kurze gcc Verständnisfrage

Gast #2622196
Hallo,

hätte eine kurze Frage zur Arbeitsweise des gcc, bzw auch anderen C 
Compilern.

Folgendes kurzes Codesegment:
1
char string[6];
2
printf("%i", sizeof(string));

liefert natürlich Ausgabe 6.

Aber woher weis die Software die Länge des Strings (oder eines Arrays)?

Reiche ich den String an eine Funktion weiter
1
doSomething(string);

mit dem Prototyp
1
void doSomething(char *);

und lass mir dort die sizeof ausgeben, kommt irgendwas raus.

Anhand des '/0' kann sizeof die Länge ja nicht ermitteln, da der 
komplette String ja normalerweise zu NULL initialisiert wird.

Kann mich jemand aufklären?

Viele Grüße,
lex
Gast #2622203
Die Software weiß das weil es der Compiler reingeschrieben hat, Zitat 
Wikipedia:
"In most cases, sizeof is a compile-time operator, which means that 
during compilation sizeof expressions get replaced by constant 
result-values."
Gast #2622210
Danke dir, erklärt natürlich einiges.

Das macht es meiner Funktion (die einen String übergeben bekommt) aber 
unmöglich festzustellen, wieviel sie reinschreiben darf.

Will ich sichergehen, dass der String leer ist kann ich ihn auch nicht 
einfach mit NULL füllen.

Wie löst man sowas am geschicktesten?
Zweiten Parameter für die Länge?

Oder hoffen dass der Aufrufer genug Platz reserviert hat?
Gast #2622231
> Wie löst man sowas am geschicktesten?
> Zweiten Parameter für die Länge?
genau so!

> Oder hoffen dass der Aufrufer genug Platz reserviert hat?
auf keinen Fall, das ist ne riesen Sicherheitslücke.
#2622584
lex schrieb:
> Zweiten Parameter für die Länge?

Das ist ein gängiger Weg. Die Funktion muß die Länge auf irgendeine 
Weise kennen.


Joachim Drechsel schrieb:
> lex schrieb:
>> char string[6];
>
> Das Array hat die Größe 6 Byte.
>
>> doSomething(char *);
>
> Der Zeiger hat (iA) die Größe 2 Byte (da steht char*).

Naja, 2 gibt's eigentlich haupstächlich auf ganz kleinen µCs und alten 
DOS-Rechnern. 4 und 8 sind heute doch deutlich häufiger anzutreffen.

> Es sind unterschiedliche Datentypen.

Und zwar auch dann, wenn man schreiben würde:
1
doSomething(char string[6]);
Die Defintion des Parameters sieht zwar exakt gleich aus wie die 
Variable oben, aber trotzdem ist der Funktiosnparameter kein Array, 
sondern immer noch ein Zeiger auf char. Man kann an Funktionen keine 
Arrays direkt übergeben. Man übergibt nur einen Zeiger, und dem sieht 
man die Größe des Arrays nicht mehr an. Also muß diese Größe auf anderem 
Weg mitgeteilt werden.
#2623124
Könnte man auch sowas machen?
1
char* doSomthing()
2
{
3
 static *str=NULL;
4
// prüfen, ob str!=NULL -> Speicher freigeben
5
// neuen Speicher anlegen; nach was für Regeln auch immer
6
// String füllen
7
 return str;
8
}
9

10
// Programmteil
11
char *strTmp,string[6];
12
strTmp=doSomthing();
13
strcpy(string,strTmp);
14

15
// oder sogar bei völlig variablen Rückgabelängen
16
char *strTmp,*string;
17
strTmp=doSomthing();
18
// Speicher für 'string' anmelden mit Größe 'strlen(strTmp)+1'
19
// danach:
20
strcpy(string,strTmp);

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