Hallo Zusammen, vom Hausmeister meiner Schule habe ich erfahren, dass einige Uhren und früher auch die Läutanlage ihre Urzeit vom Rathaus erhalten. Wie genau das funktioniert wusste er leider nicht. Weiß da wer von euch, wie das genau vonstatten geht? Denn dedizierte Leitungen erscheinen mir übermäßig aufwändig. Warum kein besserer DCF77-Empfänger? Oder stammt das System noch aus der prä-DCF77-Ära? Grüße, Lukas
Lukas K. schrieb: > ihre Urzeit vom Rathaus erhalten. Ja, in der Urzeit elektrischer Uhren hat man noch Kabel verlegt ;-) Google: "mutteruhr"
Icke ®. schrieb: > Google: "mutteruhr" Ah, und ich dachte immer, sowas wird/wurde nur gebäudeintern verwendet. Aber das muss ja heißen, dass man dedizierte Kabel verlegt hat, oder wird das durchs Telefonnetz getunnelt?
Da das zu Zeiten war, als es noch ein staatliches Telekommunikations- monopol gab, wird man (per Order de Mufti) die Post beauftragt haben, dafür Leitungen zur Verfügung zu stellen.
Lukas K. schrieb: > ... oder wird das durchs Telefonnetz getunnelt? Ähm ja: Anruf des Rektors im Rathaus "Wie spät?", dann hetzt der Hausmeister zur Uhr und korrigiert (bei Bedarf) die Uhrzeit. D.h. man musste bei dieser Vorgehensweise die Laufzeit (des Hausmeisters) berücksichtigen. Die hatten also schon damals Skew-Probleme ... ;) Sorry, hab einen Clown gefrühstückt Uwe
Uwe N. schrieb: > D.h. man musste bei dieser Vorgehensweise die Laufzeit (des > Hausmeisters) berücksichtigen. wenn ich an den hausmeister in meiner damaligen schule (früher) denke, dann wären die uhren zwischen den einzelnen stockwerken mit mindestens fünf minuten unterschied gelaufen da man mit dem rasenmäher schlecht über stiegen fahren kann ;-)
Ich arbeite hauptsächlich in Schulen. Dort ist eigentlich immer ein DCF77-Empfänger an die ELA-Anlage angeschlossen.
Oliver Heinrichs schrieb: > Ich arbeite hauptsächlich in Schulen. Dort ist eigentlich immer ein > DCF77-Empfänger an die ELA-Anlage angeschlossen. Ja, so wird es bei uns wohl auch sein, denn der ELA-Gong stimmt nicht mit der Rathaus-gesteuerten Uhr überein. Davor, als es noch die schöne Rasselbimmel gab und die Uhren mal um eine Minute falsch gingen, ging auch die Bimmel falsch.
Na, in meiner alten Schule wurden noch Nippel auf nen Lochkranz gesteckt, die dann Federkontakte betätigt haben. Und das war um 2005 rum...
Früher konnte man von der Post Standleitungen mieten für irgendwas, z.B. Alarm zur Feuerwehr, Polizei oder auch Zeitimpulse von der Sternwarte. Das war eigentlich recht effektiv, daß nur einer Leitungen verlegt. Aber irgendwann fing jeder Verein an, seine eigenen Leitungen zu verbuddeln. Der Steuerzahler hats ja. Trotzdem war da in der Schule eine eigene Uhr mit Signalkranz, deren Pendel wurde eben nur synchronisiert mit nem Elektromagneten. Fiel der Impuls aus, lief sie trotzdem weiter. Diese Pendeluhren wurden noch lange benutzt, warum solll man sie ersetzen, solange sie noch funktionieren. Und das Stellen zur Sommer-/Winterzeit kann doch der Hausmeister machen. Teilweise waren noch Uhren von vorm Krieg im Einsatz, noch so richtig verschnörkelt. Da ist ja auch nicht viel verschlissen, nur mal waschen, neu fetten und vielleicht die Ankerplatten wechseln. Hatte man keine neuen dabei, konnte man sie einfach umdrehen. Waren die Kontakte verschlissen, mußte man die Entstörkondensatoren wechseln. Peter P.S.: Es gab auch Nebenuhren mit Signalkranz, die mußten dann den Minutenimpuls kriegen.
> Es gab auch Nebenuhren mit Signalkranz, die mußten dann den > Minutenimpuls kriegen. Für den in der Digitalära sozialisierten: Was ist ein Signalkranz?
Bei mechanischen Schaltuhren dreht sich eine Scheibe, in die außen am Rand Schrauben eingedreht oder Klemmen aufgesetzt wurden. Diese haben dann an einer festen Position den Schalter umgelegt. So sieht sowas dann aus: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Schaltuhr_elektr_aufzug.jpg&filetimestamp=20080627140825 http://de.wikipedia.org/wiki/Schaltuhr Gruß Jadeclaw.
Lukas K. schrieb: > Für den in der Digitalära sozialisierten: Was ist ein Signalkranz? Das ist ein großes Rad, welches mit dem Stundenzeiger gekoppelt ist und auf dem in 5min Abstand Schraublöcher sind. Man konnte also in 5min Abstand die Klingeltöne einstellen. Die Dauer der Klingeltöne wurde über Bimetallrelais erzeugt. Meistens hat er mehrere Kontaktebenen, um z.B. Mo-Fr und Sa andere Zeiten einzustellen (früher war auch Samstags Schule). http://www.elektrouhren-freaks.de/elektrouhren/signaluhren/index.php Peter
Peter Dannegger schrieb: > Aber > irgendwann fing jeder Verein an, seine eigenen Leitungen zu verbuddeln. Naja, "wichtige" Vereine hatten auch früher schon immer ihre eigenen Leitungsnetze. ;-) Reichseisenbahn, Polizei, Armee, Geheimdienste. Auch die Dresdner Stadtwerke beispielsweise hatten immer ihr eigenes Netz für diverse Melder und Aktoren (Pegelstand in Hochbehältern und dergleichen). Ansonsten ist das natürlich mittlerweile das gleiche Dilemma wie mit vier oder fünf verschiedenen Mobilfunknetzen, die oft ihre Basisstationen dann fast nebeneinander haben.
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