Widerstandsdraht richtig löten?

OP #2642534
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Ich habe hier Widerstandsdraht von Reichelt, der so eine grau-matte 
Oberfläche hat. Das Kontaktieren ist ziemlich schwierig. Selbst nach 
Abfeilen der matten Beschichtung nimmt der Draht kaum Lötzinn an. Wenn 
ich dann ein Ende auf eine Platine löte, besteht ein gewisses Risiko 
eines Wackelkontaktes.

Kennt jemand einen Trick, wie man den Draht sicher kontaktieren kann?
#2642557
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@Mikrofun R. (mikrofun)

>Ich habe hier Widerstandsdraht von Reichelt,

Bestellnummer?

> der so eine grau-matte
>Oberfläche hat. Das Kontaktieren ist ziemlich schwierig. Selbst nach
>Abfeilen der matten Beschichtung nimmt der Draht kaum Lötzinn an.

Richtige Temperatur? Ausreichend Flußmittel?

>Kennt jemand einen Trick, wie man den Draht sicher kontaktieren kann?

Vielleicht kann man ihn nur klemmen oder punktschweißen.

MfG
Falk
#2642560
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Konstantan ist kaum bis garnicht mit Weichlot zu löten.
Ähnlich wie Edelstahl. Da tut sich nix... nichtmal mit Lötfett.

Und wenn man den Eindruck hat "jetzt hält das Lot", dann muss man nur 
scharf gucken, und es fällt wieder ab.

Mit der Aderendhülsentechnik habe ich sowas schonmal gut lösen können.
Gast #2642836
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>"Konstantan kann man nicht löten"

Woher habt ihr diesen Unsinn, dass Konstantan nicht lötbar ist? Wenn es 
wirklich Konstantandraht ist, dann ist das eine Legierung aus Kupfer mit 
44% Nickel, die kann man sehr gut weichlöten! Grundvoraussetzung ist 
natürlich, dass keine Oxidschicht drauf ist.

Andere Widerstandsdrähte aus Chrom-Nickel-Legierungen oder 
Chrom-Aluminium-Eisen-Legierungen kann man nicht weichlöten, das ist 
dann aber auch kein Konstantan!

http://www.isabellenhuette.de/de/widerstandslegierung/
http://www.berghuetten-gmbh.de/heizleiter.html
Gast #2643217
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Mikrofun R. schrieb:
> Selbst nach
>
> Abfeilen der matten Beschichtung nimmt der Draht kaum Lötzinn an.

Der Draht sollte sich - sowohl nach Angaben von Block als auch nach 
Angaben der Isabellenhütte - problemlos weichlöten lassen, mit normalem 
Lötzinn.

Welchen Durchmesser hast Du, welche Länge, welche Leistung hat Dein 
Lötkolben?
OP #2644386
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Besten Dank schon mal. Nach den ersten Antworten hier habe ich mich dazu 
entschieden, auf 0.15 Ohm Widerstände auszuweichen.

Mein Widerstandsdraht findet sich bei Reichelt unter der Bezeichnung: RD 
100/0,60 :: 100g Widerstandsdraht, Ø 0,60mm

Es handelt sich vermutlich um den Werkstoff ISOTAN (Legierung Cu,Ni und 
ein winziger Teil Mn). Die Oberfläche ist oxidiert. Zitat aus dem 
Datenblatt:

"ISOTAN® lässt sich leicht verarbeiten. Die Legierung kann ohne 
Schwierigkeiten weich- und hartgelötet werden; alle bekannten 
Schweißverfahren sind anwendbar."

Das ist mir nicht gelungen. Mein Lötkolben arbeitete so um 400 °C bis 
450 °C. Brauche ich vielleicht eine höhere Temperatur?

Die Lötstellen sehen oft auf den ersten Blick gut aus, aber nach einiger 
Zeit entstanden manchmal Wackelkontakte. Es geht übrigens um eine 
Strommessung. Der Draht wird dabei mit bis zu 1 A belastet und wird nur 
mäßig warm.
Gast #2644410
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Der Draht muss vor dem Löten mit feinem Schleifpapierabgeschliffen 
werden, damit die Oxidschicht entfernt wird. Danach muss der Draht 
lötbar sein. Ich würde die Drahtenden auch vorher verzinnen, bevor du 
sie auf die Platine lötest.
Gast #2916617
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Konstantan oxidiert von Block: Für dicken Konstantandraht (>1mm) halte 
ich die Löt-Enden kurz an den Schleifstein, bis er glänzt. Lötet gut, 
wenn man vorher sorgfältig verzinnt.
Für R zwischen 0,05 und 0,5 Ohm nehme ich am liebsten den Zeranin-Draht 
von der Isabellenhütte. Hab ich mir als Muster schicken lassen, paar 
Meter gekriegt :-) Kleiner TK, kleine Thermospannung, lötet exzellent!

http://www.isabellenhuette.de/widerstands-und-thermolegierungen-bereich/widerstands-und-thermolegierungen/widerstands-legierungen/zeraninr-30/

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