Gast
#2637234
Hallo, ich habe folgendes Problem: In meiner "kleinen" Vatertags-Box mit eingebautem Verstärker und 12V-Bleigelakku ist jetzt eine von mir entworfene Lichtorgel dazugekommen, die 3x2 1W-LEDs (Höhen, Mitten, Tiefen), jeweils 2 in Reihe, treibt, die direkt an der Box angebracht sind. Ist eine schöne Sache, mit einem Haken: Trotz 2200uF Low-ESR Glättungselko direkt an der LED-Versorgung ergeben sich Spannungsschwankungen von bis zu 200mV (mit dem Oszilloskop nachgemessen), immer dann, wenn eine der LEDs leuchtet! Auch am Netzteil ergab sich das. Der Elko hat das zwar etwas verbessert (eine dicke Spule in Reihe brachte nichts), aber das reicht überhaupt nicht, um Störungen im Lautsprecherausgang zu vermeiden (weil die Spannungsschwankungen natürlich mitverstärkt werden). Die Schaltung im Anhang stellt nur den Tiefpass dar. Es ist ein Sallen-Key Filter mit ca. 100Hz Grenzfrequenz, der den Treiber-OPV ansteuert. Der Verstärkt natürlich nur die positiven Halbwellen und treibt einen BC337, welcher in der angehängten Schaltung einen Dummy-Widerstand mit etwa dem selben Strom"anspruch" wie die LEDs darstellt. Bei "voller Aussteuerung" (mit Poti regelbar) ist der BC337 gesättigt. Was ich vermutet hatte, aber nicht so war: Die LEDs schalten ganz schnell und deswegen bricht irgendwas ein. Nein, ein 50 Ohm-Widerstand als Last ergab dasselbe. Außerdem sind die Kabel innerhalb der Box relativ lang. Aber selbst wenn die allein einen Widerstand von 1Ohm hätten (haben sie nicht), würde das so viel ausmachen? Würde vielleicht eine Gleichrichtung der Spannung vom Filter etwas ändern, weil ich dann nicht bei jedem Spannungsabfall (negative Halbwellen) was im Lautsprecher höre? Ich dachte da an eine Präzisionsgleichrichtung. Aber das wird doch total aufwendig, für jede Stufe dann nochmal einen OPV. Und schön finde ich diese "Lösung"(?) auch nicht. Die Schaltung ist relativ kompakt auf einer Lochrasterplatine aufgebaut und funktioniert auch (nur die Störungen...). Der Verstärker ist ein TDA1518 mit 2200uF Low-ESR Glättungselko im Brückenbetrieb aus dem Datenblatt. Auch hier wurde auf eine kompakte Anordnung geachtet (ca. 20mm Leitung von Elko zum Verstärker). Ebenfalls auf Lochraster. Auch auszuschließen ist, dass mein Netzteil nicht ausreicht. Die Strombegrenzung ist auf 3A (es sollte durch die Lichtorgel maximal 1A sein, allein durch die Widerstände). Auch wenn der Verstärker sehr leise läuft und eigentlich kein Strom zieht, sind die Störungen ganz deutlich zu hören. Allerdings verstärken sie sich nicht mit allgemeiner Lautstärke, eine Kopplung der Lichtorgel mit dem Audio-In des Verstärkers kann ich also ausschließen. Ohne Last gibt es überhaupt keine Störungen. Ich hoffe die Informationen reichen aus, um wenigstens vage Vermutungen anstellen zu können. Ansonsten natürlich nachfragen. Wo könnte der Fehler sein? Ich hoffe, hier kann mir geholfen werden. Ich bin wirklich ratlos. Vielen vielen Dank im Vorraus. Beste Grüße.
