Frage zu NE556

OP #2644096
Hallo Leute,

ich muss mit einem NE556 zwei Schaltausgänge mit gleicher Impulslänge 
ansteuern. Kann ich dabei die Pins DIS und THR von den beiden Timern 
parallel schalten oder muss der zweite Timer einen eigenen Widerstand 
mit Elko kriegen?
Als Impuls brauche ich ca. 1 Sek. VCC ist 5V, sind da 100k und 10uF gut 
dimensioniert?
Danke für eure Hilfe

Gruß
Angehängte Dateien:
Einer der beiden Ausgänge (Q) wird nie auf L gehen, weil die 
Thresholdspannung aufgrund von Toleranzen nicht erreicht wird.
Bevor dies passiert, schlägt der andere Threshold zu und der 
dazugehörige Discharge entläd den Kondensator.
In Deiner Schaltung im übrigen recht schnell mit einem (viel zu) hohen 
Strom.


Gruß

Jobst
OP
mm schrieb:
> nein das geht nicht.
> aber wenn Du zwei gleiche Signale erzeugst, warum nimmst Du sie nicht
> aus nur einem Timer und teilst das Q danach auf?

Der 555-er hat ja nur einen Triggereingang, wie soll ich dann Q 
aufteilen, wenn ich mit 2 getrennten Arbeitskontakten zum Ansteuern 
arbeiten muss?
@  Dennis R. (denver)

>Der 555-er hat ja nur einen Triggereingang, wie soll ich dann Q
>aufteilen, wenn ich mit 2 getrennten Arbeitskontakten zum Ansteuern
>arbeiten muss?

Ein Ausgang kann typischerweise mehrere Eingänge problemlos ansteuern. 
Durch die Verwendung von zwei NE555 ändert sich nichts.
Da du aber ZWEI Taster hast, müssen die beiden NE555, auch wenn sie in 
einem Gehäuse sitzen, eigene RC-Beschaltung haben.

>OK verstehe, dann muss der zweite Timer wohl separat beschaltet werden,

Schön.

>aber wieso viel zu hoher Strom?

Das passt schon. Als Monoflop braucht der NE555 keinen Widerstand an 
DIS, der Transistor im IC macht die Strombegrenzung allein. Ist so auch 
in jedem Datenblatt drin.

>Welche Werte würdest Du für 1s nehmen?

100K/10µF sind schon OK, mann könnte über 1M/1µF nachdenken und dann 
einen Folien. oder Keramikkondensator nehmen, die haben sehr kleine 
Leckströme, im Gegensatz zu Elkos.

MfG
Falk
Falk Brunner schrieb:
> Transistor im IC macht die Strombegrenzung allein. Ist so auch
> in jedem Datenblatt drin.

Ich konnte in dem Datenblatt von Philips nur sehen, daß dort maximal 
200mA rein dürfen.
Allerdings ist die Ladung im C auch so gering, daß Du vermutlich Recht 
hast.


Andere Sache: Wenn Du den Taster länger als 0,5s gedrückt hältst, bleibt 
der Ausgang auch länger aktiv!


Gruß

Jobst
OP
> Andere Sache: Wenn Du den Taster länger als 0,5s gedrückt hältst, bleibt
> der Ausgang auch länger aktiv!

Oh-oh, das ist aber so nicht gewollt... Ich ging davon aus, dass bei 
einem normalen Monoflop die Ausgangsimpulslänge fest ist, egal wie lang 
das Triggersignal anliegt. Sonst wäre das doch ein retriggertes 
Monoflop, dazu müsste eine Diode noch rein.
Hab allerdings keinen 555/556 hier, damit ich das testen kann.

Gruß Dennis
Dennis R. schrieb:
> Danke für den Tipp, geht wahrscheinlich genau so, der hat aber bei
> meiner Anwendung keine Vorteile gegenüber 556, oder?

Er ist flankengetriggert und schaltet damit nach der Zeit auch dann ab, 
wenn der Taster nicht losgelassen wurde.
Allerdings ist er retriggerbar. Wenn Du mehrfach drückst, wird die Zeit 
länger.


Dennis R. schrieb:
> Stimmt, dann z.B. noch 2x 100n rein, richtig?

Parallel zum Taster.



Gruß

Jobst
@  Dennis R. (denver)

>Oh-oh, das ist aber so nicht gewollt... Ich ging davon aus, dass bei
>einem normalen Monoflop die Ausgangsimpulslänge fest ist, egal wie lang
>das Triggersignal anliegt.

Nein, das kommt auf das Monoflop an. Aber das "Problem" lässt sich mit 
einem einfachen RC-Hochpass lösen. Einfach 100nF in Reihe zum Taster und 
noch einmal 47k Pull-Up direkt am Taster.

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