Gast
#2633468
Hallo zusammen, ich versuche gerade die kritische Umgebungstemperatur zu berechnen, ab wann die von uns verwendete Schottky Diode (PMEG3010EH) in den sog. thermal Runaway hineinläuft. Leider tue ich mich da etwas schwer, bzw. bin mir auch gar nicht sicher, ob es mit den Angaben aus dem Datenblatt alleine überhaupt geht. Kann mir von euch jemand dazu helfen ? Es handelt sich um eine Brückengleichrichterschaltung einer Rechteckspannung, d.h. die Diode wird in einer Halbwelle in Flussrichtung und in der nächsten Halbperiode in Sperrrichtung betrieben. Die Verluste in Flussrichtung hab ich schon berechnet. Für die Sperrrichtung kenne ich laut Datenblatt den Leckstrom in Abhängigkeit der Umgebungstemperatur. Daraus hab ich ebenfalls die Verluste berechnet und miteinadner addiert. Ebenso bekannt ist mein Rth. Daraus ergibt sich die gesamte T-junction der Diode. Im Normalfall ist ja die erzeugte Verlustleistung immer gleich der in Wärme abgeführten Verlustleistung. Sobald die erzeugte Verlustleistung aber größer wird als die in Wärme umgesetzte Leistung, entsteht nach meinem Verständnis der thermal Runaway. --> Ich habe nun versucht das ganze grafisch zu ermitteln, indem ich die Verlustleistungskurve (erzeugte Verlustleistung in Abhängigkeit der resultierenden T-junction) gegenüber der Rth-Kennlinie (abgeführte Leistung) darstelle. Allerdings habe ich festgestellt, dass aufgrund des exponentiell ansteigenden Reverse-Stroms die T-junction auch proportional mit ansteigt, was ja aber nicht wirklich stimmt. Der Effekt ist ja genau der, dass die T-Junction irgendwann nicht mehr proportinal zur Verlustleistung verläuft. Aber wie finde ich diesen Punkt heraus ? Ich hoffe ihr konntet folgen... Vielen Dank! Stephan