Hi.
Lohnt es sich noch, mit 32 ein Studium anzufangen?
Die Bafäg Altersgrenze ist meines Wissens bei 30.
Aber das Bafög werde ich wohl auch nicht brauchen.
Abgesehen vom Bafög gibts meines Wissens keine gesetzliche Altersgrenze,
aber wie groß ist die Chance, mit 32 da noch genommen zu werden?
Sieben die auch nach Alter aus?
Noch bin ich keine 32, aber bis ich das Studium antreten kann, wäre ich
32.
Die Technikerausbildung werde ich mit 32 abgeschlossen haben.
Über den Sinn eines Studiums mit 32 Jahren lässt sich sicherlich
streiten.
Ich denke momentan aus persönlichen Gründen drüber nach, es dennoch zu
machen.
Grund ist folgender:
Meine erste Ausbildung war eine handwerkliche Lehre, die war für mich
ein totaler Griff ins Klo, da mir der Job gar keinen Spaß machte.
Hab mich ein paar Jahre als Handwerker/Arbeiter gequält, teilweise bei
Leihfirmen.
Der Job war so belastend und frustrierend für mich, dass ich davon krank
und dann arbeitslos wurde.
Dann habe ich beschlossen auszusteigen, und etwas neues anzufangen.
Dann habe ich eine schulische Ausbildung zum Fachinformatiker /
IT-Systemkaufmann begonnen, (also keine normale Lehre, sondern über
Bildungsträger übers Arbeitsamt)
Ist zwar alles gut und schön, doch nun stelle ich folgendes fest:
Die Zertifikate vom Bildungsträger sind zwar gut und schön, doch einen
anständigen Job bekommt man trotzdem nur sehr schwer.
Die ganzen "jungen leute", frisch von der Schule, am Besten mit Abi, die
schon von Kindertagen mit IT aufgewachsen sind, und eine
Fachinformatiker Ausbildung in der freien Wirtschaft gemacht haben und
dann Anfang 20 sind, nehmen einem die anständigen Jobs weg.
Ich bin zu alt.
Übrig bleiben nur die Bodensatz Stellen wie z.B. Support als "PC Doktor"
fahren, Backoffice Support (Callcenter), Verkäufer im PC Laden oder bei
Mediamarkt, oder irgendwo als Handlanger vom Admin.
Als alternative wäre auch noch ne A6 / A7 Stelle bei der Stadt möglich,
als IT Systemelektroniker, in der Handwerkergruppe, oder als
IT-Fachkraft in der Verwaltung.
Nun dachte ich mir, ich könnte ja den Techniker machen, und damit dann
das Manko "Alter" beheben, und trotzdem noch eine anständige Stelle im
IT Bereich zu bekommen. Oder wieder in die Elektrotechnik einsteigen,
Aber aufgewertet durch die IT Ausbildung und den Techniker.
Da IT und Elektrotechnik ja immer mehr zusammen wachsen, erhoffe ich mir
gute Chancen.
Als Techniker ist man mit 32 auch noch im guten Alter, denke ich.
Sollte ich aber trotz einer weiteren Ausbildung als Techniker keine
anständige Stelle bekommen, und weiterhin irgendwo "unten" rumgammeln
müssen und mit "Bodensatz stellen" vorlieb nehmen müssen, habe ich vor
zu drastischeren Maßnahmen zu greifen, und erst mal "auszusteigen".
Dann habe ich vor, das Erbe für ein Studium zu verwenden, und trotz des
hohen Alters noch studieren zu gehen. Bachelor wäre ich dann mit 35-36,
Master mit 40.
Und dann auf jeden Fall eine Selbstständigkeit anstreben, da man für
eine Anstellung dann vermutlich sowieso zu alt ist.
Oder meint ihr, ich sollte in dem Alter das Studium besser sein lassen?
Sollte ich es besser mit dem Technikerabschluss gut sein lassen? Nach
dem Technikerabschluss dann gleich versuchen, ohne weitere Umschweife,
mich selbstständig zu machen?
Grüße
Alter Studi schrieb:> Abgesehen vom Bafög gibts meines Wissens keine gesetzliche Altersgrenze,> aber wie groß ist die Chance, mit 32 da noch genommen zu werden?
Du meinst, bestenfalls am Studienende mit idealerweise 36 genommen zu
werden, wenn das Studium einwandfrei läuft? Oder mit (nicht
eingeplanter) Verlängerung mit 38 oder 39?
Ich war beim Studienende 42. Und die Luft ist dort verdammt dünn.
Aber sicher, du kannst auch mit 54 noch ein Studium beginnen, dem steht
nichts im Wege.
Mir ist nicht klar, was du für ein Problem hast mit "zu alt". Wenn du
studieren willst, dann studier halt. Wenn Du mit 40 einen
Studienabschluss in irgendwas hast, bist du mit Sicherheit nicht "zu
alt". Auch wenn dir einige der üblichen Verdächtigen hier mit ihrem
Gejammer was anderes erzählen wollen. Im IT Bereich (d.h. im
nicht-klassischen Ing-Bereich) gibts diese Altersproblematik sowieso
nicht.
Alter Studi schrieb:> Dann habe ich vor, das Erbe für ein Studium zu verwenden, und trotz des>> hohen Alters noch studieren zu gehen. Bachelor wäre ich dann mit 35-36,>> Master mit 40.>> Und dann auf jeden Fall eine Selbstständigkeit anstreben, da man für>> eine Anstellung dann vermutlich sowieso zu alt ist.
Lieber Freund.
a)
Was willste den studieren?
b)
In was willste dich selbstständig machen?
c)
Informier dich mal, was es alles gibt, das man studieren kann, wo die BE
von dir angerechnet wird.
Thomas schrieb:> Auch wenn dir einige der üblichen Verdächtigen hier mit ihrem> Gejammer was anderes erzählen wollen.
Er muß ein Studium auch erst mal überhaupt überleben. Ich sah da viele
mitten drin wieder gehen, abbrechen, auch Ü30 und Techniker. Denn es ist
eine etwas andere Qualität, als ein Technikerabschluß.
Warum das Studium? Wenn du dich doch eh selbständig machen willst, dann
lass das studieren. Da kriegst du jede Menge Sachen, die dich
wahrscheinlich nicht interessieren und vor allem, die du als
Selbständiger so garnicht gebrauchen kannst.
Marx W. schrieb:> c)> Informier dich mal, was es alles gibt, das man studieren kann, wo die BE> von dir angerechnet wird.
Naja, was willst du da groß anrechnen lassen. Ausbildung und Studium
sind halt zwei paar Schuhe. Ich habe auch eine Ausbildung als
Elektroniker und 3 Jahre Berufserfahrung. Die Kenntnisse reichen gerade
mal für die halbe "Elektrotechnik 1" Vorlesung...
Klar auch ein bisschen für Digitaltechnik und Analogtechnik und so, aber
dass man komplette Vorlesungen nicht machen muss, halte ich für eher
schwierig und nicht sinnvoll.
Mit über 35 und ohne einschlägige Berufserfahrung ist man natürlich
nicht erste Wahl.
Alter Studi schrieb:> Übrig bleiben nur die Bodensatz Stellen wie z.B. Support als "PC Doktor"> fahren, Backoffice Support (Callcenter), Verkäufer im PC Laden oder bei> Mediamarkt, oder irgendwo als Handlanger vom Admin.
Manchmal bleibt nichts anderes übrig, als mit solchen Jobs einzusteigen.
Hocharbeiten kann man sich dann immer noch.
An deiner Stelle würde ich mir einen Job suchen, die vielleicht nicht
spannend ist, aber dir genügend Freiräume lässt, um ein nebenberufliches
Studium durchziehen zu können.
Alter Studi schrieb:> Dann habe ich vor, das Erbe für ein Studium zu verwenden, und trotz des> Und dann auf jeden Fall eine Selbstständigkeit anstreben, da man für> eine Anstellung dann vermutlich sowieso zu alt ist.
Ich würde mal direkt über eine Selbstständigkeit nachdenken. Das Studium
ist für sowas eher zweitrangig, entweder kannst du was und bist der
Machertyp oder eben nicht, da nützt dir das Studium auch nichts dabei.
Das was du für die Praxis wirklich brauchst sind nur Bruchteile aus dem
Studium (je nach Vorkenntnissen), ich spreche da aus Erfahrung, mir ging
es ähnlich wie dir. Heute bin ich Freelancer als Softwareentwickler und
kann das Fazit ziehen: Studium war für mich Zeitverschwendung, lediglich
der Ersteintritt war damit einfacher aber es wäre auch ohne gegangen.
Was zählt sind nachweisbare Fähigkeiten aus und in der Praxis. "Können
sie Problem xy umsetzen/lösen?" Das ist es was der Kunde haben will, der
Abschluss interessiert den nicht, nur die erfolgreiche Lösung, weil die
schon genug Bachelor/Master/Diplomhonks durchprobiert haben die nix
taugten, praxis/kundentauglich musst du sein, (Theorie)Schwätzer fliegen
in der Branche sofort auf die Schnautze und werden aus dem Markt gefegt,
nur in der Praxis relevantes Können und Wissen zählt und lässt dich
erfolgreich überleben.
Geh mal in dich und schätze deine Fähigkeiten realistisch ein und
überleg mal was du genau machen willst. Dort kniest du dich dann rein
und fängst mit kleinen Projekten an, mit erst mal mieser Bezahlung damit
du an Aufträge kommst, Referenzen hast du ja noch keine. Je mehr
Referenzen du hast, umso mehr kannst du verlangen, parallel dazu machst
du entsprechende Zertifikate mit denen du deine Fähigkeiten
untermauerst, das geht Hand in Hand und in 2 Jahren bist du richtig im
Geschäft, so lief das bei mir und das war in der 'Krise' wo kaum einer
eingestellt wurde. Irgendwann wirst du dann auch für eine Festanstellung
interessant, falls du das dann überhaupt noch willst.
Mine Fields schrieb:> An deiner Stelle würde ich mir einen Job suchen, die vielleicht nicht> spannend ist, aber dir genügend Freiräume lässt, um ein nebenberufliches> Studium durchziehen zu können.
Da hat man aber auch das große Los gezogen: 10 Jahre in Teilzeit,
halbtags, und die ganze Zeit keine Freizeit mehr, bis zur Unterlippe
voll gepfercht.
Also ich habe eine abgeschlossene elektriker Ausbildung.
Nach langer Arbeitslosigkeit kam ich zu einem Bildungsträger, wo ich
folgendes machte:
Wiederholung der Ausbildungsinhalte vom alten Beruf sowie "Update" auf
den neuesten Stand. Da habe ich in 6 Wochen in 40 Stunden Woche alle
Ausbildungsinhalte vom "Systemelektroniker" durchgenommen.
IT Kurs, in mehreren Monaten als 40 Stunden Woche wurde ich auf das
Niveau eines Fachinformatikers gebacht.
Kaufmännischer Kurs über mehrere Wochen, so dass ich als IT
Systemkaufmann arbeiten kann.
Das ist dort "ein Paket".
Die Inhalte der Berufe Systemelektroniker, Fachinformatiker und
IT-Systemkaufmann werden vermittelt. Jeder macht da alles.
Am Ende gibts dann ein Zeugnis vom Bildungsträger.
In einem der 3 Berufe (in welchem kann man wählen) kann man auch noch
vor der IHK eine Prüfung machen.
Es gibt dann noch eine Intensivlehrgang zur Prüfungsvorbereitung
speziell für den ausgewählten Beruf. Und dann macht man die reguläre IHK
Prüfung bei einer normalen Firma als "Gastprüfling" mit.
Aber die Firmen wo ich mich vorstelle, meinten alle, ich wäre zu alt,
oder sie boten mir nur "Bodensatz Stellen" an.
Also z.B. Verkäufer in der PC abteilung von Mediamarkt, Callcenter eines
Internetproviders, oder bei so nem PC Laden als Mobiler "PC Doktor",
hätte ich machen können.
Zur Stadt kann ich natürlich auch gehen, über eine spezielle Regelung.
Da man aber nur über diese Sozialvereinbarung da hin kommt, bekommt man
auch nur nen Posten im Handwerkertrupp oder als Bürokraft, wird also in
einer relativ "einfachen" Stelle eingestellt.
Nun, und deswegen denke ich drüber nach, zur Verbesserung der
beruflichen Situation, den Techniker zu machen, und wenn das nichts
nützt auch noch zu studieren.
Bevor ich ne "Bodensatz Stelle" nehme, bilde ich mich lieber noch weiter
und versuche, auf eine Selbstständigkeit hinzuarbeiten.
Alter Studi schrieb:> Aber die Firmen wo ich mich vorstelle, meinten alle, ich wäre zu alt,> oder sie boten mir nur "Bodensatz Stellen" an.> Also z.B. Verkäufer in der PC abteilung von Mediamarkt, Callcenter eines> Internetproviders, oder bei so nem PC Laden als Mobiler "PC Doktor",> hätte ich machen können.> Zur Stadt kann ich natürlich auch gehen, über eine spezielle Regelung.> Da man aber nur über diese Sozialvereinbarung da hin kommt, bekommt man> auch nur nen Posten im Handwerkertrupp oder als Bürokraft, wird also in> einer relativ "einfachen" Stelle eingestellt.
Jetzt wird das Bild klarer. Du bist dir also zu fein für "einfache"
Arbeit. Wieso denkst du, dass du eine "bessere" Stelle verdient hast? Wo
ist dein Problem, dass du nicht unten einsteigen kannst, wie es alle
andere auch tun müssen?
@ Alter Studi (Gast)
>Sieben die auch nach Alter aus?
Nö.
>Noch bin ich keine 32, aber bis ich das Studium antreten kann, wäre ich>32.>Die Technikerausbildung werde ich mit 32 abgeschlossen haben.
Also du bist noch in der Technikerausbildung. Und dann nahtlos sudieren?
Warum hast du nicht gleich studiert?
>Die Zertifikate vom Bildungsträger sind zwar gut und schön, doch einen>anständigen Job bekommt man trotzdem nur sehr schwer.
EBEN! Papier ist gedulig. Auch im Papierland BRD.
>Die ganzen "jungen leute", frisch von der Schule, am Besten mit Abi, die>schon von Kindertagen mit IT aufgewachsen sind, und eine>Fachinformatiker Ausbildung in der freien Wirtschaft gemacht haben und>dann Anfang 20 sind, nehmen einem die anständigen Jobs weg.>Ich bin zu alt.
Nö, zu schlecht qualifiziert. Oder du verkaufst dich zu schlecht. Ein
Studium ändert daran wenig.
>Nun dachte ich mir, ich könnte ja den Techniker machen, und damit dann>das Manko "Alter" beheben,
Mit Logik hast es nicht so, oder? Was die Leute suchen sind Leute mit
Know How, Alter ist da trotz vieler Unkenrufe zweitrangig.
>und trotzdem noch eine anständige Stelle im>IT Bereich zu bekommen.
Die wirst du nicht geschenkt bekommen. Dafür musst du was tun. Nämlich
Einsatz und Können zeigen. Und du wirst sie nicht beim ersten Versuch
bekommen.
>Aber aufgewertet durch die IT Ausbildung und den Techniker.
Du bist der irrigen Meinung, das Papier der Ausbildung ist alles was man
braucht. Ein fataler Irrtum.
>Als Techniker ist man mit 32 auch noch im guten Alter, denke ich.
Hör auf vom Alter zu schwafeln.
>Sollte ich aber trotz einer weiteren Ausbildung als Techniker keine>anständige Stelle bekommen, und weiterhin irgendwo "unten" rumgammeln>müssen und mit "Bodensatz stellen" vorlieb nehmen müssen, habe ich vor>zu drastischeren Maßnahmen zu greifen, und erst mal "auszusteigen".
Siehe oben. Vielleicht ist eine Auszeit von ein paar Monaten angebracht.
>Dann habe ich vor, das Erbe für ein Studium zu verwenden, und trotz des>hohen Alters noch studieren zu gehen. Bachelor wäre ich dann mit 35-36,>Master mit 40.
Und ohne Berufserfahrung. Vergiss es.
>Und dann auf jeden Fall eine Selbstständigkeit anstreben, da man für>eine Anstellung dann vermutlich sowieso zu alt ist.
Du bist jetzt schon zu alt. Im Kopf.
>Oder meint ihr, ich sollte in dem Alter das Studium besser sein lassen?
Bei deiner Einstellung und Sichtweise: Ja.
MFG
Falk
Martin S. schrieb:> Naja, was willst du da groß anrechnen lassen. Ausbildung und Studium>> sind halt zwei paar Schuhe. Ich habe auch eine Ausbildung als>> Elektroniker und 3 Jahre Berufserfahrung. Die Kenntnisse reichen gerade>> mal für die halbe "Elektrotechnik 1" Vorlesung...
Und? Haste dich nicht informiert und biste gleich in die nächste
Penne-Hochschule reingelascht!
Dumm gelaufen für dich!
@ Alter Studi (Gast)
>Das ist dort "ein Paket".>Die Inhalte der Berufe Systemelektroniker, Fachinformatiker und>IT-Systemkaufmann werden vermittelt. Jeder macht da alles.>Am Ende gibts dann ein Zeugnis vom Bildungsträger.
Pressluftumschulung. Mag sein dass einige Leute da ausreichend Wissen
und KÖNNEN für die Praxis mitnehmen können, ich bin da eher skeptisch.
Aber das Problem bleibt das gleiche. Nicht Zertifikate sucht das Land
sondern fitte Leute. Du musst dich in der PRAXIS beweisen.
Votzengulasch schrieb im Beitrag #2643816:
> Wer das aus monetären Interessen macht und dann auch noch mit> diesem Backround, hat ein paar Tagträume zu viel (auf Kosten des> Steuerzahlers).
Als Privatier, der sich selbst finanziert, darf man tun und lassen, was
immer man möchte. Und wenn es eben mal für eine Zeit NICHT erwerbsmäßig
arbeiten ist. Das hat wenig mit dem Steuerzahler zu tun.
Votzengulasch schrieb im Beitrag #2643853:
> Zumal auch sein "selbst" finanziertes Studium massig Steuergelder kostet> ..
Es kostet anders noch viel mehr: Gelegentlich BaFÖG, usw., usf..
Votzengulasch schrieb im Beitrag #2643869:
> Es kostet natürlich Steuergelder!
Die Abbrecher, und die, die hinterher keine adäquate Anstellung finden,
oder gezwungenermaßen fachfremd gehen müssen, kosten irgendwen auch was.
Und zwar die gesamte Volkswirtschaft. Notfalls das Amt. Wen soll man
hier schuldig sprechen? Vielleicht die Propagandamaschinerie?
Ich würde von einem Studium nach 30 abraten und zwar aus folgendem
Grund:
-Keiner weiß wie die Wirtschaft in sechs Jahren aussieht
(gilt natürlich auch für die Anfang/Mitte 20-Jährigen, aber je jünger
desto besser weil bei Arbeitgebern ja der Jugendwahn gelebt wird)
-Die Belastung, psychisch wie materiell, dürften da nicht zu
unterschätzen sein. Sehr wahrscheinlich das man das nicht wieder rein
holt.
-Arbeitgeber lieben ideale lineare Lebensläufe und wollen auch kaum
Kompromisse eingehen.
-Die Einkommensdifferenz vom Techniker zum Ingenieur ist nicht so
gravierend das sich der Aufwand da lohnt.
-Berufserfahrung ist wichtiger als so ein Abschluss.
Oft machen Techniker und Ingenieure die selben Tätigkeiten.
meine persönliche Meinung.
>Also du bist noch in der Technikerausbildung. Und dann nahtlos sudieren?>Warum hast du nicht gleich studiert?
Na wahrscheinlich, weil er kein (Fach)abi hat und erst durch den
Technikerabschluß die FHR bekommt.
Ganz ehrlich: Wenn Du nur studieren willst, um einen guten Job zu
bekommen, bist Du zu alt. Wenn Du fertig bist, konkurrierst Du mit
Ingenieurabsolventen, die gute 10 Jahre jünger sind. Bei einem 36- oder
gar 40jährigen Ing. erwartet man Berufserfahrung und Lösungskompetenz.
Die kann ein Anfänger gar nicht bringen. Also mach den Techniker fertig
und probiere damit eine anständige Stelle zu bekommen, arbeite dich dann
firmenintern hoch.
Studieren nur, wenn Dich das Fach so brennend interessiert, daß das
Deine Lebensaufgabe ist (ähnlich Geisteswissenschaftlern).
Gut zusammengefasst.
Vor allem der Punkt, dass man von Ing. Ü40 mindestens 10 Jahre BE als
INGENIEUR (und nicht als Techniker oder sonstwas) erwartet.
Soweit sollte man eigentlich schon VOR einem Studium denken können.
Eine Möglichkeit wäre auch als zu Techniker arbeiten (für
Berufserfahrung und Geld), und nebenher zu studieren. Nur leicht ist das
nicht, soviel ist sicher. Aber wer das erfolgreich durchzieht, der macht
auf potenzielle Arbeitgeber sicher einen guten Eindruck.
Wenn Du Lust hast einfach machen. Ich war beim Abschluss (Dipl. Ing. FH
in Technischer Informatik) auch 36 und hatte vorher ebenfalls den
Techniker gemacht. Habe sofort nach dem Studium einen guten Job
gefunden, und wenn man dann einmal den Fuß in der Tür hat geht’s. Es
kommt halt immer darauf an was du kannst, viel Berufserfahrung schützt
nicht gegen Unfähigkeit ;).
Allerdings ist das Studium schwer. Von den anderen Technikern die ich
kannte hat keine auch nur ansatzweise das Grundstudium geschafft. Das
ging allerdings auch einem Gutteil der frischen Abiturträger so.
> Gut zusammengefasst.> Vor allem der Punkt, dass man von Ing. Ü40 mindestens 10 Jahre BE als> INGENIEUR (und nicht als Techniker oder sonstwas) erwartet.
richtig, so sind die Forderungen trotz des angeblichen Mangels nämlich
... insofern ist das Alter ein maßgebender Faktor in Kombination mit BE,
auch wenn hier immer wieder wieder das Gegenteil behauptet wird.
> Soweit sollte man eigentlich schon VOR einem Studium denken können.
Du siehst anhand der unsicheren Fragestellung und auch an einem Teil der
Antworten, daß das offenbar nicht bedacht wird -> als ein Ergebnis der
Fachkräftelüge!
> Oder meint ihr, ich sollte in dem Alter das Studium besser sein lassen?> Sollte ich es besser mit dem Technikerabschluss gut sein lassen? Nach> dem Technikerabschluss dann gleich versuchen, ohne weitere Umschweife,> mich selbstständig zu machen?
geh zur Berufsberatung.
@Alter Studi
Man spricht vom lebenslangen Lernen, das ist ist im Prinzip auch ganz
gut so, aber damit ist das Lernen neben / während der Arbeit gemeint.
Du bist Techniker, hast vor einen Master zu machen, wenn es dann nicht
klappt, halt noch einen Doktor bauen, dann bist du 45-50 Jahre und
suchst wahrscheinlich immer noch das passende.
Brauchst Du für deine Selbstständigkeit ein Diplom?
Du kannst versuchen nebenbei zu studieren.
Dein Erbe als Vollzeitstudent einzusetzen halte ich nicht füt optimal.
Das kannst du als Einstieg in eine Selbstständigkeit besser gebrauchen.
Lasse dich auf jeden fall beraten, was deine Vorstellung von
Selbstständigkeit angeht, Berufsberatung wäre ev. auch eine Idee.
Ab und zu sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht.
Alter Studi schrieb:> Dann habe ich vor, das Erbe für ein Studium zu verwenden, und trotz des> hohen Alters noch studieren zu gehen. Bachelor wäre ich dann mit 35-36,> Master mit 40.> Und dann auf jeden Fall eine Selbstständigkeit anstreben, da man für> eine Anstellung dann vermutlich sowieso zu alt ist.
Da du bereits eine Ausbildung in IT hast, wuerde ich eher daran arbeiten
das Wissen breitbandiger zu machen. Das wuerde dann auch deine Chancen
beim Vorstellungsgespraech erhoehen, wenn du Fragen wie..
Was ist ein Class D -Network ?
Was ist bei Perl der Unterschied zwischen einem Hash und einem Array ?
Welches Tool benutzt man bei Linux ein Partition-Mapping bei multipathed
Disks zu erzeugen ?
Wie erstelle ich eine aligned Disk in Windows Server 2003 ?
..aus der Pistole geschossen beantworten kannst. Je nach dem in welche
Richtigung du gehen willst, wuerde ich noch Vendor-Zertifizierungen
(CCNA, MSCE,..) machen. Damit haettest du gute Chancen gegen andere
Bewerber.
Während meinem Studium hab ich mir mit Mathe/Physik Nachhilfe Geld
dazuverdient. Da waren auch 2 angehende Techniker dabei. Ich kann nur
sagen, was die so machen in Mathe ist am Gymnasium Grundkursniveau
(zumindest in meinem ehem. naturwissenschaftliches Gym). Wenn dir der
Techniker nicht leicht fällt in den Mathe / Physik Fächern, würd ich dir
ein Studium schonmal nicht empfehlen, das wird nur zur Quälerei.
Was willst du überhaupt mit nem Studium? Das bringt dir nur wieder ein
Papier mehr aber 0 BE. und das ist es was dir was bringt. Ich kann sagen
während meinem Studium hat mir fachlich die Arbeit an einem Lehrstuhl
fachlich 10000mal mehr gebracht als das gesammte Studium. Klar habe ich
im Studium einige theoretische Zusammenhänge gelernt die mir dann
praktisch was gebracht haben, aber das ist eher wenig. Das Studium
bescheinigt dir nur, dass du in kurzer Zeit viel Wissen in deinen Kopf
stopfen kannst um es dann später in der Rrüfung hinzukotzen und 99% zu
vergessen weil es irrelevant ist. Am Ende kriegst du nen schönen Titel,
der ohne wirkliches fachliches Können nix wert ist. Kannst du aber
tatsächlich was, erlaubt dir der Titel halt 10k mehr p.a. auf deinen
Gehaltsscheck zu schreiben, als ein Fachinformatiker, der ähnliches
kann. Dazu gehört dann aber auch dich gut verkaufen zu können, sonst
nimmt die Firma den billigeren Fachinfo.
Deine bisherigen Beiträge klingen für mich so: "Ich kann nichts, aber
bin mir zu fein unten anzufangen wo ich evtl was lernen könnte. Bitte
gebt mir gleich eine Stelle, die mich so überfordert, dass ich direkt
nach oben rausbefördert werde um nicht noch mehr Schaden azurichten."
Nimm lieber den Job bei der Stadt, lass dir ein paar Fortbildungen
bezahlen mit gehypten Sachen wie SAP oder so. Hol dir 4 Rechner vom
Schrott und bau dir daheim ne Linux Umgebung mit verschiedenen
Zugriffsrechten und Datenbanken auf den Rechner um Adminerfahrung zu
sammeln. Und dann in 2 jahren bewirbst du dich weiter auf die Stellen
die dich interessieren mit wirklicher BE oder machst dich selbständig.
Das bringt dir mehr und dich besser in die von dir umrissene Zukunft als
jedes Studium nachdem du dann immernoch keine BE hast.
Hi,
olibert schrieb:> Da du bereits eine Ausbildung in IT hast, wuerde ich eher daran arbeiten> das Wissen breitbandiger zu machen. Das wuerde dann auch deine Chancen> beim Vorstellungsgespraech erhoehen, wenn du Fragen wie..>> Was ist ein Class D -Network ?>> Was ist bei Perl der Unterschied zwischen einem Hash und einem Array ?>> Welches Tool benutzt man bei Linux ein Partition-Mapping bei multipathed> Disks zu erzeugen ?>> Wie erstelle ich eine aligned Disk in Windows Server 2003 ?
nunja, beim Vorstellungsgespräch eines Berufsanfängers mögen solche
Fragen eine gewisse Rolle spielen. Wenn dagegen ein echter Spezialist
gesucht wird, sehen die Auswahlkriterien i.d.R. deutlich anders aus...
Wo ich das Problem sehe:
Der TE ist mit seiner jetzigen Situation unzufrieden und hat (noch)
keinen echten Fuss ins Berufsleben gesetzt.
Die Idee sich bei Unzufriedenheit selbstständig zu machen (war dies über
10 Jahre im IT-Bereich), wird hier ja häufig geäussert und auch der TE
scheint davon zu träumen.
Meine Meinung dazu: Um sich erfolgreich selbstständig zu machen (meine
damit nicht den PC-Klempner), wird dringenst eine einschlägige
Berufserfahrung und halt auch das passend Netzwerk (zusammen mit
Branchenkenntnissen) benötigt.
Zudem erleichtert (auch oder gerade als Selbstständiger hat man eine
grosse Konkurrenz) eine solide Ausbildung den Einstieg enorm.
Eine Sammlung von Zertifikaten mag vielleicht den ein oder anderen
potentiellen Auftraggeber beeindrucken, doch nach meiner Erfahrung sind
diese (die Zertifikate) in der Realität kaum das Papier wert...
Was ich machen täte: Ersteinmal einige Jahre als Techniker arbeiten und
dann sehen, was wirklich passen könnte.
Mit jedem Jahr "brotloser Theorie" wird es schwieriger werden (hab jetzt
mit knapp 50 schon deutlich länger nach einem neuen Job gesucht, als mit
30 oder 35 Jahren), tatsächlich den passenden Job zu finden und dabei
geht es (da bin ich komplett gegensätzlicher Meinung zu dem Grossteil
dieses Forums) weniger um die Kohle, als um die passenden
Rahmenbedingungen (macht mir das Ganze auch noch Spass, komme ich mit
meinen Kollegen zurecht, gibt es thematische Perspektiven,...).
Ob Du dann noch studieren magst (sehe das auch eher berufsbegleitend,
auch wenn das hart ist)? IMHO sollte an erster Stelle das Interesse an
der Materie stehen und kein Dollarzeichen.
Inschinör schrieb:> Während meinem Studium hab ich mir mit Mathe/Physik Nachhilfe Geld> dazuverdient. Da waren auch 2 angehende Techniker dabei. Ich kann nur> sagen, was die so machen in Mathe ist am Gymnasium Grundkursniveau> (zumindest in meinem ehem. naturwissenschaftliches Gym).
Soll das ein Witz sein? Das Niveau des Grundkurses Mathe (LK war jetzt
auch nicht prinzipiell mehr) in der Kollegstufe des Gymnasiums
(zumindest bei uns in Bayern) war Lichtjahre über dem einer
Technikerschule. Und zwar nicht umfänglich, sondern auch strukturell.
Zeig mir mal eine Technikerschule, wo Analysis aus gymnasialem Niveau
betrieben wird. Kann ja nicht anders sein: Techniker haben normalerweise
höchstens mittlere Reife und Berufschule und sind mit theoretischen
Herangehensweisen schon strukturell nicht vertraut.
Also die Techniker, die ich hatte, mussten komplette Kurvendiskussionen
machen, mit Monotonieverhalten und allem, sowie Rechnungen mit Potenzen
und log. Da gibts aufm Gym in analysis denk ich nicht wesentlich mehr.
In Geometrie haben sie Geraden mit Flächen gekreuzt, Skalar- und
Vektorprodukt. Auch das entspricht wenn ich mich erinnern kann dem gym
Stand. Stochastikteil war bei ihnen halt abgespeckt.
Inschinör schrieb:> Klar habe ich> im Studium einige theoretische Zusammenhänge gelernt die mir dann> praktisch was gebracht haben, aber das ist eher wenig.
...bin mir sicher Du wusstes schon vorher alles:)
> ... erlaubt dir der Titel halt 10k mehr p.a. auf deinen> Gehaltsscheck zu schreiben, als ein Fachinformatiker, der ähnliches> kann.
...ja ist klar,
> Deine bisherigen Beiträge klingen für mich so: "Ich kann nichts, aber> bin mir zu fein unten anzufangen wo ich evtl was lernen könnte. Bitte> gebt mir gleich eine Stelle, die mich so überfordert, dass ich direkt> nach oben rausbefördert werde um nicht noch mehr Schaden azurichten.">> Hol dir 4 Rechner vom> Schrott und bau dir daheim ne Linux Umgebung mit verschiedenen> Zugriffsrechten und Datenbanken auf den Rechner um Adminerfahrung zu> sammeln. Und dann in 2 jahren bewirbst du dich weiter auf die Stellen> die dich interessieren mit wirklicher BE oder machst dich selbständig.
Lol, um Adminerfahrung zu sammeln...
Echt fundierte Tips von Dir .
Meine ehrliche Meinung:
Vergiss den Techniker und auch ein Hochschulstudium. Techniker wäre nur
sinnvoll mit entsprechender Berufserfahrung (aufgrund deines Alters) und
ein Studium geht bei dir wohl voll am Ziel vorbei.
Denn die gutbezahlten Stellen (Firmen, die es sich aussuchen können)
gehen an die Jungen bzw. in Ausnahmefällen auch an irgendwelche Nerds
(IT-Sicherheit).
Der Denkansatz: Mehr formale Bildung = mehr Geld gilt maximal in jungen
Jahren.
Sei doch mal ehrlich zu dir selbst: Welche Firma möchte einen 36jährigen
Neuling zum Höchstgehalt einstellen?
hansfirlefanz schrieb:> Sei doch mal ehrlich zu dir selbst: Welche Firma möchte einen 36jährigen> Neuling zum Höchstgehalt einstellen?
Das Dumme an der Sache ist eigentlich, daß er lange vor dem zweiten
Ausbildungsberuf arbeitslos war, und diesen sozusagen unter halbem
Zwang, Kompromiß, als Notlösung Umschulung vom Arbeitsamt bekam.
Das ist oft so, kenne da auch einige Leute, denen es so erging.
Das soll jetzt keinerlei Schuldigsprechung sein, denn die Vergangenheit
kann man einfach gar nicht mehr wiederholen, weil man die Dinge heute
besser weiß. Oder ein paar Helden hier den Finger in die Wunde legen,
daß man früher zu blöd war, alles richtig zu lenken. Vielleicht
erwischten die einfach nur ein besseres Los.
Ehrlich gesagt, ich würde da mit dem Ausbildungsberuf jetzt erst mal
versuchen, Fuß zu fassen, um überhaupt irgendwie in Gang zu kommen. Wenn
er jetzt noch den Hochschulabschluß dran hängt, und keiner weiß
überhaupt, ob der erfolgreich wird, dann ist er doch irgendwann 38 oder
39, und hat überhaupt nirgends Erfahrung.
Ich selbst hatte vor der eigenen Wahl zum späten Studium wenigstens mehr
als 15 Jahre BE im TK-Handwerk vorzuweisen, also was handfestes, da
steht man noch nicht ganz so platt da.
In meiner letzten Firma erlebte ich noch Studienabbrecher um die 30, die
bis dahin sonst nichts hatten. Sie waren Produktionshelfer, nicht mal
Techniker oder Facharbeiter.
Also, mal wieder zum Thema.
Ich würd es eher so sehen:
"Studiern oder den Techniker machen!"
Erst denb Techniker und dann studiern ist echt nicht die Lösung in dem
Alter. Irgendwo ist im Leben auch die Zeit mal die Ausbildungsphase zu
beenden!
Der Marx kam mir beim Editieren dazwischen.
Also Ergänzung:
Das Amt versucht gerade aktuell, mich in die Elektrikerschiene oder eine
Schiene ungelernter Baustellenhelfer Elektro zu drängen. Mit
Hochschulabschluß und BE dort. Elektriker war der TO doch zuerst...
Mit 32 Jahren sollte man selbst ohne öffentliche Diskusion über den
weiteren Wertegang entscheiden können. Für mich ist das Unreif.
An alle anderen... der Bettelstudent hat sich nicht wieder gemeldet.
Marx W. schrieb:> Irgendwo ist im Leben auch die Zeit mal die Ausbildungsphase zu> beenden!
Also: In dem Alter an eine Jobsuche im Handwerk denken, und den
Techniker allenfalls in Abendform nebenbei. Aber nicht schon ans Studium
denken, das noch 2 Stufen weiter liegt.
Es sei senn, das Erbe des TO ist so gut, daß es notfalls für alle Zeiten
reicht, inclusive Altersversorgung.
jornbyte schrieb:> An alle anderen... der Bettelstudent hat sich nicht wieder gemeldet.
Ja doch, immerhin ein zweites mal weiter oben. Kommt drauf an, wie der
Beitrag verläuft, ob einer sich da gerne wieder meldet. Aber nicht, um
platt geklopft zu werden.
dummerStudent schrieb:> Naja, besser er wird hier mit dem Arbeitsmarkt konfrontiert, als dass er> blind ins Studium geht und dann die Überraschung groß ist.
Das ist doch völlig klar, bevor er, ohne irgendwelche Tätigkeiten
nachweisen zu können, nur immer noch älter und älter wird.
Ich selbst bin mit dem Studium völlig überqualifiziert, um wieder in die
einfache Elektrikertätigkeit oder auch Hausmeistertätigkeit, Handwerk,
was auch immer, einzusteigen. So Leute wie mich will da aus bekannten
Gründen niemand mehr. Vielleicht sogar ganz besonders deswegen, weil ich
da reichlich BE habe, und es gut kenne. Die haben Angst, daß ich das von
vorne herein als Notlösung sehe, und bei einem besseren Angebot sofort
abspringe. Und sie haben sogar Recht. Da ist das Studium für mich sogar
ein echter Klotz am Bein.
Der Vater meiner Freundin ist auch Ingenieur und arbeitet nun seit ca.
20 Jahren bei der Post - als Paketzusteller.
Das hat er nach dem Studium ganz freiwillig so entschieden und ist dabei
geblieben. Er mag den Job - das ist wohl seine "Berufung".
>Mit 32 nochmals studieren
Ich fand auch mit 30 die persoenlichen Entwicklungsmoeglichkeiten etwas
begrenzt und hab dann noch ein Physikstudium angehaengt. Kann's nur
empfehlen.
dummerStudent schrieb:> Der Vater meiner Freundin ist auch Ingenieur und arbeitet nun seit ca.> 20 Jahren bei der Post - als Paketzusteller.>> Das hat er nach dem Studium ganz freiwillig so entschieden und ist dabei> geblieben. Er mag den Job - das ist wohl seine "Berufung".
Das kann ich sogar nachvollziehen. Ein Studienkommilitone schmiß die
Diplomarbeit einen Monat vor Abgabe, und sagte, sorry, nee, das will ich
nicht wirklich werden. Er verwarf damit sein komplettes Studium, das
Abschlußpapier, Diplom. Der Gesamtnotenschnitt sogar mit 1 vor dem
Komma. Er wurde Möbelpacker, das sind eigentlich Hilfsarbeiter, war aber
körperlich auch ein Kraftpaket wie ein Bauarbeiter.
Mein ehemaliger Mitbewohner hat folgende Abschlüsse:
- M. Sc. in Chemie
- Bachelor (of Arts) in Sozialwissenschaften
- B (of Arts) in Slavastik
Der hat sein leben lang nur in WGS gewohnt, einmal in der Woche warm
gekocht, immer kalt geduscht und stets universitär gelebt (als freier
Mitarbeiter) usw.
Der hätte es nie in der "Wirtschaft" ausgehalten.
An den TO:
Für Selbstständigkeit brauchste BE und kein Studium.
Studium ist nützlich aber für Dich nur Zeitverschwendung da man da nicht
viel praktisches lernt (das übliche Beispiel: Als E-Techniker nicht
wissen wie ein Widerstand real aussieht).
ich bin ein Mann direkter Worte.
Fassen wir mal ganz knallhart zusammen : nie wirklich den Berufseinstieg
geschafft, mal hier und da gearbeitet, nie wirklich überzeugen können,
aus welchen Gründen auch immer. Soll auch kein Vorwurf sein.
Nun dann Flucht in Weiterbildung. Nun die Angst wieder das selbe zu
erleben, dann wieder Flucht ins Weiterbildung aka Studium. Mir erscheint
das ganze, dass Du iwie angst vor dem Berufsleben hast, und versuchst es
iwie immer weiter hinaus zu zögern.
Mit 40, ohne wirklich BE oder gescheite Arbeitszeugnisse als
Facharbeiter, ganz ehrlich, da sieht es mehr als bescheiden aus. Dagegen
hat Willem hier im Forum einen Top Lebenslauf. Es gibt ja erfahrene Ings
die tun sich schon mit BE + Ü40 schon schwer mit der Jobsuche.
Schau lieber dass Du endlich irgendwo beruflich Fuß fassen kannst mit
dem Techniker. Und sei es zur Not anfangs etwas unter Quali,
hocharbeiten kannst Dich immer noch wenn Du dich beweist.
Ludwig schrieb:> Schau lieber...
Versuch macht klug, aber einfach wird das sicher nicht.
Mir scheint oft, das Arbeitgeber die Lebensläufe und Zeugnisse
nicht dazu benutzen um jemanden zu finden, sondern eher um jemanden
auszusondern, wenn auch nur der kleinste Makel zu finden ist,
Erbsenzählerei halt. Auf so eine Berufswelt kann sicher jeder
verzichten und wer daran Schuld ist muss ich ja wohl nicht erwähnen?
Also ich habe das Gefühl nicht.
Hier wird geschaut, ob man ins Team passt - das ist ja auch in meinem
Interesse.
Dann muss natürlich Interesse an der eigentlichen Tätigkeiten vorhanden
sein, sowie ein paar Grundlagen (Studium).
Dann passt das scho´
Michael S. schrieb:> Mir scheint oft, das Arbeitgeber die Lebensläufe und Zeugnisse> nicht dazu benutzen um jemanden zu finden, sondern eher um jemanden> auszusondern
Folgendes Beispiel:
Angenommen, Du hast eine Stelle zu besetzen, hast aber fünf Bewerber
auf diese Stelle. Also musst Du vier Bewerbern absagen.
Wie triffst Du die Auswahl? Den mit den schlechtesten Zeugnissen und dem
krummsten Lebenslauf unbedingt einstellen? ;-)
Mark Brandis schrieb:> Folgendes Beispiel:> Angenommen, Du hast eine Stelle zu besetzen, hast aber fünf Bewerber> auf diese Stelle. Also musst Du vier Bewerbern absagen.>> Wie triffst Du die Auswahl? Den mit den schlechtesten Zeugnissen und dem> krummsten Lebenslauf unbedingt einstellen? ;-)
Folgendes Beispiel Retour:
Angenommen, du hast eine Stelle zu besetzen, hast EINEN Bewerber, selbst
nach Monaten der Suche. Wie würdest du dich da entscheiden?
Vernünftig und versuchen mit dem einen klar zu kommen oder lieber
suchen bis zum Armageddon?
Letzt genanntes scheint aber ganz der Fall zu sein und Absagen bekommt
man auch einfach nicht mehr, einfach weil man keine Verantwortung auf
Arbeitgeberseite tragen will, selbst wenn es nur der allseits bekannte
Mustertextblock ist. Ganz schlimm sind die Personaldienstleister, da
ist jede Mühe für die Katz. Zur Zeit ist es auch so das für einen
Bewerber deutlich mehr offene Stellen zu besetzen gibt als es Kandidaten
gibt, allein die Qualität der Jobs lässt zu wünschen übrig, mal vom
Benehmen der Firmen ganz abgesehen. Mir scheint, das es da ein
Problem gibt, aber nicht auf Bewerberseite.
Als ob eine neuzeitliche Erscheinung wäre, dass der Arbeitsmarkt
schwankt.
Sowas sollte eigentlich JEDER Abiturient wissen.
Dieses Rumgeheule ist ja ziemlich ungebildet.
Wer Ing studiert, um viel Geld zu verdienen, hat sowieso schon verloren.
dummerStudent schrieb:> Als ob eine neuzeitliche Erscheinung wäre, dass der Arbeitsmarkt> schwankt.
Es ist eine neuzeitliche Erscheinung das mittlerweile tatsächlich
der Arbeitsmarkt hohen Bedarf hat und das seit sehr vielen Jahren.
Einzig mit dem Einstellen machen es sich die Firmen unnötig schwer.
Sicher, ein neuer MA hält kaum einen Laden am Laufen oder sichert
deren Existenz, aber ewig kann man das böse Spiel nicht spielen, auf
zusätzliche Umsätze/Gewinne zu verzichten, weil sonst der eine oder
andere Betrieb unter die Räder gerät, wie gerade in der
Solarbranche, wo man wohl auch sehr gepennt hat, was überhaupt
gar nicht so selten ist.
Das ist doch Unfug.
Unternehmer, gerade KMUs, waren schon i.d.R. schon immer vorsichtig in
der Personalplanung. Da wird erst dann eine neue Stelle geschaffen, wenn
"langfristig" Brot und Lohn angeboten werden kann.
Die Solarbranche ist ein "gutes" Beispiel, wie ein Hype durch staatliche
Subventionen entstehen kann. Sobald Vater Staat aber seine helfende Hand
raushält, sterben die vielen Mitläufer weg - das ist auch keine neue
Erscheinung.
Übrigends werden gerade hier viele MA nun entlassen werden müssen.
Hätten diese Betriebe noch mehr MA eingstellt, wäre der Exedus noch
verherender.
Dein Beispiel ist ziemlich paradox.
Vllt sollten es für Ingenieure im 1. Semster ein Grundkurs VWL geben
müssen. Einigen scheint diese Welt ja vollkommen unbekannt zu sein.
Michael S. schrieb:> Angenommen, du hast eine Stelle zu besetzen, hast EINEN Bewerber, selbst> nach Monaten der Suche. Wie würdest du dich da entscheiden?> Vernünftig und versuchen mit dem einen klar zu kommen oder lieber> suchen bis zum Armageddon?> Letzt genanntes scheint aber ganz der Fall zu sein und Absagen bekommt> man auch einfach nicht mehr, einfach weil man keine Verantwortung auf> Arbeitgeberseite tragen will, selbst wenn es nur der allseits bekannte> Mustertextblock ist. Ganz schlimm sind die Personaldienstleister, da> ist jede Mühe für die Katz. Zur Zeit ist es auch so das für einen> Bewerber deutlich mehr offene Stellen zu besetzen gibt als es Kandidaten> gibt, allein die Qualität der Jobs lässt zu wünschen übrig, mal vom> Benehmen der Firmen ganz abgesehen. Mir scheint, das es da ein> Problem gibt, aber nicht auf Bewerberseite.
Keine Firma will sich ein faules Ei einkaufen.
Wenn man Probleme damit hat, dass man nach einer gewissen Zeit noch
keine Rückmeldung erhalten hat, dann sollte man das Problem nicht
dauernd in einem Forum thematisieren, sondern man mit den Betreffen man
in Kontakt treten.
Aber es ist immer einfacher, die Schuld anderen zu zuschieben.
Michael S. schrieb:> Angenommen, du hast eine Stelle zu besetzen, hast EINEN Bewerber, selbst> nach Monaten der Suche. Wie würdest du dich da entscheiden?> Vernünftig und versuchen mit dem einen klar zu kommen oder lieber> suchen bis zum Armageddon?
Nur wegen einer Stelle geht eine Firma auch nicht gleich zu Grunde, und
ein ungeeigneter Bewerber hilft dann auch nicht weiter. Wenn er nicht
passt und nur die bereits vorhandene Mannschaft belastet, dann wäre die
Firma ganz schön bescheuert, diesen einen Bewerber einzustellen, sondern
sucht logischerweise lieber weiter.
Michael S. schrieb:> Letzt genanntes scheint aber ganz der Fall zu sein und Absagen bekommt> man auch einfach nicht mehr, einfach weil man keine Verantwortung auf> Arbeitgeberseite tragen will, selbst wenn es nur der allseits bekannte> Mustertextblock ist.
Was glaubst du, wieviele Bewerber sich nur mit
Standard-Mustertextblöcken bewerben und sich nicht die geringste Mühe
machen, eine individuelle Bewerbung abzuliefern? Mit welcher Logik
sollten sich die Firmen dann besondere Mühe geben, einen Bewerber zu
bewerten und ihm noch Tipps mitzugeben? Für so etwas gibt es spezielle
Dienstleister, die Firmen sind dafür nicht zuständig.
> Autor: Asylbewerber (Gast)> Datum: 20.04.2012 23:07> Der hat sein leben lang nur in WGS gewohnt, einmal in der Woche warm> gekocht, immer kalt geduscht und stets universitär gelebt (als freier> Mitarbeiter) usw.
Und wozu lebt der überhaupt ?
Thomas schrieb:> Soll das ein Witz sein? Das Niveau des Grundkurses Mathe (LK war jetzt> auch nicht prinzipiell mehr) in der Kollegstufe des Gymnasiums> (zumindest bei uns in Bayern) war Lichtjahre über dem einer> Technikerschule.
Oh, ein Ing. mit Mathe-Komplex. Du bist ein ganz toller Hecht mit deinen
Mathe-Kenntnissen, die du im Job sowieso nicht brauchst. Das Thema
"Mathematik" bleibt wohl das Ur-Trauma aller Ing. Nach den
Mathe-Kenntnissen werden Menschen bewertet ... erbärmlich!
Arsch Gwaf schrieb:> Also die Techniker, die ich hatte, mussten komplette Kurvendiskussionen> machen, mit Monotonieverhalten und allem, sowie Rechnungen mit Potenzen> und log. Da gibts aufm Gym in analysis denk ich nicht wesentlich mehr.> In Geometrie haben sie Geraden mit Flächen gekreuzt, Skalar- und> Vektorprodukt. Auch das entspricht wenn ich mich erinnern kann dem gym> Stand. Stochastikteil war bei ihnen halt abgespeckt.
Das kann ich als Techniker von einer bayrischen Technikerschule voll
unterschreiben. Wir haben zur Prüfungsvorbereitung immer die
Mathe-Grundkurs-Klausuren des Abiturs gerechnet mit all den o. g.
Themen, außer Stochastik.
@Threadstarter
Mach den Techniker fertig und sammel endlich Berufserfahrung. Ein
Studium würde ich mir an deiner Stelle höchstens nebenberuflich antun.
nib (Gast) schrieb:
>Oh, ein Ing. mit Mathe-Komplex. Du bist ein ganz toller Hecht mit deinen>Mathe-Kenntnissen, die du im Job sowieso nicht brauchst. Das Thema>"Mathematik" bleibt wohl das Ur-Trauma aller Ing. Nach den>Mathe-Kenntnissen werden Menschen bewertet ... erbärmlich!
nib (Gast) schrieb außerdem:
>Das kann ich als Techniker von einer bayrischen Technikerschule voll>unterschreiben.
Da fällt mir nur eines zu ein:
Oh ein Bayer, der es mal wieder nötig hat, seine Ausbildung durch
Erwähnung der örtlichen Herkunft aufwerten zu wollen.
Getreu dem Motto:
Abitur --> Bayerisches Abitur --> Techniker --> Bayrischer Techniker -->
...
Ihr seid doch einfach nur lächerlich!
nib schrieb:> Threadstarter> Mach den Techniker fertig und sammel endlich Berufserfahrung. Ein> Studium würde ich mir an deiner Stelle höchstens nebenberuflich antun.
Exakt! Sonst nimmt den kein Mensch mehr. Langzeithochschulbummler sind
nicht gefragt.
Mine Fields schrieb:> ein ungeeigneter Bewerber hilft dann auch nicht weiter.
Vor allem nicht wenn sich herausstellt das die Firma sich als ungeeignet
herausstellt. Das muss nämlich von beiden Seiten betrachtet werden und
auch passen. Als vor längerer Zeit VW diese Aktion hatte 5000 x 5000
hatten sich da über 10000 beworben aber genommen wurden natürlich nur
die 5k. Die wurden dann ein halbes Jahr geschult und Fit gemacht und
wurden dann eingesetzt.
Wenn ich das noch richtig in Erinnerung habe sind nach ca. 1 - 2 Jahren
20% wieder gegangen, ob durch den AG oder aus eigenem Beweggrund,
weiß ich nicht mehr, aber offenbar passten dann beide nicht zusammen.
Mine Fields schrieb:> Was glaubst du, wieviele Bewerber sich nur mit> Standard-Mustertextblöcken bewerben und sich nicht die geringste Mühe> machen, eine individuelle Bewerbung abzuliefern? Mit welcher Logik> sollten sich die Firmen dann besondere Mühe geben, einen Bewerber zu> bewerten und ihm noch Tipps mitzugeben? Für so etwas gibt es spezielle> Dienstleister, die Firmen sind dafür nicht zuständig.
Das ist jetzt aber eine böswillige vorgeschobene Unterstellung und so
auch gar nicht wahr. Meine Bewerbung ist immer individuell und in
drei Blöcke geteilt.
Zu Beginn gehe ich auf die Stelle ein damit darauf später Bezug genommen
werden kann. Dann stelle ich mich im Folgeabsatz mit den wesentlichsten
Kriterien vor und begründe warum ich für die Stelle geeignet bin. Zum
Abschluss das Blabla, das man freudig auf Antwort warte usw.
Die Dienstleister nehmen durch die Bank weg bei Absagen NICHT mal Bezug
auf die Bewerbung von... als... und kommen immer mit dem gleichen
Textmodul. Wozu bemüht man sich eigentlich wenn da so wenig Respekt
vor dem Menschen gelebt wird. Die sollte man einsargen.
Höre bloß auf mit dieser Arbeitgeber-Lobhuddelei. Die beeindruckt mich
nicht die Bohne.
Michael S. schrieb:> Höre bloß auf mit dieser Arbeitgeber-Lobhuddelei. Die beeindruckt mich> nicht die Bohne.
Das ist keine Lobhudelei sondern immer noch eine realistische
Betrachtungsweise und nicht so verblendete Weltansicht wie du sie hier
tagtäglich an den Tag legst.
Niemand hat das Recht, Arbeitgeber zu zwingen, in jede Bewerbung
stundenlang Arbeit reinzustecken. Das sind wahnsinnige Kosten, die kein
Unternehmen tragen kann. Wenn man natürlich so egozentrisch ist, dass
man nicht mehr über sein eigenes Wohl hinausdenken kann, wird sich immer
schwer mit der Realität tun und auch bei Arbeitgebern nicht gut
ankommen.
Wer wirklich echtes Feedback will, braucht professionellen Rat. Bei
manchen reicht noch ein Bewerbungscoach, bei anderen ist hilft wohl nur
noch der Psychiater.
Alter Studi schrieb:> Lohnt es sich noch, mit 32 ein Studium anzufangen?
Die Frage ist: Was willst du? Willst du studieren, weil's dich
interessiert? Willst du studieren, um besser Karriere machen zu können?
Im ersteren Fall ist es wohl nie zu spät, so lange man es finanzieren
kann und will (Will will heissen: Finanzielle Einbussen über Jahre in
Kauf nehmen, evtl. lebenslänglich, da man während der Zeit des Studiums
auch andere Aufstiegsmöglichkeiten hätte, die evtl. mehr Kohle bringen.
Und 3-5 Jahre Lohnausfall kompensiert niemand so schnell. Selbst wer mit
25 abschliesst, überholt gleichaltrige Nicht-Akademiker in der gesamten
verdienten Summe erst ca. mit 35.)
@ dummerStudent (Gast)
>Der Vater meiner Freundin ist auch Ingenieur und arbeitet nun seit ca.>20 Jahren bei der Post - als Paketzusteller.>Das hat er nach dem Studium ganz freiwillig so entschieden und ist dabei>geblieben. Er mag den Job - das ist wohl seine "Berufung".
Schön, aber nur etwas schade, dass er es erst nach dem Studium gemerkt
hat.
@ Wilhelm Ferkes (ferkes-willem)
>Das kann ich sogar nachvollziehen. Ein Studienkommilitone schmiß die>Diplomarbeit einen Monat vor Abgabe, und sagte, sorry, nee, das will ich>nicht wirklich werden. Er verwarf damit sein komplettes Studium, das>Abschlußpapier, Diplom. Der Gesamtnotenschnitt sogar mit 1 vor dem>Komma. Er wurde Möbelpacker, das sind eigentlich Hilfsarbeiter, war aber>körperlich auch ein Kraftpaket wie ein Bauarbeiter.
Was kannst du damit "nachvollziehen"? Du kennst einen sehr ählichen
Fall. Aber hast du eine Erklärung? Wie kann jemand 1,x Student sein und
dann alles hinschmeißen? Klar reift die Erkenntnis und der Blick auf den
Job Ingenier erst mit der Zeit des Studiums, aber SOOO kurz vor dem
Ende? Nie vorher die Realität gesehen? Praktikas? Sehr merkwürdig.
MFG
Falk
Es gibt halt Leute, die studieren rein aus inhaltlichem Interesse am
Fach.
Das ist vllt sogar die höchste Form des Studierens.
Nicht jeder will danach aber in diesen spezifischen Arbeitsmarkt eines
Ingenieures etc. gehen.
Vllt ist er lieber in Gesellschaft mit "einfachen" Leuten und macht
"ehrliche" handwerkliche Arbeit?
Ich sehe das überhaupt nicht verwerfliches.
Ich denke, auch der Paketzusteller, Handwerker oder sonstwas mit
Ing.-Titel ist eine Bereicherung für die Gesellschaft. Vllt sogar viel
mehr als der Ing. im Großkonzern, der seinen Sessel plattsitzt.
solche BEispiele sind die Ausnahme. Jedenfalls bringt studieren nicht
jedem was. Das ist genauso wie der Drang der linken Parteien das doch
alle Abi machen und studieren sollen, Hauptschüler haben ja eh keine
Chance. Die sollen mal zu mir nach BaWü aufs Land kommen. Denen zeig ich
aber viele Hauptschüler die mir berichten, dass von ihrer Klasse alle
eine Lehrstelle haben, ausser ein paar wenige die keinen Bock haben.
Diese Leute verdienen im Handwerk oder in der Industrie gutes Geld und
ziehen sich mit 30 schöne Häuser hoch, wo mancher Akademiker noch seine
Studienschulden abzahlt.
Es können und es müssen nicht alle studieren. Eine reine Dienstleistungs
- oder Wissensgesellschaft funktioniert einfach nicht.
Aber weniger Gebildete waren den Linken ( SPD, Grüne ) schon immer ein
Dorn im Auge. Schon 68 versuchten die Linken sich mit den Arbeitern zu
verbünden. Als diese aber keinen kommunistischen Umsturz wollten sondern
höhere Löhne, wandten sich die Linken wieder ab. Seit dem her sind
Arbeiter eher ein Feinbild für diese Leute, nämlich das sind für die
Linken nur konservative Spiesser die Bildzeitung lesen und härtere
Strafen für jugendliche Gewaltverbrecher fordern ( zu Recht ! )
und schaut euch den Threadstarter an : ist 32, hat noch nie wirklich
beruflich irgendwo Fuß gefasst. Ja wie soll das den weiter gehen ? mal
ehrlich einen Ing mit 40 ohne BE als Ing und ohne wirkliche BE als
Facharbeiter, wer hat nach so einem gerufen ?
wer sagt überhaupt ob er ohne Fachabi nur mit Techniker überhaupt das
Studium schafft ? der soll schauen dass er noch die Kurve ins
Berufsleben kriegt und gut.
> Autor: Asylbewerber (Gast)> Datum: 21.04.2012 12:35> Klingt in deinen Ohren vllt komisch, is aber so ..
Sehr komisch sogar ! Wozu den dann die ganze Schinderei ?
In Idien bei den Gurus währe er vielleicht besser aufgehoben !
Falk Brunner schrieb:> Was kannst du damit "nachvollziehen"? Du kennst einen sehr ählichen> Fall. Aber hast du eine Erklärung?
Nein. Aber der Mann entschied sich im sehr fort geschrittenen Stadium.
Ich bin oft auch Spätzünder, und deswegen kann ich es nachvollziehen,
was in manchen Menschen vor sich geht.
Wenn er bei Möbelpackern glücklich ist, dort hat er auch reichlich
körperliche Bewegung, und es werden ihm die Knochen mit 45 vielleicht
nicht so schmerzen wie einem Bürostuhlakrobaten, und wenn das Geld auch
noch zum Leben reicht, warum denn nicht?
Ich war ja selbst über 10 Jahre auf dem Bau, und kann damit sagen,
beurteilen, daß es körperlich für mich auf jeden Fall besser war, als
die PC-Hockerei.
Ludwig schrieb:> Das ist genauso wie der Drang der linken Parteien das doch>> alle Abi machen und studieren sollen,
Na, die HWK und IHK wollen ja auch die Hochschulzugangsberechtigung mit
der Berufsausbildung mitliefern. Sind das jetz auch linke
"Spinner"-Zellen
Marx W. schrieb:> Na, die HWK und IHK wollen ja auch die Hochschulzugangsberechtigung mit> der Berufsausbildung mitliefern. Sind das jetz auch linke> "Spinner"-Zellen
ja sind es. Ganz nach dem Alt 68er Ideal, es sollen ja bloss alle
studieren, der Mensch fange ja erst beim Akademiker an. Weil einfache
Leute sind laut den Linken alles potentielle Rechte. Was dabei raus
kommt sind taxifahrende Soziologen, Informatiker die als Admin oder
Klicki-Bunti entwickler arbeiten und Ingenieure die Zeugs machen was ein
Meister genauso gut könnte.
Goalgetter schrieb:> Ja und?>> Bildung ist nie umsonst, aber soweit denkst du wohl nicht.
doch ich denke soweit. Zuviel Bildung kann einen hohen Frust im
Berufsleben erzeugen. Wenn nämlich alle Stellen überakademisiert sind,
wohin der Trend zurzeit in schnellen Schritten geht, sind die Menschen
unzufrieden mit ihrer Arbeit. Die denken sich, ich habe im Studium mich
mit komplexen Themen befasst und mache jetzt nix anderes als stupide
Arbeiten, die ich auch ohne Studium hätte machen können. Das erzeugt im
Berufsleben viel Frust. Wie der oben zitierte Postbote der Ing ist. Der
wird bei seiner Arbeit nie wirklich seine Bildung ausschöpfen können.
Dazu kommt, dass diese nutzlose Bildung auch noch für den Staat sehr
teuer ist und auch noch jahrelangen Gehaltsausfall für den Betroffenen
bedeutet.
Alter Studi, einige Tipps:
1. Überleg es dir gut mit dem Studium! Gerade IT/ET/Informatik etc...
sind kein Kinderspiel, das ist was GANZ (!!!) anderes als eine
Technikerausbildung.
2. Wenn du es wirklich willst, dann bist du nicht zu alt dafür. Ich hab
auch einige ältere Kommilitonen. Das sind nette Leute und die haben
natürlich mehr Lebenserfahrung als ich Greenhorn, was ganz gut ist. Und
viele von denen schaffen es auch.
3. Wenn du dich selbstständig machen willst, würde ich dir empfehlen,
vorher was "Sinnvolles" zu studieren. Ich mein, es gibt Millionen
(sorry) von Deppen da draußen, die von nichts ne Ahnung haben und sich
selbstständig machen. Und (sorry again) bei deinem bisherigen Lebenslauf
glaube ich nicht, dass du in irgendwas tiefgründige Expertise besitzt.
Also um es zusammenzufassen:
Überleg dir das mit dem Studium gut, nicht, weil du zu alt bist, sondern
weil es kein Zuckerschlecken ist!
Ludwig (Gast)
> Zuviel Bildung kann einen hohen Frust im> Berufsleben erzeugen.
Das Gegenteil halte ich für schlimer. Zuviel Unwissenheit, zuviel
Dummheit (sowohl fachliche als auch allgemeine) frustrieren viel
deutlicher, nämlich dann, wenn du später auf die vielen schlauen
jüngeren Nerds oder auch nicht-Nerds triffst, die dir deine Dummheit
aufzeigen und dich alt aussehen lassen.
> Wenn nämlich alle Stellen überakademisiert sind,
Hast du noch nicht begriffen, dass das der Trend heutzutage ist?! In den
80er Jahren reichte noch ein Hauptschulabschluss, um eine KFZ-Lehre zu
beginnen. Gymnasiasten wurden sogar eher nicht gerne genommen, weil man
ihnen (zu unrecht) unterstellte, mit dem (hohen) Bildungsniveau nicht so
recht zu einem Gewerbe zu passen, dass dreckig, ölig, verbal oft
rustikal und vor allem ziemlich malocherhaft im Gegensatz zu einem
Bürojob daherkommt.
Heutzutage kann der Bildungsgrad selbst für die schlichteste Tätigkeit
gar nicht hoch genug sein, denn der Hausmeister ist zum "Facilitie
Manager" mutiert und die Bäckerei-Fachverkäuferin darf mit Kenntnissen
über Lebensmittelchemie glänzen. In der Bewerbung wird formalisierte
Bildungpräferiert, ja geradezu erwartet. In der Praxis ist vieles dann
wieder banal, weil heruntergebrochen auf die Wirklichkeit im
bundesdeutschen Arbeitsalltag spielen all die hochtrabenden Floskeln
keine rechte Rolle, sondern die Arbeit will getan werden, wie auch all
die Jahre zuvor.
Der Unterschied zu den 80ern ist, heutzutage ist alles
durchelektronisiert, immer mehr digitalisiert und damit scheinbar
komplizierter. Aber wie viel komplizierter sind elektronisch
formalisierte (Standard-) Prozesse eines Arbeitsalltages heutzutage im
Vergleich zu beispielsweise dem Betrieb eines hochkomplexen alten
mechanischen Webstuhls aus dem Frühzeit der Industrialisierungsphase?
Letztes gab es einen Filmbericht zweier Außendienstler auf Montage die
ein Problem an einer modernen Industrieanlage für das Weben von
Textilien beheben sollten. War lustig mit anzusehen, wie wenig die
beiden Herren dort "zu schaffen" hatten (bei umfänglicher Bezahlung) bis
das Teil wieder lief. Da hatten es die Leute früher sehr viel schwerer.
> wohin der Trend zurzeit in schnellen Schritten geht, sind die Menschen> unzufrieden mit ihrer Arbeit.
Unzufriedenheit im Job ist ein mannigfaltiges Thema. Die einen sind
unzufrieden, weil sie sich schlecht entlohnt fühlen. Die nächsten sind
unzufrieden, weil die Kollegen alle Hohlköppe sind. Die dritten sind
unzufrieden, weil sie sich unterfordert fühlen. Die vierten sind
unzufrieden, weil sie sich überfordert fühlen. Die fünften sind
unzufrieden weil sie den falschen Job machen. Die sechsten sind
unzufrieden, weil sie so einen ätzenden Cheffe haben. Dann gibt es da
auch noch die generell Unzufriedenen, die tägliche Meckereien brauchen,
wie die Kirche das Weihwasser, auch wenn alles bestens läuft.
> Die denken sich, ich habe im Studium mich> mit komplexen Themen befasst und mache jetzt nix anderes als stupide> Arbeiten, die ich auch ohne Studium hätte machen können.
Wer nur wegen einem bestimmten Beruf die Quälerei eines Studiums auf
sich nimmt, hat sowieso nicht alle an der Latte. Studieren heißt
zunächst einmal MEHR WISSEN WOLLEN und nicht anderen (den Arbeitgebern)
einen Gefallen zu tun. Studieren geht man FÜR SICH SELBST, um seinen
Horizont zu erweitern und natürlich auch in der Hoffnung, dass sich die
Quälerei irgend wann einmal in einem besseren Einkommen niederschlägt.
Diese rein monetäre Ausrichtung der jungen Leute heutzutage, dieses
Hinterherhecheln des schnöden Mammon, nach dem Motto, alles das an
Wissen in den Kopf, was schnell den Geldbeutel klingeln lässt und alles
Wissen was den Horizont erweitert, sich aber nicht unmittelbar aufs
kommende, erwartete Gehalt auswirkt gleich mal weglassen, ist eine
Pervertierung der Bildung. Das erst macht den diplomierten
(bachelorisierten) Menschen zum GEBRAUCHSGEGENSTAND der Wirtschaft - die
ihn für eine Zeitlang (vielleicht sehr kurze Zeit in der Spitze eines
Wirtschaftsaufschwunges) gerade braucht und ansonsten auf ihn Kackt.
> Das erzeugt im> Berufsleben viel Frust. Wie der oben zitierte Postbote der Ing ist. Der> wird bei seiner Arbeit nie wirklich seine Bildung ausschöpfen können.
Taxifahrer mit politischer Bildung und abgebrochenem Studium sollen es
schon zu Außenministern in Europa gebracht haben. Nach deinem Argument
hätte der Taxifahrer lieber von Anfang an auf eine höhere Schulbildung
verzichten sollen, denn die braucht es zum Umherschippern eines
Taxigefährtes doch nun gleich gar nicht.
> Dazu kommt, dass diese nutzlose Bildung auch noch für den Staat sehr> teuer ist
Aha! Jetzt kommen wir doch dem Thema langsam näher. Wissen nur für den
der sein Wissen auch für den Staat und damit die Gesellschaft in barer
Münze verwerten kann. Was sich nicht rechnet soll gleich ganz
unterbleiben. Gilt dieser Anspruch eigentlich auch für Kriegseinsätze,
falsche Managerentscheidungen, böse Spekulanten, fehlgeleitete
Baumaßnahmen, behinderte Kinder, Senioren die "von der Gesellschaft
mitgeschleppt" werden?
> und auch noch jahrelangen Gehaltsausfall für den Betroffenen> bedeutet.
Und das weißt du natürlich lange vorher?! Und du weißt natürlich auch,
dass Selbstständigkeit sich von vorne herein nicht rechnet! Und du weißt
vor allem, dass das dem Betroffenen überhaupt was ausmacht, weil du ja
voraussetzt, dass der genauso denkt wie du, der du alles der
unmittelbaren geldlichen Verwertbarkeit unterordnest.
Zum Glück machen die Menschen im Leben nur Dinge die stets von
allergrößtem Sinn erfüllt sind, wie teure Hobbys fröhen, Alkohol
trinken, rauchen, Kinder zur falschen Zeit mit dem falschen Partner
erzeugen, Luxusautos fahren, den Planeten verdrecken, die falsche Partei
wählen/die richtige Partei wählen/gar nicht wählen, stets nur wichtige
inhaltsvolle Telefonate führen usw. usw.
Der Mensch ist wie allgemein bekannt ein von purer Vernunft geleitetes
Überwesen Gott gleichen Abbildes. Kim Jong-il gilt als Paradebeispiel
der Menschheit.
@Proxxon : Die meisten Jobs sind doch heute viel einfacher als früher.
Der KFZler steckt noch ein Diagnose gerät an, dann kommt der Fehler und
das ganze Bauteil wird ausgetauscht, Kunde zahlt. Fertig. Früher
brauchte man da noch viel mehr Wissen und Erfahrung.
Übrigens bei mir in der Gegend suchen Handwerksfirmen nach Azubis, die
nehmen auch Hauptschüler, weil sich kaum noch jemand dafür bewirbt. Und
diese leute packen das auch.
Klar in einigen links-grünen Bundesländern bekommt fast jeder ein
Hätscheltätschel Abi, klar da ist das nur noch der Nachweis das jemand
lesen und schreiben kann.
Heute herrscht doch überakademisierung pur.
EIn Konzern verlangt für eine popelige EInkaufssachbearbeiterstelle
schon ein
Wiing Studium, alternativ Ing Studium + BWL Aufbau usw.
Viele Ings und Informatiker machen auch Zeugs, da braucht man im Leben
kein Info Studium dafür. Das was ich mache ist auch Krams, das kann auch
ein Fachinformatiker. Ich werde wenigstens gut dafür entlohnt ( IG
Metall Tarif, Konzern ). Studieren hätte ich dafür nicht brauchen.
So geht es auch vielen Ings.
Wirkliche Überforderung, in der Form dass man zu wenig Wissen hat, gibts
doch heute kaum noch. Für jede Poppelstelle muss man doppelt und
dreifach qualifiziert sein.
Und genau das schafft Frust unter den Leuten. Man denkt eigentlich könne
man mehr, aber man darf halt nicht mehr machen.
Mein Projektleiter ist promovierter Informatiker, der beschäftigt sich
mit simplen Prozessbeschreibungen, welche auch jeder Fachinformatiker
ohne weiteres hin bekommen würde. Da gehts dann darum ob der User zuerst
links oder rechts klicken soll usw und das ist kein Einzelfall in meinem
Großkonzern.
Die meisten machen das halt weil die Kohle stimmt. Jedenfalls bin ich
ein Mensch der Bildung wie eine Investion sieht, so wie eine Maschine,
ein LKW oder ein Computer. Wenn es sich nicht rentiert, kann man es auch
bleiben lassen.
Wer nämlich sein Wissen nicht braucht, vergisst es auch ziemlich
schnell. Damit war es pure Zeitverschwendung.
Ludwig (Gast) schrieb:
> Wer nämlich sein Wissen nicht braucht, vergisst es auch ziemlich> schnell. Damit war es pure Zeitverschwendung.
Im Studium lernt man auch vieles was schnell veraltet. Manche haben noch
den Umgang mit Lochstreifen gelernt, braucht kein Mensch mehr. Andere
haben Programmiersprachen gelernt die nicht mehr gefragt sind wie
Pascal, Turbo Vision Oberflächen, DBase, Borland Object Windows etc. Es
ist doch klar, dass man mit der Zeit gehen muss und aus den sowieso
nicht so dollen Übungen damals in Pacal dann im Laufe der Zeit zu
anderen "modernen" Sprachen gelangt und beispielsweise auf die aktuellen
MS Produkte setzt oder auf QT oder ...
Das Wichtigste aber was man im Studium lernt ist DAS LERNEN (das sich
erarbeiten von komplexen Inhalten) und zwar professioneller, als man das
noch getan hat oder hätte ohne vorher einen Fuß in eine Hochschule
gesetzt zu haben. Da reicht der Techniker bzw. die Ausbildung desselber
nicht ran (meine Meinung, andere dürfen das anders sehen). Außerdem
lernt man im Studium wichtige Grundlagen die NIE veraltern, respektive
höhere Mathematik. Natürlich vergisst man mit der Zeit vieles, aber wie
war das noch mit dem Glas was halb voll oder halb leer ist? Es geht umso
schneller sich die vergessenen Kenntnisse wieder reinzuziehen und meist
versteht man es aus dem zeitlichen Abstand sogar später besser (als zu
Zeiten da das Web noch nicht Jedermann und Jederzeit für fast lau zur
Verfügung stand). Es liegt an jeden selbst sein Wissen zu pflegen und
natürlich selbstständig zu erweitern.
Ludwig schrieb:> Viele Ings und Informatiker machen auch Zeugs, da braucht man im Leben> kein Info Studium dafür. Das was ich mache ist auch Krams, das kann auch> ein Fachinformatiker. Ich werde wenigstens gut dafür entlohnt ( IG> Metall Tarif, Konzern ). Studieren hätte ich dafür nicht brauchen.
Man kann das Gelernte aus dem Studium immer gebrauchen, weil es eben
kein reines Sachwissen ist. Es bei der höheren Mathematik eben nicht
darum, dass man später im Beruf den ganzen Tag Differentialgleichungen
ausrechnen kann, sondern sie soll die Fähigkeit zum Transfer schulen,
und das kann man später in ganz anderen Situationen gebrauchen.
Wenn man natürlich aus dem Studium rausgeht und denkt, man habe nichts
anderes als reines Sachwissen gelernt, sich dann noch darüber ärgert,
dass es veraltet war, hat nichts begriffen und hätte tatsächlich lieber
den Techniker machen sollen.
Man kann das Wissen aus dem Studium immer zu seinem Vorteil einsetzen,
auch bei den einfachsten Jobs. Man muss es nur bewusst einsetzen.
Proxxon schrieb:> Andere> haben Programmiersprachen gelernt die nicht mehr gefragt sind wie> Pascal, Turbo Vision Oberflächen, DBase, Borland Object Windows etc. Es> ist doch klar, dass man mit der Zeit gehen muss und aus den sowieso> nicht so dollen Übungen damals in Pacal dann im Laufe der Zeit zu> anderen "modernen" Sprachen gelangt und beispielsweise auf die aktuellen> MS Produkte setzt oder auf QT oder ...
Das ist ein gutes Beispiel. Im Laufe des Studiums sollte man erkennen,
wie ein Programmiersprache funktioniert, um den Transfer zu schaffen,
dass man sich schnell in jede beliebige Programmiersprache einarbeitet.
Das ist um so vieles mehr wert als eine aktuelle Programmiersprache zu
lernen, die in zwei Jahren vielleicht schon wieder veraltet ist.
@ Ludwig (Gast)
>Der KFZler steckt noch ein Diagnose gerät an, dann kommt der Fehler und>das ganze Bauteil wird ausgetauscht, Kunde zahlt. Fertig. Früher>brauchte man da noch viel mehr Wissen und Erfahrung.
Eben. Was auch dazu führt, das die meisten keine Ahnung und Bock von
Fehlersuche haben. Und wo es ein einfacher Sicherungswechsel tun würde,
wird heute für 500 Euro das Steuergerät getauscht. Schöne neue Welt. 8-0
>Heute herrscht doch überakademisierung pur.
Scheint aber z.B. in Japan schon vor Jahrzehnten so gewesen zu sein. Da
wird ja immer der Bandarbeiter mit Abitur zitiert. Allerdings hat Japan
auch mehr als genug strukturelle Wirstschaftprobleme.
>EIn Konzern verlangt für eine popelige EInkaufssachbearbeiterstelle>schon ein>Wiing Studium, alternativ Ing Studium + BWL Aufbau usw.
Was eigentlich nur eine Zeichen des Fachkräfteüberschusses sein kann,
oder?
>Viele Ings und Informatiker machen auch Zeugs, da braucht man im Leben>kein Info Studium dafür. Das was ich mache ist auch Krams, das kann auch>ein Fachinformatiker. Ich werde wenigstens gut dafür entlohnt ( IG>Metall Tarif, Konzern ). Studieren hätte ich dafür nicht brauchen.
Jain. Das Problem bei Wissen ist oft, dass man gar nicht so recht weiß,
wieviel man weiß. Und wie das vernetzte Wissen indirekt die
Problemlösung erleichtert.
>So geht es auch vielen Ings.
Jain . . .
>Und genau das schafft Frust unter den Leuten. Man denkt eigentlich könne>man mehr, aber man darf halt nicht mehr machen.
Ist was dran.
>Die meisten machen das halt weil die Kohle stimmt. Jedenfalls bin ich>ein Mensch der Bildung wie eine Investion sieht, so wie eine Maschine,>ein LKW oder ein Computer. Wenn es sich nicht rentiert, kann man es auch>bleiben lassen.
Diese Betrachtung greift zu kurz, ist typisches Ingenier- und
BWL-"Denken". Natürlich ist es zum Großteil ein investion gemäß deiner
Betrachtung, vor allem in den "Arbeitsdisziplinen" MINT. Aber was ist
mit Geisteswissenschaften? Dort arbeiten doch noch weniger exakt in der
Richtung, was sie studiert haben. Oder Kunstgeschichte, etc. pp?
>Wer nämlich sein Wissen nicht braucht, vergisst es auch ziemlich>schnell. Damit war es pure Zeitverschwendung.
Wissen bzw. Bildung ist deutlich mehr als Anwendungswissen ala Mathe,
E-Techick etc. Es ist auch Wissen jenseits des Tellerands, Weitsicht,
auch zur Eindämmung der eigenen Überheblichkeit (E-Techniker sind die
besten und wichtigsten) und vor allem dem, was einen MENSCHEN ausmacht,
der auch ein gewisses Interesse und Wissen in der Beite hat. Politik,
Geschichte, Kunst, in welchem Umfang auch immer. Und keinen Fachidioten!
MfG
Falk
Mine Fields schrieb:> Das ist ein gutes Beispiel. Im Laufe des Studiums sollte man erkennen,> wie ein Programmiersprache funktioniert, um den Transfer zu schaffen,> dass man sich schnell in jede beliebige Programmiersprache einarbeitet.> Das ist um so vieles mehr wert als eine aktuelle Programmiersprache zu> lernen, die in zwei Jahren vielleicht schon wieder veraltet ist.
Das kann ein Fachinformatiker aber auch ! das was man wirklich aus dem
Studium an Transferwissen braucht, dürfen sowieso mal die wenigsten
wirklich einsetzen. Heute gelten strenge Entwicklungsprozesse und
Leitlinien, es gibt Architekturentscheidungen die kommen von oben. Da
ist nicht mehr viel mit Transfer, zumindest in großen Konzernen nicht.
Ludwig schrieb:> Das kann ein Fachinformatiker aber auch ! das was man wirklich aus dem> Studium an Transferwissen braucht, dürfen sowieso mal die wenigsten> wirklich einsetzen.
Ein Fachinformatiker kann das vielleicht unter Umständen auch, aber das
sind Ausnahmen. Die Fähigkeit zum Transfer muss gezielt geschult werden,
und das passiert eben im Studium und nicht in gewerblichen Ausbildungen.
Es stimmt aber, dass viele Leute blind durchs Studium rennen, denken
dass es eine bessere Schule ist und hinterher diese Erkenntnis nicht
mitnehmen. Und damit weniger taugen als ein guter Fachinformatiker.
Ludwig schrieb:> Heute gelten strenge Entwicklungsprozesse und> Leitlinien, es gibt Architekturentscheidungen die kommen von oben. Da> ist nicht mehr viel mit Transfer, zumindest in großen Konzernen nicht.
In fast jedem Job wird man vor Problemen gestellt, die man selbstständig
lösen muss. Und immer dann kann man die im Studium gelernten Fähigkeiten
gewinnbringend einsetzen. Leitlinien und Architekturentscheidungen
können das nicht lösen.
Mine Fields schrieb:> Ein Fachinformatiker kann das vielleicht unter Umständen auch, aber das> sind Ausnahmen. Die Fähigkeit zum Transfer muss gezielt geschult werden,> und das passiert eben im Studium und nicht in gewerblichen Ausbildungen.> Es stimmt aber, dass viele Leute blind durchs Studium rennen, denken> dass es eine bessere Schule ist und hinterher diese Erkenntnis nicht> mitnehmen. Und damit weniger taugen als ein guter Fachinformatiker.
teilweise geht der Akademiker ( bin selber einer ) zu überhirnt an ein
Problem ran, während der Fachinformatiker einfach einen Kniff kennt wie
man dies oder jenes Framework geschickt zur Problemlösung anwenden kann.
Teilweise wird auch zu intelligenter Code nicht gerne gesehen, sondern
lieber schön einfach verständlicher, dafür ruhig deutlich länger und mit
schlechterer Performance ( außer wo es auf Echtzeit an kommt, tut es in
meinem Bereich aber nicht )
Ludwig schrieb:> teilweise geht der Akademiker ( bin selber einer ) zu überhirnt an ein> Problem ran, während der Fachinformatiker einfach einen Kniff kennt wie> man dies oder jenes Framework geschickt zur Problemlösung anwenden kann.
Das ist eine Frage der Persönlichkeit, nicht der Ausbildung. Genauso
kann ein Fachinformatiker ein Problem total umständlich angeht, während
der Akademiker einen netten Algorithmus auspackt, der einfach und
schnell funktioniert.
Ludwig schrieb:> Teilweise wird auch zu intelligenter Code nicht gerne gesehen, sondern> lieber schön einfach verständlicher, dafür ruhig deutlich länger und mit> schlechterer Performance
Und da normalerweise bei einem Studium üblicherweise sehr viel Wert auf
die verständliche und nachvollziehbare Dokumentation der abgelieferten
Arbeit gelegt wird, ist ein Akademiker hier im Vorteil. Natürlich immer
unter der Voraussetzung, dass er das erworbene Wissen auch nutzbringend
einsetzt.
Freizeit-Keule schrieb im Beitrag #2648351:
> Mensch mach den Techniker fertig und zieh dir dann noch> den Meister rein !
Wer will sich denn verschlechtern? Der Meister ist unter dem Techniker.
Freizeit-Keule schrieb im Beitrag #2648351:
> Die Schmalspur-Ingenieure ( Bachelor ) welche heute den Arbeitsmarkt> unsicher machen kannst du damit locker in den Sack stecken.
Reds dir nur ein. :-)
Freizeit-Keule schrieb im Beitrag #2648351:
> Die Schmalspur-Ingenieure ( Bachelor ) welche heute den Arbeitsmarkt> unsicher machen kannst du damit locker in den Sack stecken.
Dumm labern kannst Du ja, aber das mit der Klammersetzung haut scheinbar
noch nicht so ganz hin...
yannik schrieb:> "Der Meister ist unter dem Techniker.">> Nicht nach dem europäischen Qualifikationsrahmen!
Die haben doch sowieso ein anderes Betätigungsfeld als Techniker.
Wilhelm Ferkes schrieb:> Er muß ein Studium auch erst mal überhaupt überleben. Ich sah da viele> mitten drin wieder gehen, abbrechen, auch Ü30 und Techniker. Denn es ist> eine etwas andere Qualität, als ein Technikerabschluß.
Also hier von der Qualität zu sprechen ist ein bischen....hmmm.
Ich habe vor meinem Studium auch Techniker bei DAA gelernt und ich kann
dir versichern dass kein Ingenieur ohne Vorbereitung die Staatliche
Prüfung des Technikers besteht. Desweiteren schwankt die Qualität
ebenfalls von FH zu FH.
Beim Ingenieur geht es um wissenschaftliche Ausbildung, um abstrakte
Sachen die übrigens nur Wenigen liegen. Die meisten studieren nicht
wegen Wissenschaft sondern um eben "irgendwie einen besseren Job" zu
bekommen als Arbeiter, sie schleppen sich vom Semester zum Semester
durch. Mit der Seele dabei sind eh nur Wenige, aber wenn dann sind es
gerade die älteren Kollegen.
Also, wenn dir abstrakte Sachen liegen und Praxisbezug für dich nicht so
wichtig ist, und dir Mathe einigermaßen Spaß macht, dann studiere,
schaden kann es nicht. Die Mathe ist nämlich ein Knackpunkt an dem
Ganzen. Ich kannte einen der mit 42 angefangen hat zu studieren
(nebenberufich).
PS: Ein Tipp von mir: kaufe ich Bücher die Vorbereitung auf
Hochschulmathe beinhalten, arbeite sie vor dem Studium durch. Du wirst
viel Nerven und Zeit sparen. Danach hast du weniger Hemmung und mehr
Selbstvertrauen.
Freizeit-Keule schrieb:
>> Die Schmalspur-Ingenieure ( Bachelor ) welche heute den Arbeitsmarkt>> unsicher machen kannst du damit locker in den Sack stecken.
Ich finde die Menschen zum Kotzen die Bachelor schlecht reden.
Gästchen schrieb:> kaufe ich Bücher die Vorbereitung auf> Hochschulmathe beinhalten, arbeite sie vor dem Studium durch. Du wirst> viel Nerven und Zeit sparen.
Am Meisten Zeit wird er sich sparen, wenn er beim Lesen der Bücher
erkennt, dass er für den Job nicht geeignet ist.
Ich kann dem hier zitierten Rolf Bombach nur beipflichten:
Jeder fühlt sich heute zu Höherem berufen und will studieren und was ist
das Ende vom Lied:
Überall nur noch Durchschnitt, der nur Durchschnitt produziert, schlecht
managed und designd und folglich nur mittelmäßige Produkte an den Markt
bringen kann, was in der Konsequenz dazu führt, dass er nur mittelmäßige
Leute bezahlen kann.
Das engineering ist heute genauso runtergekommen wie die Tontechnik:
Früher haben das nur studierte Spezialisten gemacht, heute machen es die
Praktikanten.
Und alle lassen sich die faulsten Begründungen einfallen, warum sie mit
ihrem FH-Diplom oder dualem Studium im Prinzip dasselbe leisten können
und die "praxisnäheren" Entscheidungen treffen.
Richtige Bildung ist in diesem Land auf dem Rückmarsch!
Feld bestimmen die Mittelmässigen.
Zocker_01 schrieb im Beitrag #2648981:
> Von der großen Insel ist nur Mist rübergekommen, erst> Coca-Cola, dann McDonald und jetzt Bachelor.
Cola schlechtreden...nu schlägts aber dreizehn! :>
Zocker_01 schrieb im Beitrag #2648981:
> Nicht Bachelor schlecht reden,
Was gibt es denn am bachelor schlecht zu reden?
Es ist DIE verknappte und verkürze Ausbildung, die die Industrie haben
will, wenn sie jemanden einsetzen möchte, für den sie keinen grossartig
denkenden und erfindenen Ingenieur braucht, für die aber ein Techniker
nicht reicht.
Bachelor ist eine Art Kunstwort, dass die Amis in Anlehung an den
Junggesellen = "gereifter Anwärter" mit dem ehemaligen Bakkaluareaus
gemixt haben, wobei da mehr, als eine Misdeutung eine Rolle spielen. Das
Ergebnis ist eine riesige, nichtssagende Bandbreite, die auch noch zu
Verwechslungen führt, wie beim B.A.(hons.).
Das Ganze ist aber Absicht der breiten Masse, die sich gerne auch einen
Titel erwerben möchte und sich mit weniger Leistung dieselbe formelle
Eignung zulegen möchte. So kann man sich gut hinter einem mittelmäßigen
Titel verstecken.
Praktisch haben wir bachelor mit 6,7 und sogar 8 Studiensemestern, davon
(oder zusätzlich) gfs 1-2 Auslandssemester, sowie u.U. noch einem
Praxissemester, das einige reinrechnen und anderen hinzuaddieren.
Obendrein ist das praktisch nicht einheitlich in der EU und die anderen
bachelors in den Nicht-EU-Staaten sind wieder komplett anders
aufgestellt. Nimm dir mal einen bachelor of engineering aus Indien: Der
hat Fachoberschulniveau (und nicht ganz zufällig auch das entsprechende
Alter).
Ein sehr guter "Master of Engineering" aus Indien, kommt mit Glück an
das alte FH-Niveau mit 7+1 Semestern heran, meistens haben sie aber eher
das Niveau von Berufsakademie, weil auch die 1 Jahr von ihren 4en rein
in Firmen arbeiten.
Wir "alten" haben noch volle 8 Semester studiert, 1 komplettes
Diplomarbeit gemach und eine Studienarbeit in der Grössenarbeit einer
bacherlor Thesis angefertig. Praktikum war mindestens 6 Monate. Das war
dann auch kaum unter 5 Jahren zu schaffen. Der Durchschnitt lag bei 11,5
Semestern, von denen die durchgekommen sind und 13,5 Semestern
durchschnittlicher Verweildauer (da sind dann die Abbrecher mit drin).
Nach der Rechentechnik, die heute angewendet wird, Praxisanteile extra
zu zählen, käme ich auf 8 + 1SA + 1DA + 1 PR = 11 Semester netto
Lernmenge.
Dem steht der ausgeräumte und verschlankte 6S-bachelor entgegen. Rechnet
man noch hinzu, dass am Ende eines Studiums die schweren Sachverhalte
kommen, hat sogar der 6S+1 - bachelor definitiv weniger, als die Hälfte
an echtem engineering-Wissen in petto und die Bestätigung dessen,
erhalte ich tagtäglich von den asiatischen, indischen und auch
englischen Jungingenieuren, mit denen ich zu tun habe. Und in jüngster
Zeit trifft man auch immer mehr auf die deutschen Bachelors.
Ich frage mich, warum man nicht einfach ein Punktesystem benutzt und das
als Angabe verwendet.
Zocker_01 schrieb im Beitrag #2648981:
> Nicht Bachelor schlecht reden, Bachelor ist schlecht, nichts halbes und> nichts ganzes. Von der großen Insel ist nur Mist rübergekommen, erst> Coca-Cola, dann McDonald und jetzt Bachelor.
Den Bachelor gab es hier schon seit dem Mittelalter. Nix mit England
rübergekommen.
Und der Magister wurde bis mitte des letzten jahrzehnts in DE noch
vergeben... by the way in MV kann man laut deren Hochschulgesetz ein
8Sem Bachelor in ein Diplom(FH) umschreiben lassen...
"An Fachhochschulen kann anstelle eines
Bachelorgrades ein Diplomgrad auch dann verliehen werden, sofern der
Studienabschluss den Erwerb von mindestens 240 Leistungspunkten (ECTS)
voraussetzt und Prüfungsleistungen denen eines Diplomstudiengangs
mindestens
gleichwertig sind."
Thomas1 schrieb:> Den Bachelor gab es hier schon seit dem Mittelalter. Nix mit England> rübergekommen.
Nein. Den Bakkalauraeus gibt es seit dem Mittelalter, der bezieht sich
aber auf etwas vollkommen anderes.
Den Begriff bachelor als pseudo akademischen Grad zu nutzen, sit eine
Erfindung der Amis und letztlich der Engländer. Ihn dann europaweit zum
Standard zu machen ist eine idee von Bologna.
Der Begriff mutiert.
Hallo,
jetzt mal ehrlich, ob du studieren willst oder nicht solltest du doch am
besten wissen!
Oder erwartest du etwa hier eine Antwort "Ja studiere bitte" oder "Nein
bringt doch eh nichts" ?
Wenn du die notwendigen Ressourcen aufbringen kannst (Zeit, Geld,
Familienrückhalt, ...) und das persönliche Interesse besteht warum nicht
?
Bildung hat noch niemanden geschadet.
Anmerkung: Nur aufgrund der Tatsache das die Studienzeit DAMALS länger
war als heute, zeichnet doch niemanden als schlauer und besser aus, oder
???
TSAG: Du hat kein plan(Bachelor/Master kann durchaus miot den
klassischen Abschluessen vergleichen werden da diese fuer durchaus
verschiede Sachen stehen koennen und daher keine klare Vorgabe machen
was man unter ihnen yu verstehen hat! Die Freiheiten des Magisters in
der Form wie er den meisten hier bekannt ist war nicht unbedingt die
Regel dieses abschlusses!)!
Bologna hat mit den namen nichts zutun, z.B. hat Oestereich versucht
weiterhin das Diplom zuvergeben hat das aber aufgegeben. Da der Vorteil
des neuen Bolognasystems zB Modularisierung, internationale
Qualitaetskontrolle, etc durch aus einen neuen Namen haben kann
(Frankreich verwendet den alten namen weiterhin!). Nur weil an einigen
kleinen FHen die Umsetzung nicht gelungen ist heisst das nicht das BA/MA
das diese nicht Moeglichkeiten bieten! (zB taught master, research
master, bachelor(hons) je nach Land bedeutet das mit thesis oder uber
einen bestimmten schnitt (ist aber mw jetzt die regel in uk) oder wie
haufig in uk ba/ma komibiert um die thesis nur einmal zu schreiben(und
diese parakllel zu den Vorlesungen etc pp) )
Es waere durch aus moeglich fuer Fhen ihren Bachelor mehr oder weniger
wie ein Ing-Diplom(FH) zugestalten dh 8Sem und trotz vielen ECTS zb die
wertigkeit von Mathe/phzsik herabzuseten (oder auch nur bestanden/nicht
bestanden) und ein Projekt Modul oder faecheruebergreifendes Modul im
4Sem staerker zugeweichten als die ECTS anzahl im ersten Moment vorgeben
wuerde dieses wird an aber nicht getan! Daraus wuerde ich schliessen das
man nicht so unzufrieden ist!
>Das ist genauso wie der Drang der linken Parteien das doch>alle Abi machen und studieren sollen,
Das haben sie nicht gesagt, sie wollen längeres gemeinsames Lernen und
gleiche Chancen für alle, also eine Einheitsschule. Gerade in der DDR
(die bekanntlich links gefürht wurden, wurden EOS-Abschlüsse und
Studienplätze viel strenger vergeben als heute.
>Letztes gab es einen Filmbericht zweier Außendienstler auf Montage die>ein Problem an einer modernen Industrieanlage für das Weben von>Textilien beheben sollten. War lustig mit anzusehen, wie wenig die>beiden Herren dort "zu schaffen" hatten (bei umfänglicher Bezahlung) bis>das Teil wieder lief. Da hatten es die Leute früher sehr viel schwerer.
Das ist nur die halbe Wahrheit, Es wurde einfach die Wartungeintelligenz
dem Monteur durch den Entwickler der Maschine abgenommen. Drum kann er
relativ verarmt an kreativen Lösungswissen die moderne Maschine
"reparieren" Weil der Entwickler die Diagnose und Reparaturalgorithmen
bereits abgenommen hat. Das bedeutet, der Monteur kann blöder sein, der
Entwickler muß schlauer sein.
>Ein sehr guter "Master of Engineering" aus Indien, kommt mit Glück an>das alte FH-Niveau mit 7+1 Semestern heran, meistens haben sie aber eher>das Niveau von Berufsakademie, weil auch die 1 Jahr von ihren 4en rein>in Firmen arbeiten.
Also ist nicht nur der "böse" Bachelor vom Niveau ganz unterschiedlich,
sondern auch der "gute" Master.
>Und der Magister wurde bis mitte des letzten jahrzehnts in DE noch>vergeben...
Ein Magister ist kein Master. Magister war ein Kombinationsstudium mit
Haupt- und Nebenfach. Meist war es der Magister artium. Also zum
Beispiel Kunsthistorik und Architektur. Diesen Abschluß gibt es auch
heute noch.
> by the way in MV kann man laut deren Hochschulgesetz ein>8Sem Bachelor in ein Diplom(FH) umschreiben lassen...>"An Fachhochschulen kann anstelle eines>Bachelorgrades ein Diplomgrad auch dann verliehen werden, sofern der>Studienabschluss den Erwerb von mindestens 240 Leistungspunkten (ECTS)>voraussetzt und Prüfungsleistungen denen eines Diplomstudiengangs>mindestens gleichwertig sind."
Das steht dort gar nicht drin. Damit ist nicht gemeint, daß ein
Bachelorabsolvent mit 240 ECTS seinen Abschluß umschreiben lassen kann,
sondern, daß es den FHen frei zusteht bei einem Studiengang mit 240 ECTS
ein FH-Diplom zu verleihen. Der Student bekommt also von vornherein das
Diplom.
Ein Umschreiben hat in Dtl. die KMK ausgeschlossen.
>Nein. Den Bakkalauraeus gibt es seit dem Mittelalter, der bezieht sich>aber auf etwas vollkommen anderes.
Die KMK hat jedoch auch beschlossen, daß man als Absolvent die
englischen Bezeichnungen als auch die lateinische Entsprechung nutzen
kann. Ein Bachelor ist also brechtigt, sich Bakkalaureus zu nennen und
der Master Magister (ohne artium)
>Ich empfehle Techniker und dann Master an der FH>Darmstadt(Fernsutudium)!
Das hat den gleichen Wert, als würde er sich einen Dr. im Internet
kaufen.
tsag schrieb:> Jeder fühlt sich heute zu Höherem berufen und will studieren und was ist> das Ende vom Lied:>> Überall nur noch Durchschnitt, der nur Durchschnitt produziert, schlecht> managed und designd und folglich nur mittelmäßige Produkte an den Markt> bringen kann, was in der Konsequenz dazu führt, dass er nur mittelmäßige> Leute bezahlen kann.>
Weil viele nur des Abschlusses (und des Gehaltes) wegen studieren.
Lernen kann allerdings jeder, das hat nichts mit Talent in seinem
Bereich zu tun. Oberste Priorität hat das Verstehen und Erlernen von
vorhandenen Wissen. Kreative Lösungen und neue Denkansätze sind maximal
sekundär.
Im Beruf dann ist Anpassung in vielen Firmen meißt wichtiger als
Leistung. Bezahlt wird eh nach Gehaltsgruppe und die Leistungspunkte
sind schon vorgeschrieben.
> Das engineering ist heute genauso runtergekommen wie die Tontechnik:> Früher haben das nur studierte Spezialisten gemacht, heute machen es die> Praktikanten.>> Und alle lassen sich die faulsten Begründungen einfallen, warum sie mit> ihrem FH-Diplom oder dualem Studium im Prinzip dasselbe leisten können> und die "praxisnäheren" Entscheidungen treffen.
Was für eine tolle Schlussfolgerung. Warum soll ein Uni-Absolvent besser
EPläne zeichnen oder SPS-Programmieren können als ein FHler?