Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Schaltung: Spannungsversorgung so möglich?


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von John (Gast)


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Hallo Leute,

ich habe eine Frage zu meiner Schaltung und zwar möchte ich ein Gerät 
mit 16.5V betreiben. Dieso dürfen aber nicht sofort anliegen ,sondern 
sollen später per Software-Befehl zugeschaltet werden. Dies geschieht 
über den GPIO. Was mir bisher aufgefallen ist, dass der 
Basisvorwiderstand zu hoch gewählt ist, hier würden meiner Meinung nach 
162 Ohm reichen. Würde die Schaltung ansonst so funktionieren? Danke 
schonmal im Voraus!

von MaWin (Gast)


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Da der FDN338 nur 8V am Gate aushält, geht das so nicht,
aber mit einem ordentlichen P-MOSFET (kein LogocLevel)
wie IRF9530 ginge das so.


Du müsstest zumindest


+16.5V --+-MOSFET--
         |   |
        4k7  |
         |   |
         +---+
         |
        10k
         |
  --1k--|< BC547
         |E
        GND

bauen.

von John (Gast)


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also wie folgt?

von John (Gast)


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Könnte ich das eventuell auch mit 2 Transistoren machen also einem NPN 
und einem PNP und ohne MOSFET?

von Robert L. (manateemoo)


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Ich benutze meistens einen Logic Level NMOS um den PMOS zu steuern.
Ich würde unbedingt noch eine Freilaufdiode für induktive Lasten 
einbauen. Die 100n / 100R in meiner Schaltung sind nicht unbedingt 
nötig.

von John (Gast)


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kann ich auch nen BSP171 für den FDN338P verwenden?

von Jens G. (jensig)


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>Basisvorwiderstand zu hoch gewählt ist, hier würden meiner Meinung nach
>162 Ohm reichen. Würde die Schaltung ansonst so funktionieren? Danke

Wie kommst Du denn darauf? Das ist sinnlose Enerievergeudung. Wenn der 
Mosfet nicht sonderlich schnell schalten soll, dann würde ich die Sache 
eher hochohmiger gestalten.

>Könnte ich das eventuell auch mit 2 Transistoren machen also einem NPN

Hast Du doch schon - oder ist der Mosfet kein Stransistor in Deinen 
Augen (rate mal, was da T am Ande von Mosfet bedeutet)

>und einem PNP und ohne MOSFET?

Ginge auch, aber dann müsstest Du wirklich genug Basisstrom 
bereitstellen, und das wäre in heutigen Zeiten, wo es tolle Mosfets 
gibt, sinnlose Energievergeudung (wieder).
Es wäre allerdings mal interessant, um welche Ströme es dabei geht.

>kann ich auch nen BSP171 für den FDN338P verwenden?

sind beide ziemlich ähnlich - sollten also austauschbar sein

von MaWin (Gast)


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> kann ich auch nen BSP171 für den FDN338P verwenden?

Da der -20V Ugs aushält, würde der in deine Ursprungsschaltung passen,
so wie dort auch der IRF9530 gepasst hätte.

Du hast in deiner IRF9530-Schaltung dann blöderweise beides gemacht, 
Gat-Spannung wie für den FDN338 nötig durch Spannungsteiler reduziert 
und mit dem IRF9530 einen MOSFET genommen der mehr Gate-Spannung 
braucht.

Keine Ahnung, warum Leute nie lesen, was man schreibt, sondern dann 
immer irgendwas machen, möglichst alles auf einmal was bei panikartigem 
oberflächlichen Lesen irgendwie an Worten zu finden ist ohne 
Zusammenhänge zu beachten. Muß was mit P.I.S.A. zu tun haben.

von John (Gast)


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Danke nochmal für die zahlreichen Antworten. Ich hab die Schaltung 
soweit aufgebaut (wie zuerst gepostet nur mit BSP171), jedoch bekomm ich 
beim BSP171 nie meine gewünschte Spannung von 16.5V. Schalte ich an der 
Basis des BC818 zwischen 0 und 5V passiert nichts, die Spannung bleibt 
immer 0V. Habe ich noch nen Fehler irgendwo?

von Foxi (Gast)


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Hi,

sind Source und Gate richtig verbunden? Misst du an Drain?

Welche Spannung kannst du am Gate messen?

Bis denn
Foxi

von John (Gast)


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Hab schon gefunden, der BC818 geht bei 5V schon in die Binsen... hab ich 
nicht drauf geachtet :D Spannungsteiler sollte es richten.

von Helmut L. (helmi1)


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John schrieb:
> Hab schon gefunden, der BC818 geht bei 5V schon in die Binsen...

Noe. Der kann zwischen Kollektor und Emitter 25V ab.

von John (Gast)


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Helmut Lenzen schrieb:
> Der kann zwischen Kollektor und Emitter 25V ab.

Das schon, aber ich hab zwischen Basis und Emitter 5V anliegen und 
Absolute Maximum Rating ist 5V (schaltet schon bei 1.2V) und da ich 
nicht immer genau 5V anliegen habe, ist er kaputt gegangen ;D hab jetzt 
einen Spannungsteiler drin und funktioniert wunderbar. Danke!

von Falk B. (falk)


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@  John (Gast)

>Das schon, aber ich hab zwischen Basis und Emitter 5V anliegen

dann machst du was falsch.

>nicht immer genau 5V anliegen habe, ist er kaputt gegangen ;D hab jetzt
>einen Spannungsteiler drin und funktioniert wunderbar. Danke!

Also mit Murks größeren Murks kaschiert. Naja . . .

von Helmut L. (helmi1)


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John schrieb:
> Das schon, aber ich hab zwischen Basis und Emitter 5V anliegen und
> Absolute Maximum Rating ist 5V (schaltet schon bei 1.2V) und da ich
> nicht immer genau 5V anliegen habe, ist er kaputt gegangen ;D hab jetzt
> einen Spannungsteiler drin und funktioniert wunderbar. Danke!

Bipolare Transistoren werden mit Strom gesteuert. Die 5V gelten nur bei 
negativer Basis in Sperrrichtung. Deshalb gehoert ein Vorwiderstand vor 
die Basis um den Strom zu begrenzen den man bei gegebener 
Stromverstaerkung und Kollektorstrom braucht. In Vorwaertsrichtung 
fallen an der Basis in der Regel 0.7V ab wie bei einer Diode.

Also:

IB = IC/B

B = Stromverstaerkung ca. 200
IC = gewuenschter Kollektorstrom
IB = mindest Basisstrom

Da wir sicher durchschalten wollen erhoehen wir den Basisstrom um einen 
Faktor 3 .. 10 ( ist nicht kritisch)

Iv = IB * 5 zum Beispiel

Iv = Strom durch den Vorwiderstand

Jetzt fehlt uns nur noch die Spannung ueber dem Widerstand.

Die berechnet man so.

Uv = Uh-Ub

Uv = Spannung ueber dem Vorwiderstand
Uh = Hight Spannung an deinem IC Ausgang  (in der Regel bei CMOS 5V = 
Versorgung)
Ub = 0.7V Basis Emitterspannung

Dann ergibt sich fuer Rv = Uv/Iv

von Sepp (Gast)


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Noch was:

Der 4,7uF Kondesator verusacht kurzeitig sehr hohen Strom durch deinen 
P-Kanal MosFET!!
Das könnte er dir übelnehmen (je nachdem wie deine Versorgung ausgelegt 
ist) oder zu einem kurzen Spannungseinbruch führen!

von John (Gast)


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Sepp schrieb:
> Der 4,7uF Kondesator verusacht kurzeitig sehr hohen Strom durch deinen
> P-Kanal MosFET!!

Was kann ich dagegen tun?

von John (Gast)


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Helmut Lenzen schrieb:
> Dann ergibt sich fuer Rv = Uv/Iv

Nach meiner Berechnung bräuchte ich für nen Kollektorstrom von 109mA 
also einen Vorwiderstand von 1,6kOhm und nicht 1kOhm und deswegen ist 
der Transistor kaputt gegangen, seh ich das richtig?

von Daniel F. (daywalker)


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Wie häufig und schnell soll der 818 denn schalten?

Ich hätte jetzt so etwas gesagt wie:
- Verstärkung liegt bei min. 160
- Kollektorstrom liegt bei max. 800mA
- Widerstand zwischen Gate und Kollektor sollte bei min. 20V/800mA = 25 
Ohm liegen
- 800mA / 160 = 5mA Basisstrom
- (5V-0,7V) / 5mA = 860 Ohm

Da die Verstärkung besser als 160 seien wird laut Datenblatt, sind 1 
kOhm schon ok.

Bei 8V und 1 kOhm fließen etwa 7,3mA. Das überlegt der 818 auf jedem 
Fall.

Bis denn
Foxi

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