenn ich ihn selbst besitze, und gut finde, für
dich eventuell eine Nummer zu hoch.
In der Vor-Internet-Zeit kaufte ich mir aber mal einen Mathe-Wälzer,
heißt "Kleine Enzyklopädie Mathematik", aus dem Harry-Deutsch-Verlag,
mit nur schlaffen 700 Seiten. Es war das beste, umfangreichste, was ich
in den 1980-ern im Buchhandel fand, aus der DDR übernommen, und
didaktisch erstklassig gut. Über ziemlich viele Themen, sogar ab
Hauptschulniveau bis zum Mathematiker. Vor dem Kauf las ich mir solche
Bücher immer vor Ort im Buchhandel an, um zu sehen, ob es was taugt.
Ansonsten hat aber Wikipedia Portale, und Mathe fand ich da auch schon
reichlich.
http://de.wikipedia.org/wiki/Mathematikhttp://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Mathematik
Demnächst (erste Ausstrahlung Vorkurs ab 23. April) fängt wieder ein
Telekolleg Kurs (inkl. Vorkurs) an.
Über die Qualität der Bücher kann man streiten, in Verbindung mit den
Fernsehsendungen und den Arbeitsbögen kommt man aber gut zurecht.
Link kann man hier nicht setzen? BR ist Spam?
Man muss ja nicht offiziell teilnehmen, die Bücher können auch ohne
Teilnahme bestellt werden und sind relativ günstig:
http://www.telekolleg-info.de/produkte/mathematik/
Lange her ;-) schrieb:> (insbesondere: Formeln umstellen)
1. "Punkt vor Strich" und Klammersetzung beachten.
2. Auf beiden Seiten der Formel immer dasselbe machen.
Der Rest ist Übungssache. Dabei kann dir aber kein Buch helfen.
Würde auch zu Papula raten. Die Erklärungen sind wirklich gut. Dazu ist
unbedingt das Übungsbuch zu empfehlen. Die darin enthaltenen Aufgaben
decken sehr viel ab und die Lösungswege sind vollständig gezeigt (also
nicht einfach mal zwei Zeilen ausgelassen).
mfg
http://oberprima.com/mathematik/ - hat mir während der
Fachhochschulreife geholfen die Realschulmathematik (da lag nämlich eine
mathematisch 0-fordernde Ausbildung dazwischen) wieder aufzufrischen...
und jetzt im Fernstudium hilft es mir auch das ein oder andere zu
verstehen...
Papula ist natürlich Standardwerk ;-)
Dipl.-Gott (Gast) schrieb:
> Der Papula ist ein absolut minderwertiges Druckwerk, dessen Popularität> in die Kategorie "mystische Rätsel" fällt.
Erzähl doch keinen Quark, Diplom-Gottchen. Der Papula ist ein
mehrbändiges sehr umfangreiches Standardwerk für das Grundstudium
technischer Fachrichtungen. Band 2 behandelt u.a. Fourier-Reihen u.
Laplace-Transformation neben linearer Algebra. Band 1 enthält die
Vektoralgebra, Komplexe Zahlen u. mehr. mit zahlreichen Beispielen. Es
gibt Studenten die halten den Papula für eher FH geeignet, als
Uni-tauglich. Bei letzteren ist der Bronstein eher angesagt (wobei der
an meiner FH auch genutzt wurde). Für Schulalgebra greift aber selbst
der Papula eher zu weit vor, so dass dein Tipp mit dem Buch der alten
DDR da die bessere Empfehlung sein kann.
Mal einen Blick hier hinein werfen (Kapitel 2)
Mathematik für Ingenieure von Thomas Westermann
http://books.google.de/books/about/Mathematik_f%C3%BCr_Ingenieure.html?hl=de&id=JOOpZzV_ZQ0C
Michael K. schrieb:> Würde auch zu Papula raten.
Der Papula ist wirklich gut, wenn man nach dem Abitur bereits im
Grundstudium steckt. Für Ausbildungsberufe und Techniker eher nicht.
Dipl.- Gott schrieb:> Ich empfehle den 2bändigen Leupold. Der reicht mit 2 Büchern 3 Semester> weit, ist schöner geschrieben, besteht nicht ausschließlich uus> tollwütigem Kampfrechnen und ist anfänglich auch das ideale Begleitwerk> zum Unistudium.
Naja, aber kommt der nicht aus dem Osten? Lieber kein Risiko eingehen...
Wilhelm Ferkes schrieb:> Realist schrieb:>>> Naja, aber kommt der nicht aus dem Osten?>> Ist der Bronstein nicht auch aus dem Osten?
Ja ganz weit im Osten; damalige UdSSR.
Dipl.- Gott (hipot) schrieb:
> Das ist kein Quark. Der Papula ist vollkommen überschätzt und einfach> schlecht.
Das ist DEINE MEINUNG! Andere sehen das anders. Und die Sache mit der
Oberflächlichkeit ist keine Schwäche beim Papula sondern geradezu
Konzept. Es geht nämlich beim Papula nicht nur wie du behauptest um
"stumpfsinniges Rechnen" sondern um das Üben! Hier sind viele andere
Bücher die sich im Theoretischen selber geradezu ersticken dem Papula im
deutlichen Nachteil. Den Studenten an einer FH interessiert es nämlich
nicht, die gleiche Herleitung die er bereits in der Vorlesung
mitgeschrieben hat noch einmal präsentiert zu bekommen. Er will die
Mathe ANWENDEN und anwenden heißt üben, üben und nochmal üben. Das mag
für jemanden wie dich der sich als Diplom-Übergott versteht zu trivial
und profan sein, aber viele andere Studierende wissen das zu schätzen
und die Bewertungen bei Amazon drücken das auch zu recht aus. Mir hat
der Papula jedenfalls viel gebracht, mehr als der Bronstein (den ich
ebenfalls besitze) und ich habe die Geldausgabe für die Bände von Lothar
Papula nie bereut. Ist eine gute Anschaffung fürs Leben.
Gracian schrieb:> Wilhelm Ferkes schrieb:>> Realist schrieb:>>>>> Naja, aber kommt der nicht aus dem Osten?>>>> Ist der Bronstein nicht auch aus dem Osten?>> Ja ganz weit im Osten; damalige UdSSR.
Ja, das Werk ist ausgezeichnet gut. Auch wenn meine Auflage 20 Jahre alt
ist. Sie wird mich sicherlich aushalten.
Der Bronstein ist ein Nachschlagewerk, das größtmögliche Tafelwerk
sozusagen.
Mit dem Wälzer lernt kein Mensch.
Aber wie gesagt, der Hype um den Papula ist lächerlich. Stumpfsinniges
Rechnen kann nicht das Ziel sein, und Üben ist mit dem Papula auch
zweifelhaft, denn dazu bietet dieses überteuerte, oberflächliche
Druckerzeugnis zuwenig anspruchsvolle Probleme, an denen man schön
knobeln könnte.
Der Leupold ist besser, und wenn es zur Sache geht, sollte zum
Burg-Haf-Wille gegriffen werden.
Davon abgesehen ging es ursprünglich um Schulalgebra. :-)
In dem Fall nehme man den erwähnten Kreul zur Hand.
Ahoi
Dipl.- Gott (hipot) schrieb:
> Aber wie gesagt, der Hype um den Papula ist lächerlich.
Nö, der Papula ist halt unter den Studies geliebt. So einfach ist das.
Mit einem Hype hat das nix zu tun. Ein Hype bildet sich aus wenn das
Marketing das neue Ipad oder die neue Spielkonsole über den Klee lobt,
noch bevor es das Zeug zu kaufen gibt, unter Zuhilfenahme von Facebook
und Konsorten.
> Stumpfsinniges> Rechnen kann nicht das Ziel sein,
Was in deinen Augen "stumpfsinnig" ist kommt vielen anderen zugute. Im
übrigen bist du hier nicht der Nabel der Welt und es gibt auch noch
andere Lehrbücher, außer deinen Empfehlungen. In deinen Augen ist
vermutlich jede FH stumpfsinnig.
> und Üben ist mit dem Papula auch> zweifelhaft, denn dazu bietet dieses überteuerte, oberflächliche> Druckerzeugnis zuwenig anspruchsvolle Probleme, an denen man schön> knobeln könnte.
Wem die Übungsbeispiele nicht ausreichen, der schaut sich einfach nach
weiterem, ergänzenden Material um.
> Davon abgesehen ging es ursprünglich um Schulalgebra. :-)
Richtig. Aber wenn du hier die "Stumpfsinnigkeit" des Rechnens gerade
gegen den Papula ins Feld führst, dann sage ich dir, der von dir
erwähnte Kreul ist in dieser Hinsicht doch ein Paradebeispiel
http://books.google.de/books?id=p7ZQlJG6ClcC&pg=PA60&lpg=PA25&hl=de
Auf Seite 60 noch immer bei der Teilbarkeit von Zahlen und erweitern von
Brüchen. Pfffffft ...
:)
Proxxon schrieb:> Richtig. Aber wenn du hier die "Stumpfsinnigkeit" des Rechnens gerade> gegen den Papula ins Feld führst, dann sage ich dir, der von dir> erwähnte Kreul ist in dieser Hinsicht doch ein Paradebeispiel>> http://books.google.de/books?id=p7ZQlJG6ClcC&pg=PA60&lpg=PA25&hl=de>> Auf Seite 60 noch immer bei der Teilbarkeit von Zahlen und erweitern von> Brüchen. Pfffffft ...
Da hat aber die Argumentation kräftig leckgeschlagen.
Es wurde nach Mathematik auf Schulniveau gefragt. Der Kreul ist das
exzellenteste Werk, um die entsprechenden Rechentechniken zu
wiederholen. Ich habe das Buch zu Hause und trotz der freiwilligen
Beschränkung des Buches, gerade nicht die mathematische Strukturenlehre
und das Beweisen zu behandeln, ist der Kreul weit vom primitiven
Kochbuch "Papula" entfernt. Der Kreul ist einfach ein vollständiges Buch
zur Schulmathematik und unternimmt wenigstens den Versuch, den Stoff zu
erklären. Die Geometriekapitel sind diesbezüglich vielleicht die
stärksten des ganzen Buches. (Trotzdem stolpert man im ganzen Buch immer
wieder über Beweise, Beweisskizzen und Empfehlungen an den Leser, die
Beweise zu führen.)
Der größte didaktische Unterschied liegt aber darin, daß der Papula
maschinistisch das Schema F abspult; Definition, Satz, Formel, Formel
benutzen. Als ob man Affen trainieren möchte. Kreul hingegen erklärt
problemorientiert am Beispiel, selbstverständlich nicht immer, doch die
Unterschiede in der Methodologie sind signifikant.
Den Papula brachte im übrigen auch nicht ich zur Sprache, sondern der
wurde von irgendwelchen Kampfrechenfreaks genannt. Da ich den Papula aus
objektiven Gründen einfach eklatant schlecht finde, mußte ich auf
einseitige Statements wie "Der Papula ist gut." reagieren. Ich erklärte
schließlich auch warum. Noch einmal: Der Papula ist katastrophal
schlecht gegliedert und unübersichtlich; der Papula ist sehr teuer; der
Papula enthält nicht einmal den minimalen Grundlagenstoff zur
Ingenieurmathematik, der Papula ist kein wirkliches Lehrbuch, sondern
wirkt wie eine altbackene Anleitung zum Kampfrechnen, obschon zumindest
in den Lehrzielen von Diplomstudiengängen stets das mathematische
Können betont wurde und nicht das blindwütige Rechnen.
Annekdote: Als uns in der ersten Üungsstunde die Literaturempfehlungen
gegeben wurden, meinte die Diplom-Mathematikerin, daß wir den Papula und
[Zitat] "ähnliche Werke von streitbarer Qualität" tunlichst meiden
sollten. Wer die Prüfungen im "Roboterrechenstil" vorbereitete, würde
mit hoher Wahrscheinlichkeit durchfallen. (Das bewahrheitete sich
später.) Die allgemeine Warnung lautete [Zitat] "Die Vorlesung folgt
hauptsächlich dem Standardwerk von Burg, Haf und Wille. Die Übung
bezieht sich auf die Vorlesung und lehnt sich an den Leupold und das
ausgegebene Übungsmaterial(*) an. Als Formelsammlung sollten Sie sich
den Göhler oder besser den Bronstein zulegen.".
Sehr amüsent diesbezüglich ist, daß noch vor einigen Wochen im thread
zur Debatte "Uni gegen FH" von den FH-Menschen keine Gelegenheit
ausgelassen wurde, die angeblich universitätsgleiche Qualität der
Fachhochschulen zu betonen. Bis aufs Blut wurde gestritten.
Und hier darf ich jetzt lesen, daß der für Universitäten nachweislich
ungenügende und oberflächliche Papula zum mathematischen
Grundlagenstudium (an Fachhochschulen?!) perfekt geeignet sei und keine
Wünsche offenließe. Das konterkariert die Diskussion "Uni gegen FH" vom
feinsten und zeigt ungewollt, daß es anscheinend doch empfindliche
Unterschiede zwischen den Institutionen gibt.
Ahoi
(*) Das ausgegebene Übungsmaterial bestand aus originalen und/oder
nachgedruckten Lehrbriefen und Übungsheften aus der Zeit vor der Wende.