Automobilkonzern.Direkteinstieg oder Traineeprogramm?

Gast #2627230
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Als Trainee lernt man mehr von der Firma kennen, weil man in der Regel 
viele Abteilungen durchläuft. Das hilft, um Beziehungen zu knüpfen und 
Netzwerke aufzubauen. Wenn man eine steile Karriere anstrebt, ist das 
sicherlich hilfreich.
Gast #2627401
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Ich war der einfachheitshalber mal auf diversen Automobilseiten...hab 
aber auf die schnelle keine interessante Trainee-Stelle gefunden (die 
meisten suchen Maschinenbauer).

Wie Mine Fields schon richtig schrieb, geht es bei Traineeprogrammen 
häufig darum, die Firma bzw. viele Abteilungen kennenzulernen.

Ob dies nach dem Jahr nun eine Übernahme verspricht, weiß ich leider 
nicht.
Gast #2627560
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Hi, Herna,

> ich möchte mich gerne im Automotiv-Bereich bewerben... direkt als

> Berufseinsteiger ... oder Traineeprogramm....?

Kommt darauf an, was Du erreichen willst:
1. Ein "Goldfisch" sein, mit allen Wassern gewaschene Führungskraft auf 
Abruf, die sich nachher gegen die Ablehnung ihrer Mitarbeiter 
durchsetzen muss? Wobei mancher aus Not arrogant wird, die Bodenhaftung 
verliert und zum Spielball der Tantiemen geworden ist?

2. Ein Macher und Problemlöser, ein Feuerwehrmann an allen Brandherden, 
der mit seinem fachlichen Können die Anerkennung der Fachkräfte gewinnt?

3. Ein "ich bin Ingenieur, tue stur Dienst nach Vorschrift und lästere 
heimlich gegen Personen, die sich nach 1. oder 2. entschieden haben"?

Wenn Du einen 1er-Abschluss hast und meinst, Deine fast angeborene 
Kleidungsfarbe sei Nadelstreifen, Dein fast angeborener Dienstwagen 
mindestens CLK-/5xx-Klasse mit Nackenstützenheizung, Du Dir gute Chancen 
ausrechnest für das Casting, bis zum Abschluss des Traineeprogramms, und 
in der anschließenden Verwendung gegen alle Widerstände zu brillieren, 
dann wähle 1.

Leider impliziert die Einrichtung eines Traineeprogramms das Kastenwesen 
zwischen den Kasten
a) Führungskräfte (Reinkarnation des Adels, die einander mit Tantiemen 
führen),
b) Fachkräfte (Reinkarnation des niederen Volkes mit nur begrenzten 
Chancen auf Aufstieg zu den Tantiemenberechtigten).

Diese Einrichtung ist eine Folge der Tayloristischen Organisation 
"Trennung von Kopf- und Handarbeit". Zwangsläufig muss man den "Köpfen" 
Beherrschungstechniken beibringen, welche die "Hände" besser nicht 
wissen sollten. Zwangsläufig ergeben sich so zwei verschiedene 
Laufbahnen, die von einer hohen Hürde getrennt sind. So ergibt sich die 
Struktur des feudalistischen Kastenwesens.

Mein Geschmack war und ist 2., der Feuerwehrmann. Der findet in einem 
eigentümergeführten Unternehmer eher Beifall und Förderung, weil der 
Eigentümer selber einer sein muß, um gegen die Konzerne bestehen zu 
können.

Herna, schau dir mehrere Alternativen an, vergleiche. Viel besser kannst 
Du Deine Wahl nicht entscheiden.

Ciao
Wolfgang Horn

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