Guten Abend!
Habe hier im Forum einige ungewöhnliche Audionkonzepte entdeckt.
Irgendwo auch den Schaltplan oben (nur mal als Beispiel, die Fragen sind
eher allgemeiner und theoretischer Natur und beziehen sich nicht
unbedingt auf den Schaltplan).
Um die Frage(n) zu vereinfachen, will ich den Mischprozess gar nicht
weiter untersuchen.
Wenn am Mischer die ZF rauskommt, kann diese ja über ein Keramikfilter
geführt werden, bevor sie in das Audion eingespeist wird (das auf der ZF
empfängt).
Wie groß oder klein muss denn dabei die Bandbreite des Keramikfilters
sein, wenn man
1. AM
2. SSB
3. CW
empfangen möchte?
Für CW oder SSB könnte man auf die Idee kommen, der ZF hinter dem Filter
mit einem BFO einen Träger zuzumischen, dann muss das Audion nicht
überkoppelt werden.
Wenn man es so machen wollte, würde das etwas an der benötigten
Bandbreite des Keramikfilters ändern?
Ich würde mich über die Antworten erfahrener Empfängerbauer sehr freuen!
Hallo Frank
>Wie groß oder klein muss denn dabei die Bandbreite>des Keramikfilters sein für AM, SSB, CW
Falls man nicht zwischen 3 Filtern umschalten möchte, sollte das Filter
auf das breiteste Signal, also AM, ausgelegt werden. Für gute
AM-Selektivität würde ich 6kHz Bandbreite vorschlagen. SSB überstreicht
ja demoduliert einen Frequenzbereich von ca. 3kHz und AM dann auch.
Auf jeden Fall muß das Audion vom Keramikfilter entkoppelt werden. Also
Keramikfilter, dann Pufferstufe, dann Audion.
>der ZF hinter dem Filter mit einem BFO einen Träger zuzumischen>Wenn man es so machen wollte, würde das etwas an der benötigten>Bandbreite des Keramikfilters ändern?
Eher nicht, das Keramikfilter macht die Weitab/Vor/AM-Selektion. Es
kommt immer auf die eigenen Prioritäten an, um einfach mal reinzuhören
reicht für alle 3 Betriebsarten schon das 6kHz Filter. Ist jedoch etwas
mehr los oder findet gar ein Contest statt, bekommt man ein Problem. Die
Weitabdämpfung eines Keramikfilters beträgt ca. 50dB. Das ist relativ
wenig. Das Audion kann ca. 40dB, macht zusammen immerhin 90dB.
Wichtig ist vor allem die Unterdrückung des anderen Seitenbandes. Dazu
legt man eine Flanke des Keramikfilters so asymetrisch, daß das gewollte
Seitenband durchkommt und das ungewollte schon stark abfällt. Das Audion
hift dann nochmals mit, indem die Audion-Mitte 1kHz oberhalb der
Keramikflanke platziert wird. Bei SSB sollte man die Rückkopplung wegen
dem Klang nicht zu sehr anziehen, aber bei CW erreicht man leicht
Bandbreiten von unter 100Hz.
Ungewollte Störungen auf dem eigenen Seitenband liegen in einem höheren
Frequenzbereich, also oberhalb von 3kHz und können, falls gewünscht,
nachträglich per NF-Filter weiter eliminiert werden.
>der ZF hinter dem Filter mit einem BFO einen Träger zuzumischen
Da hab ich mehrere Versionen probiert. Das BFO-Signal direkt zu ZF
hinzufügen war die schlechteste Variante. Da mein Audion als
Hartley-Oszillator mit JFet ausgeführt wurde hab ich noch probiert, den
BFO in Source oder Drain einzuspeisen. Beim Drain hat es mit Abstand am
Besten funktioniert. Die BFO-Amplitude sollte auf einen klaren Klang bei
einem kräftigen Signal ausgelegt sein, sonst muß man ständig die
Amplitude an die Signalstärke anpassen.
Frequenzplan:
Es ist wichtig, sich vorher zu überlegen, wie und wo die einzelnen
Oszillatoren, Seitenbänder, Filter- und Frequenzbereiche zu liegen
kommen. Dann kann man mit einem steilen Bandpass/Tiefpass im NF-Bereich
noch einiges erreichen.
Gruß, Bernd
B e r n d W. schrieb:> Die> Weitabdämpfung eines Keramikfilters beträgt ca. 50dB. Das ist relativ> wenig. Das Audion kann ca. 40dB, macht zusammen immerhin 90dB.
wenn man nur einen relativ schmalen bereich empfangen will, kann man
sich ja fast den mixer und das keramikfilter sparen und einfach zwei
audions hintereinander schalten, dann hat man auch seine 80db.
direkt hinter die antenne noch ein schwach gekoppelter bandpass aus zwei
lc-kreisen und man landet irgendwo bei 120db.
;-)
Hallo Bernd,
vielen herzlichen Dank für die fundierte Antwort, ich bin begeistert!
Hast du beruflich mit dem Thema Hochfrequenz zu tun?
Danke auch für die Daten zur Filterbreite bei den verschiedenen
Empfangsmodi!
B e r n d W. schrieb:> Auf jeden Fall muß das Audion vom Keramikfilter entkoppelt werden. Also> Keramikfilter, dann Pufferstufe, dann Audion.
Warum eigentlich?
> Die> Weitabdämpfung eines Keramikfilters beträgt ca. 50dB. Das ist relativ> wenig.
Kann man das Keramikfilter vor dem Buffer vielleicht mit einem
abgestimmten LC-Kreis kombinieren, der müsste doch die Weitabselektion
wesentlich verbessern!?
> Wichtig ist vor allem die Unterdrückung des anderen Seitenbandes. Dazu> legt man eine Flanke des Keramikfilters so asymetrisch, ...
Wie erzeugt man hier eine asymmetrische Flanke?
> Bei SSB sollte man die Rückkopplung wegen> dem Klang nicht zu sehr anziehen, aber bei CW erreicht man leicht> Bandbreiten von unter 100Hz.
Dann kann man für CW auch ein 3kHz breites Filter verwenden und erledigt
den Rest mit dem Audion, praktisch!
> Ungewollte Störungen auf dem eigenen Seitenband liegen in einem höheren> Frequenzbereich, also oberhalb von 3kHz und können, falls gewünscht,> nachträglich per NF-Filter weiter eliminiert werden.
Das ist praktisch!
> Da mein Audion als> Hartley-Oszillator mit JFet ausgeführt wurde hab ich noch probiert, den> BFO in Source oder Drain einzuspeisen. Beim Drain hat es mit Abstand am> Besten funktioniert.
Hier würde mich der Schaltplan mit den Bauteilwerten interessieren! Wäre
es möglich, dass du ihn hier auflädst?
Wenn ich darüber nachdenke, scheint es mir so, dass ein Audion vor der
Demodulation der ZF noch einige Vorteile bringt.
Man könnte auf den Gedanken kommen, solch ein Audion bei einem
bestehenden Empfänger zwischen den ZF-Ausgang und den Demodulator
einzufügen (oder gibt es Dinge, die dagenen sprechen?).
Grüße, Frank
flo schrieb:> wenn man nur einen relativ schmalen bereich empfangen will, kann man> sich ja fast den mixer und das keramikfilter sparen und einfach zwei> audions hintereinander schalten, dann hat man auch seine 80db.> direkt hinter die antenne noch ein schwach gekoppelter bandpass aus zwei> lc-kreisen und man landet irgendwo bei 120db.> ;-)
das müßte man wirklich mal ausprobieren! man könnte die Audione so
gegeneinander verstimmen, daß bestimmte Filterbandbreiten erreicht
werden
Hallo,
>und einfach zwei audions hintereinander schalten
es würde zwar funktionieren, wäre aber eine elende Fummelei und für
Hausfrauen sowiso undenkbar ;-)
> Hast du beruflich mit dem Thema Hochfrequenz zu tun?
Eher wenig.
>> muß das Audion vom Keramikfilter entkoppelt werden> Warum eigentlich?
Zwei miteinander verkoppelte Schwingkreise bilden zusammen ein
Bandfilter. Bei Bandfiltern gibt es unterkritische, kritische und
überkritische Kopplung. Siehe:
http://saba.magnetofon.de/showtopic.php?threadid=3992
Ob überkritisch oder nicht, hängt vom Koppelfaktor und von der Güte ab.
Die Güte des Audion-Schwingkreises kann verstellt werden und mehrere
1000 erreichen. Dabei entsteht eine extrem überkritisch gekoppeltes
Filter mit 2 Höckern und einem 20dB tiefen Einbruch dazwischen.
> Weitabdämpfung eines Keramikfilters beträgt ca. 50dB> Kann man das mit einem LC-Kreis kombinieren?
Dann eher zwei Keramikfilter kaskadieren, aber ich dachte, Du wolltest
ein Audion.
> Wie erzeugt man hier eine asymmetrische Flanke?
Es gibt hier keine asymetrische Flanke, sondern das Nutzsignal liegt
nicht in der Filtermitte. Falls das Filter eine Mittenfrequenz von
455kHz hat, reicht die Bandbreite von 452 bis 458kHz. Der VFO wird so
eingestellt, daß das obere Seitenband der ZF gerade in die untere Hälfte
des Keramikfilters fällt.
Das obere Seitenband der ZF war zuvor das untere Seitenband auf 80/40m.
Die Seitenbänder haben sich gespiegelt, weil der VFO oberhalb des
Empfangssignals schwingt.
Dann stellt man für SSB das Audion auf 453kHz und den BFO auf 451,7kHz.
Falls einem das Maximum bei CW mit 1.3kHz zu hoch liegt, kann das Audion
ein paarhunder Herz runtergestellt werden.
Für AM wird die gesamte Filterbreite benutzt.
> Schaltplan mit den Bauteilwerten
Schaltplan folgt
> ein Audion bei einem bestehenden Empfänger zwischen> den ZF-Ausgang und den Demodulator einzufügen
Der Rest des Empfängers ist nicht dafür ausgelegt, der Aufwand wäre
relativ groß. Die Verstärkung wird zu hoch, ein NF-Filter müßte
eingefügt werden, die ZF kann schwingen, die richtige Stelle ist wegen
integrierten Bauteilen nicht zugänglich ... Aber man kann relativ
einfach eine kleine BFO-Platine nachrüsten.
Gruß, Bernd
Hier kommt noch der Schaltplan.
Da es kein Spice-Modelle von Murata-Filtern gibt, hab ich dieses mit
Hilfe eines Ladderfilters nachgeahmt. Es hat 6khz Bandbreite und
funktioniert genauso, wie beschrieben. Im Original hatte ich ein Murata
SFD455 eingebaut, welches jedoch heute nicht mehr lieferbar ist.
Der NE612 ist nur symbolisch dargestellt. Die richtige Beschaltung kann
man aus dem Datenblatt entnehmen. Es kommt ja auch darauf an, wie
abgestimmt wird, den Abstimmbereich, die Empfangsfrequenz usw.
Alle U309 sind eigentlich J310. Der Unterschied ist nicht groß, denn
beide teilen sich ein gemeinsames Datenblatt.
Eigentlich ist es kein richtiges Audion, denn der Q-Multiplier
demoduliert nicht. Dafür ist ein extra AM-Demodulator zuständig. Für AM
wird einfach die BFO Betriebsspannung abgeschaltet. Das injizierte
BFO-Signal bewirkt am Q-Multiplier eine AM-Modulation, damit hat dann
der AM-Demodulator leichtes Spiel.
Gruß, Bernd
Hallo Bernd,
Danke für den Schaltplan und die Antworten !!!
Für den Fall, dass ich das Audion nachbauen wollen würde:
Ist es vom Aufbau her ein großer Aufwand?
Kann man die Teile einfach auf eine Kupferplatine mit ein paar
Lötstützpunkten aufbringen oder muß man die einzelnen Segmente in
geschirmte Kammern bauen?
Ein Keramikfilter CFL455 G3 mit diesen Parametern habe ich:
6-dB-Bandbreite ±7,5 kHz
50-dB-Bandbreite ±20 kHz
Mir kommt die Bandbreite recht groß vor (oder täuscht das?).
Wie wird beim BFO die Frequenz und die Amplitude eingestellt?
Grüße, Frank
Hallo Frank
> Kann man die Teile einfach auf eine Kupferplatine mit ein> paar Lötstützpunkten aufbringen
So hab ich das auch gemacht. Den NE612 kopfüber mit der Deadbug-Methode.
Jede Stufe schön mit Blockkondensator. Überleg Dir aber vorher, wo auf
der Frontplatte die Antennenbuchse hinkommt, das HF-Poti, der
Drehkondensator, die Rückkopplung, der BFO-Regler. Dann das selbe auf
der Platine.
>Mir kommt die Bandbreite ±7,5 kHz recht groß vor
Dabei handelt es sich um ein Schmalband-FM Filter. Es hilft, 50kHz
entfernte Rundfunksender zu unterdrücken. Beim 40m-Band kommt ja
oberhalb gleich ein Rundfunkbereich. Du könntest es damit aufbauen und
später, wenn alles funktioniert, irgendwann auf ein schmaleres wechseln.
Schmale Filter haben auch steilere Flanken und damit eine bessere
Seitenbandunterdrückung.
Bei deinem Filter mußt Du Dir die Position des BFOs und des
CW/SSB-Bereiches neu überlegen. Der BFO sollte schon auf der abfallenden
Flanke und die Mitte des SSB-Bereiches etwa 1kHz innerhalb des
Durchlassbereiches positioniert werden.
>Wie wird beim BFO die Frequenz und die Amplitude eingestellt?
Die Frequenz des BFOs kann mit einem kleinen Drehkondensator oder einer
Kapazitätsdiode abgestimmt werden. Der Abstimmbereich sollte -1 bis +4
kHz betragen damit kann man auch auf das andere Seitenband wechseln. Bei
mir war er auf SSB optimiert und fest eingestellt. Dann reicht es, denn
Kern auf die richtige Frequenz zu verstellen.
Die optimale Amplitude wird einmal ermittelt und dann kann ein
Festwiderstand eingesetzt werden. Vor dem 22pF Kondensator sollten ca.
1.5 Vss anstehen. Falls es später trotzdem übersteuert, kann man ja am
HF-Regler etwas zurückdrehen.
Der Demodulator liefert schon ein recht kräftiges Ausgangssignal
zwischen 0,1 und 1Vss. Damit erreichen Computer-Aktivlautsprecher eine
gute Lautstärke. Zwischen Ausgang und Verstärker fehlt noch ein
Kondensator mit 10µF. Planst Du, einen NF-Verstärker mit einzubauen?
Falls Du es wirklich nachbauen möchtest, könnte ich den Schaltplan
nochmal updaten.
Welche Meßmittel hast Du? Oszi, Frequenzzähler, Meßsender? Im Notfall
könntest Du den BFO zuerst aufbauen und als Meßsender für den Agleich
der ZF verwenden. Das selbe mit dem VFO und
Mit dem Superhet-Audion konnte ich Stationen aus den USA aufnehmen,
einmal Venezuela und ganz Europa sowieso. Momentan haben wir ja eine
hohe Sonnenaktivität und damit gute Bedingungen.
Gruß, Bernd
PS
Meine Schaltung war nur als Versuchsaufbau gedacht und der Audionteil
wurde später durch ein 6-poliges Quarzfilter, Produktdetektor ersetzt
nebst umschaltbarem NF-Filter und NF-Endstufe.
Hallo Bernd!
B e r n d W. schrieb:> Den NE612 kopfüber mit der Deadbug-Methode.
So stelle ich mir das vor ;)
Müssen die einzelnen Segmente denn eigentlich mit einer Art
Weißblechkammern getrennt werden?
> Dabei handelt es sich um ein Schmalband-FM Filter.
Mist, hatte es mal bei Box73 für Kurzwellenbastelei mitbestellt für alle
Fälle.
Habe folgende Filter zw. 455 und 500kHz vorrätig:
CSB455E
SFU455B
SFZ455E
SFP460H (relativ dickes Teil)
SFZ460A
CSB500E5
Kannst du mit den Bezeichnungen etwas anfangen? Sonst google ich mal.
> Die Frequenz des BFOs kann mit einem kleinen Drehkondensator oder einer> Kapazitätsdiode abgestimmt werden.
Kapazitätsdiode ist gut!
> Die optimale Amplitude wird einmal ermittelt und dann kann ein> Festwiderstand eingesetzt werden.
Welcher Festwiderstand, R16?
> Planst Du, einen NF-Verstärker mit einzubauen?> Falls Du es wirklich nachbauen möchtest, könnte ich den Schaltplan> nochmal updaten.
Ich habe einen "fliegenden" Kopfhörerverstärker, den wollte ich erst mal
benutzen.
> Welche Meßmittel hast Du? Oszi, Frequenzzähler, Meßsender?
Mein Nachbar wäre so nett, seine Messmittel vorübergehend zur Verfügung
zu stellen. Es dürfte alles genannte dabei sein.
> Falls Du es wirklich nachbauen möchtest, könnte ich den Schaltplan> nochmal updaten.
Das wäre super!
> Mit dem Superhet-Audion konnte ich Stationen aus den USA aufnehmen,> einmal Venezuela und ganz Europa sowieso. Momentan haben wir ja eine> hohe Sonnenaktivität und damit gute Bedingungen.
Habe ich auch schon irgendwo gelesen! Wäre spannend...
> Meine Schaltung war nur als Versuchsaufbau gedacht und der Audionteil> wurde später durch ein 6-poliges Quarzfilter, Produktdetektor ersetzt> nebst umschaltbarem NF-Filter und NF-Endstufe.
Flexibel sein ist immer gut! ;O)
Wenn man es hinterher verbessern kann, warum nicht!
Viele Grüße und Danke für die ausführlichen Antworten!
Frank
PS: die genannten Filter sind alle dreibeinig.
> CSB455E> SFU455B> SFZ455E>> SFP460H (relativ dickes Teil)> SFZ460A>> CSB500E5
Habe auch noch zwei Stück
CSB455E
Die sind aber zweibeinig!
>Müssen die einzelnen Segmente denn eigentlich mit>einer Art Weißblechkammern getrennt werden?
Nein, es empfiehlt sich aber die Bauteile, welche zum VFO gehören,
abzuschirmen. Auch zum Schutz vor Zugluft. Nach einer Warmlaufphase
sollte die VFO-Drift weniger als 100Hz in 5 Minuten betragen.
> SFP460H (relativ dickes Teil)
Das SFP460H wäre imho am Besten geeignet.
Murata SFP460H Ceramic filter 6dB Band width (KHz) min =+/-3(+/-4)KHz,
Selectivity (dB) min= -9KHz off 40dB +9KHz off (50)dB
Insetion Loss(dB)Max.=6 (1.5), 3 PIN
Impedanze 2kOhm
Könntest Du nach dem original Datenblatt für das SFP460H suchen? Die
Spulenfilter sollten sich noch auf diese Frequenz abstimmen lassen.
>Kapazitätsdiode ist gut!
Die muß lose über einen Koppelkondensator angeschlossen werden mit einer
Abstimmspannung über 3Volt (3-8V), sonst ist die Drift zu groß.
>Welcher Festwiderstand, R16?
Möglicherweise ginge es damit auch. Meiner war in Reihe zu C14. Falls
die Ausgangsspannung zwischen 1 und 2 Volt liegt, kann man mit dem C14
variieren. Das funktioniert auch mit 10pF noch.
Bernd
Hallo Bernd!
B e r n d W. schrieb:> Nein, es empfiehlt sich aber die Bauteile, welche zum VFO gehören,> abzuschirmen. Auch zum Schutz vor Zugluft. Nach einer Warmlaufphase> sollte die VFO-Drift weniger als 100Hz in 5 Minuten betragen.
Als VFO möchte ich erst mal den internen Oszillator vom NE602 verwenden.
Abschirmen der Bauteile geht natürlich trotzdem.
> Das SFP460H wäre imho am Besten geeignet.
Wo hast du die Daten her? Habe beim Googeln einige Anbieter gefunden,
aber kein Datenblatt.
Ich habe mir noch ein paar Gedanken zum Schaltplan gemacht.
Kann man das Poti >R3, R7< zur Not durch ein 4K7-Poti mit
parallelgeschaltetem 1K2-Festwiderstand ersetzen?
Das Poti >R4, R6< würde ich nur durch ein 4k7-Poti ersetzen...
(Der Grund ist, dass ich relativ viele 4k7-Potis besitze, aber keine
Potis mit kleineren Werten)
Kann man das heiße Ende von L5 über ein 10k-Trimmpoti auf Masse legen
und das BFO-Signal am Schleifer abgreifen? So könnte man die Amplitude
bequemer einstellen.
Noch eine letzte Frage: das Audion (oder der Q-Multiplier, wie du oben
geschrieben hast) soll auf eine feste Frequenz eingestellt sein, wenn
ich es richtig verstehe. (?)
Verstimmt sich aber ein Audion nicht, wenn die Rückkopplung verändert
wird?
Viele Grüße,
Frank
Hallo Frank
>> Das SFP460H wäre imho am Besten geeignet.>Wo hast du die Daten her? Habe beim Googeln einige>Anbieter gefunden, aber kein Datenblatt.
Das zuvor angehängte Datenblatt beschreibt ein ähnliches Filter.
SFP deutet auf die selbe Familie hin.
460 ist die Mittenfrequenz in kHz
H beschreibt die Bandbreite +/- 3kHz
Nach Vergleichen von verschiedenen Datenblättern würde ich von einem
Abschlußwiderstand 2kOhm ausgehen, die Anschlußbelegung dürfte auch wie
beim SFPS450 sein, jedoch mit einer Weitabdämpfung von 35dB.
Ein "richtiges" Datenblatt wäre trotzdem hilfreich.
> Kann man das Poti >R3, R7< zur Not durch ein 4K7-Poti mit> parallelgeschaltetem 1K2-Festwiderstand ersetzen?
Das kannst Du probieren, ich befürchte, dass sich dann die Rückkopplung
auf einen kleineren Bereich in den oberen 10% abspielt. Die Schaltung
ist so aufgebaut, daß sich die Rückkopplung ändert, nicht jedoch der
DC-Arbeitspunkt.
Das Poti >R4, R6< würde ich nur durch ein 4k7-Poti ersetzen...
Das wird so funktionieren, das Verhalten nähert sich etwas einem
logarithmischen Verlauf an.
> L5 über ein 10k-Trimmpoti auf Masse legen> und das BFO-Signal am Schleifer abgreifen?
Gute Idee.
> Verstimmt sich aber ein Audion nicht,> wenn die Rückkopplung verändert wird?
Möglicherweise um ein paar Herz. Durch die niedrige Frequenz von 455kHz
sind diese Einflüsse ziemlich entschärft. Er kann übersteuert werden,
dann muß Du den HF-Regler zurücknehmen. Der Q-Multiplier könnte bei
Temperaturänderungen driften, also gute Kondensatoren wie NP0 oder
Styroflex verwenden, das gilt auch für die Oszillatoren.
Versuch mal selber die Schaltung zu zeichnen, besonders den Oszillator
um den NE612. Mit Bleistift wäre auch ok.
Gruß, Bernd
Nicht lachen, aber man müsste bei eurem Audion einfach den Demodulator
hinter C11 weglassen und direkt in ein Mittelwellenradio einkoppeln.
Radio auf ZF abstimmen und fertig!
Ö)
flo schrieb:> man müsste bei eurem Audion einfach den Demodulator> hinter C11 weglassen und direkt in ein Mittelwellenradio einkoppeln.> Radio auf ZF abstimmen und fertig!
Denn kann man sich wohl gleich Keramik-Filter und Audion sparen und
direkt den Ausgang vom NE6x2 samt BFO-Signal in den MW-Empfänger
einspeisen!
---> Konverter
B e r n d W. schrieb:> Versuch mal selber die Schaltung zu zeichnen, besonders den Oszillator> um den NE612.
Solch ein "freigelötetes" HF-Projekt erfordert ziemlich viel Planung,
wie ich jetzt merke!
Gibt es eine Art Zeichenprogramm, mit dem man den Schaltplan schnell
wiedergebenkann?
> H beschreibt die Bandbreite +/- 3kHz
Ist das Filter ein SSB-Filter oder ein AM-Filter? Ich tippe auf
AM-Filter, weil +/- 3kHz = 6kHz Bandbreite, was für AM günstig sein
dürfte!?!
Was bedeuten denn die Buchstaben bei den anderen Filtern, z.B. A, B, E ?
(gibt es einen offiziellen Schlüssel?)
> Ein "richtiges" Datenblatt wäre trotzdem hilfreich.
Da stimme ich uneingeschränkt zu :-)
> Das kannst Du probieren, ich befürchte, dass sich dann die Rückkopplung> auf einen kleineren Bereich in den oberen 10% abspielt. Die Schaltung> ist so aufgebaut, daß sich die Rückkopplung ändert, nicht jedoch der> DC-Arbeitspunkt.
Werde noch mal in einer Krams-Kiste wühlen, ein 1k-Poti wäre mir schon
lieber, bevor viel rumprobiert werden muss.
>> L5 über ein 10k-Trimmpoti auf Masse legen>> und das BFO-Signal am Schleifer abgreifen?>> Gute Idee.
Fein, dann wird es so gemacht!
>> Verstimmt sich aber ein Audion nicht,>> wenn die Rückkopplung verändert wird?> Möglicherweise um ein paar Herz. Durch die niedrige Frequenz von 455kHz> sind diese Einflüsse ziemlich entschärft. Er kann übersteuert werden,> dann muß Du den HF-Regler zurücknehmen. Der Q-Multiplier könnte bei> Temperaturänderungen driften, also gute Kondensatoren wie NP0 oder> Styroflex verwenden, das gilt auch für die Oszillatoren.
Styroflex habe ich noch als Restpostenbeutel. Die keramischen
Kondensatoren, die ich vorrätig habe, sind meistens aus alten Radios
ausgelötet, es läßt sich vermutlich schwer feststellen, welche davon NPO
sind und welche nicht.
Aus 'logistischen' Gründen möchte ich 'hinten' anfangen und alles bis R2
aufbauen. Dann müsste sich die Funktion mit einem Frequenzgenerator
überprüfen/einstellen lassen.
Dann soll das IC dazukommen mit diesem Dreifach-'Schwingkreisfilter'
davor (hat dieses 'Filtergebilde' eigentlich einen Namen?).
Dann soll eine Antennen angeschlossen werden und der Frequenzgenerator
soll versuchsweise als VLO benutzt werden.
Wenn so alles richtig eingestellt ist und ein erster Empfang
stattgefunden hat, wird dann zuletzt der VLO mit dem IC aufgebaut.
Das ist der Plan in der Theorie.
:-)
Viele Grüße!
PS:
wenn nichts dagegen spricht, bohre ich die Löcher für die Potis einfach
durch die Trägerplatine.
Dann kann man zum Schluss die Platine wenden und bequem in einer
Blechkiste unterbringen. Die Poti-Achsen sollen dabei oben am
Kistendeckel herausgeführt werden.
Den Antennenanschluss führe ich ebenfalls durch die Platine.
So entstehen von Anfang an keine "weiten Wege" für das HF-Signal und
auch nicht für die Masse (gilt auch für die Metallkapseln der Potis, die
so direkt mit der Platinenmasse verbunden sind).
@Onno
> Denn kann man sich wohl gleich Keramik-Filter und Audion sparen
Dann kann man sich auch gleich die ganze Arbeit sparen und einen
Weltempfänger nehmen. Aber ob es dann mehr Spass macht und ob man dann
dabei auch was lernt?
@Frank
>"freigelötetes" HF-Projekt erfordert ziemlich viel Planung
Lieber zwischen den Baugruppen 1-2cm Platz lassen für spätere
"Verbesserungen". Manche schätzen den Platzbedarf ab und zeichnen vor
dem Löten mit Bleistift den Bereich jeder Stufe auf die Platine. Dann
wird auch klar, ob das Poti bei der Stufe sitzt und ob der Platz reicht.
Sitzt die Anstimmung rechts oder links?
Schaltplan zeichnen:
http://www.mikrocontroller.net/articles/Schaltplaneditoren>Was bedeuten denn die Buchstaben bei den anderen Filtern
Für niedrige ZF ~450-500kHz
Typ Bandbreite bei -6dB
A 35
B 30
C 26
D 20
E 15
F 12
G 9 AM
H 6 AM
I 4 AM
J 3 SSB
K 1 - 2.7 CW/SSB
Die verschiedenen Filter weisen auch noch Toleranzen bei der
Mittenfrequenz auf.
>'hinten' anfangen
Geh dann vom HF-Generator mit 1.8k auf das Filter und versuch die
Durchlassmitte, dann Richtung tiefe Frequenzen den -3, -6, -20dB Punkt.
Wenn dann die Filterkurve bekannt ist, kann der BFO positioniert werden.
>diesem Dreifach-'Schwingkreisfilter' davor
3-fach Bandfilter, Vorkreisfilter, Preselektor...
Die Spiegelfrequenz (für 40m) liegt bei:
Fs_min = 7000k + 910k = 7910kHz
Fs_max = 7200k + 910k = 8110kHz
Dieser Bereich sollte schon um ca. 50dB unterdrückt werden, deshalb ein
Dreifach-Bandfilter. Auf der Spiegelfrequenz liegt zum Glück kein
Rundfunkbereich, sonst würden 50dB nicht reichen.
>der Frequenzgenerator soll versuchsweise als VLO benutzt werden.
Dazu mußt Du ~500mVss am Pin 6 über einen C z.B. 100pF einspeisen. Der
Empfang funktioniert auch schon ohne Vorfilter.
Beim Vorfilter handelt es sich um 3 Einzelfilter für 10.7MHz. Die Filter
haben schon eine Schwingkreiskapazität eingebaut. Es muß jeweils ein C
parallelgeschaltet werden, um auf 7MHz runterzukommen. Das Oszi auf der
Schwinkreisseite anschließen. Dann wird mit dem HF-Generator in die
Koppelwicklung eingespeist und das Maximum gesucht.
>Antennenanschluss führe ich ebenfalls durch die Platine
Kommt der dann oben raus?
Gruß, Bernd
Hallo zusammen!
> @Onno>> Denn kann man sich wohl gleich Keramik-Filter und Audion sparen> Dann kann man sich auch gleich die ganze Arbeit sparen und einen> Weltempfänger nehmen. Aber ob es dann mehr Spass macht und ob man dann> dabei auch was lernt?
Die Idee finde ich eigentlich sogar ziemlich gut, da muss man erst mal
drauf kommen!
;-)
Ich will aber ein Standalone-Gerät selberbauen! Trotzdem Danke für den
Hinweis!
> Lieber zwischen den Baugruppen 1-2cm Platz lassen für spätere> "Verbesserungen". Manche schätzen den Platzbedarf ab und zeichnen vor> dem Löten mit Bleistift den Bereich jeder Stufe auf die Platine. Dann> wird auch klar, ob das Poti bei der Stufe sitzt und ob der Platz reicht.> Sitzt die Anstimmung rechts oder links?
Die VFO-Abstimmung wird wohl links sein. Das werde ich auch so machen
(alles vorzeichnen).
> Schaltplan zeichnen:> http://www.mikrocontroller.net/articles/Schaltplaneditoren
Danke!
>>Was bedeuten denn die Buchstaben bei den anderen Filtern
Auch danke für den Code zu den Filtern!
Kann man eigentlich ein richtig gutes (!) ZF-Filter in diesem
Frequenzbereich selberbauen?
>>'hinten' anfangen> Geh dann vom HF-Generator mit 1.8k auf das Filter und versuch die> Durchlassmitte, dann Richtung tiefe Frequenzen den -3, -6, -20dB Punkt.> Wenn dann die Filterkurve bekannt ist, kann der BFO positioniert werden.
Du meinst das Keramikfilter oder?
B e r n d W. schrieb:> Die Spiegelfrequenz (für 40m) liegt bei:> Fs_min = 7000k + 910k = 7910kHz> Fs_max = 7200k + 910k = 8110kHz
Sind es bei ZF = 460kHz nicht eher 920KHz?
>>der Frequenzgenerator soll versuchsweise als VLO benutzt werden.> Dazu mußt Du ~500mVss am Pin 6 über einen C z.B. 100pF einspeisen. Der> Empfang funktioniert auch schon ohne Vorfilter.
Pin6 ist lt. Datenblatt OSC(B), in Ordnung, habe ich vorgemerkt!
>>Antennenanschluss führe ich ebenfalls durch die Platine> Kommt der dann oben raus?
Ja, scheint mir am günstigsten, so kann alles über und unter dem Deckel
montiert werden.
Mir liegt ein Datenblatt zu dem IC vor, ich baue einen
Colpitts-Oszillator mit C-Diode auf.
Woher weiß man, welche Kondensatoren für die gesuchte Frequenz welche
Werte haben?
(gesuchte Frequenz = Empfangsfrequenz + ZF ? )
Viele Grüße!
Hallo Frank
> Du meinst das Keramikfilter oder?
Ja.
>Sind es bei ZF = 460kHz nicht eher 920KHz?
Da liegst Du richtig, ich hab aus Versehen mit der Standardfrequenz
455kHz gerechnet.
> Kann man eigentlich ein richtig gutes (!)> ZF-Filter in diesem Frequenzbereich selberbauen?http://www.murata.com/products/catalog/pdf/p50e.pdf
Ein Filter wie dein Murata bekommt man auch mit 3 gekoppelten
Einzelfiltern hin, ähnlich wie das Vorfilter. Als Einzelfilter sollten
hochwertige mit einer Güte > 100 verwendet werden. Die Banddbreite kann
in Grenzen mit den Koppelkondensatoren eingestellt werde.
Für ein deutlich besseres Filter sollte die Frequenz tiefer bei ca.
100kHz liegen. Dann bekommt man aber mit der Spiegelfrequenz Probleme.
Erstens fällt die Spiegelfrequenz in das 41m Europaband (7200 - 7400kHz)
mit recht kräftigen Sendern, zweitens dämpft dort der Vorkreis erst mit
ca. 30dB.
Beitrag "Universal Empfänger für SSB, FM, AM, (Etc)"
Beitrag 2626898 (Stahlradio)
Da ging es vor Kurzem um dieses Thema. Das Stahlradio beinhaltet zwei
Bandfilterm mit Schalenkernen mit dem Material M33. Die Schwingkreise
haben eine Güte von 300, was nicht so leicht zu toppen ist.
Dann gab es Versuche, mit Keramikschwingern ein Ladderfilter zu bauen.
Ladderfilter mit Quarzen funktionieren für CW schon mit 4 Quarzen ab ca.
1.5MHz und frühestens ab 4MHz für SSB, dann darf aber die Quarzgüte
nicht zu hoch sein. Das wird gerne mit TV-Farbquarzen gemacht: 4.433MHz.
Ladderfilter mit Bandbreiten für AM funktionieren erst bei f >= 8MHz,
sonst schaft man keine ausreichende Bandbreite.
http://www.giangrandi.ch/electronics/crystalfilters/xtalfilters.shtml>Mir liegt ein Datenblatt zu dem IC vor
Es gibt zum SA/NE-602/612 von Philips noch die Application Notes AN1982,
AN1983 und AN1993.
> Woher weiß man, welche Kondensatoren für die gesuchte> Frequenz welche Werte haben?> (gesuchte Frequenz = Empfangsfrequenz + ZF ? )
Man kann die Kapazität des integrierten Kondensators berechnen, indem
man zuerst die Resonanzfrequenz ermittelt, dann einen bekannten
Kondensator parallelschalten (z.B. 100pF) und dann erneut die
Resonanzfrequenz ermittelt.
f_alt / f_neu = sqr(c_alt / c_neu)
c_neu - c_alt = 100pF
nach c_alt auflösen und Du hast die Kapazität und dann auch sehr einfach
über die Resonanzfrequenz die Induktivität.
Du benötigst einfach einen Kondensator, mit dem Du erst mal ohne
Kapazitätsdiode auf eine VFO-Frequenz von 8200kHz kommst. Der Rest läßt
sich mit dem Kern einstellen.
Gruß, Bernd
Hallo Bernd,
der VFO muss dann mindestens den Frequenzbereich
[MHz]
7000 + 460 = 7460
bis
7200 + 460 = 7660
überstreichen.
Wie viel Prozent sollte man nach oben und unten zugeben, um
Temperaturdriften usw. auszugleichen (damit man den Bereich 7460 bis
7660 sicher überstreicht).
> Ein Filter wie dein Murata bekommt man auch mit 3 gekoppelten> Einzelfiltern hin, ähnlich wie das Vorfilter. Als Einzelfilter sollten> hochwertige mit einer Güte > 100 verwendet werden. Die Banddbreite kann> in Grenzen mit den Koppelkondensatoren eingestellt werde.
Also drei LC-Filter?
Kann man auch mehrere Keramikresonatoren hintereinanderschalten?
(=Ladderfilter?)
Quarzfilter gibt es bei diesen niedrigen Frequenzen wahrscheinlich
nicht!?!
> Für ein deutlich besseres Filter sollte die Frequenz tiefer bei ca.> 100kHz liegen. Dann bekommt man aber mit der Spiegelfrequenz Probleme.> Erstens fällt die Spiegelfrequenz in das 41m Europaband (7200 - 7400kHz)> mit recht kräftigen Sendern, zweitens dämpft dort der Vorkreis erst mit> ca. 30dB.
Das fällt für dieses Projekt dann erst mal aus.
> Dann gab es Versuche, mit Keramikschwingern ein Ladderfilter zu bauen.> Ladderfilter mit Quarzen funktionieren für CW schon mit 4 Quarzen ab ca.> 1.5MHz und frühestens ab 4MHz für SSB, dann darf aber die Quarzgüte> nicht zu hoch sein. Das wird gerne mit TV-Farbquarzen gemacht: 4.433MHz.> Ladderfilter mit Bandbreiten für AM funktionieren erst bei f >= 8MHz,> sonst schaft man keine ausreichende Bandbreite.
Ach, hier steht es ja! Dann muss die ZF für SSB ja mindestens 4MHz
betragen!
>>Mir liegt ein Datenblatt zu dem IC vor> Es gibt zum SA/NE-602/612 von Philips noch die Application Notes AN1982,> AN1983 und AN1993.
Was ist da der Unterschied? In meinem Datenblatt zum "NE/SA602A" steht
April 1990.
B e r n d W. schrieb:> Man kann die Kapazität des integrierten Kondensators berechnen, indem> man zuerst die Resonanzfrequenz ermittelt, dann einen bekannten> Kondensator parallelschalten (z.B. 100pF) und dann erneut die> Resonanzfrequenz ermittelt.>> f_alt / f_neu = sqr(c_alt / c_neu)> c_neu - c_alt = 100pF>> nach c_alt auflösen und Du hast die Kapazität und dann auch sehr einfach> über die Resonanzfrequenz die Induktivität.
Danke!
Es gibt ja einen Kondensator (C1) zwischen Pin 7 und 6 und einen
Kondensator (C2) von Pin 7 nach Masse.
Gibt es ein bestimmtes Verhältnis, das C1 : C2 aufweisen muss?
Habe das erste Platinenlayout fast fertig. Werde aber noch ein zweites
anfertigen, um die Lage der Bauteile zu optimieren.
Habe früher Effektgeräte für E-Gitarren gebaut. Dabei war es oft so,
dass das Zusammenlöten der Platine nach einer Stunden erledigt war, der
Einbau ins Gehäuse konnte dann aber schon mal einen Tag und mehr in
Anspruch nehmen.
Das will ich hier unbedingt vermeiden, weil ich so viel Zeit auch nicht
überhabe.
Wenn es wie geplant mit der "Deckelmontage" funktioniert, dürfte das
Gehäuse in kurzer Zeit fertig sein.
Das erst mal dazu!
:-)
Viele Grüße,
Frank
PS:
muss man etwas beachten, wenn man den Vorkreis aus den drei Filterspulen
zusammenlötet?
Gibt es bestimmte Abstände zwischen den Filterspulen, die optimal sind?
Wie sollen die Kondensatoren verlötet werden, eher langbeinig oder
extrem kurzbeinig?
Sollen die Kondensatoren in bestimmten Winkeln zueinander stehen?
(hoffe, die Fragen erscheinen nicht albern. Ich könnte mir aber
vorstellen, dass es bei einem ungünstigen Aufbau zu "HF-Übersprechungen"
kommen könnte, die die Filtercharakteristik verschlechtern)
> Wie viel Prozent sollte man nach oben und unten zugeben,> um Temperaturdriften usw. auszugleichen> (damit man den Bereich 7460 bis 7660 sicher überstreicht).
Für den Anfang würd ich jeweils 10kHz überlappen. Meine Drift ist sehr
gering, da überlappe ich momentan 1kHz. Das hängt ja auch von Deinen
Varicaps ab. Am Fusspunkt des Potis würde ich ein Poti einbauen, um das
untere Ende einzustellen und die obere Bandgrenze mit der Spule. Ddie
Spannung an der Varicap sollte nicht unter 2 Volt kommen. Nehmen wir mal
an, Du verstellst die Abstimmspannung von 3-8Volt und die
Frequenzänderung beträgt 400kHz, dann könntest Du einen C in Reihe zu
den Varicaps schalten. Dies reduziert zusätzlich die Drift.
> Ladderfilter> Kann man auch mehrere Keramikresonatoren hintereinanderschalten?
Ja, aber Keramikschwinger haben eine relativ schlechte Güte und Du
würdest 8-12 Schwinger benötigen, um einen gute Kurvenform zu erreichen.
Die Schwinger haben große Toleranzen (+/- 2kHz) und Du müßtest erst die
nötige Anzahl gleicher Schwinger ausselektieren.
> Quarzfilter gibt es bei diesen niedrigen Frequenzen wahrscheinlich> nicht?
Doch, kaufen kann man die, aber nicht sinnvoll selberbauen. Außerdem
gibt es noch mechanische Filter, die sind auch ziemlich gut. Beim
Oppermann gäbs da ein 6kHz breites.
Da der Empfänger momentan nur den AFU-Bereich überstreichen wird,
brauchtst Du auf AM nicht mehr zu achten. Dann würde ich mir langfristig
ein MURATA CFJ455K13 (2.7 kHz) besorgen. Der Q-Multiplier selektiert
dann weiter für CW.
>> Es gibt zum SA/NE-602/612 von Philips noch die Application>> Notes AN1982, AN1983 und AN1993.> Was ist da der Unterschied? In meinem Datenblatt zum> "NE/SA602A" steht April 1990.
In den Application notes werden Beispiele für den Oszillator gezeigt,
anbindung eines Frequenzzählers, PLL usw.
> Es gibt ja einen Kondensator (C1) zwischen Pin 7 und 6> und einen Kondensator (C2) von Pin 7 nach Masse.> Gibt es ein bestimmtes Verhältnis, das C1 : C2 aufweisen muss?
Für den Anfang zu empfehlen wären zwei gleiche oder C2 <= C1*2. Bitte
beachten: Die Reihenschaltung der Beiden hängt nachher am Schwingkreis.
> dass das Zusammenlöten der Platine nach einer Stunden erledigt war
Wie Du zuvor schon sagtest, nur stufenweise Bestücken und in Betrieb
nehmen. Bei HF kann immer was Unvorgesehenes dazwischenkommen.
> Gibt es bestimmte Abstände zwischen den Filterspulen,> die optimal sind? Wie sollen die Kondensatoren verlötet> werden, eher langbeinig oder extrem kurzbeinig?
Einfach so kurz, daß man sie noch bequem anlöten kann ~1cm ist ok. Die
Filter würde ich in 0.5-1cm Abstand auflöten, dann bekommt man sie zu
Not nochmal ab.
Viel Spass beim Löten,
Bernd
Hallo Bernd,
Danke für die schnelle und umfangreiche Antwort!
> Viel Spass beim Löten,
Momentan verschiebe ich grade die einzelnen Baugruppen auf dem Papier,
um den Aufbau günstiger zu gestalten. Aber schon mal Danke :-)
> Für den Anfang würd ich jeweils 10kHz überlappen.
Mache ich so.
> Außerdem> gibt es noch mechanische Filter, die sind auch ziemlich gut. Beim> Oppermann gäbs da ein 6kHz breites.
Was sind das denn für "Dinger", schwingen dort Metallzungen im
Wechselstromfeld???
> Dann würde ich mir langfristig> ein MURATA CFJ455K13 (2.7 kHz) besorgen.
Hast du eine gute Quelle zur Hand? Ansonsten besuche ich mal die Tante
Google ;-)
>> dass das Zusammenlöten der Platine nach einer Stunden erledigt war> Wie Du zuvor schon sagtest, nur stufenweise Bestücken und in Betrieb> nehmen. Bei HF kann immer was Unvorgesehenes dazwischenkommen.
Ja, wie besprochen!
>> Gibt es bestimmte Abstände zwischen den Filterspulen,>> die optimal sind? Wie sollen die Kondensatoren verlötet>> werden, eher langbeinig oder extrem kurzbeinig?> Einfach so kurz, daß man sie noch bequem anlöten kann ~1cm ist ok. Die> Filter würde ich in 0.5-1cm Abstand auflöten, dann bekommt man sie zu> Not nochmal ab.
Macht es Sinn, die Filter-Kondensatoren so zu verlöten, dass sie flach
auf der Kupferfläche zu liegen kommen?
- - -
Jetzt noch was zu den FET:
Aus der J-Reihe finde ich nur einen J300.
Ansonsten habe ich nur BF-Exemplare im Kasten, nämlich BF244/245/256.
Ich glaube, BF244 und 245 sind innerlich identisch mit unterschiedlicher
Anschlussbelegung.
Wäre es besser, J309 oder J310 zu bestellen oder gehen die anderen auch?
- - -
Auf jeden Fall bin ich gespannt auf den ersten Empfang!
:-)
> gibt es noch mechanische Filter
"gäbs da ein 6kHz breites" Das war leider eine Falschaussage, es sind
+/-6, also 12kHz.
Die Filter sehen aus wie eine Perlenkette. Kleine Metallperlen als Masse
und ein Draht, welcher longitidunal federt. Am Ein- und Ausgang muss das
Signal elektromechanisch umgesetzt werden. Metallzungen gabs auch schon.
> ein MURATA CFJ455K13 (2.7 kHz) besorgen.
Die werden manchmal in der Bucht angeboten, oder Leute, welche sich
dieses 2.7er kaufen, stossen das 2.4kHz ab. Einige Receiver wurden mit
2.4kHz breiten Filtern ausgestattet, aber die Leute wollen heute
HiFi-SSB. Deshalb sind die 2.7kHz teurer. Du kannst leicht nachträglich
noch auf sowas umsteigen. Lass einfach 2cm Platz.
> Macht es Sinn, die Filter-Kondensatoren so zu verlöten,> dass sie flach auf der Kupferfläche zu liegen kommen?
Das ist nicht notwendig. Ist Dir augefallen, daß der
Ausgangs-Schwingkreis direkt zum NE612 geht? Der Eingangswiderstand des
NE beträgt 1.5kOhm, dadurch muß nicht an der Koppelspule ausgekoppelt
werden. Am Schwingkreis ist die Amplitude ~12dB höher. Das nennt man
kostenlose Verstärkung.
> Ansonsten habe ich nur BF-Exemplare im Kasten,> nämlich BF244/245/256.
Das Problem hab ich auch gerade, meine J310 gehen aus. Ich hatte schon
an eine Bestellung in USA oder GB gedacht (50-100 Stk). Eine noch
einigermaßen günstige Bezugsquelle ist bei R.
Die BF245C kommen dem J310 am nächsten und können hier problemlos
eingesetzt werden.
MfG. Bernd
B e r n d W. schrieb:> Die Filter sehen aus wie eine Perlenkette. Kleine Metallperlen als Masse> und ein Draht, welcher longitidunal federt. Am Ein- und Ausgang muss das> Signal elektromechanisch umgesetzt werden. Metallzungen gabs auch schon.
Klingt fast nach einer Art "Hallspirale" ;-)
>> ein MURATA CFJ455K13 (2.7 kHz) besorgen.> Die werden manchmal in der Bucht angeboten, oder Leute, welche sich> dieses 2.7er kaufen, stossen das 2.4kHz ab. Einige Receiver wurden mit> 2.4kHz breiten Filtern ausgestattet, aber die Leute wollen heute> HiFi-SSB.
Bei dem letzten Satz musste ich herzlich lachen, HiFi-SSB. Am besten
noch in Stereo! ;-)
Werde die Augen offenhalten.
>> Macht es Sinn, die Filter-Kondensatoren so zu verlöten,>> dass sie flach auf der Kupferfläche zu liegen kommen?> Das ist nicht notwendig. Ist Dir augefallen, daß der> Ausgangs-Schwingkreis direkt zum NE612 geht? Der Eingangswiderstand des> NE beträgt 1.5kOhm, dadurch muß nicht an der Koppelspule ausgekoppelt> werden. Am Schwingkreis ist die Amplitude ~12dB höher. Das nennt man> kostenlose Verstärkung.
Darüber hatte ich heute noch nachgedacht, wo wohl das
"transformatorische Optimum" liegen würde.
Gut zu hören, dann mache ich es guten Gewissens wie im Schaltplan!
> Die BF245C kommen dem J310 am nächsten
Von der C-Version sind noch ein paar vorhanden, sehr schön!
Werde den jetzigen Entwurf doch noch mal teilweise "umschmeissen", eine
16cm x 10cm - Platine ist mit "Onboard"-Potis doch tatsächlich schon zu
klein, wenn man noch ein wenig Platz für einen NF-Verstärker haben
will...
Dabei sieht es auf dem Schaltplan gar nicht nach so viel Platz aus.
Viele Grüße und guten Wochenstart morgen!
flo schrieb:> man könnte ja auch ein Doppel-Super-Audion bauen ;O)
;-)))
@Bernd:
Habe jetzt die Teile zusammen für den Aufbau der Schaltung von hinten
bis zum NE602 inc. größerer Platine.
(bis auf den 1k-Poti)
Die 10,7MHz-Filterspulen sollten in den nächsten Tagen eintreffen.
Bekomme 10 Stück.
Wenn also ein Aufbau mit mehr als drei Filterspulen im Vorkreis (heißt
das so?) sinnvoll wäre, bitte sagen!
B e r n d W. schrieb:>>'hinten' anfangen> Geh dann vom HF-Generator mit 1.8k auf das Filter und versuch die> Durchlassmitte, dann Richtung tiefe Frequenzen den -3, -6, -20dB Punkt.> Wenn dann die Filterkurve bekannt ist, kann der BFO positioniert werden.
Ganz verstehe ich das noch nicht, aber ich lasse mich überraschen, wenn
die Teile so weit aufgelötet sind, das gemessen werden kann.
@Bernd:
PS: habe deinen Beitrag im "Audionbauer"-Beitrag gelesen zum Thema
Audionfilterkurve und unterschiedliches Übertragungsverhalten von Träger
und Seitenbändern. Interessant!
Hallo Frank
> mehr als drei Filterspulen im Vorkreis
Ich hatte mir eher überlegt, ob auch zwei reich. Aber dann beträgt die
Spiegelfrequenzunterdrückung nur noch 35dB. Dabei kann ich nur meine
Filter beurteilen, möglicherweise unterscheiden sie sich ein wenig. Je
mehr Filter, desto größer die Einfügedämpfung und damit sinkt die
Empfindlichkeit des Empfängers und der Abgleich wird schwieriger.
> wenn gemessen werden kann.
Wenn es soweit läuft, mess einfach den kompletten
Keramikfilter-Frequenzgang ohne NE602 durch. Dann kannst Du Dir das
Vorgehen auch besser vorstellen. Du kannst dann noch ausprobieren, ob
die Durchlasskurve mit 1.5k Abpassung besser funktioniert oder mit 2k.
Zum angehängten gif:
Dabei handelt es sich um einen Ausschnitt aus Web-Sdr. Im
Wasserfalldiagramm kann man schön sehen, wie die SSB-Kanäle
nebeneinander im 3 kHz Abstand sich anreihen.
4.
Die Filterkurve ist die typische Kurve eines Audions, welches auch
gleich demoduliert. Beide Seitenbänder werden erfasst und die Höhen des
gewünschten Seitenbandes werden abgeschwächt.
3.
So sähe eine ideale Filterkuve aus mit zugesetztem BFO. Das untere
Seitenband wird selektiert und mit dem Träger gemischt.
2.
So in etwa sieht eine gute, reale Filterkurve aus. Die Flanken sind
nicht ganz senkrecht, aber steil. Die Trennung zum "falschen" Seitenband
ist gut und der Durchlassbereich flach. Dadurch wird die Stimme nicht
verfälscht.
1.
So wird Dein Filter aussehen. Durch den zusätzlichen BFO sitzt das
Audionmaximum in der Mitte und fällt nach der Seite ab. Es gibt eine
geringe Klangbeeinflussung, aber nicht so extrem wie bei 4. Ein
übertragenes Signal klingt immer noch gut, wenn sich der Frequenzbereich
logarithmisch um 1 kHz herum bewegt wie 300 Hz bis 3kHz.
Eines unserer Problem wird sein, den kleinen Rest vom falschen
Seitenband rechts vom BFO so klein wie möglich zu bekommen. Durch den
oberhalb vom Empfangssignal schwingenden Oszillator spiegelt sich das
gewünschte Seitenband in der ZF auf das Obere. Solange Du kein richtiges
SSB-Filter hast, hängt es vom Aussehen der unteren Kurvenflanke Deines
Filters und der Positionierung des BFO ab, wie gut das gelingt.
Gruß, Bernd
Jeder Produktdetektor ist im Prinzip ein Direktmischer. Die ZF wird mit
dem BFO gemischt, wodurch BFO-ZF und BFO+ZF entsteht. Das Gemisch wird
durch einen Tiefpass geschickt, wonach nur die NF übrigbleibt. Lediglich
der BFO muss auf der richtigen Frequenz schwingen.
Bernd, vielen Dank für die ausführliche Erklärung zu den Filterkurven
bei SSB-Empfang!!!
Das hilft meinem Verständnis sehr weiter! Jetzt ist mir auch klar, warum
das Audion (bzw. der Q-Multiplier + Demodulator) nicht das Optimum
darstellt.
Eins würde mich noch interessieren.
Wie müsste man sich die Filterkurve beim SSB-Empfang bei einem
"normalen" Audion mit überdrehter Rückkopplung vorstellen?
(wobei mir klar ist, dass hier kein Keramikfilter "am Werk" ist)
Den frequenzbestimmenden Poti zur Steuerung des VLO möchte ich mit einem
Mehrgang-Präzisions-Potentiometer realisieren.
Wäre das beim BFO und beim RK-Poti ebenfalls zu empfehlen oder eher
hinderlich bei der Einstellung (kann es mir im Moment schlecht
vorstellen, was hier in der Praxis günstig ist)?
Noch was vergessen: das BFO-Signal soll über eine ca. 10 bis 15cm lange
Leitung zum Drain des Q-Multiplier-Transistors geführt werden. Ist das
irgendwie problematisch?
Wenn ja, würde ich das Layout noch mal umschmeißen, mit dem BFO-Poti in
der rechten unteren Ecke ist es mir aber am liebsten.
(Entschuldigung für das Löcher-in-den-Bauch-Fragen, ich bin bis auf
kleine Experimente nicht sehr HF-bewandert)
>Wie müsste man sich die Filterkurve beim SSB-Empfang bei>einem "normalen" Audion mit überdrehter Rückkopplung>ohne Keramikfilter vorstellen?
Die Filterkurve sieht aus, wie Kurve 4 mit einer stabilen Schwingung.
Das Audion hat genau beim Schwingungseinsatz die kleinste Bandbreite.
Mit der 455kHz ZF habe ich 40Hz gemessen bei -6dB. Dreht man nach links,
wird die Bandbreite schnell größer. Dreht man nach rechts, wird das
Oszillieren stärker und die Bandbreite schnell größer. Die Bandbreite
verhält sich fast symetrisch auf beiden Seiten des Schwingungseinsatzes.
Ebenso die Empfindlichkeit. Sie ist beim Schwingungeinsatz am besten und
läßt nach rechts und links schnell nach. Der Punkt des
Schwingungseinsatzes ist kaum nutzbar, da das Audion hier quietschende
Gräusche von sich gibt.
> VLO möchte ich mit einem Mehrgang-Potentiometer realisieren
Guter Plan
>Wäre das beim BFO und beim RK-Poti ebenfalls zu empfehlen
Beim RK-Poti ist eine feine Einstellung für CW-Empfang notwendig. Dabei
wäre ein 10-Gang-Poti eine Möglichkeit. Den BFO würde ich fest
eingestellt lassen, es sei denn Du möchtest auf das andere Seitenband
wechseln, was aber bei 40m nicht notwendig ist. Eine einstellbare
Q-Multiplier-Frequenz hätte den Vorteil, daß Du Dir ein CW-Signal
selektiv rausfiltern kannst. Diese Möglichkeit besitzen andere einfach
geartete Empfänger nicht.
> das BFO-Signal soll über eine ca. 10 bis 15cm lange Leitung> zum Drain des Q-Multiplier-Transistors geführt werden
Dann positioniere das Poti für die BFO-Amplitude beim BFO und den
Koppelkondensator beim Q-Multiplier.